Film: Bad Neighbors (2014)

Nette Komödie für Zwischendurch.
Komödie mit Seth Rogen und Zac Efron von Nicholas Stoller. 97 Min.
Inhalt: Ein Ehepaar mit einem Neugeborenem kauft sich ein Haus in einer ruhigen Nachbarschaft und hofft, von nun an ein idyllisches Familienleben genießen zu können, als eine Studenten-Party-WG nebenan einzieht. Und sogleich bricht ein witziger Kleinkrieg in der Nachbarschaft aus.
Ich bin weder ein Fan von Seth Rogan noch von Zac Efron, aber in dieser Komödie spielen sie zwei generische, problemlos austauschbare Charaktere, weshalb man teilweise sogar vergisst, dass es die beiden sind. Und daher ist der Film gut.
Fazit: Kein Meisterwerk, aber sehenswert allemal.

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Film: Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (2014)

Mit einem Tiefpunkt endet unsere Reise nach Mittelerde.
Fantasy mit Martin Freeman und Ian McKellen von Peter Jackson. 144 Min.
Inhalt: Es wird gekämpft.
Ich bin zwar ein großer HDR-Fan, aber bereits der erste Hobbit-Teil hat mir nicht gefallen. Dass mir also der dritte so gar nicht gefallen hat, mag nicht verwundern. Aber wenn sogar Leute, die die ersten beiden Teil super finden, meinen, der Film ist schlecht, dann muss an der Aussage etwas wahres dran sein.
Aber woran liegt das? Sämtliche Cliffhanger des zweiten Teils werden in den ersten zehn Minuten gelöst und für den Rest des Films, eine gefühlte Ewigkeit, bleibt nur noch kämpfen übrig. Dem aber nicht genug, gibt es während der Kämpfe einfach zu viele „Bitte was?!“-Momente. In HDR gab es immer wieder diese „Wow, so cool“-Momente, aber hier ist man einfach zu weit gegangen und aus „cool“ wurde „häh“. Und dann gibt es da noch ein paar Schauspieler, denn jemand muss ja kämpfen.
Das schlimmste aber war für mich HFR und 3D, zwei Technologien, mit denen ich rein gar nichts anfangen kann. Beides ist so sinnlos wie… ja, es gibt nichts, das so sinnlos ist!!!
Fazit: Ich bin froh, dass diese Qual nun endlich zu Ende ist und wir uns neuen Projekten widmen können.

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Spiel: Five Tribes (Days of Wonder)

Von Bruno Cathala (ca. 60 Min.; 2-4 Spieler).
Großartiges Strategiespiel.
Five Tribes basiert auf dem Mancala- oder Kalaha-Prinzip. Auf jedem Plättchen stehen Männchen in fünf verschiedenen Farben. Ich nehme von einem beliebigen Feld sämtliche Männchen und fahre herum, wobei ich auf jedem Feld, das ich passiere, ein beliebiges Männchen stehen lasse. Wo mein letztes Männchen stehen bleibt, endet mein Zug und ich kann die dortige Aktion ausführen. Die Qualität der Aktion ist wiederum davon abhängig, wieviele Männchen derselben Farbe dort stehen.
Aufgrund dieses Mechanismus verändert sich das Spielfeld ständig und jeder Spieler hat regelmäßig jede Menge neuer Optionen. Hier gilt es halt, die Übersicht nicht zu verlieren und nicht ausversehen einem Mitspieler einen genialen Zug zu ermöglichen.
Doch sind nicht nur die Zugmöglichkeiten zahlreich, sondern auch die Elemente, die dir Punkte bringen. Es artet aber nicht in einen Punktesalat aus, wie anfänglich befürchtet, sondern ist durchaus noch im Bereich des Überschaubaren.
Die Dschinn dürfen genausowenig unterschätzt werden wie eine möglichst lange Rohstoffkette oder eine Wesir-Sammlung. Alles ist wichtig, alles bringt Punkte.
Fazit: Super! Mit einfachsten Regeln extrem strategisch. Beinahe ein MUSS für jede Spielesammlung. Innovativ und hohe Produktionsqualität.

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Spiel: Absacker (Amigo)

Von Leo Colovini und Dario de Toffoli (ca. 20 Min.; 2-5 Spieler).
Gemütliches, schnelles Sammelkartenspiel.
Ich lege Karten aus, in die Tischmitte, immer die gleiche Zahl in der gleichen Reihe, also z.B. alle 7er in die 7er-Reihe. Habe ich in der 3er-Reihe die dritte Karte oder in der 7er-Reihe die siebte Karte gelegt, darf ich alle Karten der entsprechenden Reihe nehmen. Das sind die Punkte.
Das Spiel ist simpel und schnell, gibt aber dennoch genug zu denken auf. Welche Karten spiele ich? Wieviele? Welche behalte ich?
Fazit: Ein großartiges Spiel für Zwischendurch ohne hohe Komplexität.

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Spiel: Evil Baby Orphanage (Wyrd Miniatures)

Von Justin Gibbs und Mack Martin (ca. 15 Min.; 3-6 Spieler).
Manchmal haben Leute abstruse Ideen und werden dabei auch noch unterstützt, diese zu verwirklichen. Man glaubt es kaum.
Wir sind zeitreisende Babysitter (!?) und müssen uns um die schlimmsten Menschen, die je gelebt haben, als diese noch Babys waren, kümmern. Also habe ich irgendwann Hitler, Caesar und Jack the Ripper als Babys vor mir liegen. Nun ist es meine Aufgabe, diese ruhig zu stellen, damit sie keine Faxen machen. Habe ich jedoch nicht genug Spielzeug, können die schon mal wild werden und dann passieren mir schlimme Dinge.
Der Mechanismus des Spiels ist eh sehr witzig, funktioniert gut und ist spannend. Die Babys wandern herum und du hoffst, dass wenn du dran bist, noch genug Babys bei dir sind, um das Spiel zu gewinnen.
Dem gegenüber aber ist das Thema. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es Leute gibt, die so etwas witzig finden und darüber lachen können. Aber nicht ich. Nein, ich kann mit so etwas absolut nichts anfangen.
Fazit: Das Spiel an sich ist gut und wer sich am Thema nicht stört, sollte zugreifen.

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Spiel: Deus (Heidelberger)

Von Sébastien Dujardin (ca. 40-80 Min.; 2-4 Spieler).
Tolle Mischung aus Seven Wonders und Siedler von Catan in der Antike.
Wer die beiden oben genannten Spiele kennt, kann sich also schon vorstellen, um was es ungefähr geht. Wir haben ein variables Spielbrett mit verschiedenen Landschaftsgebieten, auf denen wir Gebäude errichten sollten. Zusätzlich gibt es noch Unmengen an Karten, die wir vor uns auslegen sollten. Diese Karten bringen uns Sonderfunktionen und Gebäude. Ohne Karte also kein Gebäude. Doch die Karten muss ich mit Rohstoffen bezahlen, die ich nur kriege, wenn ich die entsprechenden Gebäude oder Sonderfunktionen habe. Oder ich gebe Geld aus. Doch das musst du auch einmal haben.
Das Spielbrett ist optisch wunderbar und schon alleine deshalb werden viele Deus ausprobieren wollen. Das Spiel an sich ist auch gar nicht schlecht. Es gibt viel zu denken, viele Optionen. Doch leider lebt das Spiel sehr stark vom Kartenglück. Es ist sehr schwer, eine bestimmte Strategie zu verfolgen, da du nicht weißt, welche Optionen du effektiv haben wirst. Mich persönlich hat das nicht so gestört, man muss halt jede Runde neu planen.
Das wichtigste sind die Tempel. Am effektivsten ist dieses Spiel wohl, wenn man den erstbesten Tempel, den man bekommt, baut und anschließend versucht, dessen Bedingung zu erfüllen. Wenn du erst am Ende einen Tempel baust, musst du hoffen, den richtigen für deine Spielsituation zu bekommen.
Fazit: Ein tolles, kurzweiliges Karten-Aufbau-Strategiespiel mit genug Tiefe, um es spannend zu haben, aber nicht zu sehr, um als Gelegenheitsspieler überfordert zu werden.

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Buch: Grousset, René – Die Reise nach Westen (oder wie Hsüan-tsang den Buddhismus nach China holte)

Ein sehr faszienierendes und für mich persönlich überraschendes Buch.
Ich habe immer schon von diesem berühmten chinesischen Epos „Die Reise nach Westen“ gehört und wollte es auch schon immer lesen. Mit Freude habe ich dann zugeschlagen, als ich dieses Buch zufällig entdeckt habe. Zunächst war ich jedoch enttäuscht, da es nicht dieses Epos ist, das ich eigentlich wollte, bis ich erfahren habe, dass das Epos, beinahe 600 Jahre später geschrieben, auf dem Leben und dem Reisebericht des Hsüan-tsang basiert. Ich habe also erkannt, dass ich nicht das fiktive Epos, sondern einen historisch-wissenschaftlichen Bericht über jene wahrhaftige Reise vor mir habe. Da war mein Interesse sogleich geweckt und ich stürzte mich in die Lektüre.
Dann kam die zweite Überraschung. Grousset hat dieses Buch nämlich vor etwas weniger als hundert Jahren geschrieben. Der Redakteur aber hat für diese Neuauflage 2003 sämtliche historischen Fakten, die nicht mehr korrekt waren, ausgebessert. Persönlich wäre mir lieber gewesen, er hätte komplett ein neues Buch geschrieben, als in dem alten, überholten Werk, herumzuflicken.
Grousset schreibt nämlich in dem typischen Stil der damaligen Historiker: überheblich, auf andere Kulturen und Epochen wertend herabschauend, arrogant. An diesen Stil muss man sich gewöhnen und er ist in sich selbst eigentlich schon ein historisches Dokument darüber, wie früher Wissenschaft betrieben wurde.
Nichts desto trotz gibt das Buch einen faszinierenden Einblick in China, Zentralasien und Indien des sechsten Jahrhunderts n.Chr., sowie in die Geschichte des Buddhismus. Man erfählt viel über die damalige Gesellschaft und politische Situation, aber auch über die Mythologie des Buddhismus.
Fazit: Ein sehr interessantes Buch, aber halt für entsprechend interessierte Leute.

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Serie: Halo Nightfall (Miniserie – 5 Folgen – fertig)

Nur weil man ein beliebtes Franchise hat, Ridley Scott hinters Ruder stellt und ihm Unmengen an Geld gibt, heißt das nicht, dass auch etwas Gutes dabei rauskommt.
Ein Elite-Soldaten-Team entkommt knapp einem Terror-Anschlag und macht sich dann auf, weitere zu verhindern.
Zum Glück dauert jede Folge nur 20 Minuten, weshalb man sie hintereinander wie einen Film schauen kann. Vermutlich wurde auch ein Film gedreht und dann geschnitten.
Bei der niederen Produktionsqualität trotz hohem Budgets kann ich ja noch ein Auge zudrücken, aber nicht bei all den Logikfehlern und unbeantworteten Fragen.
Warum ist das Shuttle beim Rückweg viel weiter weg, als beim Hinweg? Warum werden die beiden Minenarbeiter einfach so gefangen genommen? Die haben ja nichts mit dem Terroranschlag zu tun. Wenn das ein Elite-Team ist, warum sind dann allesamt psychisch so labil? Usw…
Fazit: Vielleicht gefällt die Serie Fans des Halo-Universums, aber für mich ist das nicht mehr, als die misslungene Möglichkeit, eine tolle Science-Fiction-Serie zu etablieren. Schade, da hätte etwas richtig Großes und Tolles daraus werden können.

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Serie: Legends – Staffel 1

Sean Bean kann leider nicht alles retten.
Als „Legend“ bezeichnet man die erfundene Identität von Undercover-Agenten. Als solcher wechselt Sean Bean in der Serie regelmäßig seine „Legend“, um Fälle zu lösen. Bis ihm offenbart wird, dass das, was er als Realität sieht, eigentlich auch nur eine „Legend“ ist.
Was irgendwie spannend klingt, kann doch nicht fesseln. Sean Bean gibt zwar sein Bestes, aber bei so einem Plot und so einem Cast reicht das halt nicht aus. Die Serie dümpelt vor sich hin und das große, folgenübergreifende Mysterium ist auch überhaupt nicht interessant gestaltet.
Fazit: Eine weitere Serie, die ich sicher nicht weiter verfolgen werde.

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Film: Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis (2014)

Was man nicht alles für die Quote macht.
Krimi-Thriller mit Jake Gyllenhaal von Dan Gilroy. 117 Min.
Inhalt: Ein junger Mann, der auf Jobsuche ist und bei Geldnöten auch keine Skrupel zeigt, entdeckt plötzlich das Geschäftsmodell seines Lebens. Mit einer Kamera bewaffnet lebt er in der Nacht und filmt alles, was irgendwie für Nachrichtensender interessant sein könnte. Dabei entdeckt er, dass diese alles tun, um die Quoten zu steigern und mehr für die Videos zahlen, je drastischer diese sind. Nun beginnt ein Teufelskreis.
Dieser Film ist einfach genial, da er sehr gut zeigt, dass im Geschäft um die Quoten, die Moral keinen Platz hat. Dem aber nicht genug, gibt Gyllenhaal wieder einmal eine fantastische Leistung und man wird von ihm von Anfang an gefesselt, will ständig wissen, wie weit er als nächstes geht.
Fazit: Absolut sehenswert.

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