Film: Doctor Strange in the Multiverse of Madness (2022)

Großartiges Potenzial mit einigen gravierenden Fehlentscheidungen verschwendet.
Superhelden-Fantasy mit Benedict Cumberbatch von Sam Raimi. 127 Min.
Inhalt: Dr. Stephen Strange muss das Multiversum davor bewahren, in sich selbst einzustürzen. Begleitet von America Chavez begibt er sich auf eine Reise durch die Dimensionen.
Dieser Film ist ein Paradebeispiel dafür, dass ein Film nicht funktioniert, wenn der Bösewicht nicht funktioniert. Wer auch immer gedacht hat, dass es eine gute Idee sei, Wanda als Antagonisten zu verwenden, sollte entlassen werden. Dazu kommt auch noch ihre kaum nachvollziehbare Motivation, das alles zu machen. Es wäre besser gewesen, irgendeinen neuen Charakter als Gegner einzuführen und diesem eine ordentliche Motivation zu verpassen. Und das sage ich, obwohl ich die Serie WandaVision gar nicht geschaut habe. Fans der Serie kritisieren den Film nämlich viel stärker.
Doch das ist nicht die einzige fragwürdige Entscheidung der Filmemacher. Das alternative Avengers-Team in der anderen Dimension wäre so cool gewesen und dann wird es nur so kurz gezeigt. Es gibt inhaltlich und stilistisch noch eine ganze Reihe von Punkten, die mir so nicht gefallen haben, was eben dazu führt, dass mir der Film ingesamt nicht gefallen hat. Schade, da hätte man wirklich viel rausholen können.
Vor allem verstehe ich aber auch nicht, was dieser Film im Marvel-Kontext bringen soll. Doctor Strange sollte ja die Führungsrolle der Avengers übernehmen, aber nichts davon wird hier thematisiert. Die Fans warten darauf, endlich den Beginn der neuen Saga zu sehen, doch geliefert wird hier ein Stand-alone. Der Film ist für sich alleine schlecht und gibt rein gar nichts dem MCU.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Film: Phantastische Tierwesen 3 – Dumbledores Geheimnisse (2022)

Toller Film, aber leider schrumpft die Fangemeinde.
Fantasy-Abenteuer mit Eddie Redmayne von David Yates. 142 Min.
Inhalt: Der Magizoologe Newt Scamander wird von Albus Dumbelore mit dem Auftrag betraut, den dunklen Magier Grindelwald aufzuhalten. Albus selbst ist dieser Aufgabe nicht mächtig, da ihm ein direkter Kampf aufgrund eines Blutschwurs nicht möglich ist. Während Grindelwalds Macht und Einfluss wachsen, schart Newt eine unerschrockene Truppe um sich. Gemeinsam wollen sie den bösen Zauberer aufhalten und einen Krieg mit der Muggelwelt verhindern.
Die Filmreihe Phantastische Tierwesen war von Anfang darauf ausgelegt, Harry Potter Fans zu bedienen. Bereits im ersten Film geht es sofort zu Sache. Ein neues Publikum wurde nicht anvisiert, hingegen eher abgeschreckt. Ich gehe davon aus, dass der Prozentsatz, der Harry Potter nicht kennt und dennoch diese Filmreihe schaut, verschwindend gering ist. Und den zweiten Teil kann man nur schauen, wenn man den ersten kennt. Ebenso wird jetzt im dritten die Geschichte weitererzählt. Im Grunde muss man nur eins sagen: Wer die ersten beiden Teile mochte, wird auch hier wieder begeistert sein.
Dennoch floppte dieser Film an den Kinokassen. Und zwar derart brutal, dass das Studio ernsthaft darüber nachdenkt, keinen weiteren solchen Film zu drehen, obwohl die Geschichte auf fünf Teile ausgelegt wäre. Das wäre für mich als Fan schon schade, aber der dritte Teil ist durchaus ordentlich und zufriedenstellend abgeschlossen, es wäre also nicht schlimm, wenn kein weiterer Film folgt. Außerdem wissen die Fans, welche die Harry Potter Bücher gelesen haben, eh, was mit Grindelwald passieren wird.
Warum kam es aber nun zu diesem Flop? Vorweg sei gesagt, dass der Film international nicht so schlecht abschnitt wie in den USA und in manchen Ländern sogar dasselbe Niveau hielt wie sein Vorgänger. Ich denke, es ist einfach eine unglückliche Kombination. Harry Potter Fans sind mittlwerweile hauptsächlich in der Altersgruppe vertreten, die wegen Corona am zögerlichsten in die Kinos zurückkehrt. Außerdem kam der Film in den USA bereits 46 Tage nach Kinostart auf die Streamingplattform HBO Max. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass viele darauf gewartet haben. Wie sehr sich der Film da dann finanziell rentiert hat, werden wir wohl nie erfahren. Dazu kommen noch zwei weitere Punkte, die vielleicht ebenfalls eine Rolle gespielt haben, nämlich einerseits ein Boykott gegen J. K. Rowling und andererseits wütende Johnny Depp Fans, da dieser ja aus der Filmreihe gestrichen wurde. Zuletzt muss man aber auch akzeptieren, dass Phantastische Tierwesen nie ein neues Publikum eroberte, sondern mit den Harry Potter Fans rechnete und die Frage bleibt halt, wie viele davon mittlerweile dem Franchise den Rücken zugekehrt haben, weil man eben älter wird und sich das Leben ändert.
Dennoch sehe ich das alles nicht so düster. Der Film hat an den Kinos weltweit doppelt so viel eingespielt, wie er gekostet hat, was bedeutet, dass er schon mal kein Minus gemacht hat, aber auch keinen grandiosen Gewinn. Wie viel dem Studio das Streaming bringt, wissen wir nicht. Außerdem darf man nicht vergessen, dass solche Filme auch immer das bestehende Harry Potter-Geschäft samt Freizeitparks, Computerspielen und endlosem Merchandising anfeuern. Da ist steter Nachschub wichtig, um relevant zu bleiben. Ob dieser Naschub der vierte Teil von Phantastische Tierwesen sein wird, die Verfilmung des Theaterstücks mit den Originalschauspielern, eine Serie in diesem Universum oder was ganz anderes, das steht noch in den Sternen. Aber dass es irgendwie weitergeht, das ist fix.
Fazit: Für Harry Potter Fans ein Muss, der Rest braucht hier nicht einzuschalten.

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Film: Wonder Woman 1984 (2020)

Ich verstehe, warum dieser Film so schlechte Kritiken erhalten hat.
Superhelden / Fantasy mit Gal Gadot von Patty Jenkins. 151 Min.
Inhalt: Jahrzehnte nach ihrem Sieg über Ares im Ersten Weltkrieg tut sich Diana Prince, alias Wonder Woman, weiterhin schwer damit, den Verlust von Steve Travor, ihrer großen Liebe, zu verkraften. Seitdem er sein Leben opferte, um sie und die Welt zu retten, setzt sie sich für das Gute ein. Ihre Freunde sind gealtert, doch Diana ist immer noch dieselbe. So entgeht ihr auch nicht, dass sich eine große Bedrohung anbahnt. Bald sieht sie sich nicht nur einer neuen Feindin gegenüber.
Zunächst fand ich den Film eh nicht so schlecht. Die Idee mit dem Stein, der Wünsche erfüllt, aber dafür einen Preis verlangt, ist durchaus interessant. Auch die Szenen mit der Person aus der Vergangenheit, die den technischen Fortschritt bewundert, ist recht witzig gemacht. Aber das war es dann auch schon. Der Film ist übersät mit Logikfehlern, die Action nicht mehr so spektakulär wie im ersten Teil und im letzten Drittel stürzt der Film qualitativ sehr stark ab.
Über lange Strecken habe ich mir gedacht, dass der Film eh nicht so schlecht ist, aber als dann die Endphase beginnt, wird es nur noch langweilig, künstlich in die Länge gezogen und einfach nur lächerlich. So hat der Film halt diese Masse an schlechten Kritiken erhalten und wird auch mir negativ in Erinnerung bleiben.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Film: James Bond 007 – Keine Zeit zu sterben (2021)

Endlich ist die Craig-Ära zu Ende.
Actionfilm mit Daniel Craig von Cary Joji Fukunaga. 163 Min.
Inhalt: James Bond ist nicht mehr als Geheimagent im Dienst und genießt seinen Ruhestand auf Jamaika. Doch seine Atempause ist nur von kurzer Dauer, denn der CIA-Agent Felix Leiter spürt Bond auf, um ihn um Hilfe zu bitten. Die Mission, einen entführten Wissenschaftler zu retten, wird tückischer als erwartet, führt 007 zu einer verflossenen Liebe und auf die Spur eines Schurken, der über eine neue Waffentechnologie verfügt.
Ich finde Daniel Craig als James Bond jetzt nicht so schlecht, aber die Filme mit ihm haben mir allesamt eigentlich nicht gefallen und dieser hier bildet keine Ausnahme. Mein größtes Problem ist, dass die Filme der Craig-Ära alle zusammenhängen und ich hatte leider schon alles diesbezüglich vergessen. Ich kam also ohne Vorwissen in den Film und an vielen Stellen war ich einfach nur verwirrt. Bei den alten Filmen wusste man immer, dass jeder für sich alleine steht, ein eigenes Abenteuer erzählt und dann abgeschlossen ist. Das war ja auch das Reizvolle, eben einfach irgendeinen James Bond einschalten und schauen, ohne sich Gedanken zum Kontext machen zu müssen.
Aber auch sonst ist dieser Film einfach nur schlecht. Denn der Gegner ist der lahmste, den es je bei James Bond gegeben hat und der Plot überhaupt nicht nachvollziehbar. Die Action ist durchaus gut gemacht und sehenswert, aber nicht besonders genug, um den Film deshalb besser zu bewerten.
Fazit: Nur was für Craig-Fans.

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Film: Der Vogel (2021)

Sentimentaler Film über die Aufarbeitung eines Schicksalsschlages.
Drama / Komödie mit Melissa McCarthy von Theodore Melfi. 103 Min.
Inhalt: Das Baby von Lilly und ihrem Ehemann Jack Maynard stirbt plötzlich. Daraufhin kommt Jack in eine psychiatrische Klinik. Lilly trauert allein zu Hause. Sie arbeitet in einem Lebensmittelladen, um das Haus behalten zu können. In der Zwischenzeit nistet sich ein streitlustiger Vogel in ihrem Garten ein. Lilly wird von dem Vogel belästigt. Während sie versucht, den Vogel loszuwerden, entdeckt sie ihre Lust fürs Leben und die Liebe wieder.
Zunächst sei gesagt, dass die schauspielerische Leistung hier großartig ist und die Emotionen wunderbar vermittelt werden. Der Film erzählt auf vielschichtige Weise die Geschichte eines trauernden Ehepaares und bietet dabei realistischerweise keine einfachen Lösungen. Doch dieser gute, sehenswerte Kern wird an allzuvielen Stellen von zu überdreht kitschigen Momenten verdeckt. Das Leitmotiv des Films, der Vogel, ist furchtbar schlecht animiert und die damit transportierte Symbolik wird dem Publikum mit dem Holzhammer klargemacht. Weniger Kitsch, weniger Vogel und subtilere Symbolik hätten dem Film gut getan.
Ebenfalls eine Rolle in diesem Film hat Kevin Kline, nämlich als ehemaliger Psychologe, der nun als Tierarzt tätig ist. Seine Dialoge mit McCarthy sind kleine Höhepunkte des Films, kommen aber viel zu kurz. Ich hätte gerne mehr von diesem sarkastischen Zyniker mit weichem Kern gesehen.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Film: The Batman (2022)

Toller düsterer Superheldenfilm.
Action / Abenteuer mit Robert Pattinson von Matt Reeves. 176 Min.
Inhalt: In seinem zweiten Jahr im Kampf gegen das Verbrechen erforscht der Milliardär und maskierte Rächer Batman die Korruption in Gotham und insbesondere, wie sie mit seiner eigenen Familie in Verbindung stehen könnte. Gleichzeitig untersucht er eine Reihe von Morden eines Serienkillers, der grausame Rätsel auf seinem Weg hinterlässt. Es beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, in das Batman und Commissioner Gordon verwickelt werden.
Dieser Film fängt die Atmosphäre ein, die von Christopher Nolan in seiner Dark-Knight-Trilogie initiiert und dann von Todd Phillips in Joker fortgeführt wurde, also düster, dreckig und humorlos, und setzt diese Adjektive sogar noch stärker um. Gleichzeitig kehrt dieser Film aber auch zu den Ursprüngen zurück und macht Batman wieder zu dem, was er eigentlich immer schon war, nämlich einen Detektiv. In dem Sinne ist dieser Film eher ein Noir Krimi als ein Superheldenfilm. Der Riddler als Gegenspieler eignet sich in diesem Rahmen perfekt, um eine Detektiv-Geschichte zu erzählen. Ich hoffe sehr, dass die nächsten beiden Filme dieser neuen Trilogie dieses Genre fortführen.
Dieser Film funktioniert aber nur deshalb so gut, weil die Schauspieler allesamt einfach großartig sind und ein fantastischer Soundtrack alles untermalt.
Es gab aber auch viele negative Stimmen zu diesem Film. Ich denke, das liegt großteils an einer falschen Erwartungshaltung. Viele erhofften sich einen Batman im Stil von Marvel oder zumindest einen Superhelden aus der Justice League. Doch stattdessen kam ein geerdeter Batman mit normaler, dreckiger Action.
Der Vergleich mit Nolans Dark-Knight-Trilogie zwingt sich regelrecht auf. The Dark Knight ist einer meiner Lieblingsfilme, was The Batman wohl nicht wird. Aber verglichen mit Batman Begins und The Dark Knight Rises ist The Batman in meinen Augen ebenbürtig. Ich finde, dass sich diese Filme nicht gegenseitig ausschließen, denn sie erzählen doch gänzlich andere Geschichten. In meiner Idealvorstellung würden die nächsten beiden Filme dieser neuen Trilogie ebenfalls Gegenspieler präsentieren, die in der Dark-Knight-Trilogie nicht vorgekommen sind.
Besonders lobend möchte ich Zoë Kravitz als Catwoman hervorheben, denn ihre Chemie mit Pattinson / Batman war einfach großartig. Dazu kommt noch der Umstand, dass Gotham City noch nie so düster und hoffnungslos präsentiert wurde. Und wegen dieser beiden Punkte hätte ich am Ende des Films wirklich verstanden, wenn Batman den Mantel an den Nagel hängt und sich aus dem Staub macht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Spiel: Messina 1347 (Delicious Games)

Ein Spiel der Kategorie „zu viel“.
Von Raúl Fernández Aparicio und Vladimír Suchý (ca. 45-120 Min.; 1-4 Spieler)
Ich habe vom selben Autor bereits Underwater Cities und Pulsar 2849 gespielt, die mir beide super gefallen haben. Entsprechend motiviert habe ich mich dann an dieses Spiel gesetzt und wurde erschlagen.
In diesem komplexen Strategiespiel geht es um die Pest, welche im Jahre 1347 Messina verwüstete. Wir schlüpfen in die Rolle von Großgrundbesitzern, welche die Bevölkerung der Stadt zuerst retten und danach mit diesen die Stadt wieder aufbauen möchten. Dabei ist das hier eine Mischung aus Worker-Placement, Tableau-Building und Engine-Building.
Die Auswahl an Optionen und Entscheidungen, die das Spiel bietet, ist beträchtlich, aber für mich fühlte es sich etwas überwältigend und wie harte Arbeit an. Es gibt zu viel Verwaltungsaufwand in Bezug auf die Aktionen. Das Thema war auch nicht so stark, wie ich es mir gewünscht hätte, und es gibt keine wirkliche Möglichkeit, aufzuholen, wenn jemand mit einem frühen Vorteil Glück hat. Tatsächlich ist der Startspielervorteil sehr stark und wenn der erste Startspieler es richtig plant, wird er jede Runde Startspieler sein und für den Rest gibt es dann kaum noch eine Chance. Dazu kommen noch eine große Downtime und ein unübersichtlicher Punktesalat.
Irgendwie fühlt sich das ganze Paket etwas fitzelig an und es macht nicht genug Spaß für die Menge an Arbeit, die erforderlich ist, um es zu spielen.
Fazit: Kann probiert werden, aber eher zu was anderem greifen.

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Buch: Gould, Steven – Jumper

Ganz anders als erwartet.
Inhalt: David, ein Teenager, entkommt mithilfe seiner Teleportationsfähigkeit einem missbräuchlichen Haushalt. Während er versucht, sich in der Welt zurechtzufinden, sucht er nach seiner Mutter (die sie verlassen hat, als er ein Kind war), entwickelt eine Beziehung zu einer Frau, vor der er seine Fähigkeiten geheim hält, und gerät schließlich in Konflikt mit mehreren Antagonisten.
Ich habe mich jahrelang diesem Buch verweigert, weil ich damals den gleichnamigen Film geschaut habe. Ein Freund, der den Film nicht gesehen hat, hat mir das Buch aber immer wieder empfohlen und jetzt habe ich es endlich gelesen. Zum Glück! Das Buch ist nämlich komplett anders als der Film. Ich habe hier jetzt eine ganz andere Geschichte gelesen. Film und Buch sind soweit voneinander entfernt, dass sie eigentlich unterschiedliche Titel tragen sollten. Die einzige Gemeinsamkeit ist die Tatsache, dass der Hauptcharakter David heißt und teleportieren („jumpen“) kann.
Wem der Film nicht gefallen und deshalb auch das Buch ignoriert hat, dem empfehle ich, seine Haltung zu überdenken. Das Buch ist nämlich wirklich gut, angenehm flüssig geschrieben und durchaus spannend. Es geht hier um einen Jungen, David, der über den Verlust seiner Mutter hinwegkommen und gleichzeitg die Traumata wegen des gewalttätigen Vaters überwinden muss. Also Drama und Psychologie, aber auch Superkräfte-Action und Romantik.
Es ist ein kurzweiliges, in sich geschlossenes Buch, das ich schnell durchgelesen hatte.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: Der Tatortreiniger – Staffel 1-7 (abgeschlossen)

Faszinierendes Konzept toll umgesetzt.
Der Tatortreiniger Heiko „Schotty“ Schotte beseitigt Spuren des Ablebens von Menschen an Tatorten, wobei die Kriminalfälle selbst keine Rolle spielen. Der Schwerpunkt liegt auf kammerspielartigen Szenen mit viel Situationskomik: Schotty trifft auf ihm völlig fremde Hinterbliebene und Bekannte der Mordopfer (sowie in einigen Folgen auch die Täter oder gar die Geister der Opfer selbst), und dies in jeweils mehr oder weniger bizarren Situationen, so z. B. im Labor eines Hightech-Startups, ein einem verlassenen Waldhaus oder in einem Eissalon. Schotty ist kein gebildeter, aber ein durchaus intelligenter Mann und meistert die jeweilige intellektuelle Herausforderung durch Aufgeschlossenheit und Neugier.
Jede Episode verläuft im Grunde nach dem selben Prinzip: Schotty kommt an einen Tatort, beginnt mit der Reinigug, trifft auf eine Person und führt mit dieser dann nebenher ein philosophisches Gespräch, eine moralische Diskussion oder irgendeine andere intelektuelle Auseinandersetzung. Etwa in der ersten Folge spricht er mit einer Prostituierten über deren Alltag, ein andermal mit einem Roboter über Gefühle, mit einem Millionär über Freundschaft und viele andere Themen. Dabei ist das aber kein intelektueller Parkour für hartgesottene Philosophen, sondern locker und lustig aufbereitet, sodass es als gemütliche Abendunterhaltung für jedermann geeignet ist.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: The Unbearable Weight of Massive Talent (2022)

Nicolas Cage ist einfach der beste.
Action / Komödie mit Nicolas Cage von Tom Gormican. 106 Min.
Inhalt: Nick Cage hat in zu vielen miesen Filmen mitgewirkt und daher große Geldsorgen. Die lukrative Offerte, auf einer Party des Milliardärs Gutierrez aufzutreten, kommt ihm daher mehr als gelegen. Wenig später wird er zudem vom CIA rekrutiert, um die Drogengeschäfte von Gutierrez auszuspionieren. Als Cages Ehefrau und Tochter auf der Party auftauchen, muss er die Rolle seines Lebens, gespickt mit vielen Zitaten aus früheren Filmen, spielen, um sich und seine Liebsten vor dem Drogenbaron zu retten.
In diesem Film spielt Nicolas Cage eine Version von sich selbst und in diesem Sinne kann man den Film sehr gut mit JCVD vergleichen. Das Konzept beider Filme ist es nämlich, einen ehemals erfolgreichen Actionstar zu nehmen, der nun das Ende seiner Karriere erreicht hat und sich im realen Leben zurechtfinden sollte. Während JCVD aber eher eine Tragikomödie ist, handelt es sich hier um eine Actionkomödie mit einem typischen Hollywood-Showdown am Ende.
Der Film macht durchaus Spaß und lebt natürlich von Nicolas Cage, der wie immer großartig spielt. Die Anspielungen auf all seine Filme, die Selbstironie und der allgemeine Humor machen diesen Film absolut sehenswert.
Fazit: Jeder, der Cage auch nur ein bisschen mag, muss den Film schauen.

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