Edge of Tomorrow (2014)

Gelungene Anime-Adaption.
Sci-Fi-Actionfilm mit Tom Cruise und Emily Blunt von Doug Liman. 113 Min.
Inhalt: Ein Soldat erlebt im Kampf gegen außerirdische Invasoren denselben Tag immer und immer wieder. Diese Fähigkeit muss er ausnutzen, um den Sieg davonzutragen.
Die Story ist sehr speziell, typisch Japan, typisch Anime eben. Aber das ist keinesfalls negativ, jedoch verstehe ich die Leute durchaus, denen der Film deshalb überhaupt nicht gefällt. Trotzdem, die Schauspieler sind gut, sie erfahren eine grandiose Charakterentwicklung, speziell Tom Cruise, der denselben Tag ja hunderte Male erlebt. Und dazu noch die ordentliche Action und gelungen platzierte Witze.
Fazit: Ich bin Sci-Fi- und Anime-Fan und daher hat der Film absolut meinen Geschmack getroffen. Ich denke aber durchaus, dass einige Anime-Fremde diesen Film sicher auch genießen können.

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Captain America 2 – The Return of the First Avenger (2014)

Captain America 2 ist für mich nach Guardians of the Galaxy der beste Marvel-Film.
Sci-Fi-Actionfilm mit Chris Evans und Scarlett Johansson von Anthony Russo.
Inhalt: Captain America muss eine Verschwörung innerhalb von SHIELD aufdecken und die Welt retten.
Nicht nur ist Captain America in den Filmen bisher mein liebster Avenger, aber nun hat er auch noch den besten Avengers-Film erhalten. Das macht mich sehr glücklich. Aber warum ist der Film so gut? Eine spannende Intrige wurde hier mit ordentlichen Actionsequenzen gepaart und die Charakterentwicklung kam dabei nicht zu kurz. Dazu gab es noch einige nette Witze, die jedoch nie Überhand gewonnen haben und daher die eher düstere Atmosphäre nicht ruinierten.
Fazit: Sehenswert!!

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The Raid 2 (2014)

Actiongeladene Fortsetzung aus Indonesien, die dem Vorgänger in nichts nachsteht.
Kampfsport-Actionfilm mit Iko Uwais von Gareth Evans. 150 Min.
Inhalt: Der Held aus dem ersten Teil versucht weiterhin die Korruption im eigenen Land aufzudecken.
The Raid 2 schließt nahtlos an den ersten Teil an. Während in jenem jedoch der Plot – Aufdeckung der Korruption – irgendwie in einer zweistündigen Kampforgie untergegangen ist, wird hier nun Zeit genommen, um Plot und Charaktere auszubauen. Das tut dem Film sehr gut. Wir haben zwar nicht mehr zwei Stunden Dauerkampf (wer das sehen möchte, kann ja die amerikanische Kopie Dredd [2012] anschauen, die in einem Comic-Franchise versteckt wurde), aber dennoch genug und wie im ersten Teil extrem blutig.
Höhepunkt aber ist der Messerkampf in der Küche am Ende. Eine besser Kampfszene habe ich nur selten gesehen.
Fazit: Wer Kampfsport mag und nichts gegen Blutbäche hat, sollte rasch zugreifen.

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Monsters (2010)

Nachdem ich den Trailer zum zweiten Teil gesehen habe, musste ich auch endlich den ersten Teil anschauen und wurde von diesem versteckten Juwel positiv überrascht.
Sci-Fi-Drama mit Whitney Able und Scoot McNairy von Gareth Edwards. 97 Min.
Inhalt: Eine NASA-Sonde bringt eine Lebensform von einem Kometen mit sich und stürzt in Mexiko ab. Daraufhin wird das gesamte Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko zur Quarantäne-Zone erklärt und beide Militärs haben alle Hände voll, die Aliens in der Zone einzudämmen. – Sechs Jahre später. Für die Menschen ist die Quarantänezone bereits zur Normalität geworden, als ein Fotograf von seinem Boss gezwungen wird, dessen Tochter von Mexiko nach Amerika zu bringen.
Der Film spielt damit, wie schnell sich die Menschen an neue Umstände gewöhnen. Und anstatt die Kreaturen zu fürchten, findet man es einfach nervig, dass man nicht mehr so einfach zwischen den USA und Mexiko hin- und herfahren kann. Der Film befasst sich mit den Alltagsproblemen der Menschen, denen die beiden Protagonisten begegnen und nur im Hintergrund werden die bildgewaltigen Kreaturen gezeigt.
Fazit: Sehenswert!!

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Super-Hypochonder (2014)

Nette französische Komödie, die die falschen Dinge aus Hollywood kopiert hat.
Komödie von Dany Boon. 107 Min.
Inhalt: Ein extremer Hypochonder hat Probleme ein normales Leben zu führen und sein Arzt hat daher auch keine ruhige Minute. Bis der Hypochonder mit dem Anführer der Revolution im fiktiven Land Tscherkistan verwechselt wird.
Der Film beginnt sehr witzig und die Idee, den Alltag eines Hypochonder darzustellen, funktioniert auch sehr gut, führt zu einigen lustigen Momenten. Bis Boon dann beschließt mehr Action in den Film zu bringen und damit das ganze Projekt zerstört. Wie bereits bei so vielen Hollywood-Komödien kritisiert, ist es auch hier so, dass mit einer netten Idee begonnen wird, aber dann alles in sinnloser Action ausartet.
Warum hat der Film nicht von Anfang bis zum Ende auf demselben Niveau bleiben können? Man hätte das Suchen nach einer Freundin ausbauen können. Dann noch das Kennenlernen ihrer Eltern und all die Probleme eines Hypochonder in solchen Situationen. Aber nein! Knall-Bumm-Bang muss her.
Fazit: Wer sich eine Enttäuschung ersparen möchte, sollte sich einen anderen Film anschauen.

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The Anomaly (2014)

Der Beweis, dass auch Low Budget Sci-Fi-Filme eine hohe Qualität erreichen können und sich nicht verstecken müssen.
Sci-Fi-Actionfilm von Noel Clarke. 97 Min.
Inhalt: Ein Mann erwacht in einem Auto, aber weiß nicht, wie er dahin gekommen ist oder was er da macht. Doch nach zehn Minuten verliert er das Bewusstsein und erwacht erst später in einem Folter-Verhör wieder. Er realisiert, dass sein Körper ein normales Leben führt, er selbst aber immer wieder nur für zehn Minuten die Kontrolle erlangt. Das muss reichen, um eine weltweite Verschwörung aufzudecken.
Der Film ist extrem spannend, da man immer nur die zehn Minuten sieht, die auch der Protagonist erlebt. Mit jeder neuen Szene fügt sich ein neues Puzzlestück, bis am Ende alles klar ist.
Aber auch die Kampfszenen sind verdammt gut gemacht und sehenswert.
Fazit: Anschauen!

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Love in the Big City (Lyubov v bolshom gorode) 2 (2010) & 3 (2014)

Nachdem ich erfahren habe, dass es von dieser süßen, russischen Liebeskomödie noch zwei weitere Teile gibt, musste ich einfach zugreifen.
Alle drei Teile mit dem selben Cast und immer von Marius Balchunas.
Inhalt Teil 2: Nachdem die Jungs im ersten Teil die wahre Liebe gefunden haben, machen sie nun gemeinsam Urlaub in Bangkok, wo sie mit einem neuen Fluch konfrontiert werden: nur einer von ihnen kann ein Kind bekommen. Und zwar der schnellste. Nachdem sie also zunächst gegen Kinder sind, setzen sie nun alles daran, so schnell wie möglich eines zu bekommen. Ob der Fluch selbst real ist, bleibt unklar, aber nach der Erfahrung im ersten Teil wollen die Jungs nichts riskieren.
Inhalt Teil 3: Einige Jahre später werden die drei Jungs erneut mit einem Fluch konfrontiert: Ihre Kinder sind über Nacht erwachsen geworden. Wie hält man das vor den Müttern geheim und findet gleichzeitig eine Lösung?
Nachdem der erste Teil in New York spielte, leben nun plötzlich alle in Moskau?! Und im dritten Teil müssen sie sogar noch nach Las Vegas fliegen. Also drei Filme in vier verschiedenen Städten.
Den zweiten Teil habe ich wie den ersten sehr witzig und süß gefunden, zumal hier auch ständig damit gespielt wird, ob der Fluch schon real oder nur Einbildung ist. Der dritte hingegen hat für mich überhaupt keinen Sinn mehr ergeben und nur die Anfangsszenen in Moskau waren halbwegs witzig. Der wurde eindeutig gemacht, um an den Erfolg der Vorgänger anzuknöpfen.
Fazit: Wem der erste gefällt, der kann getrost auch noch den zweiten Teil anschauen. Aber auf den dritten kann man verzichten.

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Vampire Academy (2014)

Billige Hogwarts-Kopie gefüllt mit Vampiren für ein weibliches Teenager-Publikum.
Fantasyfilm von Mark Waters.
Inhalt: Eine Vampir-Prinzessin und ihre Beschützerin müssen in einer magischen Schule eine Intrige aufdecken.
Der Film hat ein klares Zielpublikum, weibliche Teenager, und ist in dieser Hinsicht ein solider Film. Alltagsprobleme in einer Schule sowie Beziehungskrisen werden thematisiert, wobei auch die spannende Intrige nicht zu kurz kommt.
Darüber, dass die Beschützerin sich mehr dafür interessiert, ob ihr Trainer sie liebt, als für den Hintergrund der Intrige, kann stundenlang diskutiert werden.
Fazit: Okay fürs Zielpublikum.

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Lucy (2014)

Einen größeren S*** hab ich seit Transformers 4 nicht mehr gesehen. Über die Tatsache, dass der Film jede wissenschaftliche Falschmeldung verarbeitet, kann man ja noch hinwegblicken, wenn der Film selbst nicht so mies wäre.
Sci-Fi-Actionfilm mit Scarlett Johansson und Morgan Freeman von Luc Besson.
Inhalt: Ein junge Frau kommt gegen ihren Willen in Kontakt mit einer neuen Droge, was dazu führt, dass sie plötzlich 100% ihrer Hirnaktivität verwenden kann.
Die Menschen benutzen bereits 100% ihres Hirns und anstatt stolz darauf zu sein, was wir damit erreicht haben, suchen wir ständig nach Ausreden, warum nicht mehr geht. Na gut, wechseln wir also das „Sci-Fi“ mit „Fantasy“ in der Genre-Angabe aus und alles passt.
Doch nicht genug damit, wird hier einfach wild herumfantasiert, welch lächerliche Dinge eine Person mit 100%-Kapazität vollbringen kann. Und auch die wilden Schnitte zur Natur und zu unserer Vorfahrin, dem Affenweibchen Lucy, als Symbol für unsere Evolution, helfen nicht, den Film auch nur annährend irgendeinen Sinn zu geben.
Dass Johansson und Freeman in jedem Blödsinn mitspielen, ist leider so, aber dass Besson so etwas abliefert. Ich möchte ihn so gerne fragen, was er sich dabei gedacht hat.
Fazit: Hände weg!!!!

Und hier ein nettes Video zu unserem Gehirn:

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Gedankensprung: Kulturelle Unterschiede in Filmen

Erst diese Woche habe ich wieder zwei nicht-westliche Filme gesehen und sofort sind mir Dinge aufgefallen, die es so in westlichen Filmen oder Serien nie geben könnte. Damit ist aber nicht die Darstellung von kulturellem Aufeinandertreffen gemeint, was normalerweise in der Aneinanderreihung von Stereotypen und Klischees ausartet. Nein, sondern die Darstellung meiner Kultur, wie sie für mich normal ist, aber nur Ausländern als „fremd“ auffällt.
So wird etwa in allen russischen Filmen und japanischen Animes immer gezeigt, wie sich die Protagonisten im Haus die Schuhe aus- und wieder anziehen. Sogar im russischen Film in New York (Love in the big city) war dies der Fall. Während in unseren westlichen Filmen die Protagonisten scheinbar überall mit den Schuhen rumlaufen, was in meinen Augen jedoch keine korrekte Darstellung ist.
Dann war da noch der chinesische Film, in welchem eine Polizistin einen Analysten bat, etwas zu machen. Doch der war dazu nicht authorisiert und die Polizistin hat dann die Grenzen dessen ausgelotet, für das er authorisiert ist. In Hollywood würde man nicht lange herumdiskutieren und den Analysten einfach Gesetze brechen und Computer hacken lassen. Dort sind die schließlich alle „Bad Ass“ und cool.
Drittes Beispiel: Als ich in Kasachstan war, ist mir aufgefallen, dass wirklich jeder Mann Jeans mit schwarzen, eleganten Schuhen trug. Dann gingen wir ins Kino und haben eine Hollywood-Komödie geschaut und der Unterschied hätte nicht eklatanter sein können. Jeder Schauspieler trug dort Jeans mit weißen Turnschuhen, eine Kombination, die mir persönlich überhaupt nicht gefällt und in Kasachstan besonders augenscheinlich war.
Das sind Dinge, die mir immer am meisten auffallen, wenn ich ausländische Filme oder westliche Filme im Ausland schaue. Und diese Details finde ich auch immer besonders nett.
Vor allem habe ich diese Woche auch das erste Mal seit langem wieder ausländische Filme geschaut und die Motivation ist groß, sie wieder regelmäßig in meine Filmabende einzubauen. Das kann ich nur jedem empfehlen. Denn ob ich eine 0-8-15 Komödie aus Russland oder Hollywood schaue, einen Krimi aus China oder England, macht von der Story und der Qualität keinen großen Unterschied. Aber es sind die unbewussten kulturellen Details im Hintergrund, die die ausländischen Filme für uns besser machen, die uns mehr geben.

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