Buch: Ellsworth, Spencer – Starfire Imperium (Starfire 1)

Star Wars mit Sci-Fi.
Inhalt: Raumschiff-Navigatorin Jaqi schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Halb Jorianerin, halb Mensch, gilt sie im Roten Imperium als Bürger zweiter Klasse. An den Grenzen des Sternenreiches akzeptiert sie so gut wie jeden Auftrag, der ihr angeboten wird. Legal, illegal – Hauptsache die Kohle stimmt. Als Jaqi eines Tages in den Besitz wertvoller Informationen kommt, ist nichts mehr wie es vorher war. Denn sowohl die kaiserlichen Truppen als auch der Anführer der Revolutionsbewegung sind hinter diesen Informationen her – und plötzlich liegt das Schicksal des gesamten Sternenreiches in Jaqis Händen.
Star Wars ist ja eigentlich nur Fantasy, das hat sogar George Lucas selbst zugegeben. Hier nun haben wir eine Geschichte, die doch sehr stark an Star Wars erinnert, aber eben viel mehr Sci-Fi enthält, bis sie ebenfalls ins Fantasy abdriftet. Außer extremen Sci-Fi-Puritanern wird sich daran jedoch kaum jemand stören. Kopfschütteln wird hingegen der eher derivative Plot und altbekannte Gegner-Typen wecken. Doch auch das erst am Ende, denn das Buch bietet sehr viele coole und frische Ideen, die einen sehr spannenden und interessanten Hintergrund bieten. Die Anleihen aus Star Wars sind schon sehr eklatant: Imperium & Rebellen; Seelenschwert statt Lichtschwert; Sternenfeuer statt Macht. Da aber dazwischen noch genug Eigenständiges eingebaut wurde, bleibt das Buch interessant.
Gestört hat mich vielmehr der Stil. Geschrieben wurde aus der Perspektive von zwei Charakteren und beide erzählen in der Ich-Form. Außerdem sind sie in ihrer Ausdrucksform und Gedankenwelt fast identisch. Das hat dazu geführt, dass ich bei jedem Kapitelwechsel verwirrt war und sogar noch am Ende des Buches, beim allerletzten Kapitel, bin ich darüber gestolpert.
Fazit: Für Personen, die bereits in Sci-Fi zuhause sind und einen kurzweiligen Actionkracher für ein gemütliches Wochenende möchten.

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Starfire – Imperium: Roman (Starfire-Reihe, Band 1)
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Serie: Life in Pieces – Staffel 3

Immer noch sehr witzig.
Von Anfang bis zum Ende hat mich diese Staffel großartig unterhalten. Im Gegensatz zu Staffel 2 gibt es keine Durchhänger und die Realitätsferne ist auch nicht mehr derart eklatant gegeben. Der Humor passt, die Schauspieler sind gut, also regelmäßig zwanzig Minuten Lachmuskeltraining. Auch wenn diese Staffel keine brutalen Schwächen aufweist, kann ich dennoch nicht behaupten, dass sie besser als die anderen sei. Sie ist super, ja, aber sie bot keinerlei Höhepunkte, kein einziger Moment ist mir wirklich in Erinnerung geblieben. In diesem Sinne wirkt sie wie The Big Bang Theory – Staffel 11, werden beide Serien doch vom gleichen Sender produziert. Vielleicht hat es da eine generelle Order an die Serien gegeben, mit „gutem“ Humor auf Nummer sicher zu gehen und ja nichts zu riskieren. Wie dem auch sei, ich finde Life in Pieces sehr witzig, sehr unterhaltsam und sehr kreativ.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Black Panther (2018)

Die größte Marvel-Enttäuschung seit Iron Man 3. Aber über diesen Film darf man ja nicht schlecht sprechen.
Superhelden / Fantasy / Action mit Chadwick Boseman von Ryan Coogler. 135 Min.
Inhalt: Nach den Ereignissen von Captain America 3 – Civil War (2016) begibt sich T’Challa alias Black Panther (Chadwick Boseman) zurück in seine afrikanische Heimat Wakanda. Er bereitet sich darauf vor, seinen rechtmäßigen Platz als König des isolierten, aber technologisch höchst fortschrittlichen Staates einzunehmen, obwohl er das nicht geplant hatte. Sein Rivale Erik Killmonger (Michael B. Jordan) will ihm die Regentschaft streitig machen und sucht sich für sein Vorhaben Unterstützung beim zwielichtigen Waffenschieber Ulysses Klaue (Andy Serkis). Um das Erbe seines Vaters und seine Position als oberster Staatschef zu bewahren, muss sich der Held mit CIA-Agent Everett K. Ross (Martin Freeman) zusammentun. Unterstützt von den Mitgliedern der Dora Milaje (unter anderem Danai Gurira), einer exzellent ausgebildeten Kriegerinnentruppe, in der auch T’Challas Exfreundin Nakia (Lupita Nyong’o) dient, müssen sie Wakanda gegen den Usurpator verteidigen.
Okay, so schlecht ist der Film nun auch nicht. Gewohnte Marvel-Qualität mit großer Schwäche im Plot. Ja, die Schauspieler sind wirklich gut, die Effekte toll gemacht, die Kampfszenen ebenso. Auch die Idee mit dem verborgenen hochentwickelten Land habe ich sehr interessant gefunden, doch der Film selbst ist einfach nur langweilig und unlogisch. Normalerweise schaue ich solche Filme gerne, denn selbst wenn der Plot noch so hanebüchen ist, kann man sich zumindest zurücklehnen, Hirn ausschalten und die Action genießen. Hier jedoch nicht. Mein Problem liegt nun darin, dass ich lange nicht imstande war zu erklären, weshalb. Ich könnte einen seitenlangen Essay darüber schreiben, was ich am Plot unlogisch, dumm und langweilig gefunden habe, ich konnte jedoch nicht festmachen, weshalb mich Action und Effekte nicht gefesselt haben. Sie sind super gemacht, aber eben nicht mehr. Auch Filmschaffende kämpfen immer mit der Anforderung, neu und innovativ sein zu müssen. Das ist Black Panther nicht. Er ist genauso wie zig Superhelden-Filme vor ihm.
Ich habe diesen Film auf Anraten eines Freundes noch schnell vor Avengers: Infinity War geschaut, damit ich dort dann alle nötigen Informationen habe. Als ich Avengers: Infinity War ein paar Tage später geschaut habe, habe ich endlich verstanden, weshalb ich Black Panther so langweilig gefunden habe: Es gibt keinen Humor!
Fazit: Nur für all jene, die das Marvel-Universum komplett gesehen haben wollen. Als alleinstehender Film kann ich den hier aber nicht empfehlen.

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Gedankensprung: Gefälschte Brettspiele

So etwas gibt es? Und sogar mit einem Umsatz im mehrstelligen Bereich?
Das Prinzip ist nicht neu: Produkte, die sich gut verkaufen, werden illegal und billig kopiert, sowie anschließend gewinnbringend an den nichtsahnenden Kunden gebracht. Na gut, wenn man irgendwo eine Raubkopie einer DVD oder Nike-Schuhe um 10€ kauft, dann steckt da schon eine bewusste Handlung dahinter. Aber oft wird man auch einfach übers Ohr gehauen und weil der Preis so gut ist, will man gar nicht weiter darüber nachdenken. Brettspiele sind nun mal der neue Trend, oder „Lifestyle“, wie es Asmodee auf seine Homepage formuliert. Die Umsätze von Brettspielen steigen kontinuierlich und genauso vermehren sich die Artikel über die Gefahr einer Blase und des Zusammenbruchs einer ganzen Branche. Nun sind also Leute auf den Plan getreten und haben beschlossen, Brettspiele zu nehmen, sie in China billigst kopieren zu lassen, wo niemand nach einem Copyright fragt, und sie dann, meistens online, zu verkaufen. Der englischsprachige Markt ist damit schon geflutet worden, der deutschsprachige noch nicht. Mit der Betonung auf „noch“, denn anscheinend gibt es Hinweise darauf, dass einige ihre Fühler ausstrecken.
Zug um Zug war das erste größere Spiel, das derart großflächig verbreitet wurde und erst als sich genug Leute beim Verlag direkt über die Produktionsqualität beschwert hatten, wurde reingeschaut und bemerkt, dass es sich um Fälschungen handelt. Wenn der Preis zu gut ist und es von einem Drittanbieter stammt, sollte man skeptisch werden. Und nicht vergessen auf Amazon die Kommentare zu lesen, da wird man meistens gewarnt.
Manch einer mag sich denken: „Na und? Was macht das für einen Unterschied?“ Naja, wenn du gern Spielmaterial hast, das nach wenigen Partien kaputt geht, allgemein haptisch überhaupt nicht angenehm ist, dann kannst du ja zuschlagen. Oder wenn dir Druckfehler und Farbqualität egal sind. Außerdem wollen wir ja auch unser Hobby unterstützen, damit weiterhin tolle Spiele veröffentlicht werden und nicht irgendwelche Kriminelle reich machen.

Hier kann man darüber ausführlich auf Englisch lesen: The counterfeit board games crisis: Is there a fake in your collection?

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Spiel: Century – Spice Road (Plan B Games)

Großartig!
Von Emerson Matsuuchi (ca. 30-45 Min.; 2-5 Spieler)
Das eleganteste Brettspiel das ich je gesehen habe: Direkt aus der Schachtel schon spielbereit; Die Spielregeln auf einem doppelseitigen Karton, einfach und klar; Das Material schön und handlich; Das Spiel selbst übersichtlich, einfach und tief. Ich sollte aber wohl mit dem Schwärmen aufhören und sachlich hierüber sprechen. Wir sind in diesem Spiel also Gewürzhändler, die Gewürze sammeln und profitabel verkaufen wollen. Mit Aktionskarten können wir unsere Gewürze tauschen, bzw. neue ergattern. Wenn wir irgendwann genug, bzw. die richtige Zusammensetzung haben, geben wir sie ab und bekommen eine der Siegpunktarten.
Das Thema selbst ist schön, wenn es auch etwas aufgeklebt wirkt. Interaktion ist auch gegeben, da man eben schaut, auf welche Siegpunktkarten die anderen hinarbeiten oder wenn mir jemand meine Aktionskarte wegschnappt. Das Spiel entfaltet trotz der einfachen Regeln eine interessante Tiefe und wenn man es geschafft hat eine effektive Tauschkette aufzubauen, ist das ein sehr befriedigendes Gefühl.
Dieses Spiel wird von vielen als Splendor-Killer bezeichnet. Ja, sie haben beide das gleiche Niveau, das gleiche Feeling, sind leicht zugänglich und trotzdem strategisch. Die Erklärung lautet, dass man eben Splendor nicht mehr auspackt, wenn man Century auch zur Auswahl hat. Wenn ich so darüber nachdenke, würde ich das auch so sehen. Ich finde einfach das Rumgetausche hier viel interessanter als bei Splendor einfach nur nehmen und wieder ausgeben.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Century – Die Gewürzstraße
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Buch: Rothermund, Dietmar – Geschichte Indiens. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Wie eine Bombe im Hirn.
Man kann dem Autor hier wirklich nichts vorwerfen, denn wie sollte irgendjemand so viele Informationen auf so wenig Platz unterbringen? Wenn man dieses Buch liest, hat man das Gefühl, von einer Lawine an Informationen überschüttet zu werden. Wie eine Splitterbombe gefüllt mit Namen und Daten. Im Eiltempo schreiten wir durch 1.500 Jahre indischer Geschichte. Das Buch hier schließt direkt ans hervorragende Das alte Indien von Michael Witzel aus derselben Reihe an. Die beiden könnten aber nicht unterschiedlicher sein. Während in Das alte Indien auch ausführlich auf Kultur, Religion und Alltag eingegangen wird, habe wir hier nur Ereignisgeschichte, wie in einem bis zum Bersten gefüllten Koffer.
Wer einen Überblick über das bekommen möchte, was in Indien passiert ist, der hat hiermit ein wunderbares Werk. Die Übersicht bei dieser Flut an Informationen zu behalten ist nicht einfach, zumal der Autor nicht nur zeitlich flott voranschreitet, sondern auch noch regional herumspringt und sehr viel bei einer Erwähnung in einem Nebensatz belässt. Aber das soll keine Kritik sein, denn in meinen Augen hat der Autor aus den Verlagsvorgaben das beste herausgeholt. Ich persönlich hätte mir hier eine Aufteilung in zwei Bände gewünscht, damit man einfach mehr auf verschiedene Details und andere Aspekte eingehen kann.
Fazit: Ich kann das Büchlein durchaus empfehlen, wenn das Begehr eben ist, einfach mal für die Ereignisse in Indien einen roten Faden zu erhalten. Denn das macht es super.

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Geschichte Indiens: Vom Mittelalter bis zur Gegenwart
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Serie: The Big Bang Theory – Staffel 11

Aus Gewohnheit weitergeschaut und positiv überrascht.
Nach der desaströsen zehnten Staffel war es eigentlich nicht schwer, irgendjemanden positiv zu überraschen. Natürlich kann auch diese Staffel nicht mit den Glanzzeiten der Serie mithalten, aber sie war zumindest unterhaltsam. Das liegt daran, dass man sich anscheinend die Kritiken der letzten Jahre zu Herzen genommen hat. Man hat auf Beziehungsprobleme verzichtet, jeder hat halt seinen Partner und damit werden die Geschichten erzählt, ohne jegliche Dramen. Dadurch konnte auch ein lustiger Grundtenor kontinuierlich beibehalten werden, der ja in den letzten Staffeln immer wieder verloren gegangen ist. Nerdkultur wurde, sofern sie vorgekommen ist, als etwas normales dargestellt und nicht mehr irgendwie kritisch oder speziell behandelt. Anderseits bot die Serie aber auch keinerlei Höhepunkte, kein einziger Moment ist mir wirklich in Erinnerung geblieben. Man hat fast das Gefühl, als hätte man aus Kostengründen jegliche Kreativität rausgeworfen und mit einem Computeralgorithmus Episodendrehbücher geschrieben, allesamt auf dem gleichen Niveau, die gerade noch als „gut“ durchgehen und angenehm unterhalten. Denn diese Staffel ist nicht schlecht, keineswegs, aber eben auch nicht besonders toll oder irgendwie speziell lobenswert.
Fazit: Wer bis jetzt hängen geblieben ist, wird hier gut unterhalten werden. Wer bei der Serie bereits ausgestiegen ist, muss hier nicht extra neu einsteigen.

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Film: Jumanji (2017)

Dieser Film funktioniert, weil die richtigen Schauspieler mitspielen.
Fantasy-Abenteuerfilm mit Dwayne Johnson von Jake Kasdan. 119 Min.
Inhalt: Vier Teenager entdecken beim Nachsitzen ein altes Videospiel. Doch anstelle des Spielespaßes wartet nun der Sprung in die Welt von Jumanji auf das Quartett. In dieser gefährlichen Umgebung bekommen die Schüler es mit Nashörnern, schwarzen Mambas und einer unendlichen Vielfalt an Dschungel-Fallen und -Puzzeln zu tun. Um zu überleben, schlüpfen sie in die Spielfiguren des Games: Der bescheidene Spencer (Alex Wolff) wird zum Muskelprotz Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), Football-Spieler Anthony ‚Fridge‘ Johnson (Ser’Darius Blain) zu einem kleinen Einstein namens Moose Finbar (Kevin Hart), It-Girl Bethany (Madison Iseman) zu Bücherwurm Professor Shelly Oberon (Jack Black) und die unsportliche Außenseiterin Martha zur Amazonen-Kriegerin Ruby Roundhouse (Karen Gillan). Um das Spiel zu schlagen und in ihre Heimat zu ihren Leben zurückzukehren, müssen sie allerlei gefährliche Abenteuer überstehen.
Wenn man von einem perfekten Cast spricht, dann muss dieser Film ganz oben angeführt werden. Wie die vier Schauspieler es schaffen Teenager-Charaktere und Computerspiel-Helden miteinander zu verbinden ist echt super. Die vier haben sich gefunden, hatten sichtlich Spaß miteinander und diese Stimmung wird auch aufs Publikum übertragen, dem hier wirklich eine großartige Unterhaltung geboten wird. Der Plot ist okay, ist durchaus spannend, bietet aber kaum Überraschungen. Die Effekte sind auch toll, erinnern teilweise an die alten Indiana Jones Filme. Ich finde auch die Idee sehr nett und gut ausgeführt, dass jeder Charakter drei Leben hat und man diese strategisch einsetzt.
Der Film ist kein Meisterwerk, absolut nicht, und man sollte sich keinesfalls mit zu hohen Erwartungen vor den Bildschirm setzen, aber er bietet sehr gute Unterhaltung für die ganze Familie.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Ein ordentlicher Bösewicht oder Warum Star Wars Episode I-III essentiell sind

Es ist kein Geheimnis, dass eine gute Geschichte nicht zuletzt von der Qualität des Antagonisten abhängt. Berühmte Bösewichte wären etwa der Joker und Darth Vader. Ich hatte mit denen aber immer so meine Problemchen. Denn allgemein ist es für mich wichtig, dass ich die Beweggründe eines Charakters nachvollziehen kann, und sei es nur die Gier nach Macht und Geld. Manchmal aber, wie eben in den beiden Fällen von Joker und Darth Vader, habe ich nie verstanden, was die eigentlich wollen, was deren Ziel ist. Die machen einfach Böses um des Bösen Willen. Das ist etwas, was mich persönlich sehr stört. Erst mit dem Erscheinen von Star Wars Episode I-III habe ich verstanden, wer die Sith sind, habe ich den Hintergrund von Darth Vader kennengelernt und er ist dadurch für mich ein klar greifbarer Bösewicht geworden. Star Wars gefällt mir zwar immer noch nicht so gut, aber das ist eine andere Diskussion.
Das ist auch mein Problem mit den meisten Horror- und Splatterfilmen: Das Böse ist für mich nicht nachvollziehbar und daher einfach nur nervig. „WARUM MACHT ER DAS?!“, würde ich am liebsten in den Bildschirm brüllen. Das ist zum Beispiel etwas, was sie in den Marvel-Filmen gut gelöst haben. Ich kann mich da an keinen Bösewicht erinnern, dessen Motivation ich nicht verstanden hätte. Die neuesten DC-Film hingegen waren da wirklich eine Katastrophe, wie eben auch der Joker. Ich finde den Film The Dark Knight von Christopher Nolan super und Heath Ledger spielt dort einen fantastischen Joker, keine Frage, aber ich habe nicht verstanden, woher er kommt und warum er all die Dinge macht.
Am besten gefallen mir Geschichten, in denen der Bösewicht so gut ausgearbeitet ist, dass man seine Beweggründe absolut versteht, dass man mit ihm mitfühlen kann und ihn bis zu einem bestimmten Grad sogar unterstützt. Deswegen hat mir auch letztens der zweite Teil von Kingsman viel besser als der erste gefallen, denn Julianne Moore spielt hier einen Bösewicht, dessen Motivation ich verstehe, dessen Plan ich nachvollziehen kann, im Gegensatz zum Vorgänger.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass es auch ein Stilmittel ist, das Böse nicht zu hinterfragen, es nicht zu erklären, sondern einfach darzustellen. Dadurch entsteht ein ganz eigener Horror-Moment, wenn man eben nicht weiß, warum er das tut und dadurch auch nicht wissen kann, was er als nächstes tut. Somit wird auch die Realität ein viel schlimmerer Ort, wenn man sich vorstellt, dass dich jemand ermordet, einfach so, weil ihm danach war.
Aber ich mag das nicht. Mir gefällt das nicht. Und ich glaube auch nicht, dass das in der Realität passieren kann.

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Spiel: Black Jacky (Ravensburger)

Coole Blackjack-Variante für die ganze Familie.
Von Johannes Krenner (ca. 20 Min.; 2-6 Spieler)
Im Unterschied zum normalen Blackjack haben wir hier zunächst einmal coole Katzenbilder. Außerdem spielen wir nicht um Geld gegen die Bank, sondern gegeneinander. Jede Runde können wir eine Karte spielen und deren Aktion ausführen, dann eine Karte ziehen oder klopfen, also passen. Wir zählen die Kartenwerte auf der Hand zusammen und versuchen dabei so nahe wie möglich an den Wert „21“ heranzukommen, aber ihn nicht zu treffen oder gar drüber zu sein. Wenn wir glauben, dass wir einen guten Wert erreicht haben, klopfen wir, sonst ziehen wir eine Karte. Wenn mal einer klopft, sind alle anderen noch genau einmal dran, es sei denn, einer spielt die Karte mit der Aktion „Klopfen aufheben“ aus. Nachdem dann alle fertig sind, deckt jeder seine Karten auf und jeder, der „21“ oder mehr hat, verliert ein Leben. Sollte das niemand sein, verliert der mit dem kleinsten Wert.
Das hier ist also Blackjack mit Interaktion und Spieler-Elimination. Das tolle aber ist, dass wenn Spieler einmal ausgeschieden sind, sind sie nicht komplett draußen, sondern können darauf wetten, wer als nächstes ausscheidet und vielleicht sogar wieder ins Spiel zurückkehren.
Wir haben hier ein lustiges, spannendes Spiel für Zwischendurch.
Fazit: Empfehlenswert.

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