Buch: Stephenson, Neal – Error (Originaltitel: Reamde)

Zwei aneinandergeklebte Bücher. Ein cooles vom Autor, ein schlechtes vom Verlag.
Inhalt: Nachdem chinesische Hacker ausgerechnet einige sensible Daten der Russenmafia in Beschlag nehmen, beginnt ein brutales Katz-und-Maus-Spiel.
Ich hatte beim Lesen des Buches das Gefühl, dass dem Verlag das Ende nicht gefallen hat oder es zu kurz war, weshalb da noch etwas dazugekleistert wurde. Anders kann ich mir das sonst nicht wirklich erklären. Aber was meine ich eigentlich damit?
Begonnen habe ich das Buch wegen des Themas, also ein MMORPG – ein Online-Spiel – und Hacker, bzw. chinesische Jugendliche, die Charaktere für solche Spiele aufbauen und dann an Europäer oder Amerikaner verkaufen, die wenig Zeit aber viel Geld haben. Sie entwickeln ein Programm, mit dem sie die Daten von anderen Computern als Geisel nehmen, bis deren Besitzer in jenem MMORPG an einem bestimmten Ort Geld ausgeben. Und diese beiden Ebenen haben mir total gut gefallen, also das Abenteuer im Spiel um das Geld dorthin zu bringen und gleichzeitig die Suche nach den Hackern in der realen Welt. Dazu kommt auch noch der Erfinder dieses Spiels und in faszinierenden Flashbacks erfährt man, wie diese virtuelle Welt erschaffen wurde.
Also ein toller Plot mit interessanten Charakteren, sehr gut geschrieben und absolut packend. Bis die dann in China in einer Stadt zufällig (!!!) in ein falsches Appartement gehen und dann auf islamische Terroristen stoßen. Was?! Die kommen zu abrupt, so komplett unerwartet, dass ich wirklich das Gefühl hatte, hier hat nun der Verlag eingegriffen. Denn danach folgt ein elendig langes Kapitel, in welchem es nur um Action in jener chinesischen Stadt geht. Anschließend wird es wieder interessant, als die beiden Plots, Original und Terroristen, teilweise ineinander verwoben, weitergeführt werden. Bis dann am Ende ein actionreicher Showdown das Buch abschließt. Der Originalplot wurde schon früher hastig beendet.
Vielleicht war das auch vom Autor von Anfang an so geplant, wer weiß, nur passen diese beiden Themen für mich überhaupt nicht zusammen, zumal sie ja nur zufällig (!!!) aufeinander treffen. Abgesehen davon ist das Buch nicht schlecht. Die Charaktere sind allesamt interessant, weshalb ich auch zu Ende gelesen habe. Die Action ist sehr gut beschrieben. Ein bisschen bedenklich ist das Ende, denn das rechtfertigt irgendwie, dass Amerikaner Waffen tragen dürfen. Denn ohne diese „wahren Patrioten“ wären die Dschihadisten nie aufgehalten worden. Aber was erwartet man anderes von einem Buch, in welche islamische Terroristen von China über Kanada in die USA einschleichen wollen?
Wenn man die sehr langen Actionszenen und die Terroristen-Kapitel rasch überfliegt und sich auf den Rest konzentriert, hat man einen sehr interessanten Tech-Thriller. Aber davon gibt es eigentlich genug andere, die auch ohne Terroristen auskommen oder diese zumindest besser integrieren. Doch für die Leser, die sich für beide Genres interessieren, ist das hier ein sehr gutes Buch.
Fazit: Mir hat es gefallen, es ist aber nur bedingt empfehlenswert.

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Error: Thriller
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Serie: Bill Nye saves the world – Staffel 1

Was für eine brutale Achterbahnfahrt.
Wir haben hier einen Mix aus Kinderprogramm und Pop-Science-Show, der für mich überhaupt nicht funktioniert hat. Dazu muss man natürlich sagen, dass ich mich sehr für Wissenschaft interessiere und meistens Texte lese, bzw. Dokumentationen schaue, die sich sehr tief mit einer Materie auseinandersetzen, seriös und intensiv. Das ist hier ist hingegen eine Show, die oberflächlich Themen diskutiert und anschaulich präsentieren möchte. Es ist eine Show, um grob gewisse wissenschaftliche Konzepte und Theorien kennenzulernen. Ganz banal gesagt ist es eine Show für Fans von Galileo auf ProSieben. Ich finde beide Shows nicht schlecht und bin über jegliche Art der Bildung und Wissensvermittlung dankbar, sie bieten nur für mich persönlich keinen Anreiz sie zu schauen, würde sie für meine jugendlichen Kinder jedoch jederzeit einschalten.
Fazit: Okay

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Film: Mord im Orient-Express (2017)

Eine schöne Adaption eines schönen Buches.
Krimi mit und von Kenneth Branagh. 114 Min.
Inhalt: Für die Rückreise von einem seiner Fälle nimmt Hercule Poirot (Kenneth Branagh) den legendären Orient-Express. An eine gemütliche Zugfahrt ist aber nicht lange zu denken, stattdessen hat der berühmte Meisterdetektiv bald wieder Arbeit: Ein Passagier wird ermordet und damit ist klar, dass einer der übrigen Reisenden der Täter sein muss.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Film für Kenner des Originals ausgelegt ist oder nicht. Die Bücher von Agatha Christie eigenen sich eigentlich immer gut mitzudenken, mitzurätseln und am Ende überrascht zu werden. In dem Film ist aber ziemlich schnell alles klar, was Kenner des Originals nicht so stören dürfte, den anderen aber die Spannung raubt. Abgesehen davon finde ich den Film gelungen, optisch und schauspielerisch. Auch die Dialoge sind toll und die Offenbarung am Ende ist gut gemacht.
Man bleibt zurück mit der Frage, was man selbst getan hätte, in einer Situation, die nicht eindeutig in schwarz und weiß, gut und böse eingeteilt werden kann. Gute Unterhaltung und Potenzial für eine Diskussion anschließend, was braucht man mehr.
Fazit: Empfehlenswert.

Wer den Mord selbst spielerisch aufklären möchte, dem sei herzlich „EXIT – Das Spiel: Der Tote im Orient-Express“ von Kosmos empfohlen.

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Gedankensprung: Anime-Update Herbst ’17

Das war aber eine schöne Staffel. So viele tolle Serien!

Dennoch gab es nur eine einzige Serie, auf die ich jede Woche intensiv gewartet und die ich immer sofort bei Erscheinen geschaut habe. Die restlichen Serien ruhten auch mal einige Tage. Daher ist auch klar, dass die als meine Nummer eins in dieser Staffel gilt: Ballroom e Youkoso. Ein Tanzanime! Ich habe bereits in meiner Sommerreview erklärt, warum ich diese Serie so toll finde und sie ist Dank spannender Charakterentwicklung jetzt noch viel interessanter geworden. Sie bietet einen schönen Abschluss und eine zweite Staffel, wenn auch sehr erwartet, wird es wohl nicht geben, da das Manga selbst abgeschlossen ist.

Daran anschließend ist es schwer die weiteren Plätze zu küren. Es gibt drei Serien, die für Platz zwei in Frage kämen, ich habe mich dann aber für 3-gatsu no Lion 2nd Season entschieden. Die erste Staffel war bereits mein Liebling im Herbst 2016 und Winter 2017. Die Qualität ist gleichgeblieben (was für tolle Zeichnungen!), wobei hier jetzt mehr sein Leben und das seiner Freunde beleuchtet wird, sowie das wichtige Thema Bullying sehr gut thematisiert wird. Ich finde die Serie einfach super und freue mich schon auf die direkte Fortsetzung im Winter 2018.

Unerwartet wunderbar war Konohana Kitan. Hier geht es um einige Fuchswesen, die in einem Hotel in der Geisterwelt arbeiten. Thematisch wird hier die reiche japanische Mythologie behandelt, Jenseitsvorstellungen und andere spirituelle Aspekte. Die Charaktere sind sehr sympathisch und erleben jede Folge 1-3 lustige, emotionale, philosophische Abenteuer. Manchmal sitzt man am Ende mit einem Schmunzeln da, ein anderes Mal mit einer Träne. Sehr zu empfehlen.

Inuyashiki ist ein sehr interessantes Anime. Es geht darum, dass zwei Personen, ein Opa und ein Oberschüler, in ultimative Cyborgs verwandelt werden. Im Fokus liegt jedoch nicht die Action, sondern die Psychologie. Beide haben ihr Leben vorher als leer und sinnlos empfunden. Während der Opa durch seine neuen Fähigkeiten Sinn darin findet, Menschen zu helfen, füllt der Oberschüler seine Leere damit, dass er Leute tötet. Diese konträren Entwicklungen sind sehr gut gemacht. Am besten aber finde ich die Kampfszenen, in denen wunderbar dargestellt wird, wie der Opa eigentlich gar nicht kämpfen kann, nur irgendwie seine neuen Kräfte einsetzt.

Auch eine Romanze durfte nicht fehlen, weshalb ich das sehr sensible Anime Just Because! geschaut habe. Viel Gefühl und sympathische Charaktere bieten hier gute Unterhaltung.

Ein bisschen enttäuscht war ich am Ende von Kujira no Kora wa Sajou ni Utau – Children of the Whales. Die Zeichnungen waren sehr gut und die liebevollen Details haben in den ersten Folgen eine spannende Geschichte versprochen, doch am Ende ging es nur darum, eine Burg vor einem Angriff zu verteidigen. Aufgrund der Optik und der sympathischen Charaktere habe ich bis zum Ende geschaut, aber was den Plot betrifft, war es leider nicht wirklich spannend. Außerdem gibt es ein offenes Ende, aber ob es eine zweite Staffel geben wird, steht in den Sternen.

In die gleiche Kerbe schlägt Juuni Taisen. Der Anfang hat sehr viel versprochen, doch die erwarteten epischen Kämpfe fielen kurz und wenig bombastisch aus, dafür wurde man mit jede Menge Flashbacks versorgt, deren Qualität unterschiedlicher kaum sein konnte. An sich wäre die Idee super: Ein Kampfsport-Turnier-Anime ohne Hauptcharakter. Absolut jeder ist gleichwertig und kann jederzeit sterben, wer gewinnt bleibt bis zum Ende offen. Doch leider ging durch frühzeitige Hinweise auf das Ende jegliche Spannung verloren. Die letzte Folge war dann auch noch ziemlich enttäuschend.

In Dragon Ball Super wird weiter in epischen Proportionen gekämpft. Ein Kampfsport-Anime aufs wesentliche reduziert.

Die größte Enttäuschung war Black Clover (TV). Ich lese das Manga und das gefällt mir sehr gut. Das Anime bietet nun jedoch viele Elemente, die mich abschrecken. Optisch finde ich die Charaktere allesamt schlecht gemacht und die computergenerierte Magie-Darstellung ist einfach hässlich. Dazu kommt ein Hauptcharakter, der ständig so laut und schrill schreit, dass man einen Trommelfell-Schaden riskiert. Das schlimmste aber ist die langsame Erzählgeschwindigkeit, bzw. der unverhältnismäßige Einsatz von Fillern. Naruto – das Anime, nicht das Manga! – war so schlecht, weil es irgendwann fast nur noch schlecht gemachte Filler-Episoden gab. Man merkt hier sehr gut, welchen Anspruch die Macher von Black Clover haben, nämlich ein ebenso lang laufendes Anime zu erschaffen, egal wie viele Filler dafür nötig sind. Aber das wäre doch gar nicht nötig! Shokugeki no Souma und Boku no Hero Academia haben gezeigt, wie erfolgreich und qualitativ hochwertig man sein kann, wenn man jedes Jahr nur eine Staffel rausbringt. Eine mehrmonatige Pause stört Fans gar nicht, im Gegenteil kommt Qualität vor Quantität. Black Clover sieht das jedoch andersrum.

Da sind wir also schon bei Shokugeki no Souma: San no Sara. Ich habe es nicht geschaut, weil ich das Manga lese und der jetzt verfilmte Handlungsbogen mir überhaupt nicht gefallen hat. Der Vorteil dessen war für mich weniger Stress und mehr Zeit für andere Dinge. Die nächste Staffel werde ich dann aber wohl wieder schauen, wenn es sich zeitlich ausgeht.

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Ich wünsche Euch ein gutes und erfolgreiches neues Jahr!

Am letzten Wochenende des Jahres mache ich eine Pause und genieße Mal kurz meine Freizeit. Ich möchte mich bei allen bedanken, die meinen Blog regelmäßig oder auch nur einmal besucht haben und ich hoffe, dass es im nächsten Jahr gleich weitergehen wird.
Ich habe aus vielen Munden gehört, dass 2017 das schlimmste Jahr seit langem war. Das sehe ich persönlich nicht so arg, aber dennoch wünsche ich uns allen ein wunderbares Jahr 2018!

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Gedankensprung: Jahresrückblick 2017 / Ausblick 2018

Jahresrückblick 2017

Das Jahr 2017 neigt sich seinem Ende und somit wird es auch Zeit sich den unzähligen Jahresrückblicken anzuschließen, die jetzt überall gedeihen. Was mir 2017 am besten gefallen hat, soll hier zusammengetragen werden und somit einen Abschluss für dieses Jahr bieten.

Gesellschaftsspiele
Wir starten mit dem Bereich, der auf meinem Blog die meisten Besucher erhalten hat: Brett- und Kartenspiele. Dabei sei gesagt, dass letztes Jahr etwa 1.500 Spiele erschienen sind und ich im Schnitt pro Woche ein neues kennenlerne, also vielleicht etwas über 52 im ganzen Jahr. Das ist nur ein Bruchteil und somit ist die folgende Liste, wie eigentlich alles auf diesem Blog, sehr subjektiv.
Grundsätzlich war dies ein gutes Jahr für Erweiterungen. Naja, erschienen sind die bereits 2016, aber ich habe sie erst 2017 bekommen, sie zählen für mich also zu diesem Jahr: Targi – Die Erweiterung (Kosmos), 7 Wonders Duel – Pantheon Erweiterung (REPOS Production) und Cacao – 1. Erweiterung „Chocolatl“. Allesamt gefallen die mir sehr gut und ich werde nicht mehr ohne sie spielen. Aber abgesehen davon gibt es für mich keinen Zweifel, dass Wettlauf nach El Dorado (Ravensburger) für mich das beste Spiel des Jahres war. Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir Mein Traumhaus (Pegasus), Quadropolis (Days of Wonder), Hanamikoji (Kosmos) und Shadows in Kyoto (EmperorS4).

Filme
Was Filme betrifft habe ich einen sehr seltsamen Punkt erreicht. Es gibt keine mehr, die ich unbedingt sehen möchte. Naja, es gibt viele Filme, die ich durchaus schauen würde, wenn sich die Gelegenheit ergibt, aber keinen einzigen, den ich wirklich aktiv suche. Bedeutet das, dass ich zu viel schaue?
Blicken wir also auf das Jahr 2017 zurück und mein Lieblingsfilm des Jahres sollte keine Überraschung sein: Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten
Abgesehen davon waren meine Lieblingsfilme des Jahres Animes und Animationsfilme: Kubo – Der tapfere Samurai, Moana, A Silent Voice – Koe no Katachi, Wolf Children Ame & Yuki sowie The Anthem of the Heart.
Auf die Plätze verdrängt wurden Guardians of the Galaxy Vol. 2, Thor 3 – Tag der Entscheidung, Barry Seal und The Foreigner.

Bücher
Vor allem dieser Bereich war wie bereits im letzten Jahr extrem Science-Fiction-lastig, doch es gab auch genug Ausflüge in andere Genres. Von den Büchern, die mir dieses Jahr am besten gefallen haben, war Simmons, Dan – Ilium + Olympos (Homerzyklus 1+2) zweifellos mein Liebling, dicht gefolgt von Martin, George R.R. – Planetenjäger. Aber es gab noch eine Reihe weiterer Bücher, die mir sehr gut gefallen habe: Corey, James S. A. – Babylon’s Ashes (The Expanse 6) / Munroe, Randall – what if? Was wäre wenn? / Ondaatje, Michael – Katzentisch / Noah, Trevor – Farbenblind (Originaltitel: Born a Crime) / Pohl, Frederik – The World at the End of Time / Niven, Larry – Ringwelt / Sendker, Jan-Philipp – Das Geheimnis des Alten Mönchs. Märchen und Fabeln aus Burma / Hall, Edith – Die Alten Griechen. Eine Erfolgsgeschichte in zehn Auftritten / Löwenberg, Mark – Das Erbe des Sokrates / Cognetti, Paolo – Acht Berge / Brandhorst, Andreas – Das Erwachen.

Serien
Serienmäßig war 2017 wie bereits 2016 für mich hauptsächlich von Comedy und Sci-Fi geprägt. Meine diesbezüglichen Lieblinge sind gleich geblieben: Fresh Off the Boat und Life in Pieces für Comedy, Dark Matter und The Expanse für Sci-Fi. Supergirl und MacGyver haben weiterhin nicht enttäuscht und auch Star Wars Rebels hat diesmal eine sehr starke Staffel abgeliefert. Dazu kamen einige neue Serien, die mich überzeugen konnten: Dirk Gently’s Holistic Detective Agency, A Series of Unfortunate Events, The Librarians und Star Trek Discovery. Wenn ich mich auf einen Liebling festlegen muss, dann wäre das Stranger Things.

Ausblick 2018

Filme: Fixen Kinotermin gibt es 2018 für mich nur einen, nämlich Ready Player One. Weitere Filme, für die ich mir eventuell ein Kinoticket gönnen würde, wenn ich zufällig Zeit habe, wären Jurassic World 2, Pacific Rim 2, Mortal Engines und Avengers: Infinity War.
Serien: Abgesehen von den nächsten Staffeln meiner Lieblingsserien freue ich mich schon darauf, The Orville zu schauen.
Bücher: Am meisten freue ich mich auf den neuen Brandhorst-Roman und natürlich die nächsten Expanse – Teile. Ich würde aber auch gerne von Thomas Brezina Knickerbocker4immer – Alte Geister ruhen unsanft lesen.
Spiele (Nicht Neuheiten, auf die ich mich freue, aber Spiele, die ich spielen will): Pulsar 2849 (Czech Games Edition), Gaia Project (Feuerland Spiele), Altiplano (dlp games), Majesty (Hans im Glück), Yamatai (Days of Wonder), First Class (Hans im Glück), Valletta (Hans im Glück), Alien Artifacts, Blood Rage, Dead of Winter, Abyss, New York 1901, Oben und Unten, Ein Fest für Odin, Cry Havoc, Imhotep, Karuba, Murder and Deception in Hong Kong, Ice Cool und Scythe

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Spiel: Ave Roma (A-games)

Ich spiele dieses Spiel und weiß nicht, ob es mir gefällt oder nicht. Komisch irgendwie.
Von Attila Szőgyi (ca. 45-120 Min.; 3-4 Spieler)
Das Spiel gefällt mir aufgrund des einzigartigen Worker-Placement-Mechanismus‘ eigentlich sehr gut. Jeder Spieler erhält fünf Meeple in den Werten 1-5, wobei alle die gleiche Farbe haben. Dann werden diese Reihum auf ein Feld gelegt und dessen Aktion ausgeführt, wobei die Zahl des Meeples dem des Feldes entsprechen muss. Man hat also pro Meeple andere Optionen. Das Tolle kommt aber am Rundenende: Der Spielplan ist in verschiedene Bereiche aufgegliedert und der Reihe nach entscheidet sich jeder Spieler für einen Bereich und erhält alle Meeple von dort. Das führt dazu, dass ein Spieler z.B. fünf Meeple mit den Werten 2+2+3+4+4 erhält, während der andere 1+1+1+5+5 bekommt. Das wiederum hat zur Folge, dass jeder Spieler jede Runde andere Aktionsfelder zur Auswahl hat, weshalb man bei Rundenende sich genau überlegen sollte, welche Aktionen man in der nächsten Runde verwenden möchte.
Dieser tolle Mechanismus fällt jedoch aus verschiedenen Gründen ziemlich flach. Die 5er-Meeple sind heiß begehrt, da man mit denen viel Geld bekommt und für die restlichen Meeple gibt es meist so viele Optionen, dass es relativ egal ist, welche man nimmt. Außer man möchte eine bestimmte Provinz bekommen, dann ist der Wert des Meeples sehr wichtig. Und das ist schon der zweite Kritikpunkt: zu viele Optionen und diese zu wenig balanciert. Die ersten zwei Aktionen werden immer „Ressourcen-“ und „Geld-sammeln“ sein. Dann geht man entweder eine Gebäude-, Senator- oder Kriegs-Karte kaufen oder zum Markt, weil man noch mehr Ressourcen braucht, um die gewünschte Karte zu bezahlen. Hat man aufgrund seiner Karten genug Banner, kann man auch in eine Provinz gehen, um dort seinen Einfluss zu erhöhen. Idealerweise kauft man sich bereits in der ersten Runde einen Senator und versucht dann konstant so zu spielen, dass man seinen Bonus maximal ausnutzen kann.
An sich ist das Spiel recht einfach: Ich schaue, was ich möchte und besorge mir die entsprechenden Ressourcen. Das Management dieser und die Aktionen mit den Provinzen sind sehr interessant gelöst und gefällt mir gut. Ebenso gefallen mir die unterschiedlichen Möglichkeiten, Siegpunkte zu erlangen. Man kann also verschiedene Strategie verfolgen, den Sieg zu erringen.
Enttäuscht war ich hingegen von der Möglichkeit Sets zu sammeln. Das wird in der Regel ausführlich beschrieben und viel Ikonographie wird darauf verwendet, doch am Ende ist dies kaum möglich und wenn man es schafft, ist die Belohnung sehr gering, außer bei den Provinzen, wo es beinahe schon zu einfach und die Belohnung sehr gut ist.
Einerseits gefällt mir das Spiel gut, wurden doch viele coole Ideen und Mechanismen implementiert. Es leidet jedoch an der Kickstarter-Krankheit: zu wenig professionelles testen. Wie auch schon Vikings Gone Wild könnte Ave Roma mit ein paar Korrekturen an den richtigen Stellen ein großartiges Spiel sein. So aber leider fühlt es sich nicht ganz rund an.
Fazit: Sollte probiert werden.

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Serie: The Punisher – Staffel 1

Nachdem ich nun schon alle Marvel-Netflix-Serien geschaut und die letzte – The Defenders – mir sehr gut gefallen hat, habe ich auch der neuesten eine Chance gegeben. Schade, die Zeit wäre mit anderen Aktivitäten besser vergeudet worden.
Eigentlich hat mir der Punisher bereits in der zweiten Daredevil-Staffel nicht gefallen, warum ich also gedacht habe, dass er mir in einer eigenen Serie gefallen würde, verstehe ich nicht. Der Plot konnte mich nie fesseln, im Gegenteil gab es ein extrem langsames Erzähltempo. Das größte Problem aber ist der Punisher selbst, bzw. dessen Darstellung. Denn im Grunde ist er ein Monster, das nicht vor Mord und Todschlag zurückschreckt. Die Serie aber vermenschlicht in zu sehr, verherrlicht seine Aktionen bis zu einem bestimmten Grad.
Ich habe kein Problem mit Geschichten von Antihelden oder in denen der Bösewicht im Zentrum steht, wenn sie entsprechend dargestellt werden. Hier aber wählt der Punisher seine Opfer nach sehr fragwürdigen Gründen aus und es wird so dargestellt, als ob es gerechtfertigt wäre. Und was die Serie eben nicht macht, ist ihn als genauso böse darzustellen, wie die Kriminellen, die er jagt.
Nachdem ich nun ein bisschen gelästert habe, muss ich sagen, dass dies hier für mich die schlechteste Marvel-Netflix-Serie ist. Davon gibt es aber jetzt zum Glück etwas Pause.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Film: Star Wars 8 – Die letzten Jedi (2017)

Auf eine coole Art ist nichts passiert.
Sci-Fi-Fantasy mit Daisy Ridley von Rian Johnson. 155 Min.
Inhalt: Rey (Daisy Ridley) geht bei Luke Skywalker (Mark Hamill) auf dem Inselplaneten Ahch-To in die Lehre. Die Neue Republik steht am Abgrund, nachdem die Starkiller-Basis ihr Zentrum vernichtete. Der Schatten der Ersten Ordnung fällt auch auf Meister und Schülerin: Einer von Lukes ehemaligen Schützlingen, Kylo Ren (Adam Driver), hat die finstere Mission noch längst nicht beendet, die ihm Snoke (Andy Serkis) auftrug.
Der Film schaut super aus und bietet einige überraschende Wendungen, dazu eine gute Prise Humor sowie gut gemachte Action garantieren tolle Unterhaltung. Lediglich das Ende zieht sich unangenehm in die Länge, da hätte man ruhig kürzen können. Das aber ist das kleinste Problem. Denn im Grund hätte ich storytechnisch nichts verpasst, außer ein paar Tote, wenn ich den Film nicht gesehen hätte. Der neunte Teil wird mit der gleichen Situation im Universum beginnen wie jetzt der achte. Die Charaktere haben keine Entwicklungen durchgemacht und Geheimnisse wurden keine gelüftet. An verschiedenen Stellen heißt es, dass von den drei wichtigen Fragen – Snokes Hintergrund, Reys Eltern und Ben Solos Werdegang zum Bösen – mindestens eine beantwortet wird. Diese eine wurde aber so beantwortet, dass es auch eine Lüge sein könnte mit einer Wendung im neunten Teil. Eine andere wurde nicht zufriedenstellend beantwortet und die dritte einfach abgewürgt.
Es liegt vielleicht daran, dass mich Star Wars nie wirklich begeistern konnte, außer dem fantastischen Rogue One, weshalb ich auch hier nicht voller Jubelrufe bin. Der Film bietet absolut tolle Unterhaltung und weist keine furchtbaren Fehler wie Episode 7 auf, ist also durchaus ein Schritt in die richtige Richtung. Ich hätte mir einfach vom Plot her mehr erwartet. Was die verschiedenen Charaktere gemacht haben, außer Rey, war im Grunde sinnlos, hatte überhaupt keinen Einfluss auf den allgemeinen Plot, wir haben sie nur cool rumlaufen und rumschießen sehen. Rey trug als einzige den Plot voran, wenn auch nicht so flott, wie ich es gerne gehabt hätte.
Viele behaupten, Episode 7+8 wären so viel besser als Episode 1-3, doch ich wäre mir da nicht so sicher. Was die neuen Filme visuell und schauspielerisch leisten ist fantastisch, aber Episode 1-3 hatte zumindest einen ordentlichen Plot.
Fazit: Empfehlenswert. Eine solide Fortsetzung der Saga.

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Gedankensprung: Comics meiner Kindheit / Jugend

Kindheit bedeutet natürlich auch Comics. Zwar waren meine Nachmittage generell mit Serien im Fernsehen gefüllt und Dank meiner Nachbarin habe ich auch viele Bücher gelesen, aber Comics waren dennoch ein zentraler Teil meines Lebens. Dabei ist Disney das Stichwort, hauptsächlich Entenhausen und alles, was da dazugehört: Micky Maus, Lustige Taschenbücher etc. Mein Liebling war eindeutig Indiana Goof und speziell sein Abenteuer „Die Jagd nach dem grünen Stern“ habe ich geliebt. Dieses nehme ich auch heute noch zur Hand, wenn ich mich mal nostalgisch fühle. Mit ihm habe ich übrigens viele Jahre später Griechisch gelernt, denn in Athen habe ich mir mehrere Sammelbände mit seinen Abenteuern gekauft.
Außerhalb dieses Kreises habe ich eigentlich keine Comics gelesen, außer immer wieder die coolen Gespenster Geschichten und Spuk Geschichten. Später kamen vereinzelt Bände von Asterix und Obelix dazu sowie einige wenige Mangas. Erst seit kurzem lese ich intensiv Mangas, weil diese nun digital über eine App auf meinem Smartphone zugänglich sind, ich also nicht Platz und Geld benötige. Speziell die ganzen US-Comics haben nie ihren Weg zu mir gefunden und auch die Lektüre der Disney-Comics habe ich ab meiner Gymnasialzeit drastisch gesenkt. Hin und wieder lese ich schon ein Comic, wenn ich es zufällig in die Hände bekomme, wie letztens jenes zu Mass Effect oder Collector von Markus Heitz, aber es ist nicht so, dass ich sie aktiv suche. Ich war nie Teil dieser Comicwelt und als dann all diese Marvel-Filme kamen, hatte ich eigentlich überhaupt keinen Plan, wer wer ist und was will.
Wie ich schon einmal ausgeführt habe, liebe ich gute Geschichten und da ist es mir egal, in welcher Form sie mir präsentiert werden.

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