Buch: Leger, Elke – Griechische Sagen für Kinder

Großartig!
Ich war immer schon ein Fan der griechischen Mythologie und dass es diese Sagen jetzt als kindgerechte Vorlesegeschichten gibt, ist einfach super. Ich selbst habe früher immer die Versionen von Auguste Lechner gelesen, aber die waren Jugendliteratur, während wir hiermit viel früher anfangen können, eben als Vorlesegeschichten oder für Erste Leser. Denn es ist nie zu früh, die griechische Sagenwelt kennenzulernen. Hier ein Beispiel-Zitat aus der Geschichte des Prometheus: „Jeden Tag kam ein Adler und pickte und zwickte, sodass er vor Schmerzen jammerte.“ (S. 15)
Erzählt werden in diesem Buch eigentlich fast alle bekannten und ein paar weniger bekannte Geschichten, wobei jede 5-6 Seiten lang ist. Außerdem gibt es zu jeder Geschichte ein wunderschönes Bild von Anne Bernhardi, die das Ganze auflockern und ihm Leben einhauchen. Eine Geschichte vor dem Schlafengehen reicht nicht, eine zweite folgt fast immer und manchmal sogar noch eine dritte. Speziell, wenn sie zusammenhängen, wie die drei von Odysseus oder die vier von Herakles.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Griechische Sagen für Kinder
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Serie: Star Trek Lower Decks – Staffel 1

Starke Eingewöhnungsphase, aber dann richtig toll.
Ich bin durchaus ein Fan von Animation und Zeichentrick, wenn es gut ausschaut und inhaltlich passt. Daher habe ich auch damals freudig auf die Nachricht reagiert, dass eine Star Trek Animationsserie kommen würde. In meinem Hinterkopf habe ich mir nämlich etwas wie Star Wars: The Clone Wars oder zumindest wie Star Wars Rebels vorgestellt. Doch NEIN! Die Schöpfer von Rick and Morty wurden angeheuert. Als ich dies vernahm, schwante mir Übles. Dennoch wollte ich der Serie eine Chance geben, weil ich einfach allem eine Chance gebe, wo Sci-Fi drauf steht. Doch dann kam die erste Szene der ersten Episode und ich hätte am liebsten sofort wieder abgedreht. Was ich aber zum Glück nicht getan habe, weil ich zu diesem Zeitpunkt gerade eine Schüssel Heidelbeeren mit Vanillejoghurt in Händen hielt und keine Lust hatte mich zu bewegen. Nun, diese erste Szene war ein Ausrutscher, keine Vorschau auf die kommende Qualität. Tatsächlich habe ich mich bald an den Zeichenstil gewöhnt, meiner Meinung nach viel besser als Rick and Morty, wenn auch im Kern ähnlich. Wichtiger aber ist der Humor. Die überdrehten Gags im Sinne von Rick and Morty gibt es nur sehr selten, bei den paar Szenen muss man sich halt durchkämpfen, aber Großteils ist es eher auf dem Niveau von The Orville, was mir persönlich ja gut gefällt. Die Serie besteht ganz klassisch aus Einzelepisoden, jede Folge erzählt also eine eigene Geschichte und deren Qualität reicht teilweise durchaus an jene der früheren Star Trek Serien oder von The Orville heran.
Der Hauptgrund aber, weshalb ich voll des Lobes bin, sind die Charaktere. Kein einziger Charakter aus Star Trek Discovery oder Star Trek Picard war für mich irgendwie interessant. Im Gegensatz dazu würde ich gerne jedem einzelnen Charakter hier auf der U.S.S. Cerritos weiter folgen und entsprechend freue ich mich schon auf die zweite Staffel.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Enola Holmes (2020)

Interessanter, durchaus witziger und familientauglicher Film.
Komödie / Krimi / Drama mit Millie Bobby Brown von Harry Bradbeer. 92 Min.
Inhalt: Enola Holmes, die kleine Schwester von Sherlock Holmes, wohnt mit ihrer Mutter in einem großen Haus auf dem Land. Als sie eines Morgens aufwacht, ist ihre Mutter verschwunden. Sie beginnt ihre Reise, um ihre Mutter zu finden. Dabei muss sie nicht nur ihre beiden Brüder überlisten, sie gerät auch in die Flucht eines jungen Lords verwickelt. Während sie versucht, den Hinweisen ihrer Mutter zu folgen, befindet sie sich wegen der Verbindung mit dem jungen Lord selbst in Gefahr.
Dies hier ist weniger eine Kriminalgeschichte, wie man sie von Sherlock Holmes kennt, mit einer geradlinigen Tätersuche, sondern vielmehr die Geschichte eines Mädchens, das seinen Platz in dieser Welt sucht. Dass sie dabei die gleichen deduktiven Talente wie ihre beiden Brüder hat, ist natürlich ein großer Vorteil und die entsprechenden Szenen kommen auch nicht zu kurz. Speziell gelungen sind dabei die Szenen, in welchen Enola Holmes in die Kamera blickt und das Publikum direkt anspricht. Ein schöner, witziger Kunstgriff. Die Auflösung rund um die Flucht des jungen Lord war absolut zufriedenstellend, die Auflösung rund um das Verschwinden der Mutter hat mich hingegen nicht überzeugt. Das war dann doch ein etwas enttäuschender Moment am Ende. Denn tatsächlich ist die Suche nach der Mutter nur ein dramaturgischer Aufhänger, damit Enola ihr Haus verlässt. Besser hätte man es trotzdem machen können. Aber das ist auch schon der einzige richtige Kritikpunkt. Kostüme und Kulisse sind toll gemacht, der Plot hält einen bis zum Schluss gefesselt, die Schauspieler sind gut, viele kreative Ideen bringen angenehme Unterhaltung.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Tiny Towns (Pegasus Spiele)

Clever und doch nur mäh.
Von Peter McPherson (ca. 45-60 Min.; 1-6 Spieler)
In diesem puzzleartigen Spiel versucht jeder Spieler auf seinem eigenen Tableau eine Stadt zu errichten. Und hier sei angemerkt: Es gibt Null Interaktion. Am Ende vergleicht man halt die Städte und es gewinnt der, der zufällig die richtige Entscheidung getroffen hat und somit die meisten Punkte hat.
Jede Runde wird ein Kärtchen aufgedeckt und jeder erhält den darauf abgebildeten Holzwürfel. Diesen legt man in eines der Felder auf seinem Tableau. Und das ist die einzige Entscheidung, die man trifft, die aber eigentlich total zufällig, bzw. intuitiv ist, weil es keine Anhaltspunkte für irgendwelche Planungsmöglichkeiten gibt. So geht das mehrere Runden, bis ich mit den Würfeln eine bestimmte Kombination erreicht habe und diese dann gegen ein Gebäude eintauschen kann. An sich ja ein richtig cleverer Mechanismus, der in den ersten Partien Spaß macht, aber schnell an Reiz verliert, vor allem für Vielspieler. Zwar gibt es viele verschiedene Gebäude, dadurch ist theoretisch jede Partie anders, aber diese Gebäude sind sich so ähnlich, dass man diese Unterschiede nicht wirklich bemerkt.
Der Grund, warum das Spiel irgendwann an Reiz verliert, ist der, dass man nicht besser wird. Man kann nicht mal eine andere Strategie ausprobieren oder einfach eine andere Kombination versuchen. Ich lege einfach mein Holzwürfelchen und wenn ich Glück habe, kommen die nächsten so, dass ich ein Gebäude erhalte, wenn ich Pech habe, schaffe ich es nicht, eine Kombination zu erstellen. Dieser emotionale Moment, wenn die richtige / falsche Karte aufgedeckt wird, ist am Anfang nett, aber nicht genug, um allein ein Spiel über mehrere Partien interessant zu halten.
Natürlich hat dieses Spiele eine Solo-Variante, denn eigentlich ist es sogar mit Mitspielern ein reines Solospiel. Bei der Solo-Variante vergleicht man seine Punktezahl halt nicht mit den Mitspielern, sondern mit einer Highscore-Tabelle im Heft. Das Spiel ist für mich jedoch nicht interessant genug, um zu versuchen, den Höchstwert dieser Tabelle zu knacken.
Fazit: Kann probiert werden.

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Pegasus Spiele – Tiny Towns
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Buch: Masberg, Michael – Die Ewig Lächelnde (Splittermond)

Düsterer Fantasy-Krimi.
Inhalt: In der arkanen Stadt Nuum wird die Ermittlerin Soldana Vitez nach einem halben Jahrhundert magischen Todesschlafs aufgeweckt, um eine mysteriöse Mordserie zu lösen.
Fantasy-Krimis haben den Vorteil, dass man eine spannende Geschichte mit viel Kreativität verbinden kann, man sich also nicht an realistische Strukturen und Rahmen halten muss. Wenn ein Autor seinen Ideen dann freien Lauf lässt, kann ein wirklich tolles Werk daraus entstehen. Was auch beinahe hier der Fall wäre.
Das Buch hier spielt in der Welt von Splittermond, einem Pen & Paper Rollenspiel System, doch es ist nicht nötig, sich damit auszukennen. Auch die anderen Romane, die in diesem Universum spielen, können ignoriert werden. Natürlich, wie immer, wenn man sich auskennt, sieht man mehr, aber eigentlich kann es genauso umgekehrt sein, ich nehme diesen Roman in die Hand, lerne dadurch die Welt kennen und informiere mich anschließend mehr darüber.
Ich finde den Plot sehr spannend und die Idee, den Mord an einer Abenteurer-Gruppe aufzuklären, ist einfach spitze, denn normalerweise sind es in den Rollenspielen die Abenteurer, die einen Mord aufklären, also umgekehrt. Das Buch ist sehr düster gehalten, entsprechend dann auch die Auflösung am Ende. Im Grunde ein gelungener Fantasy-Krimi mit einigen tollen Ideen.
Dass der Autor am Ende einige Male die Namen der beiden Schwestern vertauscht hat, ist ein minimales Negativdetail, viel mehr hat mich hingegen die Erklärung gestört, weshalb der Hauptcharakter wieder geweckt wurde. Die Idee an sich ist sehr interessant und die Implikationen ihrer Rückkehr sind gut ausgeführt, nur das Warum ist ein bisschen dürftig und in meinen Augen auch nicht ganz nachvollziehbar. Das ändert aber nichts daran, dass dadurch die Ausgangslage für eine tolle Geschichte geschaffen wurde.
Fazit: Kann gelesen werden.

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Die ewig Lächelnde: Ein Splittermond-Roman
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Serie: Raised by Wolves – Staffel 1

Ich bin ein visueller Typ, möchte also auch optisch unterhalten werden. Daher fällt die Serie hier – trotz all der interessanten Ideen – für mich ziemlich flach.
Die Serie behandelt viele Themen, wie etwa Religion, Künstliche Intelligenz, Familie u.v.m. Dabei startet die Serie mit 2 Prämissen.
– Die erste: Ein großartiger weiblicher Kampfandroide, bekannt als „Necromancer“, wird mit mütterlichen Instinkten umprogrammiert, um auf einem fremden Planeten Kinder großzuziehen und mit ihnen eine neue Zivilisation zu starten. Das verspricht doch richtig interessant zu werden.
– Die zweite: Atheisten und Religiöse Fanatiker haben auf der Erde einen Weltkrieg begonnen und dabei den Planeten zerstört. Das wirkt hingegen doch sehr banal, als käme es aus einem Seminar „Philosophie für Anfänger“, kann aber als Erklärung akzeptiert werden, warum die beiden Androiden Vater und Mutter da mit Kindern auf einem fremden Planeten sind, denn irgendeinen Grund braucht es ja.
Auf dem Planeten begegnen wir nun vielen Gefahren und Geheimnissen. Das zentrale Element ist jedoch die Entwicklung der Kinder im Spannungsfeld zwischen Religion und Atheismus, zwischen Menschen und Androiden, zwischen Natur und Programmierung. In einer klassischen Sci-Fi-Geschichte würde eine Wertung weggelassen werden und der Leser würde zum Nachdenken eingeladen werden. Ich fürchte aber, dass hier typisch Hollywood am Ende eine Moralkeule wartet oder ein pseudointellektueller Abschluss. Nun, das soll einen nicht davon abhalten, die Reise dorthin zu genießen, denn die ist durchaus interessant und spannend.
Optisch ist die Serie jedoch desolat, karg, depressiv, farblos, was natürlich eine bewusste stilistische Entscheidung ist, die auch durchaus zum Setting passt. Entweder es gefällt einem oder nicht. Punkt. Mir gefällt’s nicht. Und das hat einfach dazu geführt, dass ich wenig motiviert war, eine weitere Episode zu starten. Und der Plot war leider für mich nicht spannend genug, trotz der optischen Mängel die Episoden zu verschlingen. Ich habe die Serie zwar zu Ende geschaut, aber eigentlich nur in Ermangelung von Alternativen. Es war für mich einfach nicht reizvoll, da 40-50 Minuten zu sitzen und einen grauen Bildschirm anzuschauen. Und so wird es dann auch mit der zweiten Staffel laufen: Wenn es keine Alternativen gibt, dann schau ich’s. Denn bestellt wurde die zweite Staffel bereits und daher gibt es hier auch ein offenes Ende.
Fazit: Durchaus empfehlenswert, wenn einen die Optik nicht schreckt.

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Film: Bill & Ted 3 (2020)

Einfach toll! Die besten Töchter der Filmgeschichte.
Komödie/Sci-Fi mit Keanu Reeves von Dean Parisot. 92 Min.
Inhalt: Den potenziellen Rockstars Bill (Alex Winter) und Ted (Keanu Reeves) aus San Dimas, Kalifornien, wurde einst prophezeit, sie würden mit einem epochalen Lied einmal das ganze Universum retten. Doch mittlerweile sind aus Bill und Ted Väter mittleren Alters geworden, das rettende Lied existiert immer noch nicht und das Ende des Universums naht, als plötzlich auch noch ein Killer-Roboter hinter ihnen her ist.
Ich habe die beiden ersten Teile nie gesehen, aber so viel davon gehört und mitbekommen, dass ich das Gefühl habe, sie gesehen zu haben und somit problemlos in den dritten Teil springen kann. Tatsächlich hat das auch super funktioniert. Sicher, einige Anspielungen werde ich nicht verstanden haben, aber das hat mich nicht weiter gestört, denn der Film war für mich dennoch toll. Er ist witzig, bietet einige coole kreative Ideen und liefert einen gelungenen Abschluss für die gesamte Trilogie.
Sehr gut hat mir auch die Einführung der beiden Töchter gefallen, also die Etablierung der nächsten Generation. Dies geschah nicht auf Kosten von Bill & Ted, war aber auch nicht banal und überhastet ausgeführt. Hier ist eine schöne Balance gelungen, die leider meistens bei solchen Generationenübergängen missglückt.
Der Film bietet eine angenehme Unterhaltung, ist durchaus familientauglich und punktet natürlich auch wegen dem Nostalgie-Faktor.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Anime-Update Sommer ’20

Nach dem verständlicherweise dürftigen Anime-Frühling wartete der Sommer dafür mit ordentlich vielen Serien auf, von denen ich 9 geschaut habe. Es war mir persönlich dann am Ende zu viel, ich habe jedoch trotzdem alles fertig geschaut, aber in Zukunft muss ich einfach reduzieren oder Serien nach Ende der Ausstrahlung in einem Marathon schauen.

Mein Liebling diesmal war sicher die zweite Staffel von Enen no Shouboutai: Ni no Shou – das Feueranime. Die Kämpfe sind fantastisch, die Serie ist optisch allgemein sehr gut, die Charaktere entwickeln sich interessant und der Plot ist sehr spannend. Die Serie geht im Herbst direkt weiter und ich freue mich.

The God of High School ist ein richtig tolles Kampfsport-Anime mit phänomenalen Kämpfen. Bis auf die seltsamen Nasen schaut die Serie optisch super aus, aber der Plot ist sehr konfus. Dieser ist jedoch nicht relevant. Einfach Hirn aus und Kämpfe genießen. Es gibt ein offenes Ende und ich gehe schwer davon aus, dass eine zweite Staffel folgen wird.

Monster Musume no Oishasan ist eine gemütliche Serie um einen Arzt, der in einer mittelalterlichen Stadt lebt, die von Fantasy-Wesen bewohnt wird. In jeder Episode behandelt er einen anderen Patienten, was jeweils sehr individuell und kreativ ist. Ein schöner Abschluss lässt das Publikum zufrieden zurück.

Maou Gakuin no Futekigousha: Shijou Saikyou ist eine äußerst interessante Fantasy-Serie um einen wiedergeborenen Dämonen-Lord, die generisch beginnt, sich dann aber wirklich spannend entwickelt, lustig – teilweise sogar satirisch – ist und am Ende eine überraschende Wendung bietet. Auch hier gibt es einen guten Abschluss, der zufriedenstellt.

Appare-Ranman! handelt von zwei Japanern, die im 18. Jahrhundert in die USA gelangen und dort dann an einem transamerikanischen Autorennen teilnehmen. Leider sind die Gefährte und die Gefahren nicht sehr realistisch, was man in dieser Serie jedoch durchaus hätte machen können, aber sie ist dennoch bis zum Ende spannend und es gibt auch einen zufriedenstellenden Abschluss.

Die zweite Staffel No Guns Life hat mir viel besser als die erste gefallen, obwohl mir die bereits sehr gut gefallen hat. Steam Punk, Körper-Augmente, interessante Charaktere und ein spannender Plot, was will man mehr? Nun, optisch war die Serie leider nicht sehr berauschend und am Ende gab es sogar einen stilistischen Bruch, als dann die Folgen nur noch in billigstem CGI gemacht wurden. Die finale Episode schließt die Staffel schön ab, lässt aber Spielraum für eine Fortsetzung. Ob und wann diese kommen wird, weiß niemand.

Deca-Dence ist wohl die Serie mit der besten zweiten Episode der Filmgeschichte. Während man in der ersten Episode noch glaubt, einen generischen Postapokalypse-Plot zu haben, eine Kopie des Films Mortal Engines mit Monstern vor sich zu haben, stellt die zweite Episode ALLES auf den Kopf. Was folgt ist ein richtig tolles Konzept mit kreativen Ideen. Die finale Episode ist dann auch absolut gelungen und bietet einen schönen Abschluss.

Die zweite Staffel von Re:Zero hat sicher im Vorfeld den meisten Hype erzeugt, aber ich wurde mit der Serie einfach nicht warm. Bereits die erste Staffel hat mir nicht gefallen (unsympathischer MC, konfuser Plot, Langatmigkeit, hässliches Charakterdesign). Aber irgendwie war ich da voll in der Minderheit und daher habe ich beschlossen, der zweiten Staffel eine Chance zu geben. Doch leider haben sich in meinen Augen diese Punkte nur verschlechtert, speziell der konfuse Plot. Nein, mir gefällt diese Serie einfach nicht. Und das Ende ist dann auch noch nur so ein komischer Cliffhanger. Nein, auf die nächste Staffel habe ich keine Lust.

Ähnlich sieht es aus mit der zweiten Hälfte der zweiten Staffel von Sword Art Online: Alicization – War of Underworld. Von Sword Art Online waren die ersten beiden Staffeln und der Film fantastisch und sind absolut zu empfehlen. Doch dann kam die Alicization-Saga und die ist nur eine Katastrophe. Diese Saga besteht aus 2 Staffeln (offiziell aber eine Staffel, nämlich die dritte), die beide halbiert worden sind, also sind es insgesamt vier Teile. Erst der letzte, also der aktuelle Teil war halbwegs interessant, bot einige tolle Szenen und coole Kämpfe, nur um dann ein sehr fragwürdiges, offenes Ende zu liefern. Eine letzte, vierte Staffel sowie ein Spin-Off und ein weiterer Film sind bereits bestätigt. Nun, wenn es soweit ist, werde ich schauen, ob ich dem weiter folgen werde. Ich habe ja bis jetzt schon alles gesehen, also werde ich wohl auch noch bis zum Finale dabei bleiben.

Und wie bekannt lese ich auch weiterhin die Mangas zu den Serien One Piece, Boruto und Black Clover, schaue diese Animes also nicht, bzw. nur sehr sporadisch.

Neben diesen aktuellen Serien habe ich auch Zeit gefunden, zwei ältere zu schauen, nämlich Katanagatari und Tamayura: Hitotose. Katanagatari ist eine tolle, künstlerisch-philosophische Samurai-Geschichte mit einer großartigen finalen Episode. Nichts für nebenher, man muss da wirklich in der Stimmung sein und sich bewusst darauf einlassen. Tamayura: Hitotose erzählt hingegen die Geschichte eines Oberschulmädchens, das in das Dorf ihrer Kindheit zurückzieht und dort Schritt für Schritt über den Tod ihres Vaters hinwegkommen muss.
Mein Großprojekt Gintama pausiert leider momentan, aber ich vielleicht geht da ja im Herbst etwas weiter.

Ausblick auf den Herbst 2020:
Bei so vielen interessanten Serien, die im Herbst kommen, habe ich keine Ahnung, wie ich meinen Anime-Konsum zurückschrauben soll. Hier also, was von den Vorschauen her mein Interesse geweckt hat: Dungeon ni Deai wo Motomeru no wa Machigatteiru Darou ka III, Jujutsu Kaisen, Noblesse, Kamisama ni Natta Hi, Majo no Tabitabi, Hanyou no Yashahime: Sengoku Otogizoushi, Yuukoku no Moriarty, Iwa Kakeru!: Sport Climbing Girls, Dragon Quest: Dai no Daibouken, King’s Raid: Ishi wo Tsugumono-tachi und Magatsu Wahrheit: Zuerst.

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Spiel: Kanaloa (Piatnik)

Nettes Stichkartenspiel mit schöner Optik.
Von Günter Burkhardt (ca. 25 Min.; 3-5 Spieler)
An sich ist dies hier ein traditionelles Stichkartenspiel, das über mehrere Runden gespielt wird, mit Farbzwang aber ohne Stichzwang. Das spezielle hier ist die Punktewertung. Man schreibt die Punkte nämlich nicht auf, sondern fährt auf einer Kartenleiste mit seinem Schiff weiter. Diese Kartenleiste wird immer kleiner, weil Karten verschwinden und manche Felder erlauben sogar einen Bonussprung unter speziellen Bedingungen. Diese Felder bestimmen auch, welche Farbe bei welchem Stich Trumpf ist. Dieser zufällige Trumpf führt dazu, dass das Spiel teilweise ziemlich glückslastig ist. Weil aber die Kartenleiste immer kleiner wird, kann der führende Spieler nie einen unaufholbaren Vorsprung herausholen. Im Gegenteil ist es am Ende meistens so, dass jeder noch gewinnen kann. Aber das ist dann auch wieder eine Frage des Glücks, wer da dann zufällig die perfekte Karte in der Hand hat.
Das Spiel ist durchaus bis zum Ende spannend und bietet einige lustige emotionale Momente. Es macht also schon Spaß und mit der optionalen Expertenregel kann man theoretisch auch mit einer schlechten Kartenhand noch Punkte holen, dennoch gibt es auch einige Frustmomente, weil eben viel Glück dabei ist und man am Ende eigentlich nur selten wegen seiner Fähigkeiten, wegen seines Könnens gewinnt.
Im Grunde ist das hier ein gemütliches Spiel für Zwischendurch, aber auch ein idealer Einstieg für Spieler, die noch nie ein Stichkartenspiel gespielt haben.
Fazit: Kann probiert werden.

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Kanaloa
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Buch: Hill, Stuart & Lawrence, Sandra – Atlas der Heldinnen & Helden. Legendäre Figuren aus Märchen, Sagen und Mythen

Ein Buch, das ich mir in meiner Kindheit gewünscht hätte.
Dieses Buch hier ist im Grunde eine kindgerechte Auflistung aller Heldinnen und Helden weltweit, wobei wir jeweils eine Landkarte finden, auf welcher die Wohnorte dieser Helden eingezeichnet sind und anschließend eine kurze Beschreibung von jedem Helden. Als Kind hätte ich stundenlang in diesem Buch schwelgen können und sogar jetzt als Erwachsener möchte ich es kaum weglegen: „Was, der Held hat hier gelebt?“, „Wie? Hier lebte auch ein Held? Was hat der denn gemacht?“
Die Größe der Landkarten hängt von der Menge an Helden ab. Teilweise finden wir mit Afrika oder Amerika einen ganzen Kontinent in einem Schritt, manchmal wie mit Griechenland oder Japan nur ein einzelnes Land, meistens aber werden mehrere Länder in Regionen zusammen präsentiert. Es ist natürlich keine vollständige Liste, was schon im ersten Kapitel über Griechenland auffällt, denn sonst würde das Buch aus allen Nähten platzen. Aber es gibt genug Helden, damit man lange darin stöbern kann. Ein interessiertes Kind bzw. Jugendlicher kann hier wunderbar eintauchen, sich in der Welt der Mythen verlieren, viel lernen und einiges für seine Kreativität und Phantasie mitnehmen.
Damit der Leser sich aber nicht verliert und wegen der Masse an Informationen überfordert ist, gibt es einen schönen roten Faden, der durch das gesamte Buch leitet. Das Mädchen Alexia findet im Dachboden das alte Tagebuch ihrer Ur-Großtante Helena, die die Welt bereist hat und dabei einem Rätsel nachgegangen ist. Neben jeder Landkarte gibt es also zusätzlich zu den Informationen über die dortigen Helden auch einen Text aus diesem Tagebuch, was denn Helena dort gemacht hat und weiters einen Text von Alexia, was sie sich dabei denkt, wenn sie dieses Kapitel liest. Das Ganze ist raffiniert und fesselnd aufgebaut. Auch die Zeichnungen sind sehr schön und es macht Spaß, all die Details zu entdecken.
Doch dann kommt dieses Ende, also das Ende von Helenas Tagebuch. Warum nur? Warum mussten am Ende noch der zweite Weltkrieg und die Nazis eingebaut werden? Denn das, was dann passiert, ist doch zähe Kost und daher muss ich mir gut überlegen, ab welchem Alter ich dieses Buch meiner Tochter in die Hand drücken werde. Ich verstehe den Wunsch des Autors zu zeigen, dass es auch heutzutage noch Helden gibt, doch dazu hätte es auch viele andere Wege gegeben.
Aber auch der Code, den man in diesem Buch knacken sollte, passt eher zu einem höheren Alter der Leser. Es gibt hier nämlich auch ein Spiel, weil Alexia im Buch von Helena ständig seltsame Symbole findet und wenn man diese decodiert, erhält man einen Text. Um diesen Code nun zu knacken, müssen auf den Landkarten die Details genau angeschaut werden. Damit ist dann aber auch viel Schreibarbeit verbunden. Das Buch bietet keinerlei Kopiervorlagen oder Dateien zum Downloaden im Internet, um diese Schreibarbeit zu erleichtern. In meiner Jugend hätte mich das nicht abgeschreckt, im Gegenteil wäre ich sicher stundenlang darin versunken, um das Rätsel zu lösen. Es bleibt nur zu hoffen, dass Jugendliche heutzutage auch noch gewillt sind, Zeit und Energie in ein Buch zu investieren.
Ich finde, das Buch ist sehr gut konzipiert, toll aufgebaut, schön anzuschauen und bietet viel Vergnügen. Es stellt sich halt die Frage nach der Zielgruppe. Einerseits finde ich, dass die Bilder und Heldengeschichten auch bereits für jüngere Kinder geeignet sind, die Geschichte von Helena und das Rätsel hingegen nur für ältere.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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