Gedankensprung: Buchverfilmungen

Warum sind Buchverfilmungen immer schlecht?
Die Frage sollte eher lauten, warum sie immer eine Enttäuschung sind, denn schlecht sind die meisten nicht. Das Problem ist halt, und da schließe ich mich mit ein, dass man sehr oft die Begriffe „enttäuschend“ und „schlecht“ synonym verwendet. Oft gefallen mir Filme und erst im Nachhinein komme ich drauf, dass es eine Buchverfilmung war, was nicht selten der Fall ist, denn die meisten Filme basieren auf Büchern. Wir sprechen halt nur dann von einer Buchverfilmung, wenn wir das Buch gelesen haben. Und das ist die Crux an der Sache: Wenn ich ein Buch lese, habe ich bestimmte Bilder und Töne im Kopf, bestimmte Vorstellungen und Ideen. Dann kommt der Film mit diesen Schauspielern, die so gar nicht in mein Konzept passen, und einem Regisseur, der den Fokus auf andere Dinge legt und ganze Szenen weglässt. Kaum ein Film entspricht dem, was man beim Lesen in seinem Kopf erschaffen hat und daher rührt die Enttäuschung. Andersrum ist es aber genauso. Wenn ich ein Buch nach dem Film lese, quetsche ich die Bilder und Töne der Leinwand zwischen die Zeilen, was dann oft zu Konflikten führt. Oder das Buch hat einfach nicht den Tonfall, den der Regisseur gewählt hat, was dann auch in einer Enttäuschung endet.
Wenn man ein Buch nicht gelesen hat, dann kann man getrost den Film schauen, denn Buchverfilmungen sind nur selten schlecht. Wenn man das Buch hingegen gelesen hat, sollte man einen Film nicht schauen, denn Buchverfilmungen sind oft eine Enttäuschung.

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Spiel: pit (Hasbro)

Schnelles Handelskartenspiel für die ganze Familie.
(ca. 2 Min. pro Runde; 3-8 Spieler)
Jeder Spieler bekommt 9 Handkarten und möchte irgendwann 9 Karten der gleichen Art in der Hand haben. Wer das hat, darf auf die Glocke hauen. Wer als schnellstes auf die Glocke haut, hat gewonnen.
Um Karten einer Art anzusammeln, muss mit den Mitspielern getauscht werden, was gleichzeitig geschieht. Ich rufe nur, wie viele Karten ich abgebe, z.B. „Vier“. Wenn irgendein Mitspieler das gehört hat und dazu bereit ist, geben wir uns gleichzeitig 4 Karten. Hoffentlich waren da ein paar Karten jener Art drunter, die ich sammle. Dann rufe ich wieder eine Zahl, bzw. höre den anderen zu, bis ich jemanden finde, mit dem ich tauschen kann.
Bei diesem Spiel geht es also um Geschwindigkeit und darum, im Chaos den Überblick nicht zu verlieren. Vielleicht sammelt jemand anderes die gleiche Art wie ich und daher bekomme ich lange nicht, was ich suche. Sollte ich dann auf eine andere Art umschwenken oder warten, bis der Mitspieler das macht?
Das Spiel macht Spaß und speziell mit Kindern kann es zu vielen lustigen Momenten kommen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Hasbro Pit – Karten tauschen und gewinnen, Familienspiel für Zuhause und auf Reisen
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Buch: Taylor, Dennis E. – Ich bin viele (Bobiversum 1)

Wow, was für ein großartiges Buch.
Inhalt: Bob kann es nicht fassen. Eben hat er noch seine Software-Firma verkauft und einen Vertrag über das Einfrieren seines Körpers nach seinem Tod unterschrieben, da ist es auch schon vorbei mit ihm. Er wird beim Überqueren der Straße überfahren. Hundert Jahre später wacht Bob wieder auf, allerdings nicht als Mensch, sondern als Künstliche Intelligenz, die noch dazu Staatseigentum ist. Prompt bekommt er auch gleich seinen ersten Auftrag: Er soll neue bewohnbare Planeten finden. Versagt er, wird er abgeschaltet. Für Bob beginnt ein grandioses Abenteuer zwischen den Sternen – und ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit.
Dieses Buch hat alles, was man sich von Sci-Fi wünscht: tolle Charaktere, gelungener Humor, Spannung und eine interessante Zukunftsvision. Wobei mit Humor hier Insider-Witze für Fans von Star Trek und anderen Sci-Fi-Franchises gemeint ist. Während die Zukunftsvision die aktuelle soziopolitische Situation der USA und anderer Länder ins Extreme führt.
Das Tolle und Innovative an diesem Buch ist der Hauptcharakter Bob, der eigentlich eine künstliche Intelligenz in einer Weltraumsonde ist und ganz allein durchs Weltall fliegt. Er hat einen 3D-Drucker im Gepäck, für dessen Verwendung er aber genug Metall finden muss. Dadurch schafft er es, Kopien von sich anzufertigen, wodurch immer neue Bobs entstehen, mit leicht veränderten Charakterzügen, die dann ihrerseits ins Weltall düsen. Somit haben wir im Buch dann auch immer mehr und mehr Perspektiven, was sehr spannend zu lesen ist. Denn jeder Bob entdeckt andere Dinge, verfolgt andere Interessen und gestaltete seine Virtuelle Realität anders.
Es ist schwer zu beschreiben, warum dieses Buch so faszinierend ist. Es ist einfach so interessant mit Bob zu reisen und zu erleben, wie er seine Bestimmung überwindet, neue Technologien erfindet und verschiedene Entdeckungen macht. Speziell als Star Trek – Fan kann man sich mit diesem Buch köstlich unterhalten.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Ich bin viele (Bobiverse, Band 1)
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Film: Mission Impossible 6 – Fallout (2018)

Tolle Unterhaltung.
Action / Spionage mit Tom Cruise von Christopher McQuarrie. 148 Min.
Inhalt: Nach einer missglückten Mission wird Geheimagent Ethan Hunt (Tom Cruise) mehr denn je mit den Konsequenzen seiner vergangenen Taten konfrontiert. Während ihn seine Vergangenheit heimsucht, sieht sich die Welt einer schweren nuklearen Bedrohung ausgesetzt. Unter der Führung des neuen IMF-Chefs Alan Hunley (Alec Baldwin) müssen Ethan, seine Kollegen Benji Dunn (Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames) sowie MI6-Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) in einem Wettlauf gegen die Zeit einmal mehr eine Katastrophe verhindern.
Ich möchte eigentlich nicht zu viele Worte über diesen Film verlieren. Der Plot ist spannend, die Action toll, die Stunts cool gemacht, die überraschenden Wendungen gelungen, die Schauspieler gut. Dieser Film konnte mich in allen Belangen überzeugen und bietet daher großartige Unterhaltung. Natürlich, man könnte schon kritisieren, dass der Plot zu hanebüchen und die Wendungen zu konfus sind, aber wen das im sechsten Teil dieses Franchises immer noch stört, der ist halt fehl am Platz.
Fazit: Empfehlenswert.

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Reisebericht: Hamburg 02.-06.08.2018

Wie jedes Jahr bin ich auch dieses Jahr wieder zur Weltmeisterschaft des Kartenspiels Blue Moon gereist, um daran teilzunehmen. Wer sich für das Turnier und dessen Ergebnisse interessiert, kann ja mal hier rumklicken: http://blue-moon-fans.com/
Ich selbst bin früher an- und später abgereist, um noch etwas von der Stadt zu sehen. Angekommen bin ich am späten Donnerstagnachmittag und weil ich alleine und müde war, wollte ich mir einen gemütlichen Kinoabend gönnen. Daher habe ich im Internet recherchiert, was das modernste Kino Hamburgs sei und ich wurde zum CinemaxX Hamburg-Dammtor geschickt, was jedoch eine ziemlich Enttäuschung war: alt, abgenützt und keinerlei Restaurants oder Imbiss-Lokale in der Nähe. Auf Nachfrage bei Hamburgern in den nächsten Tagen wurde mir bestätigt, dass es tatsächlich nichts besseres in dieser Stadt gibt.
Das Hostel selbst (http://www.hammerbrookhostel.de/) war klein, billig und in einer guten Lage, also ideal für jemanden, der alleine reist und eh nur ein Bett in der Nacht braucht.
Am Freitag habe ich mir früh am Morgen ein Frühstück beim Bäcker gegönnt (Frucht-Kopenhagener) und bin dann einem kleinen Kanal entlang bis zur Speicherstadt spaziert. Hamburg ist ja anscheinend die Stadt Europas mit den meisten Brücken und mir gefällt das viele Wasser sehr gut. Die Speicherstadt hingegen, das historische Zentrum und Wahrzeichen von Hamburg, hat mich dann etwas enttäuscht zurückgelassen, weil es so klein ist, zwar sehr schön, aber eben klein. Ich hatte eigentlich einen halben Tag eingerechnet, dort herumzuspazieren, aber nach 15 Minuten war ich schon durch. Ich habe dann entdeckt, dass es in der Speicherstadt viele kleine Museen gibt und wenn man den Hamburger Turbopass gekauft hätte, hätte man die alle mit einer Karte anschauen und somit einen ganzen Tag dort verbringen können. Allgemein ist Hamburg eine Stadt, für die Touristen sehr lange vorher schon alles planen müssen. Musicals, Miniaturwelt und Dungeon etwa kann man nur besuchen, wenn man die Tickets schon vorher online gekauft hat, spontan geht da gar nichts, oder mit langer Wartezeit und sehr teuer. Also habe ich das alles nicht gemacht.
Es hat sich dann als Glück erwiesen, dass die Speicherstadt so klein ist, denn ein Freund ist genau zu der Zeit angekommen und so konnte ich direkt mit ihm eine zweistündige Hafenrundfahrt machen. Das war wirklich fantastisch und imposant, das alles zu sehen. Anschließend hat er sich wegen anderer Termine verabschiedet und ich habe am Hafen leckeren Fisch gegessen. Am Nachmittag wollte ich dann ins Historische Museum, habe mich auf den Weg dorthin aber verlaufen und bin auf der Reeperbahn gelandet. Das war ein Glück im Unglück, denn es hat sich als äußerst schwierig erwiesen, in Hamburg Geschäfte zu finden. Dort konnte ich dann endlich meinen Rucksack mit Getränken und Proviant auffrischen. Supermärkte sind in Hamburg eine echte Rarität, lediglich auf Bäckereien bin ich immer wieder gestoßen.
Als ich dann endlich das Historische Museum erreicht hatte, war es schon beim Schließen und ich habe es dann leider nicht mehr anschauen können. Von dort bin ich dann durch den wunderschönen Park „Planten un Blomen“ bis zur Alster spaziert. Um die Binnenalster (ein kleiner See) herum habe ich die Pride Parade erlebt, ehe ich dann an der Außenalster entlang bis zur Alsterwiese spaziert bin, wo meine Freunde bereits irgendwelche kleinen Säckchen in Holztafeln mit Löchern geworfen haben. Mit denen bin ich dann am Abend ordentlich essen gegangen und einer hat uns anschließend zu sich in die Wohnung eingeladen, wo wir noch sehr lange Brettspiele gespielt haben.
Am Samstag war es dann soweit: Wir haben den ganzen Tag Blue Moon gespielt (16 Spiele pro Person). Das war richtig cool und hat sehr viel Spaß gemacht. Am Abend waren wir alle völlig erschöpft und sind gemeinsam noch nach St. Pauli gegangen, um uns dort in einem pakistanischen Restaurant zu stärken, ehe wir wieder die Nacht mit Brettspielen verbracht haben. Am Sonntag wurden nur noch Halbfinale und Finale ausgespielt, die übrigens auch online gestreamt wurden.
Halbfinale hier: https://www.youtube.com/watch?v=LDC8cLOhxt8
Finale hier: https://www.youtube.com/watch?v=GFP1vbEELcY
Fürs Finale haben wir die beiden Spieler in ein einen anderen Raum gebracht und dann das Spiel auf einer großen Leinwand angeschaut. Das war ein echt toller Moment, wie wir da gemeinsam saßen, gefachsimpelt und gejubelt haben.
Dann war noch Zeit für weitere Brettspiele, bis gegen 18 Uhr jeder zum Bahnhof ging und abfuhr. Nur ich blieb zurück und bin zum Spielecafé Würfel & Zucker spaziert, das in der Brettspielcommunity recht bekannt ist. Es ist schön hell und hat eine gute Auswahl, es war mir aber zu laut. Ein komplexes strategisches Spiel würde ich dort nicht unbedingt spielen wollen, jedoch gemütliche Spiele mit einem interaktiven Element allemal.
Am Montagvormittag habe ich noch das fantastische Internationale Maritime Museum angeschaut. Es hat sich absolut ausgezahlt, dafür noch einen Tag länger in Hamburg zu bleiben. Am Nachmittag habe dann auch ich Tschüß gesagt und habe mich zum Flughafen begeben.
Nächstes Jahr spielen wir in Berlin. Ich freue mich schon!

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Spiel: Dackel Drauf! (Ravensburger)

Schönes Würfel-Memory-Spiel für Kinder.
Von Carlo A. Rossi (ca. 20 Min.; 2-5 Spieler)
Das Spiel ist sehr einfach. In einer Schachtel befinden sich 15 Würfel mit Tiermotiven. Der Würfler entscheidet, wie lange diese angeschaut werden dürfen, bevor er den Deckel draufmacht. Dann legt jeder Spieler der Reihe nach eine Karte aus oder passt. Wenn alle gepasst haben, wird kontrolliert. Liegen mehr Karten einer Tierart aus, als gewürfelt worden sind, hat der verloren, der die Karte zu viel hingelegt hat.
An sich bietet dieses Spiel ein sehr simples Konzept, die Menge an Würfel macht den Memory-Effekt jedoch sehr knifflig. Es macht einfach sehr viel Spaß zu sehen, wenn sich jemand falsch erinnert hat. Manchmal legt jemand eine falsche Karte und dadurch wird man selbst verunsichert, ob man sich etwa falsch erinnert. Die Gesichter der Mitspieler, wenn sie sich angestrengt zu erinnern versuchen, sind auch sehr witzig. Ja, das Spiel macht viel Spaß und geht schnell.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Dackel Drauf!
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Buch: Tasty

Ein erfolgreicher Blog sammelt seine besten Rezepte und veröffentlicht sie als Buch. Eigentlich echt clever.
Tasty ist ein Kochblog, der zu BuzzFeed gehört und somit einer der meistbesuchten Kochblogs der Welt ist. Was ja auch kein Wunder ist, sind die Rezepte dort doch alle simple & tasty, also einfach & lecker. Für dieses Buch nun wurden jene 80 Rezepte genommen, welche auf dem Blog die meisten Likes bekommen haben. Daher sollte es nicht verwundern, dass die Mehrheit der Rezepte hier Süßspeisen sind.
Da es sich hier um einen erfolgreichen Kochblog handelt, ist es beinahe schon selbstverständlich, dass die Fotos fantastisch sind. Das Buch lädt einfach herrlich zum Blättern und Schwelgen ein. In diesem Sinne ist ein Buch viel angenehmer als ein Blog, auf dem man sich umständlich durchklicken muss, sowie mit Ladezeiten und Werbung zu kämpfen hat. Tatsächlich hat eine Bekannte von mir ihre liebsten Tasty-Rezepte ausgedruckt und in einem Ordner gesammelt, weil sie nicht immer online gehen möchte. Deshalb ist es natürlich super, dass es jetzt dieses Buch gibt.
Die Rezepte, allesamt so einfach wie möglich gehalten, sind in 9 Kapitel unterteilt: Party, Landküche, Süßes, Klassiker, Vegetarisch, Die Besten, Aus aller Welt, Trendiges, Bälle & Ringe. Sorry, aber mit dieser Unterteilung kann ich nicht viel anfangen. Bei so manchem Rezept habe ich mich gefragt, warum das hier drinnen ist. Aber klassische Gliederungen sind heute halt nicht mehr modern. Zum Glück gibt es als Entschädigung dafür ein sehr gutes Register am Ende, mit dem man die gewünschten Rezepte sehr schnell findet.
Die hier vorgestellten Speisen sind eine bunte Mischung aller möglichen Kategorien. Was erwartet man auch anderes, wenn ein Blog einfach seine 80 besten Rezepte nimmt. Wir haben also typische Kartoffel- und Burger-Gerichte aus den USA, mexikanische, italienische und viele weitere Speisen, mit Fleisch, ohne Fleisch, süß oder salzig, warm oder kalt, klein oder groß. Ich finde das sehr toll, so eine bunte Mischung an Rezepten zu haben. Angeregt durch tolle Bilder wird man einfach motiviert mal etwas zu kochen, was eher untypisch für einen selbst ist. Zumal die meisten Zutaten hier nicht schwierig zu beschaffen und die einzelnen Kochschritte nicht allzu schwierig sind.
Ich selbst habe sofort das Tropische Ananas-Hühnchen (S. 136) ausprobiert. Sehr lecker! Aber auch ansonsten kann ich aus meiner Erfahrung mit dem Tasty-Blog sagen, dass die Rezepte funktionieren und auch wirklich gut sind.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: The Boss (2016)

Naja, es gibt bessere Komödien. Viele sogar.
Komödie mit Melissa McCarthy von Ben Falcone. 104 Min.
Inhalt: Nachdem die extrem erfolgreiche Unternehmerin Michelle Darnell beim Handeln mit Insiderinformationen erwischt wird, wandert sie direkt ins Gefängnis. Wieder auf freiem Fuß, will sie sich der Welt nun als ehrbar und rechtschaffen präsentieren – als die Sünderin, die aus ihren Fehlern gelernt hat. Doch die Chefin steckt noch in ihr und alte Angewohnheiten schwinden nicht einfach. Außerdem ist nicht jeder, der von Michelle damals aufs Kreuz gelegt wurde, bereit, einfach so zu vergeben und zu vergessen.
Nicht die Schauspieler sind das Problem in diesem Film, denn Melissa McCarthy spielt so gut wie immer, ebenso Kristen Bell und Peter Dinklage. Nein, das Drehbuch und die seltsamen Witze geben einfach nicht genug her. Selbst der talentierteste Schauspieler hätte hier kaum etwas rausgeholt. Vielleicht muss man dem Regisseur die Schuld geben, dass er zu sehr an seiner Vision festhielt und den Schauspielern keinen kreativen Einfluss ermöglichte. Aber der Film ist es nicht wert, dass man sich zu viele Gedanken darüber macht. Das Ende ist vorhersehbar und der Humor ist nicht witzig genug, um bis dorthin durchzuhalten. Wenn wenigstens die Women-Empowering-Message ordentlich durchgedrungen wäre, aber selbst die fällt total flach.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Gedankensprung: Ausblick Star Trek Discovery Staffel 2

Jetzt ist er also draußen, der Trailer für die zweite Staffel von Star Trek Discovery, die im Jänner 2019 anlaufen soll. Ich mache mir jedoch große Sorgen.
Es ist kein Geheimnis, dass mir die erste Staffel so gar nicht gefallen hat. Natürlich hat man immer die Hoffnung, dass der nächste Teil, die nächste Staffel, die nächste Version besser wird. Aber nach diesem Trailer schwant mir Übles. Er wirkt so, als hätten sich die Macher umgesehen, die Kritik an der ersten Staffel ignoriert und einfach geschaut, warum andere so erfolgreich sind. Anstatt sich endlich auf die Wurzeln zurückzubesinnen, geht man auf Diebstour und klaubt überall das zusammen, was man für „cool“ hält.
Was für Elemente sind mir im Trailer nun genau aufgefallen?
1) Musik: Guardians of the Galaxy lässt grüßen.
2) Humor: The Orville lässt grüßen. Ein Witz im Trailer scheint sogar 1:1 von The Orville übernommen worden zu sein.
3) Timeline: Sie treffen also die Enterprise. Nun gut, man muss ja die Fans irgendwie bei Laune halten und wenn die Qualität der Serie dazu nicht reicht, verwendet man eben solche billigen Tricks. Zum Glück sind nicht Kirk & Co. dort, sondern Pike, als er noch ein Commander war. Das klingt ja schon mal interessant, aber auch seltsam. Denn Discovery sollte ja 10 Jahre vor der originalen Serie spielen, also ca. im Jahre 2255. Pike ist da aber, laut dem offiziellen Kanon, Captain der Enterprise, nicht Commander. Das ist ein kleines Detail am Rande. Sein Zweiter Offizier und Wissenschaftsoffizier war damals Lieutenant Commander Spock, der ja, um bei billigen Tricks zu bleiben, eine Art Adoptivbruder von Michael Burnham ist, dem Hauptcharakter in Star Trek Discovery. Und wenn wir dem Trailer glauben können, erzählt die zweite Staffel von Star Trek Discovery von einer Mission, Spock zu retten. Der hat zu diesem Zeitpunkt, laut dem offiziellen Kanon, die Flottenakademie gerade einmal ein Jahr verlassen.
Was die Timeline betrifft, klingt das ja mal nicht so schlimm, aber das Potenzial ist sehr groß, hier wirklich viel Mist zu bauen, viele Fehler zu machen. Anstatt der Enterprise mit ihrer Crew samt entsprechenden Fettnäpfchen einfach aus dem Weg zu gehen, steuert die Serie direkt darauf zu. Ich kann mir jetzt schon vorstellen, wie viel Fangeschrei es geben wird, dass dieses mit jenem nicht zusammen passt und sowieso alles falsch ist.
Naja, schauen werde ich die Serie trotzdem.

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Spiel: Yamatai (Days of Wonder)

Tolles Spiel mit einer großen Schwäche.
Von Bruno Cathala und Marc Paquien (ca. 40-80 Min.; 2-4 Spieler)
Eigentlich ist das hier vom Material, Thema und Mechanismus her ein richtig tolles Spiel, das mir echt gut gefällt. Wir versuchen Schiffe in der richtigen Farbe gezielt zu positionieren, um dann auf Inseln Gebäude errichten zu können. Denn Gebäude können nur gebaut werden, wenn die Schiffe um diese Insel herum eine bestimmte Farbkombination ergeben. Das Legen der Schiffe erfolgt jedoch nach bestimmten Regeln und es ist gar nicht so einfach, überhaupt die richtigen Farben zu bekommen. Dazu kommen noch coole Spezialisten, die dir sehr schöne Spezialfunktionen geben. Die Gebäude geben dir Punkte und Boni abhängig von der Nachbarschaft und dem Terrain.
Das Spiel ist wirklich toll und es gibt immer viel zu beachten. An sich gefällt mir ja dieses puzzleartige Element sehr gut, dass du eben genau überlegen musst, welche Schiffe du zu Beginn nimmst, wie und wo anlegst und welches Gebäude du damit dann bekommst. Auch die verschiedenen Fähigkeiten, die du einsetzen kannst, sind sehr interessant. Das Problem ist jedoch die Analyse-Paralyse. Da der Spieler, der direkt vor dir an der Reihe ist, nochmal alles verändern kann, ist es beinahe sinnlos im Voraus groß Pläne zu schmieden. Man kann sich überlagen, was man gern hätte, aber erst wenn man selbst wirklich an der Reihe ist, kann man damit beginnen, die Situation zu analysieren. Da man aber bei so einem Spiel bei jedem Zug das Maximum an Punkten herausholen möchte, da man sonst ziemlich schnell zurückfällt, entsteht sehr oft eine Analyse-Paralyse. Das führt natürlich zu einer sehr großen Downtime, da die nächsten Spieler ja erst planen können, wenn sie selbst dran sind. Ich kann mir jedoch durchaus vorstellen, dass bei erfahrenen Spielern, die das Spiel schon öfters gespielt haben und es also kennen, die einzelnen Züge schneller gehen.
Dieses Spiel wurde als Nachfolger von Five Tribes präsentiert. Ich verstehe, warum es diese Bezeichnung erhalten hat, meiner Meinung nach aber steht es diesem hinten nach. Mir gefällt Five Tribes eindeutig besser und würde das auch jederzeit spielen, während ich für Yamatai die richtige Gruppe zum richtigen Zeitpunkt benötige. Yamatai ist nicht schlecht, absolut nicht, es kann jedoch extrem mühsam werden, wenn viel Analyse-Paralyse zu viel Downtime führt.
Was hingegen sehr wohl bei diesem Spiel kritisiert werden muss, ist das Regelwerk (auf Deutsch). Ja, so etwas schlechtes habe ich selten in der Hand gehabt. Viel wird schwammig erklärt, manche Details muss man selbst zwischen den Zeilen herauslesen und interpretieren. Nein, absolut inakzeptabel.
Fazit: Empfehlenswert.

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Yamatai
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