Spiel: Broom Service (alea)

Spannendes Spiel mit vielen Überraschungen.
Kennerspiel des Jahres 2015.
Von Andreas Pelikan und Alexander Pfister (ca. 30-75 Min.; 2-5 Spieler).
In Broom Service versuchen wir Zaubertränke herzustellen und zu verkaufen. Dazu müssen wir unsere Figuren über das Spielbrett bewegen, was gar nicht so einfach ist.
Das Spiel selbst wirkt auf dem ersten Blick sehr banal und die ungünstige Grafik wird zu einigem Ärgernis führen, aber der Clou, das Herz des Spiels, sind die Charakterkarten. Davon hat jeder Spieler ein Set und wählt in jeder Runde vier aus.
Der Startspieler spielt einen Charakter aus und jeder Spieler, der diesen ebenfalls hat, muss ihn auch ausspielen. Wenn man also eine bestimmte Reihenfolge für seine Charaktere geplant hat, kann das durchaus schief gehen. Es gilt also zu analysieren, welche Charaktere die anderen wohl spielen oder eben nicht.
Ebenso kann man diese Charaktere als „feig“ oder „mutig“ ausspielen. Feige Aktionen sind weniger wert, bekommt man aber sicher. Mutige Aktionen sind hingegen mehr wert, können einem aber auch verwehrt bleiben, falls ein anderer Spieler denselben Charakter ebenfalls mutig spielt. Also auch hier gilt es zu überlegen, was die anderen Spieler wohl machen.
Broom Service ist ein durchaus tolles Spiel, das aber sicher einige Spieler vor den Kopf stoßen wird, weil eigene Pläne zu oft nicht aufgehen. Man muss sich dessen bewusst sein, bevor man das Spiel probiert, ansonsten kann so Mancher frustriert werden.
Fazit: Ein tolles Spiel mit einem interessanten Mechanismus, der Emotionen in alle Richtungen anregt.

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Spiel: 7 Wonders – Duel (Repos Production)

Tolles 2-Spieler-Kartenspiel.
Von Antoine Bauza und Bruno Cathala (ca. 30 Min.; 2 Spieler).
Über drei Zeitalter hinweg versuchen die Spieler Gebäude zu errichten, Forschung zu betreiben und Krieg zu führen. Der Clou an der Sache ist aber, dass die möglichen Karten in jedem Zeitalter nach einem bestimmten Schema aufgelegt werden und nur jene gewählt werden können, die „nicht verdeckt“ sind. Es gilt also ständig zu überlegen, ob man für den Gegner eine bestimmte Karte frei machen möchte oder doch lieber eine andere, vielleicht schwächere nimmt.
Man wird beim ersten Spiel einige strategische Fehler machen, da man noch nicht weiß, welche Karten in den nächsten Zeitaltern kommen. Ein Tipp: Liegt eine Ressourcen-Karte aus, dann nimm sie!
Es gibt die Möglichkeit, entweder über das Militär oder die Wissenschaft einen Sofort-Sieg zu erringen, ansonsten werden nach dem Spielen der letzten Karte die Siegpunkte gezählt. Es gilt also viele Dinge im Auge zu behalten, um dem Gegner nicht einen unerwarteten Vorteil zu überlassen.
Die Weltwunder sind nett, aber für den Aufwand diese zu errichten, etwas schwach. Sie sind eine gute Option, wenn man sonst nichts tun kann oder will.
Fazit: 7 Wonders – Duel ist ein spannendes Spiel, das flott geht und für Hobby-Strategen sehr zu empfehlen ist.

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Buch: Corey, James S. A. – The Vital Abyss (The Expanse 3.5)

Der dritte und (vorläufig) letzte Kurzroman aus dem Expanse-Universum kommt qualitativ zwar nicht an den ersten ran, ist aber als einziger für das Universum von Bedeutung und sollte daher unbedingt gelesen werden.
Hier erzählt ein Wissenschaftler, was es mit den Soziopathen und dem Protomolekül auf sich hat. Wer nach den ersten drei Expanse-Romanen noch Fragen zu diesen beiden Themen hat, bekommt die meisten Antworten geliefert.
Ich würde diesen Kurzroman aber sogar als ‚2.6‘ nummerieren und noch vor dem dritten Band lesen, wo er meiner Meinung nach besser hinpasst. Zumal auch das bisschen Spoiler bezüglich des dritten Bandes sehr gering ist und dort ohnehin auf Seite 1 offenbart wird. Im Gegenteil würde ich diesen kleinen Spoiler sogar als tollen Appetitanreger sehen.
Fazit: Für Leser der Serie sehr zu empfehlen.

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Serie: Arrow – Staffel 4

„Dumm“ ist vielleicht der treffende Ausdruck.
Nicht nur, dass der Bösewicht schon wieder den gleichen Plan wie seine Vorgänger hatte: Alles vernichten um etwas Neues zu bauen. Nein, der Kampf gegen diesen war einfach nur absurd. Es kann doch nicht sein, dass man einmal vermöbelt wird und dann immer wieder beschließt, auf die gleiche Art anzugreifen. Ich habe es nur irgendwann als lächerlich empfunden, wenn in jeder Folge die Kämpfe gleich ablaufen. Und wenn sie es dann endlich schaffen dieses Artefakt zu vernichten, was machen sie? Sie flicken es! Damit es ja gestohlen wird und alles gleich weitergeht. Und von den seltsamen Entwicklungen einiger Charaktere möchte ich erst gar nicht sprechen. Auch die Flashback-Story auf der Insel war einfach nur absurd.
Fazit: Das Ende der dritten Staffel war ein netter Serienabschluss und dabei hätte es bleiben sollen. Aber zumindest kann auch hier das Ende als guter Serienabschluss dienen.

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Film: Zoomania (2016)

Großartiges Spektakel!
Animation mit Ginnifer Goodwin und Jason Bateman von Byron Howard, Rich Moore und Jared Bush. 108 Min.
Inhalt: In einer Welt, in der alle Tiere zusammenleben, versucht ein kleines Häschen als Polizistin Karriere zu machen. Da sie aber aufgrund ihrer Größe von den anderen Tieren nicht respektiert wird, will sie sich beweisen und nimmt einen schwierigen Fall an.
Nicht nur ist der Film animationstechnisch fantastisch, aber auch die Story ist gelungen, die Charaktere sind äußerst interessant, der Humor sitzt und die Botschaft ist in unserer modernen Welt auch sehr wichtig. Kinder und Erwachsene gleichermaßen werden diesen Film lieben.
Fazit: Für mich bisher der beste Film 2016.

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Film: Warcraft (2016)

Tolle Überraschung!
Fantasy-Action mit Travis Fimmel von Duncan Jones. 123 Min.
Inhalt: Die Orks stürmen durch ein magisches Tor in die Welt der Menschen, die sich gegen den Ansturm erwehren müssen. Ein Ork-Häuptling realisiert, dass ihr Druide für seine Magie alles Leben zerstört, nicht nur die Feinde. Um seine Kinder in einer gesunden Welt großziehen zu können, muss er eine schwerwiegende Entscheidung treffen.
Zunächst einmal hat mich der Film in fast allen Belangen positiv überrascht. Vor allem die Animationen und die schauspielerischen Leistungen hatten mich in den Trailern nicht überzeugt, haben sich dann aber als sehr gut entpuppt. Auch die Story ist sehr spannend mit perfekt balancierten Brisen von Humor und Drama.
Ich spiele nicht World of Warcraft, bin also in eine neue Welt eingetaucht, was sich aber als kein Problem herausgestellt hat. Naja, ein bisschen Fantasy-Affin muss man schon, um nicht überfordert zu werden. Aber nach Herr der Ringe und Hobbit ist das wohl jeder. Und ich bin mir sicher, dass WoW-Spieler hier sogar noch eine bessere Unterhaltung haben werden, weil sehr viele Anspielungen und Details vorkommen, die für einen Laien wie mich zwar unverständlich sind, aber das Filmerlebnis nicht mindern.
Was mich ebenfalls positiv überrascht hat, waren einige Wendungen, die die Trailer so nicht angedeutet haben.
Negativ hingegen war, dass ich vor dem Kinobesuch nicht wusste, dass das eine Trilogie werden sollte und ich am Ende etwas unzufrieden da saß. Aber der Film hat mir gefallen und so habe ich kein Problem, auch einen zweiten und dritten Teil anzuschauen.
Fazit: Zwar kein cineastisches Meisterwerk, aber ein tolles Fantasy-Spektakel.

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Gedankensprung: Computerspiele

Ich habe Mass Effect 2 fertig gespielt. Das ist doch der ideale Anlass, einmal über Computerspiele nachzudenken.
Um die Jahrtausendwende, also so von 1998-2006 habe ich intensiv Computer gespielt. Meistens landeten bei mir Strategiespiele (z.B. Age of Empires, Spellforce) oder Ego-Shooter (z.B. Deus Ex, Unreal Tournament, Return to Castle Wolfenstein, Half Life, Star Wars: Jedi Academy, Star Wars: Jedi Outcast, Star Trek: Elite Force), aber auch vieles andere, was mir über den Weg kam. Angefangen hat alles natürlich mit Tomb Raider und ab da habe ich viel gezockt. Es kam schon Mal vor, dass ich eine Nacht durchmachte, nur um einen Boss zu besiegen, ein Level zu bewältigen oder ein Spiel zu beenden.
Mit der Zeit jedoch wuchsen meine Ansprüche, ich wurde zu einem Gourmet. Während ich zu Beginn noch alles konsumierte, was mir angeboten wurde, wurde mein Auswahlverfahren mit der Zeit immer strenger. Es ging mir jedoch nicht um Grafik oder Handhabung, sondern um die Story. Das Problem ist nämlich, dass die meisten Spiele keine oder eine sehr schlechte Story haben. Meistens ist sie nur aufgesetzt, um einen Grund zu haben, das Haus zu stürmen und Leute zu töten.
Es wurde für mich einfach langweilig, immer die gleichen Abläufe durchzumachen, wenn nicht mehr dahinter steckt. Und so verließ mich die Motivation, mich weiter mit Computerspielen zu befassen.
Ich habe am Ende noch Spellforce 2, Knights of the Old Republic 2, Half Life 2 und Deus Ex 2 gespielt, die Fortsetzungen meiner Lieblingsspiele, aber die haben alle vier bitter enttäuscht, weshalb ich einen endgültigen Schlusstrich gezogen habe.
Mit einer Ausnahme: Mass Effect. Ich habe so viel Positives davon gehört, dass ich gesagt habe, ich möchte es unbedingt probieren. Kam aber nie wirklich dazu.
Nach Jahren der Abstinenz erfuhr ich dann, dass 2011 Deus Ex: Human Revolution erscheinen würde. Deus Ex war mein absolutes Lieblingsspiel und so war es keine Frage, dass ich das probieren würde. Und es hat nicht enttäuscht! DEHM hat mir genau das gegeben, was ich von einem Spiel will. Ich bin nämlich ein Spieler, der in die Story eintaucht. Ich werde jeden Raum betreten, jeden Text lesen, jeden Computer hacken. Und hier wurde ich einfach mit so einem tollen Universum, so einer großartigen Story belohnt, dass es einfach rießig Spaß gemacht hat. Ich brauche zwar länger als die meisten Zocker, aber dafür habe ich ein tolles Erlebnis.
Auch wenn mir DEHM wirklich Spaß gemacht hat, habe ich nicht begonnen weitere Spiele zu spielen. Es war eine einmalige Aktion. Bis mir dann 2015 ein Freund endlich Mass Effect in die Hand gedrückt hat. Ein langjähriges Vorhaben konnte ich nun endlich verwirklichen und siehe da, wie bereits bei Deus Ex: Human Revolution hatte ich auch jetzt wieder die Möglichkeit tief in ein tolles Universum und eine großartige Story einzutauchen. Fantastisch! Ein Jahr später habe ich nun Mass Effect 2 fertig, das mich genauso in seinen Bann gezogen hat.
Wann werde ich endlich für den dritten und letzten Mass Effect – Teil Zeit haben? Vielleicht 2017? Und in zwei Monaten erscheint das neue Deus Ex – Spiel, das ich natürlich auch spielen möchte.

Ich finde Computerspiele eine tolle Möglichkeit, Storys richtig zu erleben und mitzugestalten. Nicht alle Computerspiele bieten das, aber die Wenigen, die es tun, sind die Zeit-Investition allemal wert.

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Spiel: Kreuz und Quer (Kosmos)

Langweilig.
Von Hartmut Witt und Frank Schaubrenner (ca. 20 Min.; 2-4 Spieler).
Jeder Spieler erhält Weg-Karten, die er zufällig in einer Linie vor sich aufstellt. Eine Seite ist der Start, die andere das Ziel. Jeder hat also seine eigene Strecke. Auf den Weg-Karten gibt es sehr viele verschiedene Landschaftsflächen, wodurch eben jede Strecke sehr anders ist.
In der Mitte des Tisches liegen unzählige Landschafts-Karten und gleichzeitig, aber mit nur einer Hand, versuchen die Spieler die nötigen Landschaften zu ergattern. Sobald einer STOP ruft, schaut jeder, wie weit er auf seiner Strecke kommt. Hat keiner das Ziel erreicht, kommen sämtliche Landschaften wieder in die Mitte und es wird erneut gezogen.
Das Spiel ist aus zwei Gründen langweilig: 1) brauchst du immer eine bestimmte Karte und suchst halt, bis du diese bekommst. Es gibt keinen Moment, wo man nachdenken oder planen muss. 2) gewinnt sowieso der, der nach der ersten Runde am weitesten vorne liegt, wodurch die zweite Runde eigentlich nur frustrierend ist.
Fazit: Finger weg.

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Buch: Corey, James S. A. – Abaddons Tor (The Expanse 3)

Das war ein Fehlgriff.
Inhalt: Ein riesiges Alien-Artefakt, das sich als Sternentor entpuppt, wird entdeckt und die drei Fraktionen des Sonnensystems – Erde, Mars und OPA – wollen es jeweils für sich beanspruchen.
Abaddons Tor ist viel schlechter und wirkt dementsprechend auch viel länger als die beiden Vorgängerbände, obwohl es das nicht ist. Die Qualität lässt leider sehr zu wünschen übrig.
Die ersten beiden Bücher brillierten hauptsächlich wegen der Charaktere. Was dort die Stärke ist, ist hier die Schwäche. Alle drei neuen Charaktere sind absolut uninteressant und bieten keinerlei Spannung. Holden, der einzige alte Charakter, kommt leider viel zu kurz und auch dann vermisst man einiges von seinem Flair.
Der zweite Kritikpunkt ist die Religion. Während diese bisher keine Rolle spielte, mit keinem Wort erwähnt wurde, ist sie nun integraler Teil des Buches. Plötzlich beten alle und überall gibt es kleine Kirchen. Es fühlt sich so an, als würde man Tatort schauen und plötzlich kommt da ein Typ mit Lichtschwert daher. So fehl am Platz wirkt die Religion hier einfach. Das gepaart mit den langweiligen Charakteren macht es einem sehr schwer, ins Buch zu finden.
Dazu kommt noch, dass sämtliche Erklärungen einfach nur wirr und chaotisch sind. Aber dafür gibt es am Ende eine Entwicklung, die auf eine spannende Zukunft im Expanse-Universum hoffen lässt.
Fazit: Wer das Buch überspringt verpasst nichts und die wesentlichen Dinge werden eh zu Beginn des nächsten Bandes nacherzählt.

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Serie: The Big Bang Theory – Staffel 9

Die Spirale nach unten dreht sich weiter.
TBBT setzt den Trend der letzten Staffeln fort: keine frischen Ideen, wenig gelungene Witze, nur noch Beziehungskiste. Diese Staffel ist so uninteressant, dass ich jetzt, wo ich sie einmal komplett gesehen habe, bereits vergessen habe, was da eigentlich alles passiert ist.
Die Hauptkritik habe ich bereits bei der letzten Staffel angebracht: Die Jungs unternehmen zu wenig gemeinsam. Darin lagen die tollen Momente der ersten Staffeln, als sie zusammen einfach nur Nerds und Geeks waren. Doch so ist das einfach nur langweilig.
Fazit: Zum Glück habe ich mittlerweile andere Comedy-Kost gefunden (Life in Pieces, Odd Couple).

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