Gedankensprung: Computerspiele V – Cyberpunk 2077

Noch nie hat mich ein Produkt derart enttäuscht und mir dennoch so viel Spaß bereitet. Wenn mir das Spiel schon trotz der unzähligen Makel so viel Spaß bereitet hat, dann will man sich gar nicht vorstellen, wie grandios eine perfekt produzierte Version hätte sein können.
Es ist schon lange her, seit ich mein letztes Computerspiel gespielt habe (>>hier<<) und es war für mich klar, dass mich nur ein ganz spezieller Titel wieder zum Zocken bringen könnte. Und ich wusste auch schon seit Jahren, dass Cyberpunk 2077 genau dieser Titel sein würde.
Mit viel Vorfreude habe ich also den Erscheinungstermin herbeigesehnt. Als dann klar war, welche Hardware dafür nötig wäre, war auch klar, dass ich das nicht spielen kann. Meine diesbezüglichen Gedanken habe ich damals >>hier<< formuliert. Zum Glück kam Google Stadia und ich musste nichts extra kaufen, nichts aufrüsten. Das war für mich doppelt glücklich, weil ich so einerseits Geld gespart habe, andererseits das Spiel auf den Konsolen unspielbar war und nur auf Computern mit stärkerer Hardware als angegeben funktionierte. Der beste Ort, um Cyberpunk 2077 zu spielen, war dann zu aller Überraschung Google Stadia und tatsächlich lief das Spiel bei mir tadellos, einwandfrei und machte wirklich Spaß. Natürlich gab es auch hier ein paar Bugs, aber nichts spielentscheidendes, nichts spaßminderndes, nur immer mal wieder Einzelheiten, über die man schmunzeln kann.
Ganz im Gegenteil habe ich es genossen durch Night City zu fahren und die Archetiktur zu bewundern oder außerhalb in der Gegend herumzukurven und die Skyline zu bestaunen. Optisch wahrlich ein Meisterwerk, das bei mir auf Stadia perfekt flüssig lief und viel Spaß gemacht hat. Sonst hätte ich das auch nicht in drei Monaten durchgespielt [übrigens habe ich jede Nacht um Mitternacht ca. 1 Stunde gezockt, am Wochenende auch mal mehr, insgesamt aber ca. 150 Stunden].
Nein, das Problem ist der Inhalt. Zunächst wird man bei Spielbeginn ziemlich alleingelassen, ohne Orientierung und nur mit einem Pseudo-Tutorial. Einige Funktionen habe ich bis zum Schluss nicht verstanden, wie man die verwendet. Schließlich aber gewöhnt man sich an den Mechanismus und irgendwann stößt man zufällig auf das, was die Hauptmission iniziiert. Die spielt man dann ein bisschen, sehr spannend, macht Lust auf mehr, doch dann kommt der große Zwist: Cyberpunk 2077 will eigentlich Open World sein, bietet aber einen geradlinigen Plot. Das passt einfach nicht zusammen!
Die Hauptmission erzählt eine Geschichte, die Zeitdruck aufbaut. Im Grunde lautet es: „Wenn du das nicht machst, stirbst du.“ In einer normalen Welt würde ein logisch denkender Mensch also alles andere ignorieren und sich nur darauf konzentrieren. Doch Night City ist ein riesiges Gebiet mit unzähligen Dingen, die man entdecken kann, Nebenmissionen, die man erfüllen kann, Kopfgeldjagden, Verbrechen und Überfällen. Ich habe dann gegen meinen Instinkt rebelliert, die Hauptmission ignoriert und einfach Night City unsicher gemacht. Das hat mir sehr gut gefallen und da ging auch bei Weitem die meiste Spielzeit drauf. Erst als ich da alles geklärt hatte und nur noch ein paar Überfälle übrig waren, kehrte ich zur Hauptmission zurück. Wie gesagt, gefällt mir die nicht schlecht und ist auch durchaus spannend, passt aber nicht in das Open World Konzept.
Zu den Nebenmissionen könnte man so viel sagen, Positives wie Negatives, aber da würde ich nicht mehr fertig werden. Also konzentriere ich mich auf was anderes, denn mein Hauptkritikpunkt sind die Romanzen. Puh, was haben sich die Schreiberlinge dabei nur gedacht? Man kann also das Spiel als Mann oder Frau spielen, hetero- oder homosexuell. Für jede Orientierung gibt es einen eigenen Partner, mit dem man eine Romanze eingehen kann. Wenn ich als heterosexueller Mann spiele oder als homosexuelle Frau, treffe ich meine Partner durch die Hauptmission, kann sie also gar nicht verpassen. Wenn ich hingegen als heterosexuelle Frau oder als homosexueller Mann spiele, muss ich extra die versteckten Nebenmissionen suchen, um meinen Partner zu finden. Ich glaube, das alleine sagt schon viel darüber aus, wer das Spiel entwickelt hat und wer die Zielgruppe ist. Aber darüber kann man dann politisch, philosophisch, moralisch diskutieren, was ich hier nicht will. Mein Problem ist ein anderes, ein konkretes spieltechnisches: Die Romanzen sind extrem schlecht ausgebaut und dadurch auch das Spielende.
Als heterosexueller Mann komme ich mit Panam zusammen; als heteresoxuelle Frau mit River; als homosexuelle Frau mit Judy; als homosexueller Mann mit Kerry. Damit ist das jetzt etwas übersichtlicher.
Problem 1: Das Spiel erkennt nicht früh genug, ob ich kompatibel bin. Als heteresexueller Mann spiele ich dann etwa die Missionen von Judy und River so durch, als würde es zu einer Romanze führen, nur um am Ende zu hören, dass ich nicht ihr Typ bin. Aber weil ich ja alle Missionen abschließen will, spiele ich da halt mit. Man hätte da ruhig ein variableres und adaptiveres Script erstellen können.
Problem 2: Das Spiel bietet dir mehrere Endoptionen, aber wenn du eine Romanze eingegangen bist, gibt es für dich nicht wirklich eine Option. Dass du das Happy End für euch beide wählst ist eh logisch. Ich hätte mir am Ende eine weltbewegende Entscheidung oder zumindest ein Dilemma mit moralischen Grauzonen erwartet, aber die konkret vorhandenen Optionen sind ziemlich banal.
Doch nur wenn du mit Panam zusammen bist, ist klar, welche Route zum Happy End führt. Wenn du mit einem anderen Partner zusammen passt, musst du einfach raten, welche Route dich glücklich macht, oder halt im Internet recherchieren. Hier ein Spoiler: Egal welchen Partner du hast, im finalen Kampf musst du Panam um Hilfe bitten, um das Happy End zu erreichen. Sprich, egal welchen Partner du hattest, die finale Sequenz musst du mit Panam durchspielen. Wenn du dann durch bist und Panam nicht dein Partner ist, kommt jetzt eine kleine Videosequenz, in welcher du deinen Partner triffst. Danach kommt das Abschlussbild, und das finde ich auch etwas dreist, denn egal welchen Partner du gewählt hast, am Ende fährst du mit Panam in den Sonnenuntergang. Wirklich? Da hätten sie nicht vier verschiedene Videosequenzen erstellen können?
Wie gesagt, habe ich als heterosexueller Mann gespielt und somit war es für mich ein absolut zufriedestellendes Finale. Wie sich die Spieler bei diesem Abschluss fühlen, die hingegen ein andere Romanze eingegangen sind, kann ich mir nicht vorstellen, aber mich hätte es wohl geärgert.
Doch dem nicht genug! Nach der Fahrt in den Sonnenuntergang kommen Videogrüße von den verschiedenen Charakteren, die man getroffen hat und die letzte war, in meinem Fall, von Panam. Echt jetzt? Da kämpfe ich so hart mit der ein Happy End zu haben und dann schickt ihr mir ganz am Ende noch so eine Botschaft?! Da habe ich nur noch den Kopf geschüttelt.
Insgesamt hat mir das Spiel gut gefallen, aber weil ich eben sämtliche Nebenmissionen erfüllt und Night City intensiv erforscht habe. Die Hauptmission selbst ist sehr kurz und wenn man die in einem Durchgang spielt, ist der Spielspaß eher gering und das Ende eher enttäuschend. Für interessante Finaloptionen, wie eben einem romantischen Happy End, muss man halt auch die Nebenmissionen spielen.
Aber auch wenn mich dieses Spiel jetzt gut unterhalten hat, kann es meinen beiden Lieblingen Deus Ex und Mass Effect in keinster Weise das Wasser reichen. Also bitte, das muss schon doppelt unterstrichen werden. Im Vergleich dazu ist die Story hier doch sehr banal und die Welt im Hintergrund zu einfach ausgebaut.
Wer also wie ich zu einem Computerspiel greift, um eine tolle Geschichte zu erleben, wird hier eher nicht glücklich werden, wer aber Spaß daran hat die Stadt zu erforschen und zufällige Abenteuer zu erleben, der wird hier viele Stunden sitzen können.
Wie sieht nun meine persönliche Computerspiel-Zukunft aus? Einerseits bin ich ja jetzt bei Google Stadia angemeldet und so juckt es mich in den Fingern, dort aktiv zu bleiben. Anderseits gibt es momentan aber nichts, was mich wirklich reizt. Deus Ex 5 liegt noch in weiter Ferne, ebenso Mass Effect 5. Aber zu Letzterem kam jetzt schon ein Trailer, es wird also schon daran gebastelt. Die wichtigste Info daraus für mich: ME5 wird eine Fortsetzung sowohl von ME3, also auch von ME4. Weil ich aber ME4 wegen schlechter Kritiken noch nicht gespielt habe, werde ich das wohl noch nachholen, bevor der nächste Teil erscheint.

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Buch: Stuchtey, Benedikt – Geschichte des Britischen Empire

Eine weitere Perle der Beck-Wissen-Reihe.
In diesem gelungenen Werk wird die Geschichte des größten Kolonialreichs, das je existierte, wunderbar zusammengefasst und auf den Punkt gebracht. Die Voraussetzungen zu dessem Entstehen, die Entwicklungen, Auswirkungen und Nachwehen. Dabei wird klar, dass das Empire nie ein homogenes Konstrukt war, dass jedes Territorium anders verwaltet wurde, andere Herausforderungen stellte und sich anders entwickelte. Insgesamt vereinte das Empire alle Formen der Kolonisation in sich: Stützpunkt-, Beherrschungs-, Siedlungs- und Plantagenkolonien, sowie Mandatsgebiete, Protektorate und ein Kondominium. All diese Unterschiede sowie der Verwaltungswirrwarr in London, der Zwist zwischen Regierung und Handelskompanien und der Konflikt mit anderen Kolonialreichen wird hier ausführlich und prägnant beschrieben.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Die Eiskönigin 2 (2019)

Gelungene Fortsetzung.
Animation/Musical von Jennifer Lee und Chris Buck. 103 Min.
Inhalt: Nachdem sich Königin Elsa nicht nur ihren Ängsten, sondern auch der Öffentlichkeit gestellt hat, kehrt in Arendelle endlich Ruhe ein. Als Elsa eines Tages eine geheimnisvolle Stimme im Wald hört, folgt sie dieser und weckt dabei unbeabsichtigt die Geister auf. Gemeinsam mit ihrer Schwester Anna, Kristoff und Olaf begibt sie sich auf eine Reise, um die Wahrheit über die Vergangenheit des Königreichs herauszufinden.
Vornweg sei gesagt, dass wenn jemand den ersten Teil nicht geschaut hat, er dies sofort nachholen muss, bevor er hier zugreift.
Dieser Film hat mir sehr gut gefallen und meine Tochter – die eigentliche Zielgruppe – findet ihn sogar besser als den ersten Teil, das ist dann eigentlich eh schon die wichtigste Information. Persönlich haben mir zwar die Lieder im ersten Teil besser gefallen, aber die hier waren schon auch sehr gut. Andererseits war hier der Plot spannender, also die Aufarbeitung der Vergangenheit.
Insgesamt ein toller Film, lustig, emotional und spannend, angenehme Unterhaltung für die ganze Familie.
Wird es einen dritten Teil geben? Nun, die Geschichte ist eigentlich fertig erzählt so sehen es auch die Produzenten und Drehbuchautoren. Doch bei Disney weiß man nie, was in ein paar Jahren sein wird und ob es nötig sein wird, den Streamingdienst Disney+ mit einem Kracher zu füllen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Anime-Update Winter ’21

Für viele Anime-Fans war dies die beste Staffel seit Jahren, was ich absolut nachvollziehen kann, doch leider nicht für mich. Warum?
Erstens kamen diesmal unzählige Fortsetzungen zu beliebten Serien, die ich jedoch nicht schaue, nämlich Shingeki no Kyojin (Attack on Titan): The Final Season, Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu 2nd Season Part 2, Beastars 2nd Season, Nanatsu no Taizai (Seven Deadly Sins): Fundo no Shinpan, Log Horizon: Entaku Houkai und World Trigger 2nd Season. Also viel, das an mir einfach vorbeiging, aber viele Fans begeisterte.
Zweitens kamen diesmal auch viele Serien, von denen ich eigentlich das Manga lese, also auch wieder etwas, das für mich nicht relevant war, aber viele Fans unterhielt, nämlich Yakusoku no Neverland 2nd Season, Dr. Stone: Stone Wars, Kaifuku Jutsushi no Yarinaoshi, Black Clover, Boruto und One Piece.
Drittens kamen dann noch jene tollen Serien, die ich selbst auch geschaut habe und hier nun kurz präsentieren möchte.

Mein Liebling diesmal war eindeutig Jujutsu Kaisen (TV), das vom Herbst 2020 direkt weiterlief. Es hat sich enorm gesteigert und hätte es diese Qualität dort schon gehabt, wäre es wohl mein Top-Anime 2020 geworden. Ich möchte auch extra betonen, dass dies die einzige Serie war, für die ich mir immer extra Zeit genommen habe, um sie zu schauen, den Rest habe ich dann geschaut, wenn ich zufällig Zeit hatte. Die aktuelle Staffel endet mit einer tollen Episode und ich freue mich schon, wenn es nächstes Jahr dann weitergeht.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir Tensei shitara Slime Datta Ken 2nd Season, eine würdige Fortsetzung mit einer richtig tollen Entwicklung. Allein wegen der letzten paar Episoden absolut sehenswert. Speziell die letzte Episode ist sehr gelungen und schürt Vorfreude auf die nächste Staffel.

Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu war wohl die größte Überraschung. Ich dachte zunächst, hier kommt einfach ein weiterer generischer Isekai (Japaner stirbt und wird in Fantasy-Welt wiedergeboren), doch nein, der Zeichenstil hier ist etwas vom Besten, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Dazu kommen noch interessante Charaktere und ein Plot, der am Ende hin richtig spannend wird. Im Sommer geht’s weiter. Ich freue mich schon, würde aber auf die drei Monate Pause gerne verzichten.

Kemono Jihen hat mir auch sehr gut gefallen. Hier geht es um als Menschen getarnte Monster, die unter uns leben. Ein paar davon haben sich zu einer Agentur zusammengeschlossen, um die bösen Monster zu stoppen, damit die Welt friedlich bleibt. Kein großartiges Meisterwerk, aber schon unterhaltsam und durchaus spannend, mit einigen heftigen, emotionalen Momenten. Die Schlussepisode ist auch gelungen und ich freue mich schon auf die nächste Staffel, die hoffentlich irgendwann kommt.

Wonder Egg Priority ist etwas vom Speziellsten, was ich seit Langem gesehen habe. Es ist eine sehr einzigartige, kreative, künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Mobbing und Selbstmord. Nichts für schwache Nerven, aber absolut sehenswert. Leider nicht abgeschlossen, aber angkündigt ist eine finale Spezialepisode für den 29.06.2021. Ich bin schon gespannt.

SK∞ ist ein Skateboard-Anime! Das ist es auch schon. Toll gezeichnet, spannende Wettkämpfe, interessante Charaktere. Wer sich dafür auch nur ein bisschen interessiert, sollte da absolut zugreifen. Außerdem ist die Serie wunderbar abgeschlossen.

Hanyou no Yashahime: Sengoku Otogizoushi lief ebenfalls vom Herbst 2020 direkt weiter, als dann aber in einer Flashback-Episode alles erklärt wurde, ging für mich jegliche Spannung verloren und ich habe aufgehört, da weiterzuschauen.

Horimiya (zwei Oberschüler mit jeweils einem Geheimnis finden zueinander), Urasekai Picnic (eine Parallelwelt mit seltsamen Phänomenen) und Tatoeba Last Dungeon Mae no Mura no Shounen ga Joban no Machi de Kurasu Youna Monogatari (ein ultrastarker, aber dummer Held aus einem verschollenen Dorf) sind drei Serien, die ich hier in eine Gruppe stecke, denn mit denen ist das gleiche passiert. Alle hatten interessante Prämissen und richtig tolle Pilotepisoden. Ich habe da dann auch weitergeschaut, doch mit jeder Episode wurde es schlechter und langweiliger, jegliche Spannung verpuffte und die Charaktere haben mich einfach nicht mitgezogen.

Am Ende gab es in dieser Staffel also genau sechs Serien für mich, was weit unter meinem Durchschnitt liegt. Während also die meisten Fans von der „Best Season Ever“ sprechen, war es für mich okay. Einige tolle Serien, definitiv, aber ingesamt nicht die Bombe.

Neben diesen Serien habe ich dann auch noch die ersten beiden Staffeln von Log Horizon nachgeholt, um dann hier aktuell die dritte Staffel zu schauen. Doch am Ende der zweiten Staffel ist die Serie so langweilig geworden, dass ich dann keine Lust mehr auf die dritte Staffel hatte. Ich würde gerne noch von Beastars und World Trigger die ersten Staffeln nachholen, weil mir die empfohlen wurden, damit ich die akutellen Staffeln dann auch schauen kann. Bei Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu bin ich ebenfalls in der letzten Staffel ausgestiegen, aber aufgrund all der Lobeshymnen für diese neue Staffel werde ich vielleicht doch wieder einsteigen. Das wären jedenfalls ein paar Pläne meinerseits. Außerdem wartet ja auch noch Gintama auf mich.

Ausblick auf den Frühling 2021:
Der Frühling steht schon in den Startlöchern bereit und auch hier kommen einige interessante Dinge auf mich zu, wie etwa Boku no Hero Academia 5th Season, Shaman King, Zombieland Saga: Revenge, Nomad: Megalo Box 2, Edens Zero, 86 und Yuukoku no Moriarty 2nd Season.

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Spiel: Kyoto (Deep Print Games)

Cooles Spiel mit einem aktuellen Thema: Klimakonferenzen.
Von Johannes Krenner (ca. 30-45 Min.; 3-6 Spieler)
In diesem Spiel schlüpfen die Spieler in die Rollen von Diplomaten und versuchen bei internationalen Konferenzen die Zerstörung der Welt durch den Klimawandel abzuwenden, dabei möchte aber jeder so wenig Geld wie möglich ausgeben. Das führt zu hitzigen Verhandlungen, Diskussionen und Hintertürabsprachen. Doch wenn niemand etwas tut, verschlimmert sich der Klimawandel. Werden sich die Diplomaten einig oder schultert einer die gesamte Bürde?
Das Spiel geht über mehrere Runden, wobei in jeder eine andere Agenda abgearbeitet wird. Sollte der Klimawandel irgendwann die Welt zerstören, haben alle verloren. Sollte die Welt jedoch bis zum Ende überleben, hat der gewonnen, der da dann am meisten Geld hat.
Dieses Spiel lebt von der Kommunikation und ist in diesem Sinn stark von der Gruppendynamik abhängig.
Fazit: Empfehlenswert.

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Pegasus Spiele – Kyoto (deutsche Ausgabe) (Deep Print Games)
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Buch: Van Ess, Hans – Chinesische Philosophie

Gelungener Überblick über ein interessantes Thema.
Die Beck Wissen Reihe enttäuscht auch diesmal nicht, schafft es der Autor doch, ein zeitlich und geistig riesiges Gebiet auf 100 Seiten verständlich, spannend und umfassend zu beschreiben. Von Konfuzius bis zur Gegenwart – die wichtigsten Personen und Lehren werden hier präsentiert, welche China bis heute prägen. Wer sich also einmal mit dem Chinesischen Volk abseits von Wirtschaft, Politik und Kampfsport beschäftigen möchte, also mit den vorherrschenden Weltsichten und Ideologien, der sollte hier zugreifen.
Es ist durchaus erfrischend, sich auch mal mit einer Kultur zu beschäftigen, die nicht wirklich eine Religion kennt, was ja ein fundamentaler Unterschied zum Westen ist. Aus chinesischer Sicht wird der Unterschied so formuliert: „(Der Westen) ist eine Kultur des unbändigen Willens und der Erfüllung der Begierden, gleichzeitig eine Kultur des Verstandes. China sei dagegen vernunftgeprägt und habe gerade deshalb bestimmte demokratische Institutionen nicht entwickelt.“ (S. 111) Eine andere, prägnantere Formulierung lautet: „Chinesische Philosophie diente … niemals nur dem abstrakten Ziel, die Wahrheit zu finden, sondern hatte immer die Verbesserung der Gesellschaft vor Augen.“ (S. 115)
Eine gewisse Affinität für philosophische Konzepte und Formulierungen muss der Leser schon mitbringen, aber ansonsten bietet dieses Büchlein eine interessante Lektüre und öffnet neue geistige Fenster.
Fazit: Empfehlenswert.

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Chinesische Philosophie: Von Konfuzius bis zur Gegenwart (Beck’sche Reihe)
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Film: Mile 22 (2018)

Verhunztes Potenzial.
Action/Thriller mit Mark Wahlberg von Peter Berg. 100 Min.
Inhalt: Der CIA-Agent James Silva leitet ein kleines paramilitärisches Team auf einer dringenden und gefährlichen Mission. Vier Kilogramm radioaktives Material sind verschwunden, welches mehrere Großstädte auslöschen könnte. Der Spion Li Noor will im Gegenzug für seine Hilfe aus Südostasien weggebracht werden. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Der Plot verspricht eigentlich einen spannenden Film und die Schauspieler sind auch gut, die Wendung am Ende wirklich toll, doch irgendwas passt hier einfach nicht. Tempo, Dialoge und Schnitte ruinieren diesen Film. Dazu kommt auch, dass der Plot eigentlich inhärent spannend wäre, aber diese Spannung irgendwie nicht vermittelt wird. Und das Schlimmste ist dann das offene Ende, bei dem eine Fortsetzung angedeutet wird. Aber wer will hier schon eine Fortsetzung? Ich möchte einen ordentlichen Abschluss, egal ob happy oder nicht.
Ebenfalls furchtbar finde ich, was hier Iko Uwais angetan wurde, der den Spion Li Noor spielt. Das ist ja eigentlich ein Actionstar, der seine eigene Fangemeinde mitbringt, aber er wurde bei der Vermarktung fast komplett ignoriert. Doch das ist das kleinere Problem. Mehr ärgert mich, dass wir hier einen Kampfsportmeister haben, der großartig choreographierte Kämpfe liefern kann und das nicht ausgenutzt wird. Und wenn er dann mal kämpft, wird dies zusammengeschnitten.
Als Actionfan war der Film für mich okay, als er nebenher lief, während ich die Küche aufräumte, zu mehr taugt der aber nicht.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Gedankensprung: Schlechte Hörbuch-Sprecher

Ich habe bereits vor langer Zeit einmal über Hörbücher vs. Gedruckte Bücher geschrieben und dort erklärt, dass ich viele Bücher höre, dies aber nie extra erwähne, außer es gibt einen speziellen Grund. Weshalb ich aber jetzt wieder zu diesem Thema schreibe, liegt daran, dass mir etwas passiert ist, was mir so noch nie passiert ist: Ich habe ein Hörbuch wegen des Sprechers abgebrochen.
Peter F. Hamilton ist ein bekannter Sci-Fi-Schriftsteller und dass ich als großer Sci-Fi-Fan noch kein Buch von ihm gelesen habe, mag für manch einen ein Skandal sein. Nun, ich wollte diesen Fehler also korrigieren und habe zu The Reality Dysfunction (Night’s Dawn #1) gegriffen, auf Englisch gelesen von John Lee. Diese Aussprache! Diese Intonation! Puh, ich konnte dem einfach nicht zuhören.
Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit dem Sprecher unzufrieden bin, zum Beispiel hat mir auch jener von Hella überhaupt nicht gefallen, er hat aber dennoch zum nervigen Erzähler gepasst. Ich habe mich da und auch bei einigen anderen Hörbüchern zusammenreißen müssen, bis zum Ende dran zu bleiben. Doch noch nie habe ich ein Buch wegen einem Sprecher abgebrochen, auch wenn ich öfters unzufrieden war.
Eine andere Situation hatte ich letztens mit Tagebuch eines Killerbots 2: Der Netzwerkeffekt. Das Buch ist nicht schlecht und der Sprecher auch sehr gut, aber es ist ein Mann! Der Killerbot Eve ist nun mal feminin gestaltet und wenn der Erzähler eine Erzählerin ist, erwarte ich mir halt, dass dieses Buch auch von einer Frau gelesen wird. Ich habe schon genug Hörbücher mit Frauen als Sprecherinnen gehört und hatte daran nie etwas auszusetzen. Im Gegenteil gibt es Bücher, bei denen eine Frau einfach besser passt. Speziell wenn das Buch aus der Perspektive einer weiblichen Person geschrieben ist.
Der Genuss eines Hörbuchs hängt auch sehr stark vom Sprecher / von der Sprecherin ab und wenn dieser schlecht ist, sollte man keine Skrupel haben, einfach auszuschalten.

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Spiel: Duck (Huch!)

Kleines, flottes Kartenspiel.
Von Johannes Krenner (ca. 15 Min.; 3-5 Spieler)
In diesem Kartenspiel, das im Kern an Rummy erinnert, geht es darum, seine Karten schneller als die Gegner loszuwerden. Oder DUCKe ich mich und verlasse die Runde vorzeitig? Denn wenn ich damit alle anderen unterbiete, hole ich auch Siegpunkte. Es ist also schon ein bisschen Push Your Luck dabei, wenn man entscheiden muss, ob man bleibt oder aussteigt. Denn wenn man aussteigt und die anderen nicht unterbietet, ist das natürlich nicht so gut. Also ein durchaus spannendes Spiel mit interessanten Dilemmata.
Die Wertung und die Regeln sind auch sehr einfach.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Keltische Märchen und Sagen

Oh, ich liebe solche Sammlungen einfach.
Märchen, Sagen, Mythen, Fabeln, Legenden – immer her damit, aus allen Ecken der Welt, aus allen Zeiten. Ich liebe solche Geschichten.
Hier nun haben wir also eine Sammlung von Märchen und Sagen aus dem Keltischen Raum. Es wäre jedoch müßig, hier jetzt eine Diskussion loszutreten, was denn „keltisch“ sei und was alles als „Keltischer Siedlungsraum“ anzusehen ist. Das Nachwort des Herausgebers ist dazu sehr gelungen. Jedenfalls werden hier konkret Märchen und Sagen aus Irland, Wales, Cornwall, Schottland und der Bretagne gesammelt. Sie zeichnen ein lebhaftes, historisches Bild. Manchmal treffen wir auf Fabelwesen, nicht selten ist der christliche Glaube ein zentrales Element.
Der Hauptgrund, warum mir solche Geschichten eigentlich immer gut gefallen, ist, dass diese meist sehr kreativ und individuell sind, untypisch für einen modernen Leser und gerade deshalb so spannend. In diesem Sinne enttäuscht die vorliegende Sammlung nicht.
Fazit: Empfehlenswert.

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Keltische Märchen und Sagen
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