Film: Next Gen – Das Mädchen und ihr Roboter (2018)

Toller Film für die ganze Familie.
Animation / Sci-Fi mit Charlyne Yi von Joe Ksander und Kevin R. Adams. 107 Min.
Inhalt: Mai kann im Gegensatz zu ihrer Mutter nichts mit Robotern anfangen, bis sie eines Tages auf den Topsecret-Roboter 7723 trifft, mit dem sie Freundschaft schließt. Plötzlich fallen böse Maschinen über die Stadt her, gegen die der Roboter ankämpft. Sie sind eine Bedrohung für die Menschheit und nur Mia und ihr freundlicher Roboterfreund können sie gegen menschliche Bösewichte und wildgewordene Roboter retten.
Der Film bietet gute Unterhaltung dank toller Animationen, vielen lustigen Szenen, ordentlichen Kämpfen und interessanten Charakteren. Speziell aber es ist das Herz, das diesen Film so großartig macht, die emotionalen Szenen. Das Mädchen kommt nämlich nicht über den Verlust ihres Vaters hinweg und gerade ein Roboter ist es, der sie aus ihrer Schale holt. Es geht um den Wert von Erinnerung und was einen Menschen eigentlich ausmacht.
Das Gesamtpaket aus Humor, Emotionen und Action ist einfach sehr gut gelungen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Computerspiele VI – Immortals Fenyx Rising

Tolles Computerspiel für Antike-Fans.
Nachdem ich ja letztens Cyberpunk 2077 auf Stadia gespielt habe, bin ich ein Fan dieser Plattform geworden, weil es einfach super funktioniert, ohne den eigenen Computer tauschen zu müssen. Da es sich damals so ergab, dass ich inmitten meiner Euphorie auch freie Zeit hatte, beschloss ich ein weiteres Spiel auf Stadia zu spielen. Doch weshalb habe ich mich für Immortals Fenyx Rising entschieden? Aus drei Gründen:
1) Es gab damals ein tolles Sonderangebot und Geld sparen ist immer schön.
2) Die Kritiken waren allesamt positiv und es hieß, dies sei der geistige Nachfolger von Breath of the Wild.
3) Die Geschichte spielt in der griechischen Mythologie, was ja mein großes Steckenpferd ist.
An sich wäre das hier ja überhaupt nicht meine Art von Spiel, denn ich brauche Plot, ich folge am liebsten einer spannenden Geschichte. Hier müssen wir halt die vier Götter befreien und dann gemeinsam den Riesen Typhon besiegen. Plot ist da sehr dünn gesät. Und dennoch hat mir das Spiel Spaß gemacht. Der Hauptgrund liegt an der sehr gut recherchierten griechischen Mythologie – ich gehe schwer davon aus, dass hier Historiker als Berater zur Seite standen – und der gelungene Humor.
Es handelt sich hierbei um ein Open World Spiel, das heißt, man kann rumlaufen und machen was man will. Das funktioniert hier super, denn wir befinden uns auf einer abglegenen Insel, die erforscht werden muss. Riesige Tempel und gigantische Statuen begegnen uns ständig auf unserer Reise quer über diese Götterinsel, was absolut fantastisch ist anzuschauen. Wenn man auf eine Bergspitze klettert und herumblickt, dann ist das einfach nur eine Augenweide. Immer wieder begegnen einem Rätsel, die es zu lösen gilt. Dabei hat jedes einen anderen Mythos als Hintergrund, den man dann auch kennenlernt. Und um eben die Insel so massiv mit Rätseln, Sehenswürdigkeiten und anderen Elementen zu füllen, wurde auf jede noch so kleine Geschichte zurückgegriffen, was dann einem Connaisseur wie mir um so mehr Spaß bereitet, wenn man sich dann denkt: „Wow, sogar das ist hier eingebaut!“
Der Humor kommt einerseits aus der Interaktion mit den verschiedenen Göttern, denn deren Eigenarten sind wunderbar herausgearbeitet worden. Andererseits aber auch aus den Gesprächen zwischen Zeus und Prometheus, denn eigentlich ist das ganze Spiel nur eine Geschichte, die der angekettete Titan dem Göttervater erzählt und so hört man immer wieder deren Kommentare, wenn man einen neuen Ort betritt oder etwas geschafft hat.
Die Insel besteht aus sechs Teilen und um die Götter zu befreien, muss man in den ersten vier rumlaufen. Man kann Rätsel, die einem nicht liegen, einfach auslassen und wenn man irgendwann schnell genug ist, an Monstern einfach vorbeilaufen, anstatt sich ständig zu kloppen. Das ist wirklich sehr gut gestaltet. Man kann machen, was man will und was einem nicht gefällt, lässt man einfach aus, nur höchstselten gibt es Pflichtquesten, um die Götter zu befreien.
Das Spiel macht also Spaß, ist lustig, lehrreich und visuell fantastisch. Doch dann kommt der Schluss. Wenn man nämlich die Götter befreit hat, kann man den fünften Inselteil betreten und anschließend den sechsten. Doch diese ziehen sich elendig in die Länge und Humor gibt es kaum noch. Außerdem sind hier nur noch die wenigsten Rätsel optional, das meiste ist Pflicht, was eben dazu führt, dass man hier lange sitzt.
Nun kam da aber noch ein persönliches Problem hinzu. Ich hatte das Spiel ja begonnen, also ich Zeit hatte, doch diese hatte ich dann irgendwann nicht mehr, ich wollte dennoch das Spiel abschließen. Doch genau dann kamen diese beiden letzten Inselteile, die sich wie eine Strapaze anfühlten. Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt, das einfach abzubrechen und ein andermal fertig zu spielen, doch dann habe ich mich doch durchgekämpft. Und das hat sich ausgezahlt, denn das Ende ist sehr gelungen, man bleibt also wirklich zufrieden zurück.
Personen, die gerne Computerspiele spielen, werden hier sehr gut unterhalten, noch mehr sogar, wenn sie Fans der griechischen Mythologie sind. Personen, die sich für die griechische Mythologie interessieren, aber keine Computerspiele spielen, können hier dennoch zugreifen und halt die einfachste Schwierigkeitsstufe wählen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Spiel: Smart 10 Family (Piatnik)

Tolles, innovatives Party-Quizspiel – jetzt für die ganze Familie.
Von Christoph Reiser und Arno Steinwender (ca. 20-120 Min.; 2-8 Spieler)
Wem das originale Spiel gefällt, der wird auch hier seine Freude damit haben, sind sie doch identisch. Während das originale Spiel eine Altersempfehlung von 10+ hat, hat die Familienedition nun eine Altersempfehlung von 8+. Ich persönlich sehe das aber eher skeptisch. Mir gefällt Smart 10 sehr gut und ich sehe das hier einfach als Erweiterung, einfach 200 neue Fragen für ein tolles Spiel. In diesem Sinne absolut gelungen und macht auch viel Spaß. Dass jedoch Kinder da mithalten können, bezweifle ich. Wie bereits beim ersten Spiel würde ich auch hier der BGG-Community folgen und es eigentich erst ab 12+ empfehlen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Piatnik – Smart 10 Family
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Film: Army of the Dead (2021)

Nette Unterhaltung, aber wenig spektakulär.
Action / Horror mit Dave Bautista von Zack Snyder. 148 Min.
Inhalt: Nachdem Las Vegas einer Zombie-Epidemie zum Opfer gefallen ist, wurde die Stadt abgeriegelt. Doch der Casinochef Bly Tanaka wittert seine Chance und schickt ein speziell ausgewähltes Expertenteam in die Quarantänezone, um 200 Millionen Dollar aus einem Tresor unter dem Las Vegas Strip zu bergen. Da die Regierung plant, die Stadt mit einem Atomschlag den Erdboden gleich zu machen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und auch die ansässigen Zombies sorgen für die ein oder andere Überraschung.
Der Film bietet nette Zombieunterhaltung, hat aber einige Schwachpunkte: Wer schon viele Filme gesehen hat, der kann fast alles voraussagen; Mit 148 Minuten ist der Film eindeutig zu lang, einige Szenen ziehen sich extrem; Humor fehlt, der Film nimmt sich selbst viel zu ernst.
Wer aber Zombieaction mag und sich am Abend müde auf der Couch einfach berieseln lassen möchte, der kann hier getrost zugreifen. Und für die Zuschauer aus dem deutschen Sprachraum sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Matthias Schweighöfer hier mitspielt.
Fazit: Okay.

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Gedankensprung: Verschwörungstheorien

Vor vielen Jahren, als junger Mann, war auch ich ein Fan von Verschwörungstheorien und konkret ging es dabei in zwei Richtungen:
1) Ich war immer schon fasziniert von Archäologie und gleichzeitig ein Science-Fiction-Fan. Als dann mein Stiefvater mit den Büchern von Erich von Däniken kam, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich habe mich dann sogar einen Sommer lang hineingekniet und eine eigene Arbeit zu Atlantis verfasst, natürlich mit viel esoterischem Material.
2) Nach den Terroranschlägen in New York von 9/11 war ich einige Monate lang von den entspechenden Berichten fasziniert, welche die „Wahrheit“ offenbaren wollten.
Interessanterweise erfuhr ich in beiden Fällen von meiner Familie vollkommene Unterstützung, aber wenn ich dann den Wunsch äußerte, im Nachbarort das Archäologiemuseum zu besuchen, weil es dort eine Sonderausstellungen zu Mumien gibt, war der einzige Kommentar, dass wir für so einen Sch*** keine Zeit hätten.
Die Frage aber ist, wie konnte ich dieses Hobby wieder abschütteln und Verschwörungstheorien den Rücken zukehren? Nun, bei mir waren das zwei ganz konkrete, unvergessliche Momente.
1) Nach meinem Atlantissommer habe ich meine Arbeit meinem Geschichtelehrer gegeben und der hat sie tatsächlich angeschaut, nicht einfach mit einem leeren „interessant“ angenommen und dann in die Ecke geworfen. Dann hat er sich eines Tages mit mir zusammengesetzt und die Arbeit Punkt für Punkt besprochen, sogar noch eigenes Material präsentiert. Ich habe bis heute das Gefühl, in diesem Gespräch mehr gelernt zu haben als in meiner gesamten restlichen Schulkarriere. Nämlich nicht nur Informationen, sondern wissenschaftliches Arbeiten, kritisches Forschen, eigenständiges Denken und Skepsis.
2) Vermutlich wegen diesem Gespräch war ich dann später bei 9/11 auch offen für andere Sichtweisen. Jedenfalls vergingen nach den Terroranschlägen einige Monate, in denen ich in einer parallelen Realität versumpfte, bis einer der Verschwörungstheoretiker ein Buch veröffentlichte und dafür auf dem Fernsehsender ARTE interviewt wurde. Dieses werde ich nie vergessen! Denn der französische Journalist hat den Autor nach allen Regeln der Kunst zerpflückt und das Buch zerrissen. Tja, und somit habe ich dieser Welt den Rücken zugekehrt.
Ich will damit einfach nur zeigen, wie einfach es ist in so eine alternative Parallelwelt abzurutschen. Bereits damals, als das Internet noch in seinen Kinderschuhen steckte, war es schon voll mit solchen abstrusen Seiten. Vor ein paar Jahren, als ich die Neonaziszene recherchierte, war anschließend mein YouTube-Account für Monate voll mit Nazivideo-Empfehlungen.
Man rutscht also schnell und einfach ab, doch zurückzukommen ist schwer. Es braucht halt diese entscheidenden Momente, aber dazu muss man offen sein, seine Sicht der Dinge angreifen zu lassen.

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Pause wegen Urlaub

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Gedankensprung: Mein Kickstarter-Experiment – Update VI; Das Fazit

Nachdem mich nun also vier der fünf Spiele erreicht haben, die ich im Frühling 2020 auf Kickstarter unterstützt habe, können durchaus ein paar Lehren gezogen werden. Zunächst sei angemerkt, dass alle fünf in der Kampagne ein Lieferung für Weihnachten versprochen hatten, doch keiner hat dies eingehalten, im Gegenteil benötigten 3 der Spiele fast genau ein Kalenderjahr, eins ein paar Monate mehr und das letzte ist auf Herbst verschoben worden. Aber dies ist ein bekanntes Phänomen, mit dem man rechnet.
Was mir in dieser Hinsicht psychologisch aufgefallen ist, ist, dass ich nach Ende der Kampagne eigentlich lange Zeit ganz vergessen hatte, dass da ja Spiele produziert werden, manchmal habe ich meine Unterstützung sogar bereut, doch als das Lieferdatum näher rückte, erwachte in mir die Aufregung und ich habe mich dann bei jedem Paket sehr gefreut. Ein Jahr warten? Nachträglich betrachtet eigentlich überhaupt kein Problem.
Der nächste Punkt betrifft die Produktionsqualität. Die Spiele auf Kickstarter sind nicht besser als jene im Fachhandel, was ja eigentlich ein Argument für die Unterstützung ist. Im Gegenteil sind die Preise im Fachhandel kleiner und deshalb ärgert man sich dort dann weniger über billig oder einfach produzierte Elemente. Während dies hingegen auf Kickstarter extra betont wird und dann doch nicht der Fall ist, trotz höherer Preise, außer man unterstützt die Deluxe-Version. Nein, dieser Aspekt war sicherlich die größte Enttäuschung.
Was die Spielmechaniken und deren Qualität betrifft, ist Kickstarter genauso eine Lotterie, als würde ich im Fachhandel ein Spiel aus dem Regal kaufen, das ich noch nie ausprobiert habe.
Etwas, was mir ebenfalls negativ aufgefallen ist, ist die toxische Community. Kaum gab es mal ein Update mit einer „schlechten“ Mitteilung, waren die Kommentare voll mit wütenden, beleidigenden und respektlosen Texten. Natürlich sollte man seinem Frust Ausdruck verleihen, nur war der Inhalt des Updates und die stärke der Reaktion darauf selten in einem proportionalen Maß.
Welche Gründe gibt es also, ein Spiel konkret auf Kickstarter zu unterstützen?
– Die Gewissheit, dass es nie in den Fachhandel kommt und man es also sonst nie bekommen kann.
– Exklusives Material, das man nur auf Kickstarter erhält, aber später dann nicht im Fachhandel.
– Das Bedürfnis nach der Deluxe-Edition.
Von den fünf Spielen bereue ich eigentlich nur eine Unterstützung ein bisschen.
Ein Spiel gelangte in den Fachhandel, bevor es die Unterstützer erreichte, was schon mal sehr respektlos ist. Das Kickstarter exklusive Material zu diesem Spiel war auch nicht wirklich so berauschend und die Produktionsqualität eher enttäuschend. Das Spiel gefällt mir durchaus und in diesem Sinne bin auch froh, es zu haben, aber die teurere Kickstarter-Unterstützung hat sich keinesfalls ausgezahlt.
Das zweite Spiel gelangte korrekterweise nach den Unterstützern in den Fachhandel und das Kickstarter exklusive Material ist echt super. Das Spiel selbst ist auch sehr gut, also ja, eine Unterstützung, die sich ausgezahlt hat.
Das dritte und vierte Spiel werden den Fachhandel nie erreichen und beide Spiele gefallen mir sehr gut, also auch hier hat es sich ausgezahlt.
Das fünfte und letzte Spiel sollte uns hoffentlich im Herbst erreichen. Doch internationale Verlagspartner werden das Spiel in anderen Sprachen schon vorher auf den Markt bringen, lange bevor wir Unterstützer es erhalten. Korrekterweise muss man zugeben, dass der Verlag die Option angeboten hat, die Unterstützung zurückzuziehen und das Geld zurückzubekommen, wenn man es in seiner Sprache direkt im Fachhandel kaufen möchte. Das werde ich jedoch nicht machen, dann es gibt da ein richtig tolles Kickstarter exklusives Objekt, das ich unbedingt haben möchte, also warte ich gerne noch ein paar Monate.
Fazit: Von den vier erhalten Spielen gefallen mir mechanisch alle, nur beim Drum-Herum bereue ich bei einem einzigen Spiel, es über Kickstarter unterstützt zu haben.
Werde ich weitere Spiele über Kickstarter unterstützen? Wenn ich davon überzeugt bin und einer der oben angeführten Punkte zutrifft, dann sehr gerne. Aber der Preis muss auch passen, denn man darf die extra anstehenden Portokosten nicht vergessen. Denn sehr oft sehe ich ein Spiel, das mich voll reizt, aber dann sehe ich den Preis, der durch nichts gerechtfertigt ist und klicke enttäuscht weiter. Nur nicht weich werden! Es gibt genug gute Spiele, deren Preis-Leistung-Verhältnis passt.

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Spiel: Small Railroad Empires (Archona Games)

Nettes Zuglieferspiel mit schlechtem Regelheft.
Von Milan Tasevski (ca. 30-60 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Spiel bauen die Spieler Zugstrecken, mit denen sie Städte mit Fabriken verbinden wollen. Jede Fabrik produziert etwas anderes und jede Stadt möchte etwas anderes, man muss also die korrekten Lieferwege konstruieren, um Punkte zu kassieren. Außerdem sollte man dabei noch individuelle Aufträge erfüllen und nicht vergessen Passagiere zwischen den Städten zu transportieren.
Das Wort „small“ im Titel bezieht sich darauf, dass alles etwas minimalistisch angelegt ist, es also nicht so viel Platz auf dem Tisch braucht. Dennoch ist die Produktionsqualität hoch und das Handling immer noch sehr angenehm.
Was mich hier halt schon extrem nervt, ist das sehr schlechte Regelwerk. Das ist so schlecht, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Beschwerde an einen Spieleverlag geschrieben habe. Nur um dann zu entdecken, dass drei Tage nach meiner Beschwerde ein offizielles FAQ auf BoardGameGeek auftaucht, das aber nicht alle meiner Kritikpunkte adressiert hat.
Das Spiel ist an sich sehr simpel und so kann man viele Lücken irgendwie mit Logik überbrücken oder mit Hausregeln ausfüllen, was aber eigentlich nicht sein sollte. Wenn aber das FAQ irgendwann vollständig ist, denke ich schon, dass das hier ein angenehmes Familienspiel ist, ein lockeres Strategiespielt für gemütliche Runden.
Das Spiel verfügt auch über einen interessanten Solomodus. Es gilt zwar einen Automa zu besiegen, aber der ist eigentlich nur dazu da, deine Züge einzuschränken und dich dazu zu zwingen, deine Pläne konstant azupassen. Doch leider erfordert er viel Handling und wenn man kein großer Fan von Solospielen ist, wird man hier eher nicht glücklich werden. Mir persönlich macht es jedoch schon Spaß.
Fazit: Empfehlenswert, wenn man bereit ist online das FAQ zu suchen.

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Buch: Dorren, Gaston – In 20 Sprachen um die Welt. Die größten Sprachen und was sie so besonders macht

Spannendes Buch für Linguistik-Interessierte.
Der Autor hat für dieses Buch die zwanzig Sprachen, welche von den meisten Menschen weltweit gesprochen werden, herangezogen und präsentiert diese. Dabei verwendet er für jede Sprache ein Kapitel in aufsteigender Ordnung: Kapitel 1 ist also Vietnamesisch mit 85 Millionen Sprechern, Kapitel 20 Englisch mit 1,5 Milliarden Sprechern, der Aufbau ist somit wie bei einem Countdown.
Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es einen Steckbrief mit den wichtigsten Informationen zur jeweiligen Sprache – was wunderbar zum Schmökern einlädt – und dann folgt das ausführliche Kapitel. Dabei schafft es der Autor zielsicher die Einzigartigkeit einer jeden Sprache herauszufiltern und diese wunderbar zu präsentieren. Man muss natürlich ein Faible für Linguistik haben, um hier eintauchen zu können, aber wenn dem so ist, dann ist das wirklich eine spannende und interessante Lektüre.
Jedes Kapitel ist anders aufgebaut, weil jede Sprache aus einem anderen Grund einzigartig ist. Manchmal sind die Kapitel sehr persönlich gehalten, wenn er etwa wie beim Vietnamesischen über seine eigenen Lernerfolge und -misserfolge berichtet. Die meisten Sprachen werden jedoch nüchtern distanziert präsentiert, immmer mit dem Fokus auf die Einzigartigkeit: Die Ideophone im Koreanischen beispielsweise, also das lautmalerische Vokabular; Die Geschichte des Tamil oder des Türkischen; Unterschiedliches Vokabular für verschiedene soziale Gruppen wie etwa im Javanischen und Japanischen. Speziell das Kapitel über Deutsch habe ich sehr interessant gefunden, weil er da der Frage nachgeht, warum es immer und überall heißt: „Deutsche Sprache – Schwere Sprache.“
In diesem Buch werden also die zwanzig größten Sprachen der Welt präsentiert, jeweils mit dem Fokus auf jenem Element, das diese Sprache einzigartig macht, sie von den anderen unterscheidet. Wortschatz, Grammatik und Phonetik werden dabei ignoriert, außer sie sind eben Teil dieser Einzigartigkeit. Das finde ich eine sehr spannende Herangehensweise und deshalb hat mir das Buch auch sehr gut gefallen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: The Simpsons – Staffel 32

Und schon wieder ein Jahr vorbei, seit ich über diese Serie geschrieben habe. Wie die Zeit vergeht.
Also auch die neueste Staffel abgehakt und ich kopier hier einfach, was ich schon zur letzten gesagt habe: „Die Simpsons unterhalten mich wunderbar und die Sache ist ganz einfach: wer die letzte Staffel mochte, wird auch hier wieder seine Freude haben, wer nicht, wird auch hier nicht umgestimmt werden. Wer die Simpsons jedoch noch gar nicht kennt und keine Lust hat, beim Anfang anzufangen und die schlechten Staffeln in der Mitte zu erleben, der kann auch durchaus hier einsteigen, denn Vorwissen braucht es absolut gar keins.“
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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