Buch: Koch, Christian & Krohn, Axel – HÄ? Die schönsten unübersetzbaren Wörter der Welt

Großartiges Buch! Schon lange nicht mehr so gelacht.
Dieses Buch ist genau das, was der Titel verspricht: Eine Sammlung von Wörtern aus allen Sprachen, die nicht direkt in andere Sprachen übersetzt werden können. Z.B. „Age-Otori“ (Japanisch) = Nach dem Friseurbesuch schlechter aussehen als vorher / „Sambo“ (Schwedisch) = Ich bin einer festen Beziehung und ich wohne mit meinem Lebenspartner zusammen, aber wir sind nicht verheiratet.
Es sind also Wörter, für deren Übersetzung ganze Sätze verwendet werden müssen. Das allein ist interessant, aber noch nicht witzig. Dass das aber dennoch der Fall ist, ist den Autoren zu verdanken, die jedem Wort eine Doppelseite gönnen, wobei auf einer Seite ein großformatiges Foto zu sehen ist, das den Sachverhalt irgendwie repräsentiert, und auf der anderen Seite eine anekdotenhafte Beschreibung in einem locker-witzigen Stil. Ja, das Buch ist wirklich unterhaltsam. Vor allem eignet es sich ausgezeichnet, um bei der Arbeit während der Pause in der Teeküche sich mit den Kollegen zu amüsieren.
Das Buch bietet aber nicht nur Unterhaltung, sondern auch Einblicke in fremde Kulturen. Man lernt andere Gedankenwelten und Werte kennen. Denn wenn ein Volk für einen speziellen Sachverhalt ein Wort erfindet, dann hat das durchaus eine gewisse Aussagekraft. Was sagt es uns etwa über die Chinesen, wenn sie das Wort „Huiji-Jiyi“ verwenden, was bedeutet: Die Anweisung eines Arztes nicht befolgen, um in der Öffentlichkeit nicht als krank zu gelten.
Ich habe aber einen Fehler entdeckt: Das Wort #7, „Prozvonit“ (Tschechisch) gibt es sehr wohl auch in anderen Sprachen. Auf Deutsch heißt es „anklingeln“ und z.B. auf Italienisch „squillare“. Aber auch wenn ich das hier anmerke, ist es dennoch ein witziges Detail, das einen Schmunzeln lässt.
Am Ende des Buches gibt es dann auch noch eine sehr interessante Liste mit deutschen unübersetzbaren Wörtern, also solche, die uns eigen sind und Menschen anderer Muttersprache nicht kennen und nur nach einer langen Erklärung verstehen werden, wie etwa „Geisterfahrer“ oder „Luftschloss“.
Als sehr unnötig habe ich das politische Nachwort empfunden. Was zum Kuckuck hat ein offener Brief an Donald Trump in so einem Buch zu suchen? Einfach nur lächerlich! Hier also eine Botschaft an den Verlag: Bitte nie wieder! Ich weiß nicht, wer denkt, dass so etwas witzig ist, aber nein, das ist es nicht. Es ist einfach nur peinlich.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Hä? Die schönsten unübersetzbaren Wörter der Welt: … und andere Sprachkuriositäten
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Film: Johnny English 3 – Man lebt nur dreimal (2018)

Köstliche Unterhaltung.
Action / Spionage / Komödie mit Rowan Atkinson von David Kerr. 88 Min.
Inhalt: Ein neues Abenteuer beginnt, als eine Cyberattacke die Identität aller aktiven Undercover-Agenten in Großbritannien enthüllt und Johnny English als letzte Hoffnung des Geheimdienstes zurücklässt. Aus dem Ruhestand gerufen, startet English die Mission, den Mastermind der Hacker zu finden. Der Mann mit limitierten Fähigkeiten und analogen Methoden muss nun die Herausforderungen der modernen Technologie meistern.
Ja, der Film hat alles, was ich erwartet habe: ein durchaus spannender Plot gepaart mit sehr gelungenen Witzen. Man muss die ersten beiden Teile gar nicht kennen, um den hier genießen zu können. Ich empfehle aber trotzdem, diese zu schauen, weil sie auch sehr gelungen sind. Ich habe hier sehr viel gelacht und die Zeit ist dabei im Nu verflogen. Aber natürlich, man muss Atkinson-Comedy mögen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Pohl, Frederik – Heechee Rendezvous (Heechee Saga 3)

Auch der dritte Band der Reihe enttäuscht nicht.
Inhalt: Bob Broadhead, inzwischen reichster Mensch, versucht politische und persönliche Krisen zu bewältigen und neue Entdeckungen zu managen, während ein Prospektor Schwarze Löcher untersucht und dabei etwas furchtbares findet. Dann taucht auch noch ein Heechee auf.
Das Buch erzählt spannend die Geschichte um die Erforschung der Heechee weiter und behält weiterhin den interessanten Fokus auf Psychologie, auch wenn das Explorative, das noch in den ersten beiden Bänden zentral war, hier leider ziemlich in den Hintergrund rückt. Das Buch wirkt aufgrund seines Erzählstils teilweise etwas überhastet und unnötig verkürzt, passt aber als Gesamtwerk. Nur das Ende ist, im Gegensatz zum ersten und zweiten Band, hier offen, ein Cliffhanger, der direkt in den vierten Band überleitet.
Fazit: Wer schon die ersten beiden Bücher mochte, wird auch hier voll auf seine Kosten kommen.

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Film: I Want to Eat Your Pancreas (Anime 2017; Originaltitel: Kimi no Suizo wo Tabetai)

Ein Film, wie es ihn schon hundertmal gibt, und trotzdem wurde effektiv die Tränendrüse aktiviert.
Drama von Shinichiro Ushijima. 108 Min.
Inhalt: Ein introvertierter Junge findet zufällig das Tagebuch eines todkranken Mädchens. Da er nun der einzige ist, der ihr Geheimnis kennt, beschließt sie Zeit mit ihm zu verbringen, weil sie nur bei ihm „normal“ sein kann, also keine Fassade benötigt. Er lernt, seine Schale zu verlassen und sie versucht in den letzten Monaten ihres Lebens ihre Wunschliste abzuarbeiten.
Der Film ist eine 0-8-15-Variante des Genres „zum Sterben verurteilter Hauptcharakter“: generisches Setting, generische Charaktere, generischer Plot, generischer Zeichenstil. Nichts an diesem Film ist irgendwie neu oder überraschend. Dennoch funktioniert er. Oder: gerade deswegen. Wenn man sich emotional fallen lässt, ist man schnell gefangen und wird am Ende ohne große Taschentuch-Packung nicht auskommen. Wer das nicht macht, wird dem Film nichts abgewinnen können.
Fazit: Für Leute, die gerne weinen.

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Spiel: Tokaido (Funforge)

Ein gemütliches Spiel mit einem gemütlichen Thema.
Von Antoine Bauza (ca. 45 Min.; 2-5 Spieler)
Dieses Spiel bietet eine sehr seltsame Erfahrung. Das Thema ist nämlich, dass man von Kyoto nach Tokyo (oder umgekehrt) reist und dabei eine schöne Zeit hat: gutes Essen genießen, wunderbare Landschaften malen, Souvenirs kaufen, Freunde finden und im Onsen relaxen. Diese thematische Gemütlichkeit wurde auch auf die Mechanik übertragen, was dazu führt, dass die Regeln sehr einfach sind und es kaum Tiefe gibt.
Es ist absolut durchschaubar, was der Autor hier schaffen wollte, welche strategischen Optionen er bieten wollte und das klingt auch zunächst sehr spannend. Doch es funktioniert nicht, denn es ist am Effektivsten, sich so langsam wie möglich zu bewegen, alle möglichen Dinge zu sammeln und dadurch eine Punktemasse anzuhäufen. Quantität vor Qualität lautet die Devise, Strategie braucht es dafür keine.
Fazit: Aufgrund der Optik und des Themas empfehle ich absolut Tokaido einmal kennenzulernen, aber Wiederspielwert gibt es leider kaum einen.

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Tokaido, Brettspiel
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Buch: Pohl, Frederik – Beyond the Blue Event Horizon (Heechee Saga 2)

Tolle Rückkehr ins Heechee-Universum.
Inhalt: Eine verlassene Station der Heechee wird jenseits des Pluto entdeckt. Sogleich wird eine Expedition, weniger wissenschaftlich als kommerziell, dorthin geschickt.
Zunächst möchte ich meine Aussage bezüglich der „Saga“, die ich bei meiner Kritik zum ersten Teil getätigt habe, revidieren. Der erste Band ist tatsächlich in sich geschlossen, aber den zweiten kann man nur verstehen, wenn man den ersten auch gelesen hat, er ist jedoch auch zufriedenstellend abgeschlossen mit Optionen auf mehr.
Das Buch hier nun erinnert mich stark an Allen Steele – Coyote 04 (Spindrift), geht es doch beide Male um die Erkundung eines außerirdischen Artefakts. Während Steele jedoch ein Meister des Unbekannten ist, ist Pohl ein Meister der Psychologie. Beide Bücher sind absolut faszinierend zu lesen, haben jedoch einen unterschiedlichen Fokus. Vor allem gefällt mir an den beiden Büchern auch, dass die Artefakte dann auch wirklich sinnvolle, nachvollziehbare Aufgaben haben. Denn sehr oft entpuppen sich solche Artefakte als ziemlich lächerlich, wie etwa in John Sandford & Ctein – Das Objekt, wo man dann mit einem „echt jetzt?“ Gefühl zurück bleibt.
Ich finde, das vorliegende Buch ist eine sehr gelungene Fortsetzung, spannend und interessant, mit faszinierenden Theorien und Erklärungen sowie gut ausgearbeiteten Charakteren. Gern mehr davon!
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Beyond the Blue Event Horizon (Heechee Saga Book 2) (English Edition)
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Film: Gänsehaut 2 – Gruseliges Halloween (2018)

Auch mal eine Idee: Statt den Plot tauscht man den Cast.
Jugend-Horror mit Madison Iseman von Ari Sandel. 103 Min.
Inhalt: Siehe >>Teil 1<<, nur eben zu Halloween statt zur Prom Night.
Dieser Film ist das, was passiert, wenn man unbedingt eine Fortsetzung möchte aber während der Vorproduktionsphase so alles schief geht, was schief gehen kann. Am Ende scheint man dann das identische Drehbuch noch einmal verwendet zu haben, nur halt mit komplett anderen Schauspielern. Hebt dieser Film sich irgendwie vom ersten Teil ab? Nein. Eher das Gegenteil ist der Fall. Tatsächlich sehe ich in den meisten Punkten keine großen Unterschiede zwischen den beiden Filmen und wer damals Spaß hatte, wird es auch jetzt wieder haben. Was mir aber gefehlt hat, ist die Teenie-Romanze. Die war nämlich im ersten Teil sehr gut gemacht, doch hier gibt es gar nichts in diese Richtung. Ken Jeong als verrückter Nachbar und der Kurzauftritt von Jack Black sind große Pluspunkte, aber ansonsten gibt es nicht viel was in Erinnerung bleibt.
Fazit: Fans des ersten Teils bekommen hier nochmals gute Unterhaltung geboten.

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Spiel: Te-Trix (moses.)

Schnelles und einfaches Würfel-Schreibspiel.
Von Christof Tisch (ca. 20 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem flotten und lustigen Spiel, spielen wir Tetris mit Würfeln. Ein Spieler wirft die 4 Würfel und sortiert sie dann zu einer Tetris-Form zusammen. Anschließend müssen alle Spieler versuchen, diese Form irgendwie in ihr Raster einzubauen, wobei es gilt, gleichartige Symbole aneinander zu reihen, damit man viele Punkte bekommt. Was sehr einfach klingt, erweist sich als äußerst knifflig, wenn man versucht, das Maximum an Punkten herauszuholen. Je mehr Spieler, desto spannender, denn da gibt es mehr fremde Formen. Daher ist meine Empfehlung auch mit 4 Spielern zu spielen. Denn je weniger Spieler, desto einfacher wird es und dementsprechend gehen Spannung und Spaß verloren. Speziell die Solo-Variante ist aus diesem Grund ziemlich langweilig.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Pohl, Frederik – Gateway (Heechee Saga 1)

Tolles Space-Sci-Fi-Abenteuer.
Inhalt: Gateway ist eine Raumstation der längst ausgestorbenen Heechee. Die Menschen haben sie zufällig entdeckt und versuchen nun, die Technologie zu entschlüsseln. Der Prospektor Bob Broadhead erinnert sich an seine Zeit dort und an seine Missionen an Bord von Heechee-Schiffen, deren Steuerung niemand versteht und bei denen es keine Garantie auf Rückkehr gibt.
Auch wenn das der Auftakt einer „Saga“ ist, ist das Buch dennoch in sich geschlossen, denn die fünf Bände wurden erst im Nachhinein als eine gemeinsame „Saga“ zusammengefasst. Der Autor hat einfach ein Buch nach dem anderen im selben Universum geschrieben.
Mir hat dieses Buch deshalb so gut gefallen, weil es nicht wieder ein Menschheits-Rettungsplot mit eindimensionalen Charakteren ist, sondern eine Person wunderbar zum Leben erweckt wurde und wir mit ihr das Drecksloch Gateway kennenlernen. Bob Broadhead hat ein miserables Leben gelebt und versucht ein besseres Leben für sich aufzubauen, wobei ihm jedes legale Risiko recht ist. Innerhalb dieses sehr interessanten Charakterbildes lernen wir auch das Heechee-Universum kennen, ein äußerst faszinierender Ort, der Lust auf mehr macht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Wreck-It Ralph 2 – Chaos im Netz (2018)

Ganz nett.
Animation / Abenteuer mit John C. Reilly von Phil Johnston und Rich Moore. 116 Min.
Inhalt: Als ein WLAN-Router in der Spielhalle Einzug hält, gehen Randale-Ralph und Vanellope online, rauschen auf der Datenautobahn einmal quer durchs Internet und bringen von Online-Games über Websites bis hin zu den sozialen Medien so einiges durcheinander.
Nette Unterhaltung und besser als so manche andere Fortsetzung, aber wie immer kein Vergleich zum Original. Ein wenig spannender Plot und eine seltsame Botschaft halten das Publikum kaum gefesselt, ebenso wenig die eher mauen Witze. Es gibt durchaus einige sehr gelungene Szenen, wie etwa die Versammlung der Disney-Prinzessinnen oder die Kritik an sozialen Medien, was den Film rettet. Es wirkt beinahe so, als hätte man diese Szenen zuerst erdacht und dann den Rest um diese herum irgendwie zusammengeschustert. Das reicht absolut für gute Unterhaltung, aber sicher nicht für irgendwelche Lobgesänge.
Fazit: Kann geschaut werden.

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