Gedankensprung: Star Trek in der Krise (?)

Als Star Trek – Fan haben mich die letzten Berichte aus Hollywood sehr nervös gemacht und ich möchte euch kurz mitteilen, warum das so ist.
A) Film: Paramount, das Studio, das die neuesten Star Trek – Filme produziert hat, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Da leider der letzte Film Star Trek Beyond nicht so viel eingenommen hat, wie erhofft, steht ein vierter Teil, obwohl die meisten Schauspieler bereits unterschrieben haben, in der Schwebe. Ich hoffe sehr, dass die da bald eine Lösung finden, denn ich könnte noch 20 Filme davon sehen.
B) Serie: Größere Kopfschmerzen bereitet mir die Serie. Der Starttermin ist schon mehrmals verschoben worden und obwohl bereits öfters vom Drehbeginn gesprochen worden ist, hört man dann plötzlich, wie jemand das Team wieder verlässt und wie Schauspieler andere Rollen übernehmen. Es ist halt alles ein bisschen chaotisch, was aber, so glaube ich, im Vorfeld einer jeden Serie so ist. Nein, mein Problem ist, dass all jene Personen die Produktion verlassen haben, die je etwas mit Star Trek zu tun gehabt haben. Das heißt, dass die neue Serie Star Trek Discovery – Serie ohne jegliche Star Trek – Erfahrung auskommen muss. Das kann sowohl positiv als auch negativ sein.
Die Star Trek – Leute sind alle zur Serie The Orville gewechselt, einer Star Trek – Parodie von Seth MacFarlane. Dann wurden für beide Serien die Trailer veröffentlicht und ich habe meinen Augen nicht geglaubt. Orville schaut doch tatsächlich mehr wie Star Trek aus, als Discovery, wenn mich nur nicht der komische Humor so abgeschreckt hätte. Discovery auf der anderen Seite wirkt so, als hätte man einfach verschiedene Vorgaben der Reihe nach abgehackt: Visuell wie die neuen Filme, damit deren Fans kommen; Vom Plot her im originalen Universum, damit die klassischen Fans zurückkommen; Dazu einige Szenen, die an Star Wars erinnern, damit auch die Fans von dort kommen; Schauspieler aus dem gesamten Gender-, Ethnizitäten- und Sexuellen Orientierung-Spektrum. Man hat da einen Trailer produziert, damit jeder das sieht, was er gerne sehen möchte. Die Serie selbst behandelt den Klingonischen Krieg vor der Zeit von Captain Kirk, wird also sehr actionlastig werden, was wiederum die Befürchtung weckt, dass Philosophie, Humor und Ethik zu kurz kommen, was ja Star Trek ausmacht. Andererseits hat Deep Space Nine, meine Lieblingsserie, da eine perfekte Balance zwischen diesen Elementen gefunden.
Aber eigentlich ist dieses ganze Kopfzerbrechen sinnlos, denn ich werde die Serie sowieso schauen, egal welche Informationen ich noch erhalten werde. Einzig der Grad meiner Skepsis / Vorfreude wird beeinflusst werden.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Film: Begabt – Die Gleichung eines Lebens (Originaltitel: Gifted) (2017)

Ein Film der Kategorie „Hätte sein können, ist aber nicht.“ Durchaus schön, aber nichts besonderes.
Drama mit Chris Evans von Marc Webb. 101 Min.
Inhalt: Ein Onkel und eine Grußmutter streiten um das Sorgerecht eines hochbegabten Mädchens (Nichte, bzw. Enkelin), weil sie sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie sie erzogen werden sollte.
Der Film beginnt sehr interessant damit, dass der Onkel das hochbegabte Mädchen in eine öffentliche Schule steckt, damit sie normal aufwächst, ohne Druck, ohne Privilegien, weil er gesehen hat, wozu das bei seiner Schwester geführt hat. Ein Film, der das so weitergeführt hätte, der das Leben der Schwester mehr beleuchtet und den Alltag des Mädchens thematisiert hätte, wäre interessant gewesen, hätte mir mehr gefallen. Doch hier leider liegt sehr bald der Hauptfokus auf dem Gerichtssaal, auf dem Sorgerechtsstreit, ein Familiendrama halt, das man in ähnlicher Form schon hundert Mal gesehen hat.
Dieser Film hebt sich von der Masse durch die großartigen Schauspieler hervor (z.B. Octavia Spencer und Mckenna Grace), was dem Film eine besondere Note verleiht und ihn sehenswert macht.
Fazit: Nicht schlecht.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Spiel: Sentinels of the Multiverse (Greater Than Games)

Wann kann man von einem Plagiat sprechen?
Von Christopher Badell, Paul Bender und Adam Rebottaro (ca. 30-60 Min.; 1-5 Spieler)
Jeder Spieler schlüpft hier in die Rolle eines Superhelden, aber weil wohl die Lizenzen gefehlt haben, sind es keine bekannten Superhelden, sondern speziell für dieses Spiel neu Erfundene. Aber bei jedem Helden ist klar ersichtlich, welches Vorbild dafür kopiert wurde (z.B. Flash, Aquaman oder Thor). Nachdem also jeder Spieler sich für einen Helden entschieden hat, bekommt er noch sein spezielles Deck. Anschließend wird dann ein Gegner ausgewählt, von dessen Deck jede Runde zufällig Karten aufgelegt und abgehandelt werden. Kooperativ gilt es dann diesen Gegner zu besiegen, wobei jeder Spieler jede Runde eine Karte spielen darf.
Was wie ein epischer Kampf klingt und auch viele Spieler weltweit begeistert, konnte mich und meine Spielgruppe leider nicht überzeugen. Zunächst gibt es in meinen Augen ein großes Manko: Wenn man das Spiel besser kennt, weiß man genau, wie man auf welchen Gegner reagieren muss und es ist dann eigentlich nur noch vom Kartenzufall abhängig, ob man gewinnt oder verliert. Der Wiederspielwert ist in dem Sinne gegeben, dass es mittlerweile unzählige Erweiterungen gibt, man also immer wieder neue Charaktere und Gegner kennenlernen und studieren muss. Das Basisspiel alleine ist sehr schnell langweilig. Ich bin jedoch kein Freund von diesen Trading Card oder Living Card Games oder Multi-Erweiterungen.
Ich sehe aber auch ein zweites Problem: Wir hatten regelmäßig viele Karten in der Hand, interessant zu spielen waren aber immer nur eine oder zwei, maximal drei. Die Möglichkeit, sich mit vielen Karten eine Strategie zu überlegen, sich mit den anderen zu koordinieren, ist fast nicht-existent und lief meist auf folgende Diskussion hinaus: „Wen tötest du? Wie viel Schaden machst du?“
Ich verstehe durchaus, dass Sentinels of the Multiverse viele Fans hat, könnte man es doch als kooperatives Magic mit Superhelden bezeichnen. Meinen Geschmack hat das Ding aber nicht getroffen.
Fazit: Sollte man probieren, bevor man kauft.

Auf Amazon zu kaufen:
Enhanced Edition Sentinels of the Multiverse
Wenn Ihr das Spiel über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Buch: Neuvel, Sylvain – Giants 2. Zorn der Götter

Fortsetzungen sind meistens nicht so gut. Desto schlimmer wird es, je mehr man sich darauf gefreut hat.
Inhalt: Die Macher des Roboters schicken mehr Roboter auf die Erde, aber niemand weiß, was sie wollen.
Das Problem an diesem Buch ist der Plot. Der Stil, also das Buch als eine Sammlung von Dokumenten zu präsentieren, hat im ersten Teil einfach perfekt zum Plot gepasst. Doch jetzt hat man das Gefühl, dass der Autor in seinem Stil gefangen ist und eine Geschichte da einfach reinzwängt. Während im ersten Teil alles natürlich dahinfloss, wirkt hier sehr viel gekünstelt. Vielleicht aber hatte der Autor auch einfach nicht genug Zeit. Vermutlich hat er mehrere Jahre am ersten Teil gearbeitet und den zweiten Teil dann innerhalb eines Jahres für eine Deadline hingeknallt. Man kann nur spekulieren.
Die Erklärung für das Auftauchen der Robobter und das Folgende dann habe ich persönlich als sehr unzufriedenstellend empfunden. Am meisten geärgert aber hat mich wieder das offene Ende. Wird das eine Trilogie? Oder noch eine längere Serie? Es gibt nirgends Informationen dazu.
Jetzt habe ich eigentlich recht viel Negatives geschrieben, das Buch ist jedoch an sich nicht schlecht. Es ließt sich flüssig, man ist schnell durch, eine hohe Spannung ist gegeben, die Charaktere entwickeln sich teilweise auch sehr interessant. Ich weiß auch, dass viele mit der Erklärung zum Schluss kein Problem haben, das möchte ich schon nochmal erwähnen.
Was mir aber am besten gefallen hat, ist der Realismus. Es wird also nicht klischeehaft gesagt: „Da kommen Roboter. Wir haben einen. Also vernichten wir damit all die anderen.“ Das würde zwar tolle Action garantieren, wäre aber absurd. Nein, der Autor bleibt seiner realistischen Linie treu und man versucht andere Wege zu finden, die feindlichen Roboter zu besiegen. Und darin liegt die Spannung, die einen bis zum Schluss gefesselt hält.
Fazit: Auch wenn es einiges zu bemängeln gibt, finde ich das Buch als Fortsetzung nicht schlecht.

Auf Amazon zu kaufen:
Giants – Zorn der Götter: Roman (Giants-Reihe, Band 2)
Wenn Ihr das Buch über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 1 Kommentar

Serie: Fresh Off the Boat – Staffel 3

Etwas nachgelassen im Vergleich zu Staffel 1 und Staffel 2, aber immer noch toll.
Man merkt, dass die zweite Staffel anscheinend nicht so gut angekommen ist, denn während es da noch von Stargästen wimmelte, sind sie nun Mangelware. Das aber mindert keinesfalls die Qualität der Serie. Sie beginnt witzig, die Folge in Taiwan ist einfach fantastisch, und hält lange Zeit ein hohes Niveau. Am Ende jedoch stürzt sie ab. Die letzten Folgen haben mir nicht gefallen, der Humor funktioniert da nicht richtig und die Moral ist auch seltsam. Aber bis dahin habe ich mich köstlich unterhalten. Das Spiel mit den kulturellen Unterschieden ist leider stark reduziert worden, aber das Rezept funktioniert immer noch: Generelle Probleme mit einem chinesischen Touch. Für einen Chinesen funktioniert Biertrinken halt anders.
Fazit: Wenn auch nicht mehr so gut wie am Anfang, immer noch die beste Comedy-Serie momentan.

Auf Amazon zu kaufen:
Fresh Off the Boat: Season 1
Wenn Ihr die Serie über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Film: Fast & Furious 8 – The Fate of the Furious (2017)

Autos eben. Schnelle Autos. Starke Autos. Coole Autos. Und daneben Kurven (Uh, welch ein Wortspiel).
Action/Thriller mit Vin Diesel und Dwayne Johnson von F. Gary Gray. 138 Min.
Inhalt: Toretto wird gezwungen, einigen Terroristen zu helfen und muss dabei gegen seine Familie kämpfen. Mit anderen Worten: Gas geben! Schneller, schneller, schneller! Hui!!!
Ja, boh, ich weiß gar nicht, warum ich zu dem Film überhaupt etwas schreibe. Wer nach dem siebten Teil immer noch nicht genug hatte, wird auch hiermit seine helle Freude haben. Und das sind anscheinend viele, denn F&F8 hat das beste Startwochenende der Filmgeschichte hingelegt. Die Leute haben halt lieber Autos statt Raumschiffe, denn SW7 ist auf Platz zwei zurückgefallen.
Der Film ist absolut nicht als Einstieg ins Franchise geeignet, naja, für die zumindest, die verstehen wollen, wer wer ist und warum sie machen, was sie machen. Andererseits geht’s bei F&F eigentlich nur um Autos, um Autorennen, um Autostunts, wer also sein Hirn ausschalten und Action sehen möchte, der ist hier gut aufgehoben. Denn das muss man eingestehen: Auch wenn eine Szene noch so absurd ist, sie ist echt gut und spannend gemacht.
F&F8 ist an sich nicht schlecht. Der Film weiß, was er will und welches Publikum er bedient, und das funktioniert perfekt. Wer sich aber schon sieben mal geärgert hat und sich jetzt wieder ärgert, der ist einfach ein Trottel. Ich denke nicht, dass irgendjemand ernsthaft glaubt, der achte Teil wird anders als die vorherigen.
Fazit: Brumm, Brumm, Bruuuuuuummmmmmmm

Auf Amazon zu kaufen:
Fast & Furious 8 – Limited Steelbook-Edition
Wenn Ihr den Film über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kino in Kasachstan

Bereits vor fünf Jahren habe ich die ersten Erfahrungen mit dem Kino in Kasachstan gemacht und ich möchte vorweg nehmen, dass die Kinos genauso sind wie bei uns hier, also modernste Technologie, bequem und sauber. Bitte, Almaty ist eine moderne Großstadt, die man genauso auch in Europa finden könnte. Jedenfalls hat mich damals genervt, wie überall im Kinosaal die ganze Zeit die Handys flimmerten. Das habe ich diesmal aber nur sehr selten bemerkt. Gut, solche Nervensägen gibt es auch zuhauf in Europa.
Nein, der große Unterschied zwischen Europa und Kasachstan ist der Abspann. Bei uns hier ist es eigentlich üblich, solange sitzen zu bleiben, bis der Abspann richtig beginnt. In Kasachstan stürmen die Leute aus dem Kino, sobald für sie der Film zu Ende ist. Nehmen wir zum Beispiel einen Actionfilm. Sobald der Böse besiegt ist, gehen die ersten schon raus. Dass da noch zwei Minuten lang eine Happy-After-Szene folgt, interessiert niemanden.
Bei uns bleiben auch noch viele sitzen, weil sie vielleicht die Abspann-Musik hören wollen, oder weil dort witzige Dinge gezeigt werden, oder weil vielleicht noch eine Szene folgt. In Kasachstan wird der Film einfach abgedreht, sobald die Schrift beginnt, der Abspann wird gar nicht erst gezeigt. Neuerdings haben die Kinos dort begonnen, den Abspann einfach zurechtzuschneiden, damit die einzelnen End-Szenen rasch hintereinander gezeigt werden können.
Selbst bin ich zum Glück kein Abspann-Liebhaber, sonst hätte ich mich wohl ziemlich geärgert. In Europa läuft der Abspann sogar zu Ende, wenn niemand mehr im Saal sitzt, als musikalische Unterhaltung für das Kinopersonal.
So, das nur als kleine Anekdote für Zwischendurch.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Kasachstan 2017

Alle Jahre wieder verbringe ich etwas Zeit in Almaty, der größten Stadt Zentralasiens, modern, westlich, schön und am Nordrand eines Himalaya-Ausläufers gelegen. Bevor ich aber davon berichte, möchte ich noch kurz was zum Flug erzählen. Wir sind mit KLM über Amsterdam geflogen. Die Landung beim Zwischenstopp in Amsterdam war ziemlich holprig und uns ist auch aufgefallen, dass der Pilot sich nicht vorgestellt hatte. Also bleibt nur eine Erklärung: Der König der Niederlande war unser Pilot!
Da zwischen meinen Almaty-Besuchen immer etwa ein Jahr liegt, fallen mir Veränderungen immer mehr auf als den Einheimischen. Was also gab es diesmal? Die Städt wächst wie immer und mehr Gebäude werden gebaut, auch die Qualität des Verkehrs hat sich durch hartes polizeiliches Eingreifen enorm verbessert. Alle bleiben stehen, wenn ich am Zebrastreifen warte!
Am heftigsten ist mir aber eine demografische Veränderung aufgefallen. Während die Kasachen die Stadt in Massen verlassen und in die neue Hauptstadt Astana ziehen – künstlich aus dem Boden gestampft und jetzt politisches Zentrum – kommen viele Russen aus den Dörfern nach Almaty und auch eine große Welle Ukrainer ist aufgrund der dortigen Krise hierher gezogen. Wenn man also etwas herumspaziert oder auf einen Spielplatz geht, hat man das Gefühl, irgendwo in Russland zu sein. Von den Zahlen her machen Kasachen immer noch die Mehrheit in Almaty aus, man würde das aber basierend auf einem Spaziergang nicht glauben.
Da wir schon bei Russland sind: In Kasachstan ist man natürlich voll den russischen Medien und der entsprechenden Propaganda ausgesetzt. Da gab es etwa, in europäischen Medien unerwähnt, einen starken Hurrikan, der in Moskau 11 Menschen tötete, dann weiter über Russland nach Kasachstan zog und dort auch etwa 20 Menschen tötete. Was war eine der Theorien? Eine experimentelle Klimawaffe der USA. Im offiziellen Fernsehen wohlgemerkt. Und ebenfalls dort hat eine Wahrsagerin erklärt, dass Donald Trump vom CIA erschossen werden würde. Die nationalen kasachischen Medien stehen aber in der Propaganda in nichts nach, wobei es dort hauptsächlich darum geht, das eigene Land schönzureden, in den Himmel zu preisen. Da stand etwa in einer Zeitung, dass eine unabhängige Forschung von einer amerikanischen geographischen Gesellschaft zum Schluss gekommen sei, dass das kasachische Volk weltweit vom Standpunkt der sexuellen Anmut das schönste Volk der Welt sei. Puh, wenn unabhängige amerikanische Wissenschaftler das sagen, muss es ja stimmen. Dass ich diese Studie im Internet jedoch nirgends gefunden habe, tut hier nichts weiter zur Sache.
Für Touristen ist Kasachstan allgemein ein tolles Land geworden, da dort jetzt alles enorm billig ist. Als ich vor 5 Jahren das erste Mal dort war, hätte ich keine preislichen Unterschiede feststellen können. Doch als dann gegen Russland Sanktionen erhoben wurden und der Rubel abstürzte, fielen auch sämtliche zentralasiatischen Länder in eine wirtschaftliche Krise – wiederum etwas, das in europäischen Medien nicht erwähnt wird. Das Problem war, dass der kasachische Tenge an Wert verlor, die Geschäfte aber die Preise auf altem Niveau hielten, wodurch alles sauteuer wurde und sich normale Arbeiter kaum noch etwas leisten konnten. Dann geschah etwas einzigartiges in der Geschichte Kasachstans: Der Präsident hat die Proteste nicht wie üblich brutal niedergeschlagen und die Rädelsführer ins Gefängnis geworfen, sondern er hat die Geschäfte angewiesen, die Preise auf das Lohnniveau zu senken. Dadurch sind die Preise für die Menschen dort so wie die Preise hier in Europa für uns. Das bedeutet aber, dass wir Europäer dort sehr billig einkaufen können. Vor fünf Jahren war 1 Euro in etwa 200 Tenge. Jetzt ist 1 Euro 350 Tenge. Beispiel: Vor fünf Jahren habe ich ein T-Shirt für 2.000 Tenge gekauft, das waren 10 Euro. Das T-Shirt kostet heute auch noch 2.000 Tenge, weil es ja auf dem Niveau der Bevölkerung bleiben muss, aber in Euro wären das jetzt in etwa 5 Euro. Der Kasachische Tenge bleibt aber nicht stehen, sondern fällt immer weiter, weshalb die Menschen dort, sobald sie etwas Geld bekommen, es sofort in Euro oder Dollar umwechseln und erst wieder in Tenge zurücktauschen, sobald sie es brauchen. Das klingt vielleicht seltsam, aber damit kann man wirklich einige Euro gewinnen.
Wie dem auch sei, ich liebe diese Stadt, das Land und die Menschen. Das Essen ist super, die Berge wunderschön und die Steppe fantastisch. Leider war diesmal nur schlechtes Wetter, weshalb wir nicht viel unternehmen konnten. Aber wir gingen ins Kino, doch darüber schreibe ich später.

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Urlaub

So, ich sag dann mal Servus, Tschüss und Auf Wiedersehen! Die nächsten zwei Wochen wird es hier keine Beiträge geben, denn ich bin auf Urlaub. Ich freu mich schon aufs Nichtstun, obwohl ich sicher viel tun werde.

Als kleiner Vorgeschmack auf meine Rückkehr: Ich werde den zweiten Band von Giants lesen, Fresh Off the Boat und Life in Pieces haben ihr Staffelfinale erreicht und Fast and Furious 8 wartet schon auf eine Rezension.

P.S.: WordPress spielt grad mit den Werbebannern und verunstaltet dadurch meinen Blog. Ich werde bei meiner Rückkehr schauen, wie man das hinkriegt, dass man nicht von Werbung überwältigt wird. Und ein neues Bannerbild ist geplant.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Buch: Brandhorst, Andreas – Das Arkonadia-Rätsel. Zweites Abenteuer im Omniversum

Sehr spannendes Sci-Fi-Buch mit einigen kleinen Schwachstellen.
Inhalt: Im Auftrag Omnis müssen die beiden Reisenden Jasper und Jasmin auf den fernen Planeten Arkonadia reisen, wo es alle 453 Jahre zum seltsamen Nerox-Phänomen kommt, das den ganzen Planeten ins Chaos stürzt. Um das Rätsel zu lösen, gilt es die Anfänge von Omni zu erforschen.
Brandhorst besucht in diesem Roman wieder das Universum, das er in seinem Buch Omni erschaffen hat, das Omniversum. Wie bereits jenes Buch, ist auch Das Arkonadia-Rätsel in sich geschlossen. Auch wenn es theoretisch nicht nötig wäre, würde ich dennoch empfehlen Omni vorher gelesen zu haben, um einfach die Charaktere und das Universum bereits zu kennen. Beide Bücher sind toll zu lesen und es werden wohl weitere folgen.
Die Grundidee des Buches finde ich echt super, dass also im Laufe von Jahrtausenden mehrere Raumschiffe verschiedener Zivilisationen dort bruchgelandet sind und dann nebeneinander Siedlungen errichtet haben, eigene Reiche, fast schon wie eine Fantasy-Welt. Da das Nerox-Phänomen sämtliche Technologie vernichtet, werden fortschrittliche Entwicklungen immer wieder zurückgeworfen. In der Zeit des Nerox kommt es dann zu gewaltigen Auseinandersetzungen, denn jeder möchte die Gelegneheit nutzen, um mächtiger, reicher zu werden, das Nerox vielleicht gar zu erobern und zu verwenden. Was jetzt aber wie ein actiongeladenes Werk klingt, lebt hauptsächlich von den Lügen und Intrigen, von Nachforschungen und Entdeckungen.
Der Plot ist es sehr spannend und der Schreibstil flüssig. Insgesamt ist das ganze Buch angenehm zu lesen, man wird es wohl regelrecht verschlingen.
Es gibt aber einige Schwachstellen. Zunächst sei genannt, dass es meiner Meinung nach einige kleine Logikfehler gibt, die aber im Gesamtwerk und dann am Ende nicht weiter ins Gewicht fallen. Was mich aber hingegen schon gestört hat, ist der Charakter des Werkzeugmachers, der krank ist. Die Beschreibungen seiner Gebrechen sind immer so unnötig lang und extrem repetitiv. Das hätte ruhig kürzer gehalten werden können, um dann das Ende auszubauen. Doch auch das ist nicht so schlimm, um dem Buch jetzt eine schlechtere Bewertung zu geben.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Das Arkonadia-Rätsel: Ein Roman aus dem Omniversum
Wenn Ihr das Buch über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | 2 Kommentare