Film: Drecksau (2013)

Alte Suppe zum x-ten mal aufgewärmt.
Schwarze Komödie / Drama / Thriller mit James McAvoy von Jon S. Baird. 97 Min.
Inhalt: Der korrupte, drogenabhängige und intrigante schottische Polizist Bruce Robertson hofft, sich durch die Aufklärung eines Mordfalls eine Beförderung zu sichern. Um gleichzeitig seine Konkurrenz auszuschalten, macht er das, was er am besten kann: er hetzt seine Kollegen gegeneinander auf, geht mit ihren Frauen ins Bett und enthüllt ihre Geheimnisse. Die Arbeit an seinem Fall setzt ihm jedoch ziemlich zu und er beginnt zu halluzinieren.
Der Film lebt vom vulgären Wortschatz, den dazu passenden Szenen und der charismatischen Performance von McAvoy. Der starke Beginn des Films lässt eine spannende Hintergrundgeschichte erwarten, die es so dann leider nicht gibt. Die Wendung am Ende hat es in der Form schon hundert mal gegeben und ist speziell in diesem Film eigentlich komplett irrelevant. Tatsächlich wird ein entscheidendes Element für seinen Zustand nicht erklärt, viel muss einfach gerätselt werden.
Wer den Stil mag, der wird Spaß am Film haben. Wer den Stil jedoch nicht mag, den Film aber schaut, weil er ein ausgeklügeltes Psychogramm, ein interessantes Drama erwartet, der wird enttäuscht.
Fazit: Nur für ein bestimmtes Publikum.

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Gedankensprung: Sprachen lernen mit Popkultur

Ich habe in meinem Leben bereits mehrere Sprachen gelernt und jedes Mal war Popkultur dabei immer ein wichtiger Teil meines Lernprozesses. Um eine Sprache zu lernen, ist Immersion das wichtigste, man muss eintauchen, mit der Sprache Kontakt haben. Doch wegen dem allgegenwärtigen Internet und den sozialen Netzwerken ist es heutzutage sogar im Ausland möglich, hauptsächlich seine eigene Muttersprache zu verwenden. Was nutzt es mir für ein Auslandssemester nach Spanien zu reisen, wenn ich jeden Tag mit meinen Freunden in der Heimat chatte, YouTube in meiner Sprache schaue und nur solche Nachrichten lese? Aber um eine Immersion zu kreieren, muss man auch gar nicht ins Ausland reisen, man kann dies auch, wenn man sich etwas Mühe gibt, in seiner Heimat schaffen.
Meine erste Fremdsprache, die ich gelernt habe, ist Italienisch. Ein wichtiger Grund, warum ich die Sprache so gut gelernt habe, ist, dass ich in meiner Kindheit und Jugend täglich auf einem italienischen Fernsehsender Animes geschaut habe. Irgendwann habe ich dann die Gänsehaut-Bücher auf Italienisch in der Bibliothek entdeckt und verschlungen, weil die auf Deutsch immer vergriffen waren. Das war dann auch der große Unterschied zu meinen Schulkollegen. Die Medienempfehlungen unserer Lehrerin hat niemand angenommen, denn die waren einfach nur langweilig. Während meine Schulkollegen also gar nichts auf Italienisch konsumierten, hatte ich meine Animes und Horrorbücher. Ich habe aber nie danach gegriffen, weil ich speziell Italienisch lernen wollte, sondern weil ich einfach den Inhalt wollte, egal in welcher Sprache.
Als Kind ist es natürlich einfacher eine Sprache nur durch Konsumation zu erlernen, es muss halt von den Eltern gefördert oder zumindest ermöglicht werden. Wenn meine Kinder heute Videos oder Filme schauen wollen, passiert dies, aus eben diesem Grund, nur auf Englisch oder Russisch, höchstselten auf Deutsch. Ihre Sprachfertigkeiten beweisen, dass ich da durchaus etwas richtig mache.
Als Erwachsener reicht Medienkonsumation alleine nicht mehr, ist aber immer noch wichtig. Denn wie soll ich eine Sprache effektiv lernen, wenn ich mich nur mit Grammatik und Wortschatz vollstopfe, aber das, was ich lese / höre / schaue mich gar nicht interessiert?
So habe ich dann Jahre später, als ich die höchste Sprachprüfung für Italienisch abgelegt habe, mich zwei Monate vor der Prüfung aus allen anderen Sprachen so gut als möglich ausgeklinkt und nur Medien auf Italienisch konsumiert. Also etwa nur Filme mit einer italienischen Tonspur geschaut. So habe ich dann etwa die Serie Ghost Whisperer auf Italienisch gebinged und von Licia Troisi die Trilogie Die Schattenkämpferin im Original gelesen. Es hat sich ausgezahlt.
Ähnlich erging es mir dann, als ich Englisch gelernt habe. Unsere Lehrerin hat uns damals empfohlen, Harry Potter zu lesen, was so mancher dann auch gemacht hat. Ich, zu jener Zeit noch ein kompletter Amateur, habe einfach nach dem dritten Band gegriffen, denn bei den ganzen Jugendkrimireihen oder auch bei Gänsehaut ist es komplett egal, mit welchem Band du startest. Ich war da so verloren und deprimiert, dass ich mich lange dem Englischen verweigert habe. Erst als ich dann Animes schauen wollte und es diese nur mit englischen Untertiteln gab, habe ich mich der Sprache geöffnet. Darauf folgten dann Filme und Serien im Original – da illegal irgendwo runtergeladen. Als mir dadurch die Sprache immer vertrauter wurde, habe ich schließlich mein erstes Buch gelesen, nämlich die Dune Trilogie von Frank Herbert. Ich bin recht ängstlich an dieses Werk herangegeangen, aber nachdem ich die ersten paar Seiten problemlos gelesen hatte, habe ich den Rest verschlungen.
Somit schaffte ich es dann Italienisch und Englisch derart gut zu lernen, dass ich während des Studiums problemlos Fachliteratur in diesen beiden Sprachen lesen und Expertengespräche führen konnte.
Nach dem gleichen Prinzip habe ich dann Griechisch gelernt, als ich einige Zeit in Athen gelebt habe. Meine Lektüre bestand damals hauptsächlich aus Entenhausen-Comics und Mangas auf Griechisch. Der Großteil meiner Indiana Goof Sammlung stammt aus jener Zeit und Love Hina war das Manga meiner Wahl, da als einziges komplett verfügbar. Glücklicherweise habe ich dort dann auch einen lokalen Fernsehsender gefunden, auf dem ich dann Friends, Dawson’s Creek und – passender geht’s nicht – Herkules (mit Kevin Sorbo) geschaut habe. Meinen Medienkonsum in anderen Sprachen habe ich auf ein Minimum reduziert. Und es hat funktioniert. War jedoch nicht beständig, denn seit meiner Rückkehr, die nun doch schon viele Jahre zurückliegt, hatte ich fast null Kontakt mit dem Griechischen und somit habe ich diese Sprache beinahe komplett wieder vergessen. Tja, Sprachen entschwinden wieder, wenn man sie nicht regelmäßig benutzt.
Meine spärlichen Kenntnisse, die ich dann mal durch einen Japanisch-Anfängerkurs erworben habe, sind eigentlich nicht der Rede wert. Weil ich aber Animes immer im Orignilaton mit Untertiteln schaue, wiederhole ich ständig diese paar mir bekannten Phrasen und Wörter, was auch nicht zu unterschätzen ist.
Sehr wohl hingegen muss über Russisch gesprochen werden. Eine Sprache, die ich mehr zufällig als geplant gelernt habe. Es verschlug mich beruflich nach Kasachstan, also habe ich dort vor Ort halt einen Russischkurs besucht. Aber bei der Arbeit haben wir nur Deutsch gesprochen und in der Freizeit kam noch Englisch und Italienisch dazu. Da ich nicht Zeit hatte, mich wirklich auf Russisch zu konzentrieren und es eigentlich auch nicht nötig war, bemühte ich mich auch nicht um Immersion und forcierte keinen landessprachlichen Medienkonsum. Bis ich meine Frau kennenlernte und mit meinen Schwiegereltern auf Russisch Smalltalk führen musste. Durch meine Frau begann ich dann russische Filme zu schauen und weil unsere Kinder mit ihrer Mutter nur Russisch reden, bin ich ständig mit dieser Sprache konfrontiert und lerne dazu. Mehr als Smalltalk kann ich jedoch nicht führen.
Ich habe diesen Text jetzt nicht geschrieben, um irgendwie anzugeben – naja, ein bisschen schon – aber vor allem um zu zeigen, wie wichtig Kontakt mit einer Sprache ist, um diese zu lernen. Nur im Klassenzimmer zu sitzen und draußen dann damit nichts machen ist halt sinnlos. Weil aber viele oft sagen, dass sie nicht wissen, wie sie die Sprache verwenden sollen, möchte ich nur sagen, dass Popkultur genug Möglichkeiten bietet. Und wenn ich nur eine Hollywood-Serie auf Netflix mit französischen Untertiteln versehe oder mir eine Asterix-Sammlung auf Norwegisch kaufe.

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Buch: Scalzi, John – The Consuming Fire (Interdependency 2)

Tolle Fortsetzung einer spannendenen Space Opera.
Inhalt: Im Sternenreich der Menschen rumort es und der Thron der Imperatox wackelt. Die großen Handelshäuser wollen Grayland lieber früher als später beseitigt sehen, und auch die Kirche steht nicht mehr fraglos hinter ihrem Oberhaupt. Gleichzeitig schreitet der Zerfall des Imperiums weiter voran. Der erste Planet ist bereits von den interstellaren Strömen abgeschnitten, und bald droht auch allen anderen menschlichen Zivilisationen die Isolation – und damit ihr Untergang. Grayland versucht mit allen Mitteln, das Imperium auf die bevorstehende Katastrophe vorzubereiten, doch die Zahl ihrer Verbündeten schrumpft.
Auch der zweite Band enttäuscht nicht, bleibt spannend und bietet kurzweilige Unterhaltung. Die Charaktere entwickeln sich interessant weiter und verschiedene Geheimnisse werden gelüftet. Speziell die Szene am Ende ist extrem befriedigend und man bleibt mit einem Grinser zurück.
Fazit: Weiterhin sehr zu empfehlen.

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Verrat – Das Imperium der Ströme 2: Roman
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Film: Last Holiday – Noch einmal Ferien (2006)

Netter Film mit einem großen Fehler.
Komödie / Romanze mit Queen Latifah von Wayne Wang. 112 Min.
Inhalt: Die graue Maus Georgia ist unheilbar krank. Kurz entschlossen verkauft sie ihr gesamtes Hab und Gut und reist nach Europa, um sich in ihren letzten Lebenswochen noch ihre Träume zu erfüllen. In einem Nobelhotel versucht sie sich der noblen Gesellschaft anzupassen und ihr exzentrisches Bemühen hinterlässt bei den Schönen und Reichen mehr als einen bleibenden Eindruck. Georgia findet Gefallen an der Dolce Vita. Und sogar in der Liebe scheint es auf einmal zu klappen.
Eigentlich bietet dieser Film, was man erwartet, er hält, was er verspricht. Eine romantische Komödie, durchaus gelungen, mit der obligatorischen Carpe-Diem-Botschaft, denn der Tod kann hinter jeder Ecke lauern und man sollte auf dem Sterbebett doch nichts bereuen. Der Film bietet zu diesem Genre und diesem Plot nichts Neues, nichts Spezielles, ist aber aber dennoch solide und angenehm anzuschauen.
Aber es gibt ein Element in dem Film, da muss man einfach den Kopf schütteln. Ist das denn wirklich niemand aufgefallen? Nun, der Hauptcharakter Georgia hat einen Sohn, den man am Anfang des Films öfters sieht. Doch nach der Diagnose der tödlichen Krankheit taucht der nicht mehr auf. Die Mutter verbringt also ihre letzten Lebenswochen alleine in Europa, um sich ihre Träume zu erfüllen und ihr Sohn ist irgendwo?! Einen eklatanteren Filmfehler habe ich doch noch nie gesehen.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Gedankensprung: Top 10 Animes auf MyAnimeList

Nach den Filmen, Serien, Spielen und Büchern wird es also auch Zeit, mich den Top 10 Animes aller Zeiten zu widmen. Dafür habe ich die Liste von MyAnimeList – der wohl größten Animedatenbank der Welt – herangezogen und mit meiner persönlichen Top 10 Liste verglichen.
Siehe da, wir haben die gleiche Nummer 1, nämlich Fullmetal Alchemist Brotherhood. Eine weitere Überschneidung ist 3-gatsu no Lion, dort auf Platz 9, bei mir auf Platz 6. Das Problem von MyAnimeList ist nun, dass jede Staffel einzeln bewertet wird, nicht eine Serie insgesamt, wodurch also Gintama gleich viermal vorkommt und Attack on Titan zweimal. Doch selbst wenn ich diese jetzt für mich auf einen Platz zusammenfasse und den Rest nachschiebe, gibt es keine weiteren Überschneidungen. Von den anderen beiden Serien habe ich Hunter x Hunter (5.) geschaut, gefällt mir sehr gut, aber nicht Top 10, während Steins;Gate (3.) bereits seit Ewigkeiten auf meiner Watchlist steht. Gintama gefällt mir übrigens sehr gut, Attack on Titan hingegen gar nicht.
Ich finde es übrigens interessant zu sehen, dass die Top Animes auf IMDB doch recht anders sind als auf MyAnimeList, bis auf die Nummer 1, denn Fullmetal Alchemist Brotherhood ist überall an der Spitze.

Hier also die MyAnimeList-Liste vom 14.01.2021:

10. Gintama 2017
9. 3-gatsu no Lion
8. Gintama 2012
7. Gintama 2011
6. Attack on Titan (Staffel 3)
5. Hunter x Hunter
4. Gintama 2015
3. Steins;Gate
2. Attack on Titan (finale Staffel)
1. Fullmetal Alchemist Brotherhood

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Spiel: Stellar (Renegade)

Optisch fantastisches, tolles, flottes, taktisches 2-Personen-Spiel.
Von Matt Riddle & Ben Pinchback (ca. 30 Min.; 2 Spieler)
Dieses Spiel lockt einen wegen seiner Ästhetik und hält einen dann wegen seiner taktischen Tiefe gefesselt. Einfach großartig!
Dies hier ist ein reines Kartenspiel und eben diese Karten sind es, die so fantastisch aussehen. Auf jeder Karte ist ein anderer Himmelskörper abgebildet, also Planeten, Monde, Asteroiden, Interstellare Wolken, Schwarze Löcher oder Satelliten. Die Karten sind sehr hochwertig produziert und die Bilder einfach fantastisch.
Das Spiel selbst ist Setsammlung auf verschiedenen Ebenen, die dann am Ende miteinander multipliziert werden. Es gilt also mehrere Dinge zu beachten, wenn man Karten aufklaubt und ausspielt, weil sie unterschiedlich zueinander reagieren. Verschiedene mechanische Details machen hieraus ein taktisch kniffliges und spannendes Spiel.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Stellar – Renegade Game Studios
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Buch: Birmingham, John – Die kalten Sterne

Dieses Buch hat leider überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen.
Inhalt: Vor hundert Jahren herrschte Krieg zwischen den Menschen der Galaxis und den Sturm, einer radikalen Vereinigung, die jede Form von Cyber-Implantaten ablehnt. Die Menschen gewannen und verbannten die Sturm ins Dunkel zwischen den Sternen. Der Feind war zwar besiegt, aber nicht geschlagen. Während die Galaxis immer nachlässiger wurde, bereiteten die Sturm sich auf ihren verheerendsten Angriff vor. Mit einem Schlag zerstörten sie die Verteidigungsanlagen und Raumflotten. Die Menschheit steht am Rande der Vernichtung, als Lucinda Hardy das Kommando über das letzte Schiff der Königlichen Raumflotte von Armadalen übernimmt. Mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe aus Soldaten, Gaunern und Adeligen will sie sich den Sturm entgegenstellen. Wenn sie versagt, ist das Schicksal der Galaxis besiegelt.
Bei so einer Prämisse muss ich, als echter Sci-Fi-Fan, natürlich zuschlagen. Dies scheint eine Space Opera zu sein, genau wie’s mir gefällt. Aber leider doch nicht.
Zunächst einmal wird die Geschichte aus sechs verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich persönlich einfach zu viel und unübersichtlich finde, zumal ich nur zwei richtig interessant fand. Doch was mich am meisten gestört hat, war die unerwartet brutale und exzessive Darstellung von Mord und Totschlag. Ich mag Action, aber ich hasse Splatter & Gore. Auch die übermäßige Verwendung von Fluchwörtern ohne stilistischen oder dramaturgischen Grund hat mir gar nicht gefallen. Dazu kommt noch das, was mich immer am meisten ärgert, dass man das Buch zu Ende liest und dann erst erfährt, dass dies nur der erste Band einer Reihe ist, es also gar nicht abgeschlossen ist und irgendwann weitergeht. Der Schlussteil ist hier auch noch sehr überhastet ausgeführt worden, irgendwie unpassend und unbefriedigend.
Ein weiterer Kritikpunkt muss aber auch noch angeführt werden, nämlich der seichte Plot, bzw. das Fehlen von philosophischen Gedanken. Normalerweise wäre das ja nicht wichtig, wenn der Plot das nicht erfordern würde. Doch hier geht es darum, dass zwei Fraktionen der Menschheit deswegen gegeneinander kämpfen, weil sie absolut konträre Ansichten zum Thema Körperaugmentationen haben, also Metall im Körper zur Veränderung und Verbesserung. Doch kein einziges Mal spricht jemand darüber, was er konkret zu diesem Thema denkt. Zu keinem Zeitpunkt sprechen zwei Kontrahenten miteinander und werfen sich Argumente zum Thema an den Kopf. Das ist einfach die Situation und jetzt kämpfen wir. Keine inneren Konflikte, kein Mittelweg, nichts. Die einen sind halt gut und die anderen böse. Aber warum? Weil das halt die gewählte Perspektive ist.
Fazit: Nein, mit diesem Buch konnte ich gar nichts anfangen. Eine große Enttäuschung. Noch größer, weil man in keinster Weise irgendwie gewarnt wird, was einen erwartet. Wenn aber jemand Action mit Splatter & Gore mag, einfach ein kurzweiliges Weltraum-Abenteuer ohne viel Hirn möchte, der sollte hier zugreifen.

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Die kalten Sterne: Roman
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Serie: The Expanse – Staffel 5

Fantastisch! Mit ein bisschen Bauchweh am Ende.
Die aktuelle Staffel schließt nahtlos an die alte an, qualitativ und inhaltlich. Wer das also bis jetzt gern geschaut hat, wird auch hier wieder voll zufriedengestellt werden.
Mir persönlich hat im fünften Band der Buchreihe die Darstellung von Naomi überhaupt nicht gefallen, war sie da doch ganz anders, als man sie bisher kennengelernt hat und wie sie später wieder sein wird. Doch in der Serie habe sie das viel besser gelöst, eine bessere Kontinuität erschaffen. Ja, bin sehr zufrieden damit.
Doch dann kommt die letzte Szene der letzten Episode, also das Staffelfinale und das hätte man sich sparen können. Denn diese Szene ist ein Vorgriff auf die Bände 7-9, doch laut Amazon wird ja nur noch Band 6 verfilmt werden. Was soll man als Zuschauer also damit anfangen? Hoffen die Produzenten nach Amazon ein anderes Studio für diese letzten drei Bände zu finden? Oder ist das einfach ein Lockvogel, damit alle nach dem Ende der Serie dann die restlichen Bücher lesen?
Fazit: Immer noch sehr zu empfehlen.

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Film: The Witch – Subversion (2019)

Überraschend toller Film aus Südkorea, obwohl anders als erwartet.
Action / Mystery mit Kim Da-mi von Park Hoon-jung. 126 Min.
Inhalt: Zehn Jahre nach ihrer Flucht aus einer geheimen Basis will Teenager Ja-yoon bei einer Talentshow auftreten und das Preisgeld mit nach Hause nehmen. Daraufhin wird das junge Mädchen, das unter Amnesie leidet, mit ihrer dunklen Vergangenheit konfrontiert. Mitten in der Nacht tauchen bewaffnete Männer in ihrer Wohnung auf, doch in Ja-yoon erwachen plötzlich übernatürliche Fähigkeiten und sie veranstaltet ein Blutbad. Danach befindet sich das verwirrte Mädchen auf der Flucht.
Der Plot des Films hat mich deshalb so überrascht, weil ich bei diesem Titel doch eher andere Assoziationen hatte. Aber egal, war dennoch richtig toll anzusehen, sehr spannend, mit interessanten Charakteren, guten Schauspielern und toller Action. Der Film ist sehr kurzweilig, vergeht wie im Flug, so gebannt ist man. Die coolen Wendungen am Ende sind es dann, die für einen großartigen Schluss sorgen.
Der Film ist der erste Teil einer geplanten Trilogie, hat aber einen derart ordentlichen Abschluss, dass er auch für sich alleine stehen kann.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Top 10 Bücher aller Zeiten

Nach den Filmen, Serien und Spielen dachte ich mir, ich könnte auch mal nach den 10 besten Büchern aller Zeiten Ausschau halten. Doch das erscheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, denn für Bücher gibt es nicht so umfassende und einheitliche Datenbanken mit ausgefeiltem Bewertungssystem, wie für diese drei Mediengruppen. Die meisten Top 10 Listen stammen von Individuen und haben somit keinen Anspruch auf Mehrheitsmeinung.
Eine Option wäre die Liste der 10 meistverkauften Bücher aller Zeiten, aber was hat das mit Qualität oder Geschmack zu tun? Eine andere Möglichkeit wäre die Liste der 100 besten Bücher des ZVAB, für die verschiedene Literaturkanons verglichen worden sind, jedoch ohne Ranking. Interessant ist vielleicht auch die Top 10 Liste von The Greatest Books, für die 125 renommierte Autoren befragt worden sind. Für mich persönlich am spannendesten ist jedoch eine andere Liste von The Greatest Books, nämlich The Greatest Books Since 1900, für die mithilfe eines Algorithmus zahlreiche „best of“ Bücherlisten im Internet gescannt und zusammengeführt werden.
Wenn ich nun diese letzte Liste mit meiner persönlichen Top 10 Liste vergleiche, fällt auf, dass es keinerlei Überschneidung gibt. Einzig George Orwell – 1984 (10.) habe ich bei mir auf Platz 11. Erst auf Platz 25 kommt mit J. R. R. Tolkien – Herr der Ringe (gesamte Trilogie) ein Buch aus meinen Top 10. Von den restlichen 9 Büchern habe ich genau drei gelesen, nämlich Ulysses von James Joyce (2.), The Great Gatsby von F. Scott Fitzgerald (4.) und Lolita von Vladimir Nabokov (5.). Von den anderen Bücher steht eigentlich nur Der Fänger im Roggen von J. D. Salinger (6.) auf meinem Plan, noch irgendwann gelesen zu werden.

Hier also die Liste „The Greatest Books Since 1900“ vom 14.01.2021:
10. 1984 von George Orwell
9. Schall und Wahn von William Faulkner
8. Catch-22 von Joseph Heller
7. Die Fahrt zum Leuchtturm von Virginia Woolf
6. Der Fänger im Roggen von J. D. Salinger
5. Lolita von Vladimir Nabokov
4. The Great Gatsby von F. Scott Fitzgerald
3. Hundert Jahre Einsamkeit von Gabriel Garcia Marquez
2. Ulysses von James Joyce
1. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Marcel Proust

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