Serie: A Series of Unfortunate Events / Eine Reihe betrüblicher Ereignisse – Staffel 1

Eine tolle Kinderbuchverfilmung, die wunderbar seltsam ist, mit einem trockenen Gothic-Humor.
Die Kinderbuchreihe besteht aus insgesamt 13 Bänden, die für ihren dunklen Humor, den Sarkasmus und Anachronismus berühmt sind, allesamt Elemente, die auch in der Serie sehr gelungen dargestellt werden. Die erste Staffel hat die ersten vier Bücher verfilmt, wobei es für jedes Buch eine Doppelfolge gibt. Das Interessante an diesem Aufbau ist nun, dass man eigentlich nach jeder Doppelfolge ein abgeschlossenes Abenteuer hat. In der zweiten Staffel sollen die Bücher fünf bis neun und dann in der dritten Staffel die letzten vier Bücher verfilmt werden.
Der übergreifende Plot ist sehr spannend, gibt es doch ein großes Geheimnis, das in jedem Abenteuer ein kleines Stück weiter gelüftet wird. Auch die Schauspieler, Neil Patrick Harris etwa als Graf Olaf und vor allem die Baudelaire-Kinder, sind sehr gut. Einzig die Optik der Serie ist sehr gewöhnungsbedürftig und die erste Episode kann daher noch nicht voll genossen werden, das legt sich aber. Tatsächlich macht diese Optik einen großen Teil des Charmes der Serie aus.
Ich finde es sehr witzig, wie der Erzähler die ganze Zeit erklärt, dass die Geschichte eigentlich sehr tragisch ist und es doch im Fernsehen sicher Interessanteres gibt, als diese dramatischen Ereignisse.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Kubo and the Two Strings / Kubo – Der tapfere Samurai (2016)

Ganz ein tolles Abenteuer mit interessanten Charakteren.
Stop-Motion-Animation / Fantasy-Abenteuer mit Charlize Theron von Travis Knight. 102 Min.
Inhalt: Der junge Kubo besitzt ein magisches Musikinstrument, welches er dafür nutzt fantastische Geschichten zu erzählen, die er von seiner Mutter gehört hat. Doch eines Tages muss er erkennen, dass das nicht einfach Geschichten sind, sondern wahre Begebenheiten und so beginnt ein großes Abenteuer, um den Mondkönig zu besiegen.
Dank der wunderbaren Animation hat mich der Film von der ersten Minute an gefesselt. Dazu kommen dann noch Charaktere, die man sofort ins Herz schließt und ein spannender Plot. Alles in Allem ist der Film ein großartiges Erlebnis. Einzig die „überraschenden Wendungen“ waren leider schon von Weitem sichtbar, was die Qualität aber nicht mindert.
Fazit: Sehr zu empfehlen. Für mich sogar der beste Animationsfilm aus 2016.

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Kubo – der tapfere Samurai
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Gedankensprung: Es wird zu viel produziert

Je länger ich mich mit dem Englischen beschäftige, desto öfter fällt mir auf, dass es in dieser Sprache Wörter gibt, die einfach viel Treffender sind als die deutschen Varianten. So habe ich bereits einmal das Wort „mindblowing“ in Ermangelung einer deutschen Alternative verwendet. Und heute verwende ich das Wort „Completionist“. Die deutsche Übersetzung wäre ein „Perfektionist“, aber das trifft die Essenz nicht wirklich. Ein Perfektionist ist eine Person, die sowohl in Qualität als auch in Quantität die Perfektion sucht. Ein Completionist hingegen strebt nur eine quantitative Vollständigkeit an. Und so einer bin ich.
Wenn ich eine Serie beginne, will ich die auch abschließen, egal ob im Fernsehen oder als Buch. Wenn ich ein Computerspiel spiele, will ich jeden Winkel erforschen und jedes Item finden, jedes Rätsel lösen und jeden Text lesen. Das Problem ist nun, dass es heutzutage einfach zu viel Zeug gibt. Fast 1.000 neue Gesellschaftsspiele, 1.000 neue Filme und über 80.000 neue Bücher – allein auf Deutsch – kommen jedes Jahr auf den Markt, ganz geschweige von den unzähligen Episoden der verschiedenen Serien und Shows. Wie soll jemand das alles konsumieren können? Das ist doch unmöglich. Uh, das neue Buch von dem Autor; Oh, der neue Film mit dem Schauspieler; Ah, das neue Spiel von dem Designer.
Psychologen sprechen von der „Angst, etwas zu verpassen“ und ja, auf mich traf das zu. Nicht mehr zum Glück, aber es gab eine Phase, in der ich schon ziemlich frustriert war. Ich wollte den Film und die Serie sehen, brauchte aber Zeit für dieses Buch und hatte keinen Partner für jenes Spiel. Man muss sich einfach Mal zurücklehnen und akzeptieren, dass man nicht alles haben kann. Man muss akzeptieren, dass zu viel produziert wird und es unmöglich für einen Menschen alleine ist, alles zu konsumieren.
Bei mir ist es nun so, dass ich damit umzugehen gelernt habe, auch mal etwas zu verpassen und mal etwas abzubrechen, wenn es einfach schlecht ist. Doch das, was ich beginne, was meine qualitativen Standards trifft, will ich auch vollständig haben. Deshalb habe ich auch letztens sämtliche großen und kleinen Erweiterungen für Cacao gekauft. Ich bin also von einer allgemeinen Vollständigkeit zu einer selektiven Vollständigkeit übergegangen. Vielleicht werde ich mit der Zeit lernen, auch das relativer zu betrachten.
Das aber ändert nichts am grundlegenden Problem, dass zu viel produziert wird. Ich verstehe durchaus, dass jeder gerne etwas kreieren und dann veröffentlichen möchte. Das ist total verständlich. Aber in der heutigen Masse ist es einfach sehr wahrscheinlich, dass dein Werk untergehen wird. Wenn allein auf dem deutschen Markt jedes Quartal (!) fast 20 neue Sci-Fi-Bücher erscheinen, wie soll man sich da effektiv durchsetzen? Du musst einfach so eine hohe Qualität haben, dass der Verlag genügend Potenzial sieht, um in viel Werbung zu investieren.
Wir Konsumenten stehen da vor dem Problem, das zu finden, was uns interessiert. Leider werden wir überfordert und am Ende greifen wir auf das zurück, was wir schon kennen, was uns bekannt vorkommt. Lieber eine bekannte Serie fortsetzen, als etwas Neues riskieren. Lieber einen bekannten Autor, als ein unbeschriebenes Blatt. Nur wenige Kunden nehmen sich die Zeit, sich zu informieren, was es alles gibt, was am ehesten ihren Geschmack treffen könnte. Die meisten laufen ins Geschäft oder klicken auf Amazon und wollen den Kauf schnell abgewickelt haben, ist es doch selten für sie selbst und häufig als Geschenk für jemand anderen. Gerade in solche Momenten greift man lieber zu Bewährtem als zu Neuem.
Andererseits ist es ja gut, dass so viel produziert wird, dass versucht wird allen Geschmäckern etwas zu bieten. Nur leider sind wir nun einer Phase, wo nur noch des Produzieren Willens produziert wird. Wie viele Arbeitsplätze würden verloren gehen, wenn ein Verlag plötzlich sagen würde, es gibt schon genug Bücher und wir veröffentlichen keine mehr? Oder wie könnte sich ein Hollywood-Produzent seine nächste Luxus-Villa finanzieren, wenn er den Markt als gesättigt betrachten würde? Und das wiederum führt dazu, dass in all den Unmengen an Werken, die uns zum Verkauf angeboten werden, auch sehr viel Schrott dabei ist, weil einfach irgendetwas auf den Markt geworfen werden muss.

Fazit: Lehnt euch zurück, trinkt eine Tasse Tee und betrachtet nochmal all die Dinge, die ihr schon habt. Atmet einmal tief durch und akzeptiert, dass ihr nicht jede Neuheit haben könnt und dass es auch gar nicht wichtig ist, alles zu haben. Entspannt euch einfach.

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Spiel: Cacao – 1. Erweiterung „Chocolatl“ + Minierweiterungen „Vulkane“, „Neue Hütten“ & „Neue Legeplätze“

Nun habe ich also auch meine Box für Cacao komplettiert. Ob es sich lohnt, alles zu erwerben, was da erschienen ist, erfahrt ihr jetzt:

1) Bereits im Brettspiel-Adventkalender 2015 gab es eine tolle Minierweiterung. Dort habe ich auch über Die Lichtung gesprochen, eine weitere interessante Minierweiterung in Postkartenformat.

2) Die große und erste richtige Erweiterung heißt Chocolatl und bringt vier Module mit sich, die entweder individuell oder gemeinsam mit dem Basis-Spiel gespielt werden können. Vorweg möchte ich sagen, dass ich sehr enttäuscht war, weil keine weiteren Arbeiterplättchen dabei waren. Ein oder zwei Runden mehr würden dem Spiel schon gut tun. Aber auch ohne dem ist Chocolatl gut.
a) Bewässerung: 4 Cacao für ein Schritt zurück auf dem Fluss. Das ist eine nette Option, aber nicht überragend.
b) Landkarten: Mehr Optionen beim Auswählen der Dschungelkarten ist auch nett, aber eigentlich unnötig.
c) Schokolade: Cacao in Schokolade umwandeln und dann teurer verkaufen ist cool, aber zu viel Material für zu wenig Spiel. Hätten hier weniger Holzteile den Preis reduziert, hätte man ruhig auf die Hälfte verzichten können.
d) Hütten: Allein wegen diesem Modul zahlt es sich aus, die Erweiterung zu kaufen. Die geben dir tolle Sonderfunktionen und bringen Spannung mit sich, wer es zuerst schafft, welche Hütte zu kaufen. Man hat plötzlich auch viele kurzfristige Ziele, nicht nur die Punkte am Ende, was dem gesamten Spiel eine neue Qualität gibt.

3) Mich hat beim Basis-Spiel immer schon das in der Schachtel eingelegte Plastik für das Material geärgert. Dieses ist nämlich so dumm gemacht, dass alles immer rumfliegt. Anscheinend war ich da nicht der einzige, denn mit der Minierweiterung Vulkane kommt auch ein Karton, der genau dieses Problem behebt. Sehr schön! Die Plättchen selbst sind auch ein nettes Addendum für das Spiel, kann man damit doch auch ein bisschen gemein sein.

4) Im Brettspiel-Adventkalender 2016 war die Minierweiterung Neue Hütten, die man einfach den Hütten von Chocolatl beifügt. Die sind nett und passen vom Balancing sehr gut zu den anderen. Mehr Optionen sind immer etwas Tolles.

5) Als letzte Minierweiterung gibt es noch Neue Legeplätze, zwei Lagerhallen, die man wie die Hütten kaufen kann, um mehr Cacao zu horten. Die sind sehr toll, erlauben sie doch flexiblere Strategien.

Fazit: Wer Cacao hat, sollte sich Chocolatl kaufen. Von den Minierweiterungen würde ich die Vulkane auf jeden Fall empfehlen. Die anderen sind nett und bereichern das Spiel allemal, aber einen zu großen finanziellen Aufwand sind sie nicht wert.

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Cacao – Chocolatl, 1. Erweiterung
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Buch: Dr. Oetker – Asiatisch kochen

Da ich asiatische Küche liebe, war ich sehr erfreut, als ich dieses Buch geschenkt bekommen habe. So etwas ist immer toll.
Hier also haben wir 75 Rezepte, die in Europa die asiatische Küche darstellen. Dass Asien ein großer Kontinent mit vielen Kulturen und dementsprechend vielen kulinarischen Traditionen ist, wird halt leicht vergessen. „Asiatisch“ ist bei uns eben nur der ferne Osten und Südostasien. Zum Glück haben sie hier auch noch einige indische Rezepte eingefügt, um den kulturellen Rahmen zu vergrößern.
Das ist natürlich nicht der Fehler von diesem Buch, sondern von unserer Gesellschaft und ich werde nicht müde, immer wieder darauf aufmerksam zu machen. Aber hier haben wir ein Kochbuch, Bilder und Rezepte sind das Entscheidende.
Was nun die Fotos betrifft, ist es so, dass verschiedene Fotografen dafür engagiert worden sind und man merkt da schon qualitative Unterschiede, was die Wahl des Hintergrundes betrifft so wie auch die Schärfe-Einstellungen. Aber vielleicht ist das auch gut so, denn Geschmäcker, vor allem im optischen Bereich, sind doch sehr unterschiedlich.
Die Rezepte sind dafür nach einem einheitlichen, einfachen Schema aufgebaut, in welchem die einzelnen Kochschritte optisch hervorgehoben sind, was dem motivierten Laien sehr hilft. Es ist ein bunter Mix aus bekannten und unbekannten Gerichten, schneller und langwieriger Küche. Die Zutaten sind schön aufgelistet, exotische Namen werden erklärt.
Fazit: Alles in Allem bin ich sehr zufrieden, das Buch regt zum Kochen an und lecker sind die Speisen allemal.

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Serie: Narcos – Staffel 1

Tolle Serie mit logistischen Problemchen.
In Narcos wird das Leben von Pablo Escobar, einer der berüchtigtsten Drogenkönige aller Zeiten, dargestellt. In diesem Sinne ist die Serie echt spannend, beinahe schon eine Dokumentation. Aufgepäppelt wird das Ganze mit tollen Schauspielern, einem guten Drehbuch und dem regelmäßigen Einsatz von historischem Filmmaterial. Man ist bald gefesselt von den Ereignissen, die schließlich im großen kolumbianischen Drogenkrieg enden.
Mein Problem mit der Serie sind die vielen Untertitel. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Untertitel, schaue ich doch Animes nur auf Japanisch mit solchen. Aber hier ist es anders, weil ich die Serien immer morgens schaue, während ich frühstücke, mich auf den Tag vorbereite und im Internet die Nachrichten lese. Wenn die Serie also ohne Untertitel auskommt ist es kein Problem Mal wegzuschauen und einfach mitzuhören, aber so muss ich die ganze Zeit mitlesen, wodurch mein gesamter morgendlicher Zeitplan durcheinanderkommt. Aber ja, das ist mein persönliches Problem.
Fazit: Die Serie ist sehr gut und absolut empfehlenswert.

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Film: Doctor Strange (2016)

Netter Film aus dem Marvel-Universum.
Superhelden-Fantasy mit Benedict Cumberbatch von Scott Derrickson. 115 Min.
Inhalt: Nach einem Unfall kann der Chirurg Dr. Strange seine Hände nicht mehr richtig verwenden und macht sich auf die Suche nach einer Heilung. Dabei entdeckt er einen Tempel in Nepal und lernt die astralen Energien zu verwenden. Gerade rechtzeitig, um die Erde vor größter Gefahr zu schützen.
Der Film ist wie jeder aus dem Hause Marvel Popcorn-Kino par excellence. Großartige Effekte, tolle Action und gelungene Witze reichen aus, um zu unterhalten. Cumberbatch spielt wie immer sich selbst, diesmal zum Glück in etwas gedrosselter Manier. Der Plot ist der gleiche wie bei fast allen Superheldenfilmen, was aber Dank der großartigen Effekte nicht weiter stört. Eben diese Effekte, diese Action hebt Doctor Strange positiv von den anderen Marvel-Filmen ab.
Am besten aber hat mir gefallen, dass ich aufgrund des Trailers eigentlich gedacht hatte, den Film schon zu kennen, doch dann positiv überrascht wurde.
Fazit: Nach Guardians of the Galaxy ist Doctor Strange nun mein zweitliebster Marvel-Film.

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Gedankensprung: Leitfaden zum Spieleerklären

Seit Jahren erkläre ich viele Spiele und ebenso lange werden mir schon Spiele erklärt. Zu oft habe ich dabei schon schlechte Erfahrungen gemacht, seien es nun fragezeichenförmige Augen, die mir entgegenblickten oder mein Gehirn, das sich verabschiedete. Daher habe ich beschlossen hier einen kleinen Leitfaden zum guten Spieleerklären aufzubauen.

Vor dem Erklären: Scheue nicht davor zurück, etwas nachzuschauen. Niemand kann sich alle Details im Kopf behalten. Und wenn du etwas falsch erklärst, muss du dich nicht schämen, das kann jedem passieren. Wirklich, bleib einfach locker, lass dich nicht stressen. Normalerweise kennen die Spieler den Druck, der auf dem Erklärer liegt und sind sehr großzügig.

1) Das Thema! Wie oft wurden mir bei einem Spiel sofort die Regeln erklärt, ohne mir zu sagen, wen ich denn repräsentiere, was die Geschichte ist, was das Ziel ist. Bitte, eine kleine Geschichte zu Beginn ist sehr wichtig, damit die Spieler eintauchen können.
2) Die Startaufstellung vorbereiten BEVOR man erklärt. Denn dadurch geht das Erklären viel einfacher, weil es die Spieler sofort visualisieren können. Idealerweise ist alles schon vorher aufgebaut, oder ihr macht das, während ihr die Geschichte erzählt, ins Thema einführt.
3) Das Ziel. Die erste Information sollte immer sein, was das Ziel des Spiels ist, wie man das erreicht, damit die Spieler während des Erklärens schon darüber nachdenken können, wie sie dieses am besten erreichen. Auch wenn es nur heißt: „Der mit den meisten Punkten gewinnt, doch es gibt einen riesigen Punktesalat, den ich später erklären werde.“
4) Ignoriert die Sonderfunktionen, die einzelnen Züge sind viel wichtiger. In welcher Reihenfolge sind die Spieler dran, was dürfen sie in ihrem Zug machen? In welcher Reihenfolge gibt es welche Aktionen, welche Phasen? Weil sich die meisten Sonderfunktionen auf diese Dinge beziehen, ist es zunächst wichtig, dass die Spieler diese auch verstanden haben. Die meisten Spiele haben irgendeine Tafel mit einer Zugübersicht oder Ähnliches. Bitte verwendet das intensiv, es gibt nichts einfacheres. Und scheut euch nicht immer wieder zu betonen, dass ihr das später erklären werdet. Wenn bestimmte Informationen zu früh kommen, sind sie ohne logischen Kontext und werden sofort vergessen.
5) Material. Sämtliches Material, das nicht im Laufe von Schritt 4 erklärt worden ist, sollte nun erklärt werden. Die Spieler sollten für jedes Ding, das auf dem Tisch liegt, wissen, was es macht. Das ist auch eine gute Kontrolle um zu sehen, ob in Schritt 4 etwas vergessen worden ist.
6) Erklärt nun die Punktewertung, die Endbedingung, den Schluss.
7) Nachdem die Basis klar ist, werden sämtliche Sonderfunktionen erklärt, die nötig sind. Nun haben die Spieler die Mechanik bereits im Kopf und können diese also problemlos zuordnen.

Dann hoffe ich, euch irgendwie geholfen zu haben und wünsche euch viel Spaß bei einem tollen Spiel!

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Buch: Adams, Douglas – Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele (Dirk Gentlys holistische Detektei 2)

Puh, mit so einem enttäuschenden Ende hätte ich nicht gerechnet.
Inhalt: Was haben ein Blitz am Flughafen, ein geköpfter Musikagent und ein kaputte Cola-Maschine gemeinsam? Um das herauszufinden, müssen wir Dirk Gently folgen.
Das Buch beginnt so abstrus, wie man es sich erwartet und Dirk Gentlys eigenartige Schlussfolgerungen sind immer ein Genuss. Es wird bald klar, in welche fantastischen Sphären wir uns begeben und es ist ein ganz eigenartiges Erlebnis, wenn man wirklich auf jedes Detail achtet, weil es ja noch eine Rolle spielen könnte. Und am Ende zu erkennen, welche Details wie zusammenhängen, etwa das Lotterie-Los mit dem Adler, ist ein sehr schöner Moment.
Die hier betretene fantastische Sphäre ist etwas überraschend, aber ist das nicht alles bei Dirk Gently? Manch einer mag sich wohl damit nicht anfreunden, aber er sollte sich erinnern, dass es nichts Unmögliches gibt, weshalb man ja das Buch überhaupt zur Hand nimmt.
Äußerst negativ habe ich aber das Ende empfunden. Es wird zwar alles aufgelöst, das ist schon recht und gut, aber Gentlys Rolle in alledem ist überhaupt nicht zufriedenstellend. Da folgen wir ihm durch die absurdesten Situationen um am Ende so etwas zu erleben? Und dabei wäre es so einfach gewesen ganz am Schluss mit ein paar Sätzen eine bestimmte Begegnung herbeizuführen, welche dann den Abend rettet.
Fazit: Das Buch als Ganzes ist für Dirk Gently – Fans absolut lesenswert und mit dem Ende kann man sich durchaus anfreunden.

P.S.: Douglas Adams ist leider mitten in der Arbeit zum dritten Band verstorben, weshalb das Buch hier auch gleichzeitig das Ende der Serie ist. Fragmente des dritten Bandes sind mit anderen Kurzgeschichten posthum unter dem Titel Lachs im Zweifel
veröffentlicht worden.

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Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele: Dirk Gently’s Holistische Detektei (Band 2)
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Spiel: Umsteigen bitte! (Wiener Linien)

Ein tolle UNO-Variante mit Wiener Öffi-Flair.
Von Team White Castle (ca. 15 Min.; 2-8 Spieler)
Im Grunde ist das ein normales MAU MAU oder UNO – Spiel, nur sind die Farben den Wiener U-Bahnen angepasst und die Zahlen sind die Wiener Straßenbahnen und Busse. Jede Karte ist also eine Station, deren Name auch drauf steht. Das Coole an dem Spiel ist also im Gegensatz zu den beiden traditionellen Varianten, dass man hier nicht abstrakt von Farbe zu Zahl wechselt und dann irgendwie weiterlegt, sondern dass man hier wirklich grün auslegt, also die U4 und dann beim Karlsplatz etwa mit der Straßenbahn 2 weiterfährt. Ich finde dieses Feeling, dass man wirklich mit den Öffis unterwegs ist, sehr gut eingefangen. Aktionskarten dürfen natürlich nicht fehlen.
Fazit: Ein schnelles, gemütliches Spiel für Zwischendurch, viel besser als UNO.

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