Buch: Sullivan, James A. – Die Granden von Pandaros

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle – für den Leser beim Lesen.
Inhalt: Cosima Amberson und John A. Glennscaul sind erbitterte Konkurrenten. Im Kampf um Macht und Geld schrecken die intergalaktischen Konzernbosse vor nichts zurück. Doch nachdem die beiden zwei Jahre lang gemeinsam auf einem defekten Raumfrachter festhingen, müssen sie zusammenarbeiten, um ihre Imperien wieder zu Stärke zu führen und ihre zahlreichen Feinde in die Schranken zu weisen. Der Diebstahl eines KI-Moduls könnte ihre Probleme lösen – aber ihre Verfolger sind so gerissen und skrupellos wie Cosima und John selbst. Eine wilde Jagd durch den Weltraum beginnt.
Gefühl 1: Enttäuschung. Zugegeben, das ist etwas sehr persönliches, denn ich habe das Buch hier direkt nach Brandhorsts Die Tiefe der Zeit gelesen und da kann eigentlich nur eine Enttäuschung folgen.
Gefühl 2: Überraschung. Dann habe ich aber bemerkt, dass dieses Buch im selben Universum wie Chrysaor vom selben Autor spielt. Ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat, sogar eines meiner Top-Bücher 2016. Ich hatte damals eigentlich nicht gedacht, dass dieses Universum ein weiteres Abenteuer nötig hat und tatsächlich findet sich weder am Buchumschlag, auf der Verlagshomepage oder sonst wo, dass die beiden Bücher im selben Universum spielen. Sie gehören nicht zusammen, wohlgemerkt, können also absolut unabhängig voneinander gelesen werden. Streng genommen ist das hier ein fernes Prequel zu Chrysaor.
Gefühl 3: Enttäuschung. Dennoch konnte mich das Buch nicht fesseln. Die ganze Ausgangssituation ist ziemlich an den Haaren herbei gezogen, die ewigen Ausführungen bzgl. der Hass-Liebe-Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren sind langweilig und die pseudotiefgründigen halbpsychologischen Gespräche sind einfach nur lächerlich.
Gefühl 4 & 5: Skepsis & Resignation. Seite 100 ist normalerweise der Moment, an dem ich entscheide, ob ich ein Buch weiterlese oder weglege. Hier wollte ich es weglegen, keine Frage, aber weil es ein Geschenk war, mir Chrysaor so gut gefallen hat und es erst ein Sechstel des Buches war, habe ich beschlossen, noch weitere 100 Seiten zu probieren.
Gefühl 6: Spaß. Zum Glück blieb ich dran, denn kaum kommen die beiden nach Pandaros, nimmt die Geschichte ordentlich Fahrt auf und es kommt zu dem, was mir bereits in Chrysaor so gut gefallen hat, nämlich eine fantastische Verfolgungsjagd in einer futuristischen Umgebung aus der Perspektive der Verfolgten und der Verfolger. Am Ende gibt es sogar noch eine coole Sci-Fi Variante von Ocean’s Eleven.
Dieses Buch gefällt mir zwar nicht so sehr wie Chrysaor, aber immer noch gut und ich finde jetzt auch die Idee toll, mehrere Bücher im selben Universum anzusiedeln, die aber rein gar nichts miteinander zu tun haben, außer eben dem Hintergrund. In diesem Sinne freue ich mich schon auf den nächsten Roman.
Fazit: Empfehlenswert.

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3 Antworten zu Buch: Sullivan, James A. – Die Granden von Pandaros

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