Gedankensprung: Anime-Update Frühling ’22

Wie bereits im Winter gab es diesmal wieder so wenig Serien, dass ich stressfrei schauen konnte. Und wie in der letzten Season waren es diesmal auch qualitativ hochwertige Serien, hat also wirklich Spaß gemacht.

Die dritte Staffel von Ginga Eiyuu Densetsu: Die Neue These (Legend of the Galactic Heroes) war definitiv meine liebste Serie in dieser Staffel, ist sie doch eine Space-Opera und hat somit voll meinen Geschmack getroffen. Aber es ist nicht nur das Genre, das mich anspricht, sondern der Plot ist absolut spannend, die Charaktere sehr gut ausgebaut, die Animationen fantastisch, speziell die Weltraumschlachten. Tatsächlich würde ich diese Serie mittlerweile als meine liebste Animeserie aller Zeiten bezeichnen, aber sie ist noch nicht abgeschlossen. Eine vierte Staffel ist bereits angekündigt.
Die Buchvorlage besteht aus zehn Bänden, von denen jeweils ein Buch als eine Staffel verfilmt wurde. Wenn alles klappt, werden wir also am Ende zehn Staffeln haben. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn es weitergeht.

Spriggan war auch großartig. Es ist eine Art futuristischer Indiana Jones mit coolen Cyberpunk-Elementen. Die erste Staffel hat 6 Episoden, aber jede Episode ist 40 Minuten lang und erzählt eine eigene in sich geschlossene Geschichte. Der Hauptcharakter ist immer gleich, aber das Artefakt, das er sucht und die Gegner sind immer andere. Außerdem sind die Kämpfe wirklich toll gemacht. Sehr zu empfehlen und ich freue mich schon auf die zweite Staffel.

Das in der Community beliebteste Anime war diesmal sicherlich Spy x Family, ein tolles Comedy-Anime, bei dem ich bei jeder Folge herzhaft lachen musste. Einfach sehr witzig. Es geht um einen Geheimagenten, der sich eine falsche Familie zusammenstellt, um einen Auftrag zu erfüllen. Nur weiß er nicht, dass seine Ehefrau eigentlich eine Auftragsmörderin ist und die Tochter auch einige Geheimnisse verbirgt. Die Serie ist toll animiert, mit einem guten Tempo und gelungenen Witzen. Ich freue mich schon auf die zweite Staffel.

Paripi Koumei basiert auf einer der verrücktesten Prämissen, die ich je gesehen habe, aber es funktioniert phänomenal: „Zhuge Kongming erwarb sich einen Ruf als einer der größten Taktiker in der Zeit der Drei Königreiche im China des dritten Jahrhunderts. Jahrhunderte später wacht Kongming im modernen Tokio mit einem jüngeren Körper und intakten Erinnerungen auf. In eine unbekannte Welt gestoßen, findet er seinen Weg in einen Nachtclub und trifft Eiko Tsukimi, eine aufstrebende Sängerin, deren Auftritt ihn sofort in seinen Bann zieht. Angesichts des immensen musikalischen Potenzials von Eiko schwört Kongming, dass er sie berühmt machen wird und schlüpft in die Rolle ihres Managers. Kongming ist fest entschlossen, seine Ziele zu erreichen – selbst wenn er die Kriegsstrategien anwenden muss, die ihn in seinem früheren Leben berühmt gemacht haben.“ – Diese Prämisse funktioniert deshalb so gut, weil einerseits die Anwendung der Kriegsstrategien sehr gut durchdacht und dargestellt wird, andererseits aber auch die Produktionsqualität der Musik so gut ist wie zuletzt beim fantastischen Carole & Tuesday. Kein Top-Anime wie die anderen, über das man noch jahrelang sprechen wird, aber dennoch sehr zu empfehlen. Ein zweite Staffel kann gerne kommen, muss aber nicht.

Dance Dance Danseur ist ein Anime, das all jenen gefallen wird, denen auch Ballroom e Youkoso gefallen hat, nur halt mit Ballett statt mit modernen Standardtänzen. Ich finde jedoch, dass die Zeichenqualität hier jetzt etwas schlechter ist. Außerdem ist hier auch viel Drama enthalten und es wird diskutiert, was denn Männlichkeit bedeutet und ob ein Junge Ballett tanzen darf. Weil ich selbst keine Motivation hatte, mit zu viel Drama konfrontiert zu werden, habe ich die Serie dann nicht geschaut, möchte sie aber als Empfehlung dennoch hier erwähnen.

Healer Girl ist ein einzigartiges Konzept, es handelt sich hierbei nämlich um ein Musical-Anime. Es gibt sehr viele Musik-Animes, aber ein Musical-Anime hat es noch nie gegeben, in welchem also die Dialoge gesungen werden. Das Konzept ist sehr interessant und es zahlt sich definitiv aus, zumindest die erste Episode anzuschauen. Das Problem ist halt, dass der Plot überhaupt nicht spannend ist und das Konzept allein reicht nicht aus, eine ganze Serie zu tragen. Deshalb bin ich auch bald wieder ausgestiegen, aber ich empfehle dennoch, zumindest die Pilotfolge einmal gesehen zu haben.

Tate no Yuusha no Nariagari, Kaguya-sama wa Kokurasetai, One Piece und Boruto lese ich als Manga, habe also die Animes nicht geschaut.

Diesmal habe ich es wieder geschafft, mich mit ein paar älteren Animes zu beschäftigen. Ich habe mir also die ersten paar Episoden von Baki gegönnt und muss sagen, dass die mir überhaupt nicht gefallen haben. Ebenso habe ich endlich die dritte Staffel von Log Horizon geschaut und die hat mir noch weniger gefallen als bereits die schwache zweite Staffel. Diese Serie, sollte irgendwann eine vierte Staffel kommen, werde ich wohl nicht weiter verfolgen. Weiterhin auf meiner Watchlist sind also Beastars, Odd Taxi und World Trigger. Außerdem wartet ja auch noch Gintama auf mich.

Ausblick auf den Sommer 2022:
Die nächste Season wirkt recht unspektakulär. Keine Serie ist mir ins Auge gesprungen, aber es gibt einige, die interessant genug klingen, dass ich ihnen eine Chance geben möchte. Einzig die vierte Staffel von Dungeon ni Deai wo Motomeru no wa Machigatteiru Darou ka und die zweite Staffel von Shadows House sind Pflichttermine.

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Buch: Völker, Thies – Lexikon berühmter Schiffe

Faszinierendes Nachschlagewerk für Nautik-Interessierte.
Wie der Titel schon sagt, ist das hier ein Lexikon. Fast 300 berühmte Schiffe der Weltgeschichte sind hier alphabetisch aneinandergereiht, mit jeweils einem längeren Beitrag dazu, im Durschnitt zwei Seiten. Der Autor verknüpft technik- bzw. schiffsbaugeschichtliche sowie kultur-, literatur- und militärhistorische Aspekte in einer sachlichen und doch angenehm flüssigen Sprache. Es kommen aber nicht nur reale Schiffe aus der Antike bis zur Gegenwart vor, sondern es finden sich auch solche aus der Mythologie und einige ikonische Schiffe aus der Phantastik. Ausführliche Register am Buchende helfen bei der Suche nach bestimmten Schiffen oder Personen.
Man muss sich aber bewusst sein, dass das hier wirklich nur eine Sammlung jener Schiffe ist, die namentlich bekannt und aus irgendeinem Grund berühmt sind. Schiffstypen allgemein oder Entwicklungsgeschichte findet sich hier nicht. Das ist durchaus legitim und das Buch verspricht ja auch nichts anderes.
Lediglich mehr Bilder, Skizzen und Querschnitte hätte ich mir gewünscht, um die Schiffe greifbarer zu machen. Ansonsten erfüllt das Buch seine Anforderungen vollends.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Völker, Thies – Lexikon berühmter Schiffe
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Serie: Obi-Wan Kenobi – Miniserie (abgeschlossen)

Ein Nostalgiefest, mehr nicht.
Obi-Wan Kenobi war als Miniserie konzipiert, erzählt also eine in sich geschlossene Geschichte und liegt bei den diversen Kritiken und Bewertungen weit unter den Erwartungen. Dennoch wird nun über eine zweite Staffel gesprochen. Aber eigentlich nicht verwunderlich, wenn man sich die Zahlen anschaut, die Disney+ veröffentlicht hat. Leider ist nicht nachvollziehbar, wie die Quotenentwicklung im Laufe der Wochen war. Streamingplattformen sind halt komplett intransparent und können jede Serie als Erfolg verkaufen.
Ich persönlich finde jedenfalls, dass Obi-Wan Kenobi eine schlechte Serie ist. Das hier ist einfach ein Sammelsurium aus Nostalgiemomenten, Logikfehlern und schlechten Regieentscheidungen ohne irgendeinen spannenden Plot. Die extrem peinliche Verfolgungsjagd in Episode eins ist schon eine Warnung, was uns noch erwarten wird.
Was aber ist diese Serie jetzt genau? Erzählt wird die Geschichte von Obi-Wan Kenobi, und zwar was er zwischen den Episoden III und IV erlebt hat. Das ist dann auch das große Problem, denn die Serie ist klar begrenzt und alles muss so geschehen, dass der Anfang von Episode IV passt. Da ist es natürlich sehr schwer, irgendetwas neues aufzubauen.
Außerdem finde ich, dass die Serie extrem viel Potenzial verschenkt hat. Es gibt so viele Star Wars Bücher, die diesen Zeitraum behandeln, an denen man hätte anknüpfen können; Es gibt auf YouTube ein tolles Video darüber, welche Jedi die Order 66 überlebt haben und Obi-Wan Kenobi trifft keinen einzigen davon; Keinerlei Bezug auf die bei den Fans so beliebte Serie Star Wars: The Clone Wars oder auf die aktuell laufende und chronologisch parallel spielende Serie Star Wars: The Bad Batch. Nein, Obi-Wan Kenobi bezieht sich rein auf die Filme und ist entsprechend eingeschränkt.
Für mich persönlich gibt es bei Star Wars eine klare Zweiteilung: Einerseits die neun Filme, also die Skywalker-Saga, die mir nicht gefällt und die mir auch nie gefallen hat; Andererseits das Extended Universe, also die Bücher, Comics, Computerspiele und Serien, die mir immer sehr gut gefallen haben. Obi-Wan Kenobi ist nun Teil der Skywalker-Saga, ist für mich also daher schon uninteressant. Da die Serie aber rein gar nichts unternimmt, um aus diesem Korsett auszubrechen, bleibt sie für mich bis zum Schluss enttäuschend.
Was man der Serie zugute halten muss, ist die Tatsache, dass das Korsett keine Risse bekommen hat. Auch wenn man bei Obi-Wan Kenobi noch so viel kritisieren kann, der Kanon wurde eingehalten und Episode IV schließt hier nahtlos an. In diesem Sinne fügt die Serie dem Kanon aber auch nichts Wesentliches hinzu, man verpasst nichts, wenn man die Serie nicht schaut.
Wie gesagt wird über eine zweite Staffel diskutiert und an sich gäbe es sehr viel, was da erzählt werden könnte, das Potenzial besteht immer noch. Sollte sie tatsächlich kommen, werde ich ihr sicherlich eine Chance geben, aber da muss mir dann schon mehr geboten werden, damit ich sie wieder fertig schaue.
Fazit: Eventuell für Fans der Filme, die gerne in Nostalgie schwelgen.

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Film: Top Gun Maverick (2022)

Richtig coole Flugzeug-Action.
Action / Abenteuer mit Tom Cruise von Joseph Kosinski. 137 Min.
Inhalt: Seit mehr als 30 Jahren ist Pete „Maverick“ Mitchell (Tom Cruise) als Top-Pilot für die Navy im Einsatz. Als er eine Gruppe von Top-Gun-Auszubildenden für eine Sondermission trainieren soll, trifft er auf Lt. Bradley Bradshaw (Miles Teller) mit dem Spitznamen „Rooster“, den Sohn von Mavericks verstorbenem Co-Piloten und Freund Nick Bradshaw, „Goose“. Konfrontiert mit den Geistern der Vergangenheit, ist Maverick gezwungen, sich seinen tiefsten Ängsten zu stellen, denn die Sondermission wird von allen, die für diesen Einsatz auserwählt werden, das ultimative Opfer fordern.
Das hier ist ein sehr gut gemachter Film, der einfach Spaß macht. Coole Action, gelungener Humor und Spannung bis zum Ende sorgen für ein tolles Filmerlebnis. Tatsächlich stimme ich hier sogar im Chorus ein und meine, dass man diesen Film im Kino schauen muss, denn ich glaube nicht, dass die großartige Flugzeug-Action auf einem kleinen Bildschirm gut vermittelt werden kann.
Top Gun wirbt ja hauptsächlich damit, dass für die Dreharbeiten echte Flugzeuge verwendet worden sind und das ist natürlich ein Teil des Charmes von diesem Film. Dennoch bezweifle ich, dass ich den Unterschied erkannt hätte. Andererseits schwimmt Hollywood ja im Geld und wenn sie es dafür ausgeben, dass Filme besser aussehen, will ich mich nicht beklagen.
Nach dem ersten Teil von Top Gun war die Zahl der Anwärter für Kampfpiloten in den USA in den Himmel geschossen. Das Pentagon hat bereits erkärt, dass sie diesmal einen ähnlichen Effekt erwarten. Ich verstehe aber absolut nicht, warum das so ist. Ich habe beide Filme geschaut, mir haben beide gefallen, aber ich verspüre deshalb nicht den Wunsch, jetzt selbst in so eine Maschine zu steigen. Ist das einfach der Unterschied zwischen Europa und den USA oder etwas persönliches? Naja, jeder soll seinem Traum folgen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: The Simpsons – Staffel 33

Und schon wieder ein Jahr vorbei, seit ich über diese Serie geschrieben habe. Wie die Zeit vergeht.
Also auch die aktuelle Staffel durch und ich kopier hier einfach, was ich schon zur letzten geschrieben habe: „Die Simpsons unterhalten mich wunderbar und die Sache ist ganz einfach: wer die letzte Staffel mochte, wird auch hier wieder seine Freude haben, wer nicht, wird auch hier nicht umgestimmt werden. Wer die Simpsons jedoch noch gar nicht kennt und keine Lust hat, beim Anfang anzufangen und die schlechten Staffeln in der Mitte zu erleben, der kann auch durchaus hier einsteigen, denn Vorwissen braucht es absolut gar keins.“
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: The Hitman’s Wife’s Bodyguard (2021)

Was für ein Mist.
Action mit Ryan Reynolds von Patrick Hughes. 117 Min.
Inhalt: Der Bodyguard Michael Bryce hat keine Lizenz mehr und steht unter Beobachtung. Doch Sonia Kincaid, die Frau des Auftragmörders Darius Kincaid, zwingt ihn zum Handeln. Sie braucht Bryces Hilfe, um Darius von Gangstern zu befreien. Daraufhin werden die drei in eine andere gefährliche Mission verwickelt. Sie müssen Pläne vom verrückten Aristotle Papadopoulos vereiteln, ansonsten wird Europa ins Chaos gestürzt.
Bereits der erste Teil war inhaltlich komplett sinnbefreit und hier geht es gleich weiter. Doch den ersten Teil konnte man noch genießen, weil inmitten toller Action Ryan Reynolds und Samuel L. Jackson sich gegenseitig markante Sprüche an den Kopf werfen, was einfach Spaß macht. Doch hier haben wir nur noch banale Action und die beiden Schauspieler schreien sich einfach nur an, ohne coole Sprüche, als wäre Gebrüll alleine genug um lustig zu sein. Dieser Film bietet einfach gar nichts, was sehenswert wäre und keine einzige Szene war auch nur annährend witzig.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Serie: Vikings – Staffel 1-6 (abgeschlossen)

Eine tolle Serie mit vielen Schwächen.
In den sechs Staffeln folgen wir Ragnar Lodbrok, wie er vom Bauern zum größten aller Wikinger aufsteigt und wie seine Söhne dann ihren eigenen Ruhm erlangen. Dabei gibt es viel Action, viele Intrigen und viel Blut.
Die ersten drei Staffeln waren wirklich sehr gut, sind absolut sehenswert und entsprechend hat diese Serie auch so eine große Fangemeinde aufgebaut und es auf insgesamt sechs Staffeln geschafft.
Die Serie erzählt die Geschichte der historisch nicht verifizierten Sagengestalt Ragnar Lodbrok. Vikings stellt also nicht den Anspruch, historische Begebenheiten darzustellen, sondern eine Saga. Das sollte man nicht vergessen, denn wie eben auch in der Saga kommt es in der Serie immer wieder zu religiösen, übernatürlichen, spirituellen Begegnungen. Zum Glück begegnen uns solche Momente nur selten und Großteils bleibt die Serie in der realen Welt behaftet. Die Saga um Ragnar Lodbrok und seine Söhne wird ausgebaut und mit anderen Geschichten verknüpft, um die Ereignisse der Serie immer größer und epischer werden zu lassen.
In den ersten drei Staffeln steht Ragnar Lodbrok im Zentrum, sein Entdeckergeist, sein Mut und seine Ideen. Wie bereits oben erwähnt haben mir diese sehr gut gefallen, nicht zuletzt eben wegen Ragnar Lodbrok selbst.
In der vierten Staffel ergreifen dann seine Söhne die Zügel und von da an hat mir die Serie immer weniger gefallen. Einige Freunde von mir sind da auch komplett ausgestiegen und haben die Serie nicht zu Ende geschaut. Denn wie gesagt war Ragnar Lodbrok bis dahin das Zentrum der Serie und kein Sohn konnte in dessen Fußstapfen treten.
Zunächst hatte ich auf Bjorn Eisenseite gehofft, der mit einer Wikingerflotte ins Mittelmeer vorgedrungen ist. Doch dieses Abenteuer ist sehr schlecht dargestellt worden, einfach komplett uninteressant und überhastet. Und auch anschließend war Bjorn Eisenseite nie charismatisch genug, um mich mitzureißen.
Mit diesem Mittelmeerabenteuer hat auch noch etwas begonnen, was mich bis zum Ende der gesamten Serie geärgert hat, nämlich abstruse und völlig unrealistische Distanz- und Zeitsprünge. Das ist genau dasselbe, was mich auch schon in den letzten Staffeln von Game of Thrones so extrem genervt hat.
Die Serie hat dann versucht Ivar den Knochenlosen als zentrale Figur zu etablieren. Das ist dann natürlich Geschmackssache. Ich weiß, dass manche ihn super finden und gerne seine Abenteuer verfolgt haben. Ich persönlich fand ihn extrem unsympathisch und sein Handlungsstrang gefiel mir gar nicht.
Nachdem Bjorn Eisenseite meine Hoffnungen leider nicht erfüllt hatte, blieb für mich noch Ubbe Ragnarsson. Der war dann lange Zeit mein Symapthieträger, doch dessen Island-Grönland-Kanada-Reise am Ende war leider sehr schlecht gemacht, ließ mich leider etwas enttäuscht zurück.
Gemeinsam mit Ubbe waren auch noch Lagertha und Harald meine Symapthieträger, weshalb ich dann nach der eher enttäuschenden vierten Staffel auch noch die fünfte geschaut habe, die für mich insgesamt leider ebenfalls eher enttäuschend war. Nach fünf Staffeln will man dann natürlich auch noch das Ende schauen und ich bin froh, dass ich das getan habe. Zum Glück, denn Bjorn Eisenseite hat sich da im Kampf um Norwegens Königskrone und dann bei der Abwehr der Rus in meinen Augen rehabilitiert und so wird er mir wie sein Vater Ragnar Lodbrok doch noch positiv in Erinnerung bleiben. Die zweite Hälfte der letzten Staffel dient dann dazu, die Geschichten der letzten noch lebenden Charaktere zu Ende zu erzählen, was dann zu einem ordentlichen, zufriedenstellenden Serienfinale führt.
Persönlich kann ich die Staffeln 1-3 sowie die ersten Episoden von Staffel 4 auf jeden Fall empfehlen. Die ersten paar Episoden von Staffel vier führen nämlich die Ereignisse von Staffel 3 zu Ende und dann kommt es zu einem mehrjährigen Zeitsprung. Nach diesem ergreifen dann Ragnars Söhne die Zügel. Dieser Zeitsprung ist sozusagen die Zäsur der Serie. Vorher die Saga von Ragnar Lodbrok, nachher die Saga seiner Söhne. Auch wenn mir die Saga der Söhne nicht so gut gefallen hat, war die finale sechste Staffel dann doch gut genug, dass ich froh bin, bis zum Ende geschaut zu haben.
Aufgrund des Erfolgs dieser Serie ist bereits eine Nachfolgeserie, bzw. ein Spin-Off gedreht worden, nämlich Vikings: Valhalla, die 100 Jahre nach der Originalserie spielt und die Saga von Leif Erikson erzählt. Die erste Staffel hat überaus gute Kritiken erhalten, also werde ich da vielleicht auch mal einschalten.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Ambulance (2022)

Tja, das kommt raus, wenn man einen erfolgreichen dänischen Film an Hollywood anpasst und Herrn Bay ans Steuer lässt.
Action / Thriller mit Jake Gyllenhaal von Michael Bay. 137 Min.
Inhalt: Der dekorierte Kriegsveteran Will Sharp braucht dringend Geld für die medizinische Versorgung seiner Frau und bittet seinen Adoptivbruder Danny um Hilfe. Danny, ein charismatischer Berufsverbrecher, bietet ihm stattdessen an, einen großen Banküberfall in Los Angeles auszuführen. Da das Leben seiner Frau auf dem Spiel steht, akzeptiert Will das riskante Angebot. Doch als ihre Flucht misslingt, stehlen die verzweifelten Brüder einen Krankenwagen mit einem schwer verletzten Polizisten.
Für diesen Film hat man den schwarzen Humor aus dem dänischen Original mit non-stop Action ausgetauscht und dazu kann jeder stehen, wie er will. Aber nicht nur irgendwelche Action, sondern in typischer Bay-Manier voll chaotische über-drüber Action. Der Film ist rasant und erlaubt keinerlei Atempause.
Was ich persönlich schade gefunden habe, ist, dass Bay diesmal auf seine typischen Kameraeinstellungen und markenten Bilder verzichtet hat. Mir gefällt das einfach. Hätte ich aber nicht gewusst, dass der Film von diesem Regisseur stammt, hätte ich dies wohl gar nicht vermisst.
Der Plot, obwohl durchaus spannend, ist eigentlich nur lächerlich. Dazu kommen noch zwei Schauspieler, die normalerweise eh großartig wären und daher hier eben die Hauptrollen bekommen haben, aber so spielen, als wären sie in einem B-Movie. Speziell Gyllenhaal ist einfach nur zu viel.
Dieser Film bietet leider nichts, was ihn besonders sehenswert macht. Seichte Actionberieselung für müde Abendstunden. Wenn man aber etwas Spezielles haben möchte, sich extra die Zeit für einen Film nimmt und in der richtigen Stimmung ist, sollte man einfach nach dem dänischen Original greifen.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Gedankensprung: Serien-Update

Der Sommer ist da, die Hauptserienzeit somit zu Ende, also ein guter Moment, um über die anstehende Serienlandschaft zu sprechen.
Magnum P.I. ist leider nach der vierten Staffel abgesetzt worden. Mir gefällt die Serie, ich finde es also schade. Andererseits ist die letzte Szene der letzten Episode somit das Serienfinale und damit eigentlich wunderbar abgeschlossen. Auch wenn ich gerne mehr hätte, ist es für mich okay.
Die tolle Serie The Astronauts ist leider ebenfalls abgesetzt worden. Wir bleiben da also mit einem brutalen Cliffhanger zurück. Dafür kommt nun endlich, mit zwei Jahren Verspätung, die zweite Staffel von Blood & Treasure.
Wenig überraschend wurde auch Space Force abgesetzt, ebenfalls mit einer offenen Handlung.
Der Sommer ist jedenfalls vollgepackt mit Sci-Fi: die dritte und abschließende Staffel von The Orville; Star Wars Andor; Moonhaven; die fünfte und abschließende Staffel von Jurassic World. Camp Cretaceous; die dritte Staffel von Lower Decks. Daneben die bereits begonnen Serien Strange New Worlds, Obi-Wan Kenobi sowie die vierte Staffel von Stranger Things. Aber auch Serien ohne Sci-Fi kommen im Sommer zuhauf, nämlich die dritte Staffel von Jack Ryan, die zweite Staffel von Only Murders in the Building sowie House of Dragon.
Was bringt uns die Zukunft denn sonst noch so? Nächstes Jahr werden mehrere Serien ihren Abschluss finden, das ist schon fix, nämlich Discovery, Picard und Stranger Things.
Und was geht fix weiter? Halo, Reacher, Arcane, Squid Game, Star Wars Visions, Star Wars The Bad Batch und Severance werden für eine zweite Staffel, Upload und The Witcher für eine dritte Staffel, Shetland für eine siebte Staffel, Hubert und Staller für eine elfte Staffel zurückkehren.
Ein Fragezeichen steht immer noch hinter Inside Job.

An Serien mangelt es in nächster Zeit sicher nicht und ich bin mir sicher, dass ich sogar welche vergessen habe. Aber wie soll man die nur alle schauen?

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Serie: Stranger Things – Staffel 4, Vol. 1

Tolles Spektakel trotz Produktionsproblemen.
Für mich persönlich wäre eigentlich das Ende der dritten Staffel ein tolles, zufriedenstellendes Serienfinale gewesen. Wenn ich mir dann anschaue, mit welchen Produktionsproblemen sie jetzt hier für die vierte Staffel zu kämpfen hatten, war es für mich fragwürdig, ob es wirklich eine weitere Staffel braucht. Aber jetzt, wo ich mit Volume 1 der vierten Staffel durch bin, bin ich sehr glücklich, dass sie es doch durchgezogen haben. Volume 2, also die letzten beiden Episoden, kommen am 1. Juli und ich kann es kaum erwarten.
Was aber meine ich mit Produktionsproblemen?
1) Da die Schauspieler nach den ersten drei Staffeln überaus beliebt geworden sind, hatten alle andere Verpflichtungen, weshalb es kaum möglich war, einen gemeinsamen Terminplan zu erstellen. Das hat dazu geführt, dass hier nun eigentlich vier Geschichten gleichzeitig erzählt werden und die Schauspieler dieser vier Gruppen kaum, bzw. gar nicht mit den anderen Gruppen interagieren. Das war halt schade, weil es gerade die Gruppendynamik zwischen den Schauspielern war, die die Serie so besonders gemacht hat. Die Hoffnung ist, dass das in Volume 2 oder zumindest in der 5. Staffel wieder der Fall ist.
2) Da nun zwischen den verschiedenen Staffeln doch sehr viel Zeit vergangen ist, sind die Schauspieler im realen Leben gealtert, spielen in der Serie aber immer noch Jugendliche. Bei einigen sieht man das nicht so stark, aber bei manchen ist es sehr eklatant. Wenn man’s weiß und diesbezüglich ein Auge zudrückt, passt es eh. Aber wenn jemand die Serie jetzt erstmals startet und die vier Staffeln in einem Marathon schaut, könnte dieser Bruch dann durchaus zu einiger Irritation führen.
Wie dem auch sei, mir hat die vierte Staffel trotz dieser Probleme sehr gut gefallen. Sehr spannend, hohe Qualität und die Charaktere sympathisch wie immer. Jeder Fan der Serie wird auch hier wieder auf seine Kosten kommen. Aber warum schreibe ich das überhaupt? Fans haben die Serie bereits am ersten Wochenende in einer Sitzung geschaut (so wie ich). Und wer mit dieser Serie immer noch nicht begonnen hat, sollte das schleunigst nachholen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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