Die Herbst-Anime-Staffel ist zu Ende und wie im Sommer befürchtet, war sie eine Katastrophe. Symbolisch für diesen miserablen Herbst steht jene Anime-Serie, in welcher Mädchen in Arenen gegeneinander kämpfen, dabei aber nur ihr Hinterteil verwenden dürfen.
Aber der Reihe nach, beginnen wir mit dem größten Schocker: Naruto ist immer noch nicht fertig! Es gab einen großen Endkampf, der als Doppelfolge ausgestrahlt wurde – den ich übrigens jeden empfehlen kann, auch wenn er Naruto nicht geschaut hat – und dann noch die obligatorische Endfolge, in welcher die nun heile Welt mit einer friedlichen Zukunft präsentiert wird. Aus, die Serie ist zu Ende. Aber falsch gedacht! Es wurden noch ein paar Folgen nachgeschoben, in welcher die Kindheit einzelner Charaktere gezeigt wurde, und dann hat eine neue Sasuke-Story begonnen. Was soll denn das? Für meinen Teil war jener großartige Endkampf der Abschluss der Serie.
Der Herbst war aber nicht ein komplettes Desaster. Es gab ein paar Serien, die ich geschaut habe und die mir auch durchaus Spaß bereitet haben:
3-gatsu no Lion war für mich sicher die beste Serie im Herbst. Ein Melodram mit einem ganz einzigartigen, wunderbaren Zeichenstil. Es geht um einen Waisenjungen, der mit Shogi seinen Lebensunterhalt verdient. Aber eigentlich gefällt ihm Shogi gar nicht und er hat noch viele weitere Probleme. Die Serie geht in der kommenden Staffel weiter und ich freue mich schon.
Drifters war ebenfalls richtig toll. Ein selten wahnwitziges Actionspektakel. Hier werden verschiedene Charaktere unserer Geschichte wie Nobunaga, Hannibal oder Jeanne d’Arc in eine Fantasywelt gebracht, wo sie Krieg führen sollen. Drifters ist nicht abgeschlossen und hoffentlich kommt irgendwann die zweite Staffel.
Shuumatsu no Izetta war auch sehr interessant anzusehen. Es ist eine Neuinterpretation des zweiten Weltkriegs. Germania greift ein Fürstentum in den Alpen an, das jedoch von einer Hexe beschützt wird. Es ist dann sehr gut ausgeführt worden, welche Implikationen so eine Situation mit sich bringt. Besonders gefallen aber hat mir hier die zeichnerische Liebe zum Detail, ist doch das Fürstentum in den Alpen Tirol, das wunderbar wiedergegeben wird.
WWW.Working!! ist einfach nur witzig, eine Sitcom als Anime.
Dragon Ball Super ist natürlich auch weitergegangen. Das Tolle hier ist ja, dass die Story und die Kämpfe immer absurder werden.
Neben diesen aktuellen Serien habe ich auch zwei ältere geschaut:
Kamisama Hajimemashita erzählt die Geschichte eines Waisenmädchens, das in einem Shinto-Tempel aufgenommen wird und zu dessen Gottheit wird. Dadurch kommt es zu zahlreichen Abenteuern, in denen sie weitere Gottheiten trifft. Hauptsächlich aber ist es eine wunderbar kitschige Liebesgeschichte.
Suisei no Gargantia ist eine sehr interessante Sci-Fi-Story mit der besten Offenbarung, die ich je gesehen habe. Man glaubt irgendwann, dass die Serie an Elan verloren hat, doch dann kommt so ein phänomenaler Twist und man ist bis zum Schluss gefesselt.
Theoretisch könnte man hier auch die Karten von
Inhalt: Der Junge Chris wird plötzlich vom uranosischen Militär gejagt und muss sich mit einem Piraten verbünden, um zu entkommen. Auf der Flucht durch die halbe Galaxies finden sie heraus, warum Chris so wertvoll ist und beschließen einen Gegenangriff zu starten.
„Westworld“ ist der Name eines Vergnügungsparks, in welchem lebensechte Roboter mit den Gästen interagieren und diesen unbeschreibliche Momente bescheren, ihre dunkelsten Wünsche erfüllen. Die Serie erforscht den Sündenfall der Menschen, deren tiefste Sehensüchte, befasst sich aber gleichzeitig mit der Künstlichen Intelligenz und der Erschaffung von Bewusstsein. Westworld ist eine wunderbar tiefsinnige Serie mit einem sehr spannenden Plot. Viele Fragen begleiten den Zuschauer andauernd: Ist das so programmiert oder hat der Roboter eine individuelle Enscheidung getroffen? Ist das noch Teil der Story des Parks oder weiß der Gast nicht, dass er sich irgendwo abseits befindet? Was ist das Labyrinth? Wer verfolgt welches Ziel?
Inhalt: Das Waisenkind Sophie entdeckt des Nachts zufällig einen Riesen, der sie dann entführt, damit sie niemanden von seiner Existenz erzählt. Gemeinsam reisen sie ins Land der Riesen, wo jede Menge Abenteuer warten.
Inhalt: Um die Galaxie vor dem Imperium zu schützen, riskiert eine Gruppe von Rebellen ihr Leben, um die Pläne des Todessternes zu ergattern und diesen anschließend zu sabotieren.
In diesem Spiel versuchen wir unsere Rinderherden durch den wilden Westen zu leiten, um sie dann so lukrativ wie möglich zu verkaufen. Vom Spielprinzip her ist Great Western Trail das vielleicht einfachste Strategiespiel, das ich je gespielt habe. Wir bewegen unseren Cowboy, führen eine Aktion aus und ziehen die Handkarten nach. Die Züge sind sehr schnell, die Optionen einfach und die Wartezeiten dementsprechend angenehm kurz. Aber dennoch gibt es viel zu beachten um den Sieg davonzutragen.
