Film: Die Karte meiner Träume (2013)

Ein kleiner Junge unternimmt eine wunderbare Reise von Montana nach Washington D.C.
Abenteuer-Drama mit Helena Bonham Carter und Kyle Catlett von Jean-Pierre Jeunet. 105 Min.
Inhalt: Ein kleiner hochbegabter und wissbegieriger Junge aus Montana macht eine unglaubliche Erfindung und soll dafür in Washington D.C. geehrt werden. Ohne seiner Familie davon zu berichten, da es da einige Probleme gibt, macht er sich alleine auf dem Weg und erlebt das Abenteuer seines Lebens.
Dieser Film ist einfach wunderbar. Der Junge tritt teilweise als Erzähler auf, um dem Zuschauer Dinge zu erklären, und dabei erkennt man den fantastisch herausgearbeiteten Konflikt in ihm. Er ist ein kleiner Junge, der die Welt als solcher sieht und aufgrund seiner nicht vorhandenen Erfahrung zu verstehen versucht. Auf der anderen Seite ist er hochbegabt und besitzt ein sehr großes Wissen, das ihm jedoch nicht hilft, die Natur des Menschen und seine eigenen Gefühle zu verstehen.
Fazit: Absolut sehenswert!

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gedankensprung: Wann darf ich Kritiken schreiben?

Diese Frage habe ich letztens mit einem Freund diskutiert und es kamen einige interessante Gedanken auf. Zunächst einmal muss die Ebende der Frage geklärt werden: Was muss ich für eine Person sein, um Kritiken schreiben zu dürfen oder wie gut muss ich ein Objekt kennen, um es kritisieren zu dürfen?
Die erste Ebene ist für uns klar: Jeder darf Kritiken schreiben, denn jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Natürlich könnte man argumentieren, dass nur jene Kritiken schreiben dürfen, die selbst versuchen kreativ zu sein, denn nur die können wirklich verstehen, wie schwierig das ist. Aber das ist ein Blödsinn. Wenn ich als Autor ein Buch veröffentliche, mache ich das für die breite Masse. Und ab diesem Moment hat jeder das Recht, seine Meinung zu äußern, wenn er schon Geld locker machen soll.
Die zweite Ebene ist da schon komplizierter: Wie gut muss ich ein Werk kennen, bevor ich es kritisieren darf? Bei Filmen und Büchern ist es klar. Ich schaue / lese zu Ende und dann gebe ich meine Meinung kund. Nicht so einfach ist es jedoch bei Serien oder Spielen.
– Serien: Ich gebe jeder Serie vier Folgen, ehe ich entscheide, ob ich sie zu Ende schaue oder nicht. Das ist genug Zeit, um die Charaktere aufzubauen und den Plot interessant zu präsentieren. Wenn mich die Serie da nicht fesselt, wird der Rest im Schnelldurchlauf oder über Episodenzusammenfassungen angeschaut. Doch darf ich dann eine Kritik schreiben, wenn ich nicht jede Folge komplett angeschaut habe?
– Spiele: Wenn ich ein neues Spiel kennenlerne und es mir beim ersten Mal überhaupt nicht zusagt, werde ich es sicher nicht wieder spielen. Oft höre ich, dass man Spiele öfters spielen muss, um sich eine Meinung bilden zu dürfen. Aber ich werde mich sicher nicht hinsetzen und wieder zwei Stunden für ein Spiel verschwenden, das mich beim ersten Mal überhaupt nicht überzeugt hat. Da probiere ich lieber etwas neues aus. Denn ein Spiel, das mir nicht beim ersten Durchgang seinen Wert präsentiert, ist kein gutes Spiel.
Und so stehe ich jetzt bei Serien und Spielen vor einem Dilemma. Darf ich oder darf ich nicht Kritiken schreiben?
Ich finde schon, denn wenn sie mich überzeugen, schaue ich sie zu Ende, bzw. spiele sie öfters. Dann bekommen sie auch eine positive Bewertung. Aber wenn sie bei mir so überhaupt kein Interesse wecken, weiterzuschauen oder noch einmal zu spielen, dann sind sie einfach schlecht. Der erste Eindruck zählt, das ist immer und überall so.
Natürlich gebe ich Serien und Spielen eine zweite Chance, wenn mir jemand glaubwürdig erklären kann, warum ich das tun sollte. Und vielleicht ändere ich dann meine Meinung, ich bin schließlich ein offener Mensch. Aber das hat nichts mit der Frage zu tun, ob ich ein Spiel nach dem ersten Durchgang kritisieren darf.
Ich denke, dass wenn ich sage, mir gefällt etwas nicht, es anderen aber schon gefällt, diese vielleicht überrascht oder gar beleidigt sind. Und dann kommt das Argument: Du musst es öfters spielen, sonst verstehst du es nicht. Aber ich finde Spiele einfach schlecht, die man erst nach öfterem Spielen versteht. Ich will ein Spiel sofort verstehen und Spaß haben.
Außerdem: Es gibt so viele Spiele. Warum muss ich mich durch eines quälen, mit dem ich schon negative Erfahrungen gemacht habe, wenn ich so viele andere ausprobieren könnte?
Naja, ich könnte hier noch ewig meine Gedanken zum Besten geben, aber ich muss endlich einen Schlusspunkt setzen. Also: Kritiken sind immer subjektiv und jeder hat immer sofort eine Meinung. In der Marktforschung gibt man auch nicht derselben Person zehn mal dasselbe ekelhafte Ding zu essen, in der Hoffnung, dass es ihm beim zehnten Mal schmeckt. Ebenso müssen Serien und Spiele sofort überzeugen, ansonsten sind sie weder unsere Zeit noch unser Geld wert.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Serie: The Blacklist – Staffel 1

Extrem spannende Serie mit Sucht-Faktor.
Als in der ersten Folge ein gesuchter Krimineller beim FBI auftaucht und erklärt, diesem helfen zu wollen, alle möglichen „Terroristen“, eigentlich Kriminelle jeglichen Coleurs, festzunehmen, wirft er mehr Fragen auf, als er beantwortet. Was ist „The Blacklist“ und warum will er nur mit einer bestimmten Agentin sprechen? Anschließend wird in jeder Folge ein Bösewicht gejagt, aber die Spannung liegt im alles umfassenden Puzzle. Warum übergibt er ausgerechnet diese Terroristen und was hat der Ehemann der Agentin mit der ganzen Sache zu tun?
Die Staffel bleibt bis zur letzten Folge spannend und die meisten Fragen werden auch geklärt. Ein paar wichtige bleiben jedoch offen und so kann ich die zweite Staffel kaum erwarten.
Dazu kommen noch die sehr guten Schauspieler und auch die durchgehend starken Einzelfolgen.
Fazit: Absolut sehenswert!

Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Film: Eyjafjallajökull (2014)

Roadmovie von Deutschland nach Griechenland.
Liebeskomödie mit Valérie Bonneton und Dany Boon von Alexandre Coffre. 92 Min.
Inhalt: Als ihre Tochter in Griechenland heiraten möchte, muss das geschiedene Elternpaar natürlich aus Paris anreisen. In München müssen diese jedoch notlanden, da der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island ausgebrochen ist und den Flugverkehr lahmgelegt hat. Nun sind sie gezwungen, gemeinsam auf dem Landweg nach Griechenland zu kommen und erleben dabei irrwitzige Situationen.
Der Film lebt davon, dass die beiden Elterteile sich hassen und keine Gelegenheit auslassen, den anderen gestrandet zurück zu lassen. Die Abenteuer, die sie in Österreich, Serbien, Albanien und Griechenland erleben sind teilweise sehr witzig (Jesus-Fanatiker), teilweise einfach nur dämlich (Nationaltier töten).
Was mich am Film am meisten gestört hat, war Dany Boon. Anscheinend darf in den letzten Jahren in Frankreich keine Komödie mehr ohne ihn gedreht werden. Nun gut, er ist kein schlechter Schauspieler, aber bei seinen Filmen orientiert er sich zu stark am amerikanischen Vorbild. Wo bleibt die französische Originalität?
Eyjafjallajökull ist nicht schlecht, aber auch nichts besonderes. Eine 0-8-15 Komödie, wie es schon so viele gibt.
Fazit: Für einen gemütlichen Abend, an dem man Lust hat zu lachen, zu empfehlen, aber sicherlich kein Muss.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Buch: ATLAN – Stern, Michelle – Geheimplan Quinto-Center. Sternensplitter-Trilogie 3

Fantastischer Abschluss der Trilogie.
Inhalt: Eine kranke USO-Agentin wird entführt und gefoltert, um die Geheimnisse des USO-Hauptquartiers „Quinto-Center“ zu erfahren. Nun liegt es an Atlan, sie zu finden und zu retten.
Das Buch ist von der ersten bis zu letzten Seite sehr spannend und fesselnd. Aber auch im Vergleich zum zweiten Teil ist die Qualität (Rechtschreibung, Grammatik und Schreibstil) um Längen besser. Ebenso sind die „Ausfrage-Szenen“ sowie das moralische Dilemma von Atlan fantastisch beschrieben. Ein absolut wunderbares Buch.
Leider kann ich nicht empfehlen, nach dem ersten Teil der Trilogie direkt den dritten zu lesen, da man sonst nicht versteht, was mit einer bestimmten Person los ist.
Einziges Manko ist das Ende. Grundsätzlich werden am Ende sämtliche Fragen gelöst, jedoch gibt es einen Twist, der mich und vermutlich weitere Leser nicht ganz zufrieden stellen wird. Es ist eindeutig für solche Leser ausgelegt, die im Perry Rhodan & Atlan – Universum weiterlesen werden.
Fazit: Ein super Buch, das Lust auf mehr in diesem Franchise macht.

Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Spiel: Carcassonne Goldrausch (Hans im Glück)

Von Klaus-Jürgen Wrede (ca. 35 Min.; 2-5 Spieler).
Der zweite Teil in der “Carcassonne around the world” – Reihe konnte mich nicht so überzeugen wie der erste (Südsee). Aber woran liegt das?
Einerseits die Grafik. Der Wilde Westen wirkt irgendwie so eintönig, langweilig. Nichts im Vergleich zur farbenprächtigen Südsee. Dann der Glücksfaktor. Es reicht nicht nur zu hoffen, dass du ein gutes Landschaftsplättchen ziehst, jetzt musst du auch noch hoffen, lukrative Goldplättchen zu bekommen. Und am Ende noch die fiesen Elemente. Es gibt viele Möglichkeiten, den anderen einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Ja, Goldrausch bleibt in seiner Grundmechanik Carcassonne treu, doch mich persönlich spricht es einfach nicht an. Zu viel Glück, zu viele Möglichkeiten, fies zu sein, zu wenig Strategie und Berechnung.
Fazit: Ich bin mir nicht sicher, ob eingefleischte Carcassonne-Fans dieser neuen Variante etwas abgewinnen können.

Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , | 2 Kommentare

Spiel: Alien Frontiers Aurora (Clever Mojo Games)

Von Tory Niemann (ca. 90 Min.; 2-4 Spieler).
Was soll ich sagen? Nicht alle Spiele müssen allen gefallen.
Dieses Spiel ist das erste, das über Kickstarter groß geworden ist. Und es hat (vielleicht auch deshalb), viele Fans. Dennoch kann ich mich nicht wirklich damit anfreunden.
Du hast Würfel und das sind deine Raumschiffe. Es geht jedoch nicht darum, hoch zu würfeln (außer man will Erz und das will man immer), sondern darum, Paare oder Drillinge zu würfeln, denn nur dann kann man gewisse Aktionen ausführen. Zunächst musst du Ressourcen sammeln, um weitere Raumschiffe / Würfel zu kaufen, damit du mehr Aktionsmöglichkeiten hast. Und da beginnt das Dilemma. Als Startspieler bist du klar im Vorteil, weil du einfach das Erzfeld besetzt. Damit kaufst du dein erstes Raumschiff und bist den anderen ab sofort ständig eine Runde voraus. Bei zwei Spielern ist das extrem und der Startspieler, wenn er konsequent bleibt, scheffelt, macht Punkte und lässt dem Gegner keine Chance.
Bei drei und vier Spielern ist es nicht so eindeutig, weil es da mehr Felder zum Legen der Würfel gibt, wodurch der Startspieler nichts besetzen kann. Der letzte Spieler ist aber dennoch im Nachteil, weil er ständig nur das nehmen kann, was übrig bleibt und das ist normalerweise nicht viel und nicht gut.
Natürlich, wenn der Startspieler großes Würfelpech hat, rücken die anderen auf die guten Felder und er ist der Unglückliche, der nur das Miese bekommt. Was zum zweiten Manko führt: Für meinen Geschmack gibt es hier zu viel Würfelglück.
Fazit: Der Mechanismus und das Thema wären ja nett, wenn die Spielerreihenfolge besser ausbalanciert wäre. Aber so kann ich das leider nicht empfehlen.

Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Spiel: Port Royal (Pegasus)

Von Andreas Pfister (20-50 Min.; 2-5 Spieler).
Selten sieht man ein Spiel, das so simpel und dennoch so spannend ist. Das Herzstück des Ganzen ist natürlich der Kartenstapel, von dem aufgedeckt wird. Wage ich es, noch eine Karte zu ziehen und möglicherweise alles zu verlieren, oder gebe ich mich mit dem zufrieden, was ich schon habe? Auch der Mechanismus, dass immer alle Spieler involviert sind, überzeugt, denn so kommt es selten zu längeren Wartezeiten.
Fazit: Empfehlenswert für Seeräuber und Glücksritter.

Auf Amazon zu kaufen:
Port Royal – Händler der Karibik
Wenn Ihr das Spiel über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , | 4 Kommentare

Serie: Helix – Staffel 1

So viel vergeudetes Potenzial.
Die Serie erzählt von dem Ausbruch einer Seuche in einem Forschungszentrum in der Arktis und dem CDC-Team (Seuchenbekämpfungseinheit aus Amerika), das das wieder richten soll.
Klingt eh spannend und die Charaktere, die am Anfang präsentiert werden, fesseln einen auch. Aber dann tappen die Macher der Serie in eine Falle, in die schon so viele zuvor getappt sind. Um die Serie nämlich spannend zu machen, werden zunächst jede Menge Rätsel und Oha-Momente eingebaut, doch wenn es dann am Ende der Serie darum geht, alles aufzulösen, wird es nur noch total abstrus und lächerlich.
Obwohl man so viel daraus hätte machen können. Wenn man mehr auf die klaustrophobischen Zustände so einer Anlage und den Zeitdruck eingegangen wäre, hätte die Serie auch auf realistische Weise sehr spannend sein können. Aber okay, einer weitere Serie, die ich nicht weiter verfolgen werde.
Fazit: Zeitverschwendung pur.

Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Film: What if (2014)

Seltsame Leute finden immer zusammen.
Liebesfilm mit Daniel Radcliffe von Michael Dowse. 102 Min.
Inhalt: Ein Junge lernt ein Mädchen kennen. Sie hat einen Freund. Also bleiben sie einfache Freunde. Aber kann das gut gehen? – Wer darauf keine Antwort hat, hat noch nie einen Hollywood-Film gesehen.
Der Film ist an sich sehr schön. Die Chemie zwischen den beiden Schauspielern passt einfach. Es ist eine gemütliche Liebesgeschichte mit süßen Dialogen und romantischen Szenen.
Fazit: Nach diesem Film würde ich meiner Freundin / Frau nie erlauben, einen männlichen Freund zu haben.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , | 1 Kommentar