Gedankensprung: Mein Kickstarter-Experiment – Update II

Nun hat also auch das letzte meiner 5 Kickstarter-Spiele, welche ich im Frühling unterstützt habe, sein Lieferdatum verschoben. Puh, so viel Zeit ist schon vergangen und noch doppelt so viel wird vergehen, bis ich meine Spiele endlich in Händen halten kann. Bis dahin habe ich ja schon vergessen, was ich eigentlich bestellt habe. Was mich an der Sache aber besonders ärgert, ist, dass die Verspätungen nicht wegen Covid-19 geschehen, sondern weil die Spiele anscheinend nicht gut sind. Warum gehen die erst nach dem Ende des Kickstarter-Projekts her und testen die Spiele? Bei einem Spiel wurde anscheinend so viel verändert, dass es mit der Beschreibung des Projekts nicht mehr viel gemein hat. Bei einem anderen haben die Würfel nicht funktioniert und die mussten verändert werden.
Aber das ist halt mein Missverständnis. Kickstarter ist hier, um Projekte zu realisieren, nicht fertige Produkte zu verkaufen. Also: Ich gebe dir Geld, damit du an dem Projekt arbeiten kannst. Andererseits ist es aber so, dass man gerade bei Brettspielen erwarten kann, dass diese bereits bei Kampagnenstart fertig getestet und ausformuliert sind. Nun, ist halt so und meine Motivation auf Kickstarter als Unterstützer aufzutreten ist stark gesunken.
Dennoch habe ich tatsächlich erst vor Kurzem noch ein sechstes Spiel unterstützt. Es war optisch, inhaltlich und preislich sehr ansprechend und ich bezweifle, dass je zu uns in den Fachhandel kommt. Also eigentlich das perfekte Kickstarter-Produkt. Außerdem war das nur das Projekt für eine Erweiterung und ich habe halt das Paket mit dem Basisspiel inklusive gewählt. Da das Spiel hier also schon existiert, hoffe ich, dass die Produktion und Auslieferung termingerecht stattfindet.

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Spiel: Ein Fest für Odin (Feuerland)

Tolles, etwas zu groß geratenes Worker-Placement-Spiel.
Von Uwe Rosenberg (ca. 30-120 Min.; 1-4 Spieler)
An sich ist das hier ein simples Spiel mit einfachen Regeln: Stelle deinen Arbeiter auf freies Feld – führe die Aktion aus – wiederhole bis alle Arbeiter platziert sind – Rundenende. Nach 6-7 Runden ist das Spiel zu Ende und wer die meisten Punkte hat, gewinnt. Klingt doch sehr banal, wenn es da nicht über 70 Aktionsfelder geben würde. Die meiste Zeit geht einmal damit verloren, all diese Felder kennenzulernen. Das faszinierendste daran ist, das kein Feld viel stärker oder viel schwächer wirkt. Es hängt einfach von der gewählten Strategie ab, welche Felder man bevorzugt. Und weil es so viele Felder gibt, gibt es auch viele Strategien. Es braucht also schon mehrere Partien, um die alle auszuprobieren.
Über diese Aktionsfelder werden ganz viele verschiedene Mechanismen eröffnet und die Kombination dieser macht das Spiel so interessant. Mir persönlich gefällt das Element am besten, dass man auf verschiedenen Aktionsfeldern Puzzleteile bekommt, die man auf seinem eigenem Tableau im Tetris-Stil anbauen muss, wodurch sich das Einkommen verbessert. Auch die anderen Elemente sind sehr gut durchdacht und alles fügt sich gut ineinander.
Die einzelnen Züge sind sehr flott und während die Mitspieler an der Reihe sind, kann man schon gut seine nächste Aktion vorbereiten, wodurch es eigentlich kaum Downtime gibt, außer es sitzt jemand am Tisch, der erst nachdenkt, wenn er wieder dran ist.
Für die Solo-Variante wurde auch ein sehr interessanter Mechanismus entwickelt, der durchaus Spaß macht, aber letztendlich gilt es leider doch nur seinen eigenen Highscore zu schlagen.
Insgesamt betrachtet gefällt mir das Spiel sehr gut, es trifft genau meinen Geschmack: rechnen, planen, Puzzle lösen. Ich hatte zuerst befürchtet, dass es zu viele Aktionsfelder sind und dadurch viele ignoriert werden, jedoch werden alle benötigt, sind alle je nach Zeitpunkt und Strategie interessant. Wer sich gerne ein paar Stunden mit einem komplexen Spiel hinsetzt, wird hier bestens bedient.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Feuerland Spiele – Ein Fest für Odin
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Serie: Blood of Zeus – Staffel 1

Gefällt mir optisch einfach nicht.
Die Serie startet durchaus mit einem interessanten Prolog, dass eben die griechischen Mythen auf einer mündlichen Tradition basieren und nicht alle schriftlich niedergeschrieben worden sind. Diese Serie hier möchte eine jener Geschichten erzählen, die nicht niedergeschrieben worden sind und daher in Vergessenheit gerieten. Das akzeptiere ich voll und lasse mich gerne von einer neuen Geschichte überraschen. Und da ja auch die Götter bereits in der Antike immer wieder anders dargestellt worden sind, teils konträre Genealogien aufweisen, kann auch damit gespielt werden. Kreative Freiheit und Neuinterpretationen, man kann mir eh viel vorsetzen, es muss halt in sich selbst konsistent, interessant und spannend sein. Das ist hier leider nicht der Fall. Dazu kommen noch diese grauenhaften Animationen. Die sind so schlimm, dass ich selbst bei einem soliden Plot wohl nicht bis zum Ende durchgehalten hätte. Was hier geliefert wurde, erinnert stark an den Film Kampf der Titanen (2010), nur ohne Humor, ohne interessante Charaktere und ohne eine klare Linie.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Film: Sonic the Hedgehog (2020)

Ein überraschend toller Film.
Komödie / Familienfilm mit Jim Carrey von Jeff Fowler. 100 Min.
Inhalt: Der superschnelle blaue Igel Sonic, gestrandet auf der Erde, muss sich an seine neue Heimat gewöhnen. Als Dr. Robotnik auftaucht, um sich die Weltherrschaft unter den Nagel zu reißen, müssen Sonic und sein neuer bester Freund, ein Mensch namens Tom Wachowski, zusammen arbeiten.
Skepsis hat mich zurückgehalten, diesen Film schon früher zu schauen, doch diese war unbegründet. Oder vielleicht war es gerade meine niedere Erwartungshaltung, die es ermöglichte, derart positiv überrascht zu werden. Nun, bei diesem Film passt einfach alles: tolle Optik, gelungener Humor, interessante Charaktere, ein spannender Plot und nicht zuletzt eine großartige Leistung von Jim Carrey. Insgesamt ein richtig toller Film für die ganze Familie, für den keinerlei Vorkenntnisse nötig sind. Einfach einschalten und genießen. Auf den zweiten Teil freue ich mich schon.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buchwerbung

Mark Löwenberg – Der Schatz der Ägäis
Ein Archäologie-Thriller

Inhalt: Hannes Saba, ein österreichischer Archäologe, gerät auf der Suche nach seinem verschollenen Vater zwischen die Fronten von kriminellen Schatzgräbern, der kretischen Mafia, Interpol und einer Gruppe Neonazis. Dabei stößt er auf die Spur eines Schatzes, der irgendwo in der Ägäis versteckt sein soll und damit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn welche Informationen hat sein Vater? Und wer hat diesen entführt?

Erhältlich als eBook auf Amazon und in den Tolino-Shops.

Ebenfalls von Mark Löwenberg als eBooks auf Amazon und in den Tolino-Shops erhältlich: Das Erbe des Sokrates (Ein historischer Krimi im antiken Athen) & Chersos – Die Königskriege (Ein Fantasy-Roman)

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Spiel: Roll Player – inklusive „Monsters & Minions“ Erweiterung (Pegasus Spiele)

Nettes Spiel. Mir gefallen diese Art von Puzzles.
Von Keith Matejka (ca. 60-90 Min.; 1-4 Spieler)
Die Idee dieses Spiels ist die Heldengenerierung, d.h. wir versuchen im Laufe des Spiels einen Helden zu erstellen, den man dann ins Abenteuer schicken könnte. Das Abenteuer kommt jedoch erst mit der Erweiterung „Monsters & Minions“ dazu, im Basisspiel gibt es nur die Heldengenerierung und die allein reicht schon um ein tolles Spiel zu haben.
Die Spieler nehmen sich reihum Würfel und legen diese auf die Charaktertafel des Helden, den sie generieren möchten. Da gibt es sechs Zeilen (Attribute), in welchen jeweils 3 Würfel Platz haben. Jeder Spieler erhält zu Beginn zufällig eine Reihe von Hintergrundkarten, welche aufzeigen, für welche Würfelkombinationen man Punkte bekommt. Es gilt also beim Nehmen und Hinlegen der Würfel darauf zu achten, diese Kombinationen zu erstellen. Weil man in jeder Partie immer andere solche Karten bekommt, ist jedes Spiel anders und weil jeder Spieler andere hat, spielt man asymmetrisch. Da jedes Attribut eine eigene Sonderfunktion hat, gibt es auch interessante taktische Möglichkeiten der Würfelmanipulation. Also insgesamt ein sehr interessantes Puzzle.
Die Interaktion entsteht dadurch, dass man um die Würfel und um die Karten im Markt kämpft. Die interessanten Dilemmata entstehen dadurch, dass man entscheiden muss, ob ich einen Würfel für Geld, einen Würfel für die Kombination, einen Würfel für die Sonderfunktion oder einen Würfel für die Initiative nehmen möchte. Idealerweise kann ich mit einem Würfel sogar mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, aber wenn ich bei der Initiative nicht vorne bin, wird ihn mir wohl mein Mitspieler wegschnappen.
Die sehr gute Erweiterung „Monsters & Minions“ bringt die zusätzliche Option Monster zu bekämpfen. Wenn ich ein Monster besiege, bekomme ich einen Hinweismarker und für diese erhält man bei Spielende zufällige Boni, bevor man mit seinem Charakter dem Endgegener gegenübertritt. Auch hier gilt wieder, dass Monster, Boni und Endgegner in jeder Partie anders sind. Sie unterscheiden sich aber nicht nur in Details, sondern sind anders genug, um wirklich jedes Mal ein anderes Spielerlebnis zu haben.
Die Solo-Variante ist leider nicht sehr spannend. Da die Interaktion mit den Mitspielern wegfällt, kann man immer die optimalsten Würfel, bzw. Karten nehmen, wodurch das Puzzle an Reiz verliert. Es ist dann nur eine trockene Optimierungsgeschichte. Außerdem gilt es eh nur eine High-Score-Tabelle zu schlagen, was ich immer als sehr langweilig empfinde.
Fazit: Empfehlenswert.

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Roll Player: Monster & Minions (Erweiterung)
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Buch: Paolini, Christopher – Infinitum. Die Ewigkeit der Sterne

Komplett anders als erwartet, aber großartig.
Inhalt: In ferner Zukunft findet die junge Forscherin Kira Navarez auf einem Mond in einem weit entfernten Sonnensystem eine fremde Lebensform. Doch dieser Erstkontakt bringt Chaos in die gesamte Galaxie und es liegt an Kira, sich den Herausforderungen zu stellen und über die Zukunft aller zu entscheiden.
Das Buch hier ist das, was meinen einen Wälzer nennt: 959 großformatige Seiten. Da sitzt man schon eine Weile. Zum Glück ist es einen spannende Space Opera, also genau mein Ding und so bin ich da gerne eingetaucht. Tatsächlich hätte ich mir nach 50 Seiten am liebsten Urlaub genommen, um mich voll dem Buch widmen zu können. Denn ja, das Buch hat alles, was mein Sci-Fi-Herz begehrt: interessante Charaktere, ein spannender Plot, ein detailliertes Universum mit einigen faszinierenden Ideen und ein angenehmer Schreibstil. Eine Space Opera vom Feinsten, noch dazu in sich geschlossen und mit einem tollen Ende. Also gäbe es keinen Grund, hier nicht zuzugreifen.
Doch Titel, Covertext und Umschlagbild lassen eigentlich etwas anderes erwarten. Als ich das Buch sah, ging ich eher von einer philosophischen, esoterisch angehauchten Reise aus. Doch nein, das hier ist Action, Spannung und teilweise sogar Hard-Sci-Fi, was mir eigentlich eh viel besser gefällt. Ich will unterhalten werden, und das macht dieses Buch tadellos.
Damit möchte ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, bevor ich jetzt hier kritisiere, was es zu kritisieren gibt. Alles dreht sich dabei um die zentrale Szene in der Mitte des Buches im Sonnensystem Bughunt, sowohl inhaltlich als auch übersetzungstechnisch ein Debakel. Ich habe nämlich die ersten 500 Seiten dieses Buch verschlungen, keinen Absatz übersprungen, so spannend war es. Dann kamen hier die großen Überraschungen, Wendungen und Erklärungen. Wirklich sehr gut gemacht, keine Frage, aber es wurde halt alles aufgelöst, doch das Buch hat noch weitere 400 Seiten. Was soll da noch kommen? Eben! Die zweite Hälfte des Buches ist sehr in die Länge gestreckt, obwohl es eigentlich nur noch eine gerade Linie zum Showdown ist. Viele Szenen da kann man als unnötig bezeichnen, sind reine Seitenfüller. Doch dann kommt das wunderbare Ende und entschädigt für die mühevolle zweite Hälfte.
Ein zweites Problem, das ebenfalls in dieser zentralen Szene kulminiert, sind die Fehler in dieser deutschsprachigen Edition. Ich habe das Gefühl, dass mehrere Übersetzer, bzw. Korrektoren hier gearbeitet haben, sich das Werk vermutlich aufgeteilt haben, denn man merkt schon einen qualitativen Unterschied. Sonst kann ich mir nicht erklären, warum ein paar hundert Seiten makellos sind und dann wieder ein paar hundert einfach nur schlampig. Sei es nun ein doppelter Absatz, ein Plural statt eines Singulars, ein falsches Reflexivpronomen, die englische Syntax statt der deutschen Norm oder simple Rechtschreibfehler. Normalerweise würde man da drüber stolpern, kurz innehalten, verstehen, was los ist, weiterlesen und nicht weiter drüber nachdenken. Wenn es aber eine Anhäufung davon in genau jener zentralen Szene gibt, die ohnehin schon komplex und verwirrend ist, dann ist das natürlich umso nerviger.
Dem aber nicht genug! Der Autor hat das Buch scheinbar zu Ende geschrieben, abgeschlossen und sich dann überlegt, wie er dennoch irgendwelche Elemente einbauen könnte, um eine Fortsetzung schreiben zu können. Und dafür hat er sich dann genau diese zentrale Szene ausgesucht, die ja schon zum Bersten voll ist mit Informationen und Charakteren. Da taucht wie aus dem Nichts ein weiteres Wesen auf, stiftet Verwirrung und verschwindet dann für den Rest des Buches. Ein zweites Fortsetzungselement hat der Autor dann noch in die Abschlussszene eingebaut. Der Plot dieses Buches ist schon abgeschlossen, keine Sorge, aber es gibt halt zwei Elemente, die als Basis für eine Fortsetzung dienen könnten. Wer das also weiter verfolgen möchte, kann da dann zugreifen, wer nicht, muss nicht. Da zu diesem Buch übrigens bereits die Filmrechte verkauft worden sind, bin ich mir ziemlich sicher, dass eine Fortsetzung folgen wird.
Wie gesagt, hat mir das Buch sehr gut gefallen, die erste Hälfte war großartig, die zentrale Szene etwas konfus aber okay, die zweite Hälft zu lange und das Ende dann absolut zufriedenstellend. Ja, wenn eine Fortsetzung kommt, werde ich sicher wieder zugreifen, denn schlussendlich war es ein richtig tolles Leseerlebnis.
Ich habe die Eragon-Bücher nie gelesen, kann also keinen Vergleich anstellen, aber wenn man nur wegen des Sci-Fi-Themas kommt, wird man nicht enttäuscht werden. Oft ist es ja so, dass Sci-Fi-Bücher von Fantasy-Autoren im Grunde Fantasy-Bücher mit einem Sci-Fi-Mantel sind. Hier jedoch liegt wirklich ein Sci-Fi-Buch vor und daher weiß ich nicht, wie glücklich Eragon-Fans damit sind.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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INFINITUM – Die Ewigkeit der Sterne: Roman
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Film: The Doorman (2020)

Eine billige und schlechte Kopie von Stirb langsam.
Action mit Ruby Rose von Ryūhei Kitamura. 97 Min.
Inhalt: Die Marine-Soldatin Ali Gorski hat ihren letzten Einsatz traumatisch hinter sich gebracht und kehrt nach New York zurück. Dort arbeitet sie als Pförtnerin in einem luxuriösen New Yorker Hochhaus, in dem auch ihr Schwager mit Familie lebt. Als eines Tages eine skrupellose Gruppe von Kunstdieben in die Wohnung ihrer Verwandten eindringen will, da dort wertvolle Gemälde versteckt sind, muss Ali die Angreifer in die Flucht schlagen, um ihre Familie zu beschützen.
Dieser Film bietet absolut nichts, was irgendwie sehenswert wäre. Die Schauspieler sind schlecht, speziell Rose scheint aus Holz geschnitzt zu sein. Einzig Jean Reno spielt ordentlich einen cleveren und skrupellosen Bösewicht. Er hat wohl das Memo nicht bekommen, dass das hier ein schlechter Film ist. Davon abgesehen sind die Dialoge eine Katastrophe, der Plot allgemein komplett vorhersehbar, die Action einfach nur schlecht und Humor kann man nicht mal mit einer Lupe finden. Ein absolut vergesslicher Film, den sich niemand anschauen sollte.
Fazit: Finger weg davon!

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Hörbuch: Disney Prinzessin – Die schönsten Geschichten

Die perfekte Sammlung!
Meine kleine Tochter liebt momentan alles, was mit Prinzessinnen zu tun hat, speziell die von Disney, und sie hat im Kindergarten Hörbücher lieben gelernt. Somit ist das hier eigentlich das perfekte Geschenk für sie. In dieser Sammlung gibt es fünf Disney-Geschichten als Hörbücher. Davon sind drei die Lieblinge meiner Tochter, nämlich Arielle, Rapunzel und Die Schöne und das Biest, außerdem gibt es noch Cinderella und Vaiana. Jedes Hörbuch ist nochmal einzeln verpackt, kann also individuell mitgenommen werden, was unter Umständen ganz angenehm ist. Die Hörbücher sind jeweils ca. 2 Stunden lang, also ideal für längere Autofahrten oder als Hintergrund fürs Malen und Spielen am Nachmittag.
Besonders betonen möchte ich, dass die Hörbücher von den deutschen Synchronstimmen der jeweiligen Prinzessinnen gelesen werden. Das Hörbuch Arielle wird also beispielsweise von Anna Carlsson gelesen, welche 1998 bei der zweiten Synchronisation des gleichnamigen Films Arielle gesprochen hat. Das verleiht diesen Hörbüchern natürlich einen ganz eigenen Flair.
Ganz wichtig ist aber auch zu erwähnen, dass es sich hier um MP3-CDs handelt und nicht um Audio-CDs. Das haben wir leider zu spät realisiert und so können wir sie mit dem Radio im Kinderzimmer nicht abspielen. Nun, man findet für alles eine Lösung, es ist halt nur unangenehm, wenn man nicht damit rechnet und daher nicht gleich starten kann. Außerdem habe ich es auch schade gefunden, dass kein Poster beiliegt, was ja heute bei vielen Hörbüchern der Fall ist.
Bei der Qualität der Hörbücher selbst kann man nichts bemängeln, meine Tochter kriegt nicht genug davon. Jeder Track ist fünf Minuten lang, also eine schöne Aufsplitterung und Erleichterung für den Wiedereinstieg.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Disney Prinzessin: Die schönsten Geschichten: Cinderella – Arielle – Schöne und das Biest – Rapunzel – Vaiana (Disney Prinzessinnen, Band 3)
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Spiel: Roundforest (Piatnik)

Nettes Familienspiel, aber etwas zu lang.
Von Pierrot (ca. 45-60 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Spiel bewegen wir unseren Wanderer durch einen Wald, klauben dabei in jedem Zug irgendwelche Gegenstände auf, die wir dann an verschiedenen Stellen eintauschen, um schließlich 3 goldene Äpfel zu haben, die man unter speziellen Voraussatzungen für einen Smaragdring opfern kann. Wer diesen als erster erhält, gewinnt das Spiel. Der Clou dabei ist, dass sich die Felder des Waldes immer drehen und man in jede Richtung eine andere Anzahl Schritte machen kann. Wenn man also einen bestimmten Ort erreichen möchte, gilt es gut zu planen und zu hoffen, dass die Mitspieler da nichts verdrehen oder blockieren. Das ist jedoch nur bedingt interessant. Die ersten Runden verbringt man damit, einfach zufällige Dinge zu sammeln – denn ja, Zufall spielt hier eine große Rolle – bevor man anfangen kann, einen Plan zu erstellen. Der Mittelteil des Spiels ist dann eigentlich die interessanteste Phase, wenn man eben schon ein paar Dinge im Rucksack hat, einige Charaktere ausliegen und man mit einem Plan agiert und den Weg berechnet. Doch dann kommt irgendwann der Moment, wenn es sich hinzieht, wenn man mehrere Züge verschwendet, um einen bestimmten Ort zu erreichen, um endlich diesen letzten goldenen Apfel zu erhalten. Aber damit ist das Spiel ja noch nicht zu Ende. Jetzt muss man schauen, ob man auch schuldenfrei ist, um den Waldgeist besuchen zu dürfen, um sich den Smaragdring zu schnappen. [Korrektur siehe unten] Schlimm wird es, wenn zu diesem Zeitpunkt der Waldgeist noch gar nicht ausliegt, da ja auch das ein Zufallsfaktor ist. Dann heißt es einfach warten. Zugegeben, meistens liegt der Waldgeist bereits aus, aber eben nicht immer und wenn das jemandem bei seiner ersten Partie passiert, hinterlässt das halt keinen guten Eindruck.
Das Spiel wird ab 8 Jahren empfohlen, aber ich weiß ehrlich nicht, ob Kinder in dem Alter wirklich so lange konzentriert bleiben, wenn es sich hinzieht und eigentlich nichts passiert. Noch frustrierender wird es, wenn du dir etwas berechnest, dann drei Züge für diese Bewegung verbrauchst und am Ende – Zufallsprinzip – etwas Sinnloses ziehst. Natürlich könntest du darauf verzichten und stattdessen bei der Fee etwas kaufen, doch was dort liegt, ist halt auch zufällig.
Wie gesagt, gefällt mir die Spielidee sehr gut, das Spielmaterial ist auch von hoher Qualität mit einer sehr schönen Grafik, aber es gibt halt einige Minuspunkte. Um das Spiel zu verkürzen, würde ich empfehlen, dass jeder bereits mit einem zufälligen blauen Gegenstand im Rucksack beginnt. Eine kleine Regeländerungen, die das Spiel beschleunigt und den Frust reduziert.
Fazit: Kann probiert werden.

Korrektur am 20.10.2020: Tatsächlich ist es so, dass der Waldgeist automatisch auftaucht, wenn ein Spieler den dritten Apfel gefunden hat und alle Bedingungen erfüllt. Zu diesem Detail möchte ich aber das Design des Regelwerks kritisieren. An sich wäre dies ein wichtiger Punkt, doch er ist mit kleinerem Font als der Rest auf dunklem, schlecht lesbarem Hintergrund angebracht. Andere wichtige Details werden ja auch farblich hervorgehoben, warum also nicht auch das? Oder zumindest gleichwertig mit dem Rest des Textes.
Wenn man sich übrigens die Regeln in den anderen Sprachen anschaut, ist dieses Detail ebenfalls kleiner, aber nicht auf so einem dunklen Hintergrund. Dies ist nur auf Deutsch und Ungarisch der Fall, sonst nicht.
Nun, auch wenn der Waldgeist pünktlich auftaucht, ist es doch so, dass es Phasen gibt, in denen sich das Spiel hinziehen kann, aber das Ende ist zumindest in Sicht, was eine ordentliche Planbarkeit ermöglicht.

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