Gedankensprung: Brettspiele solo spielen III – Das Ende?

Das Ende naht, doch was wird aus meinem neuen Hobby?
Im letzten Jahr ist es unter Brettspielern wenig überraschend beliebt geworden, Brettspiele solo zu spielen und tatsächlich kommt jetzt kaum noch ein Spiel auf den Markt, das keinen Solomodus hat. Am meisten „Glück“ hat dabei CGE mit seinem Spiel Under Falling Skies, einem reinen Solospiel, das beinahe pünktlich zum ersten Lockdown vor über einem Jahr erschienen war.
Doch der letzte Lockdown ist nun zu Ende. Ich denke, dass bald genug Leute geimpft sind und gehe einfach mal davon aus, dass kein weiterer Lockdown folgt. Was wird also aus unseren Solospielen? Die meisten Leute werden natürlich sofort die Chance nutzen, um wieder mit Freunden und Bekannten zu spielen. Tatsächlich ist es ja gerade der soziale Kontakt, weshalb mir Brettspiele so gut gefallen und ich Computerspiele eher ignoriere.
Anderereits habe ich im letzten Jahr sehr viele Brettspiele solo gespielt und einige davon haben mir echt gut gefallen. So gut sogar, dass ich wohl kaum damit aufhören werde. Die große Frage, die sich die Industrie nun stellt, ist also, wie viele Brettspieler weiterhin solo spielen werden, oder ob dieses Segment nur eine kurzfristige Modeerscheinung war. Soll man als Verlag Energie investieren, um Solovarianten zu kreieren oder sogar reine Solospiele zu veröffentlichen?
Ich selbst werde damit sicher nicht aufhören, denn manchmal möchte ich ein Spiel spielen und niemand ist in der Nähe oder hat Zeit. Manchmal habe ich auch nur spontan Zeit und Lust. Oder manchmal spielen wir in der Gruppe, da wir ja eine Demokratie sind, nicht das Spiel, das ich gerne würde und somit kann ich das dann danach zuhause solo nachholen. Oder es gibt Spiele, die ohnehin nur für einen Spieler sind.
Es ist nun auch tatsächlich so, dass ich bei neuen Spielen, die ich mir kaufe, erst recherchiere, ob sie einen interessanten Solomodus haben, sowohl auf Kickstarter als auch im Fachhandel. Denn wenn ich schon viel Geld investiere, möchte ich das Spiel auch öfters spielen. Immer auf eine Gruppe zu warten, kann dazu führen, dass Spiele sehr lange unausgepackt im „Regal der Schande“ liegen oder nur ein einziges Mal auf den Tisch kommen. Ist der Solomodus jedoch interessant, werde ich es auch oft spielen und somit ist das Geld dann auch gerechtfertigt.

Ich möchte hier jetzt keine Liste anführen, wie in den letzten beiden Beiträgen, was ich alles gespielt habe. Sämtliche Spiele präsentiere ich auf meinem Blog und wenn diese einen Solomodus haben, habe ich ihn auch probiert. Einzig die gratis Print’n’Play-Spiele von BoardGameGeek habe ich nicht vorgestellt, denn von denen hat mir eigentlich nur Star Trek: The Dice Game gefallen, dafür aber richtig gut.
Auf BoardGameGeek gab es auch vor ein paar Monaten einen Wettbewerb, bei denen man Solovarianten für bereits existierende Spiele entwickeln und präsentieren konnte. Von denen habe ich SkyeNet für Isle of Skye und 7 Caves für Wettlauf nach El Dorado probiert. Beide haben mir sehr gut gefallen und werden wohl noch öfter bei mir auf den Tisch kommen.

Jedenfalls hat es sich zufällig so ergeben, dass ich mit dem Ende des Lockdown auch meine Solo-Spiele abgeschlossen habe. Hätte man gar nicht besser planen können. Von Blackout Hong Kong habe ich die gesamte Kampagne gespielt und sämtliche Zusatzszenarien auf BoardGameGeek. Bei Gaia Project habe ich mit allen 14 Völkern einmal gespielt. Diese beiden sind übrigens auch meine Lieblingssolospiele.
Bei 7 Wonders Duel habe ich gegen alle Automa-Anführer mindestens einmal gewonnen und Star Trek: The Dice Game habe ich auch auf dem härtesten Level – Kobayashi Maru – gewonnen.
Wie geht es also weiter? Nun, Maharaja liegt bereits bereit und die von mir unterstützten Kickstarter-Projekte haben allesamt einen Solomodus. Am meisten freue ich mich aber darauf, endlich Dune Imperium in die Hände zu kriegen. Ich habe damit eigentlich nur gewartet, bis ich meine bisherigen Solospiele abgeschlossen habe.
Es gibt aber noch eine Reihe anderer Spiele, die ich gerne solo probieren möchte, nämlich insbesondere Nemo’s War (Second Edition), Pandemic: Untergang Roms, Raiders of Scythia, Lost Ruins of Arnak und Gloomhaven: Die Pranken des Löwen.
Da nun aber bald Spieleabende wieder möglich sein werden, weiß ich nicht, wie viel Zeit ich konkret für Solospiele haben werde, doch missen möchte ich sie keinesfalls.

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