Serie: Der Herr der Ringe. Die Ringe der Macht – Staffel 1

Kein Meisterwerk, aber all den Hass hat diese Serie sicher nicht verdient.
Die Ringe der Macht war schon von Anfang an im Zentrum zweier Stürme. Auf der einen Seite all jene, die das Casting kritisierten (schwarze Schauspieler, Galadriel wird schlecht gespielt, Elrond ist hässlich); auf der anderen Seite die „Experten“, die die Bücher in- und auswendig kennen und jedes Detail bekritteln. Wenn man sich dann die ersten Episoden anschaut, versteht man auch, dass beide Gruppen durchaus einige legitime Argumente haben. Der perfekte Sturm an Negativität also. Aber wenn das alles ist, was man bemängelt, kann die Serie an sich ja gar nicht so schlecht sein.
Während der ersten Episode habe ich auch noch häufig den Kopf geschüttelt, mich dann aber schließlich an die störenden Details gewöhnt. Ich habe dann auch noch direkt die zweite und dritte Episode geschaut, aber irgendwie konnte mich die Serie nicht recht fesseln. Das hat dann auch dazu geführt, dass ich die vierte, fünfte und sechste Episode nicht direkt am Tag der jeweiligen Erscheinung geschaut habe, sondern irgendwann danach. Die sechste Episode sogar erst am Tag des Serienfinales. Aber diese Episode hat mir dann so gut gefallen, dass ich die letzten beiden Folgen direkt im Anschluss auch noch geschaut habe. Also in meinen Augen hat die Serie ein sehr starkes letztes Drittel und hoffentlich macht sie in der zweiten Staffel direkt so weiter.
Nachdem ich jetzt also die Staffel zu Ende geschaut habe, habe ich sofort bemerkt, dass die meisten negativen Kritiken sich auf die ersten Episoden beziehen und darauf basierend die gesamte Serie schlecht gemacht wurde. Es ist durchaus legitim nach ein paar Episoden zu sagen, dass es einem nicht gefällt und nicht weiterzuschauen. Aber wenn man schon den Anspruch stellt, eine ganze Serie zu kritisieren, sollte man sie auch komplett angeschaut haben. Genau diesen Umstand habe ich schon bei vielen anderen Serien bemerkt, bei denen es bereits im Vorfeld Negativität hagelte und dann die erste Episode als pars pro toto verwendet wurde, um alles schlecht zu machen. Die Schattenseiten des Internets eben.
Die Ringe der Macht hat meiner Meinung nach das gleiche Problem wie viele andere ambitionierte Projekte auch: Es steht ein Plot, der auf x Staffeln mit x Episoden zu je x Minuten aufgeteilt werden muss und es ist klar, welche Szene am Ende jeder Staffel erreicht werden muss. Das Problem ist nun, dass die Lücken in diesem Rahmen gefüllt werden müssen und da tun sich Schreiber und Regisseure immer schwer, was immer wieder zu langatmigen Szenen und Lückenfüllern führt, mit vereinzelt einigen tollen Momenten dazwischen. Und so haben sich auch die ersten fünf Episoden von Die Ringe der Macht angefühlt, bis es dann in den letzten drei Episoden ordentlich zur Sache ging und richtig spannend wurde.
Die Serie hat viel Potenzial und das Staffelende lässt Grund zur Hoffnung. Über Optik und Soundtrack gibt es auch nichts zu bemängeln und die Szenen, in denen man die neuseeländische Landschaft sieht, sind natürlich eine Augenweide.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Film: Kasachen gegen Aliens (2022; Originaltitel: Казахи против пришельцев)

In immer mehr Ländern steigt die Produktionsqualität von Filmen.
Komödie / Sci-Fi mit Baurschan Satov von Alen Njasbekov. 105 Min.
Inhalt: Ein Außerirdischer besuchte vor 20 Jahren die Erde, um ein Gerät zum Sammeln von Informationen über die Ressourcen des Planeten zu hinterlassen. Als er für die Daten zurückkehrt, stürzt sein Schiff in Kasachstan ab, wo der Außerirdische zufällig auf Sholpan trifft. Sie hilft ihm, das Schiff zu reparieren, ohne zu wissen, dass die wahre Mission des Außerirdischen darin besteht, den Planeten für Ressourcen zu übernehmen.
Wie in der Headline bereits erwähnt, bin ich von der Produktionsqualität beeindruckt. Schon vor Jahren habe ich den Film Myn Bala – Krieger der Steppe gesehen, ein Historien-Epos, das sich vor keiner Hollywood-Produktion verstecken muss. Das kasachische Kino hat also über die letzten Jahre hinweg ein hohes Niveau gehalten und ich würde mich freuen, wenn mehr Produktionen von dort den Weg nach Europa schaffen würden, oder zumindest auf irgendeine Streamingplattform. Netflix mit seiner internationalen Videothek wäre ja prädestiniert dafür.
Der Film Kasachen gegen Aliens ist nun eine Komödie, die teilweise auch einige Hollywood-Produktionen parodiert. Sholpan erlebt mit dem Außerirdischen das tpyische Sich-vor-der-Regierung-verstecken-Abenteuer mit vielen Verwechslungen, Herz und Humor. Dabei werden sie von zwei kasachischen Agenten verfolgt, die stark an Scully und Mulder aus Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI angelehnt sind, wobei man eher „Mulder und Mulder“ sagen sollte.
Der Film wechselt immer wieder zwischen der Darstellung des kasachischen Landlebens und Bildern aus Almaty, der wunderschönen Großstadt im Süden Kasachstans. Auch als Tourismuswerbung könnte der Film also herhalten.
Einzig sprachlich war ich etwas irritiert. In Kasachstan sprechen die Menschen nämlich Russisch und Kasachisch. Im Film selbst gibt es jetzt einige Charaktere, die nur Russisch reden und einige, die nur Kasachisch reden. So spricht etwa ein Mulder nur Russisch, der andere nur Kasachisch, aber sie verstehen sich gegenseitig problemlos. Für ein internationales Publikum mit Übersetzung ist das sicher kein Problem und die Kasachen selbst werden eine große Freude damit haben, aber für mich konkret, der ich es im Original geschaut habe, aber nur Russisch verstehe, jedoch kein Kasachisch, war das schon eine große Herausforderung. Nichtsdestotrotz hat mich der Film gut unterhalten.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Libertalia – Winds of Galecrest (Stonemaier Games)

Super!
Von Paolo Mori (ca. 45–60 Min.; 1–6 Spieler)
In diesem Spiel kommandiert jeder Spieler eine eigene Piratencrew. Jede Crew besteht dabei aus identischen Karten und durch einen speziellen Zufallsmechanismus sucht sich jeder Spieler die gleichen sechs Karten aus seinem Deck. Jeder Spieler spielt also mit den exakt selben Karten. Jede Karte hat einen Wert und eine Sonderfunktion. Die Spieler legen nun gleichzeitig eine Karte verdeckt aus der Hand auf den Tisch. Dann werden alle umgedreht und nach Wert sortiert. Die höchste Karte wird zuerst ausgeführt.
Die Dynamik des Spiels entsteht dadurch, dass die Spieler eben frei entscheiden können, welche der sechs Karten aus der Hand sie runterlegen, immer mit dem Fokus auf die eigenen Ziele und mit dem Wissen um die Karten der Mitspieler. Was zunächst recht eintönig und langweilig klingt, entfacht schon bald tolle Spannung, denn ständig überlegt man einerseits, was man denn selber braucht und andererseits, was wohl die Mitspieler ausspielen. Weil eben die Karten untereinander interessante Symbiosen aufbauen, sind die Züge der Mitspieler umso wichtiger. Das führt zu einem hohen Grad an Interaktion, man ist ständig involviert, es wird nie langweilig.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es fast unmöglich ist, Punkte aufzuholen, wenn man einmal zurückfällt. Das Spiel dauer nämlich drei Runden und am Ende einer jeden davon kommt es zu einer Punktewertung. Wenn alle Spieler jede Runde gut spielen, bleibt es bis zum Ende spannend. Aber wenn man in einer Runde schlecht unterwegs ist, sei es aus Pech oder wegen eines taktischen Fehlers, kann man diese verlorenen Punkte fast nicht mehr wettmachen, was natürlich zu einem Frustmoment führt, speziell in der letzten Runde, wenn man weiß, dass man keine Chance mehr auf den Sieg hat.
Das Spiel macht sehr viel Spaß und wenn man es einige Mal gespielt hat, schafft man es eh konstant genug Punkte zu machen, um am Ende mit um den Sieg zu kämpfen. Manchmal kommt es halt zu dieser Frustsituation, aber dann spielt man halt direkt noch eine Partie zur Revanche.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Uncharted (2022)

Cooler Abenteuerfilm.
Abenteuer/Action mit Tom Holland von Ruben Fleischer. 116 Min.
Inhalt: Der umtriebige Nathan Drake wird von dem erfahrenen Abenteurer Victor „Sully“ Sullivan angeheuert, um mit ihm nach einem sagenhaften Schatz zu suchen, der einst Ferdinand Magellan gehört haben soll. Dafür müssen sie kryptische Rätsel lösen und um den ganzen Globus reisen, um die Lage des Vermögens ausfindig zu machen. Dabei ist ihnen auch noch der skrupellose Santiago Moncada auf den Fersen, der glaubt, der rechtmäßige Erbe des Schatzes zu sein.
Ich liebe gute Schatzsuchen. Hinweisen folgen, Abenteuer erleben und am Ende einen Schatz in den Händen halten – das sind einfach tolle Geschichten, die Spaß machen und unterhalten. Ebenso dieser Film hier. Dazu kommen noch mit Tom Holland und Mark Wahlberg großartige Schauspieler, die ihre Rollen wirklich gut verkörpern und viel Humor mitbringen.
Ich kenne die Computerspiele nicht, kann da also keine Vergleiche ziehen. Mir, als Fan von Abenteuerfilmen, hat Uncharted sehr gut gefallen.
Fazit: Sehenswert.

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Gedankensprung: Essen 2022

Letztes Jahr habe ich an dieser Stelle ja geschrieben, dass Essen 2021 ein kleines Spielefest mit wenig Hype gewesen wäre. Das lag einfach daran, dass im Vorfeld und auch während der Messe kein Spiel richtig hervorstach, sämtliche Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Im Nachhinein betrachtet stellte sich aber doch heraus, dass ein Spiel sehr wohl der König war, jedoch erst nach dem Spielefest so richtig Fahrt aufnahm und schließlich dann sogar von vielen als das beste des Jahres bezeichnet wurde, nämlich Arche Nova (Feuerland), das ich leider selbst immer noch nicht gespielt habe.
Nach diesem Rückblick sei aber nun der Fokus auf die aktuelle Messe gerichtet. Ich war jedoch wieder einmal nicht dort und habe es nur von der Ferne verfolgt, also über die diversen Social Media Kanäle. Wie letztes Jahr gab es für mich auch diesmal kein Spiel, das eindeutig hervorstach, aber einige, die immer wieder erwähnt, gezeigt, empfohlen wurden. Den größten Hype hat dieses Jahr anscheinend keine Neuheit, sondern eine Erweiterung mit sich gebracht, nämlich Asien für Flügelschlag.
Welche Spiele haben also die scheinbar meiste Aufmerksamkeit auf sich gezogen? Challengers! (1 More Time Games), Woodcraft (Delicious Games), Beer & Bread (Deep Print Games), Skymines (Deep Print Games), Starship Captains (HeidelBÄR Games), Twilight Inscription (Fantasy Flight Games), Evergreen (Horrible Guild) und Sabika (Ludonova). Von diesen haben ich Challengers! bereits gespielt und es hat mir nicht gefallen. Ich bin schon ganz gespannt, wie diesbezüglich das Feedback in den nächsten Monaten ausfallen wird. Und von Skymines habe ich das Vorgängerspiel Mombasa gespielt, welches mir sehr gut gefallen hat. Skymines soll ja fast identisch sein, nur mit einem anderen Thema, ich bin also gespannt.
Ansonsten hat sich meine persönliche Spielewunschliste seit Essen 2021 kaum erweitert, dennoch hier nochmal in aktualiserter Form: Arche Nova (Feuerland), Distant Suns (IELLO), Trails of Tucana (Pegasus Spiele), Grand Austria Hotel (Lookout Games), Dive (Pegasus Spiele), Lost Ruins of Arnak (CGE), Everdell (Pegasus Spiele), Furnace (Hobby World), Beyond the Sun (Rio Grande Games), Aquatica (Cosmodrome Games), Ecos – First Continent (AEG), Ishtar (Iello), Queenz (Rio Grande Games), Barrage (Feuerland Spiele), Black Angel (Asmodee), Detective – City of Angels (Van Ryder Games), Deep Blue (Days of Wonder), Hadara (Hans im Glück), Cassiopeia (Hobby World), Glen More II – Chronicles (Funtails), Offshore (Aporta Games), Orb Hunters (Ediciones Primigenio), Skytopia (Cosmodrome Games), City of Rome (Abacusspiele), Futuropia (Friedemann Friese, 2F-Spiele), Blue Lagoon (Blue Orange), The River (Days of Wonder), Ceylon (Ludonova), Passing Through Petra (Renegade), Carpe Diem (Alea), Teotihuacan (Schwerkraft), City of Gears (Grey Fox Games), Altiplano (dlp games), Majesty (Hans im Glück), First Class (Hans im Glück), Madeira (What’s Your Game?), Rajas of the Ganges (Huch!), Yokohama (Tasty Minstrel Games), Blood Rage (CMON), Abyss (Bombyx), New York 1901 (Blue Orange Games), Oben und Unten (Schwerkraft-Verlag) und Karuba (Haba).

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Spiel: The Hunger (Pegasus Spiele)

Langweilig.
Von Richard Garfield (ca. 60 Min.; 2-6 Spieler)
In diesem Deck Building Wettlauf schlüpfen wir in die Rolle von Vampiren und versuchen vom Schloss aus den Friedhof zu erreichen, dort ein Artefakt zu holen und vor Sonnenaufgang wieder zuhause zu sein. Was eigentlich flott und spannend klingt, entpuppt sich als langatmiger Zeitfresser. Extreme Downtime lässt schnell Langeweile aufkommen, da man in seinem Zug eigentlich eh nicht mehr machen kann, als das, was auf den Karten steht und man somit eigentlich nur wartet, endlich dran zu kommen, um seine Hand runterzuspielen. Das ist der zweite negative Punkt, denn man wird zu sehr vom Spiel geleitet, es gibt nur wenige Entscheidungsmöglichkeiten und manchmal ist die Hand so schlecht, dass man fast gar nichts machen kann und dann eine gefühlte Ewigkeit auf den nächsten Zug warten muss.
Außerdem wäre die Idee, dass es ein Risiko ist, den Friedhof zu erreichen, weil man dann eben einen längeren Heimweg hat, als die, welche auf das Artefakt verzichten und früher ins Schloss zurückkehren. Aber das funktioniert nicht. Mit einem normalen Deck kommt nie Stress auf. Mit weniger Spielrunden wäre das Spiel kürzer und der Druck der Rückkehr wäre vorhanden. Dazu kommt noch, dass diese Artefakte auch gar nicht so wertvoll sind und es sich daher gar nicht auszahlt, sich dorthin zu begeben. In der Mitte des Spielbretts zu bleiben und seine geheimen Aufträge zu maximieren ist viel effektiver.
Das Spiel scheint in meinen Augen nicht genug getestet worden zu sein, denn die Mechanismen sind nicht gut genug ausgearbeitet, um den Kern der Spielidee hervorzuheben. Zu viele Schwachpunkte bereiten zu viele Frustmomente in einem Spiel, das sich ewig hinzieht.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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The Hunger (Pegasus Spiele)
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Buch: Heitz, Markus – Das Herz der Zwerge, Teil 1 (7. Band der Zwerge-Saga)

Band für Band besser.
Inhalt: Der Zwerg und Gemmarius Goïmron wollte nach den aufregenden Abenteuern in Malleniaswacht Ruhe finden und seiner Liebe Rodana nahe sein. Aber das Auftauchen einer gefährlichen Sumpfhexe, die auf der Suche nach einem Artefakt ist, wirbelt alles durcheinander. Zudem erhebt der mysteriöse Zwerg Vraccimbur wie aus dem Nichts seinen Anspruch auf den Thron des Großkönigs. Seltsamerweise unterstützt ausgerechnet Tungdil Goldhand, der größte Held seines Volkes, als Einziger dessen Anliegen. In die Wirren um den höchsten Titel kommt die Kunde von einem grausamen Wesen, das den Fortbestand des Geborgenen Landes bedroht. Orks rotten sich unter ihrem Anführer Borkon kampfbereit zusammen, und auch die Albae sind längst nicht besiegt. Goïmron und seine Gefährten müssen sich neuen, gefährlichen Herausforderungen stellen, denn das Geborgene Land braucht ihre Hilfe dringender denn je zuvor.
Im Grunde gibt es zu diesem Buch eigentlich nicht viel zu sagen, denn wer den Vorgängerband Die Rückkehr der Zwerge nicht gelesen hat, der braucht dieses Buch hier erst gar nicht anzufassen. Und für jene, die das gelesen haben, denen sei gesagt: Es wird besser.
Ich persönlich hatte zu Die Rückkehr der Zwerge einen großen Kritikpunkt, nämlich die unlogische Darstellung von Zeitspannen und räumlichen Distanzen. Das wird nicht besser, aber mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, das einfach so zu akzeptieren. Abgesehen davon sind die diversen Handlungsstränge spannend und die verschiedenen Charaktere durchaus interessant. Sehr schade habe ich gefunden, dass mein Lieblingsaspekt aus dem Vorgängerband, nämlich die nautische Welt, hier nun komplett weggelassen wurde. Aber da der Autor dafür genügend andere spannende Geschichten zu erzählen hat, vergieße ich keine zweite Träne dafür.
Das Buch ist natürlich nur der erste Teil, endet also in einem Cliffhanger. Aber bereits in einem Monat erscheint schon der zweite Teil und das Abenteuer kann dann direkt weitergehn.
Fazit: Für Zwerge-Fans auf jeden Fall zu empfehlen.

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Heitz, Markus – Das Herz der Zwerge, Teil 1 (8. Band der Zwerge-Saga)
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Serie: Blood & Treasure – Staffel 2

Das moderne Indiana Jones Team ist endlich zurück.
Jetzt verstehe ich auch, warum das Studio diese Serie drei Jahre im Archiv versteckt hat und beinahe gar nicht gezeigt hätte. Nicht wegen der Qualität, keinesfalls, denn die ist top, nein, sondern wegen dem Inhalt, denn dieser wäre inmitten einer Pandemie wohl als ziemlich geschmacklos bezeichnet worden. Nun ist aber genug Zeit vergangen und die Serie wurde uns glücklicherweise doch noch gezeigt.
Wie immer gilt der Standardsatz: Wem die erste Staffel gefallen hat, dem wird auch die zweite gefallen, wem nicht, der wird hier nicht umgestimmt werden. Mir persönlich hat von der Schatzsuche her die erste Staffel etwas besser gefallen, aber dafür hat die zweite Staffel keinerlei qualitative Abstürze und ist konstant sehenswert.
Inhaltlich wird hier wieder ein Schatz gesucht, diesmal das Banner des Dschingis Khan, wobei nicht den Spuren von Nazis geflogt wird, sondern jenen von Agenten der Sowjetunion. Das Grundrezept ist aber immer noch das gleiche wie in der ersten Staffel und es funktioniert wieder prächtig. Die Eskalation in den letzten paar Episoden war für meinen Geschmack etwas zu übertrieben, aber es ist halt eine amerikanische Serie, da ist man so etwas eh schon gewohnt.
Potenzial für eine dritte Staffel gäbe es genug und ich würde mich darüber freuen, aber ich bin eher skeptisch. Die zweite Staffel war jetzt ja drei Jahre im Archiv, bevor sie gezeigt wurde und die Schauspieler haben in der Zwischenzeit neue Rollen in anderen Serien angenommen. Das größte Problem ist also die diversen Terminkalender zu berücksichtigen und außerdem ist die Serie nicht billig, weil eben viel um den Globus gereist wird. Ich bin mir halt nicht sicher, ob die Serie erfolgreich genug ist, damit der Sender diese Hürden auf sich nimmt. Andererseits habe ich auch kein Problem damit, wieder ein paar Jahre zu warten, denn ich habe genug zu schauen. Lieber mehr Zeit und dafür gut, als überhastet und schlecht.
Fazit: Sehenswert.

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Film: Bullet Train (2022)

Bis aufs Finale richtig toll.
Action / Thriller mit Brad Pitt von David Leitch. 127 Min.
Inhalt: Ladybug ist ein unglücklicher Attentäter, der in einem Hochgeschwindigkeitszug einen Koffer besorgen muss. Das Schicksal hat jedoch andere Pläne, denn seine neueste Mission bringt ihn im schnellsten Zug der Welt auf Kollisionskurs mit tödlichen Gegnern aus aller Welt, die alle miteinander verbundene, aber widersprüchliche Ziele verfolgen.
Wie der Zug ist auch der Film in hohem Tempo unterwegs. Es ist eine farbenfrohe Achterbahnfahrt, die teilweise so wirkt, als hätte Quentin Tarantino einen John Wick-Film gedreht. Die toll choreografierten Kampfszenen werden mit skurrilen Wortgefechten untermalt, die dem Film eine humorvolle Lockerheit bescheren. Bullet Train wird nie langatmig, bleibt seiner eigenen Linie treu und erlaubt Brad Pitt zu beweisen, was für ein großartiger Schauspieler er ist.
Mein einziger Kritikpunkt ist der Schluss. Während nämlich im gesamten Film penibel versucht wird, Kollaterschädel zu vermeiden und das ja auch Teil des Humors ist, den Charme des Films mitprägt, wird dies dann in der Schlusszene leider übern Haufen geworfen. Für mich hat dieser Schluss einfach nicht gepasst. Man hätte das gleiche Finale auch ohne diesen Knall haben können. Aber bis dahin hat mich der Film wunderbar unterhalten und diese letzte Szene ist eh direkt am Ende und kurz.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Anime-Update Sommer ’22

Wie bereits im Frühling gab es diesmal wieder so wenig Serien, dass ich stressfrei schauen konnte. Und wie in den letzten Seasons waren es auch diesmal wieder qualitativ hochwertige Serien, hat also wirklich Spaß gemacht.

Cyberpunk: Edgerunners war für mich eindeutig das beste Anime der Season. Natürlich, ich liebe Cyberpunk, die Serie hat also voll meinen Geschmack getroffen, aber auch sonst brilliert die Serie optisch. Einfach richtig toll anzuschauen. Die Serie hat natürlich den Vorteil, dass sie mit dem Computerspiel bereits eine ausgefeilte und spannende Hintergrundwelt haben, sowie einen phänomenalen Soundtrack. Beides wird hervorragend in die Serie übernommen. Dazu kommt noch ein spannender Plot, der von den Machern des Computerspiels geschrieben wurde. Die Charaktere sind sehr interessant und machen spannende Entwicklungen durch. Nicht nur für Fans des Computerspiels, sondern auch für sich alleine eine richtig tolle Anime-Serie mit einem ordentlichen Abschluss.

Dungeon ni Deai wo Motomeru no wa Machigatteiru Darou ka IV: Shin Shou – Meikyuu-hen / Is It Wrong to Try to Pick Up Girls in a Dungeon? IV war für mich eindeutig die größte Überraschung dieser Season. Die erste Staffel vor vielen Jahren hat mir damals sehr gut gefallen, aber mit der zweiten und dritten Staffel hat die Serie leider sukzessive an Qualität verloren. Ich war also skeptisch, als ich hier die vierte Staffel anzuschauen begann, wurde aber sofort umgehauen. Wow, einfach nur begeistert. Dass eine Serie in der vierten Staffel das Ruder nochmal derart rumreißen kann und so eine tolle Geschichte liefern kann, ist eher selten. Ich bin froh, dass ich der Serie treu geblieben bin und freue mich schon auf Jänner 2023, wenn dann der zweite Teil dieser Staffel ausgestrahlt wird.

Shadows House 2nd Season behielt die hohe Qualität der ersten Staffel bei und bleibt weiterhin unglaublich spannend. Ich verstehe wirklich nicht, warum diese Serie außerhalb Japans scheinbar keine Zuschauer findet. Zum Glück stimmen aber die Quoten in Japan, weshalb die Serie eben weitergeführt wird. Sehr zu empfehlen! Ich freue mich schon auf die dritte Staffel.

Youkoso Jitsuryoku Shijou Shugi no Kyoushitsu e (Classroom of the Elite) 2nd Season hinterlässt bei mir leider einen etwas fahlen Nachgeschmack. Einerseits ist die Serie weiterhin wirklich spannend, behält absolut die Qualität der ersten Staffel, andererseits geht der Plot halt nicht weiter. Es folgt ein Test nach dem anderen und es ist schon spannend zuzuschauen, wie die Genies da versuchen zu bestehen und gleichzeitig die anderen auszutricksen. An sich wäre das nicht weiter schlimm, doch ich habe leider gesehen wie weit das Manga schon ist und weiß daher, dass es noch sehr lange so weitergehen wird, ohne richtige Entwicklung. Ich weiß halt nicht, wie lange die Tests alleine ausreichen, um mich bei Laune zu halten. Tja, die Serie selbst finde ich im Moment nicht schlecht, sie unterhält mich gut, aber der Ausblick auf das, was als nächstes kommt, hemmt halt meine Lobpreisungen. Die dritte Staffel werde ich aber dennoch anschauen.

Lycoris Recoil wird von einigen als John Wick in Animeform bezeichnet. So weit würde ich nicht gehen, aber die Action ist schon gut gemacht und der Plot insgesamt auch spannend. Ein paar junge Mädchen werden zu Assassinen ausgebildet und tragen Schuluniformen, um in der japanischen Gesellschaft getarnt zu sein. Eines dieser Mädchen ist nun eine Aussteigerin, die aber immer wieder für spezielle Aufträge kontaktiert wird und dabei ihre eigene Geschichte erforschen möchte. Optisch toll gemacht, mit einigen interessanten Charakteren. Eigentlich ist die Serie abgeschlossen, aber es gibt noch genug, was man erzählen könnte. Vielleicht kommt ja doch noch eine zweite Staffel.

Tekken war hingegen der Tiefpunkt des Animesommers. Das ist sicher eines der Projekte, bei denen Netflix bereut, Geld investiert zu haben. Einfach nur schlecht in allen Aspekten.

Yofukashi no Uta, das Nachtanime, war bei vielen Anime-Fans sehr beliebt, aber ich habe nicht verstanden warum. Ich habe mir ein paar Episoden gegönnt, konnte damit aber rein gar nichts anfangen. Meinen Geschmack hat die Serie nicht getroffen, aber es gibt viele, die davon begeistert sind.

Made in Abyss: Retsujitsu no Ougonkyou habe ich nicht geschaut. Die erste Staffel hat mir damals sehr gut gefallen, aber den Film, der zwischen den beiden Staffeln spielt, habe ich emotional nicht ausgehalten. Entsprechend habe ich dann auch nicht hier bei der zweiten Staffel reingeschaut. Ich weiß von Mangalesern, dass es mit jedem Kapitel brutaler wird und deshalb habe ich mich hiervon verabschiedet.

One Piece und Boruto lese ich als Manga, habe also die Animes nicht geschaut.

Diesmal habe ich es wieder geschafft, mich mit ein paar älteren Animes zu beschäftigen. Ich habe mir also Odd Taxi gegönnt und bin absolut begeistert. Eine einzigartige Geschichte auf spezielle Weise erzählt. Sehr zu empfehlen. Von Beastars habe ich mir ein paar Episoden gegönnt, aber das hat mir gar nicht gefallen. Als letztes habe ich dann noch World Trigger probiert. Diese Serie ist leider schlecht gealtert. Damals, als sie aktuell war, hätte ich sie definitiv geschaut, aber heutzutage gibt es einfach viel zu viele bessere Alternativen. Also auch das habe ich nicht fertig geschaut. Auf meiner Watchlist ist jetzt nur noch Gintama. Wer weiß, wann ich da endlich weiter schauen kann. Und außerdem werden mir auch ständig andere ältere Animes empfohlen, Material gibt es also genug.

Ausblick auf den Herbst 2022:
Nach mehreren ruhigen Seasons scheint der Herbst komplett überladen zu sein. Sehr viel wartet da auf uns, Stress ist schon vorprogrammiert: Bleach: Sennen Kessen-hen, Boku no Hero Academia 6th Season, Chainsaw Man, Fumetsu no Anata e 2nd Season, Mob Psycho 100 III und Spy x Family Part 2 sind Fixstarter, aber es gibt noch viele andere, die sich eine Chance verdienen.

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