Serie: The Toys That Made Us – Staffel 1-3 (abgeschlossen)

Sehr spannende Dokuserie.
In The Toys That Made Us – oder mit dem schlechten deutschen Titel: „Spielzeug – Das war unsere Kindheit“ – wird über einige der beliebtesten Spielzeugfiguren, deren Entstehungs- und Erfolgsgeschichte berichtet. In jeder der zwölf Episoden wird ein anderes Spielzeug präsentiert, wozu u.a. He-Man, Barbie und Transformers zählen.
Dabei ist jede Folge identisch aufgebaut: Indem verschiedene Personen interviewt werden, entsteht ein strukturiertes Narrativ mit unterschiedlichen Perspektiven. Zunächst wird immer erzählt, wie die Idee zum präsentierten Spielzeug entstanden ist, dessen Vorgänger und Einflüsse. Dann geht es um den Kampf der kreativen Köpfe mit den Bossen, es ja zu produzieren. Die Gespräche über Vermarktung, anfängliche Erfolge, finanzielle Rückschläge, Höhepunkte und Status quo runden die Episoden ab. Und da jedes Spielzeug eine andere Geschichte erlebt hat, ist jede Episode frisch und spannend, es wird nie repetitiv.
Persönlich hätte ich gerne mehr davon und Ideen für eine weitere Staffel mit vier Episoden hätte ich auch schon: Monopoly, Hot Wheels, Pokemon und Playmobil. Doch leider ist die Serie schon abgesetzt, also begnügen wir uns mit dem, was wir haben.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Buy Now – The Shopping Conspiracy (Dokumentation 2024)

Eigentlich keine neuen Infos, aber doch erstaunlich.
Dokumentation von Nic Stacey. 84 Min.
Inhalt: Dieser Dokumentarfilm enthüllt die Tricks, mit denen Marken ihre Kunden zum Konsumieren animieren – und den tatsächlichen Einfluss, den sie auf unser Leben und die Welt haben.
Dieser Film ist ein sehr unangenehmer Realitätscheck darüber, wie Unternehmen auf Makroebene arbeiten. Man hätte noch hinzufügen können, wie wir es besser machen können (der Lösungsteil wurde am Ende nur kurz vorgestellt). Buy now ist im Grunde ein geradliniger mittelmäßiger Dokumentarfilm, der durch die unglaublich surrealen und psychedelischen Darstellungen der Pipeline, die vom Produkt zur Umweltverschmutzung führt, etwas aufgewertet wird. Dazu kommt noch die Perspektive einer Handvoll reumütiger ehemaliger Führungskräfte, die ihre Verfehlungen eingestehen.
Die gelegentliche KI-Stimme, die an vielen Stellen kritisiert wird, war für mich persönlich kein Problem, denn sie verhält sich ja wie der „Bösewicht“, wurde also konkret als Stilmittel eingesetzt.
In einem Film mit dem Titel Buy Now – The Shopping Conspiracy hätte ich aber erwartet, einen Abschnitt über Influencer und dergleichen zu sehen, und war enttäuscht, dass das Thema übersprungen wurde. Doch nach dem Film hatte ich ein Bild im Kopf, wie viele nutzlose Dinge in meiner Wohnung sind und warum sie da sind: Weil sie billig genug waren, um sie einfach zu kaufen und wegzuwerfen/spenden, wenn ich sie nicht mehr brauchte. Und ich denke, das ist das Entscheidende.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Black Rose Wars Rebirth (Pegasus Spiele)

Tolles Miniaturen Deck Building Spiel.
Von Andrea Colletti, Diego Fonseca und Marco Montanaro (ca. 90 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Spiel schlüpfen wir in die Rolle von Magier, welche die zerstörte Akademie wieder aufbauen wollen, sich dabei aber in die Quere kommen, denn nur einer kann den meisten Ruhm einheimsen und der neue Obermagier werden.
Jeder Magier hat dabei Zauberspruchkarten in der Hand, die er jede Runde ausspielen kann, um Räume zu reparieren, jemanden anzugreifen oder andere Dinge zu machen. Man kann auch aus dem Markt immer wieder neue Karten holen, um sie seinem Deck zuzufügen, also um die Varianz an Zaubersprüchen zu erweitern. Konkret planen die Spieler gleichzeitig, in welcher Reihenfolge sie ihre Handkarten ausspielen wollen, indem diese verdeckt aufs Spielertableau gelegt werden. Danach werden diese reihum eine nach der anderen offenbart und ausgespielt.
Das ist im Prinzip das gesamte Spiel. Am Anfang jeder Runde planen und dann machen, was auf den Karten steht. Was mechanisch sehr simpel klingt, offenbart eine große taktische Tiefe, da die Zaubersprüche immer noch genug Freiraum lassen, um spontane Entscheidungen zu treffen und auf die Aktionen der Mitspieler zu reagieren. Das gefällt mir sehr gut und ist gut durchdacht.
Auch optisch ist das Spiel großartig. Die Miniaturen sind toll gemacht, die Bilder auf den Karten sind wunderbar und die Akademieplättchen sehen auch sehr schön aus.
Was ich aber kritisieren muss, sind einige Zaubersprüche, die einfach zu stark sind. Und damit verbunden ist einfach ein unangenehmer Glücksfaktor, wer denn nun zufällig diese Karten bekommt. Wenn man bis zum Ende taktiert und bis zur letzten Runde knapp beisammen liegt, aber dann eine Karte ausgespielt wird, welche die Balance bricht, dann ist das einfach total unbefriedigend. Ich weiß, es gibt Spieler, denen es gefällt, wenn zwischendurch solche unberechenbaren Momente auftauchen und die Glück als Teil des Spiels sehen, aber für meinen Geschmack passt das hier einfach nicht.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: Achtsam morden – Staffel 1

Tolle Krimiserie mit schwarzem Humor.
Inhalt: Der Rechtsanwalt Björn besucht einen Achtsamkeitskurs, um eine bessere Work-Life-Balance zu finden. Er versucht, mehr Zeit für seine Tochter zu finden, wobei er gleichzeitig ungewöhnliche Bewältigungsstrategien wie Mord für sich entdeckt.
Das hier ist eine weitere Serie aus der deutschen Filmlandschaft, die mir sehr gut gefallen hat. Die gesamte Geschichte ist grotesk, wird aber durchgehend mit einem humorvollen Unterton erzählt.
Die Serie ist spritzig, flott und die schauspielerischen Leistungen von Tom Schilling und der Verbrecherbande sind erstklassig. Die Charaktere sind zwar überzogen, aber darin durchaus überzeugend. Was die großartig absurde Geschichte erfrischend kurzweilig und spaßig macht. Und dazu gibt die Serie einem mit einem Zwinkern noch Tipps zu mehr Achtsamkeit und Bewältigung von Alltagsproblemen.
Diese Serie wird vielerorts mit Dexter verglichen, aber das sollte man gleich wieder vergessen. Vermutlich schreiben das manche als Clickbait in den Titel oder sie haben eine der beiden Serien nicht geschaut und glauben tatsächlich, dass sie ähnlich sind.
Der Unterschied beginnt schon mal damit, dass Dexter als Krimiserie sich selbst viel zu ernst nimmt, während Achtsam morden einfach nur lustig ist. Vielmehr würde ich aufgrund des Tonfalls das hier viel eher mit dem Tatortreiniger vergleichen, ein weiteres kleines Meisterwerk aus Deutschland. Außerdem wird in Dexter in jeder Episode jemand ermordet, bei Achtsam morden hingegen ist das eine gänzlich andere Quote.
Wie dem auch sei, mich hat diese Serie sehr gut unterhalten, habe sie tatsächlich komplett an einem Abend geschaut, was ich schon lange nicht mehr geschafft habe.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Mission Cross (2024)

Lustige Spionageaction aus Südkorea.
Komödie / Action mit Hwang Jung-min von Lee Myeong-hun. 105 Min.
Inhalt: Der ehemalige Geheimagent Kang-moo lebt als Hausmann und verheimlicht seine Vergangenheit vor seiner Frau Mi-seon. Diese arbeitet jedoch für die Polizei. Eines Tages werden die beiden in einen gefährlichen Fall verwickelt.
Nach einem holprigen Start entwickelt sich hier eine lustige Actionkomödie. Die meisten Witze sind gelungen, die paar Actionszenen ordentlich gemacht, also insgesamt eine angenehme Unterhaltung.
Wie gesagt ist der Start etwas missglückt. Tatsächlich habe ich mich eher gewundert, weshalb dieses Ehepaar sich noch nicht hat scheiden lassen und konnte zunächst dem Film nicht viel abgewinnen, wollte sogar schon abbrechen, aber sobald der Mann auf eine ehemalige Kollegin trifft und sie rettet, nimmt der Film fahrt auf und fesselt einen.
Der nicht allzu komplizierte Plot bietet kurzweilige Unterhaltung, macht Spaß und eignet sich für einen seichten Filmabend.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Spiel: Cascadia – „Rolling Rivers“ & „Rolling Hills“ (Kosmos)

Großartiges Roll & Write Spiel.
Von Randy Flynn (ca. 30 Min.; 1-4 Spieler)
Ich wage an dieser Stelle zu behaupten, dass Cascadia Rolling mein liebstes Roll & Write Spiel ist: simpel, flott, taktisch und thematisch. Es macht einfach Spaß, sowohl in der Familie mit den Kindern als auch am Spieleabend mit Vielspielern.
Jeder Spieler hat hier zwei eigene Würfel und zusätzlich gibt es vier Gemeinschaftswürfel in der Tischmitte. Jeder hat also jede Runde sechs Würfelergebnisse zur Verfügung, von denen er eine Tierart aussuchen kann, die er seiner Sammlung hinzufügt. Dies geschieht gleichzeitig und ebenfalls gleichzeitig entscheidet jeder Spieler, welche der vier Auftragskarten er erfüllen möchte, wofür er Tiere aus seiner Sammlung wieder streicht. Simple Regeln und ein flotter Spielfluss aufgrund der Gleichzeitigkeit führen zu einem angenehmen Spielerlebnis.
Die rechte Auftragskarte wird nach jedem Zug entfernt, die anderen drei rücken nach und eine neue wird links hinzugefügt. Dadurch gibt es eine ständige Bewegung bei den Aufträgen, aber auch eine Planbarkeit über mehrere Züge hinweg.
Vier verschiedene Wertungspläne und zahlreiche Modifikationskärtchen garantieren, dass jede Partie anders gespielt werden muss und man jedes mal andere taktische Entscheidungen treffen muss.
Rolling Rivers und Rolling Hills haben unterschiedliche Wertungspläne, Modifikationskärtchen und Sonderwürfel, sind also vom Spielablauf identisch, aber unterschiedlich bei den taktischen Entscheidungen. Man kann auch beide Exemplare kombinieren und dann können sogar bis zu acht Spieler gleichzeitig daran teilnehmen. Weil eben alle Spieler gleichzeitg aktiv sind, macht es von der Spieldauer her keinen Unterschied, zu wie vielt man spielt.
Ein wunderbares zusätzliches Detail sind die Herausforderungen, welche zwar in normale Partien integriert werden können, aber vor allem für mich als Solospieler interessant sind. Es macht einfach Spaß, sich hier durch die Natur zu würfeln.
Mechanisch könnte diese Cascadia Rolling Reihe noch lange fortgesetzt werden, thematisch würden noch drei Sets (Gebirge, Wald und Wiese) dazu passen. Ich wäre da dann auf jeden Fall wieder dabei.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Cascadia – „Rolling Rivers“ & „Rolling Hills“ (Kosmos)
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Das Spiel wurde dankenswerterweise vom Verlag zu Verfügung gestellt.
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Serie: Alex Cross – Staffel 1

Atmosphärische Thrillerserie.
Der titelgebende Held Alex Cross hat die brillante Begabung, sich wie kein anderer in die Psyche von Mördern und Opfern zugleich zu versetzen. Das macht den forensischen Psychologen zum herausragenden Ermittler, doch belastet den liebenden Familienvater schwer.
Mittlerweile gibt es bereits über 30 Bücher und drei Filme mit ihm als Detektiv, also war es nur klar, dass in dieser Zeit der Streamingdienste auch eine Serie dazu produziert werden würde, im konkreten Fall hat Amazon zugeschlagen. Alex Cross passt da sehr gut in den Katalog zwischen Jack Ryan und Reacher. Alex Cross kann in allen Belangen mit diesen beiden Serien mithalten und deren Fans werden auch hier auf ihre Kosten kommen. Dabei ist Alex Cross jedoch keine Actionserie, sondern eine Thrillerserie, spricht also eigentlich ein anderes Publikum an, nämlich Krimifans, die ebenfalls hier zufrieden gestellt werden.
Insgesamt ist es eine spannende und fesselnde Serie, sehr gut inszeniert und mit den richtigen Schauspielern besetzt. Für mich persönlich waren jedoch die mittleren Episoden ein zäher Durchhänger mit einem großen Logikfehler, denn Axel Cross hat das gleiche Problem wie viele andere Serien: Eine Vorgabe bzgl. Episodenzahl und Länge, aber nicht genug Material dafür. Der Anfang hat aber genug gefesselt, um das durchzustehen und am Ende wird man toll belohnt.
Womit die Serie aber noch zusätzlich kämpfen muss, ist das aktuell aufgeheizte sozio-politische Klima, der Kampf gegen „Wokeness“ und immer eklatanter werdender Rassismus. Und da müssen sich die Macher der Serie schon auch selbst an die Nase greifen, wenn sie entsprechende Kritikpunkte auf dem Silbertablett präsentieren. Meiner Meinung nach hätten sie all dem ausweichen können, wenn sie das BLM-Thema nicht so stark präsentiert und zumindest einen Charakter mit weißer Hautfarbe als „gut“ dargestellt hätten.
Wie dem auch sei, die Story selbst ist sehr spannend, gut erzählt und wird von großartigen Schauspielern getragen. Es wäre schade, wenn man wegen Politik das nicht würdigt und die Serie von vornherein negativ bewertet und ignoriert. Ich persönlich wurde gut unterhalten, bleibe zufrieden zurück und freue mich auf die zweite Staffel.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Die Werwölfe von Düsterwald (2024)

Lustiges Familienabenteuer aus Frankreich.
Komödie / Abenteuer mit Jean Reno von François Uzan. 95 Min.
Inhalt: Eine Familie wird durch ein verzaubertes Spiel überraschend ins Mittelalter zurückversetzt, wo sie magische Kräfte erhalten, um gegen furchterregende Werwölfe zu kämpfen. Auf ihrer Reise müssen sie sich den Herausforderungen der Vergangenheit stellen.
Mit dem Wortschatz von Animefans könnte man das hier als Live Action Isekai bezeichnen, mit den Worten von Filmfans, die sich selbst zu ernst nehmen, als billige Kopie von Jumanji. Im Gegensatz zu Jumanji ist Die Werwölfe von Düsterwald jedoch ein reales Spiel, das sich einer großen Fangemeinde erfreut. Die Herausforderung der Filmmacher bestand also darin, eine spannende, lustige Geschichte mit der Essenz dieses Spiels zu kombinieren und ich finde, das ist gelungen.
Natürlich kann man kritisieren, dass die magischen Kräfte, die die Personen erhalten haben, nicht 1:1 den Funktionen entsprechen, die sie im Spiel haben, aber mich persönlich hat das wenig gestört, es braucht ja schließlich Kräfte, die in einem Film visuell funktionieren und das passt für mich so.
Natürlich darf man hier kein geniales Meisterwerk erwarten, sondern das ist ein unterhaltsamer Familienfilm für einen gemütlichen Abend. Die Schauspieler sind gut, der Plot ist spannend und der Humor passt. Manche Witze treffen, manche verfehlen. Die CGI-Effekte sind okay, adäquat für dieses Niveau. Dazu kommt noch eine emotionale Vater-Sohn-Geschichte, also insgesamt ein gelungener Film. Der flotte Schnitt und die Dynamik zwischen den Schauspielern sorgen dafür, dass 95 Minuten zügig vorübergehen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Skull Queen (Schmidt Spiele)

Nettes Stichkartenspiel auf Planken.
Von Stefan Dorra (ca. 30 Min.; 2-6 Spieler)
Skull Queen ist im Kern ein klassisches Stichkartenspiel, mit jedoch einigen interessanten Twists, die es von anderen hervorhebt. So etwa gibt es keine Punkte durch gewonnen Stiche, sondern man bewegt seine Figuren auf seiner Planke. Wenn die Spieler Glück haben, können auch mehrere pro Stich ihre Figuren bewegen. Man will also nicht unbedingt den Stich gewinnen, sondern es gibt auch andere Dinge, die man erreichen möchte.
Die Positionen der Figuren bei Spielende geben die Punkte. Doch da kommt noch ein Element hinzu: Die Startposition der Figuren kann frei gewählt werden, aber wenn man seine Figur zu weit bewegt, stürzt sie von der Planke runter und ist am Ende null Punkte wert. Es gilt also bei Rundenbeginn seine Karten gut zu analysieren, um die Figuren so zu positionieren, dass sie bei Rundenende auf einem hohen Punktewert stehen. Es ist wie eine kleine Wette, die man am Anfang mit sich selbst abschließt und wenn sie dann am Ende aufgeht, ist das schon sehr toll.
Da mehrere Runden gespielt werden, balancieren sich schlecht und gut gewettete Runden gut aus und am Spielende sind die Punkte meist recht knapp beieinander, also spannend bis zum Schluss.
Fazit: Empfehlenswert.

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Das Spiel wurde dankenswerterweise vom Verlag zu Verfügung gestellt.
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Serie: Arcane – Staffel 2 (abgeschlossen)

Großartig, aber am Ende irgendwie unbefriedigend.
Fans der ersten Staffel werden auch hier wieder begeistert sein. Die Geschichte wird nahtlos weitererzählt, ist spannend und emotional, man ist also bis zum Schluss gefesselt. Alles, worüber ich mich kurz geärgert habe, den Kopf geschüttelt habe, was ich als dramaturgisch billig empfunden habe, waren nur Kleinigkeiten, bei denen man locker ein Auge zudrücken kann, weil sie in der tollen Gesamterzählung rasch untergehen und den Spaß in keiner Weise beeinträchtigen.
Während die erste Staffel ja in einem Cliffhanger endete und bis zum Schluss ambivalente Botschaften ausgeschickt wurden, ob es weitergeht oder nicht, ist hier nun eindeutig und fix, dass die Serie abgeschlossen ist und es keine dritte Staffel geben wird. Es wird weitere Serien geben, die in diesem Universum spielen, worauf ich mich auch schon freue, aber Arcane selbst ist zu Ende. Umso enttäuschender waren für mich die letzten Minuten. Denn wenn man schon Charaktere aufbaut, die das Publikum lieben lernt, mit denen man ein episches Abenteuer erlebt, eine emotionale Reise unternimmt und ihnen bei ihrer Charakterentwicklung zuschaut, dann wünscht man sich halt doch einen schönen Abschied. Für mich hat sich das Finale angefühlt wie das Ende einer Episode und nächste Woche geht es weiter, aber nicht wie der Abschluss einer Serie. Es wäre für mich schon wichtig gewesen zu sehen, wie es mit den Charakteren, die überlebt haben, weitergeht, eine kleine Compilation mit Szenen, wie jeder seinen Platz in der neuen Ordnung findet, wie es allen gut geht und man zufrieden Abschied nehmen kann, aber doch bitte nicht so etwas. Zwei Charaktere reden darüber, dass sie weiterkämpfen, aber welchen Kampf? Einer sitzt traurig in der Ecke und die anderen sieht man gar nicht mehr.
So, nachdem ich mir jetzt den Frust aus den Fingern geschrieben habe, beruhige ich mich wieder. Denn im Grunde war die gesamte Serie wirklich großartig, umso mehr fällt so ein abruptes Ende halt ins Gewicht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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