Serie: The Big Bang Theory – Staffel 8.2

Die achte Staffel ist zu Ende und ich kann mich nicht wirklich auf die neunte freuen.
Howard hat es nach den ersten vier Folgen leider nicht geschafft, seine Präsenz aufrechzuerhalten. Im Gegenteil ist er wieder in die graue Masse eingetaucht, die dieses Ensemble bietet. Ja, es gibt lustige Momente und einige Folgen habe ich sogar zweimal angeschaut, weil sie so witzig waren, aber die meiste Zeit dümpelt die Serie dahin und die Schauspieler schwimmen mit. Das Problem ist, dass die vier Jungs sich nur noch um ihre Beziehungen kümmern und nicht mehr regelmäßig beisammen sitzen und Blödsinn machen. Doch diese Beziehungen sind wirklich langweilig gestaltet und die einzige, die Potenzial für interessante Momente hätte, ist jene von Rajesh, doch die wird kaum erwähnt. Und diese grauenvolle letzte Folge streichen wir einfach aus unserem Gedächtnis.
Fazit: TBBT bietet einmal die Woche für 20 Minuten Unterhaltung. Manchmal kann ich lachen und schon bin ich glücklich. Natürlich werde ich die neunte Staffel auch schauen, aber mehr aus Gewohnheit als wegen etwas anderem.

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Film: Mad Max – Fury Road (2015)

Phänomenal genialer Action-Kracher.
Actionfilm mit Tom Hardy und Charlize Theron von George Miller. 120 Min.
Inhalt: In einer postapokalyptischen Zukunft, als die gesamte Erde eine einzige Wüste geworden ist und Benzin das wichtigste Gut ist, verschlägt es Max zu einer Gruppe Frauen, die vor dem bösen Warlord Immortan und seiner Armee fliehen.
Der Film ist ein zweistündiges optisches Spektakel, wenn man nicht gerade einen schwachen Magen hat, denn manche Charaktere schauen nicht gerade appetitlich aus. Man könnte den Film aber auch als zweistündiges Autorennen durch die Wüste mit verrückten Autos bezeichnen. Denn es ist einfach nur fantastisch diesen abstrusen Autos zuzuschauen, wie sie dahinrasen und wie dabei bis zum letzten Blutstropfen gekämpft wird. Diese rasante, großartig gemachte Action ist einfach ein Genuss. Und das soll Kino ja auch sein: ein überwältigendes Erlebnis.
Das Sahnehäubchen oben drauf ist aber sicherlich Charlize Theron, die eine großartige Vorstellung abliefert. Während Tom Hardy in all der Action ziemlich untergeht, hält sie das dramaturgische, das menschliche Element am Leben.
Fazit: Für mich bisher der beste Film 2015 und außer Star Wars 7 sehe ich im Moment keine Konkurrenz, aber ich lasse mich gerne überraschen.

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Film: Avengers 2 – Age of Ultron (2015)

Weder enttäuschend, noch umwerfend.
Sci-Fi-Actionfilm mit Robert Downey junior und Scarlett Johansson von Joss Whedon. 140 Min.
Inhalt: Tony Stark möchte eine künstliche Intelligenz erschaffen, die automatisch die Erde vor Aliens schützt, doch das läuft gründlich schief, weshalb die Avengers plötzlich gegen eine Roboterarmee kämpfen müssen.
Avengers 2 ist das, was eine gute Fortsetzung sein muss: Man besinnt sich auf die Stärken des Originals und merzt die Schwächen aus, versucht also nicht einfach alles größer und lauter zu machen. Und allein schon deshalb gefällt mir der Film sehr gut. Abgesehen davon aber ist der Film einfach nur solide, nicht mehr und nicht weniger. Die Action passt, der Plot passt, die Charaktere passen. Vor allem Ultron ist ein großartiger Gegner, der allein es schon wert ist, den Film zu sehen. Und sonst? Die Dialoge sind meistens lahm und kitschig, die neuen Superhelden nicht wirklich charismatisch, wirken mehr wir Statisten.
Fazit: Alles in Allem war es auch unmöglich besser als der erste Teil zu werden. Die Hauptsache aber ist, dass er nicht schlechter geworden ist.

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Film: Fast & Furious 7 (2015)

Nicht schlecht.
Actionfilm mit Paul Walker, Vin Diesel, Dwayne Johnson und Jason Statham von James Wan. 140 Min.
Inhalt: Ein knallharter und kaltblütiger Kämpfer möchte den Tod seines Bruders rächen und jagt daher die Crew von Dominic Toretto um den halben Globus, bis es zum Showdown kommt.
Die absolut verrückte und unrealistische Autoaction ist einfach großartig anzusehen. Und mehr braucht der Film nicht. Und dennoch bietet er mehr. Denn im Vorfeld habe ich gehört, wie unlogisch dieser Film sei, doch finde ich das gar nicht. Der Plot ist so einfach gestrickt, dass es eh keinen Logikfehler geben kann. Außerdem, was ist hier so schwer zu verstehen? Wir suchen einen Mann und brauchen dazu ein Computerprogramm.
Wenn man über F&F7 spricht, muss man natürlich auch über Paul Walker sprechen. Sein vorzeitiges Ableben wurde großartig gelöst. Zuschauer, die von dem tragischen Unfall nichts wissen, würden nie merken, dass der Schauspieler ersetzt wurde und das Ende, also die Begründung, warum er in zukünftigen F&F-Filmen nicht mehr dabei sein wird, ist einfach wunderbar.
Fazit: Ich gebe zu, frühere F&F-Filme haben mir nicht gefallen und diesen habe ich mir hauptsächlich wegen Paul Walker angesehen, muss aber zugeben, dass ich F&F7 eindeutig besser finde als die meisten seiner Vorgänger.

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Update

So, dieses Wochenende gibt es also auch keine Kritiken, da ich mich auf der RPC umschaue. Dafür könnt ihr euch nächste Woche auf F&F7 sowie den nächsten Band der Askir-Saga freuen.

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Buch: Sciascia, Leonardo – Eine einfache Geschichte

Eine einfacher Kriminalfall, der gar nicht so einfach ist.
Eine einfache Geschichte ist ein sehr kurzer Kriminalroman, der im korrupten, Mafia-beherrschten Sizilien spielt. Doch Mafia, Drogen und Korruption werden nie namentlich genannt. Die Polizei klärt einfach einen Mordfall auf und es liegt am Leser zu verstehen, dass überall mehr dahintersteckt, als es den Anschein hat.
Wegen der Kürze – kann man das überhaupt noch einen Roman nennen? – und der Spannung ist man schnell durch, doch Gedankenken wird man sich noch lange darüber machen.
Fazit: Ein kleines Meisterwerk aus Italien.

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Serie: Daredevil – Staffel 1

Eine Kopie von Arrow. Nicht mehr und nicht weniger.
Ein blinder Anwalt hat die Gabe, dass seine anderen Sinne extrem ausgebildet sind und er daher seine Umgebung viel besser wahrnehmen kann, als sehende Menschen. Diese Gabe gepaart mit ordentlichen Kampffertigkeiten erlaubt ihn, des Nachts in Maske die Bürger zu schützen.
Warum also (sorry, Marvel-Fanboys), behaupte ich, dass Daredevil nur eine Kopie von Arrow ist? Wir haben beidesmal einen „realistischen“ Helden, der gegen „realistische“ Verbrecher vorgeht. Diese Verbrecher sind beidesmal unverschämt reiche Leute, die mit ihrem Geld jeden in der Hand haben und mit anderen stereotypischen Gangstern ein Syndikat bilden. Außerdem ist der Plan der Bösen beides Mal ein ganzes Stadtviertel (Glades / Hells Kitchen) dem Erdboden gleich zu machen und etwas Neues, Tolles darauf zu bauen. Die Einwohner dieser Viertel sind die Opfer, die es zu schützen gilt.
Weder bei der schauspielerischen Leistung noch bei der Produktionsqualität oder den Kämpfen sehe ich Unterschiede, nur beim Plot finde ich Daredevil etwas langweiliger, aber nicht sehr.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Serie die vielen Anspielungen aus Staffel 1 in den folgenden Staffeln aufgreift, denn dadurch ist es möglich, sich von Arrow zu distanzieren und etwas eigenständiges, großartiges zu machen, wozu die Mittel zweifellos da sind.
Fazit: Wer nach Agents of S.H.I.E.L.D. dachte, Marvel könne keine Serien machen, wird hier positiv überrascht werden.

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Film: Patema Inverted (Anime-2013)

Ein weiteres Anime-Glanzstück.
Anime von Yasuhiro Yoshiura aus den Purple Cow Studios Japan. 99 Min.
Inhalt: Nach einem Unfall mit einer experimentellen Technologie hat sich für einen Teil der Menschheit die Gravitation umgedreht, weshalb sie unter der Erde leben müssen, um nicht in den Himmel gezogen zu werden. Die anderen Menschen, die zurückgeblieben sind, haben eine Art religiösen Fanatismus entwickelt und sehen die „umgedrehten“ Leute als Sünder, die in der Hölle leben und ausgerottet werden müssen. Als dann zwei Teenager aus den beiden Seiten sich treffen, beginnt ein Abenteuer, denn: Ist wirklich alles so, wie die Menschen glauben, dass es ist?
Für mich ist schon lange klar, dass nur, weil Anime draufsteht, nicht unbedingt Gold drinnen sein muss. Doch hier ist dies glücklicherweise der Fall. Eine fantastische Idee mit einzigartigen Charakteren, wie es nur in Japan entstehen kann. Eine Liebesgeschichte, die nie wirklich so dargestellt wird, subtile Sozialkritik und philosophische Fragen ergeben zusammen mit tollen Bildern einen wunderbaren Film.
Fazit: Ein Muss für Anime-Fans.

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Film: Kingsman (2015)

Unlogische Möchtegern-Agentenparodie.
Agenten-Actionfilm mit Colin Firth, Taron Egerton, Samuel L. Jackson und Michael Caine von Matthew Vaughn. 129 Min.
Inhalt: Ein junger Nichtsnutz, der auf dem besten Weg ist, ein Gangster zu werden, wird von einem Geheimagenten rekrutiert, ein eben solcher zu werden. Nach dem (zu) kurz dargestellten Training gilt es einen Plan zu vereiteln, der die gesamte Menschheit ausrotten würde. Dieser Plan ist jedoch so abstrus, dass ich mir nicht die Mühe mache, ihn hier zu erklären.
Um diesen Film richtig kritisieren zu können, muss ein (nicht plotrelevanter) Spoiler erwähnt werden. Daher: Achtung SPOILER! So, der Film kann in zwei Teile geteilt werden: Prä-Firth und Epi-Firth. Solange Colin Firth nämlich noch dabei ist, sind die Witze sauber, der Plot noch halbwegs logisch und die schauspielerische Leistung in Ordnung. Vor allem die Szene, in welcher sich Firth durch die Kirche kämpft ist großartig gemacht. Doch dann stirbt er und mit dem Film geht es nur noch abwärts. Das einzige, was den zweiten Teil des Films rettet, sind die relativ gut choreographierten Kampfszenen, aber sonst gar nichts.
Meine Theorie: Entweder hatte Firth großen Einfluss auf die Dreharbeiten und nach seinem Abgang konnte der Regissuer tun, was er wollte, oder mit Firth ist auch der Regissuer gegangen und irgendein Produzent hat seiner Phantasie freien Lauf lassen.
Jedenfalls beginnt der Film als toller und interessanter Agenten-Jugendfilm in bester James-Bond-Manier, endet aber im Versuch, eine Parodie der Agentenfilme zu sein.
Fazit: Wer eines der schlimmsten Filmenden, dafür aber einen großartigen Firth kämpfen sehen möchte, sollte zugreifen.

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Buch: Steele, Allen – Coyote 04 (Spindrift)

Das Weltall ist groß und so wird es doch noch andere intelligente Wesen da draußen geben.
Im ersten Folgeband zur Coyote-Trilogie beschreibt Steele eine Erstkontaktsituation in den weiten des Weltalls. Ja, man kann Außerirdische auch treffen, ohne dass sie einen sofort töten oder die Erde erobern wollen. Und eben genau dieses spannende Szenario wird in diesem Buch beschrieben. Die Angst der Menschen und ihr Glaubenssystem stellen ebenso ein Problem dar wie die übermäßige Vorsicht der Fremden.
Steele ist ein Meister der Entdeckung und Erkundung. Mit den Charakteren wandert der Leser durch das Asteroidenraumschiff, entdeckt ein Detail nach dem anderen und ist einfach nur fasziniert.
Fazit: Ein kleines und feines Buch, das zwar nicht wirklich einen Plot aufweist, aber von der Erkundung des Unbekannten lebt.

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