Spiel: Marvel Villainous (Ravensburger)

Cooles asymmetrisches Action-Kartenspiel.
Von Prospero Hall (ca. 40-80 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Spiel schlüpfen wir in die Rollen der Marvel-Bösewichte und versuchen unseren jeweiligen Weltbeherrschungsplan schneller zu realisieren, als es die anderen schaffen. Konkret hat jeder Bösewicht ein individuelles Deck und ein individuelles Spielziel, es ist also komplett asymmetrisch. Jede Runde bewegt man seine Spielfigur auf dem eigenen Tableau und spielt dann solche Karten aus, die auf diesem Feld erlaubt sind. Dabei sollte man immer sein Spielziel verfolgen, die Helden besiegen, die die eigenen Pläne durchkreuzen wollen, und den Mitspielern ein paar Hindernisse entgegenwerfen.
Das Spiel macht Spaß, ist durchaus taktisch und bietet viele Optionen.
Ich habe von mehreren Seiten bereits gehört, dass Disney Villainous thematisch besser ist und den Leuten besser gefällt, mechanisch ist es aber beinahe identisch. Ich kenne Disney Villainous nicht und bin mit Marvel Villainous vollends zufrieden, habe nicht das Bedürfnis, andere Versionen davon kennenzulernen. Demnächst erscheint ja auch noch Star Wars Villainous, wieder dasselbe Spiel, nur eben ein anderes Thema. Die Villainous Reihe ist insgesamt sehr gut, jeder muss halt für sich selbst entscheiden, welches Thema ihm besser gefällt. Spielmechanisch macht es keinen Unterschied.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Gehm, Franziska – Krümels Abenteuer auf der Träumeburg

Tolles, fantasievolles Kinderbuch.
Inhalt: Der Sandmann macht Urlaub und überlässt die Traummaschine für eine Nacht seinem Lehrling Krümel, dem dabei aber ein Missgeschick nach dem anderen passiert, bis die gesamte Träumeburg auf dem Kopf steht. Eine ausgebrochene Kuh, falsch beschriftete Zutaten, kreischende Prinzessinnen u.v.m. treiben Krümel zur Verzweiflung.
Als meine Tochter das Cover von diesem Buch gesehen hat, war sie sofort begeistert und wollte unverzüglich mit dem Lesen beginnen. Noch ein Kapitel und noch ein Kapitel, jeden Tag weiter und dann wieder von vorne. Nicht zuletzt gefallen ihr die Bilder im Buch sehr gut und sie genießt es, diese anzuschauen, während ich vorlese. Also insgesamt ein wirklich sehr gelungenes Kinderbuch, das auch mir selbst viel Spaß macht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Space Force – Staffel 2

Solide Fortsetzung.
In dieser Serie geht es ja darum, dass überfordertes Hochleistungspersonal ständig den Launen ihres obersten Befehlshabers und Geldgebers, dem Präsidenten der USA, ausgeliefert ist. Man versucht das beste aus der Sache zu machen, ist frustriert, genervt und oft in einer moralischen Zwickmühle, aber für den Zuschauer ist es immer lustig.
Während die erste Staffel noch davon handelte, dass diese neue militärische Abteilung aus dem Boden gestampft wird und ihnen sehr viele unterschiedliche Aufgaben zuteil wurden, ist hier nun eine neue Regierung an der Macht, die den Geldhahn zudrehen möchte.
Ein Cliffhanger am Ende bringt Vorfreude auf die dritte Staffel. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich diese Staffel hier nicht mehr ganz so lustig und fesselnd fand wie die erste und ich hätte nichts dagegen, wenn die Serie mit der dritten Staffel ihren Abschluss findet, mit einem gut ausgearbeiteten Ende.
Fazit: Weiterhin zu empfehlen.

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Film: The French Dispatch (2021)

Guter Film, aber nicht für jedermann und ohne Kontextwissen sinnfrei.
Drama / Komödie mit Bill Murray von Wes Anderson. 103 Min.
Inhalt: Arthur Howitzer Jr. hat 50 Jahre lang das Magazin „French Dispatch“ in einer französischen Stadt geleitet und ist nun verstorben. Seine Angestellten erinnern sich an sein Leben und seine Karriere zurück, indem vier seiner größten Geschichten zum Leben erwachen. Eine der Geschichten handelt von einem Maler, der im Gefängnis sitzt und dessen Wärterin ihm eine Muse und Model ist. Eine weitere handelt von einer Reporterin, die eine Affäre mit einem Revoluzzer hat und so ihre Karriere gefährdet.
The French Dispatch ist eine Hommage an eine ganze Generation von Autoren wie John Fante oder Zeitungsredakteure wie Harold Ross und William Shawn von The New Yorker. Diese Autoren hatten Poesie auf den Straßen und Helden am Rande der Gesellschaft gefunden und das Establishment herausgefordert. Dabei ist dieser Film selbst wie ein literarisches Magazin gestaltet. Vier Geschichten / Artikel aus unterschiedlichsten Rubriken reihen sich aneinander und man taucht ein in die Welt der literarischen Berichterstattung.
Ich bin grundsätzlich ein Fan von Wes Anderson, speziell wegen seiner detailverliebten Szenographie, bei der jedes Kostüm, jede Requisite, jede Bewegung perfekt kalkuliert ist und der teils skurrilen Erzählweise, wodurch sich ein ganz eigener Charme entwickelt. Seine Filme machen einfach Spaß. Aber nicht dieser hier. Als Hommage an diese diversen Autoren und als Verfilmung eines literarischen Magazins funktioniert der Film perfekt. Wenn man das weiß, sich dafür interessiert und sich darauf einlässt, wird man gut unterhalten werden. Wenn man aber einfach eine unterhaltsame Komödie erwartet, wie es die anderen Werke von Anderson teilweise sind, wird man eher enttäuscht werden. Passives Schauen ohne sich vorher mit den Hintergründen des Films beschäftigt zu haben ist nicht möglich.
Ich denke, das hier ist ein Film, bei dem jeder zugeben wird, dass er „gut“ ist, aber viele werden noch hinzufügen, dass er ihnen dennoch nicht gefallen hat.
Fazit: Es gibt ein klares Zielpublikum und für dieses ist der Film sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Anime United

Wie viele andere habe auch ich mich bereits öfters darüber beschwert, dass es immer mehr Streamingplattformen gibt, die Inhalt sich im Internet also immer mehr verteilen. Da aber niemand so viel Geld ausgeben möchte, um überall einen Account anzulegen, boomt leider weiterhin der Markt an illegalen Streamingseiten. Aber zumindest im Bereich der Animes hat sich jetzt etwas in die entgegengesetzte Richtung getan.
Sony, der mit großem Abstand Marktführer im internationalen Vertrieb von Animes, hat diverse Anime-Streamingplattformen und Vertreiber gekauft und all deren Inhalte nun auf einer einzigen Seite gebündelt, nämlich auf Crunchyroll. Sprich, Sony stellt nun seine eigenen Inhalte sowie jene von Funimation, Wakanim, Madman Anime Group und Animax Deutschland auf Crunchyroll. Aus sechs Plattformen wird eine (Ländersperren gilt es halt noch zu beachten). Das bedeutet aber immer noch nicht, dass nun sämtlich Animes dort zu finden sind. Die Anime-Bibliothek auf Netflix wächst auch ständig und Amazon Prime hat ebenfalls einige Animes, wobei der Amazon Prime Channel Animax jetzt ja auch über Crunchyroll (ohne Aufpreis) verfügbar ist. Außerdem sollte man nicht unterschätzen, dass Disney+ angekündigt hat, ebenfalls ins Anime-Geschäft einsteigen zu wollen.
Nichtsdestotrotz ist Crunchyroll damit von der Anime-Bibliothek her eindeutig die größte Plattform und auch in Sachen Kundenzufriedenheit und Servicequalität sehr gut. Von den Animes, die ich jetzt im Winter 2022 gerade schaue, ist genau eines nicht auf Crunchyroll. Im Herbst waren drei meiner Serien nicht auf Crunchyroll. Im April beginnt die Frühlingsseason, dann schauen wir mal, wie da die Quote ist.

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Buch: Sommer, Michael – Dark Rome. Das geheime Leben der Römer

Spannendes Buch über die dunklen Seiten des Römischen Imperiums.
Wenn man über Geschichte spricht, dann meint man oft großformatige Ereignisgeschichte. Genauso interessant ist aber auch Kultur- und Sozialgeschichte, wenn man eben eintaucht in die Details des Alltags vergangener Epochen. Noch spannender aber sind die Geschichten über non-konforme, amoralische, sittenwidrige Ereignisse, über Geschehnisse, die im Schutze der Dunkelheit betrieben werden mussten. Und eben genau in diese Welt taucht dieses Buch ein und erzählt von Dingen, die kaum den Weg in die Schulbücher finden.
Thematisiert werden hier das Sexleben der Römer (offiziell prüde, aber eigentlich…), verbotene Bücher, Spionage, Giftmischerei, Drogenkonsum, Verschwörungen, Geheimlogen, Korruption, Falschspielerei, Mysterienkulte u.v.m., also sicherlich spannend für alle historisch Interessierten.
Wenn man etwas am Buch kritisieren kann, dann ist es der Stil. Der Autor ist halt in seinem wissenschaftlichen Präpositionalstil gefangen, aber zwischendurch ein paar Konnektoren hätten schon geholfen, den Text flüssiger werden zu lassen, zumal das hier durchaus ein Buch für ein breiteres Publikum sein sollte. Aber das soll nur eine Randnotiz sein, nicht eklatant genug für einen Minuspunkt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Reacher – Staffel 1

Überraschend gut.
Vor vielen Jahren hat Tom Cruise mal einen Reacher-Film gedreht und ich hatte befürchtet, dass diese Serie in die gleiche Kerbe schlagen würde. Dennoch wollte ich der ersten Episode eine Chance geben und siehe da, es ist tatsächlich anders, besser. Tom Cruise hatte damals nämlich seine eigene Interpretation von Reacher verfilmt, was dann in einem generischen Actionfilm endete. Hier jedoch hielt man sich gut an die Bücher, wodurch ein ganz eigener Charme entsteht, speziell wegen des interessanten Hauptcharakters.
In dieser Action-Thriller-Serie versucht Reacher eine Reihe von Morden aufzudecken und offenbart dabei brutale Mafiastrukturen. Dabei ist die Serie nichts für schwache Nerven, die Morde sind nämlich sehr grafisch und brutal.
Insgesamt hat mich die Serie sofort gefesselt und ich habe die erste Staffel in einem Rutsch angeschaut. Einfach sehr spannend, coole Action und zwischendurch ein gut platzierter Witz.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: The King’s Man – The Beginning (Kingsman 3; 2021)

Selten so einen Blödsinn gesehen.
Action mit Ralph Fiennes von Matthew Vaughn. 131 Min.
Inhalt: Ein Mann muss einen Plan stoppen, der Millionen Menschen das Leben kosten könnte. Ein atemberaubender Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Das Abenteuer legt den Grundstein für den ersten unabhängigen Geheimdienst der Geschichte.
In den ersten beiden Teilen war der Humor noch ein zentrales Element und man hat verstanden, dass diese als Parodie auf Agentenfilme gedacht sind. Doch hier wird das alles weggelassen, wir haben einen Film, der sich selbst viel zu ernst nimmt und dabei einen unglaublich abstrusen Plot erzählt. Man kommt mit der Erwartung, wie bei den beiden Vorgängern durch absurde Action, lächerliche Stunts und coole Sprüche unterhalten zu werden, erhält dann aber ein deprimierendes Drama, das Geschichtsrevisionismus ohne Kopf und Fuß betreibt, mit einer derart unlogischen lächerlichen Handlung, dass einem der Kopf weh tut.
Fazit: Finger weg!

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Buch: Heitz, Markus – Die Rückkehr der Zwerge, Teil 2 (6. Band der Zwerge-Saga)

Warum nicht schon im ersten Teil so?
Inhalt: Viele Gefahren an den unterschiedlichsten Fronten bedrohen das Geborgene Land. Können die Zwerge erneut zu den Rettern werden, die sie schon so oft waren?
Wenn man dieses Buch liest, hat man das Gefühl, dass der Autor den ersten Teil nur geschrieben hat, um warm zu werden, sich wieder mental in diese Welt zu versetzen. Dieser zweite Band bietet nun aber genau das, was man von Heitz gewohnt ist, nämlich eine actiongeladene Achterbahnfahrt, Spannung und Wendungen. Im Gegensatz zum ersten Teil war ich hier sofort gefesselt und habe das Buch kaum aus der Hand gelegt. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich die einzelnen Handlungsstränge immer wieder kreuzen.
Im ersten Teil habe ich ja die unlogische Darstellung von Zeitspannen und räumlichen Distanzen heftig kritisiert. Dieser Aspekt ist hier leider immer noch sehr schlecht, wird aber besser kaschiert, weshalb es einfacher ist, diesbezüglich ein Auge zuzudrücken. Neben diesem Aspekt gibt es noch einige weitere Szenen, die sich in meinen Augen unlogisch entwickelten. Außerdem endet das Buch nicht in einem erwarteten epischen Showdown, sondern lässt hingegen viele Handlungsstränge offen. Der Autor schreibt dann auch noch im Nachwort „Schon bald geht es weiter.“ Persönlich hätte ich mir ein in sich geschlossenes Abenteuer gewünscht, aber das ist natürlich Geschmackssachen. Viele solcher kleiner negativer Details führen leider dazu, dass ich diesem Buch keine Bestnote geben kann, auch wenn es mich im Grunde sehr gut unterhalten hat.
Fazit: Für Zwerge-Fans auf jeden Fall zu empfehlen.

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Serie: The Book of Boba Fett – Staffel 1

Eigentlich Staffel 3 von The Mandalorian.
Im Grunde besteht diese Serie aus zwei Teilen. Die ersten vier Episoden erzählen konkret die Geschichte von Boba Fett nach den Ereignissen in Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Im Gegenteil zu The Mandalorian setzt das hier also konkret Vorkenntnisse voraus. Leider ist dieser Teil sehr schlecht gemacht, langweilig und ohne Charme, mit vielen fragwürdigen dramaturgischen Entscheidungen. Das größte Problem ist natürlich, dass der hier dargestellte Boba Fett nicht dem entspricht, wie ihn sich viele Fans in ihrer Phantasie vorgestellt haben. Ich selbst konnte mich einfach nicht mit diesem Schauspieler anfreunden.
Ein weiteres Problem ist die Cyberpunk-Gang. Ich denke, ich war der einzige, der sich darüber gefreut hat, auch wenn sie optisch und thematisch einfach überhaupt nicht zu Tatooine gepasst haben. Ich bin halt ein Fan von augmentierten Körperteilen und war schon auf die coolen Szenen damit gespannt. Doch Nein! Gar nichts! Warum unternimmt man so einen brutalen Stilbruch, wenn man dann nichts weiter damit anfängt? Diese komplette Vergeudung von Potenzial hat mich einfach sehr geärgert.
In den Folgen fünf und sechs kam Boba Fett gar nicht vor, sondern es wurde die Geschichte von The Mandalorian nach dessen zweiter Staffel weitererzählt. Entsprechend nennen viele das hier die dritte Staffel von The Mandalorian. Da aber nächstes Jahr konkret die dritte Staffel von The Mandalorian kommt, wird das hier wohl als The Mandalorian- Staffel 2.5 in die Annalen eingehen. Jedenfalls hatten diese beiden Episoden alles, was mir an der Serie The Mandalorian so gut gefällt und damit wurde The Book of Boba Fett gerettet.
In der letzten Episode treffen sich dann die beiden Helden und kämpfen Seite an Seite im großen Showdown, was besser gemacht hätte werden können, aber insgesamt für diese eh schon schlechte Serie einen zumindest zufriedenstellenden Abschluss liefert.
The Book of Boba Fett ist leider Pflicht für alle Fans von The Mandalorian, um eben den Sprung von Staffel 2 auf 3 zu verstehen. The Book of Boba Fett kann ich für sich allein gestellt absolut nicht empfehlen. Es wurde jedoch bereits eine zweite Staffel angekündigt und obwohl ich dazu keine Lust habe und es eigentlich auch gar keine braucht, werde ich sie dann dennoch wegen der Vernetzung der einzelnen Star Wars Serien schauen.
Fazit: Nur für Fans von The Mandalorian zur Informationsaufnahme.

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