Film: A Most Wanted Man (2014)

Authentisch wirkender Spionagethriller in Hamburg.
Thriller mit Philip Seymour Hoffman von Anton Corbijn. 122 Min.
Inhalt: Wenn verschiedene Geheimorganisationen verschiedene Dinge wollen, kann dies nur zu Komplikationen führen. In diesem Fall geht es um einen Araber, der entweder manipuliert, gefangen oder getötet werden soll.
Hamburg ist der aktuelle Hot-Spot für Terrorismus und deswegen sitzen dort auch jede Menge Agenten. Darunter Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman), der eine wunderbare Performance liefert. Allgemein ist der Film sehr spannend, der nicht auf Action setzt, sondern auf Charakterzeichnung.
Ein halbtot gefolterter Tschetschene wird gefunden und bis zum Ende weiß man nicht, ob er Opfer, Betrüger oder Fanatiker ist. Aber Günther will ihn, um an jenen Araber zu kommen. Es geht um Macht und Verrat in der modernen Welt, aber auch um Liebe, die ebenso ihren Platz finden will.
Fazit: Sehr gute emotionale Achterbahnfahrt.

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Film: Night Moves (2014)

Übereifrige Aktivisten.
Drama mit Dakota Fanning von Kelly Reichardt. 120 Min.
Inhalt: Drei Umweltaktivisten planen einen Sabotageakt und führen diesen auch aus, doch ahnen nicht, was dann folgt.
Der Film porträtiert sehr gut die drei unterschiedlichen Charaktere, die sich gefunden haben, um einen Staudamm zu sprengen. Die Planung und Ausführung wird minutiös und intensiv dargestellt. Sehr spannend. Doch was danach folgt, passt überhaupt nicht mehr, wirkt wie ein billiger Psychothriller. Und ich verstehe auch nicht, was die Moral von dem ganzen Film sein soll.
Ich habe hier das Gefühl, dass Profis mit Leidenschaft den Aktivismus, Probleme der Umweltzerstörung und die Sabotage dargestellt haben und danach ist das Studio gekommen und hat ein andere Ende gewollt, wodurch dann so etwas entstanden ist.
Fazit: Das wesentliche des Films ist sehr gut und sehr spannend, absolut zu empfehlen. Doch das Ende, Naja…

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Film: 22 Jump Street (2014)

Sehr witzig!
Polizeikomödie mit Jonah Hill und Channing Tatum von Chris Miller. 120 Min.
Inhalt: Zwei Undercover-Agenten müssen ein College infiltrieren, um einem Drogendealer das Handwerk zu legen. Doch anstatt ihre Arbeit zu erledigen, genießen sie die Zeit, die sie nie hatten.
Der Film ist aus einem einzigen Grund verdammt witzig: Er macht nämlich ständig Witze darüber, dass er eine Fortsetzung ist. Nachdem mich der erste Film eigentlich nicht so überzeugt hat, war ich hier nun etwas skeptisch. Doch gleich zu Beginn wird man mit der Veräppelung der heute so beliebten Fortsetzungs-Kultur konfrontiert und es ist einfach nur witzig.
In der Mitte des Films lässt der Plot etwas nach, dafür folgt ein starkes Ende und der Abspann dann ist so genial.
Fazit: Sehenswerte Komödie. Sogar die einzig gute 2014, wenn ich mich recht entsinne.

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Film: High Crusade – Frikasee im Weltraum (1994)

Ritter auf Kreuzzug im Weltall, herrlich witzig.
Sci-Fi-Komödie mit John Rhys-Davies von Klaus Knoesel. 92 Min.
Inhalt: Als ein Raumschiff voller Außerirdischer im mittelalterlichen England landet, aber dann von Rittern erobert wird, kann dies nichts Gutes verheißen. Zumal man es für einen Kreuzzug nach Jerusalem verwenden möchte, aber plötzlich auf einem anderen Planeten landet.
Der Film basiert auf einer genialen Prämisse: Wie reagieren mittelalterliche Menschen, allen voran ein tiefgläubiger Mönch, wenn Außerirdische landen. Der Film beginnt sehr witzig und erinnert an vielen Stellen an Monty Python. Jedoch flauen Witz und Spannung erheblich ab, sobald sie eine Weile auf dem anderen Planeten sind und das Ende wird mit Ach und Krach herbeigeführt.
Dazu kommt aber noch die Technik, die für damalige Verhältnisse sehr gut ist.
Fazit: Witzige, kurzweilige Abendunterhaltung.

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Gedankensprung: Die unglaubliche amerikanische Doppelmoral

Ich will nicht sagen, dass wir Europäer so viel besser sind als die Amerikaner. Und ihre Doppelmoral bzgl. Gewalt- und Sexszenen in Kino und Fernsehen ist auch schon hinlänglich bekannt. Ein gutes Beispiel dafür, wie weit diese geht, ist etwa der Skandal um die Schweizer Parlamentssekretärin, der vor einigen Monaten entfacht ist. Während die europäischen Medien ihr Foto zeigten und dabei das Gesicht verpixelten, aber nicht die Brust, war es bei den amerikanischen Medien genau umgekehrt. Auf der anderen Seite des Atlantik hat man halt eine andere Vorstellung von Privatsphäre und Anonymität.
Warum ich mich aber heute hinsetze und darüber klage, ist wegen etwas, das ich letzte Woche gesehen habe. Jede Woche schaue ich eine amerikanische Show zu Brettspielen, um zu wissen, was es für Neuigkeiten gibt, was interessant wäre oder was floppt. Und einer der Moderatoren meinte da tatsächlich, er könnte über ein bestimmtes Spiel nicht sprechen, da sie eine Familiensendung seien. Wie bitte?!
Na gut, verschnaufen wir kurz und schauen, was das für ein Spiel ist: Lap Dance auf Kickstarter, wo mit Karikaturen auf witzige und satirische Art der Betrieb eines Striplokals nachgespielt wird.
Und so etwas soll nicht in eine „Familiensendung“ passen, die die Woche zuvor ein Spiel präsentiert hat, in welchem das Spielbrett menschliche Haut darstellen soll und in welchem dämonische Horden die Menschheit abschlachten, oder eines, in welchem man Sklaven besitzt? Nein, irgendwann ist das alles nur noch traurig.
Dass HBO und dieses Kickstarter-Projekt jedoch so erfolgreich sind, bzw. die Porno-Industrie die lukrativste überhaupt ist, zeigt schon, was Amerikaner wirklich wollen. Es ist halt alles nur scheinheilige Fassade da drüben.
Oder auch das folgendes Argument lässt mich nur den Kopf schütteln: „Would you play it with kids? No? Then it’s not a family game, and inappropriate for a family show.“ Aber Dämonen, Monster, Weltkriegssimulationen sind okay für Kinder?
Meiner Meinung nach hätte der Moderator das Spiel präsentieren sollen und erklären, was in der Sexindustrie alles falsch läuft, dass Frauen ausgebeutet werden etc., um dann das Fazit zu ziehen: „Aus diesem Grund finde ich dieses Spiel nicht angebracht und kann es nicht empfehlen.“ Oder erwähnen, dass im Spiel auch männliche Tänzer vorkommen (50/50). Aber es einfach ohne weiteren Diskurs zu verschweigen ist einfach lächerlich.
Schweigen ist nicht Gold.

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Buch: ATLAN – Kempen, Bernhard – Das Flexion. Sternensplitter-Trilogie 2

Wie bereits befürchtet, schwankt die Qualität innerhalb des Perry Rhodan – Universums sehr.
Inhalt: Irgendein Wesen aus einer anderen Dimension kommt in unser Universum. Während das etrusische Imperium dieses intensiv studiert aber nichts herausfindet, folgen Atlan und seine USO-Agenten dem Flexion, einem Teil jenes Wesens, aus „einem Gefühl heraus“.
Nachdem der erste Teil mir so gut gefallen hat, war hier nun die Enttäuschung um so größer. Nicht nur, dass es von Grammatik- und Druckfehlern nur so wimmelt (das-dass, zu + Infinitiv…), Atlan wird als sexistisches A*** dargestellt (Interesse an seinen weiteren Abenteuern hätte ich, wäre dies mein Einstieg in das Franchise, nicht mehr) und der Plot ist allgemein konfus und unlogisch. Vor allem aber nicht zufriedenstellend. Das ganze Buch fiebert man darauf hin, um zu erfahren, was das alles soll, um mit so einem Ende abgefertigt zu werden?
Nach einem Top und einem Flop greife ich nun gespannt nach dem letzten Band der Trilogie.
Fazit: Zum Glück ist der erste Teil abgeschlossen, weshalb man auf diesen hier getrost verzichten kann.

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Serie: The Bridge – Staffel 1

Schande über mich, dass ich nicht das schwedische Original geschaut habe und ich bereue es so sehr.
Die Serie erzählt die Geschichte zweier Polizisten, einer aus Mexiko, die andere aus Amerika, die gemeinsam einen Serienmörder jagen, der im Grenzgebiet agiert.
The Bridge schafft es nicht, Spannung zu erzeugen und für die Charaktere hat man auch keinerlei Sympathie. Die Serie ist extrem langsam gehalten, was aber teilweise mehr als künstliche Plot-Dehnung wirkt und nicht wie ein Stilmittel.
Dazu kommt noch, dass hier, wie auch in so vielen anderen Krimiserien, die Polizisten nicht einfach normal sein können. Nein, jeder muss immer irgendeine psychische Störung haben. Bei Monk war es noch nett, aber in der Zwischenzeit ist es einfach nur noch nervig, zumal es derart schlecht präsentiert wird.
Fazit: Probiert lieber, wie ich demnächst, das schwedische Original.

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Serie: The 100 – Staffel 1

Langweiliger Mix aus Herr der Fliegen und Planet der Affen.
Um das beliebteste Thema der letzten Jahre noch einmal aufzubereiten: Die Erde ist unbewohnbar geworden. Die letzten Menschen haben sich auf eine Raumstation gerettet, doch nach 100 Jahren versagen die Lebenserhaltungssysteme. Kriminelle werden immer sofort getötet, außer sie sind minderjährig. Um jetzt zu testen, ob die Erde wieder bewohnbar ist, werden die 100 gefangenen Teenager als Versuchskaninchen auf den Planeten geschickt.
Die Charaktere schaffen es nicht, das Publikum für sich zu gewinnen, der Plot ist langweilig und die Produktions-Qualität schlecht. Dass diese Serie eine zweite Staffel erhält, während so viele andere abgesetzt werden, ist absurd.
Fazit: Finger weg!

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Film: Interstellar (2014)

Ein Film von Christopher Nolan, der im Weltraum spielt und von dem Neil deGrasse Tyson behauptet, dass alles wissenschaftlich korrekt ist, kann einfach nicht schlecht sein.
Sci-Fi-Drama mit Matthew McConaughey und Anne Hathaway von Christopher Nolan. 169 Min.
Inhalt: Einige Jahre in der Zukunft wird die Erde unbewohnbar, weshalb einige Raumschiffe durch ein Wurmloch geschickt werden, um Planeten zu finden, die die Menschheit aufnehmen könnten.
Wohl kaum ein Film wie dieser hat in den letzten Jahren die Meinungen derart auseinander getrieben. Ist er schlecht oder ist er gut? Natürlich, ein Film, der derart wissenschaftlich ist, mit solchen hochkomplexen Dialogen, wird nie und nimmer das breite Publikum ansprechen. Dafür gibt es phänomenale Bilder, spannende Actionszenen und geniale Roboter.
Das Problem bei dem Film ist, dass das normale Publikum, das sich mit diesen Dingen nicht beschäftigt, nicht versteht, um was es geht und vor allem nicht weiß, dass dies alles konkrete und reale Wissenschaft ist. Die meisten verlassen den Film und denken sich: „Häh? Was für ein Blödsinn.“ Und das kann man ihnen auch gar nicht verübeln.
Bei kaum einem anderen Film ist es so schwer zu sagen, ob er gut oder schlecht ist. Mir jedenfalls hat Interstellar super gefallen, aber ich kann ihn nicht jedem empfehlen, da ich weiß, dass viele damit ein Problem haben werden.
Fazit: Schaut ihn euch an und erinnert euch ständig daran, bis zum scheinbar abstrusen Ende, dass dies nicht irgendwelche Hirngespinste sind, sondern reale wissenschaftliche Erkenntnisse und Modelle.

Wer den Film von Neil deGrasse Tyson erklärt haben möchte, kann hier schauen:

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Film: Dracula Untold (2014)

Coole Dracula Origin-Story.
Fantasy mit Luke Evans von Gary Shore. 92 Min.
Inhalt: Um seine Heimat und seine Familie zu retten, schließt Graf Vlad Dracula einen Pakt mit einem Dämon.
Der Film ist alleine schon deshalb super, weil man sieht, wie Dracula alleine eine 200.000 Mann starke türkische Armee bezwingt. Episch! Doch dem nicht genug, ist der Plot nachvollziehbar und der innere Kampf Draculas zwischen Rettung der Familie und verfluchtem Leben sehr gut dargestellt. Einzig die letzten fünf Minuten haben den Film ruiniert. Denn dadurch wird die logische Fortsetzung im Plot des literarischen Originals einfach übersprungen, was den gesamten Film eigentlich sinnlos macht.
Fazit: Toller Film, der am Ende, nachdem schon alles perfekt abgerundet ist und der Abspann kommen sollte, dem Zuschauer eine Ohrfeige verpasst.

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