Love in the Big City (Lyubov v bolshom gorode) (2009)

Ein süße, russische Liebeskomödie in New York.
Liebeskomödie mit Aleksey Chadov und Ville Khaapasalo von Marius Balchunas. 88 Min.
Inhalt: Drei Männer denken immer nur daran, wie sie eine Frau nach der anderen flachlegen können. Bis ein Trinkspruch in einem Pub sich als Fluch entpuppt und ihre Männlichkeit plötzlich nicht mehr funktioniert. Eine Odyssee nach der Suche nach dem Sinn von Sex und der wahren Liebe beginnt.
Zunächst war ich sehr verwirrt ob der Tatsache, dass ein russischer Film in New York spielt. Doch wenn man weiß, dass dort die größte russische Gemeinschaft außerhalb von Russland lebt und die natürlich auch künstlerisch aktiv sein will, bzw. in die Medien ihrer Urheimat integriert sein will, macht das natürlich Sinn.
Schieben wir aber Politik und Demographie beiseite. Der Film selbst ist zwar simpel gestrickt, folgt aber von Anfang bis zum Ende einem roten Faden, hält sich konsequent an die Botschaft und hat gute Witze.
Fazit: Ein nette, empfehlenswerte Abendunterhaltung.

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Man of Tai Chi (2014)

Das geniale Regiedebüt von Keanu Reeves präsentiert eine moderne Version von Bloodsport und zeigt, dass er selbst ein ordentlicher Bösewicht sein kann.
Ein Kampfsportfilm mit Keanu Reeves und Tiger Chen von Keanu Reeves. 101 Min.
Inhalt: Der mysteriöse Donaka organisiert illegale Kämpfe und versucht den talentierten, etwas naiven Tai-Chi-Kämpfer Tiger Chen zu korrumpieren. Der ist nun gefangen zwischen Geld & Macht und jahrhundertealter Tradition & Moral.
Ich bin sowohl ein Fan von Keanu Reeves als auch von Kampfsportfilmen und daher war Man of Tai Chi für mich Pflicht. Der Film enttäuscht nicht. Im Gegenteil ist man beeindruckt, wie Reeves zwar Anleihen von anderen Kampfsportfilmen nimmt, aber dabei einen ganz eigenen Stil entwickelt. Und so freue ich mich schon auf mehr Filme von ihm.
Aber auch Tiger Chen sollte nicht unerwähnt bleiben. Als ein Virtuose der Kampfkunst wird er, wage ich zu behaupten, die Nachfolge von Jet Li antreten.
Fazit: Ein Meisterk seines Genres und Fans werden ihre Freude daran haben.

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Sex Tape (2014)

Eine typische Hollywood-Komödie: beginnt mit einer netten Idee; diese ist nicht ganz durchdacht; Plot verliert sich irgendwann; Pro-Forma-Moral am Ende. Und der ganze Schwachsinn hat 40 Mio. US-Dollar gekostet?!
Komödie mit Cameron Diaz und Jason Segel von Jake Kasdan. 100 Min.
Inhalt: Ein Ehepaar hat mit den typischen Problemen einer Familie zu kämpfen und beschießt daher, um frischen Wind ins Sexleben zu hauchen, ein Sex Tape zu drehen. Doch dieses wird ins Internet gestellt und damit beginnt die Odyssee, sämtliche Kopien zu löschen.
Es ist eine solide Komödie mit ordentlicher schauspielerischer Leistung und reiht sich daher ins Mittelfeld der 0-8-15 Komödien. Nette Abendunterhaltung, aber auch nicht mehr.
Mir fällt bei so vielen Komödien immer wieder auf, wie auch hier, dass die erste halbe Stunde ca. immer genial und innovativ ist. Aber dann hört es auf. Anscheinend beginnt die Produktion dieser Filme immer mit einer tollen Idee und der Rest wird dann am Set improvisiert. Vor allem gegen Ende wird versucht mit Action und Stunts die Story nicht abflauen zu lassen, was aber einfach nur lächerlich ist.
Auch hier: Ich hätte es so viel besser gefunden, wenn sie wirklich jedes Video persönlich geholt hätten und ganz am Ende die alternative Lösung präsentiert worden wäre. Dann gäbe es noch einen ordentlichen Lacher am Ende und Aus.
Fazit: Ist halt eine Komödie und kommt sicher nächstes Jahr ins Fernsehen. Solange kann jeder warten.

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Show: Key and Peele (abgesetzt)

Ich bin allgemein kein großer Fan von Comedy-Sketch-Shows, weil ich die meisten einfach mies finde, überhaupt nicht lustig. Vor allem jene im deutschen Fernsehen. Lieber surfe ich da stundenlang auf youtube, wo es genug Kanäle mit viel besseren Sketches als im TV gibt.
Dann aber habe ich Key and Peele entdeckt.
Selten habe ich so gelacht. Ich finde ihre Witze super, genial durchdacht, einfach köstlich. Aber nicht nur, dass ihre Witze von der Idee her super sind, sondern auch die schauspielerische Leistung passt einfach. Denn wie oft lacht man bei Sketches nicht, weil die Schauspieler es nicht ordentlich rüberbringen konnten.
Höhepunkte sind natürlich immer die Obama-Imitationen. Der US-Präsident hat in einem Interview sogar selbst gesagt, dass er die extrem witzig findet. Vor allem die „Obama Anger Translator“ – Sketches sind die besten.
Key and Peele wird auf Comedy Central ausgestrahlt und dann auch wöchentlich auf dem youtube-Kanal des Senders veröffentlicht. Und hier zwei Kostproben:

Update 04.08.2025: Leider schon längst abgesetzt, ich gönne mir die Clips auf Youtube aber immer wieder. Zeitloser Spaß!

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Carcassonne Südsee (Hans im Glück)

Von Klaus-Jürgen Wrede (ca. 35 Min.; 2-5 Spieler).
Dies ist das erste Spiel der „Carcassonne around the world“ – Reihe und ist im Grunde nichts weiter als ein aufgepäppeltes Carcassonne Classic, mit jedoch einigen Details, die es für mich besser als das Original machen.
Das Spielprinzip ist das gleiche wie beim Original, doch anstatt der mittelalterlichen Landschaft wird hier eine Insellandschaft konstruiert, die mich grafisch mehr anspricht. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich mich an Klöstern & Burgen schon sattgesehen habe.
Außerdem erhält man bei Fertigstellung der Gebiete keine Punkte, sondern Rohstoffe (Bananen, Fische und Muscheln), die man sammeln sollte. Am Spielfeldrand liegen Schiffe aus, die man mit entsprechenden Rohstoffkombinationen kaufen kann. Diese bringen dann die Punkte bei Spielende.
Fazit: Jeder Carcassonne-Fan wird auch hier seine Freude haben. Wer aber etwas anderes erwartet, irgendeine großartige Innovation im Carcassonne-Universum, wird enttäuscht werden.

P.S.: Das nächste Spiel aus der „C. around the world“ – Reihe hat etwas mit Gold zu tun. Ich bin schon ganz gespannt.

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Powers, Kevin – Die Sonne war der ganze Himmel

Orig.: The Yellow Birds
Ein schockierend wunderbares Buch eines Irakkriegsveteranen.
Inhalt: Der Leser begleitet einen Soldaten auf seinem zehnmonatigen Einsatz im Irak. Dabei wird schonungslos ehrlich die grausame Fratze des Krieges gezeigt. Mit Rückblenden wird seine anfängliche Motivation und mit Vorblenden seine traumatische Rückkehr nach Amerika gezeigt.
Das Bluch lebt nicht von der Action, vom Kampf, wie es für Kriegsgeschichten oft der Fall ist, sondern von den Emotionen, Freundschaften und Gedanken der einfachen Soldaten. Von ihren Träumen und Tragödien.
Mir persönlich gefällt Im Westen nichts Neues von Remarque sehr gut und was jenes Buch für den Ersten Weltkrieg war, ist Die Sonne war der ganze Himmel für den Irakkrieg.
Fazit: Ein wunderbares Buch, das jeder gelesen haben sollte, bevor er über Krieg diskutieren möchte.

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The Big Bang Theory – Staffel 8, Ep. 1-4

Die über alle Maßen gut bezahlten Schauspieler machen sich also ans Werk, um uns mit einer weiteren Staffel zu beglücken. Doch bereits die erste Folge schockiert mit einem schwachen Script und einer extrem schwachen schauspielerischen Leistung. Naja, sie werden wohl nach den Gehaltsverhandlungen nicht gleich wieder in die Rolle gefunden haben.
Ab der zweiten Folge wir das dann alles etwas besser.
Pennys kurze Haare werden im Internet viel diskutiert. Darüber kann ich ja problemlos hinweggucken. Aber sie hat mir schon von Anfang an als Schauspielerin nicht gefallen und ich habe das Gefühl, sie ist jetzt noch schwächer geworden. Neben den andern beiden Frauen wirkt sie einfach blass und unbeholfen.
Rajesh wirkt (wegen seiner Freundin?) erwachsener, cooler.
Aber der einzige, der mich in den ersten vier Folgen der achten Staffel wirklich überzeugen konnte, war Howard. Er liefert Comedy und verdient die Lacher. Während er in der siebten Staffel noch ziemlich untergegangen ist, verschafft er sich jetzt Platz und glänzt als Schauspieler. Ich hoffe, das hält an!
Fazit: Wenn es so weitergeht und der Rest des Casts sich nicht steigert, liegt es an Howard, TBBT zu retten.

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Gedankensprung: Zu viele Spiele?

Ich nenne momentan gezählte 86 Spiele (inklusive Erweiterungen) mein eigen. Das wird den meisten viel erscheinen, doch für „echte“ Spielefans ist das nichts, die kommen locker auf die 300, wenn nicht sogar an die Tausend.
Und ich frage mich immer: Warum sollte ich so viele Spiele haben? Bin ich denn kein „echter“ Spielefan, nur weil ich keine 100 Spiele besitze?
Ich denke, dass die Spieleindustrie mehr noch als andere Unterhaltungsmedien, Gefahr läuft, zu einem Fließband zu verkommen. Jedes Jahr erscheinen allein im deutschsprachigen Raum an die 800 neue Spiele und die meisten Spielefans, wie ich einer bin, wollen auch am liebsten alle ausprobieren. Doch kaum finde ich ein Spiel, von dem ich behaupte, dass es mir gefällt, ich es haben will und noch öfter spielen möchte, kommt schon das nächste, das ich probieren muss. Allein schon wegen dieser Flut an Spielen ist es kaum noch möglich, ein Spiel öfters auszupacken, wenn man ständig aktuell bleiben will.
Ich habe mich bewusst entschieden, nur wenig Spiele zu kaufen, da ich keinen Sinn darin sehe, meine kleine Wohnung mit Dingen vollzustopfen, die ich nie verwende. Die Spiele, die ich habe, spiele ich gerne und ich versuche auch, sie oft auf den Tisch zu stellen.
Aber ich habe so viele Wohnungen gesehen, die voll sind mit Spielen, die aber nur einmal, wenn überhaupt, ausgepackt worden sind. Jeder hat dazu seine eigene Einstellung. Wenn die Wohnung groß ist, dann ist ein sauberes Regal mit Spielen ja auch schön anzuschauen.
Ich möchte hier niemanden kritisieren, wie er sein Geld ausgeben und seine Wohnung gestalten möchte. Ich habe nur Angst, dass die Verlage ein Spiel nach dem anderen produzieren und wir ein Spiel nach dem anderen spielen, wie ein Fließband eben, aber uns nicht mehr die Zeit nehmen, gute Spiele öfters zu spielen und Strategien zu entwickeln. Nur noch selten verweile ich bei einem Spiel, nachdem ich es gespielt habe, und grüble darüber nach, was ich das nächste Mal machen könnte, weil ich weiß, es wird sehr lange nicht mehr vor mir stehen, wenn überhaupt. Was schade ist.
Was ich aber auch nicht einsehe, ist, dass ich mich verteidigen muss, dass ich nicht so viele Spiele besitze und somit kein „echter“ Spielefan bin. Nur weil jemand kein Star Trek – Poster in seinem Zimmer hängen hat, bedeutet das auch nicht, dass er kein Star Trek – Fan sein darf.
Aber dieser kleine Bereich der Spiele ist nur ein pars pro toto für unsere ganze Gesellschaft. Denn genauso verstehe ich nicht, warum ich mir jedes Jahr ein neues Smartphone, einen neuen Computer etc. kaufen muss. Funktionieren denn die alten Geräte plötzlich nicht mehr?
Natürlich ist es wichtig, die Spieleverlage zu unterstützen, damit diese weiterhin Spiele produzieren und unser Hobby beliefern können. Aber bitte: Qualität geht immer noch vor Quantität.
Daher mein Appell: Es macht nichts, wenn man mal ein Spiel nicht kennt, es nicht gespielt hat. Du hast ein Spiel, das dir gefällt und du lange nicht mehr gespielt hast? Dann nimm das, statt immer etwas neues. Denn wer weiß, wie gut das neue ist.

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Gedankensprung: Der nächste große Spielehit

Wir schreiben das Jahr 2014, die weltgrößte Messe für Gesellschaftsspiele in Essen steht vor der Tür und alle warten auf das eine, wunderbare Spiel, das die nächsten Jahre beherrschen wird.
Unter Spielern herrscht die Theorie, dass alle vier bis fünf Jahre ein derart geniales Brettspiel erscheint, dass es noch über Jahre hinweg ein Kassenschlager bleibt und mit Erweiterungen versorgt wird.
1995 Die Siedler von Catan
2000 Carcassonne
2004 Zug um Zug
2008 Dominion
Doch seit Dominion sind schon sechs Jahre vergangen und der nächste Spielehit lässt auf sich warten. Was ist nur geschehen? Dafür habe ich mehrere Theorien.
Theorie 1: Wir haben den Spielehit nur noch nicht erkannt. Love Letter (2013) ist ein riesiger Erfolg und der Markt wird ständig mit neuen Varianten davon versorgt. Aber es ist „nur“ ein Kartenspiel und bietet keinen Platz für Erweiterungen. Deswegen wird dieses Spiel nicht als solcher angesehen.
Theorie 2: Es gibt so viele gute Spiele, dass es nicht mehr möglich ist, für ein einzelnes, überragend herauszustechen.
Theorie 3: Es erscheint heuer. Wenn man dem Internet und einem Freund von mir glauben kann, dann ist Five Tribes (Days of Wonder) ein sehr wahrscheinlicher Anwärter darauf, der nächste große Spielehit zu werden. Ich bleibe da jedoch etwas skeptisch. Denn was ich bisher von dem Spiel gesehen und gelesen habe (Regeln und Bilder), hat mich nicht überzeugt. Um so mehr überraschen mich die überschänglich positiven Kritiken aus den USA. Man kann gespannt sein.

Fazit: Ob es je wieder so einen großen Spielehit geben wird, ob er sogar heuer in Essen präsentiert wird, steht in den Sternen geschrieben. Warten und hoffen kann man ja. In der Zwischenzeit gibt es genug Spiele, die man genießen kann.

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Bradbury, Ray – Der illustrierte Mann

Bradbury ist einer der großen Autoren der frühen Sci-Fi-Literatur und es erstaunt mich, dass er bisher noch nie in mein Blickfeld gerückt ist. Aber das gibt mir Hoffnung, dass ich noch weitere solcher wunderbaren Funde machen werde.
Der illustrierte Mann ist eine Sammlung von Kurzgeschichten von derart hoher Qualität, wie ich sie selten erlebt habe. Gerahmt von einer sonderbaren Begebenheit: Der Erzähler trifft einen Mann, dessen ganzer Körper illustriert ist. Die Bilder erzählen insgesamt 18 Geschichten.
Jede Geschichte spielt irgendwann in der Zukunft, natürlich aus der Perspektive des Autors, also nach 1948. Nicht wenig interessant ist seine Idee der futuristischen 60er.
Grundsätzlich geht es bei seinen Geschichten nicht so sehr um Realismus, wie das heute in Sci-Fi oft der Fall ist, sondern um Psychologie. Aber aufgrund der Marsmenschen und der ständigen Bezeichnung „Raketen“ statt „Raumschiffe“ machen heute viele Leser einen großen Bogen um ihn. Was aber sehr schade ist, denn seine Geschichte geben einem viel.
Hauptsächlich thematisiert er, was Menschen mit welchen Technologie für Probleme haben können. In einer Geschichte hat dies desaströse Auswirkungen auf die Erziehung der Kinder, in einer anderen schaut die Familie ständig in den Himmel, um an den Familienvater, der Weltraumpilot ist, zu denken.
Auch wenn seine Wissenschaft aus heutiger Sicht lachhaft erscheinen mag, sind seine Botschaften, moralisch, ethisch und psychologisch, heute aktueller denn je. Das Buch ist wie eine Kette mit 18 wertvollen Perlen daran, eine glänzender als die andere.
Fazit: Eine Empfehlung für jeden! Und auch die, die sonst von Sci-Fi eher Abstand nehmen, sollten doch wenigsten die erste Geschichte probieren, bevor sie das Buch ganz verwerfen.

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