Film: Captain America 3 – Civil War (2016)

Gäähn…
Action-Fantasy mit Chris Evans von Anthony Russo und Joe Russo. 147 Min.
Inhalt: Die Menschen sind nicht glücklich, dass bei den Einsätzen der Avengers immer so viel Zerstörung zurückbleibt, weshalb sie diese zu regulieren versuchen. Manche (Team Iron Man) sind dafür, andere (Team Captain America) nicht. Also muss es zu einem Konflikt kommen.
Zunächst einmal die Frage: Müssen wir nach Batman v Superman wirklich den gleichen Film nochmal sehen? Naja, Daniel Brühl hat mir als Bösewicht viel besser gefallen als Jesse Eisenberg, vor allem die Motivation seines Charakters. Ansonsten bleibt die Grundsatzfrage: CA3 bietet eine Actionszene nach der anderen, BvS baut gemächlich die Psychologie der Charaktere auf.
Ich persönlich habe es langweilig gefunden, nach A1 und A2 nun schon den dritten Film zu haben, in welchem sich die Avengers gegenseitig vermöbeln. Die Story selbst ist leider nicht spannend genug, um mich zu fesseln, die Charaktere altbekannt und die neuen fühlen sich so deplatziert an. Da ist einfach ein Produzent da gesessen und hat gesagt: „Ich will alle Avengers dort haben um eine tolle Prügelorgie zu sehen.“ – „Auch Thor und Hulk?“ – „Nein, die sind zu teuer und langweilig.“
Vielleicht hat sich bei mir auch einfach eine Marvel-Übersättigung eingestellt, aber ich finde den Film nicht interessant. Brühl hat den Film für mich gerettet, aber er kommt viel zu kurz.
Fazit: Bei Mangel an Alternativen kann man ihn durchaus anschauen.

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Film: X-Men – Apocalypse (2016)

Cooler Superhelden-Film.
Action-Fantasy-Sci-Fi mit Jennifer Lawrence und James McAvoy von Bryan Singer. 147 Min.
Inhalt: Ein uralter Mutant ist wieder erwacht und beschließt die Erde zu unterwerfen.
Apocalypse ist sicher nicht der beste X-Man-Film, bietet aber dennoch eine spannende Story, interessante Charaktere und tolle Action. Es gab für meinen Geschmack zu viel Zerstörung und ein bisschen Humor hätte dem Ganzen sicher auch nicht geschadet, aber das vermindert nicht den Unterhaltungswert.
Fazit: Für Fans des Genres zu empfehlen.

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Buch: Kurlansky, Mark – 1968: Das Jahr, das die Welt veränderte

Wer schon immer wissen wollte, warum 1968 so ein wichtiges Jahr war oder warum viele Dinge heute so laufen, wie sie es tun, sollte unbedingt dieses Buch lesen.
Inhalt: 1968 war ein Jahr, in dem einfach zufällig viele Dinge aufeinandertrafen. Das bedeutendste aber war, dass es zum ersten Mal möglich war, in Echtzeit zu sehen, was auf der anderen Seite der Welt passiert. Das veränderte alles. Das Fernsehen wurde ein nicht zu unterschätzender Machtfaktor. Die Bevölkerung sah live, was in Vietnam geschah und nicht nur die verspätete und gefilterte Version. Studenten sahen, wie Studenten woanders protestierten. Das führte zu einer globalen Protestbewegung. Dazu kamen noch die Ermordungen von King und Kennedy, sowie die Invasion der Tschechoslovakei und die Massaker in Chicago und Mexiko City. Und als Draufgabe war auch noch Wahlkampf in den USA und die Republikanische Partei ist zu dem geworden, was sie heute ist.
Ich finde dieses Buch extrem faszinierend, weil einfach hervorragend dargestellt wird, wie 1968 alle großen Ereignisse dieser Welt miteinander verbunden waren und nicht einfach gleichzeitig in verschiedenen Ländern geschahen. Die Menschen wollten etwas bewegen und durch das Fernsehen erkannten sie, dass sie nicht alleine waren. Sie sahen aber auch, mit welcher Brutalität die Autoritäten vorgehen, was sie wiederum noch mehr beflügelte, auf die Straße zu gehen.
Wichtig finde ich dieses Buch aber auch, weil 1968 doch sehr nah an unserer heutigen Zeit liegt, dennoch aber so weit entfernt, dass die jüngsten Generationen davon keine Ahnung mehr haben.
Fazit: Großartig!

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Serie: The Flash – Staffel 2

Düstere Kopie von Staffel 1.
Die zwei Gründe, warum ich ein Fan von Flash in der ersten Staffel wurde, waren die Lockerheit und der Humor der Serie. Doch beide Elemente hat man über Bord geworfen (Warum? Es gibt doch schon genug düstere Serien). Die Story selbst ist hier eine Kopie von Staffel 1, nur will der böse Speedster diesmal nicht ein Tor in die Zukunft, sondern ins Multiversum öffnen.
Irgendwie hat mir diese Staffel schon gefallen, sie bot eine nette Unterhaltung, aber am Ende sitzt man halt da und fragt sich, ob es wirklich nötig war, diese zu sehen, wenn man ja schon die gleiche Story und die gleichen Wendungen in Staffel 1 gesehen hat, wo übrigens alles viel besser war.
Und das furchtbarste ist, dass die Cliffhanger-Szene am Ende vermuten lässt, dass auch die 3. Staffel noch einmal genau das gleiche präsentieren wird.
Fazit: Nette Unterhaltung ohne Innovation.

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Film: Gods of Egypt (2016)

Welcher Produzent hielt dies für eine gute Idee?
Fantasy-Action mit Gerard Butler von Alex Proyas. 128 Min.
Inhalt: Der Gott Set tötet die anderen Götter, verbannt Horus in die Wüste und ernennt sich selbst zum König der Welt. Der Dieb Bek macht sich nun auf, Horus seine gestohlenen Augen zurückzubringen, damit er Set besiegt und die versklavte Menschheit befreit.
Okay, der Film ist nicht komplett Schrott. Die Größenunterschiede zwischen Götter und Menschen sind nett gemacht und auch die Interaktion zwischen Bek und Horus passt, birgt einige gelungene Witze. Es gibt sogar einige tolle Action-Szenen. Aber das war es auch schon. Die anfängliche Hoffnung, einen Film wie Kampf der Titanen zu erhalten, wird bald zunichte gemacht. Story, Animationen, Schauspieler – eines schlechter als das andere. Und dabei habe ich noch gar nicht erwähnt, dass sämtliche Schauspieler weiß sind. Aber ja, das ist ganz ein anderes Thema, das nichts mit der Qualität des Films zu tun hat, aber vermutlich erklärt, warum so viele Menschen ihn verweigern. Neben der natürlich bereits im Trailer offenbarten schlechten Qualität.
Fazit: Wenn man nicht unbedingt im Flugzeug sechs Stunden totschlagen muss, dann sollte man einen Bogen drum herum machen.

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Film: Fathers and Daughters (2016)

Ein etwas enttäuschender Film über die Liebe zwischen Vater und Tochter.
Drama mit Russell Crowe und Amanda Seyfried von Gabriele Muccino. 116 Min.
Inhalt: Der Film erzählt die Geschichte von Katie, die einige Schicksalsschläge hat hinnehmen müssen. Parallel wird ihre Kindheit dargestellt, in welcher ihr Vater alles tut, um mit seiner Tochter glücklich zu werden, und ihr Erwachsensein, in welchem sie große Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen hat.
Mein Problem mit dem Film ist, dass ich, obwohl ich selbst eine Tochter habe, mich nie wirklich in die Situation hineinfühlen konnte. Ja, Katies Kindheits-Situation ist tragisch, aber sie wirkt so unrealistisch, so abgehoben. Und vor allem kann ich auch nicht nachvollziehen, dass dies zu dem führte, was Katie als Erwachsene macht.
Es ist sehr schade, weil ich persönlich das Thema Vater-Tochter-Beziehung sehr interessant gefunden hätte aber mit diesem Produkt eigentlich nichts anfangen kann. Dazu kommt noch die schlechte schauspielerische Leistung von Amanda Seyfried, was dem Ganzen auch nicht wirklich hilft.
Fazit: Misslungener Versuch die Tränendrüse zu finden.

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Gedankensprung: Spiele falsch spielen

Ich und meine Freunde haben Kingdom Builder immer falsch gespielt. Das haben wir erst erkannt, als ein neuer Spieler dazugestoßen ist, mit dem es dann natürlich die entsprechende Meinungsverschiedenheit gab. Nach einer Internet-Recherche erkannten wir dann unseren Fehler und spielten es anders. Genau genommen geht es um die Interpretation von zwei Gebäudeplättchen, nämlich „Taverne“ und „Hafen“. Wir haben die beiden nämlich immer sehr eng interpretiert: Taverne nur dann, wenn in diesem Zug eine Linie gelegt wird; Hafen nur auf Wasser, das an verschobener Siedlung angrenzt.
Aber auch wenn wir diese Dinge falsch gespielt haben, hatten wir doch immer viel Spaß, alles hat gut funktioniert. Und das zeichnet ein tolles Spiel aus, wenn du nämlich Regeldetails falsch spielst, es aber dennoch funktioniert, gut läuft.
Ein anderes Beispiel ist Die Säulen der Erde. Auch da gibt es ein Regeldetail – 2 Ereigniskarten dürfen erst am Ende kommen – das wir immer ignoriert haben, bzw. im Regelwerk übersehen haben. Aber dennoch hat es unserem Spielspaß keinen Abbruch geleistet. Und als wir es dann berücksichtigt haben, haben wir eigentlich nicht wirklich einen Unterschied bemerkt.
Es ist natürlich so, dass wenn einem ein Spiel gefällt, wird er nicht nachschauen, ob er etwas falsch gespielt hat. Erst wenn es einem nicht gefällt oder einem etwas komisch vorkommt, wird er kontrollieren.
Die Frage lautet also, ob ein Spiel exakt nach den Regeln gespielt werden muss? Sollte nicht der Spielspaß im Vordergrund stehen? Ich bin mir sicher, dass jeder schon öfters bei Spielen irgendwelche Regeln vergessen oder ignoriert hat. Ein Regelwerk ist kein Gesetzestext und sollte je nach Situation interpretiert und gehandhabt werden.
Ich finde es müßig mit sog. „Regelreitern“ zu spielen. Ich verstehe durchaus deren Standpunkt, dass man die Regeln genau beachten muss und wenn möglich, machen wir das ja alle. Aber bevor ich 10 Minuten diskutiere oder blättere, folge ich lieber meinem Pi*Daumen-Gefühl.
Meistens ist es aber auch die Schuld der Verlage, wenn man Spiele falsch spielt, weil einfach die Regeln mies und unübersichtlich gehalten sind. Oder weil Details reguliert sind, die total unnötig sind und daher eh sofort wieder vergessen werden.
Ich jedenfalls spiele so, wie ich die Regeln verstehe, lasse mich gern eines besseren belehren, sehe es aber sich nicht als Katastrophe, irgendwelche Details falsch gespielt zu haben.

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Buch: Enchi, Fumiko – Die Dichterin und die Masken

Faszinierender Frauenroman aus Japan.
Inhalt: Zwei Männer buhlen um die Gunst einer Witwe, die noch bei ihrer Schwiegermutter wohnt. Alle vier Personen verbindet das Interesse an der Geisterbesessenheit und es dauert nicht lange, bis die beiden Männer in der Schwiegermutter mehr vermuten, als eine alte Dichterin. Ist hier wirklich Hexerei im Spiel oder nur tiefe psychologische Manipulation?
Dieses Buch ist aus mehreren Gründen sehr interessant zu lesen. Einerseits aus einer kulturell-historischen Perspektive: Man lernt die Tradition der Geisterbesessenheit und der Medien in Japan kennen, des No-Theaters und der No-Masken sowie die traditionelle Rolle der Frau. Andererseits aber erfährt man, dass die Frauen in Japan, nicht erst heute, es sehr gut verstanden, ihren Willen durchzusetzen und nicht so gefangen sind, wie man eigentlich vermutet. Schließlich aber ist auch der Plot selbst sehr spannend und bleibt bis zum Schluss mysteriös.
Fazit: Großartige Literatur!

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Serie: Castle – Staffel 8 (abgeschlossen)

Ein erwartetes Ende, das unerwartet wirkt.
Bevor ich mich über die finale Folge dieser tollen Serie – eine meiner Lieblingsserien übrigens – ärgere, soll noch kurz die gesamte 8. Staffel Revue passiert werden.
Typisch Castle wurde in der ersten Folge der Cliffhanger aufgelöst und gleichzeitig eine Storyline eröffnet, die uns sporadisch die gesamte Staffel über immer wieder begegnen wird. Diese Storyline ist in typischer Castle-Manier abstruser als jene der Vorgänger-Staffel und uninteressanter. Aber niemand schaut deswegen diese tolle Serie. Nein, es geht um die Einzelfolgen und da gibt es auch hier wieder einige Perlen: als sie etwa Aladins Wunderlampe finden oder Satan persönlich gegenüberstehen. Und in diesem Bereich ist die 8. Staffel genauso frisch und toll anzusehen wie die Erste.
Zwei neue Charaktere wurden unnötigerweise eingeführt, die der Serie gar nichts geben, sondern im Gegenteil uninteressant und teilweise nervig sind.
Dann kommt die letzte Folge und die hat enttäuscht. Naja, es wurden schon alle Handlungsstränge abgeschlossen, wir haben also eine abgerundete Serie. Dennoch war es nicht das, was ich mir von einem Serienabschluss erwarte. Gut, ich habe schon schlechteres gesehen (Lost, Sopranos, HIMYM), aber auch einiges bessere (Star Trek, Warehouse 13).
Mich stört hier einfach, dass es so wirkt, als wären alle überrascht worden und es musste noch rasch eine Szene gefilmt und rangestückelt werden. Aber die Hauptdarstellerin hat schon vor geraumer Zeit gesagt, dass sie für eine 9. Staffel nicht zur Verfügung stehen wird. Castle ohne Beckett geht nicht und daher wäre das Ende der Serie also klar gewesen. Ja, zugegeben, das Studio hat gehofft eine 9. Staffel ohne Beckett drehen zu können und dahingehend kann auch der geplante Cliffhanger interpretiert werden, dass sie eben nicht mehr zurückkommt.
Ich finde es einfach schade, dass sie statt dieser letzten spontanen Minute nicht einfach noch eine 23. Folge gedreht haben und diese komplett dem Abschluss der Serie gewidmet haben. Denn so ist man schon irgendwie vor den Kopf geschlagen und ärgert sich.
Fazit: Die Serie ist zu Ende. Schade! Aber die letzte Staffel hat noch einige tolle Folge parat, die es durchaus wert sind, gesehen zu werden.

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Film: Der gute Dinosaurier (2015)

Es ist nicht alles Gold, wo Pixar draufsteht.
Kinder-Animationsfilm von Peter Sohn. 101 Min.
Inhalt: In einer alternativen Realität leben Steinzeitmenschen und Dinosaurier parallel. Einige Dinosaurier sind sogar zu Bauern geworden, die Häuser bauen. Und so ein Bauernjunge-Dinosaurier ist zu klein, zu schwach und zu verträumt, um ein Bauer zu sein. Der Vater ist enttäuscht und möchte ihm eine Lektion erteilen. Doch dabei wird der Junge von einem Fluss erfasst und fortgerissen. Wieder am Ufer schließt er sich mit einem Höhlenmenschen-Jungen zusammen und gemeinsam versuchen sie nach Hause zu kommen.
Wenn die Hintergrund-Landschaft das einzige ist, was man an einem Film loben kann, dann ist das ein Problem. Nun gut, es ist ein Film, der ganz bewusst nur für Kinder gedacht ist. Daher ist die Story auch so extrem einfach gestrickt, die Dialoge so banal, die Witze so offensichtlich. Und dennoch bin ich mir nicht sicher, ob diese Elemente ausreichen, um einen guten Kinderfilm auszumachen. Im Gegenteil hat es sich so angefühlt, als wäre es ein normaler Pixar-Film gewesen, mit durchaus erwachsenem Publikum, und dann hat man einfach alles vereinfacht, banalisiert.
Es hat sicher nicht geholfen, dass das gesamte Produktionsteam sowie die Schauspieler mittendrin ausgetauscht worden sind. Darin wird wohl auch die Diskrepanz in der Qualität der Hintergrund- und der Figuren-Grafik liegen.
Fazit: Nicht wert, gesehen zu werden.

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