Spiel: Clank! In! Space! (Renegade Game Studios)

Großartiges Deck Building Dungeon Crawl. Diesmal die richtige Version gespielt.
Von Paul Dennen (ca. 60 Min.; 2-4 Spieler)
Das hier ist die Sci-Fi-Variante zum Fantasy-Spiel Clank!, was ja seinerseits die Vielspielerversion mit Action und einer eher düsteren Atmosphäre zum Spiel Wettlauf nach El Dorado ist. Wir versuchen also ganz klassisch ein Deck zu basteln, mit dem wir so schnell wie möglich den Weg ablaufen und Hindernisse überwinden wollen.
Mit gefällt Clank! In! Space! aus verschiedenen Gründen viel besser als das originale Clank!. Einmal sagt mir persönlich das Sci-Fi-Thema viel mehr zu. Dazu passend haben die Karten zahlreiche Anspielungen auf verschiedenste Sci-Fi-Werke und es macht einfach Spaß, diese zu erkennen und dann damit zu spielen. Wenn man es etwa schafft, den Eliminator mit einem Lichtschwert und einem Star Trek Werkzeug auszustatten, dann ist das schon ein toller Moment. Aber abgesehen davon ist das Spiel hier nicht mehr nur ein geradliniger Wettlauf, sondern man muss vorher noch an drei Orten die Computersysteme hacken, bevor man den gesicherten Bereich betreten und das Artefakt stehlen kann. Geschwindigkeit alleine reicht also nicht. Zu welchen Computerterminals will ich? Welcher ist der effizienteste Weg dorthin?
Neben diesen Elementen wurden die Karten nun auch in Kategorien unterteilt. Man kauft also nicht mehr einfach nur blind die beste Karte, die man sich leisten kann, sondern versucht auch Kategorien zu sammeln, da die sich gegenseitig verbessern, wenn man mehrere gleiche ausgespielt hat. Dadurch wurde in die Kaufphase ein cooles strategisches Element eingebaut.
Trotz all dieses Lobgesanges gibt es aber auch einen sehr großen Kritikpunkt: Die Teleporter sind zu mächtig. Wenn jeder Spieler die Möglichkeit hätte, wäre es noch okay, aber es gibt nur zwei und die restlichen Spieler blicken durch die leeren Finger. Als Alternative zum Teleporter kann jeder Spieler den zentralen Turbolift verwenden, der zwar nicht so schnell ist, aber mit einem guten Deck den Nachteil wieder wettmacht. Wenn da nicht irgendwann die letzte Station blockiert werden würde. Und eben diese Blockade macht es für Spieler ohne Teleporter fast unmöglich, das Spiel zu gewinnen. Andererseits sind die Teleporter-Stationen durchaus schwierig positioniert und wenn man das nicht gut plant, dann nützen sie einem auch nicht viel.
Nichtsdestotrotz gefällt mir das Spiel sehr gut, macht viel Spaß und ich würde es jederzeit wieder spielen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Clank! In! Space!
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Buch: Huber, Vitus – Die Konquistadoren

Interessantes Buch über einen wichtigen, doch eher unbekannten Abschnitt der Geschichte.
Normalerweise liest man Bücher über die Geschichte der Azteken oder Inka und erfährt dann im letzten Kapitel, wie dieses Volk durch die Konquistadoren Cortés, bzw. Pizarro in den Untergang getrieben wurde. Aber Amerika ist ein großer Doppelkontinent mit zahlreichen weiteren Völkern, Stämmen und Politischen Gefügen, neben diesen beiden Reichen. Und eben die Conquista in ihrer Gesamtheit, nicht nur mit dem Fokus auf die beiden berühmtesten Begebenheiten, wird in diesem Buch präsentiert. Ich habe es sehr interessant gefunden zu lesen, wie das alles Zustande kam. Wie das Kolonialreich eigentlich nur zufällig entstanden ist, weil die Konquistadoren sich zwecks Legitimation freiwillig der Krone unterworfen haben; Wie Teile der indigenen Bevölkerung auch davon profitierten; Warum Nordamerika nicht spanisch wurde; Dass auch viele Conquista-Züge erfolglos endeten. Alltag, Motivation und Folgen werden hier einfach und spannend erläutert. Das Buch wirft Licht auf eine der wichtigsten Begebenheiten der Weltgeschichte und macht dies auf sehr anschauliche Weise.
Fazit: Empfehlenswert.

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Die Konquistadoren: Cortés, Pizarro und die Eroberung Amerikas (Beck’sche Reihe)
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Serie: The Orville – Staffel 2

Fantastisch! Ich will mehr davon!
Nachdem mir ja die erste Staffel so gut gefallen hat, konnte ich das hier kaum noch erwarten. Und wow, ich wurde nicht enttäuscht. Die Serie macht einfach alles richtig: Charakterentwicklung; soziale und moralische Fragestellungen; Spannung; Humor etc. Ich wüsste nicht, was ich von einer Serie mehr verlange? Orville macht einfach Spaß, bietet großartige Unterhaltung und schaut auch optisch richtig gut aus.
Dennoch scheint damit nur ein Nischenpublikum erreicht zu werden, denn die Quoten sind nicht so gut, wie man es gern hätte, weshalb eine dritte Staffel noch diskutiert wird. Sollten wir keine bekommen, kann man das hier dennoch beruhigt schauen, denn das Staffelfinale ist sehr gelungen und kann auch als Serienfinale problemlos herhalten.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Avengers – Endgame (2019)

Tolle Bilder!
Superhelden / Science-Fiction / Action mit Robert Downey Junior von Anthony Russo und Joe Russo. 182 Min.
Inhalt: Die Hälfte allen Lebens im Universum wurde ausgelöscht und es scheint nur eine mögliche Zukunft zu geben. Besitzen die Avengers und ihre verbündeten Superhelden was nötig ist, um die vernichtende Macht der Infinity-Steine aufzuheben?
Wer Avengers – Infinity War gesehen hat, muss natürlich auch diesen Film schauen, alle anderen brauchen hier erst gar nicht einzuschalten. Und mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.
Ich sage ganz ehrlich, dass der Film für sich allein betrachtet wirklich schlecht ist und mich nur darin bestätigt hat, Zeitreisen nicht zu mögen. Weil der Film hier aber das Finale einer monumentalen Reihe ist und eben genau davon lebt, ist er beinahe perfekt. Denn wie bereits gesagt: Wer die anderen Marvel-Filme nicht gesehen hat, wird dem Film hier absolut gar nichts abgewinnen können, wer aber aber mit dem Vorwissen reinkommt, der wird belohnt werden und dem wird auch ein absolut zufriedenstellendes Ende geboten. Hier geht es nicht um Logik, sondern um Emotionen. Wenn sich sämtliche weibliche MCU-Charaktere um Captain Marvel versammeln, darfst du nicht fragen „warum?“, sondern musst einfach das tolle Bild genießen. Das gleiche gilt für so viele andere Szenen. Endgame ist ein Meisterwerk in dem Sinne, dass er das Publikum emotional zufriedenstellt und zwar derart, dass alles andere drum herum schnell vergessen ist.
Fazit: Wem die Marvel-Filme auch nur ein bisschen gefallen, der sollte Infinity War & Endgame auf jeden Fall schauen. Wer aber mit diesem Superhelden-Quatsch generell nichts anfangen kann, wird auch hier seine Meinung nicht ändern.

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Spiel: Decrypto (Asmodee)

Interessantes Wort-Assoziationsspiel.
Von Thomas Dagenais-Lespérance (ca. 15-45 Min.; 3-8 Spieler)
Ich habe selten ein Spiel gesehen, das so kompliziert zu erklären, aber dann doch so einfach zu spielen ist. Hier ist einfach zu Beginn eine Proberunde nötig, und dann ist eh alles klar. Das Problem ist nämlich, dass hier auf zwei Ebenen gespielt wird. Einerseits wollen wir es für unsere Teamkollegen so einfach wie möglich, für die Gegner aber so schwer wie möglich machen. Wie das genau dann funktioniert ist zu kompliziert, um es hier zu erklären.
Das Spiel geht über mehrere Runden mit den gleichen Begriffen, aber es müssen immer andere Assoziationswörter verwendet werden. Das führt normalerweise spätestens in der dritten Runde dazu, dass der Wortgeber in eine Analyse-Paralyse verfällt, um ausgeklügelte Assoziationen zu fabrizieren und die Teamkollegen sich dann auch ordentlich abmühen. Das wäre grundsätzlich eh ein lustiger Moment, aber er zieht das Spiel in die Länge und irgendwann ist man nur noch frustriert, weil es sich halt mit jeder Runde noch weiter steigert.
Ich finde die Idee des Spiels grundsätzlich sehr gut und es macht auch durchaus Spaß, aber es dauert einfach viel zu lang. Es ist weder ein schnelles und gemütliches Partyspiel, noch ein ausgeklügeltes Puzzle, in das man sich hineinkniet. Daher empfehle ich wirklich von Rundenbeginn an eine Uhr zu verwenden und das auch wirklich dann strikt einzufordern.
Fazit: Kann gespielt werden.

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Decrypto
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Buch: Wilson, Daniel H. – Die Dynastie der Maschinen

Interessantes Roboter-Abenteuer.
Inhalt: Die Awtomat sind uralte menschenartige Roboter, die seit Jahrtausenden unerkannt unter uns leben. Doch ihre Zeit läuft ab, denn ohne neue Energiequelle droht ihnen der Untergang. Noch dazu herrscht ein brutaler Machtkampf zwischen den Awtomat. Mitten in diesen mörderischen Konflikt gerät die Archäologin June, die das Rätsel eines mysteriösen Artefakts lüften möchte.
Dieses Buch erinnert mich irgendwie an die Vampir- und Werwolf-Epen, deren Erzählungen sich über mehrere Jahrhunderte hinweg ausbreiten, nur eben mit den Awtomat. Bei der Beschreibung dieser Roboter stützt sich der Autor auf die zahnradgetriebenen Maschinen der Renaissance, wie sie etwa von Leonardo da Vinci angeführt werden, aber auch schon in älteren antiken Texten Griechenlands und Chinas erwähnt werden.
Es macht einfach Spaß in diese Welt einzutauchen, die auf realer Recherche basiert und dann mit viel Fantasie ausgeschmückt wurde. Der Stil ist auch sehr flüssig und so hat man rasch viele Seite hinter sich gebracht, bevor man wieder aufblickt. Der Plot selbst ist zweigeteilt: Einmal in der Gegenwart mit June und einmal in der Vergangenheit mit dem Awtomat Peter. Letztere ist eine Jahrhunderte überspannende Geschichte, die dann schließlich in die Gegenwart mündet. Ich persönlich habe zunächst beide Ebenen sehr spannend gefunden, doch der June-Plot hat irgendwann an Fahrt verloren, weshalb ich mich auf den Peter-Plot konzentriert habe.
Aber dann kommt dieses Ende und hier spalten sich die Gemüter. Manchen gefällt’s und Anderen nicht. Ich persönlich bin zwiegespalten. Normalerweise gefallen mir solche Enden und solche Erklärungen nicht, aber ich verstehe absolut, dass wir hier Roboter haben und die logischerweise einen konkreten Erschaffer brauchen. Speziell das Konzept der Anima macht es schwer, diesen in einen realen historischen Kontext einzufügen. Dennoch hätte mir das besser gefallen. Außerdem fühlt sich das Ende auch überhastet an, so als ob der Autor die Geschichte einfach schnell abschließen wollte. Andererseits ist das Ende aber auch nicht wirklich enttäuschend. Wir haben hier einen durchaus zufriedenstellenden Abschluss, der die wichtigsten Fragen löst und sämtliche Handlungsstränge zu einem Ende führt. Was am Ende offen bleibt sind nicht Fragen zum Plot oder zu den Charakteren, sondern dazu, was es in diesem Universum noch alles geben könnte. Mir erging es am Ende also schon so, dass ich gern weitergelesen hätte.
Ich kann durchaus nachvollziehen, dass jemand mit dem Ende unzufrieden ist. Aber mir hat das ganze Buch eigentlich gut gefallen, ich habe es regelrecht verschlungen und wenn das Ende auch nicht das ist, was ich erwartet habe, so hat es mich doch zufrieden gestellt.
Der Autor hat zwar gemeint, dass dieses Buch für sich allein steht und es keine Fortsetzung geben wird. Jedoch wird das Buch jetzt verfilmt und dadurch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er seine Meinung ändern wird. Man darf gespannt sein.
Fazit: Empfehlenswert.

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Die Dynastie der Maschinen: Roman
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Serie: Star Trek Discovery – Staffel 2

Kritikresistenz der Sonderklasse.
Puh, zu dieser Staffel gibt es viel zu sagen, aber Lust habe ich nicht wirklich dazu. Ich habe bereits zur ersten Hälfte der ersten Staffel gesagt, dass es sich hierbei nicht um Star Trek handelt, es aber nichtsdestotrotz eine richtig coole Space-Sci-Fi-Serie ist. Genau diese Aussage übertrage ich auch auf die erste Hälfte der zweiten Staffel. Wenn man sich nämlich von Anfang darauf einlässt, hier eine neue Serie zu haben, die nichts mit Star Trek zu tun hat, dann wird man wirklich toll unterhalten werden. Wer aber weiterhin nach Unstimmigkeiten im Vergleich zum originalen Star Trek sucht, der wird hier haufenweise finden und sich auch korrekterweise darüber ärgern.
Mit der Einführung von Pike und Spock und dem Besuch eines bestimmten Planeten ist versucht worden, Discovery mit dem Holzhammer in die Nähe der originalen Serie zu drücken, was aber in einem Debakel endete, denn der Charakter des Discovery-Spock hat doch zu einigen Kontroversen in der Fangemeinde geführt. Mein Tipp, wie bereits oben erwähnt, ist es, diese Serie nicht als Star Trek zu betrachten und Pike und Spock nur als Namensgleichheiten abzulegen.
Ich habe andererseits bezüglich der zweiten Hälfte der ersten Staffel erklärt, dass die Serie „schlecht, mies, einfach nur ein Schmarrn“ sei. In einem geringeren Ausmaß ist das auch hier in der zweiten Staffelhälfte der Fall. Im Unterschied zur ersten Staffel wird hier der Plot kontinuierlich weitererzählt und eigentlich bleibt die Serie auch bis zum Ende spannend. Außerdem haben die Macher in einigen Szenen versucht zu erklären, wie all die heftig kritisierten Diskrepanzen doch ins Star Trek Universum passen, was auch absolut löblich ist. Nur wird hier das Element der Zeitreisen eingeführt und ich habe schon öfters gesagt, dass ich das hasse. Wie gesagt, ist das mein persönlicher Geschmack, denn es gibt genug Leute, die das mögen und wenn man das Hirn ausschaltet, ist das hier auch super gemacht. Nur leider kann ich mein Hirn nicht ausschalten und daher fallen mir, wie immer bei Zeitreise-Geschichten, all die Logik-Fehler auf und speziell beim Staffelfinale saß ich nur kopfschüttelnd da.
Und wie geht es jetzt weiter? Neben einer dritten Discovery-Staffel und der neuen Picard-Serie steht auch eine Section 31 – Serie in den Startlöchern, welche ein direktes Spin Off zu Discovery sein wird und einige Charaktere von dort übernimmt. Meine größte Befürchtung lautet aber nun, dass Discovery aufgrund der Zeitreise auf Picard treffen wird und dessen Serie dadurch ruiniert wird. Andererseits war diese zweite Staffel ja bis auf das Zeitreise-Element eigentlich richtig gut und hat echt Spaß gemacht, wenn man sich von der Idee löst, sich im Star Trek – Universum zu befinden. Darauf basierend kann man durchaus vorsichtig optimistisch in die Zukunft blicken.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Film: The Last Knight (2017; Originaltitel: Последний богатырь)

Interessante russische Disney-Produktion.
Fantasy / Abenteuer mit Viktor Khorinyak von Dmitriy Dyachenko. 114 Min.
Inhalt: Der Betrüger Ivan wird eines Tages aus Moskau in die fantastische Welt Belogorye katapultiert, wo viele Figuren aus russischen Märchen und Sagen leben. Der hilflose und ungeschickte Ivan trifft dort auf den unsterblichen Nekromanten Koschei, die Hexe Baba Yaga und eine Froschkriegerin. Gemeinsam machen sie sich auf die gefährliche Reise, das magische Schwert Kladenets zu finden, um die böse Zauberin zu besiegen, welche das Land beherrscht, und Ivan zurückzuschicken.
Der Film gefällt mir aus zwei Gründen sehr gut. Erstens erinnert er mich stark an die Fantasy-Abenteuer-Filme der 70er und 80er, die ich als Kind gern geschaut habe und die so heute leider nicht mehr gemacht werden. Zweitens ist der Film gefüllt mit Anspielungen auf russische Märchen und Sagen, was einfach richtig toll ist.
Dank Disney ist die Produktionsqualität auch sehr gut, die Schauspieler sind nicht schlecht und der Humor ist meistens durchaus gelungen. Ich habe den Film im Originalton auf Russisch geschaut. Die Gefahr besteht aber, dass wie bei Guardians eine katastrophale Übersetzung gemacht wird und der Film international dadurch total floppt. Anderseits ist das hier ja eine Disney-Produktion und ich kann mir schon vorstellen, dass die für eine ordentliche Übersetzung sorgen werden.
Wer Fantasy-Abenteuer mit tollen Landschaftsbildern mag, die man mit der ganzen Familie schauen kann, der sollte hier zugreifen. Dieser Film bietet eindeutig ein tolle Abendunterhaltung.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Overbooked (Jumbo)

Tolles und überraschend schweres Tetris-Puzzle.
Von Daryl Chow (ca. 30 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Spiel geht es darum, dass wir unsere Flugzeuge so effizient wie möglich mit Passagieren füllen. Dabei gibt es verschiedene Arten von Passagieren (Paare, Senioren, Sportler, Freunde und Kinder), die jeweils spezielle Wünsche bezüglich ihrer Sitznachbarn haben. Die Punkte bei Spielende bekommt man für eben diese erfüllten Wünsche. Das Puzzle besteht nur darin, wie ich die Passagiere in meinem Flugzeug so unterkriege, dass ich am meisten Wünsche erfülle.
Der zentrale Mechanismus erinnert dabei an Tetris. In der Tischmitte liegen verschiedene Karten aus, auf denen die Passagiere abgebildet sind. In meinem Zug wähle ich eine Karte davon und erhalte die entsprechenden Passagiere. Ich muss sie aber in der Anordnung in mein Flugzeug setzen, wie es auf der Karte angegeben ist. Das heißt, ich muss Karten so auswählen, dass ich einerseits sämtliche Passagiere darauf irgendwie Platz habe, andererseits so viele Wünsche wie möglich erfülle. Passagiere, die nicht Platz haben, landen im Bus, was mir dann bei Spielende Minuspunkte bringt.
Das Spiel bietet ständig interessante Entscheidungen und Dilemmata und es gestaltet sich als überraschend schwierig, ein Flugzeug so effizient wie möglich zu füllen. Speziell die Solo-Variante ist für Tüftler eine richtig tolle Herausforderung. Dazu kommen noch mit Symbolen auf den Passagierkarten, mit Eventkarten und mit VIP-Passagieren zahlreiche Möglichkeiten, dem Spiel mehr Varianz zu verleihen, was für Vielspieler sicher interessant ist und dem Spiel selbst einen hohen Wiederspielwert verleiht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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OVERBOOKED
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Buch: Daum, Andreas W. – Alexander von Humboldt

Sehr interessant! Aber das ist bei so einer Person auch nicht schwer.
Dieses Buch behandelt das Leben von Alexander von Humboldt in aller Kürze, aber doch sehr ausführlich, was ja die Spezialität der großartigen Beck-Wissen-Reihe ist.
Humboldt hat ein sehr interessantes Leben geführt und bei solchen Personen reicht es schon, einfach dies nachzuzeichnen, um eine spannende Biographie vorliegen zu haben. Der Autor aber beschreibt hier nicht nur die aufregenden Phasen von Humboldts Leben, sondern auch die eher trägen und beide mit gleicher Ausführlichkeit. Dabei gelingt es ihm durch Epochenbilder und intellektuelle Einordnungen ein wunderbares Bild von Humboldt zu skizzieren, der eben nicht nur ein Abenteurer und emotionsloser Wissenschaftler war, sondern ein facettenreicher Mensch, der auch in seinen „langweiligen“ Lebensabschnitten überhaupt nicht langweilig war.
Wer sich schon immer für Humboldt interessiert hat, diesen brillanten Wissenschaftler, der sollte hier absolut zugreifen. Persönlichkeiten der Vergangenheit besser kennenzulernen ist immer spannend und dem Autor gelingt mit diesem Büchlein ein perfektes Werk dafür.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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