Film: Fast & Furious 9 (2021)

Das Wort „verrückt“ erhält eine neue Definition.
Action/Thriller mit Vin Diesel von Justin Lin. 143 Min.
Inhalt: Für Dominic Toretto steht die „Familie“ an erster Stelle. Doch als plötzlich ein weiteres Familienmitglied auf der Bildfläche erscheint, ändert sich seine Meinung. Doms und Mias Bruder Jakob war lange Zeit verschollen, doch nun ist er zurück, um mit Dom eine Rechnung zu begleichen. Für dieses Vorhaben arbeitet er mit der Cyber-Terroristin Cipher zusammen. Dom steht diesmal vor seiner wohl größten Herausforderung. Zum Glück erhält er unerwartete Unterstützung von einem totgeglaubten Freund.
Dies ist also der neunte Teil dieses Franchises und er wurde nach dem Motto gedreht: „Es geht immer schneller; Es geht immer verrückter!“ Was soll man sonst noch dazu sagen? Wer hier einschaltet, ist jemand, dem bereits die ersten acht Teile gefallen haben und so jemand wird auch hier seine Freude haben. Die einzigen, denen der achte Teil gefallen hat und dieser hier nicht, sind Dwayne Johnson Fans, denn der ist ja jetzt ausgestiegen. Aber auch die wussten bereits vorher, was Sache ist und werden diesen Film daher erst gar nicht schauen. Wer hingegen bisher gar nichts mit F&F anfangen konnte, wird hier sicherlich nicht umgestimmt werden.
F9 wurde nach demselben Rezept wie die anderen Teile gedreht. Der Film weiß, was er will und welches Publikum er bedient, und das funktioniert perfekt. Sich hier irgendetwas anders zu erwarten ist einfach nur unlogisch.
Fazit: Brumm, Brumm, Bruuuuuuummmmmmmm

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Buch: Brandhorst, Andreas – Das Netz der Sterne

Nettes Sci-Fi-Abenteuer mit Schwächen.
Inhalt: In die unbekannten Weiten des Universums vorzustoßen – das ist der Job der Kartografen bei Interkosmika, dem Konzern, der die interstellaren Reisen zwischen den Sternen kontrolliert. Tess ist eine solche Kartografin, doch nicht freiwillig, denn sie muss bei Interkosmika die Schulden ihrer Familie abarbeiten. Und sie weiß, dass ihre Mission alles andere als einfach wird. Denn ihr Auftrag führt sie in eine Region, aus der noch keiner lebend zurückgekehrt ist.
Obwohl ich ein großer Brandhorst-Fan bin, muss ich leider zugeben, dass das hier nun schon das zweite Buch von ihm ist, das mir nicht wirklich gefallen hat. Ich hatte ja schon bei seinem letzten Buch Eklipse gemeint, dass dies der schwächste Brandhorst bisher sei, aber nicht schlecht. Auf das gleiche Niveau fällt Das Netz der Sterne, wenn nicht sogar noch tiefer.
Normalerweise lege ich ein Buch weg, wenn es nach 100 Seiten nicht spannend geworden ist. Das wäre diesmal auch so gewesen, ich bin aber wegen dem Autor drangeblieben. Die Reise durch den Kosmos wird dann auch durchaus interessant und bietet einen zufriedenstellenden Abschluss. Aber leider konnte ich mich mit dem Hauptcharakter nie wirklich anfreunden. Außerdem werden viele philosophische Fragen aufgeworfen, fast schon zu viele, dass es dann leider nur sehr oberflächlich und banal wirkt. Dazu kommen auch noch einige konfuse esoterische Elemente.
Wer den Autor noch nicht kennt, sollte mit anderen Büchern von ihm beginnen, etwa mit meinen Lieblingen Die Tiefe der Zeit und Der letzte Regent.
Fazit: Kann gelesen werden.

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Serie: Halo – Staffel 1

Zum Glück bin ich kein Fan der Computerspielreihe.
Diese Military-Sci-Fi-Action-Serie basiert also auf der gleichnamigen Computerspielreihe. Diese habe ich nie gespielt, assoziere damit aber zwei Dinge, nämlich ein gigantisches, künstliches Habitat in Form eines Rings sowie sehr viel Action. Nun, beides liefert die Serie nicht. Was ich so peripher mitbekommen habe, gibt es noch sehr viel mehr, was den Fans sauer aufstößt. Zum Glück bin ich kein Fan, also alles kein Problem. Es wird dann eh recht bald klar, dass diese Serie die Vorgeschichte der Computerspiele erzählt, also die Entdeckung des Halo sowie die Entstehung der Spartan-Einheit mit dem Master Chief im Zentrum. Das ist ein legitimer Plot, der eigentlich auch Fans locken sollte, nicht sehr innovativ, aber durchaus spannend.
Weil das hier eben ein Prequel ist, ist null Vorwissen nötig. Das ist sogar besser, sonst hat man nur falsche Erwartungen. In dem Sinne kann das hier auch als eigenständige Sci-Fi-Serie betrachtet werden, die auch für ein Publikum geeignet ist, welches das Computerspiel nicht kennt.
Wenn man die Serie als eigenständiges Podukt betrachtet, gibt es leider immer noch viel zu bemängeln. Die Produktionsqualität, verglichen zu aktuellen Top-Serien, wirkt teilweise etwas billig. Dann kommen aber wieder Szenen, die echt gut ausschauen, als hätten zwei verschiedene Teams da gearbeitet und niemand hat sich darum gekümmert, das zu vereinheitlichen. Die beiden Nebencharaktere Kwan Ha und Soren-066 wurden zu Beginn als wichtige Plot-Träger eingeführt, aber dann nur mehr halbherzig mitgeführt, als ob plötzlich keiner der Drehbuchautoren mehr Interesse an denen gehabt hätte. Am Ende bleibt man mit dem Gefühl zurück, dass wegen diesen beiden Charakteren sinnlos viel Zeit verschwendet wurde. Also sowohl optisch als auch inhaltlich eher inkonsistent. Folgt man aber dem Hauptplot rund um Master Chief, ist das eine durchaus spannende Geschichte, die großteils auch gut ausschaut. Die letzte Episode bietet dann eine richtig tolle Actionszene. Als ich die gesehen habe, habe ich mich gefragt, warum es nicht mehr davon gab. Vermutlich zu teuer.
Die letzte Episode schließt die wichtigsten Punkte ab, weshalb das Staffelfinale die Zuschauer eher zufrieden zurücklässt. In diesem Sinne könnte damit auch die gesamte Serie abgeschlossen werden. Denn wenn ich das richtig verstanden habe, könnte man jetzt das Computerspiel spielen, wenn man wissen möchte, wie es weitergeht. Anderseits wurde bereits eine zweite Staffel bestellt und all jene, die keine Motivation verspüren, das Computerspiel zu spielen, können da dann schauen, wie es weitergeht.
Fazit: Empfehlenswert für eingefleischte Sci-Fi-Fans.

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Film: Godzilla vs. Kong (2021)

Cooler Monsterfilm. Aber bitte vorher Hirn ausschalten.
Sci-Fi / Action mit Millie Bobby Brown von Adam Wingard. 114 Min.
Inhalt: Die Menschheit kämpf ums Überleben, denn die Erde ist von überdimensional großen Kreaturen übersät. Unter ihnen befinden sich Godzilla und Kong, die nun aufeinandertreffen, um sich eine Schlacht unvorstellbaren Ausmaßes zu liefern. Zur gleichen Zeit versucht eine Gruppe von Menschen, mehr über die Herkunft der beiden Giganten zu erfahren, um sie stoppen zu können. Eine andere Bewegung möchte die Riesen einfach nur töten.
Der Film hält, was er verspricht: Godzilla und Kong prügeln sich. Das macht Spaß und ist wirklich sehenswert. Aber der Rest drum herum ist einfach nur lächerlich, hat nicht mal eine konsequente innere Logik. Wenn man zu sehr drüber nachdenkt, bekommt man nur Kopfschmerzen.
Dem Film wurde auch Rassisums vorgeworfen. Als ich den diesbezüglichen Artikel damals las, verstand ich nicht recht, was da gemeint ist. Als ich jetzt aber den Film geschaut habe, fiel es mir auch sofort auf. Wobei ich mir jedoch nicht sicher bin, ob „Rassismus“ der korrekte Begriff dafür ist. Es geht nämlich darum, dass wenn irgendwelche Monster eine beliebige US-amerikanische Stadt angreifen, kommt sofort das heldenhafte Militär und verteidigt die Zivilisten bis zum letzten Mann. In diesem Film verwüsten die Monster aber Hong Kong und kein einziger Soldat ist weit und breit zu sehen. Das muss dann natürlich jeder selbst interpretieren, wie er möchte. Auffällig ist es jedenfall schon.
Der Film bietet angenehme Unterhaltung nach einem anstrengen Tag, coole Monsterkämpfe, mehr aber auch nicht.
Das hier ist mittlerweils schon der vierte Film in diesem Franchise. Godzilla (2014) und Kong – Skull Island (2017) haben mir definitiv besser gefallen, während für mich Godzilla 2 – King of Monsters (2019) viel schlechter war, nicht zu vergleichen.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Spiel: Paleo (Hans im Glück)

Spannendes kooperatives Brettspiel.
Von Peter Rustemeyer (ca. 45-60 Min.; 1-4 Spieler)
Dieses Spiel präsentiert einen interessanten, neuartigen Mechanismus, der zu spannenden Partien führt.
Wir schlüpfen hier in die Rolle von Steinzeitmenschen und versuchen gemeinsam die alltäglichen Gefahren zu meistern. Dabei erhält jeder Spieler einen eigenen Kartenstapel und in jeder Runde zieht man davon die obersten drei Karten, schaut aber nur die Rückseiten an, diese sind nämlich unterschiedlich. Anhand der Rückseiten gibt es eine bestimmte Wahrscheinlichkeit, was sich auf der Vorderseite befinden könnte. Sobald sich jeder entschieden hat, welche dieser drei Karten man wählt, wird umgedreht und dann versucht man kooperativ die Aufgaben zu erfüllen.
Normalerweise gefallen mir kooperative Spiele eigentlich nicht so gut, denn die gemeinsame Entscheidungsfindung ist oft mühselig oder es etabliert sich sogar ein berüchtigter Alpha-Spieler. Der Mechanismus des Kartenwählens und die Art der Aufgaben auf diesen führt bei Paleo jedoch dazu, dass jeder stark involviert ist und nicht jemand mental aussteigt und nur macht, was die anderen halt sagen. Das Spiel ist also kooperativ, aber für mich immer noch individuell genug.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Fabian, Frank – Die größten Fälschungen der Geschichte

Dieses Buch ist selbst die größte Fälschung.
Der Untertitel dieses Buches lautet: „Was so nicht in unseren Schulbüchern steht.“ Nun, meine Theorie lautet, dass der Autor selbst nie eine Schule besucht hat oder die gesamte Schulzeit verschlafen hat. Sonst kann ich mir nicht vorstellen, wie er glaubt, dass diese Dinge nicht in der Schule unterrichtet werden. Zusätzlich wird meine Theorie damit bestärkt, dass der Schreibstil einfach nur schlecht ist und die Quellenangaben in dieser Form selbst bei Schulreferaten kaum akzeptiert werden würden (Quelle Wikipedia ohne direkten Link und ohne Datumsangabe; Seine eigenen Bücher als Quellen verwenden).
Tut mir leid, eine Sache steht so aber tatsächlich nicht in den Schulbüchern, nämlich dass Außerirdische in Ägypten gelandet sind. Das sagt eigentlich schon alles über das Niveau dieses Buches. Das Traurige ist halt, dass man von der Aufmachung her glaubt, ein interessantes historisches Sachbuch in Händen zu halten, aber dann mit Mythen und Verschwörungstheorien konfrontiert wird. Und die paar richtigen „Geschichtskorrekturen“, die er vornimmt, sind gar nicht neu, sondern schon längst bekannt und bereits im allgemeinen Schulwissen angekommen, also „Der Monotheismus in Ägypten“, „Die Konstantinsche Schenkung“, „Die Protokolle der Weisen von Zion“, „Die Französische Revolution“ sowie „Kommunistische und Nationalistische Großlügen“.
Und wenn man denkt, es geht nicht besser, wird die gesamte Evolutionstheorie hinterfragt, denn – oh mein, Gott, das lernt man nicht in der Schule – lebten einst Neandertaler und Homo Sapiens gleichzeitig. Und seine Kernaussage dabei: „Die Genetik beruht auf völlig falschen Axiomen.“ (S. 289) & „Wir wissen nicht, wie der Mensch entstanden ist und woher er kommt.“ (S. 304)
Als wäre das aber noch nicht genug, hat sich der Autor im letzten Kapitel dann noch die Zeit genommen, um in einer Skala den Grad der Wahrheit in der Geschichtsschreibung darzustellen. Er hat also verschiedenen Historikern eine Note verpasst. Welche Sinnhaftigkeit das hat und welche Formeln und Werte er dafür werwendet hat ist nirgends ersichtlich.
Wir leben ohnehin schon in einer Welt, in welcher Wissenschaftsfeindlichkeit sich immer weiter ausbreitet. Da ist dieses Buch dann einfach ein weiterer Scheitel fürs Feuer. Denn ich sehe jetzt schon, welches Publikum dieses Buch verschlingen wird und es dann allen anderen als die „neue Pflichtlektüre“ empfehlen wird.
Fazit: Ab in die Recyclingbox damit.

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Serie: Magnum P.I. – Staffel 4

Einfach eine gute Serie.
Irgendwann muss man über eine Serie eigentlich nicht mehr viel schreiben. Die Qualität bleibt weiterhin gleich hoch. Ich mag die Schauspieler einfach, Hawaii ist halt eine schöne Kulisse und die einzelnen Geschichten sind immer wieder spannend. Wer die Serie bisher mochte, wird auch hier wieder voll zufriedengestellt. Wer hingegen nicht, wird hier nicht umgestimmt werden. Eine fünfte Staffel wurde bereits bestellt und ich freue mich schon darauf. Es gab jedoch in der letzten Minute der letzten Episode eine gewisse Entwicklung und ich hoffe, dass die fünfte Staffel nicht darunter leiden wird.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Tod auf dem Nil (2022)

Außen opulent, innen hohl.
Krimi mit und von Kenneth Branagh. 128 Min.
Inhalt: Der belgische Privatdetektiv Hercule Poirot macht Urlaub in Ägypten und unternimmt eine Kreuzfahrt auf dem Nil. Als eine junge und reiche Frau ermordet wird, übernimmt Poirot die Ermittlungen. Er muss den Täter an Bord finden. Die Hauptverdächtige, Jacqueline de Bellefort, der das Opfer ihren Verlobten Simon weggeschnappt hat, hat allerdings ein Alibi. Neben Jacqueline kommen mehrere andere Mitglieder der Reisegruppe infrage.
Was optisch großartig und inhaltlich durchaus spannend beginnt, entpuppt sich dann leider als Blindgänger. Vor allem nach dem großartigen Film Mord im Orient-Express hätte man halt doch mehr erwartet. Wie gesagt, optisch ist der Film fantastisch, also allein aus ästhetischen Gründen ist er voll zu empfehlen.
Das Problem ist einfach, dass sämtliche Nebencharaktere blass und eindimensional bleiben. Die Idee wäre, dass jeder ein Motiv hat und der Detektiv sollte rausfinden, wer es am Ende wirklich war und wie er es vollbracht hat. Aber weil die Nebencharaktere eben nur schnell wie am Fließband präsentiert werden, ohne Tiefe und Emotion, ist auch der Zuschauer wenig involviert und wird nicht dazu verleitet, mitzurätseln. Was halt dazu führt, dass die Auflösung am Ende dann auch nicht so spektakulär ist.
Das zweite Problem ist Hercule Poirot selbst. Eigentlich sollte es ja darum gehen, dass er die Morde hätte verhindern können und daher mit sich selbst hadert. Doch mehr als eine Andeutung in diese Richtung gibt es nicht, auch er bleibt eher farblos.
Allein wegen der Kulissen, Kostüme und des wunderbar eingefangenen Zeitgeistes haben ich den Film schon gern geschaut, aber er hat für mich rasch an Spannung verloren, war wenig mitreißend.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Spiel: Codenames Duet (CGE)

Nette Variante von Codenames.
Von Vlaada Chvátil und Scot Eaton (ca. 15-30 Min.; 2 Spieler)
Das Prinzip dieses Spiels ist genau dasselbe wie beim Original. Man versucht anhand von Wörtern den Mitspieler auf andere Wörter hinzuweisen, darf aber die gesuchten Wörter selbst nicht sagen und möchte eigentlich mit einem Wort mehrere gesuchte Wörter gleichzeitig abdecken. Das hier ist halt die 2-Spieler-Version von Codenames. Die beiden Spieler geben sich gegenseitig Hinweise und man muss versuchen gemeinsam sämtliche Agenten zu finden. Das funktioniert, indem die beiden Spieler unterschiedliche Informationen haben.
Obwohl Codenames Duet als 2-Personen-Spiel ausgelegt ist, können auch mehrere spielen, wenn man sich einfach in zwei Teams aufteilt. Dennoch würde ich persönlich bei mehreren Spielern zum Original greifen. Wer das jedoch nicht hat, ist hiermit auch sehr gut bedient.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Smith, Laurence C. – Weltgeschichte der Flüsse

Nicht das, was es verspricht.
Der Untertitel dieses Buches lautet: „Wie mächtige Ströme Reiche schufen, Kulturen zerstörten und unsere Zivilisation prägen.“ Entsprechend habe ich mir eben ein historisches Sachbuch vorgestellt, mit dem Thema Flüsse als verbindendes Element. Nachdem ich aber die ersten paar Kapitel gelesen hatte, wurde ich stutzig und klappte zum Umschlag, um die Informationen über den Autor anzuschauen. Siehe da, der Herr ist Professor für Geowissenschaften und Umweltstudien. Das erklärt, warum das so oberflächlich geschrieben wurde. Es klingt brutal, wenn ich das schreibe, aber jeder, der sich ein bisschen für Geschichte interessiert und ein bisschen das aktuelle Weltgeschehen verfolgt, weiß bereits alles, was in diesem Buch steht. Denn das ist der nächste Punkt: Der historische Teil ist nur sehr kurz, sehr viel mehr schreibt er über die aktuelle Situation der Flüsse und dabei hat er einen sehr starken Fokus auf seine Heimat, die USA. Politik, Geologie, Umweltschutz – alles wird ein bisschen erwähnt, viele Orte aufgelistet, aber nichts richtig aufgeführt, nirgends geht er tiefer darauf ein. Das Buch selbst ist wie ein Fluss, der auf der Oberfläche in viele Bereiche mäandert, aber nirgends länger stehen bleibt.
Erst dann Kapitel 7 und 8, als es konkret um sein Fachgebiet geht, erreicht das Buch jenes Niveau, das ich mir erwartet hätte. Da merkt man halt, dass der Autor sich wirklich damit auskennt und mit Leidenschaft darüber schreibt. Das waren dann auch die mit Abstand interessantesten Kapitel, die eben auch neue Informationen und spannende Zusammenhänge lieferten.
Kapitel 9 liefert zum Abschluss noch einen kurzen Ausblick auf die Zukunft der Urbanisierung von Flüssen, was auch ein sehr interessantes Thema wäre, aber wiederum sehr knapp behandelt wird.
Ein weiterer Kritikpunkt, der wohl nur meinen persönlichen Geschmack trifft, ist, dass der Autor sich selbst sehr oft einbaut. Es fühlt sich mehr so an, als würde der Autor uns nur zeigen wollen, wo er überall war und wen er alles getroffen hat. Denn das sind immer kurze Absätze, die regelmäßig eingefügt werden, aber gar nichts zum Buch beitragen. Voher ein nüchternes Sachbuch, dann ein Absatz nach dem Muster „Ich war dort und haben diese Person getroffen“ und anschließend weiter als nüchternes Sachbuch, ohne dass die autobiografische Information auch nur irgendeinen Nutzen hätte.
Lobenswert möchte ich hingegen die schönen Fototafeln hervorheben. Ich habe mittlerweile schon einige Sachbücher gesehen, in denen die Fotos wirklich schlecht sind und nach einem seltsamen System ausgewählt wurden. Hier jedoch blättert man gerne durch diese.
Das äußere des Buches verspricht also ein historisches Sachbuch, was es aber nicht ist. Deshalb bin ich persönlich schon mal enttäuscht. Ich hätte mich dann ja damit abgefunden, weil mich auch andere Fachgebiete durchaus interessieren, aber leider ist das Buch halt überhaupt nicht spannend. Insgesamt hätte ich mir einfach gewünscht, dass es weniger Themen gibt, etwa nur Geschichte, aber dafür tiefer und ausführlicher.
Fazit: Als Überblickswerk für interessierte Leser sicher spannend, aber nicht geeignet für Leser mit Vorwissen, die sicher tiefer mit dem Thema auseinandersetzen wollen.

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Smith, Laurence C. – Weltgeschichte der Flüsse
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