Buch: Bannister, Andrew – Der Erschaffer (Die Spin-Trilogie 3)

Netter Abschluss einer interessanten Trilogie.
Inhalt: Die Spin-Galaxie steht kurz vor ihrem Ende. Ihre letzten Bewohner versuchen, in ein virtuelles Paradies zu entfliehen. Doch die riesigen Server, die das stetig wachsende Paradies instand halten, stellen eine gewaltige Bedrohung dar: Sie verschlucken Energie und Ressourcen und produzieren Hitze. So entbrennt ein Krieg zwischen der Realitat und der Virtualitat, den scheinbar nur ein uraltes Artefakt – der Erschaffer – stoppen kann. Als das insektoide Wesen Scarbo die zunehmenden Anzeichen des Untergangs erkennt, begibt er sich auf eine verzweifelte Reise in den Spin. So wird Scarbo nicht nur überraschend zu einem Vermittler im virtuellen Krieg, sondern möglicherweise auch zum Retter der Menschheit.
Ich möchte zunächst erwähnen, dass jedes Buch dieser Trilogie absolut für sich alleine steht und die einzige Verbindung ist die, dass sie im selben Universum angesiedelt sind, jedoch zeitlich so weit voneinander entfernt, dass es eigentlich schon irrelevant ist. Ich möchte das deshalb betonen, weil dieser letzte Band der schwächste der Trilogie ist. Während Band 1 und Band 2 zwar auch konfus waren, das aber mit coolen und vor allem kreativen Ideen wettgemacht haben, fehlt das hier. Es fehlen hier einfach diese verrückten Momente, diese Szenen, die einem innehalten lassen, weil man sich dafür mehr Zeit nehmen muss. Es ist einfach eine Geschichte im Spin-Universum, deren einziger Existenzgrund darin besteht, die Trilogie abzuschließen. Leider wurde ich hier nicht so gut unterhalten wie mit den anderen beiden Bänden.
Ein größeres Problem aber ist die Auflösung am Ende, was es mit dem Spin auf sich hat. Leser, die dieses Buch zur Hand nehmen, um konkrete Antworten zu finden, werden enttäuscht werden. Der Schluss ist aber per se nicht enttäuschend. Es gibt einen guten Abschluss und der Leser wird in perfekter Sci-Fi-Manier angeregt selbst über ein paar Fragen nachzudenken, Dinge zu interpretieren. Für mich war es so in Ordnung, nur der Rest des Buches war ein bisschen langweilig.
Fazit: Naja, wer die anderen Bände gelesen hat, sollte hier ruhig zugreifen. Aber deswegen mit der Trilogie ganz von vorne zu beginnen, zahlt sich nicht aus.

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Der Erschaffer: Roman (Die Spin-Trilogie, Band 3)
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Serie: Fuller House – Staffel 4

Der Weltmeister der Konstanz.
Natürlich, wenn man nie eine hohe Qualität hatte, kann man auch nicht weit abstürzen. Die Serie läuft einfach geradlinig weiter, als hätte man sie ohne Unterbrechung direkt nach Staffel 3 einfach weitergedreht. Wer die Serie bis jetzt mochte, wird auch in der aktuellen Staffel all das finden, was ihm gefiel. Und umgekehrt natürlich auch. Keine Neuerungen, keine Veränderungen, einfach Gemütlichkeit pur. Eine angenehme klassische Sitcom, die uns wohl noch einige Jahre erhalten bleiben wird.
Fazit: Mir gefällt’s.

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Film: Mortal Engines (2018)

Scheinbar stehe ich damit alleine da, aber für mich der beste Film 2018.
Science-Fiction / Steam Punk mit Hera Hilmar von Christian Rivers. 129 Min.
Inhalt: Hunderte von Jahren nachdem ein katastrophales Ereignis die Zivilisation zerstört hat, leben die Menschen in mobilen Städten. Die mysteriöse Hester Shaw ist die Einzige, welche die Stadt London aufhalten kann. Die Stadt droht alles, was ihr in den Weg kommt, unter sich zu begraben.
Ja, der Film war ein finanzieller Flop. Naja, in China ist er ja noch nicht gestartet und wie schon öfters gesagt, dürfen Filme heute nicht mehr allein auf den Kinoerfolg reduziert werden. Wie bereits die Filme Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten und Blade Runner 2049 hatte auch Mortal Engines zu starke Konkurrenz am Startwochenende und ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Film – wie auch jene beiden – anschließend auf den Streamingplattformen sehr gefragt sein wird.
Es gibt aber noch weitere Gründe, weshalb der Film das Interesse des Publikums nicht wecken konnte: keine Stars und ein unbekanntes Universum. Während ich den Trailer sah und dachte: „Wow, cool, das schaut interessant aus, das ist mal was anderes.“, war die Reaktion der meisten Anderen: „Iih, was ist denn das? Da kenne ich ja niemanden. Und fahrende Städte?! So ein Blödsinn!“ Ich würde jetzt gerne eine Moralpredigt über die Macht der Konsumenten und den cineastischen Einheitsbrei halten, aber da wurde mir der Wind aus den Segeln genommen, denn der größte finanzielle Flop des Jahres 2018 war der Star Wars Film Solo, gefolgt von zwei weiteren Disney-Produktionen. Mortal Engines rangiert auf Platz 5 (ohne den chinesischen Markt, wohlgemerkt).
Betrachten wir aber nun den Film für sich allein. Ich habe die erschaffene Welt, ein Mix aus Postapokalypse und Steam Punk, sehr interessant und den Plot spannend gefunden. Visuell war der Film fantastisch und die Schauspieler waren auch nicht schlecht. Ich war von Anfang an gefesselt und wurde bis zum Ende bestens unterhalten. Ich bin aber auch eine Person, die problemlos in solche fantastischen Welten eintaucht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Top Anime 2018

Nachdem nun also auch die Anime-Herbst-Staffel 2018 zu Ende gegangen ist, wird vielerorts allgemein über das Anime-Jahr 2018 diskutiert und unweigerlich kommt die Frage nach dem jeweiligen Lieblingsanime des Jahres auf. Dabei habe ich bemerkt, dass ich ein Anime, das immer wieder genannt wird, gar nicht geschaut habe! Aufgrund so vieler Empfehlungen habe ich mir also letzte Woche Sora yori mo Tooi Basho (Übersetzung: A Place Further Than The Universe) gegönnt und muss gestehen, ich verstehe die Lobgesänge. Es geht in dieser Serie um vier Oberschülerinnen, die gemeinsam zur Antarktis reisen. Von einem Mädchen ist dort nämlich die Mutter verschollen und sie hat nun das Gefühl, dort hinreisen zu müssen, um sich richtig zu verabschieden. Das Tolle an der Serie ist der Realismus, mit dem alles erzählt wird. Die Serie wirkt beinahe wie eine Reportage über eine Forschungsreise. Keine Action, keine seltsamen Wendungen oder „Häh?“ Momente, sondern einfach nur eine Reise mit all ihren Höhen und Tiefen und mit vielen emotionalen Momenten. Vor allem wird man hier aber als Zuschauer auch selbst sehr gut motiviert, aufzustehen und einfach mal irgendwohin zu gehen. Dementsprechend passt auch der Schluss perfekt zur Serie.
Auch wenn mir diese Serie sehr gut gefallen hat, kann ich sie nicht als meine beste Serie des Jahres bezeichnen. Ginga Eiyuu Densetsu: Die Neue These – Kaikou, eine tolle Space Opera aus dem Frühling, hätte das werden können, wenn sie abgeschlossen wäre. 3-gatsu no Lion, eine Serie über Shogi-Spieler, ist schon seit Jahren mein Liebling, aber im Winter hat es einfach nur eine weitere Staffel gegeben, weshalb ich es nicht wirklich berücksichtigen möchte. Nein, wenn, dann möchte ich eine Serie nennen, die abgeschlossen ist und daher küre ich Violet Evergarden, ebenfalls aus dem Winter, zu meinem Liebling 2018. Eine Serie in einem wunderbaren Steam-Punk-Setting über eine ehemalige Soldatin, die nach dem Krieg ihren Platz in der Gesellschaft sucht.
Aber eigentlich sind alle vier hier genannten Serien sehr zu empfehlen.

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Buch: Lustiges Taschenbuch Galaxy 06

Toller Abschluss einer großartigen Reihe.

© 2018 Disney
Alle vier Wochen erscheint eine neue Ausgabe vom Lustigen Taschenbuch bei Egmont Ehapa.

Vorweg möchte ich nochmal erwähnen, dass ich diese Reihe gelesen habe, weil ich ein Science-Fiction Fan bin und als solcher wurde ich vollends zufriedengestellt. Spannende Geschichten, viele Anspielungen und tolle Parodien. Das Tolle hier ist aber auch, dass es zu 90% deutsche Erstveröffentlichungen sind und nicht einfach Wiederveröffentlichungen im Sinne einer thematischen Zusammenstellung. Ja, das Adjektiv „fantastisch“ geht mir hier locker über die Zunge.
In diesem abschließenden sechsten Band haben wir nun 11 Geschichten, von denen erneut 8 deutsche Erstveröffentlichungen sind, die wieder in 3 Kategorien aufgeteilt sind:
A) Die Jagd nach galaktischem Gold (4 Geschichten, aber 1 Abenteuer): Hier verfolgen wir Dagobert Duck, der das gesamte Universum unsicher macht, um seinen Reichtum zu vermehren. Dieses Abenteuer hat mir nicht zuletzt deshalb so gut gefallen, weil es mit einer meiner liebsten Entenhausen-Geschichten verbunden wurde, nämlich Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden. In einer Reihe von Flashbacks erinnert sich Dagobert an jene Zeit zurück und deren Lehren helfen ihm, Hindernisse im Weltall zu meistern.
B) Galaktische Geschichten (6 Geschichten): Diese Geschichten folgen dem gleichen Prinzip wie jene derselben Kategorie aus den ersten drei Bänden. Es steht also jede für sich alleine und sie spielen alle im Entenhausen der Gegenwart, nur eben mit ausgereifter Raketentechnologie, um das Universum unsicher zu machen. Drei davon sind keine deutsche Erstveröffentlichung und erschienen schon einmal in einem LTB, werden also wohl schon bekannt sein. Aber sie sind allesamt interessant. Speziell die Geschichte Satte Ernte möchte ich hervorheben, weil dort eine Szene in Japan spielt und dabei Anspielungen auf Anime und Manga gemacht werden, was ich irgendwie cool finde.
C) Star Top (1 Geschichte): Die USS Entermouse kehrt für das letzte Abenteuer zurück. Das Star Trek Feeling ist immer noch sehr stark, wirklich toll. Die Geschichte ist ein zufriedenstellender Abschluss einer langen Reise.
Auch wenn dieser Band hier den Abschluss bildet, einen sehr guten, wohlgemerkt, fühlt er sich aber nicht wie ein Serienfinale, sondern nur wie ein Staffelfinale an. Das hat zwei Gründe: 1) Im vierten Band gab es tolle Q-Galaxy-Geschichten und man blieb mit dem Gefühl zurück, dass aus diesem Universum noch etwas kommt, was aber nicht passiert ist. 2) Star Top endet mit einer Verlängerung der Mission zur Erkundung des Weltalls und mit einem speziellen Detail, weshalb man sich durchaus eine Fortsetzung erwartet.
Star Top wurde auf Italienisch im Jahre 2016 verfasst und erstmals veröffentlicht. Wer weiß, vielleicht kommt da ja noch was und in ein paar Jahren wird dann auch auf Deutsch ein weiterer Galaxy-Band erscheinen. Q-Galaxy hingegen wurden auf Italienisch im Jahre 2009 verfasst und erstmals veröffentlicht, da wird wohl nichts mehr nachkommen. Das ist auch kein Problem, denn, wie gesagt, alles ist super abgeschlossen, nur eben mit dem Hintertürchen, dass vielleicht doch noch irgendwann irgendwas kommen könnte.
Fazit: Die gesamte LTB Galaxy Reihe ist absolut empfehlenswert.

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Film: The Equalizer 2 (2018)

Als hätte man den ersten Teil nochmal gedreht.
Action-Thriller mit Denzel Washington von Antoine Fuqua. 120 Min.
Inhalt: Nachdem der ehemalige Regierungsagent Robert McCall (Denzel Washington) aus dem Ruhestand zurückkam, um eine junge Prostituierte vor den Klauen der russischen Mafia zu beschützen, führt er seine Arbeit als Beschützer der Wehrlosen und Streiter für das Gute fort. Doch dann wird seine Freundin Susan Plummer (Melissa Leo), die ebenfalls einst für die Regierung arbeitete, entführt und getötet und McCall kennt nur noch ein Ziel: blutige Rache.
Viel gibt es hier wirklich nicht zu sagen. Nur das: Man muss den ersten Teil nicht kennen. Was erwartet einen? Solide Action; jede Menge feel-good-moments, wenn der Equalizer jemandem aus der unteren Mittelschicht erfolgreich hilft; kaum vorhandener Plot; ein seltsamer Endkampf mit einem unlogisch agierendem Gegner. Wer wie ich gern spät am Abend mit einem hirnlosen Actionfilm abschaltet, der ist hier genau richtig. Wer aber irgendeinen Tiefgang sucht, der ist hier sehr weit entfernt.
Fazit: Okay.

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Gedankensprung: Anime-Update Herbst ’18

Und schon wieder ist eine Anime-Staffel zu Ende gegangen und überraschenderweise habe ich diesmal ganze 3 Sportserien geschaut. Hin und wieder schaue ich schon ein Sportanime, ich stehe denen jetzt nicht generell negativ gegenüber. Dass es in einer Staffel 2 werden ist höchstselten, aber ganze 3 ist eine Premiere. Außerdem habe ich diesmal erstmalig eine Idol-Serie geschaut, das hätte ich auch nie gedacht.

Als ich darüber nachgedacht habe, wer diese Staffel mein Liebling war, hat das nicht lange gedauert: Goblin Slayer ist einfach fantastisch. Er mag für manche zartbesaitete Menschen zu hart sein, speziell in der US-Fangemeinde sind die Wogen hochgegangen, aber die haben sowieso sehr seltsame Weltsichten. Nein, die Serie erzählt eine interessante Geschichte mit vielen Emotionen und aus interessanten Blickwinkeln. Die Serie brilliert auch durch den sehr guten subtilen Humor. Speziell Rollenspieler und Fantasy-Fans sollten sich das hier gönnen und einmal darüber nachdenken, was es konkret bedeuten würde, in so einer Welt zu leben. Außerdem habe ich selten eine Serie gesehen, die ein perfekteres Ende hat. Ein kleines Meisterwerk von der ersten Sekunde in der der ersten Folge bis zur letzten Sekunde in der letzten Folge.

Ebenfalls sehr gut hat mir Double Decker! Doug & Kirill gefallen. Ein gut gestaltetes Steampunk-Setting mit interessanten Charakteren, einem spannenden Detektiv-Plot und überraschenden Wendungen. Speziell die letzte Episode war sehr gut gemacht und bietet einen zufriedenstellenden Abschluss, der jedoch Spielraum für eine Fortsetzunge lässt, die ich auf jeden Fall schauen würde.

Sprechen wir nun über die drei erwähnten Sport-Animes: Zunächst sei da Kaze ga Tsuyoku Fuiteiru zu nennen, eine Serie über eine Gruppe von Läufern, deren Ziel der brutalste Staffellauf von Japan ist. Viel Humor, interessante Charaktere und starke Emotionen machen das hier zu einem sehr guten Werk, das im Winter ’19 direkt weiterlaufen wird. Sehr zu empfehlen.
Die zweite Serie war Hinomaruzumou, das von Sumo handelt. Ich habe es deshalb geschaut, weil ich einfach einmal diese Sportart näher kennenlernen wollte und wurde nicht enttäuscht. Aus denselben Gründen wie das Lauf-Anime habe ich das hier genossen und es geht ebenfalls im Winter ’19 direkt weiter.
Die dritte Serie war Tsurune: Kazemai Koukou Kyuudoubu über Kyudo, eine speziell japanische Variante des Bogenschießens. Auch diese Serie habe ich geschaut, weil ich diesen Sport besser kennenlernen wollte. Mir hat die Serie gut gefallen, weil sie so ruhig ist, wie der dargestellte Sport eben auch. Aber weder Charaktere noch Plot waren wirklich interessant, doch dafür war es optisch sehr schön und speziell der Sport selbst wurde toll dargestellt. Mir hat es gut gefallen, den fliegenden Pfeilen zuzuschauen und vor allem zuzuhören. Drei Folgen kommen noch im Jänner und hoffentlich gibt es davon einen zufriedenstellenden Abschluss, denn eine zweite Staffel werde ich mir hiervon wohl nicht gönnen.

Seishun Buta Yarou wa Bunny Girl Senpai no Yume wo: Hier geht es um einen Jungen, der zufällig mit einer Reihe mysteriöser Begebenheiten konfrontiert wird und diese lösen sollte. Das Tolle hier sind die Dialoge, speziell zwischen den beiden Hauptcharakteren. Sie sind nicht extra fürs TV geschönt oder zensiert, sondern sind witzig, schlagfertig und wirken dabei so real, lebensnah. Es ist ein Genuss, denen zuzuhören, aber auch der Plot ist relativ spannend. Die ersten drei Folgen waren fantastisch, allein die sind zu empfehlen, denn dann ist dieses kleine Kapitel auch schon abgeschlossen. Die Folgen vier und fünf sind ein brutaler Dämpfer, aber dieses Kapitel wird dann in Folge sechs sehr schön abgeschlossen. Die nächsten zwei Fälle sind dann jeweils Doppelfolgen, die beide durchaus interessant sind. Und dann würde es sich anbieten, aufzuhören, denn die letzten drei Folgen waren leider nur noch sehr langweilig und der Abschluss einfach nur seltsam und unbefriedigend.
Weil mir dir Serie so gut gefallen hat, habe ich auf Empfehlung eines Freundes Bakemonogatari geschaut und ich muss sagen, die hat mir noch viel besser gefallen. Wenn die in dieser Staffel gelaufen wäre, wäre sie ohne Zweifel mein Liebling geworden. Denn hier sind nicht nur die Dialoge fantastisch, sondern auch die Optik ist einzigartig genial. Animes, die sämtliche Möglichkeiten des Zeichenstils ausnutzen und die konventionellen Grenzen sprengen, sind immer sehenswert. Wenn sie dann noch wie hier mit einem spannenden Plot und interessanten Charakteren daher kommen, ist das einfach großartig.

Tensei shitara Slime Datta Ken ist ein lustiges und spannendes Fantasy-Anime, in welchem ein Mann aus dem modernen Japan stirbt und als Schleim in einer anderen Welt wiedergeboren wird. Die Serie ist durchaus unterhaltsam, entwickelt sich sehr spannend und läuft zum Glück im Winter ’19 direkt weiter.

Und dann kommen wir schließlich noch zur Idol-Serie: Zombieland Saga. Die erste Episode beginnt fantastisch und man ist sofort gefangen. Eine Idol-Gruppe bestehend aus Zombies! In der ersten Episode machen sie ordentlich Heavy Metal Musik, in der zweiten rappen sie auf hervorragende Weise. Normalerweise verliere ich kein Wort über die Sprecher, aber hier möchte ich einfach hervorheben, wie großartig der japanische Sprecher im Original spielt, der seine Stimme dem Manager leiht. Zusammen mit der tollen Musik macht der Manager aus diesen beiden Episoden ein wirklich tolles Erlebnis. Doch ab der dritten Episode gibt es nur noch Pop Musik und der Manager allein reicht halt nicht aus, den nicht vorhandenen Plot zu tragen. Dennoch bin ich dabei geblieben, weil ich wissen wollte, was das Geheimnis der Zombies ist und die Serie bot ja auch immer wieder sehr lustige Szenen. In der letzten Folge gab es dann auch tatsächlich eine nette Überraschung. Sie ist in sich geschlossen, es wurde aber Platz für eine Fortsetzung gelassen.

Ingress the Animation: Plot und Animation sehr gut, aber Übersetzung so eine Katastrophe, dass ich nach drei Episoden wieder aufgehört habe. Vielleicht kommt irgendwann eine bessere Übersetzung und dann probiere ich es vielleicht noch einmal.

Nachdem diesmal bereits die dritte Staffel vom viel gelobten Sword Art Online ausgestrahlt wurde, habe ich die Gelegenheit ergriffen, weil ich Zeit hatte, endlich alles davon zu schauen, was bisher erschienen ist, und ich muss sagen, ich bin begeistert.
Staffel 1: Zunächst einmal muss ich positiv hervorheben, dass hier eine in sich geschlossene Geschichte erzählt wird, es also nicht einen nervigen Cliffhanger gibt. Außerdem gefällt mir auch, dass die Situation, weshalb alle in dem Computerspiel gefangen sind, sehr gut erklärt wird, einfach logisch und nachvollziehbar ist und das Leben in der realen Welt nicht ignoriert wird. Die Serie macht einfach Sinn und bleibt bis zum Ende spannend. Die zweite Hälfte der Staffel ist vom Konzept her anders als die erste, aber die logisch konsequente Weiterführung und deshalb auch noch durchaus interessant. Mein Problem jedoch ist, dass in der zweiten Hälfte einige Elemente eingebaut wurden, die mir nicht so gut gefielen und Chancen für großartige Szenen ausgelassen wurden. Dennoch war es bis zum Ende toll.
Staffel 2: Auch diese besteht aus zwei Hälften. Die erste ist sehr spannend und hier geht es darum, eine Mordserie zu lösen, die in der virtuellen und realen Welt geschieht. Mir hat das nicht nur wegen dem spannenden Plot gut gefallen, sondern auch, weil die virtuelle Realität hier nicht Fantasy sondern Sci-Fi war, nämlich Gun Gale Online. Die zweite Staffelhälfte kann man vergessen, denn hier passiert überhaupt nichts interessantes, spannendes oder zumindest lustiges. Es sind einfach ein paar Abenteuer in der VR.
Film Ordinal Scale: Im Anschluss zur zweiten Staffel erschien dieser Film. Nachdem die zweite Hälfte der zweiten Staffel, bzw. die vierte Story der Serie sehr schlecht war und mich enttäuscht zurück ließ, wurde ich hier dafür voll entschädigt. In diesem Film wird die virtuelle Realität mittels Brillen als augmentierte Realität in die reale Welt geholt. In dieser Technologie steckt jedoch ein Geheimnis und ein Kriminalfall, der auf die erste Story der Serie zurückgreift, beschäftigt die Charaktere. Nicht nur ist der Film spannend und toll gezeichnet, sondern er bietet mit dem Showdown am Ende einen fantastischen Abschluss für das gesamte Franchise bisher.
Sword Art Online Alternative – Gun Gale Online: Diese Serie spielt im selben Universum wie der Rest, es wird auch immer wieder auf das Original Bezug genommen, es ist sozusagen ein Spin-Off. Der Plot findet im Sci-Fi-Setting der zweiten Staffel statt, also in Gun Gale Online. Die Serie hat einen ganz netten Flair und bietet einige lustige sowie tolle Momente, aber der Plot ist leider nicht so spannend, weil das Spiel nicht diese brutalen Konsequenzen in der realen Welt hat wie im Original und die Handlungen des Antagonisten auch eher seltsam sind. Aber dafür werden hier einige der besten Schusswaffen-Kampfszenen geboten, die ich je in einem Anime gesehen habe. Die Serie ist mit ihren 12 Episoden durchaus sehenswert und auch abgeschlossen.
Staffel 3: Die hat mir deshalb so gut gefallen, weil sie konsequent die Technologien und Möglichkeiten der virtuellen Realität weiterentwickelt, immer in Beziehung mit der realen Welt. Ein spannender Plot stellt alle Fans dieses Franchises zufrieden. Die Serie läuft im Winter ’19 direkt weiter und ich freue mich sehr darüber.

Seit Animes im Westen beliebt wurden, gab es immer irgendein Trio, das an der Spitze stand, die „Big 3“, wie man so schön sagt. Das ist jedoch nur außerhalb Japans so, in Japan selbst gibt es eine komplett andere Situation. Nach dem Ende von Dragon Ball Super wurde dessen Platz neben One Piece und Boruto von Black Clover eingenommen. Doch jetzt ist Fairy Tail zurück, es gibt also die Big 4! Das Anime-Raum-Zeit-Gefüge ist damit nun komplett aus den Fugen geraten. Aber mit der steigenden Beliebtheit von Animes ist es nur selbstverständlich, dass aus dem Trio an der Spitze ein Quartett wird. Was haben diese vier Serien nun für mich gemeinsam? Ich lese die Mangas. Wenn ich Zeit habe, schaue ich mal ein paar Folgen, oder ich ignoriere sie manchmal wochenlang. Die anderen Serien, deren Mangas ich nicht lese, sind mit verständlicherweise wichtiger.

Ausblick auf den Winter 2019:
Mit Tate no Yuusha no Nariagari, Kaguya-sama wa Kokurasetai: Tensai-tachi no Renai Zunousen und Yakusoku no Neverland werden drei tolle Mangas, die ich selbst auch regelmäßig lese, als Anime verfilmt. Die kann ich also nur empfehlen. Zusätzlich haben noch folgende Titel mein Interesse geweckt: Revisions, Dororo, Kouya no Kotobuki Hikoutai und Kakegurui 2nd Season.

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Spiel: Sword Art Online. Das Brettspiel – Sword of Fellows (Japanime Games)

Selbst als Fan der Serie nur schwer erträglich.
Von Seiji Kanai (ca. 30 Min.; 1-4 Spieler)
Man öffnet das Spiel und wird aufgrund der Bilder sofort an die Serie erinnert. Seinen Lieblingscharakter möchte man dann auch spielen, aber einer muss zu Kirito greifen, denn nur der kann den Endgegner besiegen. Also doch nicht ganz so frei die Charakterwahl. Kooperativ ist das Ganze, wie ja in der Serie auch. Dann wird gewürfelt, Yahtzee-Style. Nichts anderes. Solange, bis man genug Marker auf den Gegner gelegt hat und der nächste kommt. Gefahr für den eigenen Charakter? Null Komma Nichts. Dilemmata? Strategie-Optionen? Chance, das Spiel nicht zu gewinnen? Fehlanzeige. Man würfelt und irgendwann ist es fertig.
Ein klein wenig interessant wird es, sobald jeder Charakter seinen individuellen Würfel bekommt, wodurch mehr Optionen offen stehen. Das macht das Spiel aber leider auch nicht wirklich spannender.
Fazit: Schade, dass aus diesem Thema nichts Besseres wurde.

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Film: The Space Between Us (2017)

Nette Teenie-Romanze.
Science-Fiction / Liebe / Drama mit Asa Butterfield von Peter Chelsom. 121 Min.
Inhalt: In der nahen Zukunft hat die Menschheit begonnen, den Mars zu kolonisieren. Unplanmäßig wird der erste Mensch auf dem Mars geboren. Trotz der Entfernung zur Erde gibt es die Möglichkeit, ein gemeinsames Internet zu betreiben. Beim Surfen trifft der junge Marsianer ein hübsches Mädchen aus Colorado und verliebt sich in sie. Er hat nun nur noch ein Ziel: Zur Erde reisen, um seinen Vater, der nichts von seiner Existenz weiß, und dieses Mädchen zu treffen. Aber das stellt ein größeres Problem dar als gedacht. Die Schwerkraft der Erde ist für den Jungen lebensbedrohlich, da er derartige Anziehungskräfte in seiner Heimat nicht gewohnt ist.
Das Zielpublikum, romantisch veranlagte Jugendliche, wird hier sehr gut bedient, Aktivierung der Tränendrüsen inklusive. Denn die Produktionsqualität ist hoch und die Schauspieler sind gut. Natürlich, wissenschaftlich ist das alles vollkommen absurd und der Plot ist auch ziemlich lächerlich, aber wen interessiert das schon? Wenn man diesen Film schaut, geht es nur um die Gefühle, die hervorgerufen werden, nach der Devise: Hirn aus – Herz an. Wenn jemand diesen Film wegen des Schlagwortes „Science-Fiction“ schaut, wird er enttäuscht wird, wurde er aber wegen „Liebe“ und „Drama“ angezogen, wird er wohl gut unterhalten werden.
Fazit: Nicht schlecht.

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Gedankensprung: Jahresrückblick 2018 / Ausblick 2019

Jahresrückblick 2018

Das Jahr 2018 neigt sich seinem Ende und somit wird es auch Zeit sich den unzähligen Jahresrückblicken anzuschließen, die jetzt überall gedeihen. Was mir 2018 am besten gefallen hat, soll hier zusammengetragen werden und somit einen Abschluss für dieses Jahr bieten. Wobei ich anmerken möchte, dass ich über Dinge spreche, die ich in diesem Jahr kennengelernt habe, es ist also nicht alles neu in diesem Jahr erschienen.

Gesellschaftsspiele
Wir starten mit dem Bereich, der auf meinem Blog die meisten Besucher erhalten hat: Brett- und Kartenspiele. Dabei sei gesagt, dass letztes Jahr etwa 2.000 Spiele erschienen sind und ich im Schnitt pro Woche ein neues kennenlerne, also vielleicht etwas über 52 im ganzen Jahr. Das ist nur ein Bruchteil und somit ist die folgende Liste, wie eigentlich alles auf diesem Blog, sehr subjektiv.
Wie bereits letztes Jahr sind auch heuer wieder einige Erweiterungen für manche meiner liebsten Spiele erschienen. Sie haben mir allesamt gefallen und ich werde auch nicht mehr ohne sie spielen, jedoch waren sie nicht so gut, dass sie einen Platz unter den Top-Produkten des Jahres verdient hätten.
Ohne Zweifel war Pulsar 2849 (CGE) für mich das beste Spiel des Jahres war. Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir Azul (Pegasus Spiele), Alien Artifacts (Portal Games), The Fox in the Forest (Renegade Game Studios), Century – Spice Road (Plan B Games), Cry Havoc (Portal Games), Photosynthese (Blue Orange), Reef (Next Move Games), Lisboa (Eagle-Gryphon Games), Ethnos (CMON) und Otys (Libellud).

Filme
Von den fünf Filmen, die ich dieses Jahr unbedingt sehen wollte, habe ich bis auf Mortal Engines auch alle angeschaut, was nicht wirklich eine Überraschung sein sollte. Aber es gab keinen Film, der für mich über den anderen stehen würde und ganz allgemein gab es dieses Jahr nur sehr wenige Filme, die ich für mich als „Top“ bezeichnen würde, nämlich: Phantastische Tierwesen 2 – Grindelwalds Verbrechen, Three Billboards Outside Ebbing – Missouri, Coco, Blade Runner 2049, Hunt for the Wilderpeople, Avengers – Infinity War sowie 5 Zimmer Küche Sarg. Und nur zwei davon sind im Jahr 2018 erschienen.

Bücher
Vor allem dieser Bereich war wie bereits im letzten Jahr extrem Science-Fiction-lastig, doch es gab auch genug Ausflüge in andere Genres. Von den Büchern, die mir dieses Jahr am besten gefallen haben, war Simmons, Dan – Hyperion 1+2 & Endymion 1+2 zweifellos mein Liebling. Aber es gab noch eine Reihe weiterer Bücher, die mir sehr gut gefallen haben: Corey, James S. A. – Persepolis Rising (The Expanse 7) / Reynolds, Alastair – Rache / Hofrichter, Robert – Im Bann des Ozeans / Vössing, Konrad – Die Vandalen / Lustiges Taschenbuch Galaxy 01-06 / Brandhorst, Andreas – Die Tiefe der Zeit / Taylor, Dennis E. – Ich bin viele (Bobiversum 1)

Serien
Serienmäßig war 2018 wie bereits 2017 für mich hauptsächlich von Comedy und Sci-Fi geprägt. Meine diesbezüglichen Lieblinge sind: Fresh Off the Boat, Life in Pieces und The Good Place für Comedy, The Orville, Altered Carbon und The Expanse für Sci-Fi. MacGyver hat weiterhin nicht enttäuscht und auch Star Wars Rebels hat eine sehr starke abschließende Staffel abgeliefert. Dazu kamen einige weitere Serien, die mich überzeugen konnten: Jack Ryan, Dirk Gently’s Holistic Detective Agency, A Series of Unfortunate Events und Stranger Things.

Ausblick 2019

Filme: Fixen Kinotermin gibt es 2019 für mich nur einen, nämlich Avengers: Infinity War – Part II. Weitere Filme, für die ich mir eventuell ein Kinoticket gönnen würde, wenn ich zufällig Zeit habe, wären Ad Astra, Creed 2, Alita: Battle Angel, Captain Marvel und Star Wars: Episode IX.
Serien: Außer den nächsten Staffeln meiner Lieblingsserien wüsste ich von keiner neuen Serie, auf die ich mich freuen würde.
Bücher: Am meisten freue ich mich wie immer auf den neuen Brandhorst-Roman und natürlich die nächsten Expanse – Teile. Ebenso warte ich gespannt auf die Fortsetzung der Bobiversum-Reihe.
Spiele: Ich wüsste nicht, welche Spiele 2019 neu erscheinen. In meinem Bericht über Essen 2018 habe ich bereits sämtliche Spiele aufgelistet, die ich noch gern spielen würde. Ansonsten habe ich ein paar Prototypen kennengelernt, über deren Veröffentlichung ich mich freuen würde, aber darüber muss ich leider schweigen.

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