Film: Der Kleine Prinz (2015)

Wunderbarer Film!
Animationsfilm mit Marion Cotillard von Mark Osborne. 107 Min.
Inhalt: Ein Mädchen, das in einer kalten Welt aufwächst, in der es nur darum geht, zu lernen und irgendwann ein produktiver Erwachsener zu werden, trifft einen alten, schrulligen Mann, der ihr die Geschichte vom kleinen Prinzen erzählt, damit sie erkennt, dass das Leben mehr ist als Schulbücher.
Der Film wurde in verschiedenen Animationsarten gefilmt, um die Realität des Mädchens und die Geschichte des kleinen Prinzen auch optisch zu differenzieren, was einen ganz eigenen Flair schafft. Es ist ein schöner – optisch und storytechnisch -, sentimentaler und bisweilen auch trauriger Film, der am Ende aber eine wichtige Moral vermittelt und einem dann doch glücklich zurücklässt. Kurz gesagt eine würdige Neuinterpretation eines literarischen Meisterwerks.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Sicario (2015)

Der Titel verwirrt mich.
Thriller mit Emily Blunt und Benicio del Toro von Denis Villeneuve. 121 Min.
Inhalt: Eine FBI-Agentin wird Teil einer Spezialeinheit, die den Drogenkrieg gewinnen soll.
Warum nun verwirrt mich der Titel? Denn ‚Sicario‘ heißt übersetzt ‚Auftragskiller‘ / ‚Hitman‘. Aber wer soll das in dem Film sein? Ja, den Typ am Ende könnte man so interpretieren, aber für mich ist es eigentlich keiner. Außerdem verspricht so ein Titel etwas, das im Film nicht geliefert wird.
Dazu kommt noch, dass die Hauptdarstellerin Emily Blunt beinahe eine Rückentwicklung durchmacht. Zu Beginn ist sie diese starke FBI-Agentin, wird dann aber graduell schwächer und weinerlicher, wird von den männlichen Schauspielern ständig zur Seite geschoben.
Abgesehen von diesen beiden Elementen haben wir hier einen brutalen, knallharten Film, der den Drogenkrieg zwischen den USA und Mexiko-Mafiosi zeigt. Vielleicht sogar zu brutal.
Fazit: Leider konnte ich den Film nicht so genießen, wie ich es mir erhofft hatte, was vor allem an diesem schrecklichen weiblichen Charakter liegt. Nun, ich kann ihn nicht empfehlen.

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Buch: Campbell, Jack – Black Jack (Die Verschollene Flotte 2)

Eher langweilig, aber wichtig für die Serie.
Inhalt: In dem Buch geschah das, was im ersten Buch bereits angedeutet wurde, nämlich eine Meuterei.
Dass es zu einer Meuterei kommt, war der logische Schluss von gewissen Entwicklungen im ersten Buch. Dieser Handlungsstrang wurde aber bald ziemlich langweilig und ich hatte schon befürchtet, das ganze Buch damit verbringen zu müssen. Zum Glück wurde er aber rasch aufgelöst und die Flotte konnte sich in einem neuen System austoben. Die Handlung im zweiten Teil des Buches war beinahe eine Kopie des ersten Buches und in diesem Sinne auch schnell langweilig. Aber der Autor hat diesen Hintergrund gut ausgenützt, um die verschiedenen Charaktere zu entwickeln, die Flotte zu formieren, was wiederum wichtig für den Fortschritt der Serie ist.
Fazit: Auch wenn ich dieses Buch als relativ langweilig erachte, ist es ein wichtiger Teil der Serie und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Serie: Killjoys – Staffel 1

Raumschiffe!
In einer fernen Zukunft ist die Gilde der Kopfgeldjäger äußerst wichtig, relativ mächtig und ziemlich vielseitig. Wenn man dann also einem Team von Kopfgeldjägern durch die Galaxie folgt, von denen außerdem auch noch jeder viel Balast mit sich trägt, kann man viel erleben.
Diese Serie muss natürlich mit Dark Matter verglichen werden, da beide im selben Jahr auf dem selben Sender erschienen sind und ja dem selben Genre entspringen. Raumschiffe und Effekte sind auf dem selben Niveau, aber während KJ ein viel ausgereifteres Universum hat, sind bei DM die Charaktere interessanter und die Story allgemein ist auch viel spannender. Kurz gesagt haben beide Serien andere Stärken und ich habe beide genossen und werde sie auch weiter verfolgen. Denn KJ hat durchaus auch seine spannenden Momente und die Charakere entwickeln sich auch während der ersten Staffel.
Fazit: Nach so vielen Jahren Abstinenz kann ich nun sogar 2 Weltall-Serien schauen. Ist doch super!

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Film: The Revenant – Der Rückkehrer (2016)

Dass Kino heutzutage noch so überraschen kann? Ein cineastisches Meisterwerk!
Historienthriller mit Leonardo DiCaprio und Tom Hardy von Alejandro González Iñárritu. 150 Min.
Inhalt: Ein Trapper wird nach einer Bärenattacke zurückgelassen, ergibt sich jedoch nicht seinen Wunden, sondern setzt alles daran, Rache zu nehmen.
Dieser Film ist ein bildgewaltiges Epos. Die Natur wird wunderbar eingefangen, mit fantastischer Musik untermalt und die spezielle Kameraführung lässt den Zuseher noch näher am Geschehen sein. Dazu kommt noch der beklemmende historische Hintergrund, wie sich Amerikanische Ureinwohner und Europäische Siedler treffen.
Man hört zu diesem Film immer nur, wie großartig DiCaprio ist, was auch absolut der Fall ist, aber man darf keinesfalls Hardy vergessen, der Fantastisches leistet.
Dieser Film kann von mir aus in allen Kategorien die Oscars abräumen, denn so fantastisch ist er. Und wenn das nur ein Vorgeschmack auf das ist, was uns 2016 noch erwartet, freue ich mich auf ein tolles Kinojahr.
Fazit: Fantastisch, aber nichts für schwache Nerven.

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Film: James Bond 007 – Spectre (2015)

Bester Craig-Bond-Film, aber dazu muss gesagt werden, Craig gefällt mir nicht.
Actionfilm mit Daniel Craig von Sam Mendes. 150 Min.
Inhalt: Der MI6 steht schon wieder vor der Auflösung und James Bond hat schon wieder die letzte Chance, etwas dagegen zu machen. Und was er machen soll, ist die Geheimorganisation Spectre zu zerschlagen.
Die obligatorische Actionszene zu Beginn des Films, vor dem Intro, war die schlechteste der Bond-Geschichte, aber dafür haben wir hier danach den ersten Craig, der sich wie ein echter Bond anfühlt, mit coolen Gadgets von Q und einem Bösewicht, der eine eigene Geheimbasis hat, auch wenn die nicht so toll ist wie frühere. Aber dafür gehört das Intro zu einem der Besten in der Bond-Geschichte.
Wie gesagt, finde ich, dass dies der beste Bond-Film der Craig-Ära ist, aber mit den älteren Bond-Filmen verglichen ist auch dieser im mieseren Viertel angesiedelt. Trotz der soliden Action kann der Film nicht überzeugen, da man ständig so ein Moment-das-gab-es-schon-Mal-Gefühl hat und Spectre selbst sich auch nicht wirklich als interessanter Gegner erweist. Und auch die Tatsache, dass sämtliche Craig-Bond-Filme eigentlich eine einzige Geschichte erzählen, wurde so schnell offenbart, dass es eigentlich untergeht und eher für Verwirrung als für Erkenntnis sorgt.
Fazit: Nur was für Craig-Fans.

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Spiel: My Village (Pegasus Spiele)

Von Inka Brand und Markus Brand (ca. 60-90 Min.; 2-4 Spieler).
Wenn das Spielmaterial auf keinem Tisch Platz hat, ist das nicht so gut.
Bei diesem Spiel handelt es sich um die Würfelvariante von Village, einem recht tollen Worker-Placement-Spiel, denn heutzutage muss es ja für alles eine Würfelvariante geben. Nur weil Alle auf denselben Zug springen, heißt das nicht, dass auch alle erfolgreich darauf landen, wie etwa in diesem Fall.
In dem Spiel geht es darum, dass man Würfel wirft und je nach Augenzahl unterschiedliche Aktivitäten ausführen kann, um Siegpunkte zu sammeln. Wie beim originalen Village geht es auch hier darum, seine Dorfbewohner auszuschicken und solange zu nützen, bis sie auf dem Friedhof liegen.
Das zahlreiche Material führt dazu, dass man sogar auf größeren Spieltischen kaum Platz hat und führt ebenso dazu, dass man leicht die Übersicht verliert, da es einfach zu viele Optionen gibt, zu viele Möglichkeiten. Und die Kombination aus diesen beiden Elementen führt zu einer sehr unangenehmen Spielerfahrung.
Je mehr Spieler spielen, desto enger wird es natürlich auf dem Tisch, desto weniger Optionen haben die einzelnen Spieler. Aufgrund der wenigeren Optionen kristallisiert sich bald eine ziemlich geradlinige Strategie heraus, die jeder verfolgt, was dann auch bald recht langweilig wird. Vor allem der letzte Spieler einer Runde ist ziemlich stark im Nachteil und meistens hat er keine Wahl, als einen Zug zu verschwenden, um den Startspielermaker zu holen. Zu zweit hat man viel mehr Optionen, kann also mehrere Strategien verfolgen, verliert aber schneller den Überblick.
Fazit: Mich hat dieses Spiel nicht überzeugt und die Tatsache, dass ich es nie irgendwo aufgebaut sehe, spricht wohl auch klare Worte.

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Buch: Campbell, Jack – Furchtlos (Die Verschollene Flotte 1)

Military Science Fiction ist ein sehr spezielles Genre, aber durchaus interessant kennenzulernen.
Inhalt: In ferner Zukunft führen die beiden menschlichen Gruppierungen „Allianz“ (gut) und „Syndikat“ (böse) Krieg. Auf dem Weg zu einer letzten, verzweifelten Schlacht entdeckt die Allianz-Flotte eine Kryo-Kapsel, in welcher ein Mann über hundert Jahren geschlafen hat, der noch die Anfänge des Krieges miterlebt hat. Als dann nach der Niederlage der Allianz die gesamte Führungsriege tot ist, fällt aufgrund der starren Militärstruktur die Führung der Flotte an diesen Mann, der 100 Jahre geschlafen hat, da er einfach der ranghöchste Offizier ist. Was zunächst wie ein Fluch erscheint, entpuppt sich jedoch als Segen und als einzige Hoffnung, erfolgreich zurück in die Heimat zu fliehen.
Ich finde die Geschichte sehr spannend, frage mich aber, wie die auf sechs Bände gestreckt werden kann. Aber ich lasse mich gerne überraschen, denn der erste Band hat mich von den Charakteren und der Spannung her voll überzeugt.
Natürlich gibt es einen Grund, warum dieses Buch in das Genre Military Science Fiction fällt, denn ständig diskutiert und philosophiert man über Rangordnungen, Taktiken und ständig wird erklärt, wie in Gefechten mit dem zeitlichen Unterschied und der Lichtgeschwindigkeit umgegangen wird. Das ist etwas, das sehr bald ermüdent und langweilig wird. Wenn man da aber rasch drüber liest, hat man einen kurzweiligen, spannenden Roman vor sich.
Fazit: Sehr empfehlenswert.

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Serie: Blunt Talk – Staffel 1

Wer Patrick Stewart mal ausgelassen, betrunken und fluchend sehen möchte, der ist hier richtig.
Tatsächlich merkt man als Zuschauer sehr gut, wie Patrick Stewart es genießt, einfach Mal über die Stränge zu schlagen, nicht immer dieser steife, genaue, bedachte Mensch zu sein. Und mit ihm genießt es auch das Publikum. Zu Beginn jedenfalls. Denn schon bald wird klar, dass die Story (ein Nachrichtensprecher mit persönlichen Problemen) nicht wirklich existiert und die anderen Charaktere nicht richtig ausgearbeitet sind. Und so hängt es von jedem einzeln ab, wie lange er Spaß an so einem Patrick Stewart hat oder ab welcher Folge er gelangweilt einen Schlussstrich zieht.
Was man der Serie aber sehr wohl zu Gute halten muss, sind die zahlreichen intelligenten Gags, wie etwa
– „Ich bin Transgender.“ – „Kein Problem, ich komme aus England.“
– „Die Deutschen Wissenschaftler sind die Besten, die müssen noch Dinge wegen dem Holocaust gut machen.“ – „Ja, die Deutschen sind die Besten.“
– Zwei Frauen küssen sich im Büro – „Wer küsst so früh am Morgen?“
Fazit: Sehr empfehlenswert, mal rein zu klicken. Vielleicht gefällt es euch ja.

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Serie: Fear The Walking Dead – Staffel 1

Wer hat sich nur diesen Schrott ausgedacht?
Ich bin ein Fan von The Walking Dead und das ist der einzige Grund, warum ich diese Serie geschaut habe. Doch vom Charme und dem Niveau des Originals hat dieses Spin-Off rein gar nichts übernommen. Die Charaktere sind allesamt uninteressant und langweilig. Noch nie habe ich am Ende einer Staffel gedacht: „Bitte sterbt einfach alle und beerdigt diese Serie.“ Aber nein, es wird eine zweite Staffel geben! Noch mehr von diesem Schrott.
Die Serie sollte die Geschichte erzählen, wie es zu dem gekommen ist, was wir in TWD sehen. Mehr schlecht als recht wird das jedoch gemacht, ohne dass wir wirklich etwas lernen und am Ende muss man die Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens hinterfragen.
Ich frage mich aber, ob eine Serie funktionieren kann, bei der die Zuschauer Aggressionen gegen die Protagonisten entwickeln und ihnen am liebsten den Kopf abreißen würden. Aber nicht, weil sie etwas Böses machen, denn dann würde die Serie ja ihr Ziel erreichen. Nein, weil die Protagonisten einfach blöd, unsinnig und unsympathisch sind, obwohl man mit ihnen mit fiebern sollte.
Fazit: Zum Vergessen!

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