Serie: Vagrant Queen – Staffel 1

Trash pur, aber die Art von Space-Trash, die mir gefällt.
Dies hier ist eine Space-Opera mit minimalem Budget. Doch statt zu versuchen, damit dennoch etwas Seriöses und Episches zu produzieren, das dann einfach lächerlich ist, haben sie hier die Situation angenommen und damit gespielt. Optisch das Limit rausgeholt, mit viel Humor und witzigen Details und dennoch ein relativ spannender Plot, der einen gefesselt hält. Schön ist auch die Schauspieler zu sehen, die sich der Situation absolut bewusst sind und sich daher auch nicht zu ernst nehmen, hingegen sogar noch extra überziehen.
Diese Serie ist kein Meisterwerk und wird sicher nie in irgendeiner Top-10-Liste aufscheinen, aber sie ist dennoch ein Genuss anzuschauen, weil diese Art von Humor in diesem Setting einfach perfekt funktioniert. Man muss sich als Zuschauer halt darauf einlassen, Trash zu sehen.
Die Staffel endet leider in einem Cliffhanger und ob es eine zweite geben wird, steht noch in den Sternen. Wobei, wenn man 2 Minuten vor Schluss abdreht, dann gibt es keinen Cliffhanger.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Weathering With You – Das Mädchen, das die Sonne berührte (Anime 2019)

Ein weiteres Anime-Meisterwerk aus Japan.
Fantasy / Drama mit Nana Mori von Makoto Shinkai. 111 Min.
Inhalt: Der Schüler Hodaka Morishima verlässt seine Heimatinsel, um in Tokyo Geld zu verdienen. Durch Zufall erhält er einen Job als Redakteur bei einem Okkultismus-Magazin. Schon bald lernt er Hina und ihren Bruder kennen. Das Mädchen kann mithilfe eines Gebets den Regen stoppen. Hodaka will mit ihrer Gabe Geschäfte machen, um seine Geldprobleme zu lösen. Doch die Polizei kommt dem Ausreißer auf die Schliche. Daraufhin beschließen die drei zu flüchten.
Im Jahre 2016 erschien mit Your Name der zweiterfolgreichste Animefilm der Geschichte. Dies hier ist nun dessen Nachfolger. Gleicher Regisseur, gleiche Qualität, gleiches Universum. Denn tatsächlich haben die beiden Hauptcharaktere aus Your Name hier einen Kurzauftritt. Doch eigentlich ist dies schon der dritte Film aus diesem Universum, denn im Jahre 2013 war The Garden of Words erschienen, dessen Hauptcharakter wiederum einen Kurzauftritt in Your Name hatte. Aber an sich sind die drei Filme unabhängig voneinander und die ersten beiden müssen nicht geschaut werden. Aber das empfehle ich trotzdem, denn sie sind wirklich sehr gut. Wie auch dieser Film.
Die Geschichte ist spannend, schön und wunderbar kreativ. Auch der Zeichenstil ist sehr gut, also ein gelungenes Gesamtpaket.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Anime-Update Frühling ’20

Wie der Rest der Welt stand auch Japan in den letzten Monaten in einem Ausnahmezustand und das hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Produktion und Ausstrahlung von Animes. Viele geplante Serien sind verschoben worden, manche in den Juli, manche auf unbestimmte Zeit. Der Frühling bot also nur sehr wenige Animes, von denen ich dann konkret genau drei geschaut habe, aber die waren allesamt richtig toll.

Gleipnir ist ein richtig spannendes Anime mit einer faszinierenden Prämisse und vielen überraschenden Wendungen. In einer japanischen Kleinstadt verwandeln sich mehrere Personen in Monster. Was haben geheimnisvolle Münzen und ein seltsames abgestürztes Raumschiff damit zu tun? Ich finde den Plot richtig spannend und die Charaktere sehr interessant. Doch leider hat die Serie ein offenes Ende und wann eine zweite Staffel kommt, steht noch in den Sternen, denn die Mangavorlage hat nur sehr wenige weitere Kapitel. Aber wenn die Zahlen passen, wird man dafür sicher eine Lösung finden.

Die zweite Staffel von War of Love ist weiterhin großartig, lustig und wunderbar kreativ. Obwohl ich das Manga lese nehme ich mir gerne die Zeit, das Anime zu schauen, weil es einfach so super ist. Die dritte Staffel ist für 2021 bereits angekündigt.

Und zuletzt habe ich noch das fantastische Tower of God geschaut. Diese Serie ist eine Premiere, denn hier wurde erstmals eine koreanische Comicvorlage (Webtoon) von einem japanischen Studio verfilmt. Ich habe zwar noch viele Fragen bezüglich des Hintergrunds, aber der Plot ist sehr spannend und die Charaktere sind interessant. Es geht im Grunde um einen mysteriösen Turm, in dem verschiedene Personen Tests bestehen müssen, um die Spitze zu erreichen, wo ihre Wünsche erfüllt werden. Das Ende ist offen, aber die Comicvorlage bietet noch genug Material für viele weitere Staffeln. Ich hoffe, dass es bereits nächstes Jahr weitergeht, aber noch ist nichts fix.

Eine Vorschau auf den Sommer 2020 ist leider nicht möglich, weil wegen der aktuellen Situation alles noch unsicher und vage ist. Ich lass mich einfach überraschen.

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Spiel: Ramen Ink (Jumbo)

Spannendes Flip & Write mit tollem, passendem Thema.
Von Daryl Chow (ca. 20 Min.; 2-5 Spieler)
In diesem Spiel schlüpfen die Spieler in die Rolle von Ramen-Köchen und müssen innerhalb von 6 Runden ingesamt 8 Kunden zufriedenstellen. Die acht Kunden sind für alle Spieler gleich und zur Kennzeichnung der Durchnummerierung wird auf gelungene Weise die Innenseite des Schachteldeckels verwendet. An dieser Stelle sei angemerkt, dass das Spiel optisch wirklich auch sehr schön ist.
Es werden in jeder Runde Zutatenplättchen aufgedeckt und zwar Anzahl Spieler +1. Jeder Spieler wählt eins aus und jenes, das am Ende übrig bleibt, ist auch noch zusätzlich für jeden gültig. Jeder Spieler erhält also jede Runde zwei Zutatenplättchen, ein individuelles und ein gemeinsames. Diese Zutaten müssen die Spieler dann nach bestimmten Regeln in die Ramenschüsseln auf ihrem Blatt einzeichnen. Hier reicht es vollkommen, je ein Symbol zu zeichnen, was das ganze Prozedere angenehm vereinfacht.
Wer seine Zutaten am besten auf seine acht Schüsseln aufgeteilt und somit die meisten Kunden zufriedengestellt hat, gewinnt.
Das Spiel ist flott, spannend und stellt die Spieler immer wieder vor interessante Dilemmata. Soll ich diese Zutat in diese Schüssel legen? Aber wenn die andere Zutat nicht mehr kommt, kann ich nicht liefern. Oder soll ich eine neue Schüssel beginnen und da drauf hoffen, weil mir für dieses Schüssel mehr Runden bleiben? Aber da kriege ich halt weniger Punkte.
Dass es für dieses Spiel kein Regeladdendum für eine Solo-Variante gibt, erschließt sich mir nicht. Das Spiel ist nämlich wirklich toll und würde sich ausgezeichnet für Solo eignen. Nun, die Absenz einer solchen Regel soll einen nicht davon abhalten solo zu spielen und dann zu versuchen, den eigenen Highscore zu schlagen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Mazohl, Brigitte & Steininger, Rolf – Geschichte Südtirols

Schwacher Beginn, aber dann sehr interessant.
Nachdem ich letztens das großartige Buch zur Geschichte Burgunds gelesen habe, war ich hochmotiviert weiter in die Geschichte einzutauchen und habe dann hier zugegriffen, ein Buch über meine alte Heimat. Ein Buch, welches die gesamte Geschichte dieser Region umfasst, hatte ich leider noch nie in der Hand, habe ich mir aber schon lange gewünscht. Also die perfekte Gelegenheit.
Als ich das Buch hier dann begann, kam jedoch die Ernüchterung. Während nämlich das Buch zu Burgund einen tollen literarischen Stil hatte, ist das hier halt sehr nüchtern und sachlich gehalten. Das ist nicht schlecht, man muss sich halt anpassen. Und da kommt leider das eigentlich Problem zum Tragen: Dem Autorenteam fehlt ein drittes Mitglied. Mazohl ist Expertin für österreichische Geschichte und Steininger für Zeitgeschichte. Und daher sind die drei Anfangskapitel, die mich persönlich am meisten interessiert hätten, nämlich Urgeschichte, Römerzeit und Völkerwanderung, leider sehr spärlich und überhastet ausgefallen. Ein dritter Autor, ein Experte für diese Zeit, hätte hier sicherlich gut getan. Nichtsdestotrotz wird das Wesentliche berichtet und ab dem vierten Kapitel, Karl dem Großen, wird das Buch dann richtig tief, ausführlich und detailreich. Man merkt, dass da nun die Autoren zuhause sind. Ab da ist das Buch dann auch richtig spannend zu lesen, mit vielen interessanten Begebenheiten und Informationen.
Obwohl ich Südtirol als meine „alte Heimat“ bezeichne, hatte ich leider nie ein klares Bild über die lokale Geschichte im Kopf. Viele Namen, viele Orte, viele Begebenheiten, aber kein roter Faden. Und daher bin ich diesem Buch sehr dankbar, denn genau das erhält man hier. Außerdem gibt es im Anhang sechs tolle Karten. Was fehlt, ist eine Zeitleiste. Für viele mag das egal sein, aber mir persönlich ist das schon wichtig, weil ich diese immer gerne parallel zur Lektüre studiere und auch später immer wieder gerne darin schmökere, um mein Wissen aufzufrischen. Auch Bilder gibt es keine. Das ist natürlich eine Kostenfrage, aber ein paar Fotoseiten in der Mitte des Buches wären schon schön gewesen.
Insgesamt finde ich das hier ein sehr gelungenes Buch, das die Geschichte Tirols allgemein und Südtirols speziell schön darstellt und auch hilft aktuelle Situationen ins korrekte Licht zu rücken.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Fuller House – Staffel 5, Teil 2 (abgeschlossen)

Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet.
Also, dass die Serie demnächst abgesetzt würde, war schon vorhersehbar, aber dass es zur fünften Staffel einen zweiten Teil gibt, das war eine große Überraschung. Ich hatte eher mit einer letzten sechsten Staffel im Herbst gerechnet, aber so passt es natürlich auch.
Ich muss sagen, dass sich die Serie so anfühlt, als wäre sie von Anfang bis zum Ende in einem Guss gedreht worden. Die letzte Episode ist eine logische Kulmination dessen, was in der Pilotepisode gestartet wurde. Ein klares Ziel, ein gerade Weg, viel Spaß dabei. Wer die erste Staffel geschaut hat, weiß, was ihn bis zum Ende erwarten wird, konstant bis zum Schluss.
Fazit: Mir gefällt’s.

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Film: Bridget Jones‘ Baby (2016)

Spät aber doch haben wir auch diesen Film endlich geschaut.
Komödie mit Renée Zellweger von Sharon Maguire. 123 Min.
Inhalt: Bridget Jones ist mittlerweile 40, arbeitet als Produzentin einer Nachrichtenshow, hat sich von Mark Darcy inzwischen getrennt und genießt ihr Singleleben. Dazu gehören auch One-Night-Stands mit ihrem Ex Mark und mit dem charmanten Amerikaner Jack Quant, den sie auf einem Festival kennenlernt. Chaotisch wird es allerdings, als Bridget plötzlich feststellen muss, dass sie schwanger ist und keine Ahnung hat, wer der Vater ist. Die beiden in Frage kommenden Herren stört das allerdings weniger.
Ich finde, das hier ist eine gelungene Komödie mit einer schönen Geschichte und gutem Humor. Wem bereits die ersten beiden Teile von Bridget Jones gefallen haben, der wird auch hier auf seine Kosten kommen. Wer die nicht gesehen hat, sollte das nachholen, auch wenn der Film hier problemlos allein stehend geschaut werden kann.
Nicht zuletzt sind es natürlich die guten Schauspieler – neben Renée Zellweger auch Colin Firth und Patrick Dempsey – die diesen Film unterhaltsam machen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Asimov, Isaac – Forward the Foundation (Foundation-Saga 2)

Und weiter geht’s mit dem Leben von Hari Seldon und seiner Psychohistorie.
In diesem Buch wird nun die zweite Hälfte des Lebens von Hari Seldon erzählt, wie er trotz enormer Widrigkeiten durchhält, weitermacht und mit einigen überraschenden Wendungen es dennoch schafft, die Foundation mit seinem letzten Atemzug zu etablieren. Weiterhin eine spannende Lektüre mit interessanten philosophischen Ideen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Asimov, Isaac – Prelude to Foundation (Foundation-Saga 1)

Nun sind wir also endlich bei Foundation angekommen, aber immer noch nicht richtig.
Hier also wieder mal eine Erklärung zur Lektüre: Wie bereits bekannt, hat Asimov ja am Ende seines Schaffens drei Bücher geschrieben, um Die Roboter-Serie, Die Imperium-Trilogie und Die Foundation-Saga miteinander zu verbinden. Das erste dieser drei Bücher war der fünfte Teil der Roboter-Serie. Das zweite und dritte Buch sind die – chronologisch – ersten beiden Teile der Foundation-Saga, die eigentlich als Band 6 und Band 7 – da ja im Nachhinein – geschrieben worden sind. Und tatsächlich hat man das Gefühl, dass dieses Buch hier direkt an den fünften Roboter-Band anschließt, auch wenn tausende von Jahren dazwischen liegen. Die Imperium-Trilogie fühlt sich hierbei deplatziert an. Nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch sind da wirklich große Unterschiede. Nach der großartigen Roboter Serie war die Imperium Trilogie für mich ein großer qualitativer Abstieg, doch hier jetzt findet Asimov zurück zu seiner alten Größe.
Die ersten beiden Bände der Foundation-Saga sind ein Zweiteiler und erzählen die Geschichte von Hari Seldon, dem Erschaffer der Psychohistorie, einer algorithmischen Wissenschaft, die es ihm ermöglicht, die Zukunft probabilistisch vorherzusagen. Darauf basiert dann die eigentliche Foundation.
Das hier ist ein wirklich spannendes Buch mit vielen tollen Gedanken und interessanten philosophischen Ansätzen. Ich kann es kaum erwarten zum zweiten Band zu greifen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Asimov, Isaac – Pebble in the Sky (Imperium-Trilogie 3)

Ein interessantes Buch über Gruppendynamik und den Konsequenzen von Stereotypisierung in der fernen Zukunft.
Inhalt: Ein Mann der Gegenwart gelangt durch ein fehlgeschlagenes Experiment viele tausend Jahre in die Zukunft. Dort wird sein Gehirn mit einem Synapsenverstärker verbessert, wodurch er eine Bedrohung für die gesamte Galaxis verhindern kann.
Das Buch ist insofern interessant, als dass es ein düsteres Bild der Erde zeichnet. Ein Zustand, der eigentlich nicht sein müsste, wenn sich die verschiedenen Gruppen nicht so von Stereotypen leiten lassen würden. Der Plot selbst ist durchaus vorhersehbar und geradlinig, wenig spannend. Es ist der Hintergrund, das Beispiel einer in die Ecke getriebenen Gesellschaft, das das Buch so lesenswert macht.
Fazit: Auch für sich allein stehend zu empfehlen.

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