Film: Der Richter – Recht oder Ehre (2014)

Unnötiger Film über eine komplizierte Vater-Sohn-Beziehung.
Drama mit Robert Downey junior von David Dobkin. 141 Min.
Inhalt: Als die Mutter stribt, kommt der Sohn (Downey), ein erfolgreicher Anwalt, nach Jahren zum ersten Mal nach Hause. Dort geschieht es dann, dass sein Vater, ein Richter, wegen Mordes angeklagt wird und er ihm, was denn sonst, helfen muss.
Kann es nicht einmal ein Drama geben, wo auf einen Punkt fokussiert wird, damit sich das Publikum damit eventuell identifizieren kann? Nein, jedes Mal muss dem Hauptcharakter alles passieren, was einem in seinem Leben auch nur passieren könnte: Behindertes Geschwisterteil, strenger Vater, Unfall, Scheidung… Erwarten die Produzenten etwa, dass das Publikum da sitzt und sich denkt: „Mein Gott, was ist dem alles passiert, dem Armen.“ Nein, meine Lieben, solche Filme gibt es wie Sand am Meer.
Fazit: Solider Film eines übersättigten Genres.

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Film: The November Man (2014)

James Bond trifft Jason Bourne.
Action-Thriller mit Pierce Brosnan von Roger Donaldson. 108 Min.
Inhalt: Ein Ex-CIA Agent wird von seiner Vergangenheit eingeholt und hinterlässt auf seinem Rachefeldzug eine Blutspur.
Der Plot ist relativ simpel gestrickt und die Prämisse, dass der CIA für alles verantwortlich ist, was im letzten Jahrhunder passiert ist, in diesem Fall der Tschetschenien-Krieg, geht mir langsam auf die Nerven. Kaum ein Film kommt mehr ohne dieser aus.
Es gibt einige nette Twists, die die Spannung bis ans Ende erhalten und das Schicksal der weiblichen Hauptdarstellerin ist auch sehr ergreifend, weshalb der Film durchaus sehenswert ist.
Fazit: Netter Agentenfilm für Zwischendurch.

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Film: Ruhet in Frieden – A Walk Among the Tombstones (2014)

Was für ein Mist.
Thriller mit Liam Neeson von Scott Frank.
Inhalt: Als die Frau eines Drogenbosses entführt und ermordet wird, engagiert dieser einen Privatdetektiv (Neeson), um die Täter zu finden, damit Rache vollzogen werden kann.
Der ganze Stil des Films (Bildeinstellungen, Musik) hat überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Dazu kommt noch ein sehr seltsamer Plot, der es nie schafft, irgendeine Spannung zu erzeugen. Und die Spitze des Eisbergs war die seltsame Freundschaft, die der Privatdetektiv plötzlich mit diesem Waisenjungen geschlossen hat, was überhaupt nicht zu seinem Charakter gepasst oder irgendwie dem Plot geholfen hat.
Fazit: Zeitverschwendung.

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Film: Zulu (2013)

Grandios, aber nichts für schwache Nerven.
Thriller mit Orlando Bloom und Forest Whitaker von Jérôme Salle. 110 Min.
Inhalt: Als ein Polizistentrio in der kriminellsten und daher gefährlichsten Stadt der Welt, Kapstadt, einen grausamen Mord aufklären will, geraten sie in einen Bandenkrieg und werden mit der nicht aufgearbeiteten Geschichte des Landes – Apartheid – konfrontiert.
Bloom ist nicht wiederzuerkennen und brilliert gemeinsam mit Whitaker.
Der Film ist daher nichts für schwache Nerven, da die Brutalität sehr drastisch dargestellt wird. Game of Thrones ist beinahe schon ein Kinderfilm dagegen. Aber diese drastische Darstellung ist nötig, um die Atmosphäre dieses Landes und die bedrückende Stimmung des Plots realistisch darzustellen.
Fazit: Ein guter Film zu einem wichtigen Thema.

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Spiel: Lost Legacy (Pegasus)

Von Hayato Kisagari und Seiji Kanai (5-15 Min.; 2-6 Spieler).
Ein schlechter Love Letter – Abklatsch.
Ziehe eine Karte, spiele eine Karte, führe Aktion aus. Das Prinzip, das bei Love Letter so super funktioniert und so viel Spaß bereitet, ist hier einfach nur langweilig. Warum? Du beschuldigst niemanden mehr! Du spielst einfach vor dich hin und gewonnen hat der, der am Ende weiß, wo der ‚Lost Legacy‘ ist. Ich verstehe durchaus, dass hier ein eher seriöser Ansatz gedacht war und es ein Deduktionsspiel sein sollte, doch dafür gibt es zu viel Chaos.
Fazit: Finger weg!!!

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Spiel: Pathfinder Abenteuerkartenspiel (Heidelberger)

Von Mike Selinker (ca. 30-120 Min.; 1-4 Spieler).
Kooperatives Gähnen.
Das Spiel ist für viele ein auf Karten reduziertes Rollenspiel, für mich aber ein aufgepäppeltes Munchkin ohne Hinterlist. Du hast deinen Charakter und du deckst in jedem Zug die oberste Karte eines Stapels auf. Zu 80% ist dort eine Karte, die du behalten kannst (Gegenstand, Zauberspruch, Waffe, Rüstung oder Verbündeter). Wenn du Pech hast, kommt ein Gegner. Da es aber nur sehr wenig Karten gibt, die andere unterstützen, bist du meist auf dich allein gestellt und das Prinzip „Kooperation“ geht flöten. Sobald ihr den Oberboss gefunden und besiegt habt, habt ihr gewonnen. Wenn ihr jedoch Kartenpech habt, ist der im Stapel ganz unten und die Zeit ist ab, ehe ihr dorthin kommt. Natürlich kann ich mit gewissen Karten mehr als nur eine Karte pro Zug ziehen, doch die muss ich erstmal in die Hände bekommen.
Die Idee des Spieles wäre, dass du ein Abenteuer bestehst, die gefundenen Karten behältst und das nächste Abenteuer dann mächtiger beginnst. Und wenn du mit den Kollegen von vornherein ausmachst, ihr wollt mehrere Abenteuer bestehen, kann vielleicht sogar Spannung aufkommen, da du deinen Charakter ja besser machen willst. Aber nur vielleicht.
Fazit: MIES!!

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Spiel: Antigua (Adlung)

Von Ulrich Blum (ca. 20-45 Min.; 2-4 Spieler).
Super kurzes, spannendes Spiel.
Wir sind Piraten und wollen Schätze finden oder stehlen. Wer am Ende die meisten Schätze hat, hat, eh klar, gewonnen.
Es gilt also unsere Crew zusammenzustellen. Jedes Mitglied hat eine eigene Funktion, die farblich codiert ist und nur mit entsprechender Crew können wir auch bestimmte Aktionen ausführen. Doch Achtung! Die Farben können wechseln und plötzlich hast du statt drei Kanonieren drei Navigatoren vor dir, was nicht so ideal ist, wenn du mitten im Kampf bist.
Das Spiel ist sehr schnell und sehr spannend. Wir wollten sofort wieder und wieder spielen. Und bei jedem Spiel waren Sieger und Zweiter nur eine Karte auseinander. Es geht also bis in die letzte Runde knapp her in Antigua.
Fazit: Ein super Spiel, das aufgrund seiner kleinen Größe und dem ebenso kleinen Preis in jede Spielesammlung gehört.

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Spiel: Tuareg – Das blaue Volk (Adlung)

Von Francesco Berardi (ca. 20-45 Min.; 2-5 Spieler).
Nett für Zwischendurch.
In diesem Kartenspiel schlüpfen die Spieler in die Rollen von Karawanenführer und wollen ihr Rohstoffe besser verkaufen, als die anderen, um Punkte zu bekommen.
Es geht darum, die Mehrheit in einer Rohstoffart zu haben, was bedeutet, dass man sie am besten verkauft und dafür Punkte bekommt. Man kann aber nur jene Rohstoffe verkaufen, die man entweder auf seine Kamele geladen hat oder in einer Höhle versteckt hat. Karten aus der Hand zählen am Ende nicht. Da du in deinem Zug jedoch nur eine Aktion hast, läuft es meist so ab: Karte ziehen – auf nächste Runde warten – Kamel beladen – auf nächste Runde warten – Etc. Es gibt auch noch einen offenen Markt und drei Sonderkarten, die ein paar zusätzliche Optionen bringen, die aber nur selten genutzt werden können.
Es kommt leider nie wirklich ein Schwung auf. Alles läuft sehr stockend und deine Aktionsmöglichkeiten sind seehr eingeschränkt.Tuareg bietet einfach keinen großen Reiz. Natürlich, man sollte schauen, welche Rohstoffe die anderen beladen haben, um auszurechnen, wie man selbst am besten Punkte bekommt, da man aber nur so wenig Optionen hat, kann man das eh nur schlecht beeinflussen.
Fazit: Da es ein kleines Spiel ist, kann es locker mitgenommen werden und ist okay für Zwischendurch, obwohl es dafür viele und bessere Spiele gibt.

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Buch: ATLAN – Fröhlich, Oliver – Taucher im Lavastrom. Sternensplitter-Trilogie 1

Mein erster Ausflug ins Perry Rhodan Universum hat sich absolut ausgezahlt.
Inhalt: Auf dem Planeten Skagsram gehen immer wieder Lava-Flöße unter und Atlan, der beste Freund von Perry Rhodan, soll mit seiner USO, einer intergalaktischen Polizei, dem auf dem Grund gehen. Ist es Sabotage? Wer würde davon profitieren? Und was hat eine ausgestorbene Rasse damit zu tun?
Das Perry Rhodan Universum ist groß und unterhält viele Autoren. Daher weiß ich nicht, ob ich mit diesem Buch einfach nur Glück hatte, oder alles eine derart hohe Qualität aufweist. Die beiden anderen Teile der Trilogie wurden von zwei anderen Autoren verfasst und somit kann ich diesbezüglich erst am Ende eine Schlussfolgerung ziehen.
Das vorliegende Buch selbst ist jedenfalls in sich geschlossen und daher kann es jeder getrost lesen, ohne sich dann zwei weitere Bücher besorgen zu müssen.
Taucher im Lavastrom beschreibt den sehr interessanten Vulkanplaneten Skagsram sehr gut und vor allem die faszinierende Tätigkeit des Tava-Tauchens. Allein schon wegen dieser Ausführungen ist das Buch lesenswert. Dazu kommt noch ein kniffliger Krimi, der die Spannung bis ans Ende aufrecht erhält.
An manchen Stellen merkt man, dass auf etwas im Perry Rhodan Universum Bezug genommen wird, was jeder Fan kennt. Aber als Neuling, wie ich es einer bin, stockt man kurz, realisiert „Aha, Fangeschenk“ und macht weiter, da diese positiverweise für die Story nicht von Belang sind.
Fazit: Auch wenn es der erste Teil einer Trilogie ist, ist es dennoch ein einzelnes Buch und absolut empfehlenswert für Fans, aber auch für Sci-Fi-Freunde, die das Universum mal kennenlernen möchten.

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Serie: Brooklyn Nine-Nine – Staffel 1

Nachdem How I met you mother zu Ende gegangen ist, Community momentan auf Eis liegt und The Big Bang Theory immer schlechter wird, habe ich mit Brooklyn Nine-Nine nun meinen Comedy-Ersatz gefunden.
Die Serie handelt von einem New Yorker Polizei Department und verfolgt die unterschiedlichsten Charaktere, die dort tätig sind. Die Chemie im Cast stimmt einfach und die Witze sind, in der ersten Staffel zumindest, grandios. Terry Crews und Andy Samberg bieten eine Höchstleistung nach der anderen.
Das einzig störende ist das moralisierende Fazit von vielen Folgen. Das nimmt oft etwas vom Schwung und Witz der Serie. Dennoch, die Serie ist genial und die zweite Staffel wird gerade erstausgestrahlt. Ich freue mich schon, die auch endlich in die Hände zu bekommen.
Fazit: Fantastisch! Mein Comedy-Hunger ist für einige weitere Jahre gestillt.

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