Film: The Cobbler (2014)

Nette Idee, schlechte Ausführung.
Komödie mit Adam Sandler von Thomas McCarthy. 99 Min.
Inhalt: Ein Schuster entdeckt eine magische Schuhnähmaschine, die es ihm erlaubt, wortwörtlich „in den Schuhen der anderen zu gehen“. Sobald er also in die Schuhe eines Kunden schlüpft, wird er zu dieser Person und kann in dessen Haut herumspazieren. Der Schuster möchte das natürlich ausnutzen.
Ich finde die Idee super und man hätte eine tolle Geschichte drum herum stricken können. Doch leider ist es bei der tollen Idee geblieben. Aber auch die ersten Versuche, diese Magie für den eigenen Vorteil zu nutzen waren sehr witzig. Die Rettung der Hausbesetzer war nett, hätte aber ruhig ausgebaut werden können. Und dafür hätte man zwei Dinge, die mir extrem sauer aufgestoßen sind, weglassen können. Denn diese beiden Punkte waren für mich absoult unverständlich: [Achtung SPOILER!] Warum lebt der Vater nebenan, ist Multimillionär und sagt jahrelang kein Wort? Und warum kommt der Schuster mit Mord davon?
Fazit: Netter Film, der es leider verpasst hat, alle Möglichkeiten auszureizen und daher in die Kategorie gesehen-und-schon-wieder-vergessen fällt.

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Film: The Gambler (2014)

Mark Wahlberg hat nun endgültig bewiesen, dass er die Schauspielerei an den Nagel hängen sollte.
Drama mit Mark Wahlberg von Rupert Wyatt. 111 Min.
Inhalt: Ein Glückspielsüchtiger häuft Schulden über Schulden und versucht seine „dunkle Seite“ vor seinem Alltag geheim zu halten.
Wahlberg hat angegeben, dass er für diesen Film monatelang Professoren für Englische Literatur beobachtet und generelle Eigenheiten von diesen imitiert habe. Da stellt sich mir die Frage: Warum? Wahlberg stellt in diesem Film in erster Linie einen Spielsüchtigen dar, welchen Beruf der hat, ob Englischprofessor, Mathematikprofessor oder Tischler ist dabei komplett nebensächlich. Nun gut, dann würde man meinen, dass er zumindest diesen Aspekt des Charakters gut präsentieren könnte, aber nein. Weder als Spielsüchtiger noch als Englischprofessor schafft es Wahlberg realistisch, lebhaft zu wirken.
Dazu kommt noch diese seltsame Liebesgeschichte mit seiner Studentin, die dem ohnehin schon schwachen Plot den Todesstoß verpasst.
Fazit: Dieser Film ist grottenschlecht!

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Buch: Steele, Allen – Coyote 05 (Galaxy Blues)

Zum Glück ein isolierter Einzelband im Coyote-Universum, denn so ist es kein Problem, ihn nicht zu lesen.
Steele erklärt im Vorwort, dass er hier ein lustiges Buch in seinem Coyote-Universum schreiben wollte. Wenn das wirklich sein Ziel war, ist es ihm nicht gelungen. Oder ich verstehe seinen Humor einfach nicht. Aber auch abgesehen davon ist das Buch eher eine Enttäuschung. Die Coyote-Bücher leben davon, dass die Leser mit den Charakteren faszinierende Dinge entdecken, wobei ein Plot gar nicht nötig ist. Aber auch das ist in diesem Buch eher misslungen. Schade.
Und dann noch der total abstruse Plot: Wenn eine Zivilisation seit Tausenden von Jahren ein Phänomen beobachtet, das Welten zerstört, warum platziert man die Sonde zur Erforschung dessen erst im letzten Moment davor, so dass man das eigene Leben riskieren muss, und nicht viel früher, gemütlich und ohne Hast? Die kennen ja schon seit über hundert Jahren den genauen Weg, den das Ding nehmen wird!
Fazit: Jeder Mensch darf Fehler machen, auch Schriftsteller. Dass das Buch dennoch veröffentlich wird, ist dann die Schuld der Verleger. Aber Schwamm drüber und nächstes Buch her.

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Serie: Falling Skies – Staffel 4

Und die nächste Serie, die ich nicht weiter verfolgen werde.
Am Ende der dritten Staffel wäre der ideale Punkt gekommen, die Serie mit einem Happy End abzuschließen. Aber nein, eine Geldkuh muss gemolken werden, auch wenn es bedeutet, den Kunden immer schlechtere Milch zu geben. Wie eben hier in der vierten Staffel. Ich habe das Gefühl, die Macher haben sich nun vollkommen verrannt und haben keine Ahnung, wie sie hier noch ein realistisches, logisches Ende herbeiführen können. Der Plot wird uninteressant, beinahe absurd, die Schauspieler wirken teilweise müde. Nein, die Serie hat ihren Zenit überschritten. Die ersten drei Staffeln waren toll und interessant, ich habe sie gerne gesehen, aber jetzt ist Schluss.
Fazit: Es gibt genug andere Serien, in die ich lieber meine spärliche Zeit investiere, als sie hier zu verschwenden.

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Film: Dying of the Light (2014)

Nicolas Cage ist der nächste Schauspieler, der einen gealterten CIA-Agenten mit einer Krankheit spielt, der vor seinem Tod noch einen letzten Auftrag erfüllen möchte.
Actionfilm mit Nicolas Cage von Paul Schrader. 94 Min.
Inhalt: Ein CIA-Agent wurde einst von Islamisten gefoltert. Seither jagt er erfolglos seinen Peiniger. Nun ist er alt und krank und soll seine vebliebene Zeit in einer Pensionistenvilla verbringen, als er den entscheidenden Hinweis erhält.
Hier muss man nicht viele Worte verlieren: der Plot ist bereits aus vielen anderen Filmen bekannt, Cage zeigt seine übliche Routine, die Action ist sosolala. Was hier ein bisschen hervorsticht, ist der Versuch, die Krankheit zu erklären, realistisch darzustellen. Aber naja, es bleibt bei einem Versuch.
Sehr wichtig anzumerken ist – was ich selbst erst im Nachhinein erfahren habe -, dass der Film nach Ende der Dreharbeiten dem Regisseur weggenommen wurde und die Produzenten die gesamte Nachbereitung übernommen haben. Schrader und auch die Schauspieler (vor allem Cage) haben anschließend zu einem Boykott des Films aufgerufen, weil die Endfassung eine Katastrophe sei und nicht dem entspreche, was sie gedreht hätten.
Fazit: Nicht schauen!

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Film: A Merry Friggin‘ Christmas (2014)

Es ist einfach schön Robin Williams zu sehen.
Komödie mit Joel McHale und Robin Williams von Tristram Shapeero. 88 Min.
Inhalt: Ein erfolgreicher Sohn mit einer perfekten Familie wird gezwungen Weihnachten mit seinen entfremdeten Eltern und Geschwistern zu verbringen. Als ob das nicht schon genug Chaos wäre, hat er die Geschenke für seine Kinder zuhause vergessen und muss nun mit seinem Vater einen kurzen Road-Trip unternehmen, um diese schnell zu holen. Dass die beiden sich hassen, erleichtert die Sache nicht.
Es ist ein netter, gemütlicher Film, der aber anderen großen Weihnachtskomödien nicht das Wasser reichen kann. Die schauspielerische Leistung ist okay, die Witze öfters misslungen als gelungen. Einzig Robin Williams sticht heraus, verleiht dem Film Leben, Farbe.
Fazit: Der Film eignet sich als Abendunterhaltung für die ganze Familie, die Erwartungen sollten aber nicht zu hoch geschraubt werden.

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Film: Jurassic World (2015)

Die perfekte Mischung aus Nostalgie, Dinosaurier-Action und Humor.
Sci-Fi-Actionfilm mit Chris Pratt von Colin Trevorrow. 124 Min.
Inhalt: Dinosaurier werden erschaffen – Menschen wollen sie anschauen – sie brechen aus – Chaos(theorie).
Was soll man groß über den Plot dieses Filmes berichten? Der ist so extrem 0-8-15, dass es schon fast peinlich wäre, wenn er nicht so nebensächlich wäre. Nein, der Film lebt von der Atmosphäre, von der Nostalgie, vom Humor. Und vor allem bringt er das zurück, was im zweiten und dritten Teil der Serie verlorengegangen ist: das Staunen.
Die Schauspieler sind gut und spielen gut, der Humor ist solide. Am besten aber gefällt mir das, was ich als Selbstkritik betrachte. Als wären weder Regisseur noch Drehbuchautor mit dem genetisch manipulierten Dinosaurier glücklich gewesen, aber die Produzenten wollten es „größer, lauter, cooler“. Und als der Wissenschaftler dies den Park-Direktoren vorwirft, ist das für mich ein gelungener Seitenhieb.
Zum CGI müssen auch noch ein paar Worte verloren werden. Die Dinos sehen sicher nicht S*** aus, können den Roboterkonstruktionen aus dem ersten Teil aber nicht das Wasser reichen. Mir haben die Dinos durchaus gefallen, sie waren aber nicht das Maximum.
Fazit: Ich verstehe, dass der Film so erfolgreich ist und ich finde ihn auch absolut gelungen. Persönlich aber bleibt Mad Max für mich dennoch zurzeit der beste Film 2015.

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Spiel: NOVA – Testflug (RPG)

NOVA ist ein Science-Fiction-Rollenspiel, dessen Einsteigerband Testflug ich mir kürzlich besorgt habe.
Zunächst möchte ich sagen, dass mir die Grafik überhaupt nicht gefällt. Ich weiß, das ist Geschmacksache und meinen Geschmack haben sie nicht getroffen. Dann kommt der Schreibstil. Auch der ist sehr unangenehm, denn es wird ständig zwischen einer neutralen Perspektive und der Sicht eines Mitglieds der Konföderation gewechselt, wobei die Übergänge fließend und nicht hervorgehoben sind. Für mich persönlich ist der Band also weder schön anzuschauen, noch angenehm zu lesen.
Das Regelsystem ist einfach, basiert auf sechsseitigen Würfeln und ist rasch erlernt. Wenn man sich mit Rollenspielen schon auskennt. Denn obwohl auf dem Titelblatt „Eine Einführung“ steht, ist es nicht wirklich für solche geeignet. Jemand, der noch nie ein Rollenspiel gespielt hat und mit dieser „Einführung“ beginnen möchte, ist hoffnungslos verloren.
Es ist also „Eine Einführung in das NOVA-Universum“ für erfahrene Spieler. Die tun sich zwar mit dem Regelsystem leicht, aber sonst bleibt es auch für sie chaotisch. Denn was ist diese Konföderation? Sind das die Metonoiden? Und warum haben die terranische Soldaten, wenn sie gegen das Terranische Imperium kämpfen? Fragen über Fragen und keine Antworten.
Dann noch das Abenteuer. Ich habe noch nie so ein geradliniges Abenteuer wie dieses gesehen. Den Helden wird regelrecht vorgegeben, was sie machen sollen. Aber okay, das kann damit entschuldigt werden, dass es eben eine Einführung ist.
Ich hoffe, dass nur dieser Einsteigerband so schlecht ist. Lust, das herauszufinden, habe ich jedenfalls keine, denn das Interesse an NOVA ist mir vergangen.
Fazit: Weder Regelsystem noch Universum sind innovativ genug, um eine weitere Auseinandersetzung damit zu rechtfertigen.

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Spiel: Finsterland – Dracolith (RPG)

Finsterland ist ein Steam-Punk-Rollenspiel, dessen Kulturen an das Europa Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert erinnern. Victorianisches Zeitalter mit Jule-Verne-Technologie und einer Brise Magie. Großartig!
Sowohl wegen des einfachen Regelsystems, als auch wegen des tollen Universums bin ich bereits geraume Zeit Fan von Finsterland und habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, mir deren neuestes Werk zu besorgen: Dracolith – Eine Finsterland-Kampagne (Markus von Leon).
Optisch ist es wie immer phänomenal, aber ein Abenteuer lebt vom Plot, nicht von den Bildern. Doch auch dieser kann überzeugen. Die Kampagne besteht aus drei Abenteuern, die aufeinander aufbauen. Während das erste Abenteuer klein anfängt, mit der Suche nach einem magischen Artefakt, wird die Geschichte immer größer, bis es am Ende des dritten Abenteuers zu einem tollen Kampf kommt. Auch das zweite Abenteuer, das mittlere, enttäuscht nicht, was ja oft der Fall ist, da es meistens nur wie eine Brücke wirkt. Nein, hier besuchen die Helden im zweiten Abenteuer eine magische Bibliothek und erleben dort faszinierende Abenteuer. Diesem Ort allein könnte man schon ein ganzes Buch widmen.
Ich finde die Kampagne sehr interessant, den Plot spannend und die einzelnen Szenen gut ausgearbeitet.
Fazit: Wer Finsterland noch nicht kennt, sollte sich damit befassen und dieser Kampagne eine Chance geben.

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Schwartz, Richard – Der Kronrat. Das Geheimnis von Askir 6

Ein Ende, das kein Ende ist.
Inhalt: Havald und seine Gefährten haben nun endlich Askir erreicht, doch ist es anders, als sie es sich erwartet haben. Anstatt offiziell empfangen zu werden und Hilfe gegen den Nekromantenkaiser zu erhalten, werden sie eines Vulkanausbruches beschuldigt, werden mit unzähligen Intrigen konfrontiert und müssen erkennen, dass der Feind bereits hier ist.
Nach den doch eher enttäuschenden 4. und 5. Band, hat Schwartz hier wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Havald ist nicht nur auf dem Brett ein Schachmeister, sondern auch in politischen Intrigen. Dass man ihn wegen seiner groben und direkten Art ständig unterschätzt, nutzt er perfide aus. Das ist sehr spannend und interessant geschrieben. Andererseits kann es sich der Autor nicht nehmen lassen, unzählige Liebesgeschichten zu erzählen und diese gesamte Beziehungskiste ist einfach nur langweilig, teilweise sogar abstrus.
Ein weiteres Kompliment muss dem Autor gemacht werden, dass er das Buch Die Eule von Askir gut eingebaut hat. Und zwar derart, dass Leser der Saga, die jenes Einzelbuch nicht gelesen haben, nichts verpassen und solche, die es gelesen haben, immer wieder kleine Geschenke finden.
Was einen Leser aber sehr wohl ärgern kann, wenn er nicht wie ich bereits darüber informiert wäre, ist, dass das Ende der Askir-Saga doch nicht das wahre Ende der Geschichte ist. Wer also glaubt, mit den sechs Askir-Bänden ein abgeschlossenes Werk vor sich zu haben, der irrt. Denn jetzt beginnen Die Götterkriege, deren sechster und (hoffentlich) endgültig abschließender Band jetzt im Juli erscheinen wird. Warum man diese Bücher nicht einfach „Das Geheimnis von Askir 7-12“ nennt, verstehe ich nicht, aber egal.
Ich selbst habe von dieser Askir / Götterkriege – Sache nach dem dritten Band erfahren und habe da dann schon mit dem Gedanken gespielt, aufzuhören. Doch der Suchtfaktor war zu groß, der Schreibstil einfach zu verlockend. Ob ich jetzt bei den Götterkriegen weitermache, weiß ich noch nicht. Ein gewaltiger Cliffhanger zwingt mich zwar beinahe dazu, aber ich habe auch bereits viel Negatives gehört, dass die Götterkriege viel schlechter als die Askir-Bücher seien. Wie dem auch sei, ich weiß noch nicht, was ich machen werde.
Fazit: Ein gutes Buch, das leider keinen Abschluss bietet und daher schon irgendwie einen fahlen Geschmack zurücklässt.

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