Film: Bad Spies (2018)

Solide Action-Komödie mit Zwischenstopp in Wien.
Action / Komödie mit Mila Kunis von Susanna Fogel. 118 Min.
Inhalt: Die neurotische Audrey (Mila Kunis) fällt eines Tages aus allen Wolken, als sie herausfindet, dass ihr vermeintlich so langweiliger Ex-Freund Drew (Justin Theroux) die ganze Zeit ein internationaler Spitzenspion war. Als ihr ein USB-Stick mit gefährlichen Daten in die Hände fällt und sie zusammen mit ihrer besten Freundin, der chaotischen Morgan (Kate McKinnon), einen Mordanschlag auf ihren Verflossenen beobachtet, macht sie sich aus dem Staub und flüchtet aus Amerika. Es beginnt eine wilde Jagd durch die Hauptstädte Europas, bei der den beiden Freundinnen, nicht nur die CIA, sondern auch osteuropäische Killer sowie ein mysteriöser britischer Geheimagent namens Sebastian (Sam Heughan) auf den Fersen sind.
Zugegeben, wären nicht einige Szenen des Films in Wien gedreht worden, hätte ich ihn wohl nicht angeschaut. Was schade gewesen wäre, denn er hat schon einige lustige Momente. Natürlich, man darf nicht zu viel erwarten. Der Plot ist relativ vorhersehbar und die Action nichts besonderes. Aber wenn sie sich selbstkritisch über amerikanische Touristen lustig machen oder ein Auto stehlen, jedoch mit der Gangschaltung nicht umgehen können, dann sind das ziemlich lustige Momente.
Fazit: Nette Unterhaltung. Kann geschaut werden.

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Gedankensprung: Essen 2018

Schon wieder wurden in Essen über 1.000 neue Brett- und Kartenspiele präsentiert und schon wieder war ich nicht dabei. Wie gewohnt habe ich das Geschehen auf den verschiedenen sozialen Netzwerken verfolgt. Dabei ist mir aufgefallen, dass eigentlich nur ein Spiel omnipräsent war und durch die Reihen gelobt wurde, nämlich City of Rome (Abacusspiele). Ansonsten gab es kein Spiel, das besonders hervorgestochen wäre oder das mit irgendeinem innovativen Mechanismus die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte.
Von all den präsentierten Spielen sind mir einige aufgefallen, die ich sehr gerne einmal ausprobieren möchte, nämlich Coimbra (eggertspiele), Blackout: Hong Kong von Alexander Pfister (eggertspiele), Futuropia von Friedemann Friese (2F-Spiele), Blue Lagoon (Blue Orange), The River (Days of Wonder), Ceylon (Ludonova), Passing Through Petra (Renegade), Carpe Diem (Alea), Teotihuacan (Schwerkraft), Underwater Cities (Delicious Games), City of Gears (Grey Fox Games) sowie zwei Erweiterungen, nämlich Keiretsu für Nippon und Helden & Dämonen für Wettlauf nach El Dorado.
Dazu kommt aber noch meine übrige Wunschliste der letzten Jahre: Gaia Project (Feuerland Spiele), Altiplano (dlp games), Majesty (Hans im Glück), First Class (Hans im Glück), Madeira, Rajas of the Ganges, Yokohama, Blood Rage, Dead of Winter, Abyss, New York 1901, Oben und Unten, Ein Fest für Odin, Imhotep, Karuba, Ice Cool und Scythe.
Aber mein Motto lautet wie immer: Hohe Ziele setzen und mit allem zufrieden sein, was du erreichst.

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Spiel: Reef (Next Move Games)

Tolles, abstraktes Legespiel.
Von Emerson Matsuuchi (ca. 30-45 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem sehr interessanten Spiel versucht jeder Spieler auf seinem Tableau ein kleines 3D-Riff zu konstruieren, wobei ihm vier verschiedene Korallenarten zur Verfügung stehen. Diese muss er in ein 4x4x4 Raster zusammenbauen, um dann durch spezielle Kombinationen Punkte zu sammeln. Dazu hat er jede Runde die Wahl, entweder eine Karte aufzuklauben oder eine Karte auszuspielen. Spielt er eine Karte aus, bekommt der die darauf abgebildeten Korallen, die er beliebig anbauen kann, sowie Punkte für die abgebildete Kombination. Man hat also beim Ausspielen immer das Dilemma, ob ich eine Karte spielen möchte, weil ich die Korallen brauche, oder weil sie mir viele Punkte bringt. Das Spiel birgt interessante Entscheidungen und schaut optisch super aus. Ich denke, es gibt kaum jemanden, der bei Spielende sein Riff nicht fotografieren möchte. Und das ist das nächste, was hier so toll ist. In jedem Spiel schaut das Riff komplett anders aus, es hat also einen hohen Wiederspielwert.
Fazit: Absolut zu empfehlen.

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Reef
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Buch: Ruocchio, Christopher – Das Imperium der Stille (Sonnenfresser, Buch 1)

Zu viele Déjà-vus. Muss das aber wirklich schlecht sein?
Inhalt: In einer weit entfernten Zukunft hat die Menschheit die Galaxie besiedelt und ein gewaltiges Sternenreich errichtet. Seit vielen Hundert Jahren befindet sich das Imperium im Krieg gegen die außerirdische Zivilisation der Cielcin, die mit ihren gewaltigen Eisschiffen bereits Tausende Planeten zerstört haben – einem Krieg, in dem sich Hadrian Marlowe als Held hervorgetan hat. Umso schwerer wiegt sein Verrat, wegen dem er auf seine Hinrichtung wartet: Er hat ein ganzes Sonnensystem ausgelöscht. Nun, kurz vor seinem Tod, erinnert sich Hadrian an sein Leben. Dies ist seine Geschichte.
Mein Problem mit dieser an sich sehr guten Space Opera ist ein persönliches. Ich habe nämlich schon zu viel gelesen und gesehen und so hat mich fast jede Szene in diesem Buch an ein anderes Werk erinnert, wie etwa Herberts Dune, Simmons Endymion oder Andersons 7 Sonnen, nur um ein paar zu nennen. Ganz konkret beispielsweise war das persönliche Körperschutzschild wie jenes aus Stargate (Nox-Folge) und die Szene im Kolosseum eine Mischung aus den Filmen Star Wars Episode II und Gladiator. Aber bitte, es ist nicht so schlimm wie bei Brandhorsts Artefakt oder bei Starfire, jedoch hat mir dieses Buch nicht viel geboten, wo ich gesagt hätte, wow, das ist eine coole neue Idee. Nichtsdestotrotz ist das hier ein spannendes Werk. Aber warum ist es spannend und was macht dieses Buch so toll?
Da sei einmal der Schreibstil genannt, denn das Buch liest sich locker und ehe man sich versieht, sind 300 Seiten um. Dabei hilft das sehr detaillierte Universum, das hier erschaffen wurde. Das Imperium erinnert sehr stark an die Griechische und Römische Antike, wie auch die angrenzenden Gebiete an historische Kulturen angelehnt sind. Man taucht schnell ein und möchte wissen, was es da noch gibt. Zum Glück funktioniert das super, denn eigentliche Spannung bietet das Buch keine. Man möchte nicht wissen, was als nächstes passiert, sondern was es noch gibt. Das liegt eben daran, dass der Erzähler ständig vorgreift und der Handlungsbogen von Anfang an bekannt ist, daher fast jede Szene vorhersehbar ist. Dies stört vor allem zu Beginn des Buches, wo auch noch jede Szene von irgendwoher kopiert zu sein scheint.
Das richtig Eigenständige und in meinen Augen beste Element des Buches sind die Sprachen, die der Autor erfunden hat. Aber nicht nur ein paar Wörter, die manchmal in den Raum geworfen werden, sondern richtige Systeme. Linguistik-Interessierte werden bei den Grammatik-Ausführungen des Erzählers viel Spaß haben. Das kommt jedoch erst spät im Buch.
Man kann dem Autor durchaus vorwerfen, aus den verschiedensten Werken Elemente herausgepickt und hier zusammengemischt zu haben. Aber es funktioniert und das dadurch entstandene Universum ist äußerst faszinierend. Das liegt nicht zuletzt auch an den zahlreichen Nebencharakteren, die allesamt interessant und gut ausgearbeitet sind, während der Hauptcharakter leider sehr oft einfach nur nervt.
Ein größeres Problem ist hingegen der Cliffhanger am Ende. Dass es einen gibt, ist schon einmal nervig. Noch schlimmer ist hingegen die Tatsache, dass in diesem Buch auf 900 Seiten ca. 50 Jahre behandelt werden, während der Erzähler schon über tausend Jahre alt ist. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, steht uns noch viel Lesetätigkeit bevor. Leider habe ich nicht herausgefunden, ob das hier der Beginn einer Trilogie oder einer Serie sein soll. Aber das ich auch egal. Ich bin noch jung und plane noch für viele Jahre Sci-Fi zu lesen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Welche Serien schaue ich gerade?

Normalerweise warte ich, bis von einer Serie die aktuelle Staffel komplett abgeschlossen ist, um diese dann in einem Durchgang zu schauen, wie eben jetzt gerade die vierte Staffel von Killjoys.
Es gibt aber auch einige Serien, die ich wöchentlich schaue, also immer die neuste Episode, nämlich The Big Bang Theory, Fresh Off the Boat, The Good Place, The Simpsons und MacGyver, sowie, sobald sie starten werden, Life in Pieces und The Orville. Was daran liegt, dass dies hier gemütliche Serien sind, deren Episoden man immer mal irgendwo reinschieben kann und die ich vor allem nicht alleine schaue.

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Film: I Kill Giants (2017)

Ein schön-trauriger Film.
Drama mit Madison Wolfe von Anders Walter. 110 Min.
Inhalt: Die Teenagerin Barbara Thorson (Madison Wolfe) ist bei anderen Jugendlichen nicht besonders beliebt und leidet unter familiären Problemen. Doch die Außenseiterin verfügt über ein Geheimnis: sie bekämpft gigantische Monster. In der „normalen“ Welt helfen Barbara ihre neue Freundin Sophia (Sydney Wade) sowie die Beratungslehrerin Mrs. Mollé (Zoe Saldana) dabei, sich den Herausforderungen des Alltags zu stellen.
Der Film hat ein großes Problem, nämlich Trailer und offizielle Inhaltsangaben, die zu viel vorweg nehmen. Denn man denkt dann sofort, dass dieser Film in die gleiche Kerbe schlägt wie etwa Sieben Minuten nach Mitternacht (Originaltitel: A Monster Calls) oder Die Brücke nach Terabithia. Beides Filme, die ich übrigens nur empfehlen kann. Fleißige Kinogänger werden also glauben, den Film schon zu kennen und ihn daher auslassen. Was schade ist, denn der Film spielt sehr gelungen mit den Fantasy-Elementen, die Dank der guten Effekte sehr sehenswert sind. Außerdem gibt es in der Mitte des Films eine sehr gut inszenierte Szene, die einen überrascht und dadurch den Film bis zum Ende spannend lässt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Kneipenquiz – Das Original (moses.)

Nettes Quizspiel mit zu viel Deutschlandfokus.
Von Marco Teubner und Heinrich Glumpler (ca. 30 Min.; 2-6 Spieler)
Das tolle hier ist, dass es nicht nur ein Quizspiel ist, sondern auch noch einen interessanten Brettspielmechanismus hat. Die Spieler spielen im Team gegen vier fiktive Gegner (Flaschen), wobei es 5 Runden gibt und pro Runde 5 Fragen innerhalb von 5 Minuten beantworten werden müssen. Je mehr Fragen die Spieler richtig beantworten, umso schlechter bleiben die Gegner. Pro Frage bekommt nämlich eine ausgewählte Flasche Punkte. Wenig Punkte, wenn die Antwort richtig ist. Viele Punkte, wenn sie falsch ist. Teil der Strategie ist es nun zu überlegen, welche Flasche man welcher Frage zuordnet. Die Spieler gewinnen nämlich nur, wenn sie alle Flaschen hinter sich lassen.
Ich bin grundsätzlich ein großer Quizfan und hier der Flaschenmechanismus ist sehr gut gelungen. An sich also ein richtig cooles Spiel für eine Gruppe, die sich mit hohem Allgemeinwissen brüstet. Das Problem ist nun, dass sehr viele Fragen auf Deutschland Bezug nehmen. Wer ein stolzer Experte zu diesem Land ist, wird darin kein Problem sehen, uns hat es jedoch ziemlich gestört. Und das, obwohl in unserer 6er-Gruppe 5 Personen aus Deutschland mitgespielt haben. Es hat uns nicht zuletzt deswegen gestört, weil dies jene Fragen waren, die wir am öftesten falsch gemacht haben.
Fazit: In Deutschland empfehlenswert.

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Spiel: Lisboa (Eagle-Gryphon Games)

Was für ein großes und großartiges Spiel.
Von Vital Lacerda (ca. 60-120 Min.; 1-4 Spieler)
Das hier ist kein leichtes Spiel, in beiden Sinnen des Wortes. Es ist aber sehr gut und wurde auch zum Spiel des Jahres in Portugal gekürt, wobei das bei diesem Thema wohl nicht sehr aussagekräftig ist. Jedenfalls wird man von diesem Spiel zunächst einmal erschlagen, nicht zuletzt wegen dem Spielbrett, das so groß ist, wie ich es selten erlebt habe. 60-120 Minuten Spielzeit ist schon korrekt, aber eine weitere Stunde Regelerklärung sollte man beim ersten Mal mindestens draufschlagen. Hat man es aber einmal verstanden und befindet sich im Fluss, läuft das Spiel echt flott, man ist bald voll eingetaucht und dann vergeht die Zeit wie im Flug. Downtime gibt es eigentlich nur dann, wenn ein Spieler von Analyse-Paralyse befallen ist, was aber eigentlich nicht passieren sollte, weil man seine Züge wunderbar vorbereiten kann. Natürlich, Spieler, die erst über ihren eigenen Zug nachdenken, wenn sie selbst dran sind, können das Spiel in die Länge ziehen, was ich aber vor allem hier als komplett unnötig empfinde.
Wir befinden uns hier also in Lissabon und zwar nach dem großen Erdbeben von 1755, das die Stadt zerstört hatte. In diesem Spiel wollen wir die Stadt wieder aufbauen und dabei so viel Einfluss wie möglich erhalten, um eben dann das Spiel zu gewinnen. Dabei ist das zentrale Element ein interessanter Kartenmechanismus. Immer wenn ich dran bin, muss ich eine Karte ausspielen, doch je nachdem wo ich sie ausspiele, bekomme ich andere Boni und stehen mir andere Aktionen zur Verfügung. Anschließend ziehe ich eine neue Karte aus der offenen Auslage. Das ist eigentlich das ganze Spiel und sobald die Mechanik einmal läuft, fließt es wirklich angenehm flott dahin.
Während also die eine Hälfte des Spielbrettes für die Aktionen reserviert ist, enthält die andere die Baufläche. Mit den Aktionen möchte ich dort bauen, also entweder private oder allgemeine Gebäude errichten, die geschickt angelegt an den Kreuzungspunkten Einfluss bringen. Doch dabei sollte ich nicht vergessen beim Kardinal Dekrete zu holen, denn die geben mir für spezielle Kombinationen auf der Baufläche Zusatzpunkte.
Das Spiel bietet viele Optionen und wirkt zu Beginn wegen all seiner Felder und Leisten komplett unübersichtlich, aber hat man sich einmal orientiert, hat man das Spiel einmal verstanden, dann ist das alles kein Problem mehr. Natürlich, Personen, die für extensive Regelerklärungen keine Geduld haben, werden mit diesem Spiel keine Freude habe, aber die anderen finden hier tolles Produkt, das unterhält und fesselt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Simmons, Dan – Endymion. Die Auferstehung (Endymion 2)

Wow, Wow, WOW! Aber auch: Hä?
Hiermit ist der Hyperion Cantos also zu einem Ende gekommen. Dieser beinhaltet Hyperion, Das Ende von Hyperion, Endymion und jetzt eben Endymion – Die Auferstehung. Grundsätzlich kann man nach dem Hyperion-Zweiteiler dieses Werk durchaus als abgeschlossen betrachten. Das sollten vor allem jene tun, die Simmons hauptsächlich wegen seiner Spielereien mit Literatur- und Sprachwissenschaft lesen, was eben im Endymion-Zweiteiler so nicht mehr vorkommt. Wer hingegen an einem spannenden Plot, einem faszinierenden Universum und interessanten Charakteren interessiert ist, sollte den Cantos bis zum Ende lesen. Zumal dieses Buch jetzt eine der besten Kampfszenen beinhaltet, die ich je gelesen habe, nämlich Endymion versus Radamanth Nemes. Das beste an dieser Szene: Der Autor hat das Wort „episch“ nicht mit „lang“ verwechselt. Dazu kommen auch noch wunderbare Ausführungen, weshalb ewiges Leben eigentlich schlecht ist. Während in all den anderen Werken das immer nur so hingestellt und akzeptiert wird, werden hier wirklich tolle wissenschaftliche und philosophische Argumente angeführt, wie ich die Situation so noch nie betrachtet habe.
Aber das Buch hat auch einen ganz kleinen, bitteren Beigeschmack. Wie bereits im Vorgänger bemängelt, gibt der Erzähler immer wieder Ausblicke auf zukünftige Ereignisse, die aber dann nicht eintreffen oder entgegen der Erwartung ganz kurz nur abgehandelt werden.
Der Cantos ist sehr wohl abgeschlossen und zufriedenstellend, das Ende ist jedoch auch ein bisschen komisch, wie immer, wenn Zeitreisen im Spiel sind.
Mir hat der Cantos insgesamt sehr gut gefallen, weil er mich in ein bemerkenswertes Universum mit vielen tollen Ideen geführt, mich mit vielen faszinierenden philosophischen und wissenschaftlichen Konzepten konfrontiert hat, ich zahlreiche sympathische oder zumindest interessante Charaktere getroffen habe und der Plot bis zum Schluss spannend blieb.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Akte X – Staffel 11

Eine Steigerung zu Staffel 10, aber immer noch nicht gut genug.
Wenn man sich die erste Episode anschaut, hat man das Gefühl, die Macher hätten das Budget der Serie halbiert und den letzten halbwegs talentierten Schreiber rausgeworfen. Das wird ab der zweiten Folge zwar besser, aber die letzte Folge ist wieder genauso katastrophal. Zumal Duchovny in der Zwischenzeit auch offen gesagt hat, dass nie ein Abschluss geplant war und es vermutlich nie einen geben wird, weil das zum Mythos X-Files eben dazugehöre. Na gut, damit könnte man leben, wenn zumindest die Qualität passen würde.
Die Episoden 2-9 sind in sich geschlossene Einzelfolgen. Die sind wie gewohnt besser als diese staffelübergreifenden Episoden und die sind es auch, die diese Staffel gerettet haben. Ein paar davon erinnern in ihrer Qualität an die Glanzzeit der Serie, andere sind okay. Episode 4 ist eine Comedy-Episode und ziemlich lustig. Wenn man sich als ehemaliger Akte X Fan nicht sicher ist, ob man diese Staffel noch schauen sollte, dann zumindest diese eine Episode.
Einige Episoden dieser Staffel haben mich gut unterhalten, aber als Gesamtes betrachtet konnte sie mich nicht überzeugen. Es würde mich nicht wundern, wenn es keine 12. Staffel geben wird. Tatsächlich ist Gillian Anderson aus der Serie ausgestiegen und daher sind sämtliche Pläne vorerst eingefroren worden.
Fazit: Nur für Fans der Serie.

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