Gedankensprung: Mein Kickstarter-Experiment – Update V

Fast genau ein Jahr nachdem ich fünf Spieleprojekte auf Kickstarter unterstützt hatte, hätten die ersten beiden, beinahe zeitgleich, bei mir ankommen sollen.
Doch nur eines kam, nämlich jenes, bei dem ich mich im letzten Update geärgert habe, dass der Fachhandel die Spiele vor den Unterstützern erhalten hat.
Das zweite hat auch eine interessante Geschichte zu erzählen. Nun, ich sah auf den verschiedenen sozialen Medien, dass immer mehr Leute ihr Exemplar erhielten, ich aber nicht, nicht einmal eine Versandbestätigung. So wartete ich eine Woche und dann noch eine zweite, bevor ich mich informierte. Was ist passiert? Im europäischen Verteilerzentrum müssen 25.000 (Angabe des Verlags kann nicht verifiziert werden) Pakete erstellt werden, wobei beinahe jedes anders ist, wegen der verschiedenen Pledge-Levels und der zahlreichen Add-On-Optionen. Dieses Verteilerzentrum schafft am Tag ca. 200 Pakete. Also vergeht schon einige Zeit, bis das letzte verschickt worden ist. Und da holt mich halt ein, was mich bereits mein Leben lang plagt, dass ich wegen meines Familiennamens am Ende einer jeden alphabetischen Liste stehe. – Mittlerweile habe ich mein Spiel auch erhalten, ca. 2 Monate nach dem ersten auf der Liste.
Bei den anderen drei Spielen war vor einem Monat die folgende Situation: Eines bereits auf dem Weg, das andere mitten in der Produktion, das letzte noch gar nicht mit der Produktion begonnen.
Situation jetzt: Das erste Spiel ist immer noch auf dem Weg! Das Schiff steckt irgendwo in Asien. Von dem Spiel, das vor einem Monat hätte produziert werden sollen, gibt es keine Updates mehr. Das dritte Spiel wurde mittlerweile produziert und ist auch schon auf dem Weg, scheint also die anderen beiden zu überholen.

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Spiel: Kannste Knicken (Schmidt Spiele)

Flott, einfach, spannend.
Von Klaus-Jürgen Wrede und Ralph Querfurth (ca. 20 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Spiel rollen wir zwei Würfel, entscheiden uns für einen davon und machen so viele Kreuze auf unserem Raster, wie der Wert angibt. Dabei gibt es einige wenige Regeln und Bonusfelder zu beachten. Klingt einfach und ist es auch. Wer zuerst die fünf Siegpunktfelder verbunden hat, hat gewonnen. Die Spannung entsteht also durch dieses Wettrennen. Aufgrund der Größe des Rasters ist das Spiel auch recht flott und eine zweite Partie will sogleich noch einmal gespielt werden.
Das Besondere an diesem Spiel ist nun das Knicken. Sobald ich nämlich gewisse Voraussetzungen erfülle, darf ich eine Ecke knicken. Ich muss alle vier Ecken knicken, weil ich sonst die benötigten Siegpunktfelder nicht erreichen kann. Das Spannende hierbei ist nun, ob ich die Ecke klein oder groß knicken möchte. Um sie groß zu knicken, brauche ich mehr Voraussetzungen, es vergeht also mehr Zeit, doch dafür erhalte ich dann einen Bonus uns das Siegpunktfeld ist weiter in der Mitte. Oder ich knicke sie klein, weil ich dessen Voraussetzungen schneller erfüllt habe, verzichte dabei dann aber auf den Bonus. Dies ist ein interessantes Dilemma und jeder Knick erhöht den Druck auf die Mitspieler, erhöht also die Spannung.
Ein gewisser Wiederspielreiz ist dadurch gegeben, dass es insgesamt vier Varianten gibt, also vier unterschiedliche Raster mit verschiedenen Regeln und Bonusfeldern.
Auch die Solovariante funktioniert sehr gut. Weil es da natürlich kein Wettrennen mit Spielern gibt, geht die diesbezügliche Spannung verloren. Dafür gibt es aber einen Rundenzähler, der vorgibt, wie schnell du fertig sein musst, um zu gewinnen. Außerdem darfst du nicht frei entscheiden, welchen Würfel du nimmst, das wird auch vom Rundenzähler vorgegeben. Dadurch entsteht ein interessantes Puzzle, das eine eigene Spannung erzeugt und auch durchaus Spaß macht.
Fazit: Empfehlenswert.

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Schmidt Spiele – Kannste Knicken
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Serie: The Undoing – Miniserie (abgeschlossen)

Spannende Psychogramme.
In dieser Serie verfolgen wir Grace Sachs (Nicole Kidman), die plötzlich aus ihrem idyllischen Leben gerissen wird, als ihr Mann (Hugh Grant) des Mordes verdächtigt wird und sie anschließend mit einer Reihe von Enthüllungen konfrontiert wird. Im Kern verfolgt die Serie also die Polizeiermittlung und die anschließende Gerichtsverhandlung, immer aus der Perspektive von Grace. Dies ist durchaus spannend gestaltet und einige Episoden enden mit gelungenen Cliffhangern.
Mehr aber lebt die Serie von der psychologischen Tiefe der beiden Hauptcharaktere, die hier sehr gut dargestellt werden. Wie viel hätte man also Ehefrau wissen können / sollen? Wie viel verdeckt die rosarote Brille? Wie viel kann ein Ehemann, wenn er ein guter Schauspieler ist, ohne unterbewusste Hilfe der Frau tatsächlich verbergen? Was am Anfang nur impliziert wird, wird am Ende dann auch konkret angesprochen.
Was jedoch nicht explizit gesagt wird, aber aus psychologischer Sicht wichtig ist, ist die Tatsache, dass diese Geschichte in der Schicht der Superreichen spielt. Denn je behüteter jemand aufwächst, je weniger ihm im Leben gefehlt hat, desto leichter ist es für so eine Person, Dinge idealisiert zu sehen, weil einfach die negativen, dramatischen Lebensereignisse fehlen, die einen Menschen vorsichtig machen und wecken.
Wer die Serie rein wegen dem Mystery-Aspekt schaut, wird eher enttäuscht werden. Krimiserien gibt es viele und zahlreiche davon sind besser. Nein, hier geht es um Psychologie, um Drama, und dafür muss man sich halt interessieren. Ich tue das zwar nicht, mir hat die Serie aber dennoch gefallen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Sind Anime und Manga sexistisch?

Dies ist eine alte Diskussion, die immer wieder von jenen losgetreten wird, die weder Animes schauen noch Mangas lesen.
Immer wieder stören sich manche Menschen daran, dass in Anime und Manga die Frauen so leicht bekleidet sind und ihre femininen Körperteile ziemlich stark betont sind. Ist das sextisch? Ja. Ist das schlimmer als bei uns hier im Westen? Sicher nicht.
Wenn ich mir anschaue, wie Frauen hier im Westen in Serien, Filmen und TV-Shows gekleidet sind, ist das genauso anrüchig. Selbst Superheldinnen in den westlichen Comics sind keinen Deut besser als die weiblichen Charaktere in Mangas. Der Unterschied? Das eine kennt man, das andere ist noch fremd. Denn wenn man sich mit Animes beschäftigt, wird man entdecken, dass es dort genug Serien gibt, in denen die Frauen normal gekleidet sind und nichts überdimensional ist. Und meistens ist das Sexy-Element auf eine Person begrenzt, deren Charakter darauf hingeschrieben wurde, also Sinn ergibt und nicht einfach nur der Erotik wegen.
Was es sehr wohl gibt, ist die sogenannte Ecchi-Kategorie. Aber das ist ein klar definiertes Genre, das kein Fernsehsender im Nachmittags- oder Vorabendprogramm zeigen wird. Man muss da wirklich speziell auf den Anime-Streamingseiten danach suchen. Was ist das eigentlich? Schlüpfriger Humor, ganz einfach ausgedrückt. Extrem knappe Kleidung, übertrieben weibliche Proportionen, regelmäßig eine Perspektive mit Blick auf die Höschen. Aber eben noch keine Pornographie. Doch da es genug Seiten im Internet mit gratis Pornos und Hentai (Anime-Pornos) gibt, frage ich mich, warum ich so etwas schauen sollte. Nun gut, Geschmäcker sind unterschiedlich und wem das gefällt, der soll damit seine Freude haben.
Wenn ich also zu Beginn einer neuen Season entscheiden muss, welche Animes ich in den nächsten drei Monaten schauen werde, dann filtere ich Ecchi immer sofort aus, denn 90% davon sind einfach nur schlecht und der schlüpfrige Humor ist es absolut nicht wert, Zeit mit einer miesen Serie zu verbringen.
Also abgesehen von diesem speziellen Genre und dem, was Fans als Fanservice bezeichnen, sind Anime und Manga nicht schlimmer als unsere westlichen Produktionen. Wer also das eine wegen Sexismus kritisiert, muss auch das andere kritisieren. Es gibt dort die gleichen Charakter-Archetypen wie bei uns, die gleichen Tropen in den Geschichten.
Natürlich gibt es genug Geschichten, in denen der männliche Hauptcharakter die weiblichen rettet, aber nicht nur. Im Gegenteil ist Asuna eine der beliebtesten Figuren in Japan. Sie ist der weibliche Hauptcharakter in der Serie Sword Art Online. Sie ist stark und mutig. Ja, manchmal muss sie gerettet werden. Aber sie bietet auch großartige Kämpfe und rettet ihrseits ständig auch andere Leute. Ihre Kleidung und Proportionen sind in keinster Weise extra sexy. Sie ist einfach ein toller weiblicher Charakter und dass sie so beliebt ist, sagt doch einiges über die Anime-Community. Und es gibt noch zahlreiche weitere solcher Charaktere.
Doch nicht nur das, Japan geht noch viel weiter als der Westen, denn es gibt ein eigenes Genre namens Yuri, also Geschichten, in denen manchmal nur angedeutet, manchmal explizit, lesbische Beziehungen im Mittelpunkt stehen (Yaoi wäre die männliche Variante). Wie oft gibt es hier im Westen denn Serien und Filme, in denen ein homosexuelles Paar im Mittelpunkt steht? Gibt es durchaus, aber nicht in dieser Menge und in dieser Konstanz. Speziell werden hier im Westen diese oft als Comedy verpackt oder mit einem Fokus auf Gesellschaftskritik geliefert, während in Anime & Manga diese Geschichten die Gefühlsebene behandeln und dabei oft auch noch einen spannenden Plot liefern, wie etwa Otherside Picnic, eine Yuri-Science-Fiction-Horror-Serie, oder Izetta – The Last Witch, eine spannende Yuri-Fantasy-Serie, oder Amanchu, eine wunderschöne Serie rund ums Tauchen.
Was ich damit sagen möchte, ist, dass es in Anime und Manga für jeden Geschmack etwas gibt und sie sogar noch mehr Angebot haben, als die westlichen Produktionen.

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Buch: Wells, Martha – Tagebuch eines Killerbots (dt. #3; eng. #6): Fugitive Telemetry

So, jetzt beginnt das Nummerierungschaos. Aber ein tolles Buch!
Inhalt: Ein Mord auf einer Raumstation muss aufgeklärt werden. Nachdem alles abgeriegelt wurde, muss der Mörder sich noch an Bord befinden. Und ein Saboteur.
Vorneweg sei gesagt, dass mir dieser Band sehr gut gefallen hat. Ich bin ein großer Killerbot-Fan und verschlinge alles sofort, was von dieser Reihe erscheint. Speziell der sehr gut durchdachte Mörder-Mystery-Plot war hier sehr spannend und wie immer natürlich die Gedankengänge des Killerbots. Fans werden begeistert sein.
Aber jetzt ein paar Worte zur Nummerierung der Bände. Die ersten vier englischen Bände, allesamt Kurzromane, sind auf Deutsch zu einem einzigen Band zusammengefasst worden. Somit war dann Der Netzwerkeffekt auf Englisch Band 5, aber in der deutschen Übersetzung Band 2. Fugitive Telemetry hier ist nun auf Englisch Band 6, wird aber dann logischerweise auf Deutsch Band 3 werden. Hierbei handelt es sich jedoch wieder um einen Kurzroman und Martha Wells hat bereits einen Vertrag für drei weitere Killerbot-Kurzromane unterschrieben. Vermutlich werden dann die Bände 6-9 auf Deutsch wieder zu einem einzigen zusammengefasst werden. Da ich aber nicht warten kann, bin ich auf Englisch übergestiegen, um diesen neuen Band sofort zu lesen (bzw. zu hören) und bin dabei dann auf dieses Nummerierungschaos gestoßen.
Fazit: Immer noch sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Fugitive Telemetry (Murderbot Diaries, Band 6)
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Serie: Hubert und Staller – Staffel 9

Toll, spannend, lustig.
Nachdem Amazon Prime nun auch die letzte Staffel ohne Aufpreis zur Verfügung stellt, musste ich natürlich sofort zugreifen und bereue es nicht. Mir haben ja schon die ersten acht Staffeln sehr gut gefallen und hier geht es genauso weiter. Fans werden also zufriedengestellt.
Sollte jemand die Serie noch nicht kennen, kann er eigentlich mit jeder Staffel, mit jeder beliebigen Episode beginnen. Es gibt ja schließlich keinen Plot, der sich übergreifend durchzieht, es ist also null Vorwissen nötig. Persönlich finde ich aber das Ensemble der ersten Staffeln am besten und würde daher auch empfehlen, dort zu beginnen.
Fazit: Für Krimifans und Freunde der leichten Unterhaltung sehr zu empfehlen.

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Film: Detective Dee und die Legende der vier himmlischen Könige (2018)

Der optisch beste aber inhaltlich schwächste Teil dieser Trilogie.
Mystery-Wuxia mit Mark Chao von Tsui Hark. 135 Min.
Inhalt: In den Palästen der Tang Dynastie geht es nicht mit rechten Dingen zu – Drachenstatuen erwachen plötzlich zum Leben und Krieger mit mythischen Masken tauchen auf. Diese unheimlichen Geschehnisse sollen von Detective Dee aufgeklärt werden, der sofort zu Hilfe gerufen wird. Doch Dee hat bei seiner Arbeit nicht völlig freie Hand, denn die Kaiserin traut ihm nicht, und er muss sich gegen ihre Anschuldigungen verteidigen.
Dieser Film ist eine direkte Fortsetzung vom zweiten Teil, also selbe Zeitlinie und gleiche Schauspieler. Und es wird auch immer wieder auf den zweiten Teil angespielt. Während man also den ersten und zweiten Teil individuell und unabhängig voneinander schauen kann, sollte der dritte Teil nur mit Kenntnis des zweiten geschaut werden. Außerdem geht es hier immer noch nicht um die Vorgeschichte, die im ersten Teil erwähnt wird. Erwartet uns also noch ein vierter Teil?
Der Film hier ist optisch, also Effekte und Kämpfe, sehr gut gemacht, doch leider in dieser Hinsicht zu aufgebläht. Das führt dazu, dass der Plot etwas zu kurz gerät und der Hauptcharakter recht blass bleibt. Außerdem sind die Gegner nicht so interessant, weshalb der Film allgemein an Spannung verliert.
Der Film hat mir allgemein nicht schlecht gefallen, aber er ist halt keine Steigerung zu seinen Vorgängern, im Gegenteil. Wer den zweiten Teil mag, der sollte getrost hier auch einschalten, wer nicht, der nicht.
Fazit: Empfehlenswert für Fans der Vorgänger.

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Gedankensprung: Top 10 Computerspiele auf MetaCritic

Nachdem ich mir ja zu Beginn des Jahres im Internet Top-10-Listen zu Filmen, Serien, Büchern, Gesellschaftsspielen und Animes angeschaut habe, dachte ich, ich könnte dies ja jetzt auch mal für Computerspiele machen. Der Unterschied: Ich habe keine eigene diesbezügliche Top-10-Liste, weil ich einfach nicht so viel spiele, also werde ich einfach etwas allgemein darüber sprechen.
Ich habe mich entschieden, die Top-10-Liste von MetaCritic zu verwenden und zunächst habe ich mir „All Plattforms“ angeschaut, aber da war das erste Spiel, das ich selbst gespielt habe, Half Life 2 auf Platz 23. Das liegt wohl daran, dass ich in meinem Leben nur Spiele am PC gespielt habe, also habe ich den Filter von „All Plattforms“ auf „PC“ umgestellt und da fühle ich mich gleich schon wohler. Zunächst fällt auf, dass 9 der Top 10 zwischen 1998 und 2015 gemacht worden sind, also ein sehr enger Zeitraum. Wenn man dann die Liste weiter hinunter geht, kann man diese Zeitspanne leicht vergrößern und es scheint tatsächlich so, dass die Jahre 1996 bis 2015 das goldene Zeitalter der PC-Computerspiele waren. Nur sehr wenige Spiele sind jünger als 2015 und tatsächlich hört man seit Jahren nur noch negative Kritiken zu fast allen neuen Computerspielen.
Von den Top 10 habe ich selbst genau drei Spiele gespielt, nämlich Half Life 2 (Platz 1), Half Life (Platz 5) und Mass Effect 2 (Platz 10). Mass Effect ist neben Deus Ex ja meine Lieblingsspielreihe und somit bin ich über diese hohe Platzierung nicht verwundert. Mass Effect 1 folgt auf Platz 145 und Mass Effect 3 auf Platz 162. Half Life 1 & 2 habe ich damals gespielt, hat mir Spaß gemacht, aber so eine hohe Wertung würde ich denen nie geben.
Mein zweiter Liebling, Deus Ex, findet sich erst auf Platz 103 und Deus Ex 3: Human Revolution auf Platz 112. Deus Ex 2 und Deus Ex 4 sind irgendwo weit abgeschlagen, was für mich durchaus verständlich ist.
Welche anderen Spiele habe ich denn noch gespielt? Unreal Tournament 2004 auf Platz 23. Das hat mir immer so viel Spaß gemacht, richtig toll zum Abschalten am Abend nach einem stressigen Tag. Mich juckt es heute noch manchmal in den Fingern, da wieder reinzuspringen.
Star Wars: Knights of the Old Republic auf Platz 31 hat mir auch immer sehr gut gefallen. Die Star Wars Filme haben mir eigentlich nie wirklich gefallen, die Computerspiele in diesem Universum waren jedoch immer großartig. Speziell dieses Spiel hier würde sich unter meinen persönlichen Top-5-Computerspielen befinden.
Age of Empires II: The Age of Kings auf Platz 46 ist sicherlich das Spiel, mit welchem ich in meiner Jugend die meiste Zeit verbracht habe. Einfach fantastisch!
Tom Clancy’s Splinter Cell (Platz 65), Crysis (Platz 67) und The Operative: No One Lives Forever (Platz 75) sind noch die einzigen weiteren Spiele dieser Top 100, die ich gespielt habe. Sie haben mir all drei Spaß gemacht, das weiß ich noch.
Diese Auflistung zeigt eigentlich sehr gut, wie wenig ich Computerspiele gespielt habe, aber manchmal gönne ich mir doch gerne einen ausgewählten Titel.

Hier jedenfalls die Top 10 von MetaCritic vom 20.05.2021
10. Mass Effect 2
9. The Elder Scrolls V: Skyrim
8. Portal 2
7. Baldur’s Gate II: Shadows of Amn
6. BioShock
5. Half Life
4. The Orange Box
3. Grand Theft Auto V
2. Disco Elysium: The Final Cut
1. Half Life 2

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Spiel: Maharaja (Cranio Creations)

Tolles Spiel, schlechte Produktion.
Von Wolfgang Kramer und Michael Kiesling (ca. 90 Min.; 1-4 Spieler)
Normalerweise sagt man ja, dass Kickstarter-Spiele eine sehr hohe Produktionsqualität haben, spieltechnisch und mechanisch hingegen nicht sehr gut sind. Hier ist es jedoch andersrum.
Beginnen wir also bei der Produktion, deren Qualität ja der ausschlaggebende Punkt ist, um ein Spiel auf Kickstarter zu unterstützen. Was als erstes ins Auge fällt, sind die grässlichen Farben der Plastikfiguren. Statt rot ist rosa, blau und grün sind sehr bleich. Das erinnert mich an ein billiges Exemplar von Risiko, mit dem wir vor über 20 Jahren gespielt haben und für das wir das Wort „Kakafarben“ erfunden haben. Nun, ich verstehe durchaus, dass man billiges Plastik und billige Farben verwendet und dann so etwas dabei rauskommt, jedoch nicht auf Kickstarter, wo ja die Qualität doppelt unterstrichen wird. Doch wenn man dann schon als Verlag sieht, dass die Figuren solche Farben haben, sollte man zumindest die Farben der Stoffbeutel und an anderen Stellen anpassen, damit es einheitlich wird, doch wieder nein, also gibt es hier jetzt drei verschiedene Rottöne.
Ebenfalls zu kritisieren ist hier die Plastikeinlage zur Unterteiltung des Spielmaterials. Wow, ich habe noch nie so eine schlechte gesehen. Was ja nicht schlimm wäre, wenn der Verlag auf Kickstarter nicht angepriesen hätte, hier extra Geld und Energie zu investieren. Nein, das ist einfach nur Geld- und Ressourcenverschwendung.
Wie gesagt drücke ich bei Produktionsmängeln gerne ein Auge zu, wenn es nicht ein Kickstarter-Spiel wäre, dessen gesamtes Marketing ja darauf ausgerichtet ist.
Nun, kommen wir aber zum Spiel selbst. Wir schlüpfen hier in die Rolle von Hohepriestern und wollen den Einfluss unseres Gottes verbreiten. Es ist also im Grunde ein Mehrheitenspiel. Wer hat mehr Einfluss in welcher Stadt? Der Maharaja kommt jede Runde in eine andere Stadt und nur diese wird dann gewertet. Man muss sich also einerseits auf die aktuelle Stadt konzentrieren, aber gleichzeitig auch voraus planen. Funktionieren tut das Ganze so, dass jeder Spieler zu Rundebeginn sich geheim für zwei Aktionen entscheidet und diese dann, wenn er am Zug ist, durchführt. Statue bauen, Schrein bauen, Geld holen, Weg des Maharaja beeinflussen und viele weitere Aktionen stehen dabei zur Verfügung.
Durch zufällige Sonderplättchen gibt es in jeder Partie unterschiedliche Sonderregeln; durch diverse Wertungsplättchen gibt es in jeder Partie andere Wertungen; durch die zahlreichen Charakterplättchen gibt es auch noch asymmetrische Sonderfunktionen, die aber innerhalb einer Partie getauscht werden können. Also viel Varianz, damit ja jede Partie, wenn auch nur minimal, anders abläuft.
Die Spielerzahl wird mit 1-4 angegeben, doch wirklich spannend ist es nur mit 3-4 Spielern, was eigentlich normal bei Merheitenspielen ist. Je mehr Spieler, desto mehr Konkurrenz, desto spannender.
Für die Solovariante wurde ein eigener Automa entwickelt, der eigentlich sehr gut funktioniert. Ich habe ihn jetzt nur einmal auf der einfachsten Stufe gespielt und da war er schon sehr einfach. Aber dadurch ist er perfekt geeigent, das Spiel einmal kennenzulernen, bevor man es zu einem Spieleabend mitnimmt und anderen erklärt. Aber ich freue mich schon darauf, den Automa auf einer schwierigeren Stufe zu spielen oder sogar einen doppelten Automa.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Larson, B.V. – Undying Mercenaries #1 – #7

Military Sci-Fi vom Feinsten.
Wochenlang habe ich bei jeder Gelegenheit die Ohrenstöpsel aufgesetzt und den Hörbüchern dieser Serie gelauscht. Man kommt da überraschend schnell weiter, wenn man viel zu Fuß geht und mit der Geschwindigkeit 1,8 hört. Bisher gibt es 14 Bände und ich habe bis jetzt 7 davon gehört, doch nun muss ich kurz eine Pause einlegen. Also die Gelegenheit, zur Halbzeit das bisherige Revue passieren zu lassen.
Inhalt: Wir folgen James McGill, der im ersten Band aufgrund eines Schicksalsschlages gezwungen wird, einer Legion beizutreten und von da an stetig die Karriereleiter hinaufsteigt und immer wieder das Schicksal der Menschheit in Händen hält. Er ist ein Frauenheld, Glücksritter, ein geborener Betrüger, aber mit dem Herzen am rechten Fleck. Der Titel „Unsterbliche Söldner“ rührt daher, dass es hier sogenannte „Wiederbelebungsmaschinen“ gibt, die einen getöteten Soldaten einfach wieder „ausdrucken“, der dann mit dem letzten Erinnerungsspeicher seines Vorgängers befüllt wird. Dies wird dann natürlich auch strategisch eingesetzt und der Tod ist allgemein ein wichtiges Thema.
#1 Steel World
Cool, mit einem großen Logikfehler. Und Dinosaurier im All!
James McGill ist hier also zum ersten Mal im Einsatz, als Rekrut in der berüchtigsten Legion, und sogleich fällt er den intergalaktischen Oberherren negativ auf.
#2 Dust World
Noch viel cooler, der Logikfehler wird angesprochen – „Alientech halt“ ist die Erklärung.
James McGill wird mit seiner Legion auf einen Sandplaneten geschickt, nur um zu entdecken, dass eine vermeintlich verschollene Kolonie der Menschen dort immer noch existiert und in Angst vor den Tentakel-Aliens vom Nachbar-Planeten lebt.
#3 Tech World
Große politische Umwälzung. Ich hätte gerne mehr im alten System erlebt, aber so ist es auch cool.
James McGill wird mit seiner Legion auf einen Planeten geschickt, der bisher von einer anderen Legion beschützt wurde. Rasch wird offenbart, wie viel Korruption da bisher eigentlich stattgefunden hat. Um nicht gefasst zu werden, riskiert ein Krimineller sogar die Zerstörung einer ganzen Welt.
Der Plot in diesem Sonnensystem ist abgeschlossen, aber gleichzeitig wurde eine größere Handlung eröffnet. Dies hier ist also der eigentliche Beginn der übergreifenden Handlung. Anders gesagt: #1 und #2 kann man isoliert lesen und problemlos aussteigen, hier jetzt nicht mehr.
#4 Machine World
Auf einem fernen Planeten außerhalb jeder Jursidiktion wird eine neue Lebensform entdeckt und die Fronten des intergelaktischen Konflikts geklärt. Sehr spannend.
#5 Death World
Nach einem Terroranschlag auf die Erde verfolgt die Legion rund um James McGill die Spur zu einem fremden Planeten. Dort wird eine neue Lebensform entdeckt, die eine überraschende Wendung in den intergalaktischen Konflikt bringt. Ingesamt jedoch bisher der schwächste Band, aber immer noch unterhaltsam.
#6 Home World
Der intergalaktische Konflikt wird zur Erde gebracht.
Dieses Buch hat ziemlich mies begonnen und ich musste dann sogar ein paar Tage Pause machen von dieser Serie. Doch bereits die erste Szene nach der Pause hat das Ruder wieder rumgerissen und am Ende war das hier richtig toll und spannend. Fast schon zu viele Wendungen, aber dafür ist der Plot, der in #3 begonnen wurde, hier ordentlich abgeschlossen. Man könnte hier also die Serie verlassen oder eine Pause einlegen. Was ich natürlich nicht mache.
#7 Rogue World
Puh, irgendwie mühsam und irgendwie unnötig. Vielleicht hätte ich nach #6 doch eine Pause einschieben sollen. Nun, das hole ich also jetzt nach. Jedenfalls ist #7 gleichzeitig der Epilog für die Handlung, die in #6 abgeschlossen wurde und der Beginn für eine neue Handlung. Der Plot selbst ist schon sehr actiongeladen und der Military-Aspekt gut gelungen, ansonsten war es sehr langatmig und meines Erachtens gab es auch viel mehr Logikfehler als bisher.
Da der Epilog-Teil eigentlich unnötig ist und der Beginn der neuen Handlung sicher zu Beginn von #8 nochmal kurz erzählt wird, könnte dieses Buch eigentlich übersprungen werden. Andererseits weiß man aber nicht, welche Rückgriffe in den nächsten Bänden gemacht werden.
Fazit: #1-#6 sind sehr zu empfehlen. #7 kann ich im Moment jedoch noch nicht empfehlen.

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