Buch: Menzel, Randolf & Eckoldt, Matthias – Die Intelligenz der Bienen. Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können

Wer hätte gedacht, dass ein Buch über Bienen so spannend sein könnte?
Randolf Menzel ist der vielleicht renommierteste Bienenforscher auf der Welt und präsentiert hiermit eine Mischung aus Autobiographie, Forschungsgeschichte und Sachbuch. Das klingt zunächst etwas suspekt, ergänzt sich aber hervorragend, was nicht zuletzt dem guten Schreibstil geschuldet ist. Ein gewisse Affinität zu Biologie und Zoologie ist natürlich nötig, um das Buch genießen zu können, aber es ist sicherlich kein wissenschaftliches Werk rein für akademische Leser.
Ein wichtiger Grund, warum diese Mischung aus Genres funktioniert, ist einfach der, dass es vor und neben Randolf Menzel nur wenig Bienenforschung gegeben hat. Er bezieht diese natürlich auch mit ein, um ein umfassendes Werk zu kreieren. Aber wenn es um die Fähigkeit von Bienen zu lernen geht, oder deren Art Objekte und Farben wahrzunehmen, sowie die Kommunikation (Bienentanz) und die Navigation (kognitive Karte der Umgebung), dann war es vor allem seine Forschung, die unser Verständnis vorangetrieben hat. Dadurch sind eben seine Autobiographie und die Forschungsgeschichte zu Bienen eng miteinander verbunden. Doch damit nicht genug, hat er selbst viel erlebt, ein aufregendes Leben geführt, was dem Buch eine sehr interessante weitere Ebene verleiht.
Was mich persönlich am meisten fasziniert hat, ist die Beschreibung der Experimente. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel Geduld und penible Tätigkeit da dahinter steckt.
Wenn man an diesem Buch etwas kritisieren könnte, dann wären es zwei Punkte: Erstens ist der Teil zum Gedächtnis im vierten Kapitel sehr zäh geschrieben und zweitens – das eigentliche Manko des Buches – ist „Kapitel 6 – Biene und Umwelt“ viel zu kurz gehalten. Dieses Thema wäre für mich am interessantesten, also die Interaktion zwischen Biene und Natur, die Bedeutung der Bienen für den Planeten und die Gefahren. Das habe ich sehr schade gefunden, aber der Rest entschädigt dafür vollends.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Die Intelligenz der Bienen: Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 1 Kommentar

Serie: 11.22.63 – Miniserie (abgeschlossen)

Wenn J.J. Abrams mit James Franco eine Stephen King – Story verfilmt, muss man einfach reinschauen.
Diese Serie ist in vielerlei Hinsicht echt cool, gleichzeitig aber echt dumm. Typisch Stephen King eben. Aber um was geht es denn nun eigentlich? Jake Epping, ein Englischlehrer, erfährt von einem geheimen Zeitportal, das auf die Sekunde genau zum 21. Oktober 1960, 11:58 Uhr führt. Ganz unabhängig davon, über welchen Zeitraum ein Zeitreisender in der Vergangenheit verweilt, vergehen in der Gegenwart nur zwei Minuten. Der „Besitzer“ des Portals ist davon überzeugt, dass das Weltgeschehen ohne das Attentat auf John F. Kennedy eine friedlichere Entwicklung genommen hätte. Da er aber selbst zu krank ist, wagt Jake den Versuch und reist in die Vergangenheit, um Lee Harvey Oswald als Attentäter zu identifizieren und Kennedy vor dem Tod zu bewahren.
Ich finde die Serie deshalb so gut, weil die Sechziger toll dargestellt werden, aber eben nicht unrealistisch schön. Heute hört man immer wieder von den „Guten Alten Zeiten“, aber anscheinend haben schon viele vergessen, dass es damals auch viele Probleme gab, viele Sorgen und Krisen. Diese Darstellung finde ich sehr gelungen. Außerdem gibt es auch zahlreiche witzige Momente, wenn Epping eine Ausrede oder ein plausible Erklärung benötigt und dann einfach irgendeinen Film zitiert, der damals noch nicht gedreht worden war.
Andererseits finde ich Eppings Charakterentwicklung sehr unrealistisch, vor allem dass er so schnell zu einem kaltblütigen Mörder wird. Auch der Plot ist teilweise ein bisschen unlogisch und dünn.
Die letzte Folge ist einerseits sehr gut, andererseits aber auch sehr verwirrend. Denn da ist etwas sehr komisches passiert und ich musste nochmal die erste Folge anschauen und die Regeln für die Zeitreise genau studieren, um das Ende dann korrekt zu erfassen. Tatsächlich finde ich dieses Finale sehr gelungen, ein guter Abschluss.
Fazit: Kein Meisterwerk, aber durchaus zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
11/22/63
Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 1 Kommentar

Film: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016)

Ein toller, kleiner Film.
Fantasy-Abenteuer mit Eddie Redmayne von David Yates. 133 Min.
Inhalt: Der Zauberer Newt Scamander erreicht mit einem Koffer voller magischer Tierwesen New York und hat dann einige Turbulenzen vor sich, als diese ausbrechen. Daneben treibt noch ein weiteres Wesen sein Unwesen und Scamander ist der einzige mit dem Wissen, es aufzuhalten.
Ich bin ein großer Harry Potter – Fan und als zu Beginn des Films die altbekannte Melodie ertönte, war ich einfach nur überwältigt. Allgemein ist der Film gut darin, Anspielungen auf Harry Potter zu geben, ohne es zu übertreiben oder die Nostalgie-Tube auszuquetschen.
Was mir an dem Film, abgesehen von den tollen Effekten und guten Schauspielern gefallen hat, war der kleine Plot. Damit meine ich, dass wir hier nicht wieder einen Blockbuster haben, bei dem es gilt die ganze Welt zu retten, sondern ein paar Tierwesen, die nicht böse sind, die nur ihren eigenen Instinkten folgen, stellen New York auf den Kopf. Zuzuschauen, wie Scamander die entflohenen Tiere wieder einfängt ist sehr witzig, wirklich gut gelungen. Denn auch die Tierwesen selbst sich einfach nur fantastisch, einzigartig. Beim anderen Wesen hingegen wird die Story düster, seriös und bietet einen spannenden Kampf am Ende. Diese Balance zwischen Spaß und Ernst ist auch sehr gut gelungen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , | 2 Kommentare

Gedankensprung: Jackie Chan

Da Jackie Chan letzte Woche den Oscar für sein Lebenswerk erhalten hat und ich zufällig zur gleichen Zeit seinen neuen Film Skiptrace gesehen habe, dachte ich Mal, dass es an der Zeit wäre, über meinen Lieblingsschauspieler zu schreiben.
Es gibt nur wenige Schauspieler, von denen ich behaupten kann, sämtliche Filme gesehen zu haben. Und es gibt nur eine Person der modernen Popkultur, von der ich eine Biographie gelesen habe. Jackie Chan war als Kind neben Bud Spencer & Terence Hill mein Liebling, als Jugendlicher hielt er problemlos seinen Platz neben Schwarzenegger, Stallone & Van Damme und heute ist er neben Hanks, Gordon-Levitt & DiCaprio der einzige Schauspieler, der mich allein durch seinen Namen auf einen Film aufmerksam macht. Weil er mich eben seit jeher begleitet und fasziniert hat, habe ich auch seine Biographie in die Hand genommen, die sehr interessant ist und mich zu einem noch größeren Fan hat werden lassen. Er ist einer der spendenfreudigsten Prominenten der Welt, der sich intensiv für Kinder und Kinderrechte einsetzt. Noch ein Punkt, warum ich ihn so mag.
Seit Kindesbeinen an bewundere ich seine Stunts, seine untypisch choreographierten Kämpfe und seinen Humor. Dass man kein guter Schauspieler sein muss, um gute Filme zu machen, hat er oft bewiesen und wer schaut denn einen seiner Filme schon wegen Drama und Plot? Die wenigen ernsten Filme von ihm sind allesamt bei den Kritikern durchgefallen, der Tiefpunkt war die Neuverfilmung von Karate Kid. „Schuster, bleib bei deinen Leisten.“, muss man Jackie immer wieder erinnern und zum Glück sind es nur wenige Filme, wo er seine nicht vorhandenen schauspielerischen Talente präsentiert. Nein, er macht Action-Komödien und ist in diesem Genre der unumstrittene König.
Extra erwähnen sollte man natürlich, auch wenn das schon jeder weiß, dass Jackie sämtliche Stunts selber macht, auch wenn sie noch so gefährlich, extravagant und haarsträubend sind. Gerade dieses Engagement, das ihm schon viele Verletzungen eingebracht hat, macht den speziellen Charme seiner Filme aus.

Vor einigen Jahren war er geheim in Wien auf Urlaub. Ein Fan hat ihn erkannt und natürlich rasch um ein Foto gebeten. Dieses Foto ist dann veröffentlicht worden und als ich es gesehen habe, traute ich meinen Augen nicht. Es ist direkt unter meinem Büro geschossen worden. Hätte ich nicht gerade auf meinen Computer geblickt, sondern aus dem Fenster geschaut, hätte ich Jackie Chan gesehen. Ich lüge nicht! Ich erinnere mich noch gut, wie ich einige Minuten reglos auf dieses Foto gestarrt habe und dann wochenlang jeden Tag aus dem Fenster spähte. So unproduktive Wochen hatte ich selten. Man kann sich nur schlecht vorstellen, was für ein großer Jackie-Fan ich bin und wie ich mich bei dieser Entdeckung gefühlt habe.

Was sind nun aber meine Lieblingsfilme?
In seiner Frühzeit, als er noch die klassischen Kampfsportfilme drehte, waren Drunken Master – Sie nannten ihn Knochenbrecher, Der Meister mit den gebrochenen Händen und Meister aller Klassen sicher die besten. Als er dann zu einem internationalen Star aufstieg und endlich außerhalb Hong Kongs drehte, entstand Mission Adler – Der starke Arm der Götter, mein absoluter Lieblingsfilm mit Jackie Chan. Ebenso sehr zu empfehlen aus dieser Zeit sind Jackie Chans Erstschlag und Jackie Chan ist Nobody. Anschließend kommen dann die Hollywoodproduktionen (z.b. Rush Hour oder Shang-High Noon), wo er übrigens aus versicherungstechnischen Gründen die meisten Stunts nicht selber machen durfte. Die Filme aus dieser Phase haben sicherlich die höchste Produktionsqualität, gefallen mir aber nicht so wie seine eigenen internationalen Produktionen. Seine anschließenden Eigenproduktionen sind leider allesamt nicht so gut. Ich würde seinen letzten Film Skiptrace sogar als den besten dieser vierten Phase bezeichnen.
Ich habe auch die Dokumentation gesehen, in welcher er verschiedene Stunts präsentiert und erklärt. Das witzige dabei ist, wie er immer wieder Hollywood kritisiert, wo alles unnötig teuer ist, unrealistisch geplant wird und am Ende an einem Drehtag in einer vorgegebenen Zeit schnell-schnell gemacht wird.
In einem Interview hat er einmal erklärt, dass er bei Jackie Chans Erstschlag eine Szene gedreht hat, wo er Müll von der Straße aufklaubt und in die Tonne daneben wirft, weil er sich seiner Vorbildwirkung bewusst ist und hofft, damit andere Leute ebenfalls dazu zu motivieren. Das ist doch einfach nur toll.

Mehr kann man über Jackie nicht sagen. Ich würde jedem seine Biographie
empfehlen, weil er echt ein faszinierendes Leben geführt hat. Und natürlich all seine Filme.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit | 6 Kommentare

Wutausbruch: Amazon und die Marketing-Manipulation

Ich habe letzte Woche das Buch Zero – Kadett der Sterne von Sara King gelesen und es hat mir überhaupt nicht gefallen. Daher habe ich mich gewundert, warum es so viele gute Rezensionen hat und habe recherchiert. Tatsächlich haben sich auf einigen englischen Plattformen Leute darüber geärgert, dass ihre negativen Rezensionen auf Amazon für dieses Buch abgelehnt wurden. Ich selbst veröffentliche meine Rezensionen meistens auch bei Amazon, egal ob positiv oder negativ. So auch diesmal. Und siehe da, genau für dieses Buch wurde zum ersten Mal eine Rezension von mir abgelehnt.
Ich weiß nicht, ob Amazon wirklich für „seine“ E-book-Bestseller die Rezensionen zensiert, aber es schaut danach aus, denn ich bin ja nicht der erste, dem dies passiert.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Spiel: Nippon (Asmodee)

Ein tolles Spiel mit zwei Schwächen.
Von Nuno Bizarro Sentieiro und Paulo Soledade (60-120 Min.; 2-4 Spieler).
Wir befinden uns in Japan zur Zeit der industriellen Revolution und wollen unsere Konzerne etablieren. Dazu gilt es Fabriken zu errichten, Schiffe und Züge zu bauen, Produkte zu exportieren und Handelsverträge zu erfüllen. Das ist aber nicht so einfach, wenn man ständig unter Geld- und Ressourcenmangel leidet.
Das Spiel gefällt mir aus mehreren Gründen sehr gut. Es ist von der Grundmechanik sehr einfach, denn ich mache entweder eine Aktion oder konsolidiere. Auch die Aktionen sind sehr intuitiv und rasch erfasst, aber es gibt sehr viele davon. Die Schwierigkeit besteht also darin zu wissen, wann sich welche Aktion auszahlt und wie ich diese mit den Synergien meiner Fabriken noch besser nutzen kann. Das Interessanteste am Spiel, das Neuartige, ist die Art, wie Aktionen ausgewählt werden. Dazu nehme ich einfach den Arbeiter auf dem entsprechenden Feld und stelle ihn auf meine Leiste, wo jedoch nur sechs Platz haben. Nach spätestens sechs Aktionen muss ich also konsolidieren, um wieder Platz für die Arbeiter zu schaffen. Beim Konsolidieren bekomme ich Geld und Ressourcen, muss aber auch die Arbeiter bezahlen. Letzteres mache ich gruppenweise. Stammen sämtliche Arbeiter aus einer Gruppe, muss ich nur einmal bezahlen, kommen sie aus vier verschiedenen, muss ich viermal bezahlen. Es gilt bei den Aktionen also nicht nur abzuwägen, welche gut für mich wären, sondern auch welche Arbeiter dort gerade stehen. Dazu kommt auch noch die Frage, wie lange ich mit dem Konsolidieren warte. Je länger ich warte, desto besser der Bonus, den mir der Kaiser gibt, aber ich habe dann halt mehr Arbeiter und muss für diese vermutlich viel bezahlen.
All diese Dinge kombiniert machen Nippon zu einem tollen, spannenden Spiel.
Die zwei angedeuteten Schwächen sind typisch für solche Strategiespiele: Der Anfang und der Schluss. Man beginnt nämlich mit sehr wenig Geld und noch weniger Ressourcen und sollte seinen Konzern expandieren. Bis man dann so viel hat, dass man größere Aktionen ausführen kann und sich teurere Dinge leisten kann, vergeht eine Weile, vor allem bei der ersten Partie zieht sich die Anfangsphase lange hin. Wenn man dann endlich einen Punkt erreicht, wo das Spiel Fahrt aufnimmt, ist es schon wieder zu Ende, da die vorgegebene Rundenanzahl aufgebraucht ist. Und das Gefühl „Gleich vorbei, wenn es richtig beginnt“ ist nie gut.
Eine intensive Analyse hat ergeben, dass bestimmte Aktionen zu Beginn unerlässlich sind, um die zähe Anfangsphase so kurz als möglich zu halten. Und zwar genau in dieser Reihenfolge sollten folgende Aktionen sofort gemacht werden: Fabrik kaufen (Blaupause abgeben, um Technologie-Level 2 zu erreichen), 1 Maschine kaufen, 2 Produkte in dieser Fabrik produzieren, 2er-Vertrag erfüllen. Denn durch die Fabrik kann man sofort Synergieeffekte nutzen und mit dem Vertrag wird sofort das Einkommen erhöht. Diese zwei Elemente sind wichtig, um effizient und gut spielen zu können, um dann einfach im weiteren Spielverlauf mehr Optionen zu haben. Mit dem restlichen Geld würde ich dann noch die Kohle-Produktion steigern, bevor ich das erste Mal konsolidiere, außer die Arbeiter stehen extrem schlecht. Leider gibt es hier einen großen Startspielervorteil, denn dieser darf als erstes eine Fabrik aussuchen. Aber andererseits ist die Effektivität der Fabriken gut ausbalanciert, weshalb es nicht so schlimm ist.
Persönlich würde ich aber gerne folgende Variante vorschlagen: Jeder Spieler bekommt zu Beginn zufällig eine Papier- und eine Seide-Fabrik, von denen er eine aussuchen darf, mit der er startet. Die andere legt er in den Vorrat zurück. Das führt dazu, dass man bereits bei Spielbeginn mehr Optionen hat und auch mehr Startkapital für diese.
Indem man es also schafft die zähe Anfangsphase zu überbrücken, wird einem auch das Ende nicht als zu schnell vorkommen. Natürlich muss man den Rundenzähler im Auge behalten, aber das ist bei vielen Spielen der Fall.
Erwähnung muss aber auch das Regelwerk finden. Die zwei Aktionen „Fabrik kaufen“ und „Export“ sind leider schlecht beschrieben, aber mit etwas Hausverstand kann man sich da durchkämpfen. Das große Problem bei „Fabrik kaufen“ ist aber, dass nirgends erklärt wird, ob man die oberste Fabrik des Stapels kaufen muss, oder ob man sich eine aussuchen darf. Wir haben uns fürs Aussuchen entschieden, weil das einfach mehr Sinn macht. Weiters gibt es noch die Regel, dass man jederzeit drei Blaupausen abgeben darf, um auf einer beliebigen leiste ein Feld noch vor zu rücken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand irgendwann diese Aktion verwendet. Aber abgesehen von diesen Dingen ist das Regelwerk gut geschrieben, mit tollen historischen Erklärungen.
Fazit: Für Vielspieler und Strategiefans sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Nippon
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 4 Kommentare

Buch: King, Sara – Zero. Kadett der Sterne

Dieses Buch gefällt mir überhaupt nicht. Es läuft einfach in eine komplett unerwartete Richtung.
Inhalt: Die Erde wird von Aliens überrannt und die Menschen müssen sämtliche Kinder zwischen 5 und 12 abgeben, damit sie zu Soldaten einer intergalaktischen Armee ausgebildet werden. Joe Dobbs ist einer von ihnen.
Ich habe dieses Buch mit der Erwartung ein Sci-Fi-Jugendbuch zu lesen in die Hand genommen, aber es ist weder Sci-Fi noch Jugend, sondern ein Fantasy-Buch das einem kranken Hirn entsprungen ist. Entschuldigt die harte Wortwahl, aber anders kann ich mir das nicht erklären. Aber ganz langsam und der Reihe nach.
Beim Begriff „Science Fiction“ steckt auch das Wörtchen „Science“ drinnen, also Wissenschaft. Aus diesem Grund wird ja Star Wars nicht als Sci-Fi, sondern als Fantasy bezeichnet und genauso verhält es sich hier, denn es gibt hier einfach kein „Science“. Die Alienrassen mit ihren Sprachen, Eigenarten, sozialen Ordnungen und der Kommandostruktur sind gut ausgearbeitet, aber man könnte sie genauso gut irgendwo in Mittelerde oder Westeros ansiedeln, was ja an sich nichts schlechtes wäre. Und da kommen wir schon zum nächsten Punkt: Inkonsequenz.
Ich habe bis zuletzt bei gewissen Aliens nicht verstanden, wie die aussehen. Die Ooreiki etwa: einmal kommen zwei Tentakel aus dem Torso, dann nur einer, manchmal gibt es Finger auf den Tentakel, dann sind die Tentakel selber Finger. Oder die Verwendung von Zeit. Obwohl einmal das alles erklärt wird, wird dann dennoch zwischen Bezeichnungen hin- und hergesprungen und manche Berechnungen sind eindeutig falsch. Aber auch das wäre noch zu ertragen, sind es doch kleine Details.
Das schlimmste aber ist der Grund, warum ich oben das Wort „krank“ verwendet habe und meinte, dass es kein Jugendbuch sei. Die Kinder werden brutalst gefoltert, was auch sehr lebhaft beschrieben wird, dann wieder mithilfe von fortschrittlicher Technologie zusammengeflickt, um wieder gefoltert werden zu können. Zusätzlich werden sie mit Hormonen gefüttert, damit sie innerhalb weniger Monate den Körper von Erwachsenen haben. Bei so einer immensen Hormontherapie kommt natürlich auch ein Sexualtrieb auf und die Mädchen sind zum Glück alle sterilisiert worden. Man beachte, dass sie im Geiste und im Kopf immer noch kleine Kinder sind, aber eben mit den Körpern von Erwachsenen.
Ich weiß wirklich nicht, wie irgendjemand auf die Idee gekommen ist, über so etwas zu schreiben. Aber anscheinend gibt es Leute, die das mögen, denn auf Amazon war es als E-Book ein Bestseller, weshalb es ja jetzt übersetzt und auf Deutsch veröffentlicht wurde. Vielleicht übersehe ich auch etwas und es versteckt sich irgendwo ein Juwel.
Fazit: Dieses Buch kann ich absolut nicht empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Sara King – Zero. Kadett der Sterne
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Serie: Daredevil – Staffel 2

Zunächst enttäuschend, dann fulminant.
Nachdem mich die erste Staffel nicht wirklich zufriedenstellen konnte, hatte ich aufgrund bestimmter Anspielungen dennoch große Hoffnungen für die zweite. In den ersten Folgen jedoch, als es nur um den Punisher geht, hatte ich die Befürchtung, meine Hoffnungen würden sich nicht bestätigen. Doch dann stößt auch noch Elektra dazu und es wird flott, spannend und interessant. Die düstere Atmosphäre und die großartigen Kämpfe sind gut gemacht. Einzig die Schauspieler gefallen mir gar nicht. Ich weiß, dass man bei Serien nicht zu viel erwarten darf und tatsächlich drücke ich auch oft ein Auge zu. Nur hier hat es mich schon sehr gestört und deswegen konnte ich die Serie auch nicht genießen.
Fazit: Besser als Staffel 1, aber sicher kein Muss.

Auf Amazon zu kaufen:
Marvel’s Daredevil – Staffel 1
Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , , , , , , | 1 Kommentar

Film: Skiptrace (2016)

Jackie Chan ist immer toll.
Komödie / Roadmovie mit Jackie Chan von Renny Harlin. 120 Min.
Inhalt: Ein chinesischer Polizist möchte einen Mafia-Boss fassen, braucht dafür aber die Zeugenaussage eines Diebes aus den USA. Nur dumm, dass der gerade in Sibirien von einem Gangsterboss gefangen gehalten wird. Also eilt Jackie dorthin, befreit ihn und kehrt nach Hong Kong zurück. Diese Reise entpuppt sich jedoch als intensiver Roadtrip durch die Mongolei und das chinesische Hinterland, da sie nämlich plötzlich ohne Reisepässe und Geld dastehen.
Jackie Chan alleine reicht schon, damit ich den Film gucke. Dass es hier auch noch einen tollen Roadtrip gibt, bei dem man das unbekannte China mit wunderschönen Bildern kennenlernt, macht das Ganze noch viel interessanter. Der Plot selbst ist wie so oft nur ein Aufhänger für spektakuläre Stunts, tolle Kämpfe und jede Menge witzige Momente. Mit dem amerikanischen Schauspieler Johnny Knoxville an seiner Seite erinnert der Film an Rush Hour und Shang-High Noon, nur mit dem Unterschied, dass Knoxville selbst eine Vergangenheit als Stuntman hat und dementsprechend besser zu Jackie passt als Chris Tucker oder Owen Wilson.
Nach einigen missglückten Produktionen in den letzten Jahren bin ich sehr froh wieder einen tollen Film mit Jackie Chan zu sehen und er nährt die Hoffnung, noch mehr davon zu bekommen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Jackie Chan – Skiptrace
Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | 3 Kommentare

Gedankensprung: Youtube

Ich klicke mich eigentlich fast täglich durch Youtube und finde auch immer etwas zum Schauen, wenn ich auch bei den meisten Dingen nachher bereue diese Minuten dafür geopfert zu haben. Denn bei all den Videos, die sich dort befinden, gibt es sehr viel Müll. Und je nachdem, was man schaut, werden einem ähnliche Dinge empfohlen. Dadurch kreiert so ein verteufelter Algorithmus für jeden User seine eigene Blase und desto unwahrscheinlicher wird es, auch Mal Videos außerhalb seiner Sphäre zu gucken. Das erhält dann eine politische und gefährliche Dimension, wenn jemand z.B. ein Video sieht, bei dem die bösen Russen etwas Schlimmes machen. Durch diesen Algorithmus wird ihm dann ein weiteres solches Video empfohlen und noch viel mehr. Diese Person hat vielleicht gar nie einen Gedanken an die Russen verschwendet, wird sie aber jetzt abgrundtief hassen und ihnen misstrauen. Zusätzlich wird er jetzt jeden Tag, wenn er online geht, ein derartiges Video bei seinen Empfehlungen sehen, was seinen Eindruck nun tagtäglich verstärkt.
Mir selbst ist es passiert, dass ich einmal für Recherchezwecke auf Nationalsozialistischen Seiten unterwegs war und anschließend hatte ich monatelang derartige Videos bei meinem Empfehlungen. Nicht jetzt rechtsradikale Propaganda, aber jede Menge Dokus über Hitler und das Dritte Reich. Weil ich die aber nie angeklickt habe, sind sie langsam wieder verschwunden. Oder wenn ich beim öffentlichen Computer bei mir in der Arbeit einsteige, ist die Youtube-Empfehlungsliste mit Justin Bieber und ähnlichen Musikvideos gefüllt. Es kursieren bereits einige Gerüchte, wer dafür wohl verantwortlich sein könnte.
Wie dem auch sei, Youtube birgt zwar einige Gefahren in sich, bietet aber auch sehr viele interessante Dinge. Ich selbst habe einige Kanäle zu den Themen Wissenschaft, Brettspiele und Filme abonniert, sowie ein paar nette Comedy-Kanäle. Was ich am meisten gucke ist sicherlich The Dice Tower. Interessanterweise ist es bei mir nun so, dass meine Empfehlungsliste mit Videos aus meinen abonnierten Kanälen gefüllt ist oder mit solchen zu Anime, Star Trek und anderen Sci-Fi-Themen. Das hat natürlich den Vorteil, dass ich in meiner gemütlichen Blase eine gute Zeit haben kann.
Was mich bei Youtube nervt sind all diese Videos mit betrügerischen Titeln. Es ist schon teilweise eine Frechheit, was sich so mancher erlaubt. Andererseits sind es ja wir User, die drauf hereinfallen und aus unseren Fehlern nur selten lernen. Aber das ist auch schon das Einzige und dem kann man ja ausweichen. Ansonsten sehe ich Youtube als netten Zeitvertreib, wo man mit etwas Erfahrung gut navigieren und interessante Dinge finden kann.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar