Der Marsianer lässt grüßen und liest lieber etwas anderes.
Inhalt: Ein außerirdisches Raumschiff wird entdeckt, das im Orbit eines Saturn-Mondes stehenbleibt und wieder wegfliegt. Sogleich rüsten die USA und China Raumschiffe aus und ein Wettrennen zu jenem Mond beginnt.
Wer ein wissenschaftlich korrektes und gleichzeitig spannend-lustiges Sci-Fi-Buch lesen möchte, sollte zuerst zum Marsianer greifen. Wer hingegen ein tolles Sci-Fi-Buch über einen Erstkontakt lesen möchte, sollte sich Allen Steele, Spindrift gönnen.
Wir müssen schon ehrlich sein und sagen, dass das vorliegende Buch eines jener Werke ist, die nur verfasst werden, weil etwas anderes ein Besteller wurde und man auf jenen Erfolgszug aufspringen wollte. Das bedeutet aber nicht, dass das Buch automatisch gut oder schlecht ist.
Wie also auch beim Marsianer wird hier versucht wissenschaftlich korrekt zu arbeiten und sehr viele Stilelemente wurden von dort direkt übernommen. Das klingt ja grundsätzlich mal ganz interessant, wenn man aber sieht, welche Charaktere da zum Saturn geschickt werden, merkt man sofort, dass hier ein Thriller-Autor am Werk ist und kein Wissenschaftler. Vollständiger Realismus ist also schon bald flöten gegangen. Wenn die Charaktere doch wenigstens interessant wären, aber nein. Da gibt es den Standardschönling, der mit fast allen Frauen der Uni schläft und sie finden ihn so sexy, weil er ein dunkles Geheimnis hat, aber niemand weiß, welches. Oh Gott, wenn ich so etwas schon höre. Als Redakteur würde ich so ein Manuskript sofort in den Müll werfen, außer es handelt sich um einen Agenten-Thriller oder ein Action-Abenteuer mit männlichem Zielpublikum. Aber doch nicht in einem Sci-Fi-Buch, das Realismus anstrebt. Und dann noch der Anthropologe, der nicht gut genug für irgendeine Uni ist, aber weil er einmal ein Buch über Aliens geschrieben hat, wird er von der Regierung angeheuert zum Saturn zu fliegen. Wirklich?! Ich finde sämtliche Charaktere unsympathisch und teilweise unlogisch.
Die Reise selbst ist recht spannend, aber was sie auf dem Mond dann finden ist einfach lächerlich. Dafür so viele Seiten zu verschwenden hat mich echt geärgert. Und auch der Konflikt mit den Chinesen entpuppt sich dann als sehr langweilig.
Ein großes Problem sind auch die langen, verschachtelten Sätze, die vor allem in den ersten Kapiteln den Lesefluss stark behindern, da man da drei Mal lesen muss, um es zu verstehen. Da gebe ich aber auch der Übersetzerin Schuld, dass sie da keine Erleichterung reingebracht hat. Es wird bald besser und der Stil wird recht flüssig. Warum hat man dann nicht am Ende einfach noch Mal den Beginn überarbeitet?
Einer der Autoren ist übrigens auch ein Fotokünstler und er lässt sein Fachwissen hier ordentlich einfließen. Für mich sind das schon zu viele Details und es wird sehr langweilig. Hobbyfotografen aber könnten hier sehr wohl ihre Freude haben.
Fazit: Nein, das Buch kann ich nicht empfehlen.
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Natürlich kann man bei dieser Serie viel kritisieren, aber warum sollte man das? Bei meinen anderen Comedy-Serien wie
Inhalt: Ein Mädchen aus einem Dorf und ein Junge in Tokyo schlüpfen, wenn sie schlafen, in den jeweils anderen Körper. Als das aber irgendwann aufhört fühlt sich der Junge leer, als würde ein Teil von ihm fehlen und er beschließt das Mädchen zu suchen. Doch da macht er eine furchtbare Erkenntnis. Wird er es schaffen noch einmal den Körpertausch zu erzwingen und unzählige Leben zu retten?
Vor uns liegt ein sehr banales, einfaches Stichspiel, das in der Basis genauso funktioniert wie alle anderen auch: Farbzwang, höchste Zahl sticht. Der Clou aber ist der Stapel mit Regelkarten. Von diesen erhält jeder Spieler drei, die er sich anschauen darf. Dann entscheidet er sich für eine, die er auslegt. Pro Spieler liegt also eine Regelkarte aus und diese zusammen definieren, welche Regeln für dieses Spiel gelten. Dadurch ist garantiert, dass wirklich jedes Spiel anders ist. Und diese Regeln sind teilweise fies, teilweise witzig, manchmal anti-intuitiv. Aber sie sind nie so, dass das Spiel ins Zufällige abdriftet. Mit allen Regelkombinationen kann noch gut geplant werden, muss in jedem Spiel eine neue Strategie erdacht werden. Das ist echt witzig und spannend.
Dieses Spiel ist sehr einfach zu verstehen und dennoch hochstrategisch, die perfekte Kombination. Wir produzieren Autos am Fließband und müssen ständig je nach Nachfrage einige Dinge in der Fabrik ändern. Einmal ist ein großer Kofferraum wichtig, dann ein modernes Lenkrad oder hohe Sicherheit. Aber wir sollten nicht nur die Basisbedürfnisse erfüllen, sondern auch noch Zusatzelemente einbauen, um die Autos wertvoller zu machen. Das führt zu einem sehr interessanten Spielfluss, bei dem es viel zu beachten und zu kalkulieren gibt.
Normalerweise gefallen mir die Bände dieser Reihe deshalb so gut, weil sie wissenschaftlich geschrieben, aber dennoch leicht verständlich sind. Manchmal gibt es natürlich Ausnahmen, weil nicht jeder Wissenschaftler derart schreiben kann, wie auch hier. Aber bei einem Buch über einen der breitest gefächerten Philosophen ist das auch ein sehr schwieriges Unterfangen. Den Lebenslauf zu Beginn hätte man wenigsten einfach und spannend halten können, stattdessen artet dieser Teil in schwer überwindbare etymologische Studien aus. Da hatte der Altphilologe des Teams wohl zu viel Einfluss.
Als Kind habe ich immer recht fernsehintensive Nachmittage verbracht. Direkt nach der Schule genoss ich eine Stunde lang Animes im italienischen Fernsehen, anschließend gab es Star Trek, A-Team und MacGyver im deutschen. Mein Liebling davon war immer MacGyver und wenn ich viele Hausaufgaben hatte, habe ich lieber auf das andere verzichtet, als auf ihn. Als es letztes Jahr dann hieß, es würde eine neue Serie geben, war ich zu 50% überglücklich, zu 50% verängstigt. Natürlich möchte ich ihn wieder im Fernsehen sehen, doch von so vielen Remakes bin ich derart enttäuscht worden, dass ich kaum noch Hoffnung hatte. Doch siehe da, es ist tatsächlich eine tolle Serie geworden, weshalb die erste Staffel nach 9 Folgen wegen guter Einschaltquoten auf 22 Folgen verlängert wurde. Mir kann es nur recht sein.
Inhalt: Als bei einem deprimierten Künstler eingebrochen wird, wird sein Kätzchen Keanu entführt. Gemeinsam mit seinem besten Freund macht er sich auf die Suche und dabei geraten die beiden von einem Abenteuer ins nächste.
