Danke für das Goldene Lesezeichen!

Mit einem breiten Grinsen bedanke ich mich bei Marco von Ma-Go Filmtipps, der mir das Goldene Lesezeichen April 2017 für meinen Gedankensprung: Whitewhashing verliehen hat. Danke!

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Spiel: Mein Traumhaus (Pegasus)

Spannender war das Hausbauen noch nie.
Von Klemens Kalicki (ca. 20-40 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Spiel nimmt jeder Spieler der Reihe nach Karten aus der Auslage, um damit sein eigenes Traumhaus individuell und praktikabel zu gestalten. Möchte ich etwas Schönes irgendwo hinstellen und dafür Punkte bekommen oder versuche ich besser etwas Praktikables zu errichten und dadurch am Ende Bonuspunkte zu kassieren? Soll ich einen Teil frei halten, um den Raum später zu vergrößern? Aber was ist, wenn so eine Karte nicht mehr kommt? Soll ich versuchen ein gleichfarbiges Dach zu errichten oder sind mir die Dachfenster wichtiger? Und wo verstecken sich die Kinder?
Ein großes Problem beim Spiel ist anscheinend die Optik. Ich muss aber gestehen, dass ich diesen Kritikpunkt nicht verstehe. Jeder stimmt überein, dass es wirklich schön ausschaut, aber viele behaupten, dass es wie ein Kinderspiel aussieht und sie es allein wegen der Schachtel nie in die Hand nehmen würden. Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Die Optik passt einfach zum Thema und zur Mechanik: locker, gemütlich, lustig. Ein schnelles Spiel, das gute Unterhaltung biete.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Sieben Minuten nach Mitternacht (Originaltitel: A Monster Calls) (2017)

Was für ein wunderbarer Film. Traurig und schön zugleich.
Fantasy-Drama mit Lewis MacDougall von Juan Antonio Bayona. 109 Min.
Inhalt: Ein Junge muss mit der tödlichen Krankheit seiner Mutter, einer bösen Großmutter, einem entfremdeten Vater und einem Schläger in der Schule zurechtkommen. Eines Nachts begegnet ihm ein Baummonster und erklärt, es wird ihm drei wahre Geschichten erzählen. Am Ende muss er dann, als vierte Geschichte, seine eigene wahrheitsgetreu wiedergeben.
Der Film spielt gelungen mit Horror- und Fantasyelementen, um die düstere Atmosphäre in der Seele des Jungen wieder zu spiegeln. Wenn jemand mit 13 Jahren bereits mit solch einer Flut an Problemen konfrontiert wird, muss er irgendwo einen Ausweg finden. Hier findet sich dieser in den Zeichnungen und beim Baummonster. Das alleine reicht aber noch nicht. Es sind nämlich diese vier Geschichten, die dem Jungen tiefe Wahrheiten offenbaren und ihm schließlich helfen. Aber auch der Zuschauer wird am Ende dasitzen, tief berührt und über die Botschaft nachdenken, die traurig ist, aber in ihrer Traurigkeit wiederum hilfreich.
Das Ganze könnte natürlich nicht ohne den großartigen Schauspielern, etwa Sigourney Weaver als Großmutter, und den fantastischen Effekten funktionieren. Handwerklich wie inhaltlich ein kleines Meisterwerk.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Game for Life 2017

Eigentlich sollte ich ja nicht über diese Convention sprechen, denn die Tickets sind schon am ersten Tag des Verkaufs allesamt weg. Ihr bekommt also Lust irgendwo hinzugehen, wo ihr gar nicht hingehen könnt. Dennoch möchte ich dieses tolle Event hier kurz präsentieren, schließlich ist der Samstag für alle offen, auch jene ohne Ticket.
Seit 2012 findet jedes Jahr im Frühling in Salzburg ein Wochenende lang eine tolle Spiele-Convention statt, die Game for Life. Dabei geht es darum, dass sich Spielebegeisterte ein Wochenende lang treffen und spielen, spielen und noch mehr spielen. Neben den zahlreichen Brett- und Rollenspielen gibt es auch Turniere – dieses Jahr Bohnanza – Das Duell und Wizard – sowie Glücksspiele – Tombola und Bingo – bei denen man verschiedene Spiele gewinnen konnte. Eine tolle Atmosphäre und angenehme Leute garantieren Spaß und eine vergnügliche Zeit.
Warum aber wird das Ganze organisiert? Sämtliche Einnahmen werden einem sozialen gemeinnützigen Projekt gespendet. 2016 gingen 4.600 Euro an eine medizinische Einrichtung für „Schmetterlingskinder“ (EB-Haus) und dieses Jahr wurde für den „Verein Initiative Autismus“ gesammelt. 36 Stunden spielen und dabei Gutes tun. Was kann es besseres geben? Ich jedenfalls bin immer wieder gerne dort.

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Spiel: Alles Käse! (ABACUSSPIELE)

Tolles, schnelles Kinder-Karten-Spiel.
Von Meelis Looveer (ca. 15 Min.; 2-6 Spieler)
Käsekarten mit den Werten 1-6 liegen aus und ich werfe einen sechsseitigen Würfel. Ich darf dann eine Karte mit dem entsprechenden Wert entweder nehmen oder wegwerfen. Wenn ich eine Karte nehme, befinden sich darunter entweder Punkte oder eine Falle. Sobald ein Spieler 3 Fallen hat, verliert er automatisch und die anderen zählen ihre Punkte. Daher muss gut überlegt werden, ob ich nehme oder wegwerfe. Falls ich eine Zahl werfe, für die es keine Karte gibt, darf ich eine beliebige Karte geheim anschauen und zurücklegen. Das ist natürlich wichtig, um sich dann leichter zu entscheiden, ob nehmen oder wegwerfen.
Das spannende ist aber auch die ungleichmäßige Verteilung der Fallen unter den verschiedenen Werten. Das erleichtert Kindern die Entscheidung, macht es aber umso lustiger, wenn es doch anders kommt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Resident Evil 6 – The Final Chapter (2016)

Die scheinbar endlose Geschichte ist zu Ende. Sogar überaus zufriedenstellend.
Sci-Fi-Horrorfilm mit Milla Jovovich von Paul W. S. Anderson. 107 Min.
Inhalt: Alice erfährt, dass die Umbrella Corporation ein Mittel besitzt, die Zombies zu töten und die Menschheit zu retten. Sie setzt alles auf ein Karte, um einen finalen Showdown herbeizuführen.
Jeder neue Resident Evil – Film ist wie eine kleine Überraschung, denn ich habe eigentlich noch nie mit einer Fortsetzung gerechnet. Der erste Teil war echt super, weshalb ich dann auch noch den zweiten Teil geschaut habe. Aber irgendwie sind die Filme für mich immer abgeschlossen, weshalb eigentlich kein weiterer Teil mehr nötig wäre. Dennoch kommen sie immer wieder, wie aus dem Nichts finde ich sie plötzlich im aktuellen Kinoprogramm. Und jedes Mal denke ich mir: „Mah, jetzt hab ich die anderen Teile schon gesehen, schau ich halt den auch noch.“
Die Serie ist auch gar nicht so schlecht. Ja, vom ersten auf den zweiten Teil gab es einen großen Qualitätsverlust, aber die nachfolgenden Filme waren eigentlich nie wirklich mies und behielten eine konstante Popcorn-Qualität, boten regelmäßig gute Unterhaltung, wie auch jetzt der letzte Teil. Bizarre Gegner, abstruse Kämpfe, tolle Apokalypse-Bilder und ein hanebüchener Plot bieten den perfekten Hintergrund für einen No-Brain-Zombie-Action-Genuss. Natürlich, wie immer gilt, dass nur Leute den Film schauen sollen, die die Vorgänger kennen. Aber für die gibt es ein angemessenes Finale.
Fazit: Nur einschalten, wenn man die Serie bisher gesehen hat. Dann aber erst recht.

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Ankündigung: Interviews

Nachdem ich die Möglichkeiten erhalten habe, einen bekannten Sci-Fi-Autoren für diesen Blog zu interviewen, habe ich beschlossen, mich in diese Richtung intensiver zu betätigen. Ich werde mich also bemühen und hoffentlich eine Reihe von Interviews hier posten können, wenn auch nur sehr sporadisch. Jedenfalls freue ich mich schon darauf!

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Spiel: Ciúb (Amigo)

Wenn man anderen Leuten gerne beim Spielen zuschaut, ist man hier gut aufgehoben.
Von Thomas Lehmann (ca. 45 Min.; 2-4 Spieler)
Dieses Spiel erinnert fern an Roll for the Galaxy, weil man seine Würfelsorten ständig verändert und damit versucht spezielle Kombinationen zu erwürfeln. Was recht spannend klingt, entpuppt sich aber aufgrund der enormen Pausenzeit zwischen den Zügen (‚Downtime‘) als Schlaftablette. Ein einzelner Zug besteht aus mehreren Phasen, gewürfelt kann sehr oft werden und die Überlegungen, welche Aktionen ich einsetze, dauern ziemlich lange. Die Wartezeit, während die anderen einer nach dem anderen dran sind, fühlt sich teilweise wie mehrere Stunden an. Natürlich, wenn ein Spieler vom Charakter her gern mit den anderen beim Würfeln mitfiebert und bei ihren Gedankengängen mitdiskutiert, kann das schon interessant sein. Für mich war es extrem langweilig, weshalb ich mit einem anderen mittendrin ein zweites Spiel begonnen habe, das wir parallel gespielt haben.
Aber selbst wenn es nicht diese enorme Wartezeit geben würde, gibt es noch weitere Schwachpunkte. So sehe ich etwa keinerlei Vorteil in den Spezialwürfeln. Was man für die Kombinationen auf den Zaubertränken benötigt sind Wertewürfel. Ich könnte schon bewusst auf eine Runde verzichten, in der ich Spezialwürfel benutze und mich auf die Runde danach vorbereite. Ob ich aber direkt auf gut Glück drauf loswürfle oder eine Runde dafür verwende, den Glücksfaktor zu reduzieren, aber nie vollständig zu entfernen, macht in meinen Augen keinen Unterschied, weil du auch mit einer Vorbereitung durch Spezialwürfel einfach Würfelpech haben kannst. Daneben finde ich es auch schrecklich, dass der erste Spieler, der einen Zaubertrank erhält, wenn der Stapel aufgebraucht ist, noch 5 Punkte zusätzlich bekommt. Warum? Wofür? Welchen Sinn ergibt denn das? Damit man ein langsames Spiel noch extra weiter hinauszögert?
Fazit: Gääähn

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Buch: Kirchner, Walter – Die Ameisen. Biologie und Verhalten

Genau wegen solcher Bücher liebe ich die Beck-Wissen-Reihe. Einfach, übersichtlich und informierend geschrieben, ist das hier ein perfekter Einstieg für jeden Laien in die Materie.
Ameisen haben mich schon immer fasziniert, Biologie habe ich deswegen aber nicht studiert. Wenn es dann zu diesen ein Buch in meiner Lieblings-Reihe gibt, hat man ja keine Wahl mehr als zuzuschlagen. Das hier vorliegende Werk enttäuscht nicht und konfrontiert den Leser mit zahlreichen Wundern aus der Welt der Ameisen. Wer wusste etwa, dass die Pilze und Vieh züchten, Sklaven halten oder mit einem bis zu 500 m langem Heer auf Raubzüge gehen? Die schockierendste Information aber war diese: „Ein brisantes Problem stellen in dieser Hinsicht besonders Kliniken dar, von denen bereits 90% [in Deutschland] durch die Pharaoameisen befallen sein sollen.“ Was?!
Das soziale Leben, die Staatenbildung und die Territorialansprüche sind einfach faszinierende Elemente der Ameisen. Und dieses Buch schafft es sehr gut interessante Fakten zu präsentieren, wichtige Informationen zu vermitteln und die Faszination an Ameisen zu verbreiten.
Fazit: Sehr empfehlenswert!

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Film: Money Monster (2016)

Wenn das die Realität ist, dann leben wir in einer traurigen Welt.
Thriller-Drama mit George Clooney und Julia Roberts von Jodie Foster. 99 Min.
Inhalt: Ein Mann, der sein gesamtes Vermögen bei einem Börsencrash verloren hat, nimmt den Moderator einer Finanzshow als Geisel und möchte damit Antworten erhalten, warum die Bösen machen was sie machen.
Dieser Film thematisiert die große Kluft zwischen Börsenmaklern und den normalen Verbrauchern. Vor allem kritisiert er auch die Tatsache, dass an den Börsen einfach Milliarden verloren gehen können und niemand weiter nachfragt. Jeder akzeptiert es einfach mit einem Schulterzucken und wartet auf die nächste Gelegenheit. Die armen Schlucker, die dabei auf der Strecke bleiben, stehen vielleicht für einen kurzen Moment im Scheinwerferlicht, sind aber bald wieder vergessen und werden ignoriert. Genauso wie dieser Film. Mit vollem Staraufgebot wird eine skandalöse Welt präsentiert, doch schon bald ist er wieder vergessen, denn Money Monster ist einfach nicht gut genug. Versteht mich nicht falsch, er ist durchaus sehenswert und prangert wunderbar verachtenswerte Methoden an. Doch als Film selbst ist er weder Fisch noch Fleisch. Er möchte eine Satire sein, ist es aber nicht. Er möchte mit Wendungen überraschen, doch die Auflösungen werden dann zu schnell abgearbeitet. Er möchte bis zum Ende spannend bleiben, artet dann aber in einen unnötigen vorhersehbaren Action-Showdown aus.
Ich finde das Thema des Films sowie die Botschaft am Ende sehr wichtig, das regt alles durchaus zum Nachdenken an und daher würde ich den Film auch auf jeden Fall empfehlen. Aber rein aus handwerklicher Sicht hätte der Film sehr viel besser sein können.
Fazit: Ja, schaut ihn euch an.

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