Buch: Corey, James S. A. – Persepolis Rising (The Expanse 7)

Fantastische Fortsetzung der Expanse-Saga.
Inhalt: 30 Jahre nach den Ereignissen im sechsten Band kehren die abtrünnigen Marsianer zurück und haben ganz eigene Pläne für die Zukunft der Menschheit.
Mit diesem Band beginnt nun die abschließende Trilogie der Expanse-Saga. „Trilogie“ bedeutet ein Plot, der über drei Bände läuft und dementsprechend gibt es auch ein offenes Ende. Da ja dann der neunte Band der Abschluss ist, fürchte ich, dass der achte ein typischer Mittelteil werden wird, aber das ist jetzt hier nicht das Thema. Der sechste Band kann durchaus auch als Ende angesehen werden, denn was hier nun in den Mittelpunkt rückt ist ein kleiner Seitenstrang, der bisher immer nur nebenher, fast schon unbemerkt gelaufen ist. Auch möchte ich noch anmerken, dass die Horror-Kurzgeschichte Strange Dogs (The Expanse 6.5) tatsächlich eine Art Prolog zum siebten Band bildet und daher empfehle ich umso mehr, diesen auch zu lesen, es ist aber nicht nötig.
Auch wenn man den sechsten Band legitim als Ende betrachten könnte und damit einen zufriedenstellenden Abschluss hätte, kann man es auch andersherum betrachten, dass eben sämtliche Bücher und Kurzgeschichten bisher nichts anderes waren als ein langgestreckter Epilog für dieses Buch hier und jetzt, waren ja von Anfang an neun Bände geplant.
Persepolis Rising hat mir wieder gezeigt, weshalb ich The Expanse so liebe. Jeder einzelne Band ist anders, frisch, innovativ und spannend. Die Charaktere sind immer wunderbar ausgearbeitet und selbst die Gegner werden einem sympathisch, denn inmitten der futuristischen Technologie und Alien-Biologie kommen das menschliche Wesen, Emotionen, Wünsche und Träume nie zu kurz. Sei es nun der neue Gouverneur, der ein Diktator sein muss, aber eigentlich nur seine Frau und Tochter vermisst, oder der neue Captain, der sich so über sein Schiff gefreut hat aber dann doch wieder den alten Captain vorgesetzt bekommt. So viele Charaktere mit so vielen Geschichten und verschiedenen Facetten machen dieses Buch und die gesamte Expanse-Serie einfach großartig.
Besonders gefällt mir, wie die Ideale und Werte am Anfang des Buches, die zu einem Konflikt geführt haben, am Ende des Buches genau andersrum betrachtet werden und genauso gültig oder eben ungültig sind.
Fazit: Für Fans absolut zu empfehlen. Doch das Ende naht und die Chance auf eine brutale Enttäuschung ist groß. Vielleicht sollte man doch mit dem sechsten Band aufhören?

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Serie: The Orville – Staffel 1

Was? Nur 12 Folgen?!
Ich hatte eigentlich gedacht, dass es nur eine Winterpause gibt, bis ich letzte Woche erfahren habe, dass die erste Staffel tatsächlich nur aus zwölf Folgen besteht. Naja, es gibt eine dreizehnte Folge, die wurde aber wegen Programmkollisionen verschoben und wird dann die erste Folge der zweiten Staffel sind. Jawohl, es gibt eine zweite Staffel! Ich freue mich schon so auf September 2018, wenn es weitergeht.
Jedenfalls ist Orville für mich die beste Serie seit Jahren. Star Trek-Fans und -Veteranen wollten eine Star Trek-Serie machen, bekamen jedoch nicht die Rechte und so entstand das hier. Eine fantastische Star Trek-Serie, auf die ich seit über einem Jahrzehnt warte, nur trägt sie halt nicht diesen Titel.
Diese Serie hier hat alles, weshalb man ein Fan von Star Trek geworden ist mit noch zusätzlich dem Bonus Humor. Vom Trailer letzten Sommer hatte ich befürchtet, dass das hier ein Klamauk oder eine Parodie würde, aber das ist es ganz und gar nicht. Als hätte man irgendeine Folge aus irgendeiner der Star Trek-Serien genommen und an geeigneten Stellen angenehme, unverfängliche, familientaugliche Witze eingebaut. Das tolle ist, dass diese Witze die Atmosphäre angenehm auflockern, teilweise auch zu einem Running Gag werden, aber nie den Plot einnehmen, beeinflussen. Jede Folge ist ein in sich geschlossenes Abenteuer, das in bester Star Trek-Manier unsere gesellschaftlichen Normen hinterfragt, philosophische und moralische Fragen stellt.
Fazit: SUPER!!

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Film: Snatched – Mädelstrip (2017)

Gruppenzwang + Missverständnis = missratener Filmabend.
Action / Komödie mit Amy Schumer von Jonathan Levine. 97 Min.
Inhalt: Nachdem ihr Freund sie am Abend vor ihrem gemeinsam geplanten exotischen Urlaub verlässt, überzeugt die ungestüme Träumerin Emily Middleton (Amy Schumer) ihre übervorsichtige Mutter Linda (Goldie Hawn), mit ihr ins Paradies zu reisen, wo sie jedoch entführt werden.
Der Film ist schlecht. Da muss man nicht lange um den heißen Brei reden. Ich hatte das schon vorher geahnt, konnte aber meinen Filmkreis davon nicht überzeugen. Erst im Nachhinein, nachdem eindeutig klar war, dass wir fast zwei Stunden verschwendet haben, kam ans Licht, dass eine Person meinte, hier spiele Melissa McCarthy mit, und nicht Amy Schumer, während eine andere Person davon ausgegangen war, hier eine romantische Liebes-Urlaubskomödie vor sich zu haben.
Nun denn, ich habe den Film geschaut und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, ihn zu kritisieren. Es gibt einige lustige Momente, ja, aber die sind so rar gesät, dass sie zwischen all den Szenen, die lustig sein sollten, es aber nicht sind, einfach untergehen. Es gibt hier einen seltsamen Mix aus Schwarzem Humor, Unter-der-Gürtellinie-Humor und allgemein tauglichem Humor – wir haben kaum gelacht. Dazu kommt noch ein typischer Hollywood-Plot, in dem alle Länder, die nicht USA heißen, einfach böse und gefährlich sind. Schumer und Hawn haben durchaus eine gute Chemie und ich glaube, in einer gut geschriebenen Komödie hätten die beiden großartige Arbeit geleistet. Vielleicht ohne Entführung und Vagina-Witze, also als reine Chaos-Urlaubs-Komödie hätte das eigentliche Thema des Films, nämlich die kaputte Mutter-Tochter-Beziehung, viel besser herausgearbeitet werden können. So aber ist das ein klarer Reinfall und ich gebe zum Teil der Drehbuchautorin Katie Dippold die Schuld daran. Die hat übrigens auch Taffe Mädels geschrieben, eine fantastische Komödie, aber auch das Reboot von Ghostbusters, was in einer Katastrophe endete. Vielleicht war ihr Drehbuch auch super und der Regisseur hat es verhunzt, wer weiß.
Amy Schumer hat durchaus einen fragwürdigen Humor und wenn man sie sich selbst überlässt, endet das meistens nicht gut. Aber es ist wie mit Adam Sandler: Wenn der Regisseur wenig Freiräume gibt und das Drehbuch sitzt, dann kann aus diesen Schauspielern viel rausgeholt werden. Andererseits hat der Trailer zu diesem Film eh schon ehrlich davor gewarnt, was einen erwartet, man geht also schon mit der entsprechenden Erwartungshaltung hinein.
Fazit: Einfach nur schlecht.

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Gedankensprung: Meine Top 10 Sci-Fi Filme / Serien / Bücher

Leser dieses Blogs haben bereits mitbekommen, dass ich ein großer Sci-Fi-Fan bin, speziell ein Space-Sci-Fi-Fan. Ich habe also hier mal einen Versuch unternommen, Top-10-Listen zu diesem Genre zu erstellen (meine subjektive Meinung zu diesem Zeitpunkt und soweit ich mich an die verschiedenen Titel erinnere):

Filme:
11. The Fifth Element; Matrix; I, Robot; Alien; Blade Runner; Mad Max: Fury Road; Children of Men; Zurück in die Zukunft; Terminator 2; Interstellar; Edge of Tomorrow; Mortal Engines; Alita – Battle Angel; Star Trek Beyond; Star Wars: Rogue One; Space Sweepers; Der wilde Roboter.

10. Guardians of the Galaxy
9. Valerian
8. Looper
7. Independence Day
6. Wall-E
5. Alien 2
4. Inception
3. Equilibrium
2. Dune (2021)
1. Star Trek 2009

Serien:
11. The Expanse; Sanctuary – Wächter der Kreaturen; Dark Matter; Defiance; Alles Star Trek und Stargate; Altered Carbon; Warehouse 13 ; The Blackout; The Mandalorian; The Astronauts; Kanata no Astra (Anime); Ergo Proxy (Anime); Vivy – Fluorite Eye’s Song (Anime); Taken (Miniserie); Fallout; Terminator Zero (Anime); Alien: Earth.

10. Ghost In The Shell (Anime)
9. Futurama (Cartoon)
8. Firefly
7. Cowboy Bebop (Anime)
6. Stargate SG1
5. Legend of the Galactic Heroes: Die Neue These (Anime)
4. Farscape
3. Babylon 5
2. The Orville
1. Star Trek: Deep Space Nine

Bücher:
11. Larry Niven – Ringwelt; Frederik Pohl – The World at the End of Time; George R.R. Martin – Planetenjäger; Sylvain Neuvel – Giants; Andreas Brandhorst – Omniversum; Dan Simmons – Ilium; James A. Sullivan – Chrysaor; Andreas Brandhorst – Das Schiff; Kevin J. Anderson – Saga der Sieben Sonnen; Taylor, Dennis E. – Bobiversum; Brandhorst, Andreas – Der letzte Regent; Scalzi, John – Krieg der Klone; Wells, Martha – Tagebuch eines Killerbots; Allen Steele – Coyote-Serie; Asimov, Isaac – der gesamte Foundation-Zyklus; Moon, Elizabeth – Vatta’s War (gesamte Serie); Douglas Adams – Per Anhalter durch die Galaxis; B.V. Larson – Undying Mercenaries Series; Tchaikovsky, Adrian – Die Kinder der Zeit.

10. George Orwell – 1984
9. Max Brooks – World War Z
8. Ray Bradbury – Der illustrierte Mann
7. Andy Weir – Der Marsianer
6. Frank Schätzing – Der Schwarm
5. Frank Herbert – Dune (Die erste Trilogie)
4. Lois Lowry – Hüter der Erinnerung
3. James S. A. Corey – The Expanse (gesamte Serie)
2. Simmons, Dan – Hyperion 1+2 & Endymion 1+2
1. Asimov, Isaac – I, Robot

Aktualisiert am 29.01.2026

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Spiel: Katarenga (Huch)

Für Schach-Spieler, denen das normale Schach zu langweilig geworden ist. Das bessere Schach also.
Von David Parlett (ca. 20 Min.; 2 Spieler)
Man könnte das hier auch als Schach für Spieler bezeichnen, die es gerne spielen, aber keine Lust haben tausend Standardformationen zu lernen. Aber was ist das hier nun konkret?
Wir haben ein Spielbrett, das extrem variabel ist und jedes Mal ein anderes Muster aufweist. Dazu acht Figuren, die gleich ausschauen und auf gegenüberliegenden Linien beginnen. Die Bewegungsmöglichkeiten einer Figur hängen vom Feld ab, auf dem sie gerade steht. Ein Figur kann sich also in einem Zug wie ein Schach-Turm bewegen, bliebt dann aber auf einem Feld stehen, das es ihm erlaubt, im nächsten Zug wie Schach-Pferd zu springen.
Das variable Brett bewirkt, dass es keine Standardmanöver gibt, die jede Partie gleich sind. Außerdem verändern die Figuren nach jedem Zug ihre Funktion, was dem Spiel eine sehr interessante Tiefe verleiht.
Man gewinnt das Spiel, indem man zwei eigene Figuren hinter die gegnerische Linie bewegt, sie sozusagen aus dem Spiel nimmt. Durch diese Siegbedingung und der Möglichkeit des Schlagens wie beim normalen Schach, reduziert sich die Anzahl der 2 x 8 Figuren rasch, weshalb ein Spiel nur höchst selten länger als die angegebenen 20 Minuten dauert.
Mir gefällt dieses Spiel sehr gut und es ist aufgrund der kurzen Spielzeit ein ideales 2-Personen-Spiel, doch davon habe ich schon einige. Wenn ein Vielspieler kommt, packe ich lieber 7 Wonders Duel oder Targi aus und bei einem Gelegenheitsspieler Lost Cities. Und das ist mein Problem mit diesem Spiel: Ich weiß nicht, mit wem spielen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Katarenga
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Buch: Wagers, K.B. – Thronräuber. Der Indrana-Krieg 1

Eine tolle neue Saga in den Weiten des Weltalls.
Inhalt: Hail Bristol ist seit zwanzig Jahren Waffenschmugglerin und Raumschiffkapitänin. Niemand ahnt, dass sie eigentlich eine Prinzessin des großen Imperiums Indrana ist. Selbst Hail hat es fast vergessen, bis sie eines Tages an den Hof zurückgerufen wird und Blaster gegen Zepter eintauschen muss. Denn Indrana steht kurz vor einem Krieg.
Ich habe bereits an einer anderen Stelle einmal angeführt, dass mir die Ich-Perspektive eigentlich nicht gefällt. Sie muss schon sehr gut geschrieben sein, um mich zu überzeugen, was hier definitiv der Fall ist. Nach ein paar Seiten Eingewöhnungsphase war ich gefesselt und habe das Buch bis zum Ende regelrecht verschlungen. Der Plot ist recht einfach gestrickt, bietet kaum überraschende Wendungen, ist aber gerade wegen dieser Einfachheit so spannend. Man hat die Charaktere rasch ins Herz geschlossen, was ja der große Pluspunkt der Ich-Perspektive ist, und verfolgt gebannt die Geschehnisse. Es geht hier nicht so sehr darum, was als nächstes passiert, denn das Ende ist eigentlich von Anfang an klar, sondern wann etwas passiert, wie es passiert, wer verantwortlich ist und wer nur ein ersetzbarer Handlanger.
Mein großes Problem mit dem Buch ist, dass es eigentlich vom Setting her sehr austauschbar ist. Hier wurde Sci-Fi als Hintergrund gewählt, sehr gut ausgearbeitet und gefällt mir. Aber vom Plot und den Charakteren her hätte das genauso Fantasy oder Historisch werden können. Denn kein einziges Sci-Fi-Element ist entscheidend für irgendwelche Entwicklungen. Es ist wie ein Brettspiel, auf dessen Mechanismus man irgendein Thema draufklebt, weil es komplett egal ist. Gefallen tut mir das Buch trotzdem und mit einem anderen Setting hätte ich es wohl gar nicht in die Hand genommen, also passt das schon irgendwie.
Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, ist die Beschreibung des Indranischen Imperiums. Denn dabei handelt es sich um ein strenges Matriarchat mit indischen Wurzeln, also mit dementsprechend starkem kulturellem Einfluss. Dies war für mich einmal was anderes, sehr interessantes. Es gibt Andeutungen auf andere Mächte und Kulturen in den Weiten des Weltalls und ich hoffe, dass diese in den nächsten Bänden ausgearbeitet werden.
Und jetzt noch eine Kritik am Übersetzer: Warum hat er das Wort „Bodyguard“ beibehalten? Wir sind hier an einem kaiserlichen Hof und da könnte man doch Wörter wie „Leibwächter“ oder „Garde“ verwenden, das würde doch viel besser klingen. Dieses Wort hat mich jedenfalls durchgehend gestört.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: American Gods – Staffel 1

Viel versprochen, dann das Herz gebrochen.
Die Idee ist eigentlich richtig cool, dass eben die verschiedenen Immigranten ihre Götter aus der alten Welt nach Amerika gebracht haben und das wortwörtlich. Dort wurden sie jedoch vergessen und leben jetzt deprimiert und isoliert irgendwo. An ihre Stelle sind die neuen Götter getreten, wie z.B. das Internet und das Fernsehen, die nun gegen die alten Götter Krieg führen. Die Serie folgt nun einem Ex-Häftling, der in Odins Dienste tritt, um die alten Götter zu vereinen. Die Serie bietet gewohnte Starz-Qualität. Wem das gefällt, der wird auch hiermit seine helle Freude haben.
Mein Problem liegt jedoch woanders, nämlich in der Tatsache, dass es scheinbar keine indigenen Götter in Amerika gibt. Die alten Götter kommen und die neuen Götter entstehen, aber anscheinend war Amerika vorher ein weißes, unbeschriebenes, gottloses Blatt. Dazu kommt, dass in der Serie dargestellt wird, wie mexikanische Einwanderer Jesus (!!!) mitbringen, während Muslime Anubis (!!!) mitbringen. Warum bringen die Mexikaner nicht irgendeinen Maya- oder Aztekengott mit? Denn Jesus ist ja eigentlich schon mit den ersten Briten ein paar Jahrhunderte vorher gekommen. Ich finde die Idee super, dann jedoch sehr schlecht recherchiert und ausgeführt. Außerdem extrem beleidigend gegenüber den Ureinwohnern Amerikas, aber die sind quotentechnisch eh komplett irrelevant, weshalb man machen kann, was man will.
Ich habe mich dann informiert, wie das in der literarischen Vorlage (Neil Gaiman – American Gods) ist und dort ist der Hauptcharakter, ein Afroamerikaner (!!!), der Repräsentant der amerikanischen Götter. Vielleicht wird das in der Serie ja später noch genauer ausgeführt. Dem aber nicht genug, trifft der Repräsentant am Ende einen Shamanen, der erklärt, dass es in Amerika nie mächtige Götter gab, die es wert gewesen wären, angebetet zu werden („There are creator spirits who found the earth or made it or shit it out, but you think about it: who’s going to worship Coyote? … [W]e never built churches. We didn’t need to.“).
Fazit: Diese Serie ist ein Schmarrn.

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Film: The Nice Guys (2016)

Ein cooler 70er-Jahre-Film.
Krimi mit Ryan Gosling von Shane Black. 116 Min.
Inhalt: Privatdetektiv Holland March und Knochenbrecher Jackson Healy haben nicht wirklich viel gemein. Bis sich beide blöderweise in den Fall der vermissten Amelia verstrickt sehen. Und dann passiert auch noch ein Mord an einem Porno-Star, der scheinbar erst einmal nichts damit zu tun hat. Widerwillig zur Zusammenarbeit gezwungen, streifen sie gemeinsam mit Marchs pubertierenden Tochter Holly durch L. A., um verworrenen Hinweisen auf den Grund zu gehen.
Der Film hat alles, was es braucht, um sehenswert zu sein: gute Schauspieler, einen spannenden Plot, die perfekte Brise Humor, tolle Action, cooles 70er-Jahre Feeling und überraschende Wendungen. Das hier ist kein geradliniger Detektiv-Film, in dem ein Hinweis zum nächsten führt und am Ende dann den Fall löst. Witzige Zufälle sind zentral, um den Plot voranzutreiben, denn die Detektive sind nicht sehr an der Lösung des Falls interessiert, nur gerade genug, um Geld zu bekommen.
Ich habe mich sehr amüsiert, diesen Film zu schauen, speziell die Tochter ist eine interessante Bereicherung für das klassische „ungleiche Partner Team“.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Zeitschriften meines Lebens

Als ich letztens über die Filme meine Jugend reminisziert habe, habe ich mich an die Jugendzeitschrift Limit erinnert. Ach, die war so fantastisch. Man hatte da Filme, Serien, Star-News, Technik, Wissenschaft, Computer, Sport und Comics alles in einem. Einfach alles, was mich interessiert, in einem Paket. Ich habe die Zeitschrift geliebt und keine Ausgabe verpasst. Aber jetzt im Nachhinein kann ich durchaus verstehen, dass da zu viel in ein Produkt hineingestopft wurde. Es gab nicht viele Jugendliche, die sich für all diese Dinge gemeinsam interessierten, weshalb nach sechs Jahren ein Schlussstrich gezogen wurde. Schade! Ich war untröstlich und habe zunächst gar nicht realisiert, dass es abgesetzt wurde, sondern dachte, dass einfach die Geschäfte in meiner Gegend es nicht mehr bezogen.
Dies war gerade die Zeit, als ich mich sehr für Computer und Computerspiele interessierte, weshalb ich dann zu PC Games gewechselt bin, der ich einige Jahre treu blieb. Parallel dazu habe ich auch die PM History gekauft, einmal habe ich sogar durch das Kreuzworträtsel ein Jahresabo gewonnen. Nebenher habe ich noch regelmäßig die von meiner Tante abonnierte Geo gelesen, eine fantastische Zeitschrift, um in einem kleinen Ort die Welt zu entdecken. 2004 zog ich nach Wien und ließ das alles hinter mir. Ich stieg dann auf die neu erschienene SFT um, der ich aber schon nach zwei Jahren wieder entsagte, weil sie für mich persönlich einfach langweilig geworden war. Es folgten dann zwei Jahre der Zeitschriften- Abstinenz, ehe ich National Geographic für mich entdeckte und bis heute abonniert habe.

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Spiel: Azul (Pegasus Spiele)

Schönes und gefinkeltes Legespiel.
Von Michael Kiesling (ca. 30-45 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Spiel geht es darum aus der Tischmitte Steine (100 wunderschöne Miniatur-Kunstharzfliesen) zu nehmen und auf sein persönliches Tableau zu legen. Dabei gilt es jedoch einige Regeln beim Nehmen und beim Legen zu beachten, die dem ganzen eine interessante Strategie verleihen. Diese Regeln sind recht einfach und führen zu einem raschen Spielverlauf, man muss aber dennoch gut überlegen, was man gern hätte und wohin man es idealerweise legt. Punkte bekommt man nämlich mit speziellen Mustern, die man hoffentlich auf seinem Tableau bei Spielende hat. Es kann also durchaus sein, dass man auf etwas hinarbeitet aber dann den letzten entscheidenden Stein nicht erhält und bemerkt, dass sich ein anderes Muster locker ausgegangen wäre.
Das Spiel schaut optisch super ist, haptisch ist es das auf jeden Fall und es kann aufgrund der Regeln sowohl Gelegenheits- als auch Vielspieler begeistern.
Fazit: Sehr zu empfehlen!

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