Film: The Adventurers (2018)

Cooler chinesischer Film in Frankreich.
Action/Abenteuer mit Andy Lau von Stephen Fung. 140 Min.
Inhalt: Der Dieb Dan Cheung schließt sich mit zwei Partnern zusammen, um einen großen Juwelenraub in Europa zu begehen. Der legendäre Detektive Pierre (Jean Reno) ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen. Der schafft es sogar, sich für seine Ganovenjagd Unterstützung von Cheungs Exfrau zu holen, die keine Liebe mehr für diesen übrig hat. Das Katz-und-Maus-Spiel führt sie über Cannes nach Prag.
Dieser Film war für mich eine große positive Überraschung. Wir sehen hier cool inszenierte Einbrüche on par mit bekannten Heist-Movies, cool gemachte Autoverfolgungsjagden, die sich nicht verstecken müssen, ingesamt einen spannenden Plot mit interessanten Charakteren und toller Action. Das alles untermalt mit wunderbaren Bildern aus dem schönen Frankreich. Absolut gelungene und kurzweilige Unterhaltung.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Die Vernichtung der Filmgeschichte

Ich wage jetzt hier mal die Prognose, dass nie wieder ein Kinofilm so erfolgreich sein wird wie Avatar oder Avengers: Endgame.
Diese beiden Filme werden in den nächsten Jahren immer wieder aus verschiedensten Gründen in die Kinos kommen und dabei dann ständig den Platz an der Spitze tauschen. So wie eben erst kürzlich Avatar in China wieder in den Kinos anlief und damit erneut der erfolgreichste Film aller Zeiten ist.
Der Grund aber, weshalb ich diesen Titel für den heutigen Gedankensprung gewählt habe, ist der, dass es Filmgeschichte in der Form, wie wir sie bisher kannten, nicht mehr lange geben wird und es somit unmöglich sein wird, diese beiden Filme zu überholen. Aber warum sehe ich das so? Und ob das negativ ist, kann jeder für sich selbst entscheiden.
Der Erfolg eines Films wurde bisher eigentlich immer an der Kinokassa gemessen, am Startwochenende und den Einnahmen insgesamt. Mit diesen Daten blicken wir dann zurück in die Vergangenheit und vergleichen die unterschiedlichsten Dinge. Mir persönlich hat es immer Spaß gemacht zu schauen, welche Filme im Kino gut angekommen sind und dann darüber zu diskutieren, weshalb andere schlecht abgeschnitten haben. Welche Genres sind beliebt? Welcher Schauspieler hatte schon wieder einen Flop? Doch all das gibt es nicht mehr.
Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten war einer der ersten Filme, der zwar in den Kinos weit unter den Erwartungen blieb, dafür dann aber als Video on Demand auf Streamingseiten so gefragt war, dass er am Ende fürs Studio doch noch als Erfolg verzeichnet werden konnte. Also ein Film, welcher der Konkurrenz in den Kinos nicht gewachsen war, aber dennoch genug Interesse geweckt hatte, um nachher noch geschaut zu werden.
Dann kam Corona und beschleunigte den Ausbau der Stremingservices. Man kann nicht raus, will aber doch Filme schauen, also eine ideale Situation für solche Plattformen. Und damit beginnt das Ende der Filmgeschichte. Disney hat den Film Mulan rein auf dem hauseigenen Streamingdienst veröffentlicht, aber nie irgendwelche Zahlen. War das jetzt also ein erfolgreicher Film oder nicht? Warner Bros hat im Herbst den Film Wonder Woman 1984 gleichzeit ins Kino gebraucht und auf dem hauseigenen Streamingdienst HBO Max veröffentlicht. Die konkreten Zahlen für das Startwochende hat Warner Bros nie präsentiert, nur eine Zahl, die jedoch mehr Tage als üblich umfasst. Außerdem plant Warner Bros das gleiche Konzept für sämtliche Filme im Jahr 2021.
Ich bin mir sicher, dass auch andere Studios dem Beispiel von Disney und Warner Bros folgen werden, also irgendwelche Kino-Streaming-Hybridmodelle aushecken werden. Das führt unweigerlich dazu, dass in Zukunft weniger Leute in die Kinos gehen werden, weshalb eben die beiden aktuell erfolgreichsten Filme nicht mehr überholt werden können. Das wäre ja an sich, außer für die Kinobetriebe, nicht so ein Problem. Was mich aber schon stört, ist, dass Studios keine Zahlen mehr veröffentlich oder nur sehr verwirrende. Speziell wenn es ums Streamen geht, kann man sich nie sicher sein, ob ein Film jetzt erfolgreich war oder nicht, beliebt war oder nicht. Wenn Netflix Zahlen veröffentlicht, weiß ich nicht, ob diese Filme wirklich so oft geschaut wurden oder einfach nur kurz angeklickt worden sind. Wenn HBO Max sagt, dass ein Film auf auf ihrer Plattform so und so viel Geld eingenommen hat, ist damit nur das Geld gemeint, das direkt für den Film ausgegeben wurde oder auch die Monatsgebühren? Studios und Streaminganbieter halten sich bewusst ambivalent, verheimlichen Zahlen oder fassen Zahlen zusammen.
Unter solchen Rahmenbedingungen ist es für Hobbyanalysten, aber auch für professionelle, sehr schwer, filmgeschichtliche Traditionen fortzuführen, Filme anhand von Zahlen zu vergleichen und Trends zu diskutieren.

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Spiel: The Mariana Trench (Bright Light Games)

Ein weiteres Beispiel dafür, dass auf Kickstarter die Optik wichtiger ist als der Inhalt.
Von Tom Layton (ca. 10-20 Min.; 1-2 Spieler)
In diesem Spiel steigen die Spieler in U-Boote, mit denen sie in die Tiefen des Marianengrabens tauchen, um diesen zu erforschen. „Erforschen“ heißt dabei, eine zufällige Karte aufzudecken und diese abzuhandeln. „Abhandeln“ heißt dabei, die Karte entweder als Schiffsverbesserung zu verwenden oder als Punkte am Spielende. Entscheidung ist das aber meistens keine, denn aufgrund der Platzrestriktionen gibt es sehr oft keine Wahl. Und wenn dann mal tatsächlich beides möglich ist, muss man sich einfach die Frage stellen, ob man noch am Anfang des Spiels ist oder schon nahe dem Ende. In diesem Sinne gibt es keine Pläne, keine Strategie, keine Optionen und erste recht keine Interaktion mit dem Mitspieler.
Das Spiel ist zwar optisch sehr schön und deshalb habe ich es mir ja auch besorgt, aber leider doch sehr langweilig und bietet keinerlei Reize, es ein zweites Mal auszupacken.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Buch: Sommer, Michael – Schwarze Tage. Roms Kriege gegen Karthago

Das Buch ist sehr gut in dem, was es macht, aber für mich eher uninteressant.
Der Autor hat hier ein einwandfreies wissenschaftliches Werk verfasst, mit ausführlicher Quellenforschung und Behandlung offener Forschungsfragen. Was hier herausgekommen ist, ist ein Werk für Studenten, Wissenschaftler und Amateurhistoriker. Für mich jedoch, den das Thema durchaus interessiert und der einfach gerne in die Ereignisgeschichte eingetaucht wäre, ist dies leider ein sehr mühsam zu lesendes Buch. Ständig die Verwendung von Konjuntiv I und immer wieder die Vergleiche von schriftlichen Quellen, sind zwar handwerklich korrekt gemacht, aber für mich komplett uninteressant. Ich lese gerne Geschichtsbücher, wenn sie spannend die Geschichte erzählen. Der Autor holt hier jedoch immer sehr weit aus mit seinen Theorienvergleichen, Hintergrundinformationen und Ereignisinterpretationen, wodurch es auf mich teilweise etwas langatmig wirkt.
Anderseits werden Leser, die sich intensiv mit diesem Konflikt beschäftigen wollen, zufriedengestellt werden, denn der Autor geht auch detailliert auf die Vorgeschichte, die Zwischenkriegsphasen, die Nachkriegszeit und die Peripherie ein, auf die kulturellen und politischen Hintergründe, auf die Rezeption in Literatur und Kunst im späteren Europa, auf einfach alles, was irgendwie mit den Punischen Kriegen zu tun hat. Mangel an Vollständigkeit kann hier sicher nicht kritisiert werden.
Wie gesagt, finde ich, dass dieses Buch absolut gelungen ist und ein großartiges Grundlagenbuch zu den Punischen Kriegen abgibt, nur bin ich halt nicht das Zielpublikum. Dieses Werk reduziert auf ein Beck-Wissen-Format und ich hätte es verschlungen, so ist es mir jedoch zu viel.
Fazit: Für die interessierte Leserschaft zu empfehlen.

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Film: Easy Virtue – Eine unmoralische Ehefrau (2008)

Netter britischer gesellschaftssatirischer Film.
Romanze/Komödie mit Jessica Biel von Stephan Elliott. 97 Min.
Inhalt: Die erfolgreiche Rennfahrerin Larita lernt im Urlaub in Monaco den jungen John Whittaker kennen. Die lebenslustige Amerikanerin hat bereits eine Ehe hinter sich, doch die beiden beschließen zu heiraten. Als sie Johns Eltern in England besuchen, ist Johns konservative Mutter Veronica entsetzt, steht sie der Braut ihres Sohnes doch von Anfang an ablehnend gegenüber. Veronica versucht alles, um Laritas Glück im Wege zu stehen, während sie die Zeit für John so angenehm wie möglich gestaltet.
Das hier ist die Neuverfilmung eines Theaterstücks von Noël Coward, welches bereits einmal von Alfred Hitchcock als Stummfilm verfilmt worden ist. Diese aktuelle Version weicht jedoch von den Vorgängern stark ab, speziell was den Humor und die Satire betrifft, aber vor allem das Ende.
Der Film thematisiert wunderbar, wie schwierig es ist, sich als Außenseiter in eine neue Gesellschaft, eine neue soziale Gruppe, eine neue Familie zu integrieren. Speziell, wenn man diesbezüglich ständig behindert wird und der Partner nicht gewillt ist, klare Worte zu finden und zu unterstützen. Die Moral von der Geschicht schein zu sein, dass nur Gleich & Gleich funktionieren kann. Die Reise zu dieser vermeintlichen Erkenntis ist humorvoll und mit einigen gelungenen Gags gepflastert. Aber ist diese Moral die Wahrheit? Im Gegenteil hält der Film einen Spiegel vor diese Weltsicht und zeigt deren Fehler und Rückständigkeit auf.
Am besten jedoch gefällt mir in diesem Film Colin Firth als Familienvater, der noch vom Ersten Weltkrieg traumatisiert ist und sich in „seiner“ Welt nicht wieder zurechtfindet. Vor allem wird er auch in keinster Weise unterstützt, zurückzukehren. Auch dies ein wichtiger Mosaikstein im gesellschaftskritischen Tonfall des Films.
Fazit: Sehenswert.

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Gedankensprung: Die USA als Theokratie in Sci-Fi-Werken

Die Idee, dass sich die USA in nicht allzu ferner Zukunft in eine Theokratie wandelt, hat mit der Serie The Handmaid’s Tale das große Publikum erreicht. Aber Sci-Fi-Fans kennen dieses Motiv schon viel länger.
Religion ist nun mal ein sehr einfaches Mittel, um Menschen zu kontrollieren, sofern diese gläubig sind. Wenn die religiösen Führer dann geschickt vorgehen, können sie alle möglichen Dinge als „Wille Gottes“ verkaufen und die Gläubigen zu Fanatikern machen. Ja fanatischer und gefügiger die Gläubigen, desto einfacher ist es dann, die Nichtgläubigen zu verfolgen. Gewalt, Mord, Einkerkerung ist alles legitimiert, denn die „Anderen“ haben keine Rechte, wenn sie uns nicht folgen.
Es gibt natürlich viele verschiedene Regierungsformen und mögliche Zukunftsszenarien, doch es ist schon auffallend, wie oft in der amerikanischen Sci-Fi die USA zu einer Theokratie werden. Erst letztens habe ich das Buch The Accidental Time Machine gelesen, in welchem dies auch der Fall ist, oder ebenso Ich bin viele. Auch die aktuelle HBO-Serie Raised by Wolves schlägt in die gleiche Kerbe.
Dass in großen Sci-Fi-Epen immer mehrere Machtblöcke gegeneinander agieren und einer davon die „Religion“ ist, ist ein ganz normales Motiv. Als Science-Fiction-Autor schaut man in die Zukunft und überlegt sich mögliche Szenarien. Religion ist nun einmal integraler Teil der verschiedensten Kulturen seit Anbeginn der Zeit und daher ist es sehr wahrscheinlich, dass uns Religion in irgendeiner Form auch in der Zukunft noch lange begleiten wird.
Diese Geschichten der fernen Zukunft beschreiben Religion jedoch nur als einen Machtfaktor zwischen vielen, während die Geschichten der nicht allzu fernen Zukunft die Kirche als absolute Macht sehen, eine alles umfassende Theokratie. Als Sci-Fi-Autor sollte man nachvollziehbare Szenarien entwerfen. Doch warum ist die Verwandlung der USA in eine Theokratie so nachvollziehbar? Ist es nicht irgendwie beängstigend, wenn man so eine Geschichte liest oder sieht und sich dann denkt, dass es durchaus möglich ist, dass es soweit kommt? Dass es in unseren Köpfen ein realistisches Zukunftsszenario ist?
Als Sci-Fi-Autor schaut man sich die Gegenwart an, extrapoliert daraus mögliche Zukunftsszenarien und entscheidet sich dann für eins. Wenn also amerikanische Sci-Fi-Autoren sich in ihrem Land umschauen, sehen sie viele Mitbürger, deren Religiosität beinahe schon fundamentalistisch ist, extrem und gefährlich. Viel stärker als hier bei uns in Europa. Dazu muss man einfach zurück blicken zu den ersten Siedlern in Nordamerika. Was waren das für Leute? Menschen, die mit ihren religiösen Einstellungen für Europa zu konservativ waren. Während Europa den Weg der Aufklärung gegangen ist, haben sich in Amerika zahlreiche tiefgläubige Gemeinden gebildet, die im Namen der Freiheit nicht behelligt wurden und bis heute aktiv sind. Pennsylvania war ja sogar von 1681 bis 1756 eine echte Theokratie. Sehr viele Einstellungen, Ideen und Meinungen in den USA, die uns hier in Europa ziemlich fremd sind, worüber wir oft den Kopf schütteln, sind genau darauf zurück zu führen, dass Religion dort so eine wichtige Rolle spielt.
Wenn dann also ein Sci-Fi-Autor mit offenen Augen durch die USA fährt und das erlebt, damit vielleicht sogar aufwächst, dann ist für ihn die Vorstellung nicht abwegig, dass dieses Land nach einem katastrophalen Ereigneis welcher Art auch immer, tiefer in die Religiösität versinkt und daraus eine Theokratie entsteht.

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Buch: Eckert, Andreas – Geschichte der Sklaverei

Ein gutes Buch über das wohl wichtigste Kapitel der Menschheitsgeschichte.
Sklaverei gibt es in irgendeiner Form schon seit der Sesshaftwerdung des Menschen und war eine Konstante der Geschichte bis in die Gegenwart. Tatsächlich befinden sich heute mehr Menschen in einem Sklavenverhältnis als zu jedem anderen Zeitpunkt der Vergangenheit, nämlich ca. 40 Millionen. Dieses Buch präsentiert auf gelungene Weise eine globale Perspektive der Sklaverei von den Anfängen bis in die Gegenwart.
Wenn wir heute das Wort „Sklave“ hören, denken wir entweder ans Römische Reich oder an die USA. Diese haben nun mal die größte Medienpräsenz und werden auch in der Schule am intensivsten besprochen. Doch kaum eine Weltregion hatte keine Sklaven, kaum eine Epoche verging ohne Sklaverei. Deswegen ist dieses Büchlein eben so interessant, weil es nicht schon wieder den Fokus auf Altbekanntes legt, sondern auch China, Indien, Brasilien und so viele weitere Gegenden behandelt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Geschichte der Sklaverei: Von der Antike bis ins 21. Jahrhundert (Beck’sche Reihe)
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Serie: Hubert und Staller – Staffel 1-8

Wow, was für eine tolle Serie! Hätte nicht gedacht, dass ich es noch in mir habe, von irgendeiner Serie 8 Staffeln zu bingen.
Diese Serie hat eigentlich schon 9 Staffeln und ich hätte die letzte auch gleich geschaut, wenn die nicht kostenpflichtig wäre. Die Staffeln 1-8 sind nämlich auf Amazon Prime enthalten, Staffel 9 muss man kaufen. Auch wenn mir die Serie sehr gut gefällt, sehe ich keinen Grund, da jetzt Geld zu investieren. Die paar Monate kann ich schon warten, gibt ja genug anderes, das man in der Zwischenzeit schauen kann.
Die Serie erzählt also die Geschichte der zwei bayerischen Polizisten Hubert und Staller, die auf witzige und teilweise tolpatschige Art in Wolfratshausen Kriminalfälle lösen. Wir haben hier nicht nur spannende Kriminalfälle, sondern auch gelungenen Humor, einfach eine tolle, sehenswerte Kombination. Funktionieren tut das natürlich nur wegen der großartigen Schauspieler. Für mich hatte die Serie kontinuierlich eine gleich hohe Qualität und entsprechend juckt es mich schon in den Fingern, die neunte Staffel zu schauen. Vielleicht sollte ich doch dafür bezahlen?
In den ersten sechs Staffeln sind die Folgen eigentlich beinahe austauschbar, man merkt da nicht, welche früher und welche später gedreht worden ist. Doch dann verlassen die beiden weiblichen Hauptcharaktere die Serie und somit haben wir dann ab der siebten Staffel zwei neue Schauspielerinnen. Für den Charakter Dr. Anja Licht gibt es zum Glück eine Abschiedsepisode, während Polizeimeisterin Sonja Wirth einfach von der einen Staffel zur nächsten verschwindet, was ich sehr schade gefunden habe. Ihr Ersatz Polizeimeisterin Lena Winter bleibt nur eine Staffel, doch auch für sie gibt es dann eine eigene Abschiedsepisode. Der größte Bruch aber ist der Abgang von Polizeiobermeister Johannes Staller am Ende der siebten Staffel, wofür dann ein eigener Abschiedsfilm gedreht worden ist.
Es gibt insgesamt drei Fime, die parallel zur Serie gedreht worden sind und der dritte ist dann auch der Abschied von Staller. Diese Filme sind jedoch auch nicht in Amazon Prime enthalten, müsste man also extra kaufen, doch was ich so gehört habe, sind sie das Geld nicht wert.
Jedenfalls kam es dann eben in der achten Staffel zur größten Veränderung. Ich habe diesbezüglich viele negative Stimmen vernommen und auch ich war zunächst skeptisch, bin aber bald umgestimmt worden und die neue Konstellation Hubert ohne Staller gefällt mir genauso gut.
Fazit: Für Krimifans und Freunde der leichten Unterhaltung sehr zu empfehlen.

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Film: Monster Hunter (2020)

Puh, so schlecht hatte ich es dann auch wieder nicht erwartet.
Action/Abenteuer mit Milla Jovovich von Paul W. S. Anderson. 104 Min.
Inhalt: Artemis und ihre Militäreinheit entdecken ein Portal, das zu einer alternativen Welt führt, in der Jäger gegen gigantische Monster kämpfen. Sie müssen nun zusammenarbeiten, um das Portal vor den Monstern zu beschützen.
Bevor ich den Film geschaut habe, hatte ich bereits einige negative Kritiken gesehen, aber ich hatte dennoch Hoffnung, denn normalerweise bin ich mit viel weniger zufrieden als andere. Aber das hier war sogar für mich nicht auszuhalten. Vorlage komplett verhunzt, Plot idiotisch, Kämpfe schlecht gemacht, Finale lächerlich.
Ich hatte mir erwartet, dass die Militäreinheit gemeinsam gegen die Monster kämpft und einen Weg zurücksucht, aber dass alle davon in den ersten 10 Minuten sterben und der Charakter von Jovovich alleine übrig bleibt, hat dem Film doch jegliche Spannung genommen. Danach ist der Film sehr geradlinig und vorhersehbar. Dass am Ende ein paar Einheimische dann auch noch freiwillig ihr Leben geben, um Jovovich bei der Rückkehr zu helfen, obwohl sie die gerade erst kennengelernt haben, ist an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten.
Zu alle dem kommt auch noch das Debakel um den gegenüber Chinesen rassistischen Witz.
Am besten hat mir zu diesem Film die Kritik von David Ehrlich für IndieWire gefallen: „Series fans will feel cheated by such a chintzy and incurious take on something they love, while the rest of us will be left wondering how the source material earned itself any fans in the first place.“
Fazit: Finger weg!

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Gedankensprung: Mein Kickstarter-Experiment – Update III

Mit meinen Kickstartern hat sich einiges getan, also wird es wieder Zeit für ein Update.
Da ich ja von meinen fünf Spielen, die ich im Frühling 2020 unterstützt habe, nur Entschuldigungen erhalten habe, warum sich alles verzögert, habe ich im Herbst eine Erweiterung und ein reines Print-and-Play-Spiel unterstützt, in der Hoffnung, dass es bei denen schneller geht. Doch auch da kamen dann nur Entschuldigungen bezüglich Verzögerungen.
Im Februar war es dann endlich soweit und eines meiner Frühlingsspiele ließ verlauten, dass die Spiele fertig produziert sind und nun verschickt werden. Juhu! Doch dann kam der Nachsatz: Dies wird ein paar Monate dauern. Häh? Wie sind die denn unterwegs?
Doch bevor ich Zeit hatte, darüber zu schmollen, flatterten bei mir schon die Dateien für das Print-and-Play-Spiel ins Haus. Sehr gut! Wie erwartet, war dies dann tatsächlich als erstes fertig. Doch schon am Nachmittag kam eine Korrektur-Datei. Und am nächsten Tag kam eine weitere Korrektur-Datei. Und es gibt immer noch Fehler! Keine Frage, das Spielmaterial, das man da ausdrucken und ausschneiden kann, schaut optisch super aus, aber Fehler sind nun mal Fehler. Was geht Leuten da durch den Kopf, so etwas rauszuschicken? Hat denn niemand etwas vom Cyberpunk 2077 Debakel gelernt?
Im Sommer ziehe ich übrigens in eine neue Wohnung und laut aktuellen Angaben sollten mich sämtliche Spiele davor noch erreichen. Dann schau ma mal.

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