Serie: Santa Clarita Diet – Staffel 1

Ein spezieller Humor für ein spezielles Publikum.
Drew Barrymore spielt eine einfache Vorstadtmutter, die plötzlich ein Zombie wird, ihre kognitiven und emotionalen Fähigkeiten aber beibehält. Die Familie versucht sie zu unterstützen und eine Lösung zu finden.
Hierbei handelt es sich um eine Horror-Comedy-Serie mit heftigem Gore-Humor und intensiven visuellen Effekten. Wer an diesem Stil seine Freude hat, wird hier einen tollen Cast mit einem spannenden Plot und gelungenen Witzen finden. Meinen persönlichen Geschmack hat die Serie jedoch nicht getroffen, weshalb ich sie auch nicht weiterschauen werden, aber das soll mich nicht davon abhalten, der Serie eine hohe Bewertung zu geben.
Fazit: Für Freunde des Genres sehr zu empfehlen.

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Film: Ghost in the Shell (2017)

Eine gute Anime-Realverfilmung! Dass ich sowas noch erleben darf. Eine sehr gute noch dazu.
Sci-Fi-Thriller mit Scarlett Johansson von Rupert Sanders. 120 Min.
Inhalt: In einer dystopischen Zukunft, in welcher Maschinen essentielle Bestandteile des menschlichen Körpers werden, ist der Major ein einzigartiger Mensch-Maschine-Hybrid und führt die Eliteeinheit Sektion 9 an.
Der Film basiert auf dem zum Kult gewordenen gleichnamigen Anime-Sci-Fi-Franchise. Dass es unmöglich ist den unglaublich komplexen Plot und die zahlreichen philosophischen Themen in einen einzigen Kinofilm zu packen, sollte nicht überraschen. Die Drehbuchautoren haben aber eine sehr gute Arbeit geleistet, das Essentielle herauszufiltern, für westliche Kinobesucher aufzubereiten und spannend zu erzählen. Der Plot und die Frage, was denn ein Mensch sei, sind sehr interessant gestaltet. Dazu kommen noch tolle Effekte, welche die Atmosphäre des Originals sehr gut einfangen. Das Ganze erinnert nicht ohne Grund an Blade Runner.
Einzig Johansson ist sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht wegen ihres Aussehens oder sonst etwas, sondern wegen ihrer eigentümlichen Interpretation, wie sich ein Roboter bewegt. Ich finde, dass sie als Schauspielerin hier eine sehr gute Arbeit leistet, nur diese nach vorne gebeugten Schultern und die schlaff abfallenden Arme wirken einfach nur seltsam.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Whitewhashing

Nachdem ich letztens The Great Wall sowie Iron Fist geschaut habe und gerade Ghost in the Shell im Kino läuft, habe ich mir gedacht, dass das Thema „Whitewhashing“ eigentlich recht aktuell ist. Das ist nämlich ein schöner Begriff, den politisch überkorrekte Leute allem entgegenwerfen, was ihnen in Hollywood nicht so passt. Dabei wird der Begriff sehr oft falsch verwendet oder in einem falschen Kontext betrachtet.
Als „Whitewhashing“, also „weißwaschen“, bezeichnet man jene Momente, wenn ein weißer Schauspieler ganz konkret in die Rolle eines andersfarbigen, bzw. aus einer anderen Kultur stammenden Charakters schlüpft. Es gibt solche Momente zuhauf und die verdienen auch meistens die Kritik, doch sehr oft ist die Situation ganz anders. Hier ein paar Beispiele:
The Great Wall: Matt Damon spielt einen englischen Händler in einem Fantasy-China. Wo findet da Whitewhashing statt? Aber kritisiert wurde der Film deshalb en masse.
Iron Fist: Diese Serie wurde wegen „Kultureller Übernahme“ kritisiert. Wenn ein Amerikaner auf einer einsamen Insel von einer Chinesin zum Kampfsportmeister ausgebildet wird, ist das in Ordnung, aber wenn er es in China direkt in einem Shaolin-Kloster macht, ist das schlecht? Es wird ja nichts lächerlich gemacht oder kritisiert. Im Gegenteil befinden wir uns eigentlich schon auf einer Fantasy-Ebene, wo beinahe alles erlaubt ist.
Das absurdeste Beispiel aber ist Ghost in the Shell. Anscheinend glaubt jeder, nur weil das Original ein japanischer Anime ist, dass die Charaktere automatisch Japaner sind. Solche Leute haben die Serie wohl nicht gesehen und der Macher selbst hat gemeint, dass es in seinem futuristischen Kontext keine konkrete kulturelle Zugehörigkeit gibt. Dennoch wird den Machern des aktuellen Kinofilms Whitewhashing vorgeworfen. Leute, beruhigt euch, nicht alles ist immer sofort ein unsensibler beleidigender Müll.
Oder auch der Film Death Note, der jetzt auf Netflix ausgestrahlt wird. Hierbei handelt es sich um eine Adaption. Eine Adaption ist nicht Whitewhashing! Das Original spielt in einer japanischen Oberschule, die neue Version in einer amerikanischen High School. Bei einer Adaption wird lediglich die Story übernommen, aber Schauspieler und kulturelle Details werden dem neuen Produktionsland und Zielpublikum angepasst. Was ist daran so schlimm? Ich bin schon ein Verfechter der Originale, aber wir müssen auch ehrlich sein, dass amerikanische Adaptionen einfach ein viel größeres Publikum erreichen. Kritiker fordern, dass Death Note dem Original getreu in Japan mit japanischen Schauspielern gedreht wird. Diesen Leuten muss einfach gesagt werden, dass es diesen Film bereits gibt und der auch gar nicht schlecht ist. Aber wenn ihn fast niemand schaut, probiert man es eben mit einer adaptierten Variante. Das gleiche trifft auch auf den Film Departed – Unter Feinden zu, der eigentlich nur den fantastischen Film Infernal Affairs neu auflegt. Die Story wurde von Hong Kong nach Boston transferiert und dem lokalen Kolorit angepasst. Weil da nun die Scorsese-Variante so erfolgreich war, ist das Interesse am Original, das in meinen Augen viel besser ist, ziemlich rasch gestorben.
Ein weiteres Beispiel ist Last Samurai, wo ebenfalls kein Whitewhashing vorkommt, da der Hauptcharakter so agiert, wie er agiert, weil er eben kein Japaner ist. Die Kritik, warum man nicht einen Japaner für diese Rolle genommen hat, finde ich lächerlich, denn der Charakter ist nun mal kein Japaner. Außerdem habe ich mit vielen Personen in Japan genau über diesen Film gesprochen und fast alle haben ihn toll gefunden und in der Darstellung von Tom Cruise nichts Verwerfliches gesehen, er hat ihnen hingegen sehr gut gefallen. Ebenso jetzt mit Scarlett Johansson in Ghost in the Shell habe ich aus Japan keine Beschwerden vernommen, im Gegenteil finden sie es toll, dass ihr Anime so eine Besetzung erhält.
Wer aber sind nun diese Leute, die regelmäßig mit solchen Kritiken um sich werfen? Überkorrekte Mitglieder eben jener Gesellschaft, welche diese „Verbrechen“ begeht. Ich selbst kritisiere ebenfalls Remakes und Neuverfilmungen, aber nicht wegen „Whitewhashing“ oder „Kultureller Übernahme“, sondern weil ich die Originale meistens gesehen habe und nicht verstehe, warum Leute eine zweitklassige Kopie lieber haben. Denn warum sollte ich das neue Death Note von Netflix anschauen, wenn es ja schon einen tollen Film gibt? Ach ja, dort gibt es japanische Schauspieler und asiatisches CGI.
Kommen wir also nun zum wahren „Whitewhashing“. Die ärgsten Beispiele in letzter Zeit sind Aloha und Exodus – Götter und Könige. Hier haben Emma Stone und Christian Bale ganz konkret Figuren gespielt, die nicht ihrer Ethnizität entsprochen haben, wie es in der Geschichte von Hollywood immer wieder vorgekommen ist. Die Rechtfertigungen der Regisseure in diesen beiden Fällen waren dann natürlich das Ärgste. Bei Aloha erklärte Cameron Crowe, dass der Charakter Viertel-Chinesin, Viertel-Hawaiianerin und Halb-Schwedin sein, weswegen Emma Stone das schon spielen dürfe. Wie bitte? Dass es in Hollywood zahlreiche Halb-Asiatische Schauspieler gibt, scheint er wohl nicht mitbekommen zu haben. Außerdem meint man, wenn man den Film schaut, dass Hawaii zu 90% von Weißen bewohnt wird, was kompletter Humbug ist.
Ridley Scott hat es bei Exodus hingegen treffend erklärt: Wenn ich keine Hollywood-Schauspieler hole, bekomme ich den Film nicht finanziert, weil dann niemand ins Kino kommt. Natürlich hätte man den Film rein mit arabischen und afrikanischen Schauspielern drehen können, aber wäre der Film dann so erfolgreich gewesen? Er hat 268 Millionen Dollar eingebracht, also fast doppelt so viel wie das ausgegebene Budget von 145 Millionen Dollar. Da muss man sich als Kinobesucher selbst an die Nase fassen und sich hinterfragen. Unser Konsumverhalten beeinflusst nun mal die Produktionsqualität.
Abgesehen davon, dass sehr oft Kritik deplatziert ist, gibt es sehr wohl viele Instanzen, in denen Whitewhashing vorkommt. Das muss dann auch genannt werden. Es reicht jedoch nicht, die Studios dafür zu kritisieren, solange sie damit dennoch Geld verdienen. Man müsste das Publikum zu einer Änderung seines Konsumverhaltens bewegen, vielleicht sogar dazu, solche Filme zu boykottieren.

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Film: Ghostbusters (2016)

Wenn man zwei Stunden Zeit hat und sich langweilt, sollten man besser dem Gras beim Wachsen zuschauen, als diesen Film einzuschalten.
Horror-Komödie mit Melissa McCarthy von Paul Feig. 134 Min.
Inhalt: Vier Frauen jagen Geister.
Nur weil der Film mit einem komplett weiblichen Cast rebootet wurde, bedeutet das ja nicht automatisch, dass er auch schlecht ist. Dass er es dennoch ist, hat viele Gründe:
– Die Geister sind schlechter gemacht als im Original 1984. Wie ist denn das möglich?
– Kein einziger Witz bringt einen Lacher. Vor allem Chris Hemsworth ist einfach nur peinlich. Aber auch beim Rest muss man sich wirklich fragen, wer bei so einem Humor das Zielpublikum war.
– Der Plot ist einfach lächerlich, bringt keine Spannung.
– Die Schauspieler schlafwandeln vor der Kamera. Wenn man nicht wüsste, dass die mehr könnten, würde man sich vielleicht gar nicht so darüber ärgern. Man hat teilweise das Gefühl, dass sie tatsächlich glauben, nur durch ihre Anwesenheit Humor beizusteuern. Arroganz pur!
– Schlechter geschriebene Dialoge habe ich selten gesehen.
– Das Auto ist hässlich geworden, der Soundtrack schlecht.
– Während im Original die vier von Anfang bis zum Ende Wissenschaftler waren, bekommen hier die Damen mitten im Film unzählige lächerliche neue Waffen in die Hand gedrückt und werden zu seltsamen Superkämpfern ohne Sinn für die Wissenschaft.
– Sie fangen Geister, haben aber keinen Ort, die aufzubewahren!
– Zu viel plakativer Feminismus.
Einer der beliebtesten Filme aller Zeiten wurde genommen, ruiniert und in den Dreck geworfen. Dann hat man einfach groß „Ghostbusters“ drauf geschrieben und gehofft, dass die Leute wegen dem Namen alleine in die Kinos kommen. Ich frage mich wirklich, ob die Schauspieler der alten Filme ihre kurzen Cameos in diesem Müll hier nicht schon bereuen. Dieser Film hätte so toll sein können.
Fazit: Der Beipackzettel von Aspirin ist interessanter.

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Spiel: 4 Gods (Asmodee)

Carcassonne mit Geschwindigkeit, seltsamen Legeregeln und komischer Punktewertung. Schlecht.
Von Christophe Boelinger (ca. 15-30 Min.; 2-4 Spieler)
Gemeinsam versuchen die Spieler eine Landschaft in der Tischmitte zu errichten, die Plättchen müssen aber nicht nur landschaftlich passen, sondern auch mit zwei Seiten irgendwo angrenzen, nicht nur mit einer. Das führt vor allem im ersten Spiel zu einigen frustrierenden Fehlern, weil es einfach ungewohnt ist. Dann kann man irgendwann Städte bauen, die jedoch wieder zerstört werden können, wenn man sie nicht schnell genug schützt. Danach muss man sich auch noch für ein Volk entscheiden und hoffen schneller als die anderen das beste zu schnappen. Und irgendwann ist der Beutel fertig und das Spiel zu Ende.
Ich empfinde das gesamte Spiel als ziemlich langweilig. Das liegt vor allem daran, dass man die Plättchen nur sehr begrenzt anlegen kann und es irgendwann darauf hinausläuft, einfach schnell Plättchen zu ziehen, anzuschauen und wieder wegzulegen, weil keines passt. Einfach da sitzen und darauf warten, dass einer das richtige Plättchen zieht, wenn es so eines überhaupt noch gibt, ist sehr langweilig und auch frustrierend.
Am Ende kommt dann auch noch eine Punktewertung, die den belohnt, der als erstes das beste Volk geholt hat, bzw. wer Glück hatte, die richtigen Plättchen zu ziehen, um die Städte zu schützen, bzw. zu erobern.
Im Grunde genommen ist das eine aufgepäppelte Version von Mondo, verkompliziert und langweilig.
Fazit: Hände weg!

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Buch: Scott, Jasper T. – Dark Space 3. Der Ursprung

Warum hat nicht bereits der erste Band so gut sein können? Das Ende der Trilogie ist der Anfang der Serie.
Inhalt: Ethan und Atton sollen vor Gericht gestellt werden, als es zu einer überraschenden Wendung kommt. Ihre Verbrechen müssen kurz beiseite geschoben werden, um einer größeren Gefahr gegenüberzutreten. Am Eingang zum Dark Space kommt es dann zum Showdown.
Der Anfang dieses Buches ist schlecht. Das muss man sagen. Die offenen Enden des zweiten Teils werden schnell und hastig aufbereitet und abgeschlossen, da hätte man sich mehr erwartet. Mir persönlich ging das zu schnell. Das Ganze wirkte wie eine ungern erledigte Auftragsarbeit. Aber auch die Charaktere wirken während des gesamten Buches relativ platt, wie auch schon in den vorherigen Bänden, einzig Admiral Hoff weist mehrere Dimensionen auf und entwickelt sich sehr interessant.
Auch zu kritisieren ist der Übersetzer. Ich habe das Original nicht gelesen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass „Made“ die korrekte Übersetzung für das ultimative Schimpfwort ist oder dass „Schmiermaxe“ einen adäquaten Begriff für Ingenieure darstellt. Wenn man einen seriösen, düsteren Text hat und dann solche Wörter daherkommen, ruiniert das einfach die ganze Atmosphäre. Aber wer weiß, vielleicht sind im Original auch tatsächlich solche Begriffe verwendet worden. Zu kritisieren sind sie deshalb aber ebenfalls.
Ist jedoch der erste Teil erst überwunden, hat man einen richtig coolen Space-Sci-Fi-Knaller in Händen. Die Weltraum- und Kampfszenen, die große Stärke des Autors, sind wie immer großartig gemacht. Auch die Holo-Haut, über die ich mich so geärgert habe, kommt nicht mehr vor. Der Plot zieht sich spannend dahin, bietet eine tolle Atmosphäre und überraschende Wendungen, wenn auch manche davon (nicht alle!) gegen den Wind gerochen werden können.
Was mich am meisten geärgert hat, ist die Offenbarung eines bestimmten Geheimnisses. Versteht mich nicht falsch, ich finde das überaus faszinierend, sehr gut ausgefeilt und ich freue mich schon auf den vierten Band, um darin tiefer einzutauchen. Aber in den ersten beiden Bänden wird das nie angedeutet. Was mir eben bei der Dark Space – Trilogie bisher gefehlt hat, war ein interessanter Hintergrund, eine Geschichte, Mythologie. Jetzt kommt die plötzlich und retrospektiv betrachtet finde ich es echt schade, dass der Autor nicht von Anfang an dahingehend mehr gemacht hat.
Jedenfalls bietet dieses Buch ein zufriedenstellendes Ende für die Trilogie, lässt aber genug offen, um dieses Universum wieder besuchen zu wollen. Tatsächlich ist auf Englisch bereits der sechsten Band auf dem Markt. Den vierten werde ich mir auf jeden Fall noch gönnen, dann schauen wir weiter.
Fazit: Es gibt sicher bessere Sci-Fi-Werke, aber Dark Space bietet gute Unterhaltung, Popcorn-Kino in Buchform, weshalb ich es durchaus empfehlen kann.

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Serie: Iron Fist – Staffel 1

Diese Serie gefällt mir von den bisherigen Marvel-Netflix-Serien am besten, hat aber auch einige Schwachstellen.
Vorne hingestellt, um es gleich aus dem Weg zu räumen: Hier findet kein Whitewhashing statt [zu diesem Thema kommt demnächst ein Gedankensprung].
In der Serie also geht es um einen Jungen, der einen Flugzeugabsturz im Himalaya überlebt, dann von Mönchen aufgenommen und großgezogen wird, bis er 15 Jahre später zurückkommt und die alte Firma seines Vaters, die rechtmäßig ihm gehört, auf den Kopf stellt. Nebenher sollte er auch noch eine uralte und mächtige Verbrecherorganisation zerstören, denn das ist das Schicksal der Iron Fist, zu der er ausgebildet worden ist.
Aus zwei Gründen gefällt mir diese Serie besser als die anderen drei (Daredevil, Jessica Jones und Luke Cage). Erstens die Schauspieler: Vor allem bei Daredevil ist mir die schlechte schauspielerische Qualität aufgefallen, bei den anderen beiden nicht so sehr. Der Hauptdarsteller von Iron Fist hat sich kein Lob verdient, aber dafür zwei Nebendarsteller, nämlich Jessica Henwick als Colleen Wing und Tom Pelphrey als Ward Meachum. Diese beiden spielen sehr gut und heben dadurch die allgemeine Qualität der Serie, während der restliche Cast nur Serien-Durchschnitt ist. Vor allem ist Henwick auch für einige der besten Kampfszenen verantwortlich. Und da sind wir schon beim zweiten Punkt: Die Kampfszenen sind sehr gut gemacht. Die Comic-Vorlage lebt ja von der Kampfkunst, und die ist hier wunderbar umgesetzt.
Neben diesen beiden Elementen finde ich auch den Plot interessanter als bei den anderen drei, was natürlich wie immer persönliche Geschmackssache ist. Einzig die ersten paar Folgen sind wirklich lahm, doch wenn man über die Anfangsphase drüber ist, entwickelt sich die Serie rasant. Tatsächlich hat man das Gefühl, wenn man andere Kritiken liest, dass die nur diese ersten Folgen geschaut und eine Rezension über die gesamte Serie geschrieben haben, was sehr schade ist.
Das große Problem an der Serie ist der Charakter von Danny Rand, also von Iron Fist selbst. Ich finde, dass seine Entwicklung nicht gut dargestellt ist. Es ist ersichtlich, was der Regisseur zu erreichen versuchte, aber das schauspielerische Talent von Finn Jones hat leider nicht ausgereicht, um das auch erfolgreich umzusetzen. Dafür hat er aber ein Talent für die Kampfkunst-Szenen, was wohl das wichtigste Element der Serie ist.
Fazit: Wer auch nur ein bisschen etwas für das Superhelden-Genre oder das Marvel-Universum übrig hat, sollte das schauen.

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Film: Jack Reacher 2 – Kein Weg zurück (2016)

Knallharte Action. Viel besser als der erste Teil.
Action / Thriller mit Tom Cruise von Edward Zwick. 118 Min.
Inhalt: Jack Reacher möchte mit einer Frau ausgehen, die dann aber verhaftet wird. Aus einem Bauchgefühl heraus vertraut er ihr, holt sie aus dem Gefängnis und gemeinsam versuchen sie die wahren Kriminellen zu überführen.
Nachdem mich der erste Teil doch ziemlich enttäuscht zurückgelassen hatte, machte ich um den zweiten eine Weile einen Bogen. Das war eigentlich dumm von mir, denn der ist viel besser als sein Vorgänger.
Bis auf den sehr hanebüchenen Anfang, also den Grund, weshalb Jack Reacher sich da einmischt, ist der Film echt gut. Der Plot ist spannend und die Action cool, was erwartet man sich denn anderes von Tom Cruise? Aber auch Cobie Smulders, die die verdächtigte Major Susan Turner spielt, gibt dem Film noch einen Qualitätsschub, ist ihr Performance doch sehr gut und ihre Actionszenen stehen denen von Cruise in nichts nach.
Fazit: Eine tolle Abendunterhaltung.

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Gedankensprung: Anime-Update Winter ’17

Nachdem der Anime-Herbst 2016 ziemlich miserabel war, konnte es nur noch besser werden und tatsächlich hat uns die Winter-Staffel einige wunderbare Serien beschert.

Mein Liebling bleibt aber weiterhin 3-gatsu no Lion, das mit seinem Zeichenstil, den interessanten Charakteren und dem Plot alles andere übertrumpft. Es ist ein wunderbares Melodram, das die melancholische Stimmung perfekt einfängt. In der zweiten Hälfte hat die Shogi-Welt etwas überwogen, was ich ein bisschen schade gefunden habe. Es gibt nun eine Pause, aber eine zweite Staffel wurde bereits angekündigt. Ich freue mich schon darauf!

ACCA: 13-ku Kansatsu-ka begeistert mit seinem tollen Zeichenstil und dem spannenden Plot. Wer verfolgt welche Ziele und wer wird am Ende den Thron besteigen? Sehr zu empfehlen.

Kobayashi-san Chi no Maid Dragon ist eine äußerst lustige Serie, um ein Gruppe von Drachen, die als Menschen getarnt im modernen Tokyo zu überleben versuchen, was zu zahlreichen sehr witzigen Situationen führt. Wer viel lachen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Little Witch Academia ist Harry Potter Light auf einer reinen Mädchenschule. Die Serie ist im wunderbaren klassischen Zeichenstil gehalten, in dem es anscheinend keine gerade Linien gibt und die Bewegungen viel flüssiger als in den computergenerierten Serien sind. Vom Plot her beginnt die Serie stark und witzig, lässt aber dann etwas nach. Am Ende wird sie wieder spannend, als ein Geheimnis offenbart wird und man möchte da dann sofort weiterschauen. Sie geht in der nächsten Staffel weiter und ich werde auch sicher weiterschauen.

Masamune-kun no Revenge bietet einen äußerst interessanten Plot: Ein Junge wurde wegen seinem Gewicht von einem Mädchen versetzt, weshalb er deprimiert zu seinem Großvater zieht. Dort trainiert er hart, wird dünn, muskulös und attraktiv. Dann kehrt er zurück und bemüht sich, dass dieses Mädchen von damals sich in ihn verliebt. Sobald ihr Herz für ihn schlägt, wird er es brechen. Rache ist süß! Diese Serie ist sehr witzig, spannend und bietet einige überraschende Wendungen. Am Ende jedoch gibt es einen nicht zufriedenstellenden offenen Schluss. Hoffentlich wird eine zweite Staffel oder eine OVA nachgeschoben, aber geplant ist momentan nichts, weshalb man nicht damit rechnen sollte.

Die zweite Staffel von Tales of Zestiria the X kam, enttäuschte furchtbar und wurde von mir rasch wieder abgedreht. Wie kann eine Serie nur derart langweilig und schlecht werden?

Naruto ist nun endgültig zu Ende. Den Endkampf gab es ja schon vor fast sechs Monaten und die seltsamen Folgen danach waren einfach lächerlich. Ganz am Ende wurde es wieder schön, als Narutos und Hinatas Hochzeit vorbereitet wurde. Letzten Sommer kam der Naruto-Film raus, in welchem die beiden ein Paar werden und es wird in der Serie vorausgesetzt, dass man diesen eben gesehen hat. Diese Folgen mit dann der Hochzeit am Ende bieten einen perfekten Abschluss nach 15 Jahren. Einfach nur schön. Im Frühling wird dann Boruto starten, die Nachfolgeserie mit den Kindern der Naruto-Charaktere. Eine Chance werde ich dem sicher geben, dann schauen wir weiter.

Dragon Ball Super ist eine Kampfsport-Serie. Wer hier einen Plot sucht, ist fehl am Platz. Es geht um Kämpfe und die sind so großartig wie immer. Mehr bietet die Serie nicht und mehr braucht man nicht. Mir gefällt’s.

Neben diesen aktuellen Serien habe ich auch mit einer älteren begonnen: Eureka Seven AO. Das ist die zweite Staffel, bzw. Nachfolge-Serie von Eureka Seven, eine meiner Lieblings-Animeserien. Bisher bin ich noch nicht ganz überzeugt, aber ein paar Folgen werde ich sicher noch schauen.

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Film: xXx – Die Rückkehr des Xander Cage (2017)

Coole Stunts und harte Sprüche.
Action mit Vin Diesel von D. J. Caruso. 110 Min.
Inhalt: Xander Cage muss eine gestohlene Technologie zurückholen, gerät aber in größte Gefahr, als er entdeckt, wie weit hinauf in die Regierung diese Verschwörung reicht.
Diesen Film schaut man nur aus einem einzigen Grund: wegen der Stunts. Und die enttäuschen nicht. Allein schon die Fantasie, sich so etwas einfallen zu lassen, muss gelobt werden. Kreative, überraschende Stunts, ein gutes Maß an Spannung, einige gelungene Witze und harte Sprüche machen diesen Film sehenswert. Natürlich, wer sich hier Intelligenz oder ein bestimmtes Maß an Realismus erwartet ist fehl am Platz und das ist auch gar nicht das Ziel des Films. Er möchte mit hirnlosem Spektakel unterhalten und das schafft er perfekt. Vin Diesel spielt sehr gut und Donnie Yen bietet einige tolle Kampfsporteinlagen. Die beiden tragen den Film und sind sozusagen das Sahnehäubchen. Und Neymar! Welch eine coole Überraschung.
Fazit: Mit der richtigen Erwartungshaltung ein ganz toller Film.

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