Buch: Takano, Kazuaki – Extinction

Unerwartet fesselnder Thriller. Noch nie waren Molekularbiologie und Pharmazeutik so spannend.
Inhalt: Während in Japan ein Pharmakologe ein Medikament für eine seltene Krankheit entwickeln möchte, stößt ein Söldner im Kongo auf ein seltsames biologisches Phänomen.
Das Buch erzählt zwei Plots, die zwar miteinander verbunden sind, aber dennoch unabhängig voneinander ablaufen. Da gibt es einmal den Pharmakologen in Japan, dessen Geschichte von Anfang bis zum Ende spannend und interessant ist, gut recherchiert und toll beschrieben. Daneben gibt es dann den Söldner im Kongo, dessen Handlung zunächst recht klischeehaft, aber dennoch atmosphärisch und spannend ist, gegen Ende jedoch etwas langweilig wird.
Bei dem biologischen Phänomen im Kongo driften wir etwas in die Science-Fiction ab, doch ist es viel weniger Fiction als Science, wodurch es zu einem sehr interessanten, ethisch-philosophischen Problem wird. Während des ganzen Buches hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht ganz passt, dass es da einen Logikfehler gibt, doch am Ende kommt es zu einer großen Überraschung und alles klärt sich spannend auf. Lediglich Prolog und Epilog sind sehr schlecht, der Schlusssatz einfach nur mies. Doch abgesehen davon liest sich das Buch angenehm, treibt einem die Spannung voran und am Ende hat man durchaus ein tolles Abenteuer erlebt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Sherlock – Staffel 4

Und schon wieder eine Enttäuschung.
An Sherlock Holmes hat mir immer gefallen, wie er abstruse Fälle mit der Liebe zum Detail aufklärt, weshalb ich ja auch fast alle seine Abenteuer gelesen habe. Bereits in Staffel 3 ist das stark reduziert worden und jetzt wird es nicht besser. Wenn ich Sherlock schaue, interessieren mich nicht die emotionalen Ausbrüche eines Soziopathen, sondern die Schlussfolgerungen eines genialen Detektivs. Was mit Mary passiert ist, war total sinnlos und die letzte Folge einfach nur eine Katastrophe. Wirklich? Es gibt so viel Material, das man verarbeiten könnte und dann machen die so etwas?
Die zweite Folge sollte lobend hervorgehoben werden, aber auch die reicht qualitativ nicht an die Anfänge der Serie. Die letzte Folge dann, abgesehen von der lächerlichen Story, wirkt wie ein Abschluss der gesamten Serie. Dazu würde auch das Gerücht passen, dass die beiden Schauspieler Martin Freeman und Benedict Cumberbatch sich nicht wirklich mögen und kein großes Interesse an weiteren Folgen hätten.
Fazit: Von mir aus kann die Serie hier abgesetzt werden.

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Film: Passengers (2017)

Nicht, was ich erwartet hatte, aber dennoch gut.
Sci-Fi mit Chris Pratt und Jennifer Lawrence von Morten Tyldum. 116 Min.
Inhalt: Zwei Reisende auf einem Raumschiff wachen 90 Jahre zu früh auf und befinden sich allein im Weltall.
Im Trailer wurde der Satz „Es gibt einen Grund, warum wir so früh aufgewacht sind“ geflüstert und darauf basierend habe ich einen Mystery-Plot mit einer Überraschung am Ende erwartet. Doch bereits nach einer halben Stunde waren alle Rätsel gelöst und es geht dann einfach geradlinig weiter. Das hat mich zunächst ziemlich gestört, aber mein Unmut ist rasch verflogen.
Was machen Menschen alleine auf einem Raumschiff? Dieser psychologische Aspekt und dann die konsequenten Auswirkungen war sehr interessant zu betrachten, am Ende kommt sogar noch etwas Action dazu. Wer sich für so etwas interessiert und gerne liest, dem würde ich den ersten Band der Coyote-Serie von Allen Steele empfehlen, wo genau das auch thematisiert wird.
Das Sahnehäubchen oben drauf sind die fantastischen Bilder, auch wenn es physikalisch unmöglich ist, bei so einer Reisegeschwindigkeit etwas derartiges zu betrachten. Für die Kinoleinwand oder den Großbildfernseher sind sie aber allemal geeignet.
Fazit: Kein Meisterwerk, aber durchaus zu empfehlen.

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Gedankensprung: National Geographic

Bei all den Dingen, die ich so mache, bleibt mir eigentlich keine Zeit für irgendwelche Zeitungen oder Zeitschriften. Die Nachrichten lese ich am Morgen während des Frühstücks im Internet oder in der Pause bei der Arbeit, und das war’s auch schon. Nur einer Zeitschrift halte ich seit Jahren die Treue: National Geographic. Und deshalb dachte ich mir, dass ich ja Mal darüber schreiben könnte.
Aus zwei Gründen gefällt mir die Zeitschrift, wohlgemerkt nicht der Fernsehsender oder der Internetauftritt, sondern lediglich die Zeitschrift: die wunderbaren Fotos und die konkrete Unterstützung von Wissenschaftlern. NG ist ja als Mäzenen-Organisation für abenteuerlustige Wissenschaftler jeglichen Fachgebiets entstanden, wobei zunächst der Fokus auf Archäologie und Ethnologie lag, dann aber immer mehr zu Biologie und Zoologie schwenkte und heute eigentlich jedes Fachgebiet umfasst. Die Zeitschrift selbst entstand als Berichtesammlung der unterstützten Wissenschaftler für die Förderer. Heute kann man die Zeitschrift überall kaufen und damit selbst zu einem Förderer der Wissenschaften werden. Allein aus diesem Aspekt heraus lese ich sie gerne.
Doch die Zeitschrift lebt von den Fotos. Renommierte, talentierte Fotografen reisen um die Welt und produzieren atemberaubende Aufnahmen, von faszinierenden Eislandschaften in der Antarktis über farbenfrohe Feste in Indien und unglaublichen Unterwasserwelten bis hin zu den alten Ruinen in Mexiko. Aber nicht nur sind die Fotos für sich wunderschön, sondern sie sind auch immer Teil einer Reportage. Dabei werden die Aufnahmen und Grafiken so meisterlich aneinandergefügt und mit solch prägnanten Untertiteln versehen, dass es eigentlich gar nicht nötig ist, den Text zu lesen, um die zentralen Punkte zu erfahren und zu verstehen.
Als letztes Jahr bekannt wurde, dass NG in Geldnöten steckt, wie eigentlich fast jedes Printmedium heute, und dass Rupert Murdoch es kaufen würde, gab es einen großen Aufschrei. Doch jetzt, mehrere Ausgaben später, kann gesagt werden, dass die Integrität des Magazins nicht angerührt wurde. Das Einzige, was mir aufgefallen ist, ist, dass die Werbung für die anderen Produkte des Hauses NG verstärkt wurde, aber das ist verständlich.
Fazit: Wenn jemand kurzen Lesestoff für eine Zugfahrt oder einen Flug braucht, würde ich allemal dieses gelbe Magazin empfehlen.

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Spiel: Isle of Skye – Minierweiterungen „Themenplättchen“ & „Nachbarschafts-Schriftrollen“

Wie bei Carcassonne und all den anderen Legespielen ist es auch für Isle of Skye sehr einfach Erweiterungen rauszubringen. Einfach ein paar neue Plättchen drucken und schon ist es fertig. Muss man aber jedes Plättchen haben?
Neben der sehr guten Minierweiterung im Brettspiel-Adventkalender 2015 und einem einzelnen Promoplättchen sind 2016 zwei weitere Minierweiterungen erscheinen.
Zunächst gab es in Essen exklusiv die „Themenplättchen“, sechs zusätzliche Plättchen, die keinerlei neue Funktion haben, sondern das Spiel lediglich erweitern. Das wäre ja nicht schlecht, wenn sie optisch dazu passen würden. Doch leider ist jedes Plättchen Werbung für ein anderes Spiel und optisch an jenes orientiert. Das ist ein netter Gag, der in der Menge der Plättchen zum Glück nicht sehr auffällt. Nur einige Puritaner werden sich daran wohl stören.
Daneben gab es in der Deutschen-Spielepreis-Goody-Box die „Nachbarschafts-Schriftrollen“, sechs zusätzliche Plättchen, die eine neue, interessante Wertung einführen. Hier gilt es nun, konkrete Elemente in direkter Nachbarschaft zu haben, was ein bisschen mehr Strategie ins Spiel bringt.

Die Adventkalender- und Goody-Box-Erweiterungen sind es allemal wert aufgestöbert zu werden, auf die „Themenplättchen“ und das einzelne Promoplättchen kann hingegen ruhig verzichtet werden. Diese sind schon nett, aber eine aufwendige Internetrecherche nicht wert.

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Pause

Meine innere biologische Statistik hat gesagt, dass ich im Jänner schon genug geschrieben habe, weshalb ich jetzt an diesem Wochenende eine Pause einlege. Ihr dürft euch aber auf viele Dinge freuen. Literarisch gibt es den Thriller Extinction von Kazuaki Takano, weitere Kochbücher sowie den zweiten Band von Dirk Gently. Spieletechnisch gibt es das nette Kartenspiel Umsteigen bitte! der Wiener Linien sowie die Erweiterung für Cacao. Serienmäßig wird es die neueste Staffel von Sherlock geben. Nur bei den Filmen habe ich noch keine Ahnung, was ich da schauen werde. Passengers würde mich interessieren, aber es wartet auch noch viel aus 2016.

So, das wär’s. Dann wünsch ich euch ein schönes Wochenende und wir sehen uns im Februar.

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Spiel: Raptor (Pegasus)

Ein nettes 2-Personen-Spiel mit Dinos.
Von Bruno Cathala und Bruno Faidutti (ca. 15-30 Min.; 2 Spieler).
Wir haben hier ein kleines asymmetrisches Spiel. Ein Spieler übernimmt das Forscherteam, der andere die Raptorenfamilie. Der Forscher-Spieler gewinnt, wenn er drei Raptorenbabys gefangen oder die Raptorenmutter getötet hat; der Raptoren-Spieler gewinnt, wenn er drei Raptorenbabys in Sicherheit gebracht oder sämtliche Forscher getötet hat.
Das Tolle ist der interessante Aktions-Mechanismus. Beide Spieler legen gleichzeitig eine Handkarte aus. Der mit dem niederern Wert darf die abgebildete Aktion durchführen, der andere erhält Aktionspunkte in Höhe der Werte-Differenz. Diese Aktionspunkte werden dann natürlich gleich eingesetzt. Es gilt also immer zu überlegen, ob man dem Gegner viele Aktionspunkte überlassen möchte, um selber eine gute Aktion auszuführen, oder riskiert man eine hohe Karte zu spielen, aber deren Aktion vielleicht nicht ausführen zu können.
Das Spiel erinnert in seiner Basis an Halali, kommt aber fast gänzlich ohne Glücksfaktor aus, einzig das Nachziehen der Karten bringt ein Zufallselement.
Raptor ist ein kurzweiliges Spiel, das durchaus spannend und lustig sein kann, dennoch gibt es zahlreiche andere 2-Personen-Spiele, die mir besser gefallen. Falls mich jemand fragt, es zu spielen, werde ich sicher nicht ablehnen, aber selbst anbieten würde ich andere Spiele.
Fazit: Kann gespielt werden.

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Buch: Jausserand, Corinne – Mediterrane Sommerküche

Kochbücher sind immer etwas Tolles.
Hier nun haben wir eine Sammlung 55 leichter Rezepte, wobei „leicht“ in beiden Sinnen verwendet wird: einfach zuzubereiten und nicht schwer für den Magen, die ideale Kombination. Das Cover mit dem leckeren Melonensalat hat meine Aufmerksamkeit geweckt und beim Durchblättern haben auch die anderen wunderbaren Fotos sofort überzeugt. Die Rezepte stehen immer links, sind kurz gehalten und einfach beschrieben, rechts gibt es jeweils ein großformatiges Bild der Speise, allesamt eine Augenweide.
Die meisten Rezepte haben einen kreativen, individuellen Touch, wodurch sie sich von den traditionellen Varianten angenehm unterscheiden.
Speziell hervorheben möchte ich die tollen Fischrezepte wie die Backofen-Dorade und die leckeren Desserts wie Limettentarte, die Hobby-Küchenchefs unbedingt mal ausprobieren sollten. Aber auch alle anderen Rezepte sind ein Versuch wert.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Stranger Things – Staffel 1

Großartig! Die Goonies in einem Mystery-Horror-Plot.
Der Flair der 80er wird fantastisch eingefangen, weshalb man sehr schnell gefesselt ist. Die Geschichte selbst – ein verschwundenes Kind, ein Monster und eine geheime Regierungsorganisation – ist sehr spannend, zwar nicht besonders innovativ, aber großartig atmosphärisch umgesetzt, mit vielen tollen Schauspielern, vor allem die Kinder und mein Jugendschwarm Winona Ryder.
Schwache Nerven darf man bei dieser Serie nicht haben, aber das Horrorelement wird nicht überstrapaziert. Mystery steht im Vordergrund, weshalb auch nicht-Horrorfans getrost zugreifen können.
Fazit: Sehr zu empfehlen!

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Film: Arrival (2016)

Der Film hat mich schon ein bisschen enttäuscht zurückgelassen.
Sci-Fi / Mystery mit Amy Adams von Denis Villeneuve. 118 Min.
Inhalt: Als außerirdische Raumschiffe auf der Erde landen wird eine Linguistik-Expertin einberufen, mit diesen eine Kommunikation aufzubauen.
Schauspieler, Landschaftsbilder und Sound ist alles in Ordnung, über die schlechten Computereffekte (Aliens und Menschen im Raumschiff) kann man noch hinwegblicken. Was mich gestört hat, war der Plot selbst. Zu Beginn haben wir einen wunderschönen Blick auf linguistische Probleme, doch schon bald driftet der Film in metaphysische non-lineare Pseudowissenschaft ab.
Vergleichen wir Arrival mit Interstellar: Bei letzterem Film hat man vorher schon ungefähr eine Ahnung gehabt, was einem da erwarten würde, kam also mit der entsprechenden Einstellung ins Kino und tauchte dann bereitwillig in diese Dimensionstheorien ein. Bei Arrival habe ich mir eigentlich eine realistische Ebene von Anfang bis zum Ende erwartet, weshalb ich dann schon ziemlich vor den Kopf geschlagen war. Der Film ist durchaus spannend und man kann anschließend über einige Dinge interessante philosophische Diskussionen führen, aber er hat meine Erwartungshaltung nicht erfüllt, weshalb ich am Ende doch eher enttäuscht dagesessen bin.
Fazit: Kein schlechter Film, wenn man mental für so eine Reise bereit ist.

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