Buch: Lustiges Taschenbuch Crime 03

Ein weiterer gelungener Crime-Band.

© 2019 Disney/Egmont Ehapa
Alle zwei Monate erscheinen die Abenteuer von Micky Maus und Co. in der Sonderreihe „LTB Crime“ bei Egmont Ehapa Media.

Nachdem mir der zweite Band doch ziemlich gut gefallen hat, war es keine Frage, dass ich hier wieder zugreifen würde, und das hat sich ausgezahlt. Spannung und Spaß gehen hier Hand in Hand. Toll!
In diesem Band haben wir nun 12 Geschichten, von denen 9 deutsche Erstveröffentlichungen sind. Im Gegensatz zum letzten Band sind hier aber alle Geschichten relativ gleich lang und gleichbedeutend. Der Hauptcharakter ist diesmal, wie das Titelbild schon sagt, Kater Karlo und die meisten Geschichten drehen sich um ihn und sind echt witzig. Ich kann mich nicht erinnern, jemals Geschichten mit Kater Karlo als Titelheld gut gefunden zu haben, aber hier ist dies der Fall. Sehr schön! Auch mein Liebling Kommissar de Mauss ist zurück und macht wie immer viel Spaß. Da es hier keine fortlaufende Geschichte gibt, die sich durch sämtliche Bände zieht, wie letztes Jahr mit Galaxy, kann dieser Band auch für sich allein unabhängig von der Reihe gelesen werden.

Fazit: Für Entenhausen-Krimi-Fans sehr zu empfehlen.

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Lustiges Taschenbuch Crime 03
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Serie: Whiskey Cavalier – Staffel 1

Eigentlich eh eine tolle Serie. Aber dennoch abgesetzt.
Diese Serie ist auf dem ersten Blick eine stereotype CIA / FBI / NSA Agentenserie. Es gibt aber genug Elemente, die diese Serie positiv vom Rest abheben. Da seien einmal die interessanten Charaktere, die guten Schauspieler und der gelungene Humor genannt. Das allein reicht schon, um gute Unterhaltung zu bieten. Das besondere an der Serie ist aber, dass sie beinahe komplett in Europa an realen Schauplätzen gedreht wurde, was ihr eine ganz eigene, tolle Atmosphäre verleiht. Wenn die Schauspieler durch eine mittelalterliche Kirche laufen, vor einem traditionellem Steingebäude sitzen oder vor der Prager Burg stehen, dann ist das eine ganz eigene Qualität, die mir sehr gut gefällt. Einzig die Szene in Wien wurde nicht in Wien, sondern irgendwo in Bayern gedreht, was in den USA absolut nicht auffällt, aber für ein europäisches Publikum doch ziemlich peinlich ist.
Und diese Drehorte sind auch der Grund, weshalb die Serie abgesetzt wurde. Diese Serie ist, was die Quoten und Kritiken betrifft, absolut nicht schlecht, mir selbst gefällt sie ja auch sehr gut, aber leider nicht gut genug, um die Kosten für diese Drehorte zu rechtfertigen. Whiskey Cavalier ist das gleiche passiert wie damals Marco Polo bei Netflix: Die Serie ist gut, aber nicht gut genug für diese Kosten. Das ist natürlich sehr schade, denn so werden Produktionsfirmen in Zukunft weiterhin von interessanten Projekten Abstand halten.
Die erste Staffel – und somit eigentlich die ganze Serie – ist auch abgeschlossen und kann daher auch durchaus geschaut werden. Bis auf die allerletzte Minute. Wenn es die nicht geben würde, hätten wir hier ein wunderbares Ende. Und das verstehe ich nicht. Es war schon fast ein Monat vor dem Staffelfinale klar, dass die Serie abgesetzt würde. Warum sind die Produzenten dann nicht hergegangen und haben diese letzte Minute rausgeschnitten? So haben wir deshalb einen Cliffhanger, der nie aufgelöst werden wird. Andererseits ist das aber wirklich nur eine Minute, eine sehr kleine Szene. Eigentlich kann man die auch ignorieren, denn in der vorletzten Minute haben wir einen sehr guten Abschluss.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Creed 2 (2018)

Nicht so gut wie der erste Teil und schon gar nicht wie das Original.
Boxerfilm mit Sylvester Stallone und Michael B. Jordan von Steven Caple Jr. 130 Min.
Inhalt: Adonis Johnson, der Sohn von Apollo Creed, ist Dank seines Trainers Rocky Weltmeister geworden. Da wird er von Viktor Drago, dem Sohn von Ivan Drago (Dolph Lundgren) herausgefordert. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, sich seiner Vergangenheit zu stellen.
Der Film ist nicht schlecht, absolut nicht, er unterhält sehr gut, trifft die Nostalgie-Ader in einem guten Maß und bietet großartige Boxkämpfe. Aber da der Film eine Fortsetzung ist und auf einen anderen Film (Rocky IV) zurückgreift, müssen Vergleiche angestellt, Parallelen gezogen werden. Doch da fällt Creed 2 dann leider durch. Der Film ist handwerklich gut gemacht, aber nicht emotional. Die Beweggründe und Motivationen im ersten Teil waren viel nachvollziehbarer und fesselnder, hier wirkt es teilweise erzwungen und die Dialoge helfen nicht wirklich dabei. Speziell im Vergleich zu Rocky IV ist man emotional nicht derart eingebunden. Unter anderem die als Hommagen gedachten Trainingsmontagen wirken eher wie obligatorische Addenda und nicht wie charakterprägende Höhepunkte.
Wie gesagt, der Film versagt nur im Vergleich mit seinen Vorgängern. Für sich alleine betrachtet ist der Film eine gelungene Fortsetzung des Franchises, der zwar nicht überrascht, aber dafür sehr gut unterhält.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Eine Welt außerhalb des Internets

Mir ist in letzter Zeit in Bezug auf den Erfolg von Filmen etwas sehr interessantes aufgefallen, das ich hier nun gerne teilen möchte.
Ich bin eine Person, die relativ viel im Internet unterwegs ist und sich über Neuheiten, Kritiken und Erfolge informiert. Das geht natürlich einher mit der Tatsache, dass ich diesen Blog hier betreibe. Was mir nun aufgefallen ist, ist etwas, was ich schon lange kritisch betrachte und nun mit Freude bestätigt sehe.
Der Film Aladdin wurde im Vorfeld des Kinostarts überall im Internet schlecht gemacht, „Experten“ hatten nur schlechte Prognosen parat und dann war er doch finanziell ein voller Erfolg. Komplett anders herum war es mit dem Film Godzilla 2 – King of Monsters, der im Vorfeld gehypt wurde und dem von „Experten“ ein tolles Einspielergebnis vorhergesagt wurde, der dann aber total floppte. Das erste Mal so richtig aufgefallen ist mir diese Diskrepanz zwischen Internet und realer Welt beim Film Captain Marvel und teilweise auch schon bei Star Wars 8 – Die letzten Jedi. Vor deren Starts war das Internet voll mit Hass, Missgunst und Negativität.
Was möchte ich damit sagen? Wenn man zu viel im Internet unterwegs hat, bekommt man den Eindruck, dass eine bestimmte Meinung die Vorherrschende ist, im konkreten Fall eben, was Kinofilme betrifft. Das kann aber auch auf viele andere Bereiche extrapoliert werden. Das Schöne aber nun, was mir diese Einspielergebnisse gezeigt haben, ist, dass die meisten Menschen sich anscheinend nicht vom Internet beeinflussen lassen. Die Leute laufen nicht automatisch in den Godzilla-Film, nur weil er überall gehypt wird und sie bleiben nicht automatisch von Aladdin fern, nur weil er überall schlecht gemacht wird. Das kann natürlich verschiedene Gründe haben, aber es ist einfach schön, dass frauenfeindliche und anderweitige Hassbotschaften nicht wirklich auf den breiten Nährboden fallen, den die Schreihälse sich erhoffen und die Skandalmedien prophezeien.

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Spiel: KeyForge (Fantasy Flight Games)

Unique im wahrsten Sinne des Wortes.
Von Richard Garfield (ca. 15-45 Min.; 2 Spieler)
Mir gefällt das Spiel, weil es nicht nur marketingtechnisch „unique“ ist, sondern auch konkret einige neue und interessante Mechanismen einführt. Beginnen wir aber am Anfang: KeyForge ist im Grunde ein klassisches Kartenduell-Spiel, also für zwei Spieler, die mit eigenen asymmetrischen Decks gegeneinander kämpfen. Das einzigartige hierbei ist aber, dass jedes (!) Deck anders ist. Damit meine ich, dass ich ins Geschäft gehen kann, ein Deck kaufen kann und kein anderer Spieler weltweit wird das gleiche Deck kaufen können (in dieser Sprache natürlich). Jedes Deck wird nämlich durch einen Zufälligkeits-Algorithmus individuell erstellt und verpackt. Natürlich sind manche Karten manchmal gleich, aber die Zusammensetzung ist anders. Dazu kommt auch noch, dass jedes Deck durch diesen Algorithmus einen zufälligen, individuellen Namen erhält, der auf jeder Karte dieses Decks steht und somit können Decks nicht gemischt und individuell erstellt und verändert werden. Das hat den Vorteil gegenüber Sammelkartenspielen, dass ich nicht mit viel Geld starke Karten kaufen und damit dann übermächtige Decks bauen kann. Es hat auch den Vorteil gegenüber Living Card Games, dass man nicht irgendwann die besten Kombinationen kennt und dann jeder mit dem Gleichen spielt. Nein, hier ist jedes Deck anders und sie sind auch sehr gut ausgeglichen. Der Deckbau-Algorithmus ist wirklich sehr gut ausgeklügelt und die Karten sind natürlich auch entsprechend gestaltet. Und sollte man wirklich mal das Gefühl haben, dass ein Deck stärker als ein anderes ist, gibt es den Ketten-Mechanismus, um dies auszugleichen.
Das mit den Namen anhand eines Zufallsgenerators hat aber auch einige seltsame Ergebnisse zur Folge, wie etwa auf Englisch „Titanflayer, the Farmer of Racism“ oder bei uns auf Deutsch „Der einfache Kätzchen Valdis“. FFG hat daher sogar einen eigenen Service eingeführt, dass man solche Decks zurückgeben kann und neue dafür bekommt. Auch sehr löblich.
Wenn dir dein Deck nicht gefällt, dann muss du eben ein neues kaufen, was auch ordentlich ins Geld gehen kann. Im Spiel gibt es nämlich 7 Fraktionen, von denen immer drei in einem Deck vorkommen. Eine Fraktion davon gefällt mir gar nicht und ich möchte nicht damit spielen. Wenn ich Glück habe, ist das erste Deck, das ich kaufe, ohne dieser. Oder ich gebe viel Geld aus, bis ich endlich das Deck bekomme, das mir gefällt und mit dem ich spielen möchte, also doch wieder ein Sammelspiel. Das ist aber natürlich eine persönliche Entscheidung, eine reine Geschmacksache, denn das Spiel – und das ist ja so super – zwingt dich nicht, mehr zu kaufen. Du kaufst einmal ein Deck und das ist es dann.
So, schauen wir uns aber das Spiel konkret an. Es enthält drei neue Mechanismen, die mir sehr gut gefallen:
1) Fraktionen: Bei Zugbeginn musst du dich für eine Fraktion entscheiden und darfst dann nur Karten von dieser auslegen, bzw. benutzen. Auch wenn du massenweise Karte vor dir liegen hast, kannst du nie alle benutzen, sondern immer nur ein Drittel. Dieses Dilemma, welche Fraktion ich in welchem Zug aktivieren möchte, finde ich sehr interessant.
2) Schlüssel schmieden: Auch sehr toll finde ich, dass es in diesem Spiel nicht darum geht, den Gegner zu töten, ihn fertig zu machen, sondern Bernstein zu sammeln, um damit Schlüssel zu schmieden. Wer als erstes drei Schlüssel geschmiedet hat, gewinnt das Spiel.
3) Siegankündigung: Der Spieler, der genug Bernstein für einen Schlüssel hat, muss ankündigen, dass er in seinem nächsten Zug schmiedet. Das garantiert, dass der Mitspieler es nicht übersieht und vielleicht doch noch reagieren kann.
Doch trotz all dieser tollen, innovativen und einzigartigen Elemente gibt es auch Kritikpunkte. Angefangen bei der Optik: Es ist mir zu farbenfroh. Manche Fraktionen passen eh, aber zum Beispiel die Marsianer gefallen mir überhaupt nicht. Damit hat also meine Quest begonnen, ein Deck zu ergattern, mit drei Fraktionen, die mir gefallen. Ein größerer Kritikpunkt ist aber das Spiel selbst. Der Kampfmechanismus selbst ist nicht schlecht, aber der ist in anderen derartigen Spielen schon besser, speziell bei meinem Lieblingsspiel Blue Moon. Dieses hat sogar noch den Vorteil, dass man einfach sein Deck einstecken und überall mit einem Kollegen problemlos losstarten kann. Hier bei KeyForge gibt es jedoch zahlreiche Marker, die man immer mithaben muss, was den Transport erschwert und dann auch auf dem Tisch Platz benötigt. Doch das finde ich leider nicht gerechtfertigt. Mir gefällt KeyForge gut als gemütliches Spiel für Zwischendurch, als Spiel für Gelegenheitsspieler ohne lange Vorbereitung und Strategieanalyse. Ich würde gerne mein Deck immer bei mir haben und bei der erstbesten Gelegenheit einfach spielen, aber wenn niemand die Marker dabei hat, funktioniert das halt nicht.
KeyForge macht das, was es machen will, sehr gut. Vielspieler jedoch, die sich eine große Spieltiefe und strategische Finessen erwarten, werden eher enttäuscht werden.
Fazit: Mir gefällt’s gut.

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Keyforge: Zeitalter des Aufstiegs – Starter-Set
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Buch: Cargill, C. Robert – Robo Sapiens

Ein Fehlgriff.
Inhalt: In der Zukunft ist die Welt eine andere geworden. Seit dem großen Aufstand der Maschinen gibt es keine Menschen mehr. Nach den Roboterkriegen wird der Planet von zwei gewaltigen künstlichen Intelligenzen beherrscht, die das Bewusstsein von Abermillionen Computern und Robotern in sich vereinen. Doch einige wenige Roboter weigern sich, im Universalbewusstsein der KIs aufzugehen, und sie schweben in tödlicher Gefahr. Einer dieser Roboter ist Brittle, der einsam und rastlos durch die Wüste streift, die früher der Nordosten der USA war.
Das Buch beginnt schlecht, wird dann aber spannend, um schließlich doch abzustürzen.
Die Prämisse wäre ja interessant: Roboter versuchen nach dem Tod des letzten Menschen eine eigene Welt zu erschaffen. Doch leider beginnt das Buch hier gleich wie Kim Stanley Robinsons 2312, also mit alternierenden Kapiteln, in denen einmal der Plot fortgeführt, und einmal Rückblicke präsentiert werden. Wie bei 2312 ist auch hier der Plotteil sehr langweilig, dafür aber sind die Rückblicke sehr interessant. Das liegt vor allem daran, dass die Roboter wie Menschen präsentiert werden und es sich wie eine generische postapokalyptische Geschichte anfühlt. Statt Menschen eben Roboter und statt Zombies eben KIs. Der Autor schafft es nicht, die einzigartige Prämisse entsprechend einzigartig zu Papier zu bringen. Irgendwann enden die Rückblick-Kapitel und man hat sich als Leser an die menschlichen Roboter gewöhnt, als dann endlich Spannung aufkommt und sich ein konkreter Plot herausbildet: Brittle muss als Führer einen geheimnisvollen Roboter begleiten. Doch statt diesen Plot auszubauen, kommen jede Menge zeitaufwendige, uninteressante Hindernisse und schließlich ein offenes (!) Ende.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Robo sapiens: Roman
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Serie: Brooklyn Nine-Nine – Staffel 6

Fantastische Fortführung der Serie. Sehr witzig.
Wer gerne Comedy schaut und diese Serie bisher ausgelassen hat, der sollte das unverzüglich ändern.
An sich wäre ja geplant gewesen, mit dieser Staffel abzuschließen, aber es hat sich als Glücksgriff für NBC erwiesen, die Serie von Fox zu kaufen, denn die Quoten waren sehr gut, was bei so einer tollen Serie nicht verwunderlich sein sollte, weshalb bereits eine siebte Staffel bestellt wurde. Ich bin überglücklich!
Fazit: Brooklyn Nine-Nine ist super.

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Film: Green Book (2018)

Vielleicht wäre ich weniger enttäuscht zurück geblieben, wenn dieser Film keinen Oscar gewonnen hätte.
Drama / Roadmovie mit Viggo Mortensen von Peter Farrelly. 130 Min.
Inhalt: Der begnadete Pianist Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) geht 1962 auf eine Konzert-Tournee von New York bis in die Südstaaten. Sein Fahrer ist der Italo-Amerikaner Tony Lip (Viggo Mortensen), ein einfacher Mann aus der Arbeiterklasse, der seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs und als Türsteher verdient. Der Gegensatz zwischen den beiden könnte nicht größer sein. Dennoch entwickelt sich eine enge Freundschaft. Gemeinsam erleben sie eine Zeit, die von wahrer Menschlichkeit, aber auch Gewalt und Rassentrennung geprägt ist. So müssen sie ihre Reise nach dem Negro Motorist Green Book planen, einem Reiseführer für afroamerikanische Autofahrer, der die wenigen Unterkünfte und Restaurants auflistet, die auch schwarze Gäste bedienen.
Mein erster Gedanke, nachdem ich diesen Film gesehen habe, war: „Warum hat der gewonnen?“ Und diese Frage beeinflusst nun auch meinen Blick auf den Film. Denn der Film ist nett, aber nicht über die Maßen gut. Er hat durchaus eine wichtige soziale und moralische Botschaft, aber davon gibt es heute schon genug. Was diesen Film qualitativ über die anderen mit derselben Botschaft stellt, entzieht sich mir.
Der Film ist durchaus schön anzusehen, bietet auch einige erinnerungswürdige Momente und Mahershala Ali spielt sehr gut. Aber für irgendwelche wichtigen Preise reicht es meiner Meinung nach nicht.
Fazit: Empfehlenswert.

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Show: Klepper (abgesetzt)

Ein großartiges, neues Format.
Jordan Klepper reist durch die USA und beleuchtet in jeder Folge ein anderes, wichtiges gesellschaftspolitisches Thema. Die zwanzigminütigen Folgen sind dabei wie eine Reportage aufgebaut, ohne Studio und ohne Publikum, dafür aber mit großartigem und sehr sensiblem Humor. Vor allem aber mit enormen Respekt gegenüber den gezeigten Personen und ohne dem klassischen Zur-Schau-Stellen. Als Europäer stellt sich bei einigen Episoden durchaus die Frage nach der Relevanz, sie sind halt einfach interessant, emotional und lustig. Speziell die Folge, in der er über die Unsichtbarkeit der Native Americans spricht oder jene, in welcher er Umweltaktivisten begleitet, sind für mich äußerst interessant gewesen, werden doch Themen behandelt, die so leider nie im öffentlichen Diskurs vorkommen, von denen man aber doch am Rande Notiz nimmt und über die man sich auch immer wieder Gedanken macht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Update 04.08.2025: Die Show ist leider schon lange abgesetzt.

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Spiel: Twilight Imperium – Fourth Edition (Fantasy Flight Games)

Zu 90% sehr gute Verbesserungen.
Von Christian T. Petersen (ca. 3 bis 8 Stunden; 3-6 Spieler).
Wir spielen jetzt schon seit vier Jahren regelmäßig Twilight Imperium – Third Edition und es war einfach an der Zeit, das Spiel endlich upzudaten, zumal wir eben von allen Seiten gehört haben, dass die Vierte Edition viel verbessert und die Spieldauer verkürzt hat. Es stimmt jedoch nur der erste Teil der Aussage. Eine Verkürzung der Spieldauer ist nur unter Umständen gegeben.
Wie gesagt wurden viele Details verändert, bzw. gestreamlinet, wie man so schön sagt. Durch die unterschiedlichen Verträge und dem Produktionsmaterial ist man viel motivierter, Handel zu treiben und Abmachungen zu treffen. Die Technologien sind nun übersichtlicher gestaltet und ein individueller Ausbau der Flotte ist einfacher. Das neue System der Geheimmissionen ist viel angenehmer und erlaubt viele Freiheiten. Die Strategiekarten sind meines Erachtens auch viel besser geworden. Und einiges mehr.
Mir hat bereits die Dritte Edition sehr gut gefallen und die Vierte ist nochmal besser geworden, also eine Garantie, dass wir wohl noch einige Jahre dieses Universum besuchen werden.
Es gibt aber auch zwei Kritikpunkte, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Zunächst wurde angekündigt, dass einige Erweiterungen der Dritten Edition hier direkt im Basisspiel enthalten sein werden. Das sind aber nur Völker, nichts anderes. Im Gegenteil wurde das Modul „Distant Suns“ sogar entfernt, was ich sehr schade finde, denn mir hat das immer sehr gut gefallen, um direkt von Spielbeginn an schon Action und Spannung zu haben. Leider kann man das Material aus der Dritten Edition nicht 1:1 übernehmen, wer aber dennoch damit spielen möchte, findet auf boardgamegeek Adaptions-Listen. Natürlich könnte man argumentieren, dass durch den Wegfall dieses die ersten Züge schneller gehen, was effektiv eine Zeitersparnis bringt, aber das Modul war ohnehin immer nur optional. Zum Thema Zeitersparnis muss aber der zweite Kritikpunkt betrachtet werden: Agendaphase. Das hier ist meiner Meinung nach der einzige Fehlgriff in der neuen Edition, dafür aber so richtig. Es ist nun so, dass jede Runde, nachdem ein Spieler Mecatol Rex erobert hat, zwei Agendakarten abgehandelt werden. Das Problem ist nun, dass alle andere Elemente der Zeitersparnis durch Streamlining und Regeländerungen hinfällig werden, weil das hier einfach sehr zeitaufwendig ist. Die Diskussionen können sich teilweise ewig hinziehen und viele Agenden sind dann auch gar nicht so interessant, dass ich das Gefühl habe, dass es das wert ist. Aber wenn dann eine relevante Agenda kommt, wird es erst recht heftig und lang. Ich kann mir schon vorstellen, dass es Gruppen gibt, in denen gerade dieser Aspekt Spaß bereitet, jedoch nicht bei uns. Es gibt in verschiedenen Foren Diskussionen, dieses Element zu verbessern, also kann man sich ja vor der nächsten Partie Gedanken dazu machen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Twilight Imperium 4. Edition – Grundspiel – Brettspiel | DEUTSCH
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