Spiel: Pecunia non olet (Goldsieber Spiele)

Von Christian Fiore und Knut Happel (ca. 30 Min.; 2-6 Spieler).
Im antiken Rom war es anscheinend ein lukratives Geschäft, Toiletten zu betreiben.
Für jeden Römer, der meine Latrine verwendet, erhalte ich Sesterzen. Wer als erster eine bestimmte Zahl davon hat, hat gewonnen. Aber Achtung, die Römer brauchen mehrere Runden, um ihr Geschäft zu verrichten. Es ist also nicht sehr gut, einen Sklaven reinzulassen, der viele Runde die Latrine besetzt und nur sehr wenig Geld bringt. Da wäre es schon besser, einen Senator zu holen, der schnell fertig ist und viel Geld liegen lässt. Aber deine Gegner schicken dir schlechte Gäste und locken deine guten zu sich.
Fazit: Ein witziges, sehr einfaches Spiel über das wichtigste Geschäft des Menschen.

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Film: Baymax – Riesiges Robowabohu (2014)

Genialer Animationsfilm mit emotionaler Tiefe.
Animation von Don Hall und Chris Williams. 108 Min.
Inhalt: Ein kleiner Genie im Bereich der Robotik will einen Super-Bösewicht mit einer Kabuki-Maske gefangen nehmen.
Der Film ist sehr lustig, optisch beeindruckend, quillt mit fantastischen Ideen nur so über und behandelt sehr gut das schwierige Thema von Verlust, Rache und Inneren Frieden. Mehr gibt es nicht zu sagen.
Fazit: Ein Muss für jeden.

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Film: The Legend of Hercules (2014)

Und wieder einmal hat Hollywood bewiesen, dass es keine Ahnung von Geographie oder historischen Kontexen hat.
Actionfilm mit Kellan Lutz von Renny Harlin. 99 Min.
Inhalt: Herkules wird von seinem Vater, dem König des griechischen Imperiums (!) ausgeschickt, mit einer Legion (!) einen Aufstand in der Provinz Ägypten (!) niederzuschlagen. Da wird er aber gefangen und als Sklave nach Sizilien (!) verkauft, wo er als Gladiator (!) endet. Als solcher kehrt er zurück nach Griechenland und kämpft in einem Theater (!) für seine Freiheit.
Ihr könnt es mir glauben oder nicht, aber das ist tatsächlich der Plot von diesem Film. Und das ist nur die Spitze des Eisberges voller Blödsinn. Als ob das aber noch nicht genug wäre, sind die Schauspieler mies, die Produktionsqualität genauso und 3d-Effekte lächerlich.
Fazit: Dieser Film gehört verboten! Der stellt ja schon beinahe eine didaktische Gefahr dar.

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Film: John Wick (2013)

Der Hammer! Selten war Töten so stylish.
Action mit Keanu Reeves von David Leitch und Chad Stahelski. 101 Min.
Inhalt: Nachdem ein in Rente gegangener Super-Auftragskiller („der beste, den es je gab“), alles verliert, was ihm etwas bedeutet, holt er noch einmal seine Ausrüstung hervor und damit beginnt eine der besten Tötungs-Serien der Filmgeschichte.
Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich diesen Film beschreiben sollte. Keanu brilliert in der Rolle des John Wick und seine Art, alles umzunieten, was ihm im Wege steht, ist optisch einfach genial. Kaum hat John seine Ausrüstung ausgepackt, fällt deine Kinnlade runter und bis zum Filmende bleibt sie da.
Fazit: Ein Muss für jeden, der auch nur annähernd etwas mit Actionfilmen anfangen kann.

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Film: Wild (2014)

Wandern als Allheilmittel.
Abenteuer-Drama mit Reese Witherspoon von Jean-Marc Vallée. 120 Min.
Inhalt: Eine junge Frau beschließt quer durch die USA von der mexikanischen zur kanadischen Grenze zu wandern, um sich über ihr Leben, ihre Zukunft und ihre Vergangenheit klarzuwerden.
Mit diesem Film hat Reese nun endlich auch meinen Respekt gewonnen, denn was die bisher so abgeliefert hat, hat wenig mit schauspielerischen Höchstleistungen zu tun. Aber mit Wild beweist sie allen, dass sie etwas kann.
Abgesehen von ihrer Performance ist der Film selbst auch nicht schlecht. Mir gefällt vor allem, dass es sich hier um eine einfache Wanderung handelt, mit gewöhnlichen Problemen und sie nicht gegen abstruse Gefahren ankämpfen muss. Nein, ihr Kampf ist ein Innerer, den sie in ihren Erinnerungen austragen muss, dargestellt durch Flashbacks. Das ist ein weiterer Punkt, der mir gefällt: Sie ist nicht der typische Hollywood-Charakter, dem alles passiert, was einem Menschen irgendwie auch nur passieren könnte. Nein, sie hatte einen Schicksalsschlag und muss nun damit umgehen.
Und das ist auch schon das Negative: Mir fehlt dieser Moment der Erleuchtung. Die Idee sollte ja sein, dass sie in Mexiko als gebrochener Mensch startet, auf der Wanderung inneren Frieden findet und dann in Kanada ein neuer Mensch ist. Aber ich hatte das Gefühl, als hätte sie sich nicht verändert, außer dass sie am Ende keine Probleme mehr hat, ihre Ausrüstung zu verwenden.
Fazit: Ein toller Film mit tollen Bilder und einer tollen Reese, dem aber dieses Quäntchen etwas fehlt, um mich vollkommen zufrieden zu stellen.

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Film: The Drop – Bargeld (2014)

Langatmig, aber dennoch spannend.
Krimi-Drama mit Tom Hardy von Michael R. Roskam. 107 Min.
Inhalt: Eine Bar wird von einer Mafiagruppe benutzt, um an verschiedenen Tagen Geld aus ihren kriminellen Aktivitäten dort zu deponieren und danach einzukassieren. Als diese jedoch ausgeraubt wird, steht der Barkeeper Bob Saginowski (Tom Hardy) vor jeder Menge Probleme.
Der Film ist sehr ruhig gehalten und verfolgt Bob, der mit Problemen in der Bar und solchen zuhause zu tun hat. Er ist kein Kämpfer, kein Stratege und sicher kein Krimineller. Und genau daraus bezieht der Film seine Spannung: Wie kann sich ein Bob Normalo, ein Bürger wie du und ich, der jeden Sonntag in die Kirche geht, in dieser Welt zurechtfinden? Was wird er tun? Wie weit wird er gehen?
Fazit: Sicher kein Meisterwerk, aber aufgrund des interessanten Plots sehr spannend.

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Film: Noah (2014)

Leider habe ich den Satz „Der größte Schmarrn, den ich je gesehen habe.“ zu oft benutzt, weshalb er seine Aussagekraft verloren hat. Daher reduziere ich ihn auf „Was für ein Schmarrn!“.
Fantasy-Monumental-Drama mit Russell Crowe und Emma Watson von Darren Aronofsky. 139 Min.
Inhalt: Die Geschichte von Noah und seiner Arche mit jede Menge abstruser Fantasy und Eigeninterpretation.
Selbst wenn wir die Bibel-Vorlage und die historische Realität außer Acht lassen und den Film als reine Fantasy betrachten, ist er dennoch grottenschlecht. Nicht nur, dass die Proudktionsqualität mies ist, ist er auch noch voller Logikfehler.
Fazit: Lest die Bibel, dann habt ihr eine besser Unterhaltung.

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Film: Brick Mansions (2014)

Da man ja in Amerika keine ausländischen Filme schaut, werden dort unbekannte Meisterwerke am Fließband, meist in schlechter Qualität, recycelt.
Actionfilm mit Paul Walker und David Belle von Camille Delamarre. 90 Min.
Inhalt: Den habe ich nicht ganz verstanden. Mir leuchtet einfach nicht ein, warum man Gangstern eine Bombe übergibt, die nur explodiert, wenn man einen Code eintippt, wenn man damit ja eben jene Gangster töten möchte? Wäre da nicht eine Fernzündung oder ein Timer idealer? Und warum schickt man einen braven Polizisten, den Code einzutippen (und dabei selbst zu sterben)? Fragen über Fragen. Aber zusammengefasst passiert das: Sprung – Bang – Bumm – Punch. Mehr muss man nicht wissen.
Der Film ist ein Remake des genialen französischen Ghettogangz – Die Hölle vor Paris. Leider hilft es nicht, dass der französische Schauspieler und Parcour-Experte David Belle wieder mitspielt. Ich kann nur den Kopf schütteln und frage mich, was sich die Macher solcher Filme denken. Schauen die das Original und sagen dann: „Okay, Parcour und Sozialkritik haben diesen Film so gut werden lassen. Das kommt raus. Wir sind in Amerika! Mehr Autos, mehr Waffen.“ Ja, die erste Szene des Films ist genial, als Belle sein Können beweist und eine geniale Flucht präsentiert. Aber dann geht es nur noch bergab.
Natürlich muss Paul Walker erwähnt werden. Brick Mansions ist der letzte Film, den er vor seinem tödlichen Unfall gedreht hat. Auch wenn es pietätlos klingen mag, aber seine Leistung war nicht unbedingt berauschend. Es scheint mir, als hätte er einfach seinen Charakter aus Fast and Furious kopiert. Das wäre an sich nicht so negativ, wenn nicht der ganze Film zum Vergessen wäre.
Fazit: Zeitverschwendung!! Schaut euch das französische Original und dessen Fortsetzung an.

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Film: Birdman (2014)

Warum sagt jeder, dass dieser Film so gut sei?
Drama mit Michael Keaton von Alejandro González Iñárritu. 119 Min.
Inhalt: Ein gealterter und in Vergessenheit geratener Hollywood-Superstar riskiert alles, um mit einem Broadway-Stück noch einmal auf die Titelseiten zu gelangen.
Ja, Michael Keaton spielt fantastisch und die Oscar-Nominierung ist durchaus gerechtfertigt, die Kameraführung ist genial, genauso der Sound. Aber am Ende ist es die Story, die wichtig ist. Und ganz ehrlich: die hat mich hier überhaupt nicht beeindruckt. Es ist halt das Portrait eines talentlosen Möchtegern-Künstlers, der nicht akzeptieren möchte, dass er, wie so viele andere Menschen auch, unbedeutend ist. Nicht schlecht, aber auch nicht fantastisch.
Am schlimmsten aber ist das Ende. Der Film hat das gleiche Problem wie Herr der Ringe und Boyhood. Du denkst, jetzt ist das Ende, aber dann geht es weiter. Dann denkst du wieder, jetzt ist das Ende und dennoch geht es weiter. Bis irgendwann das richtige Ende da ist und du dir denkst: „Mussten sie das jetzt wirklich noch anhängen?“
Fazit: Kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss, aber auch kein Fehler, wenn man es macht.

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Film: Rush (2013)

Ein beeindruckender Film über einen österreichischen Nationalhelden.
Drama mit Chris Hemsworth und Daniel Brühl von Ron Howard. 123 Min.
Inhalt: Der Film behandelt die angebliche Rivalität der Formel-1-Rennfahrer James Hunt und Niki Lauda, vor allem im Jahre 1976, als Lauda seinen berühmten Unfall hatte und Hunt seinen einzigen Weltmeistertitel gewann.
Man muss sich stets vor Augen halten, dass es sich hier nicht um eine Dokumentation, sondern um einen Spielfilm handelt. Daher wurden viele historische Details verändert und Situationen zugespitzt, um den Film spannender zu machen. Auch wurden sämtliche reale Sponsoren bei den Rennen mit solchen ersetzt, die den Film mitfinanziert haben. Daher muss man den Film rein als Rennsportfilm betrachten, der sich Anleihen aus realen Ereignissen genommen hat. Und als solch überzeugt der Film voll und ganz: tolle Schauspieler (v.a. Daniel Brühl brilliert), Hochspannung und realistische Darstellung.
Fazit: Sehensewert, auch für nicht Formel-1-Fans.

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