Film: Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück (2016)

Bereits Aristoteles hat von der Bedeutung des rechten Maßes gesprochen.
Drama / Tragikomödie mit Viggo Mortensen von Matt Ross. 119 Min.
Inhalt: Der hochgebildete Ben lebt aus Überzeugung mit seinen sechs Kindern in der Einsamkeit der Berge im Nordwesten Amerikas. Er unterrichtet sie selbst und bringt ihnen nicht nur ein überdurchschnittliches Wissen bei, sondern auch wie man jagt und in der Wildnis überlebt. Als seine Frau stirbt, ist er gezwungen mitsamt der Sprösslinge seine selbst geschaffene Aussteigeridylle zu verlassen und der realen Welt entgegenzutreten. In ihrem alten, klapprigen Bus macht sich die Familie auf den Weg quer durch die USA zur Beerdigung, die bei den Großeltern stattfinden soll. Ihre Reise ist voller komischer wie dramatischer Momente, die Bens Freiheitsideale und seine Vorstellungen von Erziehung nachhaltig infrage stellen.
Es ist sehr schwer Worte über diesen Film zu verlieren. Ein sehr starkes Element ist die Kritik an unserer Gesellschaft in allen Belangen. Denn ja, wer von uns schaut nicht manchmal die Welt um sich herum an und fragt sich, wie es soweit kommen konnte. Das idyllische Aussteigerleben scheint da die perfekte Antwort zu sein. Und das ist der meisterliche Kunstgriff dieses Films, zu zeigen, was in unserer Welt alles falsch läuft, aber auch, dass ein extremes Aussteigerleben nicht die Antwort sein kein. Es braucht das rechte Maß und ob die Lösung, die der Vater für seine Familie am Ende gefunden hat, die richtige ist, bleibt dem Zuschauer über zu entscheiden.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Spiel des Jahres 2017

Jetzt kennen wir also die diesjährigen Preisträger: Kingdomino wurde Spiel des Jahres und Exit – Das Spiel wurde Kennerspiel des Jahres. Beides verstehe ich, aber nur eines kann ich akzeptieren.
Beginnen wir mit dem Kennerspiel. Die anderen beiden Nominierten Räuber der Nordsee und Terraforming Mars sind zwar nette Spiele, wobei mir persönlich Terraforming Mars nicht so gut gefallen hat, aber sie sind in keinster Weise so innovativ und spannend wie Exit. Dieser Preis ist absolut gerechtfertigt.
Kingdomino anderseits ist die konservative Wahl. Magic Maze ist sehr hektisch und daher wohl als Familienspiel zu aggressiv. Wettlauf nach El Dorado hingegen war der Jury wohl zu viel Rechnerei und nicht gemütlich genug als Familienspiel. Ich hätte beide Konkurrenten lieber als Sieger gesehen, bin aber nicht zu enttäuscht, weil mir auch Kingdomino sehr gut gefallen hat.

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Film: Die Insel der besonderen Kinder (Originaltitel: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children) (2016)

Wow, was für ein toller Film.
Fantasy / Drama mit Asa Butterfield von Tim Burton. 128 Min.
Inhalt: Ein Teenager landet auf einer mysteriösen Insel, wo er einer Gruppe von Waisenkindern mit besonderen Fähigkeiten gegen feindliche Kreaturen beistehen muss.
Manchmal gibt es Filme, die schon ewig auf einer To-Watch-Liste stehen, aber irgendwie immer wieder aufgeschoben werden und wenn man sie dann endlich schaut, bereut man es sogleich, das nicht schon viel früher getan zu haben. Wirklich, dieser Film ist spannend, schön und emotional. Die Fähigkeiten der Kinder sind wunderbar untypisch kreativ, die einzelnen Charaktere hat man sehr schnell lieb gewonnen, nicht zuletzt Dank der guten schauspielerischen Leistungen. Der Schlusskampf ist auch großartig gemacht. Alles in allem ist das hier ein sehr schöner Film, ein perfekt geschnürtes Paket für einen tollen Filmabend.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Spiel: Captain Sonar (Pegasus)

Laute, hektische Kooperation.
Von Roberto Fraga und Yohan Lemonnier (ca. 45-60 Min.; 2-8 Spieler).
In diesem Spiel sitzen sich 2 Teams gegenüber, in fiktiven U-Booten, und versuchen sich gegenseitig abzuschießen. Dabei gibt es jeweils 4 Positionen pro U-Boot: Captain, Kommunikationsexperte, Maschinist, Waffenexperte. Bei 8 Spielern hat also jeder eine andere Funktion, bei weniger Spielern werden sie zusammengelegt, es müssen aber immer alle ausgeführt werden. Das zentrale Element ist dabei der Captain: Er erklärt, in welche Richtung das U-Boot weiter fährt und der Maschinist muss ihm bestätigen, dass die Maschinen das aushalten. Der Kommunikationsexperte lauscht den Dialogen des gegnerischen Captains und Maschinisten und versucht dadurch zu verstehen, wo auf der Karte sie sich gerade befinden. Irgendwann schafft der Waffenexperte es, eine Waffe zu aktivieren, dann informiert er den Captain, der den Kommunikationsexperten fragt, wo der Gegner gerade ist. Landen sie einen Treffer, erhält der Gegner Schaden, ansonsten eben nicht. Dann geht das ganze Spiel weiter, bis ein U-Boot so viel Schaden erlitten hat, dass es untergeht.
Captain Sonar ist grundsätzlich ein sehr lustiges Spiel, mit toller Interaktion und viel Spannung. Es funktioniert aber nur mit Spielern, die etwas Stress und Konfusion aushalten. Das große Problem ist die Position des Kommunikationsexperten. Hier kann der Spieler leicht frustriert werden und das Handtuch werfen, wenn er die Gegner nicht gut genug versteht. Denn eines ist klar: Wenn der Captain und der Maschinist zu oft einen Befehl geben und diesen dann widerrufen, letzteres meistens leise und undeutlich, kann der gegnerische Kommunikationsexperte nicht ordentlich arbeiten. Fair-Play von Seiten der Captains und Maschinisten ist hier wirklich nötig, sonst kann das Ganze in einem frustrierenden Erlebnis enden. Und da braucht es, wie schon gesagt, die richtigen Spieler, die trotz Hektik und Eile ruhig bleiben und sich nicht mitreißen lassen, was dann alle anderen auch in Verwirrung stürzt.
Fazit: Das Spiel ist ganz toll und sehr lustig in der richtigen Gruppe.

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Buch: Pasotti, Jacopo – Wie viel wiegt ein Berg?

Nicht das, was die Verpackung verspricht, aber dennoch toll für Sachbuch-Interessierte.
Wenn man sich den Klappentext von diesem Büchlein durchliest, erwartet man sich viele lustig-interessante Informationen, unnützes Wissen sozusagen. Dem ist aber nicht so. Die drei Fragen im Klappentext sind die einzigen derartigen im Buch und werden erst am Ende behandelt. Nein, das hier ist ein pures Sachbuch über Berge: Geologie, Geographie, Biologie, etc., einfach alles, was mit Bergen zu tun hat. Berge über Wasser, Berge unter Wasser, Berge auf anderen Himmelskörpern. Tektonik, Vulkanismus, Wetter. Aber das macht der Autor sehr gut. Pasotti schafft es mit einem angenehmen, teilweise heiteren Stil all diese Bereiche zu verbinden und abzuhandeln. Wer also ein seriöses Interesse an Bergen allgemein hat, an ihrer Beschaffenheit und Geschichte, der wird mit diesem Buch hier viel Freude haben. Wer das Buch aber zur Hand nimmt, um bei seinen Bergsteigerfreunden mit Fun Facts zu punkten, der wird wohl enttäuscht werden.
Zwei kleine Kritikpunkte müssen noch angebracht werden. Auf Seite 38 werden in der Bildunterschrift „rote Punkte“ erwähnt, obwohl das Buch Schwarz-Weiß ist. Heißt das etwa, das Original auf Italienisch ist in Vollfarbe? Warum dann nicht das Gleiche auch auf Deutsch? Und Zweitens: Auf Seite 80 wird der Begriff „die Drei Zinnen von Lavaredo“ verwendet. Auch wenn das schon richtig ist (auf Italienisch), kann es in einem deutschsprachigen Buch durchaus unangenehme Diskussionen zur Folge haben. Das sei nur so am Rande angemerkt.
Fazit: Für Bergfans zu empfehlen.

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Wie viel wiegt ein Berg? – Wissenschaft über der Baumgrenze
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Serie: Arrow – Staffel 5

Man könnte jede Serie endlos in die Länge ziehen, sollte man aber nicht.
Eigentlich hätte die Serie mit Staffel 3 enden sollen und auch Staffel 4 bietet einen guten Serienabschluss. Das ist natürlich sehr gut, denn so muss man sich diese katastrophale fünfte Staffel nicht mehr gönnen. Also noch einmal: Wer nach Staffel 3 nicht genug hat, kann getrost Staffel 4 auch noch schauen, da es einen ordentlichen Abschluss gibt. Staffel 5 tut das nicht! Noch dazu ist sie auch viel schlechter als die anderen. Wer also bereits mit Staffel 4 unzufrieden war, sollte hier erst gar nicht reinschauen, denn man hat hier einen miesen Plot und ein offenes Ende. Ich meinerseits habe mit dieser Serie endgültig abgeschlossen. Ich finde die Schauspieler schlecht, die Charaktere uninteressant und die Kämpfe / Actionsequenzen extrem repetitiv. Über den Plot sollten wir erst gar nicht sprechen, denn es kommt schon wieder ein Bösewicht, der schon wieder die Stadt unter seine Kontrolle bringen möchte. Hatten wir das nicht schon ganze 4 Mal?
Fazit: Genießt den Abschluss bei Staffel 3 oder eventuell bei Staffel 4, aber ignoriert alles, was danach kommt.

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Film: Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten (2017)

Großartig! Genau das, was ich von einem Sci-Fi-Abenteuer erwarte.
Science-Fiction / Action mit Cara Delevingne und Dane DeHaan von Luc Besson. 137 Min.
Inhalt: Die Agenten Valerian und Laureline müssen einen mysteriösen und gefährlichen Ort im Zentrum der Raumstation Alpha, der Stadt der Tausend Planeten, erkunden.
Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. Vielleicht beim Titel? Ich finde nämlich, dass Laureline der Hauptcharakter ist, also sollte ihr Name dort stehen. Aber das ist nur eine kleine Nebensächlichkeit.
Die Magie des Films beginnt bereits beim Trailer, der wunderbar die Atmosphäre des Films einfängt, aber vom Plot nichts verrät. Außerdem verpulvert er nicht die besten Szenen, denn der Film selbst bietet dann noch so viel mehr. Das einzige Bendenken hatte ich bezüglich der Schauspieler, aber die haben haben mich beide voll überrascht und überzeugt. Speziell Delevingne spielt wunderbar die draufgängerische, sarkastische, aber auch weiche Agentin.
Das ganze Universum sprüht vor Kreativität und die Animationen sind so gut gemacht, dass der Regisseur seine Fantasie beinahe grenzenlos hat ausleben können. Wir haben hier einfach eine tolle Geschichte mit Emotionen, Humor und toller Action. Ein wunderbares Paket, das von einem spannenden Plot getragen wird. Das war nämlich genau das, was viele nach dem Trailer befürchtet hatten, dass es keinen Plot gibt. Ich habe auch bereits einige Kritiken gelesen, die diesen bemängeln, aber da muss ich voll widersprechen. Der Plot ist sehr gut und spannend bis zum Schluss.
Der Film rangiert für mich irgendwo zwischen Star Trek und Guardians of the Galaxy. Er besitzt ein ausgereiftes Universum und hat auch einige seriöse, philosophische Momente, bietet aber auch atemberaubende Action mit viel Humor.
Fazit: Absolut zu empfehlen.

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Film: Die Mumie (2017)

Ein gutes Beispiel dafür, wie falsches Marketing einen Film ruinieren kann.
Fantasy / Horror / Thriller mit Tom Cruise von Alex Kurtzman. 111 Min.
Inhalt: Eine Mumie wird zufällig erweckt und anschließend wird ganz England verwüstet.
Vorweg sei erwähnt, dass wenn jemand einen tollen Mumienfilm schauen möchte, dann sollte er auf jeden Fall auf jenen aus 1999 mit Brendan Fraser zurückgreifen, der einfach in allen Belangen viel besser ist.
Kommen wir aber nun zu diesem Film. Ich habe zufällig irgendwo etwas von diesem ‚Dark Universe‘ gehört und wusste daher in ungefähr, was mich erwarten würde, war aber dennoch nicht vollständig vorbereitet. Man möge sich nur die Zuschauer vorstellen, die überhaupt keine Ahnung von diesem DU haben. Denn was passiert nun in diesem Film? Einerseits möchte man ein Mumien-Abenteuer erzählen, andererseits das DU und eine gewisse Organisation etablieren. Beides missglückt und so fällt der Film ziemlich flach, denn am Ende des Films habe ich überhaupt kein Interesse, einen weiteren Film des DU oder mehr Abenteuer dieser Organisation zu sehen. Das ist einfach so uninteressant und teilweise dämlich präsentiert worden.
Beschränken wir uns also auf das Mumien-Abenteuer. Wenn man den gesamten Film darauf fokussiert hätte, hätte sogar vielleicht etwas Cooles daraus werden können. Ich finde die Idee schon toll, ihn nach England zu verlegen und auch die Effekte sind sehr gut gemacht. Das große Problem liegt an den Schauspielern und der schlechten Recherche für den Plot. Tom Cruise enttäuscht auf der ganzen Linie und Annabelle Wallis, die hübsche Blondine, die stereotypisch engelsgleich das Gute repräsentiert, war eine komplette Fehlbesetzung. Geärgert haben mich aber vor allem Details aus der Archäologiefachwelt, die einfach falsch dargestellt werden. Das hat Die Mumie aus 1999 einfach super gemacht. Man konnte sich da konkret vorstellen, wie diese Leute damals wirklich diese Dinge unternommen haben und dann halt zufällig eine Mumie finden. Nicht aber hier. Und die Mitglieder dieser ominösen Agentur als Archäologen zu bezeichnen, ist schon ziemlich daneben.
Wer sich jedoch nicht für Details interessiert und einfach coole Action sehen möchte, der wird hier vielleicht eine nette Unterhaltung finden, wenn er auch imstande ist schlechte Schauspieler zu ignorieren.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Film: La La Land (2016)

Was war das? Heute reicht es also einfach ein Musical zu drehen, um Filmpreise zu gewinnen.
Drama / Liebesfilm mit Emma Stone von Justin Hurwitz. 128 Min.
Inhalt: Eine Schauspielerin und ein Jazz-Pianist wollen in Los Angeles berühmt werden. Zunächst treiben sie sich gegenseitig mit ihren Träumen voran, doch als sich der Erfolg einstellt, strapaziert dieser die Beziehung.
Auch wenn dies jetzt in manchen Ohren wie Blasphemie klingen mag, aber mir gefällt dieser Film überhaupt nicht. Ich bin grundsätzlich ein großer Fan von Musicals, von Gesangs- und Tanzeinlagen in Filmen und Serien, aber was hier in La La Land abgeliefert wurde, ist einfach nur langweilig. Zu keinem Zeitpunkt konnte mich der Rhythmus mitreißen, keine Tanzeinlage konnte meine Aufmerksamkeit fesseln. Ryan Gosling und Emma Stone, zwei Schauspieler, die mir normalerweise sehr gut gefallen, konnte mich hier zu keinem Zeitpunkt überzeugen. Der Plot selbst ist schön und traurig, durchaus interessant, aber leider nicht wirklich wichtig in diesem Film. Andere Elemente stehen im Mittelpunkt, die jedoch allesamt versagt haben.
Fazit: Ich kann diesem Film überhaupt nichts Positives abgewinnen und kann ihn daher auch nicht empfehlen.

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Spiel: Code of Nine (Z-Man Games)

Ein deduktives Worker-Placement-Spiel.
Von BakaFire (ca. 40 Min.; 3-4 Spieler)
Eigentlich wäre die Idee des Spiels echt toll und die Ausführung auch ziemlich innovativ. Jeder Spieler erhält nämlich zwei Karten, die er geheim hält. Auf diesen Karten steht oben, was bei Spielende für alle (!) Spieler Plus- und Minus-Punkte bringt. Mit den verschiedenen Aktionen auf dem Spielbrett können wir Gegenstände sammeln oder stehlen, die Karten der Mitspieler anschauen oder uns verteidigen. Je mehr Karten man nämlich kennt, desto effektiver kann man Gegenstände sammeln, weil man dann ja weiß, was Plus und was Minus bei Spielende ist.
Das Ganze ist leider nur bedingt spannend und funktioniert nur richtig gut bei vier Spielern. Warum? Bei drei Spielern gibt es zu viele Optionen. Wenn dann ein Spieler auch noch nicht genug Informationen hat und „falsch“ spielt, kann der in Führung liegende Spieler nicht mehr eingeholt werden, da er einfach ständig verteidigen oder zurück stehlen kann. Bei vier Spielern ist das alles nicht so schlimm, denn das Brett wird enger und sollte ein Spieler zurückfallen, gibt es immer noch drei, die sich aktiv bekämpfen. Die letzte Runde artet meistens in Chaos aus, wenn alle Spieler genug Informationen haben und noch jeder schnell Plus sammeln und Minus loswerden möchte. Diese Schlussphase ist der wichtigste Moment im Spiel und entscheidet, ob es einem gefällt oder nicht. Denn wie gesagt, wenn nur zwei sich bekämpfen, hat der Zurückliegende keine Chance, wenn sich aber alle bekämpfen, ist das Spiel bis zum Schluss offen.
P.S.: Ich finde die Grundidee des Spiels wirklich toll und würde es daher auch jedem einmal empfehlen. Aber bitte nur zu viert und mit erfahrenen Spielern.

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