Film: Focus (2015)

Will Smith ist zurück!
Spielfilm mit Will Smith von Glenn Ficarra und John Requa. 105 Min.
Inhalt: Ein Con-Artist betrügt, verliebt sich, versucht ein paar Kriminelle zu betrügen und muss um sein Leben kämpfen.
Will Smith und mit ihm die Zuschauer hatten Glück, dass Ryan Gosling, Brad Pitt und Ben Affleck die Rolle abgelehnt haben. Denn diese Rolle braucht das Charisma, das nur Will Smith bringen kann. Er ist zurück und beweist uns, dass er sein schauspielerisches Talent nicht verloren hat, sondern die letzten Jahre einfach nur ein schwarzer Fleck in seiner Karriere sind und man nicht weiter darüber nachdenken sollte. Gut so!
Aber dann ist da der Plot. Es ist schon interessant zuzuschauen, wie Smith manipuliert und betrügt. Auch die überraschenden Wendungen immer wieder sind gut gelungen, sehr gut sogar. Manchmal jedoch schlägt der Film über die Stränge. Z.B. gibt es in New Orleans anscheinend niemanden, der nicht bestohlen wird. Diese dramaturgischen Freiheiten können jedoch akzeptiert werden, da sie einfach toll anzuschauen sind.
Fazit: Kein super Film, aber durchaus empfehlenswert.

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Film: True Story (2015)

Basierend auf wahren Begebenheiten. Spannend trotz schlechter Schauspieler.
Drama-Thriller mit Jonah Hill und James Franco von Rupert Goold. 99 Min.
Inhalt: Ein diskreditierter Journalist schließt mit einem Mörder Freundschaft. Er gibt ihm Schreibtipps im Gegenzug für ein Exklusiv-Interview. Damit beginnt ein Netz aus Lügen, durch das sich der Journalist winden muss.
Ich bin an sich ein großer Fan von Hill und Franco, doch in diesem Film haben mich beide enttäuscht. Weder der eine noch der andere schafft es, seinen Charakter glaubhaft darzustellen. Aber da der Plot gut ist, bleibt der Film dennoch bis zum Ende spannend.
Fazit: Wer den Film nur wegen Hill und Franco schaut, wird enttäuscht werden. Wer hingegen einfach einen Mystery-Thriller sehen möchte, dem wird sicher eine angenehme Unterhaltung geboten.

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Film: Wild Card (2015)

Also wirklich, „wild“ ist da gar nichts.
Action-Thriller mit Jason Statham von Simon West. 92 Min.
Inhalt: Ein glückspielender Bodyguard rächt eine Freundin und gerät ins Visier des Mafiabosses, der nun seinerseits Rache nehmen möchte.
Der Film beginnt elendig langsam und träge, der Plot ist seltsam und die Charaktere unwirklich. Ich habe lange durchgehalten, in der Hoffnung, einige tolle Statham-Kämpfe zu sehen, doch auch die waren einfach nur mies. Der Film nimmt auch nie Fahrt auf, sondern verleitet mit jeder verstrichenen Minute mehr zum Einschalfen.
Fazit: Katastrophales Produkt.

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Film: Tracers (2015)

Ein halber Parcour-Film für halbe Parcour-Fans.
Actionfilm mit Taylor Lautner von Daniel Benmayor. 94 Min.
Inhalt: Ein Fahrradkurier mit finanziellen Problemen lernt ein hübsches Mädchen kennen und macht natürlich, was sie auch macht. In diesem Fall wäre das Parcour. Dass die Hübsche aber einiges verbirgt, merkt er zu spät.
Ich nenne diesen Film bewusst einen halben Parcour-Film, weil nur die erste halbe Stunde und später noch zwei kurze Szenen das thematisieren. Wer also nur wegen Parcour den Film schaut, wird am Anfang begeistert, dann nur noch enttäuscht sein. Alle anderen werden nur enttäuscht sein. Außer die Fans von Taylor Lautner, die den Film nur wegen ihn sehen und denen der Plot egal ist. Denn tatsächlich spielt er sehr gut, bemüht sich wirklich, doch das Drehbuch gibt nicht mehr her. Erfahrenere Schauspieler hätten in der Mitte des Films aufgehört zu spielen, aber Taylor ist noch jung.
„Ein Parcour-Film braucht keinen Plot.“, hat sich der Regisseur wohl gedacht. Dass er dann aber Parcour zur Seite legt und irgendeinen Plot an den Haaren herbeizieht, ist einfach lächerlich.
Fazit: Ein schlechter Film, wenn du kein Lautner-Fan bist.

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Film: The Zero Theorem (2013)

Ein Film für intelligente Leute und solche, die so tun.
Sci-Fi-Drama mit Christoph Waltz von Terry Gilliam. 107 Min.
Inhalt: Ein Programmierer ist in einem sinnlosen Job gefangen und möchte unbedingt alleine zuhause arbeiten, damit er den Telefonanruf nicht verpasst, der ihm das Leben erklären wird.
Das Thema des Films ist die Isolation in einer immer und überall verbundenen Welt. Aber auch das Gefühl der Sinnlosigkeit und die Suche nach einem Sinn, oder halt das Warten auf den Anruf, der einem den Sinn erklärt. Tiefe Themen werden in einer bunten, verrückten, abstrusen Zukunftsvision präsentiert.
Die Proudktionsqualität ist großartig und Waltz brilliert. Ich wage sogar zu behaupten, dass ohne seine Klasse der Film nicht funktionieren würde, denn diese Rolle kann nicht irgendein Schauspieler füllen.
Aber sicher wird es viele geben, die dem Film nichts abgewinnen können. Zu viele Metaphern, zu viel Selbstreflexion, zu viel philosophisch-esoterischer Mambo-Jambo.
Fazit: Ein spezieller Film für ein spezielles Publikum.

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Film: Chappie (2015)

Großartiger Roboterfilm ohne der üblichen Stereotypen und Entwicklungen.
Sci-Fi-Actionfilm mit Hugh Jackman und Dev Patel von Neill Blomkamp. 120 Min.
Inhalt: Ein Ingenieur versucht in einem Roboter eine Künstliche Intelligenz einzubauen. Als dieser jedoch von Gangstern entführt wird, entwickelt sich die KI anders als erhofft.
Chappie ist ein grandioses Paket: hervorragende Produktionsqualität, toller Plot, gute Schauspieler. Mehr muss man dazu nicht sagen. Die Entwicklung des Roboter Chappie, der zum Glück nicht schon wieder durch einen Systemfehler ein Bewusstsein erlangt hat, ist großartig dargestellt. Als würde er sich in wenigen Tagen von einem Baby zu einem aufmüpfigen Jugendlichen entwickeln, ein Gangsta-Roboter eben.
Fazit: Ich habe den Film genossen und ich bin mir sicher, viele andere werden das auch.

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Film: Black November (2012)

Wer die Schattenseiten Nigerias kennenlernen möchte, die Geschichte dieses Landes, muss Black November anschauen. Beruhend auf wahren Tatsachen.
Action-Drama mit Mbong Amata von Jeta Amata. 95 Min.
Inhalt: Nigerianische Kämpfer nehmen einen Amerikanischen Konzernboss gefangen, um die Freilassung einer Freiheitskämpferin zu erpressen. Einer der Erpresser erzählt dann das Leben dieser Freiheitskämpferin und berichtet von der tragischen Situation in Nigeria.
Auch wenn die meisten Kritiker den Film negativ kommentiert haben, hat er sein Ziel dennoch erreicht: mehrere Amerikanische Politiker haben ihn zum Anlass genommen, Projekte zur Säuberung Nigerias zu starten. Denn Nigeria ist nun einmal das am verschmutzteste Land der Welt, was an all den Ölkonzernen liegt, die dort ohne Skrupel und ohne Regeln bohren. Dass die einfache Bevölkerung da nicht mehr zusehen möchte, ist klar.
Der Film wirkt weniger wie ein Film, als wie eine Dokumentation, da die einzelnen Szenen recht hastig gedreht und sprunghaft aneinandergereiht wurden. Aber gerade dieser Stil macht die Geschichte eindrucksvoller.
Fazit: Ein Muss. Jeder Mensch sollte wissen, was auf unserer Welt geschieht.

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Film: Always Woodstock (2014)

Liebesfilm, der das Erbe von Woodstock sucht.
Liebes-Musik-Film mit Allison Miller von Rita Merson. 97 Min.
Inhalt: Eine junge Frau verliert in New York ihren Job und ertappt ihren Verlobten bei einer Affäre. Also kehrt sie in ihr Heimatdorf Woodstock zurück, um dort in bester Tradition Lieder zu schreiben.
Ein schöner Film. Nicht gut, aber schön. Was meine ich damit? Nun, die Schauspieler könnten besser sein, die Dialoge durchdachter, die Witze lustiger. Aber ist das wirklich alles, was wir in einem Film suchen? Wollen wir nicht unterhalten werden? Sehen, dass andere Menschen in ihrem Leben auch kämpfen? Dass man immer eine zweite Chance erhält? Und das bietet uns dieser Film. Keine großartigen Dialoge über die Komplexität der Liebe oder über den Sinn des Lebens. Nein, einfach eine Frau, die am Boden ist und sich wieder aufkämpft.
Man merkt, dass der Regisseurin der Film sehr am Herzen lag und daher ist es für den Zuschauer auch einfach Gefühle zu entwickeln, die wiederum den Film in ein positives Licht rücken. Er ist schön, angenehm anzuschauen, aber nichts weltbewegendes.
Manche werden sich vielleicht an der neurotischen Hauptdarstellerin stoßen, einige an den abstrusen Lippen der besten Freundin und wieder andere am seltsamen Doktor. Aber ich denke kaum, dass jemand die Qualität der Musik kritisieren wird (außer er interessiert sich nur für Hip-Techno-Rap-One-Bieber).
Fazit: Wenn ein Liebespaar sich mal nicht entscheiden kann, welchen Film zu schauen, dann kann es hier ruhig zugreifen.

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Spiel: Twilight Imperium – Third Edition (Fantasy Flight Games)

Von Christian T. Petersen (ca. 3 bis 10+ Stunden; 3-6 Spieler).
Ein Traum ist in Erfüllung gegangen!
Es gibt kein anderes Spiel, von dem ich länger geträumt habe, es endlich einmal zu spielen. Die Vorfreude war groß, die Erwartung hoch und die logische Konsequenz davon: Ich bin etwas enttäuscht. Versteht mich nicht falsch, es ist ein großartiges Spiel, aber leider nicht unbedingt das, was ich mir vorgestellt hatte.
Wer sich hinsetzt und TI3 spielt, muss sich bewusst sein, dass er mehrere Stunden damit verbringen wird. Man sollte von ca. einer Stunde pro Spieler ausgehen und für die allererste Partie noch ungefähr vier Stunden zusätzlich einberechnen. Da das Spiel für 6 Spieler perferkt konzipiert ist, sollte man auch mit dieser Zahl spielen. Andere Spielerzahlen erfordern Änderungen, die leider auch die Balance etwas beeinträchtigen.
Hat man also 6 Spieler gefunden, die sehr viel Zeit haben, kann es losgehen.
Was aber ist nun TI3? Dem Autor zufolge ist es ein traditionelles US-Game mit German Style Prinzipien. Und das trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist eine gelungene Mischung aus Risiko, Puerto Rico und ein bisschen Siedler von Catan. Mit anderen Worten: Wer Risiko grundsätzlich gerne spielt, es ihm aber zu einfach und zu wenig strategisch ist, der wird TI3 lieben.
Grundsätzlich bauen wir Truppen, erobern andere Systeme und versuchen geheime und offene Ziele zu erreichen. Wer als erstes genug Ziele erreicht hat, um 10 Punkte zu haben, hat gewonnen. So einfach, wie das jetzt hier steht, ist das aber nicht. Denn nicht umsonst gibt es viele German Style Mechaniken.
Das zentrale Element des Spiels sind die Command-Marker, mit denen wir Systeme aktivieren. Aber Achtung: Einmal aktivierte Systeme sind für den Rest der Runde blockiert. Also muss man sich sehr gut überlegen, in welcher Reihenfolge man welches System aktivieren möchte. Das zweite zentrale Element sind die Strategie-Karten, von denen sich jeder zu Beginn jeder Runde eine auswählt. Die Sonderfunktion dieser Karte sollte theoretisch deine Strategie für diese Runde unterstützen.
Aber das Spiel beginnt schon vor dem Auslegen der Galaxie. Aufgrund der variablen Plättchen ist jedes Spiel anders und die Spieler errichten gemeinsam die Galaxie, indem man reihum jeweils ein System auslegt. Hier muss man bereits darauf achten, wie man seine geheime Mission am besten erfüllt, sich vor Gegnern schützt und diese eventuell gegeneinader ausspielt.
Man sieht, es ist Risiko mit viel Strategie und viel mehr Optionen. Auch das Kampfsystem ist besser gelöst worden. Es gibt zwar immer noch Würfelschlachten, aber sie sind klarer und schneller.
Doch trotz alledem schafft TI3 es nicht, das größte Problem von Risiko zu beheben: die Möglichkeit, sich einzuigeln und massiv aufzubauen. Und das liegt meiner Meinung nach an zwei Gründen: Erstens können zwei Truppenarten endlos produziert werden, man kann also Münzen und andere Dinge für diese aufs Brett legen. Gäbe es ein Limit, wäre man irgendwann gezwungen, anzugreifen, wenn man nicht rundenlang Däumchen drehen möchte. Zweitens kann man auch ohne große Eroberungszüge und massive Raumschlachten gewinnen.
Die Frage bleibt, ob dieses Einigeln negativ oder gleichgültig betrachtet werden sollte. Beim klassischen Risiko hat diese Strategie das Spiel einfach enorm in die Länge gezogen. Bei TI3 hingegen kommt irgendwann die Game-Over-Karte. Wer zu diesem Zeitpunkt die meisten Punkte hat, hat gewonnen. Wer also glaubt, erst angreifen zu müssen, wenn er vor lauter Truppen das Spielbrett nicht mehr sieht, läuft Gefahr, zu spät zu kommen. Das sollte man nicht vergessen!
Was aber hat mich nun enttäuscht? Der Galaktische Rat und der Handel. Wenn man irgendwo Leute hört über TI3 sprechen oder man etwas davon ließt, heißt es immer, dass es die perfekte Mischung aus Aufbau, Kampf, Diplomatie und Handel sei. Aufbau und Kampf ist klar. Die Diplomatie beschränkt sich jedoch lediglich auf „Das ist mein System, das deines“, ist aber auch okay. Doch der Galaktische Rat, eine wirklich tolle Idee, ist leider gemeinsam mit den Handelsabkommen sehr nebensächlich, was sehr schade ist, da es dem Spiel einen ganz neuen Flair geben könnte.
Es gibt bereits zwei Erweiterungen, deren Regeln ich mir durchgelesen habe. In Beiden gibt es einfach mehr Material und der Fokus liegt jeweils auf dem Kampf. In der zweiten Erweiterung wurde einiges für den Galaktischen Rat beigefügt, aber ich kann mir nur vom Text allein nicht vorstellen, wie sich das spielt.
Und am Ende sei noch gesagt, dass man TI3 mit den drei Zusatzoptionen am Ende des Regelwerkes spielen sollte. Denn dadurch wird das Erkunden des unbekannten Weltalls interessanter gestaltet.
Fazit: Es ist ein großartiges, massives, epochales Spiel, das nicht zuletzt von der tollen Grafik und dem detailliert ausgebauten Universum mit den verschiedenen Rassen lebt. Da aber der Galaktische Rat und die Handelsabkommen eher nebensächlich sind, überwiegt eindeutig das Erbe von Risiko als andere Elemente.

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Serie: The Flash – Staffel 1

Mein neuer Liebling!
Man kann kaum glauben, dass eine Serie über einen Mann, der nur schnell laufen kann, so toll sein kann. Aber beginnen wir beim Anfang. Leider ist ein typisches Element vieler Serien, dass man einige Folgen benötigt, um sich daran zu gewöhnen. Doch nicht hier. The Flash schlägt ein wie ein Blitz und von der ersten Folge an ist man gefesselt. Die gesamte Staffel ist von der ersten bis zur letzten Folge spannend und das Mysterium um den Gelben Flash ist sehr gut ausgearbeitet. Auch ist die Serie im Gegensatz zu Arrow und Daredevil auch oft genug locker-lustig, nicht immer nur düster und deprimierend.
Das perfekte Paket wird von den tollen schauspielerischen Leistungen abgerundet. Als das Gespräch aufkam, die Charaktere aus verschiedenen Superhelden-Serien direkt mit den gleichen Schauspielern auf die Kino-Leinwand zu übertragen, war ich vor allem bei Arrow skeptisch. Doch nicht beim Flash. Denn Grant Gustin als Barry Allen aka Flash ist einfach großartig.
Wichtig sei aber auch angemerkt, dass man die dritte Staffel Arrow parallel oder vorher sehen sollte (nicht wie ich andersrum), denn es gibt viele Folgen, wo sich die beiden Serien treffen und man ziemlich viele Arrow-Spoiler mitbekommt.
Fazit: Wenn die Serie es wirklich schafft, diese Qualtität aufrecht zu erhalten, werde ich noch viele Jahre dabei sein.

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