Serie: Magnum P.I. – Staffel 3

Einfach eine gute Serie.
Jede Episode bietet spannende Geschichten und tolle Action, interessante Charaktere, Humor und Emotionen, einfach das komplette Paket. Wer bereits die ersten beiden Staffel mochte, wird auch hier wieder voll zufriedengestellt. Wer die ersten beiden jedoch nicht mochte, wird hier nicht umgestimmt werden. Eine vierte Staffel wurde bereits bestellt und ich freue mich schon darauf.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Demon Slayer Movie – Mugen Train (Anime 2020)

Ein toller Film, aber eigentlich kein richtiger Film.
Action / Fantasy / Anime von Haruo Sotozaki. 120 Min.
Inhalt: Die drei jungen Dämonenjäger begleiten ihren Vorgesetzten auf seiner Mission, das Geheimnis um den Mugen-Zug zu lüften, in welchem seltsame Dinge passieren.
Gleich vorneweg sei gesagt, dass dieser Film die direkte Fortsetzung der ersten Staffel der Anime-Serie Demon Slayer ist, man diese also gesehen haben muss, um hier irgendwas zu verstehen. Außerdem ist dieser Film für Fans der Serie Pflicht, denn er verbindet die erste mit der zweiten Staffel und wenn man ihn nicht schaut, werden einem wichtige Informationen fehlen.
Nichtsdestotrotz hat dieser Film eine Unmenge an Rekorden gebrochen: Erfolgreichster Film aller Zeiten in Japan (er hat Titanic entthront); erfolgreichster Anime-Film weltweit aller Zeiten; erfolgreichster Film weltweit des Jahres 2020 (zum ersten Mal in der Filmgeschichte war kein Hollywood-Film an der Spitze eines Kalenderjahres); erfolgreichster fremdsprachiger Film (mit Untertitel) aller Zeiten in den USA. Und das alles, obwohl man die Serie gesehen haben sollte.
Das ist auch mein größter (und einziger) Kritikpunkt: Der Film fühlt sich nicht wie ein Film an, sondern eher wie fünf aneinandergereihte Episoden, wobei die ersten drei eine Handlung erzählen und die letzten beiden eine andere. Doch weil man den Film ohnehin nicht alleine betrachten kann, sondern nur im Kontext der gesamten Serie, ist das eigentlich nicht weiter problematisch.
Die ersten drei Fünftel erzählen also das Abenteuer auf dem Mugen-Zug, spannend, emotional und humorvoll, was man eben von der Serie kennt und an ihr liebt. Persönlich hat mir jedoch das Abenteuer auf dem Spinnenberg in der Serie besser gefallen, weshalb ich zunächst etwas verwundert war, warum dieser Film so extrem gelobt wird. Das Abenteuer ist schon toll, keine Frage, habe ich gerne geschaut, aber im Vergleich zur Serie nicht besser.
Doch dann kommen die letzten beiden Fünftel und wow, was für ein Kampf! Solch eine hochwertige Animation sieht man höchstselten. Dann ist der Film zu Ende und man sitzt mit offenem Mund da. Ja, kein Wunder, dass der so hochgelobt wird und alle Rekorde bricht.
Ich freue mich jetzt schon riesig auf die zweite Staffel, denn es gibt noch so viel zu erzählen.
Fazit: Serie und Film sind absolut zu empfehlen.

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Gedankensprung: Brettspiele solo spielen III – Das Ende?

Das Ende naht, doch was wird aus meinem neuen Hobby?
Im letzten Jahr ist es unter Brettspielern wenig überraschend beliebt geworden, Brettspiele solo zu spielen und tatsächlich kommt jetzt kaum noch ein Spiel auf den Markt, das keinen Solomodus hat. Am meisten „Glück“ hat dabei CGE mit seinem Spiel Under Falling Skies, einem reinen Solospiel, das beinahe pünktlich zum ersten Lockdown vor über einem Jahr erschienen war.
Doch der letzte Lockdown ist nun zu Ende. Ich denke, dass bald genug Leute geimpft sind und gehe einfach mal davon aus, dass kein weiterer Lockdown folgt. Was wird also aus unseren Solospielen? Die meisten Leute werden natürlich sofort die Chance nutzen, um wieder mit Freunden und Bekannten zu spielen. Tatsächlich ist es ja gerade der soziale Kontakt, weshalb mir Brettspiele so gut gefallen und ich Computerspiele eher ignoriere.
Anderereits habe ich im letzten Jahr sehr viele Brettspiele solo gespielt und einige davon haben mir echt gut gefallen. So gut sogar, dass ich wohl kaum damit aufhören werde. Die große Frage, die sich die Industrie nun stellt, ist also, wie viele Brettspieler weiterhin solo spielen werden, oder ob dieses Segment nur eine kurzfristige Modeerscheinung war. Soll man als Verlag Energie investieren, um Solovarianten zu kreieren oder sogar reine Solospiele zu veröffentlichen?
Ich selbst werde damit sicher nicht aufhören, denn manchmal möchte ich ein Spiel spielen und niemand ist in der Nähe oder hat Zeit. Manchmal habe ich auch nur spontan Zeit und Lust. Oder manchmal spielen wir in der Gruppe, da wir ja eine Demokratie sind, nicht das Spiel, das ich gerne würde und somit kann ich das dann danach zuhause solo nachholen. Oder es gibt Spiele, die ohnehin nur für einen Spieler sind.
Es ist nun auch tatsächlich so, dass ich bei neuen Spielen, die ich mir kaufe, erst recherchiere, ob sie einen interessanten Solomodus haben, sowohl auf Kickstarter als auch im Fachhandel. Denn wenn ich schon viel Geld investiere, möchte ich das Spiel auch öfters spielen. Immer auf eine Gruppe zu warten, kann dazu führen, dass Spiele sehr lange unausgepackt im „Regal der Schande“ liegen oder nur ein einziges Mal auf den Tisch kommen. Ist der Solomodus jedoch interessant, werde ich es auch oft spielen und somit ist das Geld dann auch gerechtfertigt.

Ich möchte hier jetzt keine Liste anführen, wie in den letzten beiden Beiträgen, was ich alles gespielt habe. Sämtliche Spiele präsentiere ich auf meinem Blog und wenn diese einen Solomodus haben, habe ich ihn auch probiert. Einzig die gratis Print’n’Play-Spiele von BoardGameGeek habe ich nicht vorgestellt, denn von denen hat mir eigentlich nur Star Trek: The Dice Game gefallen, dafür aber richtig gut.
Auf BoardGameGeek gab es auch vor ein paar Monaten einen Wettbewerb, bei denen man Solovarianten für bereits existierende Spiele entwickeln und präsentieren konnte. Von denen habe ich SkyeNet für Isle of Skye und 7 Caves für Wettlauf nach El Dorado probiert. Beide haben mir sehr gut gefallen und werden wohl noch öfter bei mir auf den Tisch kommen.

Jedenfalls hat es sich zufällig so ergeben, dass ich mit dem Ende des Lockdown auch meine Solo-Spiele abgeschlossen habe. Hätte man gar nicht besser planen können. Von Blackout Hong Kong habe ich die gesamte Kampagne gespielt und sämtliche Zusatzszenarien auf BoardGameGeek. Bei Gaia Project habe ich mit allen 14 Völkern einmal gespielt. Diese beiden sind übrigens auch meine Lieblingssolospiele.
Bei 7 Wonders Duel habe ich gegen alle Automa-Anführer mindestens einmal gewonnen und Star Trek: The Dice Game habe ich auch auf dem härtesten Level – Kobayashi Maru – gewonnen.
Wie geht es also weiter? Nun, Maharaja liegt bereits bereit und die von mir unterstützten Kickstarter-Projekte haben allesamt einen Solomodus. Am meisten freue ich mich aber darauf, endlich Dune Imperium in die Hände zu kriegen. Ich habe damit eigentlich nur gewartet, bis ich meine bisherigen Solospiele abgeschlossen habe.
Es gibt aber noch eine Reihe anderer Spiele, die ich gerne solo probieren möchte, nämlich insbesondere Nemo’s War (Second Edition), Pandemic: Untergang Roms, Raiders of Scythia, Lost Ruins of Arnak und Gloomhaven: Die Pranken des Löwen.
Da nun aber bald Spieleabende wieder möglich sein werden, weiß ich nicht, wie viel Zeit ich konkret für Solospiele haben werde, doch missen möchte ich sie keinesfalls.

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Buch: Wells, Martha – Tagebuch eines Killerbots 2: Der Netzwerkeffekt

Großartige Fortsetzung!
Inhalt: Bei einer Mission werden Killerbot und die Crew, auf die sie eigentlich aufpassen sollte, entführt und müssen dann das Geheimnis um eine verschollenen Kolonie lüften.
Lang herbei ersehnt ist nun endlich die Fortsetzung da und sie enttäuscht nicht. Vorweg sei aber erwähnt, dass man den ersten Band gelesen haben muss, der übrigens sehr zu empfehlen ist. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass der erste Band in sich geschlossen ist und der zweite Band eine neue Geschichte erzählt, die aber auf den Hintergründen des ersten aufbaut. Auch der zweite Band ist wieder zufriedenstellend abgeschlossen, endet aber mit einem Ausblick, dass ein dritter Teil wohl ziemlich sicher kommen wird.
Wer also den ersten Band gelesen hat und wem der gefallen hat, der wird hier erneut sehr gut unterhalten werden. Alle anderen brauchen hier gar nicht zuzugreifen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Der Netzwerkeffekt: Ein Killerbot-Roman (Killerbot-Reihe 2)
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Film: Detective Dee und der Fluch des Seeungeheuers (2013)

Selten aber doch: Der zweite Teil ist besser als der erste.
Mystery-Wuxia mit Mark Chao von Tsui Hark. 135 Min.
Inhalt: Der junge Dee kommt in die Hauptstadt, wo er in den Dienst der Gerechtigkeit treten will. Kaiserin Wu, die gerade ihre Regentschaft angetreten hat, beauftragt Detective Yuchi mit den Ermittlungen im Fall des Seeungeheuers, das die Stadt in der Nacht heimsucht. Durch einen Zufall treffen sich Dee und Yuchi und bekämpfen die Kreatur, die gerade eine Prozession angreift, bei der die Kurtesanin Yin geopfert werden soll.
Vorweg sei gesagt, dass man diesen Film eigentlich komplett unabhängig vom ersten Teil, also ohne jegliche Vorkenntnisse schauen kann. Chronologisch sollte man sie sogar anders rum schauen, denn hier wird die Geschichte des jungen Dee erzählt, sein erster Fall in der Hauptstadt. Nur Carina Lau, welche die Regentin Wu Zetian spielt, tritt in beiden Filmen auf, ansonsten haben wir gänzlich unterschiedliche Schauspieler.
Im ersten Teil wird immer wieder eine spezielle Vorgeschichte erwähnt, weshalb Zetian Dee ins Gefängnis geworfen hat. Ich dachte also, dies ist der Inhalt von diesem Film, doch nein, das hier spielt noch weiter vorher. Die Filme haben also, mit Ausnahme der Charaktere, absolut nichts miteinander zu tun. Aber auch da gibt es eine Ungereimtheit, denn Dee hat hier die Fähigkeit des Lippenlesens, was er im anderen Film nicht kann.
Man muss den Film also für sich alleine betrachten und ich finde, er ist absolut gelungen. Der Plot ist spannend mit interessanten Wendungen, speziell der Kampf gegen das Seeungeheuer am Ende ist sehr gut gemacht. Auch die Schauspieler sind gut gecastet worden.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Billige Menschenleben in Filmen

Ich habe letztens eine interessante Filmkritik gelesen und dachte mir, ich beschäftige mich mal etwas allgemeiner mit dem Thema.
In dem besagten Beitrag geht es um den Film Godzilla Vs. Kong und die Kritik lautet, dass der Film kein Problem damit hat, dass in Hong Kong fast die gesamte Bevölkerung stirbt, während im Vorgängerfilm King of the Monsters die US-Regierung sich heldenhaft dafür eingesetzt hat, Boston zu evakuieren. Während es in dem Beitrag aber um Whitewhashing und Filmrassismen geht, möchte ich mich eher mit etwas anderem beschäftigen, das da mitschwingt, nämlich billige Menschenleben.
Eine der Szenen der Filmgeschichte, die mir am besten in Erinnerung geblieben ist, stammt aus dem Film Austin Powers. Der Geheimagent läuft durch die Basis der Bösewichte und tötet einen Wachmann nach dem anderen. Doch jedes Mal, wenn so ein Wachmann stirbt, sieht man dessen Flashback. Mir blieb diese Szene deshalb so gut in Erinnerung, weil ich da das erste Mal richtig darüber nachgedacht habe, dass eigentlich jeder irgendein ausgeprägtes Leben führt, mit Familie und Freunden, Freuden und Sorgen. Aber wenn dann auf der Leinwand jemand getötet wird, ist das einfach nur „cool“.
Man muss aber klar differenzieren: Wenn Soldaten, Polizisten oder Bösewichte sterben, generell Personen mit einer Waffe in der Hand, mache ich mir da keine weiteren Gedanken, denn wer sich extra in die Position bringt, kennt das Risiko. Andererseits schüttle ich aber immer wieder den Kopf, wenn gezeigt wird, wie Zivilisten haufenweise sterben. Natürlich, wenn Godzilla kommt oder ein Asteroid einschlägt, dann ist das halt so, ist dies Teil der Geschichte. Was ich kritisiere, sind beispielsweise Autoverfolgungsjagden. Es wird da nie gezeigt, dass da ein Zivilist stirbt, aber bei den Unfällen und Verwüstungen, die da hinterlassen werden, ist es wohl kaum anders möglich. Ebenso bei Schießereien inmitten einer Stadt.
Natürlich, der Tod eines Zivilisten ist ein dramaturgische Mittel, um den Helden noch stärker zu motivieren. Aber sehr oft denke ich mir, dass kein Zivilist hätte sterben müssen, wenn der Held nicht wie versessen dem Bösewicht hinterherjagen würde.
Mir gefallen gut choreographierte Actionszenen und eine ordentliche Autoverfolgungsjagd ist immer toll, dennoch sitze ich halt oft nach solchen Szenen da und frage mich, ob das wirklich nötig war.

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Spiel: 4mation (Piatnik)

Ähnlich wie 4 Gewinnt, aber mit coolem Twist.
Von Melanie Haumer (ca. 10 Min.; 2 Spieler)
Dies hier ist ein tolles abstraktes Spiel, das im Kern wie 4 Gewinnt funktioniert, aber einen spannenden Twist einführt. Es darf hier nämlich nur an den jeweils zuletzt gelegten Würfel angelegt werden. Das führt zu sehr interessanten Entscheidungen und speziellen Strategien.
Als ich von diesem Twist gelesen habe, habe ich mir eigentlich nicht viel erwartet, aber es hat sich dann herausgestellt, dass dies das schlechte 4 Gewinnt komplett auf den Kopf stellt und dadurch ein spannendes Spiel entsteht, das wirklich Spaß macht.
Wenn man dieses Spiel das erste Mal spielt, erwartet man eigentlich, dass man das gesamte Spielbrett voll macht, weil man sich ständig blockiert, aber nein, bevor man sich versieht, hat schon jemand gewonnen. Dann kommt der Aha-Effekt und ab der zweiten Partie geht man ganz anders an die Sache ran und will dann nochmal spielen und nochmal und nochmal.
Fazit: Empfehlenswert.

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Piatnik – 4Mation
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Buch: Haldeman, Joe – The Accidental Time Machine

Nette Zeitreisegeschichte. Immer vorwärts!
Inhalt: Matt Fuller arbeitet am MIT und erschafft rein zufällig eine kleine, kastenartige Zeitmaschine, während er eigentlich ein Gravitometer konstruieren will. Da der Kasten verschwindet und wieder auftaucht, beginnt Fuller damit Experimente zu machen und erkennt, dass es eine Zeitmaschine ist, die in die Zukunft springt. Doch mit jedem Sprung erhöht sich die Weite um den Faktor 12, ohne Rückweg. Damit beginnt für Fuller eine Reise in die ferne Zukunft, von einer Epoche in die nächste und die Erde wird ihm immer fremder.
Das Buch hier erinnert stark an The World at the End of Time von Frederik Pohl, wo der Hauptcharakter immer wieder eingefroren wird und dadurch verschiedene Zeitalter der menschlichen Entwicklung kennenlernt. Während im Buch von Pohl das alles jedoch zwischen den Sternen stattfindet und Astrophysik ein zentrales Element ist, spielt die Geschichte hier nur auf der Erde und es sind eher philosopische und anthropologische Fragen, die diskutiert werden.
Ich finde die Idee absolut faszinierend, dass jemand immer weiter in die Zukunft springt und so all die Veränderungen kennenlernt, die die Erde und auch die Menschheit durchmacht. Also nicht nur einen Punkt in ferner Zukunft, sondern auch die Schritte dorthin. In dem Sinne hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ein spannende kurzweilige Lektüre.
Wenn ich die beiden Bücher nun konkret vergleiche, dann gefällt mir jenes von Pohl jedoch fast besser, denn ich finde die astrophysische Ebene einfach interessanter und auch die Charaktere dort sind meiner Meinung nach besser ausgeformt. Aber eigentlich gefallen mir beide und ich würde auch immer beide empfehlen.
Fazit: Empfehlenswert.

Auf Amazon zu kaufen:
The Accidental Time Machine
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Film: Findet Dorie (2016)

Schöne Fortsetzung von Findet Nemo.
Animation / Kinderfilm / Abenteuer von Andrew Stanton. 120 Min.
Inhalt: Die vergessliche Paletten-Doktorfischdame Dorie, die Clownfischvater Marlin auf seiner Suche nach Sohn Nemo tatkräftig unterstützt hat, wohnt nun bei ihren Freunden im Korallenriff. Ihr Gedächtnis bereitet ihr noch immer Schwierigkeiten. Eines Tages fragt sie sich, wo denn eigentlich ihre Eltern abgeblieben sind. Gemeinsam mit Nemo und Marlin begibt sie sich auf die abenteuerliche Suche, die sie bis ins Meeresbiologische Institut in Kalifornien führt.
Findet Nemo hat mir zwar sehr gut gefallen, aber irgendwie konnte ich mich dennoch nie aufraffen die Fortsetzung auch zu schauen. Da trifft es sich gut, dass meine Tochter nun alt genug ist, um das nachzuholen, wie ja auch schon mit Die Eiskönigin 2. Nun, meiner Meinung nach ist der Film eine würdige Fortsetzung und wird die Fans zufriedenstellen. Humor und Emotionen kommen in ordentlichem Maße vor, dasselbe Rezept wie bereits beim Vorgänger. Persönlich finde ich, dass sie es teilweise etwas übertrieben haben, aber meiner Tochter hat’s gefallen, Zielgruppe also erfolgreich erreicht. Meiner Tochter hat’s sogar so gut gefallen, dass sie schon gefragt hat, ob es auch einen dritten Teil gibt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Streamingdienste

Weil ich mich gerade darüber ärgere, habe ich mir gedacht, ich schreibe mal was dazu.
An sich wären Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime oder Disney+ eigentlich genau das, was meinen Lebensstil unterstützt, nämlich Serien und Filme anschauen, wann, wo und wie ich will. Doch das ist leider nur die Werbung, nicht die Realität.
Einen Fernsehanschluss habe ich schon seit Jahren nicht mehr, weil ich einerseits das Programm großteils als extrem schlecht, zumindest aber als uninteressant empfinde. Und das, was ich schauen möchte, kommt zu unmöglichen Uhrzeiten. Und selbst wenn es eine akzeptable Uhrzeit ist, muss alles da drum herum angeordnet werden. Nein, dazu habe ich einfach keine Lust.
Der Slogan dieser Streamingdienste lautet also: „Alles schauen, wann, wo und wie du willst.“ Tja, leider nicht ganz.
Das große Problem ist nämlich, dass das Internet die Welt nicht vereint, sondern dort die nationalen Grenzen immer noch gelten. Als erstes ist mir dies explizit aufgefallen, als ich vor etwas über einem Jahr die fünfte Staffel von Shetland schauen wollte, diese aber nur auf amazon.uk zur Verfügung stand, nicht jedoch auf amazon.de, obwohl ich durchaus bereit gewesen wäre, dafür extra zu bezahlen. Die wollten mein Geld nicht, also habe ich es halt auf ner illegalen Streamingseite geschaut.
Wegen dieser Grenzen im Internet haben die Streamingplattformen in den verschiedenen Ländern ein unterschiedliches Angebot. Die Frage lautet nämlich, wer hat in welchem Land welche Rechte? Und deshalb läuft der Film New Mutants beispielsweise auch noch nicht im deutschen Disney+.
Doch es bleibt nicht nur beim Programm, sondern reicht auch zu den Sprachen. Warum kann ich einen Film auf Netflix nicht in allen Sprachen schauen, in die er übersetzt worden ist? Nein, es gibt fast nur Deutsch, Originalsprache und Englisch. Obwohl ich genau weiß, dass es davon bereits italienische und russische Übersetzungen gibt. Aber so ist es auch auf den anderen Streamingplattformen. Manchmal möchte ich mit meiner Tochter einen Film oder eine Serie auf Russisch schauen, aber das geht nur mit russischen Produktionen. Warum? Kein einziger Animationsfilm auf Disney+ bietet eine russische Tonspur.
Es gibt die Tonspuren ja schon, sie müssten nur integriert werden.
Aber dem nicht genug sind die Untertitel teilweise ein Katastrophe. Wenn ich alleine bin, schaue ich eigentlich nur auf Englisch und ohne Untertitel. Wenn aber meine Frau dabei ist, schauen wir auf Deutsch und lassen dabei noch die deutschen Untertitel laufen. Auf Amazon Prime wird zwar viel gekürzt, wie es eh oft der Fall ist, aber es ist dennoch alles korrekt. Auf Disney+ hingegen sind die Untertitel eine Katastrophe. Letztens bei Findet Nemo wurde das Wort „Flosse“ im Untertitel mit „pinna dorsalis“ geschrieben. Das nur als ein Extrembeispiel. Allgemein sind die Untertitel bei Disney+ in den Bereich Wortwahl und Syntax schon sehr schlecht. Das zeigt einfach gut, dass bei Disney+ irgendein billiges Computerprogramm benutzt wurde und niemand nachher noch kontrolliert hat.
Das größte Problem aber ist, dass sich die Inhalte auf diverse Plattformen aufteilen. In Europa haben wir dieses Problem eh nicht so stark wie in den USA. Dort gibt es unzählige Streamingdienste und wenn man alles schauen will, was einen interessiert, braucht man viele Abonnements, also viel Geld. Kein Wunder also, dass illegale Streamingseiten weiterhin blühen.
Die meisten US-Produktionen werden zum Glück von Netflix und Amazon Prime für den internationalen Markt gekauft, womit man dann in Europa das meiste unter zwei Dächern hat. Doch eigentlich nicht ganz. HBO Max wird über Sky vertrieben und Disney+ kocht sein eigenes Süppchen. Dazu kommen noch einige Filme und Serien, deren Rechte in Europa bei verschiedenen Vertreibern liegen. Also auch hier ist es nicht ganz so einfach und wer wirklich alles schauen will, was ihn interessiert, muss auch hier einige Abos abschließen.
Das gleiche betrifft auch Animes. Crunchyroll wäre eigentlich eine Streamingplattform, die das Ziel hätte, sämtliche Animes für den internationalen Markt unter einem Hut zu versammeln. Aber selbst auf so ein kleines Genre reduziert funktioniert das nicht. Tatsächlich waren im Winter 2021 nicht einmal die Hälfte der Serien, die ich geschaut habe, auf Crunchyroll.
Im Bereich Anime kommt dann noch das Netflix-Gefängnis ins Spiel. Netflix kauft sich nämlich die internationalen Rechte für Anime-Serie, die in Japan wöchentlich erscheinen. Doch statt diese wie bei Crunchyroll gleichzeitig zu veröffentlichen, werden die Episoden bis ans Ende geblockt, also im Netflix-Gefängnis aufbewahrt, und dann auf einem Schlag online gestellt. Die Fans wollen die Episoden aber gleich sehen, wie sie in Japan gezeigt werden, um eben sich in der Comunity unterhalten zu können und müssen daher, troz Netflix-Abo, auf illegale Seiten ausweichen.
Nun gut, dann mag man sich denken, ich muss ja nicht alles schauen, was mich interessiert, sondern bleibe bei einer einzigen Plattform, denn die haben ja viel Angebot und vielleicht finde ich ja doch was Nettes. Aber falsch gedacht, denn sehr viel ist nur billiger Schrott. Wie gesagt sind Netflix und Amazon Prime in diesem Bereich nicht so schlecht aufgestellt, denn sie kaufen international ein und somit kann man da, wenn man über den eigenen Tellerrand hinausblickt, durchaus interessante Dinge finden. Disney+ hingegen ist einfach nur eine Enttäuschung.
Ich habe mir Disney+ besorgt, weil ich mit meiner Tochter jetzt sämtliche Pixar- und Prinzessinnenfilme schaue, in dem Sinne zahlt es sich voll aus. Aber wenn ich da dann ein bisschen herumstöbere finde ich absolut nichts für mich. Es gibt da halt nur die Eigenproduktionen und die Interessanten davon kenne ich schon. Die Marvel-Serien interessieren mich leider nicht und auf die nächste Star Wars-Serie muss noch gewartet werden. Ab Juni wird man auf Disney+ Raya und der letzte Drache ohne Aufpreis und den neuen Pixar-Film Luca, ebenfalls ohne Aufpreis, sehen können. Darauf freue ich mich, aber ob ich danach den Dienst verlängern werde, bezweifle ich. Auch Netflix hole ich mir immer nur monateweise, wenn es was gibt, was ich sehen will. Einzig Amazon Prime habe ich konstant, aber das ist halt eine eigene Situation.
Was mich bei Disney+ auch noch voll überrascht hat, war, dass dort die aktuelle Simpsons-Staffel nicht läuft, aber auch hier haben wir wieder eine Frage der Rechteinhaber in den verschiedenen Ländern.
Auch wenn man sagen kann, dass Streamingdienste eigentlich eine sehr gute Idee sind, sind die interessanten Inhalte leider extrem aufgeteilt und in den verschiedenen Ländern auch noch anders zugänglich. Wer alles haben will, muss tief in die Tasche greifen, kann dafür aber alles immer sehen, wie und wo er will. Oder man macht es wie ich, überlegt sich genau, was man sehen will, bündelt dies und macht ein Abo immer nur für 1-2 Monate.
Im Grunde darf man sich jedoch nicht wundern, dass die illegalen Streamingseiten derart aufblühen, wenn es so viele Inhalte gibt, die jedoch nur schwer zugänglich sind.

Ein Freund von mir hätte gern einen Account für alle Streamingdienste, bei dem du monatlich 20-30 Euro bezahlst. Aber dafür kannst du alles schauen. Und die 20-30 Euro werden dann prozentell auf die Plattformen aufgeteilt, die du konkret angeschaut hast. Wäre doch eine Idee, oder?

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