Serie: Sense8 – Staffel 2 (abgeschlossen)

Welch eine Enttäuschung.
Nachdem mir Staffel 1 eigentlich sehr gut gefallen hat, konnte ich hier jedoch zu keinem Zeitpunkt gefesselt werden. Da bin ich jedoch wohl alleine, denn die Quoten passten und eine dritte Staffel wurde nur deshalb nicht bestellt, weil die Schauspieler nicht wollten. Auf Druck der Fans ob des offenen Cliffhangers wird 2018 nun aber doch ein Film als Serienfinale kommen.
Doch was ist mein Problem? Die Charakterentwicklung stagniert Großteils und die Hintergrundgeschichte ist für mich einfach zu absurd geworden. Jeder weiß, dass ich Sci-Fi liebe, aber nicht solch esoterisches Mambo-Jambo. Ich konnte mich mit der zweiten Staffel einfach nicht anfreunden. Dem sei aber entgegengehalten, dass die Serie weiterhin ein visuelles Meisterwerk ist, mit tollen Bildern und cooler Action. Allein deshalb habe ich die elf Folgen auch geschaut und der Popcorn-Teil meines Hirns wurde absolut zufriedengestellt. Weil mir aber die zweite Staffel nicht mehr dieses Feeling geboten hat, wie die erste, bin ich eben enttäuscht zurückgeblieben.
Fazit: Wer die erste Staffel schon gesehen hat, sollte es ruhig probieren, allen anderen würde ich raten auf das Feedback zum Film zu warten.

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Film: Office Christmas Party (2016)

Überraschend lustig und gar nicht so dumm.
Komödie mit Jason Bateman von Josh Gordon und Will Speck. 105 Min.
Inhalt: Um einen potentiellen Kunden zu gewinnen, beschließt ein Filialleiter eine Weihnachtsparty zu organisieren, die jedoch sehr bald außer Kontrolle gerät.
Der Film funktioniert deshalb so gut, weil die einzelnen Charaktere sehr gut geschrieben sind. Wir lernen ihre Hintergründe, Motivationen und Eigenschaften kennen und fühlen uns sehr bald mit ihnen verbunden. Dazu kommt noch, dass die Schauspieler wie Jennifer Aniston, Kate McKinnon, T. J. Miller, Olivia Munn oder Rob Corddry einfach sehr gute Arbeit leisten. Die Party selbst und das Chaos rund um dieser herum rücken in den Hintergrund, geht es doch darum, dass die Charaktere ein Ziel erreichen wollen, es geht um ihre Ängste und Hoffnungen. Und natürlich auch darum, was es bedeutet, ein guter Chef zu sein.
Ich finde, dass die Witze gelungen sind und der Plot sehr interessant ist. Das Ende ist halt typisch Hollywood, sich da jedes mal drüber aufzuregen bringt ja doch nichts.
Fazit: Empfehlenswert.

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Dirty Office Party – Unrated Version
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Gedankensprung: Hollywood, das Maß aller Dinge

Ich habe mich letztens wieder sehr darüber gewundert, wie schlecht außeramerikanische Film international und vor allem dort abschneiden. Es ist ein schwieriges Thema und ich habe meine Gedanken dazu auch noch gar nicht richtig geordnet, aber im Grunde geht es darum: In den USA werden nur heimische Produktionen geschaut. Entweder werden Filme und Serien aus dem Ausland als Remake veröffentlicht, oder sie floppen. Nehmen wir etwa letztens den Film Valerian: unbekannte Schauspieler, unbekannter Plot, französische Produktion – das Trio infernale. Oder auch der russische Film Guardians. Andererseits kann ein Film noch so schlecht sein, solange ein bekannter Schauspieler drinnen ist, wird’s laufen.
Ich kann durchaus verstehen, dass Menschen einen Film nicht schauen, dessen Plot für sie keine Bedeutung hat. Ich persönlich werde Filmen dennoch eine Chance geben, vor allem wenn sie einem Genre entspringen, das mir gefällt. Da kommen wir schon wieder zu Valerian: Wo sind sie, die Fans von Star Wars, Star Trek und Guardians of the Galaxy? Man möchte meinen, dass ein tolles Space-Abenteuer diese Leute sicherlich ins Kino lockt. Oder wo sind die Marvel- und DC-Fans, um Guardians zu schauen?
Namen sind eine Marke und ohne eine ordentliche Marke gibt niemand Geld dafür aus. Das gilt natürlich für die ganze Welt, insbesondere aber für die USA. Und da kommen wir schon zum zweiten Problem. Filme, die in den USA floppen, floppen meistens überall anders auch und andersrum. „Oh, der ist in den USA so schlecht gelaufen, der kann nicht gut sein.“ – „Uh, der hat so viel am Startwochenende eingenommen, den müssen wir unbedingt schauen.“
Mir hat Valerian sehr gut gefallen, aber er hat derart wenig eingenommen, dass es garantiert keine Fortsetzung geben wird. Das finde ich einfach schade und ich gebe der verqueren, eingeengten amerikanischen Mentalität die Schuld daran. Stellt euch vor, der identische Film, mit vielleicht einer amerikanischen Produktionsfirma im Vorspann und einem Hollywood-Pärchen als Hauptdarsteller, dann wäre das ein Kassenschlager geworden.
Die ersten Kritiken zu neuen Filmen stammen meistens von Amerikanern, die mit ihrem ganz eigenen Geschmack die gesamte Welt beeinflussen. Natürlich wollen Leute Kritiken lesen, als Entscheidungshilfe, ob sie ins Kino gehen sollen oder nicht. Dadurch sind die allerersten Kritiken die wichtigsten und wenn da jemand einen schlechten Tag hatte oder eine persönliche Antipathie, kann da viel Schaden angerichtet werden.
Ach, ich weiß auch nicht, was ich da vor mich hinrede, ich ärgere mich einfach, wenn Filme, die mir gefallen, untergehen, während irgendein Blödsinn eine Fortsetzung nach der anderen erhält.

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Film: Die Reise nach Agartha (Anime 2011)

Toller Film in der Tradition von Chihiros Reise ins Zauberland und Prinzessin Mononoke.
Anime / Abenteuer / Fantasy / Drama von Makoto Shinkai. 116 Min.
Inhalt: Ein abenteuerlustiges Mädchen trifft im Wald einen Jungen, der ein Monster bekämpft. Dadurch erfährt sie von Agartha, einer riesigen Welt unter der Erde, in deren Mittelpunkt das Tor zum Jenseits steht, wo man Verstorbene zurückholen kann.
Die Reise nach Agartha ist ein Film voller Magie, Philosophie und Emotion. Agartha selbst ist eine fantastische Welt mit interessanten Kreaturen, einer spannenden Geschichte und einer ganz eigenen Kultur. Der Zeichenstil und der fantastische Soundtrack vermitteln die Magie des Film wunderbar. Die Charaktere sind toll, mit vielen Facetten und der Plot ist sehr spannend.
Das zentrale Element des Films und somit auch das, was den Zuschauer später noch beschäftigen wird, ist die Frage, ob es richtig ist, einen Verstorbenen zurückzuholen. Was ist der Tod? Was ist das Leben? Aber auch ohne diese Fragen haben wir einfach eine schöne Entdeckungsreise durch eine fantastische Welt.
Ein Wort noch am Ende. Der Regisseur Makoto Shinkai ist ein sehr großer Fan von Hayao Miyazaki, weshalb dieser Film dessen Werken auch so ähnlich ist. Es ist absolut keine Kopie, nur die Inspiration ist klar zu erkennen. Einige Szenen sind sogar eindeutige Grüße an das große Vorbild.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Die Reise nach Agartha – Children Who Chase Lost Voices
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Spiel: Red7 (Asmadi Games)

Interessantes Kartenspiel mit großem Frustfaktor.
Von Carl Chudyk und Chris Cieslik (ca. 5-30 Min.; 2-4 Spieler)
Das Spiel ist eigentlich recht einfach. Ich lege eine Karte in meine Auslage und / oder eine auf den Stapel in der Mitte. Die oberste Karte auf dem Stapel gibt an, was gerade gewertet wird, deine Auslage ist deine Punktesammlung. Der Clou liegt nun darin, dass du nur spielen darfst, wenn du am Ende von deinem Zug in der aktuellen Wertung der beste bist. Sollte dir das nicht gelingen, darfst du nicht spielen und scheidest aus. Wer am Ende übrig bleibt, gewinnt.
Der Frust kommt daher auf, dass man manchmal sehr schnell ausscheiden kann und das Spiel theoretisch schon nach fünf Minuten fertig sein kann. Meistens geht es schon länger und dann ist es umso frustrierender, wenn man der ist, der 10-15 Minuten zuschaut. Grundsätzlich aber ist Red7 schon ein sehr interessantes Spiel, denn man muss seinen Kopf ordentlich anstrengen und auch geschickt vorausplanen. Kartenglück ist natürlich entscheidend, ist aber bei so einem kurzweiligen Spiel durchaus akzeptabel.
Ich würde auf jeden Fall empfehlen mit sämtlichen Fortgeschrittenen-Regeln zu spielen, denn da kommen zahlreiche neue Möglichkeiten dazu, die das Spiel erst richtig spannend machen.
Fazit: Sehr spannend, aber auch frustrierend. Sollte man mal ausprobieren.

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Buch: Corey, James S. A. – Strange Dogs (The Expanse 6.5)

Interessante Horror-Kurzgeschichte im Expanse-Universum.
Inhalt: Auf dem fernen Planeten Lakonia leben Cara und ihre Eltern als Forscher in Frieden, bis abtrünnige Mars-Soldaten dieses System unter ihre Kontrolle bringen. Inmitten dieser Situation macht Cara eine Entdeckung, die alles verändern wird.
Grundsätzlich hat diese Kurzgeschichte die gleiche Qualität wie alle anderen Kurzgeschichten aus diesem Universum, die bisher erschienen sind. Eine tolle Perspektive, schöne, atmosphärische Beschreibungen und ein spannendes Geheimnis, mehr kann man nicht verlangen. Nur das Ende ist etwas vage gehalten. Ich gehe aber davon aus, dass man das hier als eine Art Prolog zum demnächst erscheinenden siebten Band sehen muss und in diesem Sinne funktioniert es super. Das hoffe ich zumindest. Sollte nämlich keiner der weiteren Bände hierauf Bezug nehmen, wäre ich schon sehr enttäuscht. Aber auch für sich alleine gestellt ist das etwas sehr interessantes.
Fazit: Sehr zu empfehlen, auch für nicht-Expanse-Fans.

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Serie: The Expanse – Staffel 2

Tolle Fortsetzung zur ersten Staffel und ich leide darunter, die Bücher gelesen zu haben.
Wer mich oder diesen Blog kennt, der weiß, dass die Expanse-Buchreihe momentan zu meinen absoluten Lieblingen zählt und auch die Serie finde ich echt super. Sie fängt die Atmosphäre der Bücher sehr gut ein und hält ein hohes Niveau an Spannung. Vor allem jetzt in der zweiten Staffel ist es meines Erachtens noch besser gelungen, die Charaktere ans literarische Vorbild anzupassen, was ich ja in der ersten Staffel bemängelt hatte. Auch hat mir sehr gut gefallen, wie sie inmitten der Staffel nahtlos einen Übergang vom ersten zum zweiten Band geschaffen haben. Das ist hauptsächlich dadurch gelungen, dass man wichtige Charaktere des zweiten Bandes bereits in jenen Folgen präsentiert hat, die noch zum ersten Band gehört haben. Sehr haben mir auch die Anspielungen auf Charaktere gefallen, die erst in späteren Bänden auftauchen werden. Kleine Easter-Eggs für jene, die die Bücher gelesen haben.
Was ich aber sehr wohl kritisieren möchte, ist die Geschwindigkeit der Serie. Eine sehr wichtige und coole Szene wurde brutal gekürzt – okay, Action ist teuer – und andere Szenen wurden für die Serie neu erfunden. Teilweise waren einige Episoden für mich zu langsam, was vermutlich daran liegt, dass man am Ende wieder einen Cliffhanger haben wollte, um den zweiten Band dann zu Beginn der dritten Staffel abzuschließen.
Allgemein bin ich sehr nervös, was die kommende dritte Staffel betrifft. Der dritte Band der Reihe war für mich nämlich mit Abstand der schlechteste, weshalb ich mit Spannung erwarte, was sie daraus machen werden. Werden sie es wie bisher so getreu wie möglich machen oder doch für die Serie eigene Wege gehen? Andererseits bietet der dritte Band einige Szenen, die – wenn gut gemacht – ein optisches Meisterwerk werden können. Mit gemischten Gefühlen blicke ich daher auf die Zukunft der Serie.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Air – The Movie (Anime 2005)

Nette Liebesgeschichte mit einer mystischen Atmosphäre.
Anime / Drama von Osamu Dezaki. 91 Min.
Inhalt: Ein Landstreicher und Lebenskünstler verliebt sich in ein Mädchen, als er ihr bei einem kleinen Projekt hilft. Dabei lernt er ihr Geheimnis und eine vergessene Legende kennen.
Air ist im Grunde eine klassische Liebesgeschichte mit viel Gefühl und Drama. Der Zeichenstil ist für damals gut und heute noch okay, die Charakterentwicklung durchaus interessant. Das besondere am Film ist aber die Legende, welche das Mädchen während des Films immer weitererzählt. Bis zum Ende fragt man sich, wie viel Wahres in dieser Legende steckt und ob die beiden Hauptcharaktere Wiedergeburten sind oder doch nicht. Das Spiel mit diesem mystischen Element ist sehr interessant und verleiht diesem Film eine ganz spezielle Note.
Fazit: Für Anime-Fans sehr zu empfehlen, andere werden sich wohl am veralteten Zeichenstil stören.

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Gedankensprung: Naruto vs. Fairy Tail

Wenn man hier im Westen von Animes spricht, werden nach den Anfängen mit Dragon Ball und Sailormoon immer die „Drei Großen“ genannt. Zunächst gab es da One Piece, Naruto und Bleach. Nach dem Absturz von Bleach wurde dieses durch Fairy Tail ersetzt, das dann aber eine längere Pause einlegte und dessen Lücke von Dragon Ball Super gefüllt wurde. Naruto selbst endete und dafür gibt es jetzt Boruto. Ihr seht, egal in welcher Konstellation, es gibt immer „Drei Große“. Demnächst wird Fairy Tail mit der dritten und letzten Staffel zurückkommen, da gibt es dann für eine Weile „Vier Große“. Außerdem steht auch die Frage im Raum, inwiefern es Boku no Hero Academia schaffen wird, ebenfalls ein „Großer“, ein „Big One“ zu werden. Und mit den miesen Kritiken an Dragon Ball Super sind dessen Tage wohl auch gezählt.
Hier im Westen ist das so. In Japan steht One Piece an der Spitze, dann kommt ne Weile nichts und der Rest ist nicht mehr oder weniger beliebt als all die anderen Serien.
Jedenfalls endeten kürzlich sowohl Naruto als auch Fairy Tail. Naruto in Anime und Manga, Fairy Tail nur im Manga. Mit der dritten und letzten Anime-Staffel von Fairy Tail hat man bewusst auf das Ende des Mangas gewartet. Es ist also klar, dass dies jetzt ein guter Moment für mich ist, diese beiden zu vergleichen, habe ich doch beide über ein Jahrzehnt lang verfolgt.
Das große Problem ist, ob man jetzt Manga oder Anime vergleichen soll. Denn wenn es rein ums Anime geht, ist Fairy Tail bei Weitem besser als Naruto. Der Grund dafür heißt Füller-Episoden. Der große Schwachpunkt und was bei Naruto am heftigsten kritisiert wurde, sind eben die unzähligen Füller-Episoden, die der Serie gar nichts bringen, sondern einfach nur Zeit schinden und schlecht sind. Fairy Tail hat diese auch, jedoch viel weniger und in einer besseren Qualität.
Wenn wir aber die Füller-Episoden rauslassen und uns nur auf das konzentrieren, was das Manga bietet, was also im Anime vom Manga übernommen wurde, dann sieht die Sache schon anders aus. Sie sind beide optisch sehr gut und bieten tolle Kämpfe. Aber den beiden epischen Kämpfen „Naruto vs. Pain“ und „Naruto vs. Sasuke Finale“ hat Fairy Tail nichts gleichwertiges entgegenzusetzen. Ich möchte an dieser Stelle nochmal erwähnen: Selbst wenn man Naruto nie geschaut hat, gönnt euch bitte zumindest diese beiden Kämpfe. Die sind den Zeitaufwand absolut wert.
Auch was die Charaktere betrifft, ist Naruto viel besser. Versteht mich bitte nicht falsch, ich finde Natsu & Co. voll sympathisch, weshalb ich Fairy Tail ja auch jahrelang geschaut und letztens das Manga gelesen habe. Das Problem ist aber die Entwicklung. Bei Naruto kann man wirklich zusehen, wie alle reifer werden, erwachsen, während die Charaktere bei Fairy Tail am Ende identisch sind mit jenen am Anfang. Ja, sie sind stärker geworden und haben sich verliebt, aber dass sich ihre Persönlichkeit, ihre Weltsicht verändert hätte, ist leider nicht der Fall.
Dann betrachten wir noch die Endschlacht. Die ist bei beiden episch und sehr emotional aufgeladen. Fairy Tail gefällt mir hier besser, weil für jeden einzelnen Charakter Zeit genommen wird, sämtliche offenen Handlungsstränge zu Ende gebracht werden und alles wunderbar abgerundet wird. Außerdem trägt wirklich jeder am Ende dazu bei, den Gegner zu besiegen, es ist Teamwork vom Feinsten und am Ende fallen sich alle erschöpft, aber überglücklich in die Arme. Bei Naruto hingegen werden alle Kameraden irgendwo eingesperrt und er muss mit seinem kleinen Team die ganze Sache alleine lösen. Das ist recht langweilig und nicht wirklich zufriedenstellend.
Die Endschlacht als Ganzes ist also bei Fairy Tail viel besser, macht aber einen großen Fehler: Tod. Unzählige Male wird es so dargestellt, als würde einer streben, nur um zwei Kapitel später wieder auf wundersame Weise zurückzukehren. Das Problem ist nun, dass dies so oft gemacht wird, dass es einfach nur noch nervt. Bei Naruto hingegen sterben die Leute und die Trauer wird dann Teil des Kampfes. Das ist nicht nur realistischer, sondern bindet mich auch viel emotionaler ans Geschehen.
Dann noch das Ende. Puh, da hat Fairy Tail ziemlich enttäuscht. Bei Naruto siehst du einfach, wie jetzt alle erwachsen sind, heiraten und Kinder kriegen. Man kann am Ende mit der Serie zufrieden abschließen, da man weiß, dass es allen gut geht und sie ein glückliches Leben vor sich haben. Bei Fairy Tail hingegen bleibt es bei den Anspielungen zu möglichen Beziehungen und am Ende ziehen sie aus, ein weiteres Abenteuer zu erleben, wie zu Beginn der Serie, als hätte sich rein gar nichts verändert. Da bleibt man dann zurück und möchte schon wissen, wie es weiter geht. Nein, es ist halt aus und den Rest kann man sich denken. Vielleicht wird das dann im Anime besser gelöst als im Manga, ich bin schon gespannt.

Wie bereits zu Beginn gesagt, würde ich Naruto, wenn die Anime-Serie nicht so viele Füller-Episoden hätte, jedem absolut empfehlen. Auch wenn Fairy Tail seine Schwächen hat, ist es immer noch eine fantastische Serie, viel sehenswerter als Naruto. Wenn wir aber aufs Manga blicken, wo es keine Füller gibt, kann Fairy Tail mit Abstand nicht mit Naruto mithalten. Ich finde es sehr interessant, dass es da zwischen Anime und Manga so eine Diskrepanz gibt, aber wir kennen das gleiche ja auch aus den Literatur-Verfilmungen in Hollywood.

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Film: Clannad – The Movie (Anime 2007)

Ich betone immer wieder: Nicht alle Animes sind gut. So etwa dieser Schmarrn hier.
Anime / Drama von Osamu Dezaki. 94 Min.
Inhalt: Ein Junge mit vielen Problemen und ein schüchternes Mädchen finden zusammen. Nach der Schule ziehen sie zusammen und sie stirbt. Dann muss er seine Trauer überkommen.
Dieser Film ist in allen Belangen schlecht und hauptsächlich deswegen, weil er nur ein Ziel hatte: Tränen auslösen. Wirklich, die Story ist banal, die Charaktere langweilig, der Zeichenstil Mittelmaß, der Soundtrack ebenso. Und das alles nur, damit man irgendwann mit diesem komischen Jungen mittrauert. Es ist ein Film wie aus dem Lehrbuch: Beziehung aufbauen, Charaktere kennenlernen, als beste Menschen der Welt präsentieren, dann diese wunderbare Person sterben lassen und gemeinsam traurig sein. Und dieses Ziel erfüllt er auch. Mehr aber nicht. Es werden keine sozialen oder philosophischen Themen diskutiert, keine Bezugspunkte zur Realität des Publikums aufgebaut, es geht einfach nur darum alle zum Weinen zu bringen.
Fazit: Wer gerne mit einer Packung Taschentücher auf der Couch sitzt, kann den gerne schauen.

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